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Vorrichtung zum Verbinden zweier Filmenden Die Erfindung bezieht sich
auf eine Vorrichtung zum Verbinden zweier Filmenden, bei der die einzelnen Arbeitsgänge
selbsttätig und zwangsläufig von einer zentralen Antriebsstelle aus durchgeführt
bzw. gesteuert werden.
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Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art treten z. B. noch dadurch Mängel
auf, daß auf die beiden aneinandergelegten Filmenden ein Verbindungsstreifen geklebt
wird, wodurch die Klebestelle eine nachteilige Verdickung erfährt, oder es werden
die beiden Filmenden nacheinander in die Klebevorrichtung eingelegt und zum Verkleben
vorbereitet.
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Andere Vorrichtungen dieser Art weisen den Nachteil auf, daß sie die
Filmbehandlungsstelle der freien Sicht entziehen und durch das Nacheinander des
Einlegens der zu verbindenden Filmstellen hohe Anforderungen an die Aufmerksamkeit
des die Filmstreifen Einlegenden stellen. Um diese Nachteile zu vermeiden, sind
nach der Erfindung an das auf einem Arbeitstisch- aufgespannte eine Filmende nacheinander
zwei Schwenkarme lieranführbar, von denen der eine ein Hobelinesser zum Abheben
der Beschichtung des auf dem Arbeitstisch aufgespannten Filmendes und der andere
eine Haltevorrichtung für das andere Filmende trägt. Bei dieser Anordnung ist der
Arbeitstisch des ersten Filmendes um die Drehachse des das Hobelmesser tragenden
Schwenkarmes zylindrisch gewölbt.
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Auf diese Weise wird sowohl ein schnelles wie auch immer gleichbleibendes
genaues und sauberes Arbeiten erzielt, so daß einwandfreie und dauerhafte Klebestellen
unabhängig von der Geschicklichkeit und der sonst stark beanspruchten Aufmerksamkeit
des Arbeiters entstehen.
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Die weiteren Merkmale der Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes
sind in den Unteransprüchen angegeben, deren Merkmale nur gemäß der Zurückbeziehung
der betreffenden Unteransprüche, also nur in Verbindung mit den Merkmalen vorangehender
Ansprüche. aber nicht an sich Gegenstand der Erfindung sind.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt. Abb. i ist eine schaubildliche Ansicht der wesentlichen Teile einer
Vorrichtung nach der Erfindung.
Abb. 2 zeigt das Ende des mit den
Messern ausgestatteten Schwenkarmes in etwas anderer Ausführung und Abb. 3 eine
weitere Ausführungsform eines verstellbaren Hobelmessers. -An dem Ständer i, der
mit dem Auflag @-tisch 2 für das eine Filmende a versehen ist, sind zwei Schwenkarme
3 und 4. drehbar gelagert, von denen der Schwenkarm 3 den Auflagetisch 5 für das
andere Filmende b trägt. Zum Festhalten des Films dient je ein Niederhalter 6 bzw.
;, der neben dem zugehöriger Auflagetisch schwenkbar gelagert ist und mittels eines
Schließklobens 8 bzw. 9 an den 1 fisch bzw. 1, ihm angedrückt und verriegelt werden
kann. Für die richtige Lagerung des Films ist jeder Auflagetisch mit zwei Stiften
io versehen. Statt dessen können auch mir in dem Tisch :2 zwei Stifte io für die
Lagerung beider Filmenden vorgesehen sein. in diesem Falle wird, während sich beide
Tische in gleicher Höhe befinden, zunächst der Film b auf dem Tisch 5 eingelegt
und festgeklemmt und nach Wegschwenken des Armes 3 dann der Film a eingelegt.
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Von den beiden Niederhaltern 6, 7 springt der Halter 6 am Ständer
i etwas hinter der Tischkante zurück, während der Halter 7 --Im Schwenkarm3 über
dieTischkante vorspringt, derart, daß er beim Niedergehen des Schweill:-armes auf
den vorspringenden Rand des Auflagetisches 2 am St_.nder i aufsetzt.- Die bei dieser
Bewegung aneinander vorbeistreichenden Kanten i i. i 2 der \Tiederlialter 6, 7 sind
als Schneiden ausgebildet oder finit besonderen Schneiden ausgerüstet, so daß sie
das überstellende Ende des auf dem Tisch 5 des Schwenkarmes 3 aufgespannten Films
b abschneiden.
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Die Oberfläche des Auflagetisches 2 am Ständer i und dementsprechend
die Tischfläche am Schwenkaren 3 sind zentrisch zu der Drehachse i9 des Schw.cnl,:armes
q. gewölbt, und die Niederhalter 6, 7 passen sich ebenfalls dieser Wölbung all.
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Der Schwenkarm.#l, trägt ein Abschneide-Messer 13 und ein Hobelmesser
r4.. Das erstere läuft bei der Drehung des Schwenkarmes q. in Pfeilrichtung all
der Vorderkante des Auflagetisches :2 am Ständer i entlang und nimmt somit das Glattschneiden
des hier eingespannten Filmendes a. vor. Das Hobelmesser 1.1. ist so eingerichtet
und angeordnet, daß es beim Unile-2n des Schwenkarmes in der Pfeilrichtung von dein
frei liegenden Handstreifen des Filmendes a auf dem Tisch die Beschichtung abhebt.
Dabei hält eine vor dem Messer 1¢ angeordnete Gleitbahn 15 den Film glatt und verhindert,
daß er durch das Hobelmesser zerknittert oder durchgeschnitten wird. Diese Gleitbahn
wird so eingestellt, daß zwischen ihr und dem Auflagetisch 2 ein Abstand von nur
einer Filmstärke vorhanden ist. An dem Schwenkarm 4 ist i einer ein Filrnleimbehslter
16 mit Pinsel 17 so angebracht, daß der Pinsel den abgehob-ltc-n Randstreifen des
Films a. vor dem N iederlialter 6 mit Filmleim bestreicht, wenn der Arm -1 in Pfeilrichtung
geschwenkt wird.
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Die Schwenkarme 3 und 4. sind mit einem gemeinsamen Antrieb verbunden,
und zwar mittels Nocken, Kurvenscheibe oder anderer bekannter Maschinenelemente,
derart, daß sie zwangsläufig nacheinander an den Arbeitstisch am Ständer i heran-
bzw. an dem Tisch vorbeigeführt werden. Der Arm d. dreht sich dabei vorzugsweise
immer in derselb--n Richtung nach rechts, und der Arm 3 wird erst dann nach links
heruntergeschwenkt, wenn der Arm 4. sich so weit gedreht hat, daß er Alen Arni 3
nicht mehr behindert.
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Außerdem können auch die Stifte io, die Schließkloben 8, 9 und die
Niederhalter 6, ; mit dem Antrieb verbunden sein, derart, dai, nach erfolgter Verbindung
der Filmenden die Stifte io in die Tischflüche eingezogen, Sie Schließkloben 8,
9 entriegelt und die Niederhalter 6, 7 geöffnet werden. Die Betätigung der Stifte
io kann so erfolgen, daß dieselben an einem gemeinsamen Schieber 18 angeordnet sind,
der von der Welle i9 aus mittels eines Exzenters 20 in dem Auflagetisch gehoben
und gesenkt wird, wodurch die Stifte in der entsprechenden Arbeitsphase aus dem
Film herausgezogen werden. Gleichzeitig wird der Schließkloben 8 durch einen Ilitnehiner
2 1 geöffnet, während der Schließkloben 9 seinerseits durch einen Exzenter a2 über
ein Gestänge 23 im gegebenen Augenblick geöffnet wird. Durch entsprechend angesetzte
Spiralfedern werden beim Offnen der Schließkloben8, 9 die Niederhalter6, 7 selbsttätig
aufgeklappt.
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Für die Bewegung der einzelnen Teile ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine Kurbel vorgesehen; stattdessen kann der Alltrieb auch durch einen Hand- oder
Fußhebel. ein Handrad oder einen -Motor bewirkt werden.
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Ferner kann ein zweites Hobelmesser die Unterseite des auf den Schwenktisch
5 aufgespannten Filmendes b auf abhobeln, wie dies z. B. bei zweiseitig b:-schichteten
Filmen nötig ist. Dieses zweite Hobelmesser kann an einem weiteren Schwenkarm angebracht
sein: Der Auftrag des Filmleims läßt sich, um Eintrocknen zu vermeiden, auch durch
einen zwangsläufig gesteuerten Pinsel oder Auftrager ausführen, der in Ruhestellung
in den Leim eintaucht und durch einen Kragen das Gefäß dicht abschließt. Auch wäre
der Filmleim
mittels Aufspritzens aufzutragen. Die ganze Maschine
kann-so in einen Tisch eingebaut werden, daß nur -der Arbeitstisch -aus der Tischplatte
hervorragt; wahrend ein darunter- angebrachter Behälter- die Abschnitte und Hobelspäne
aufnimmt.
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. Ferner kann das an dem. Schwenkarm 4 sitzende Abschneidemesser auch
in der Drehrichtung hinter dem. Hobelmesser und der Gleitbahn angeordnet sein, wie
aus Abb.2 ersichtlich ist. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind noch weitere Einzelheiten
vorgesehen, die auch in Verbindung mit- dem Ausführungsbeispiel nach Abb. i zur
Anwendung kommen können.
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Der zu behandelnde Film 2:1. liegt auf dem gekrümmten Arbeitstisch
25. An dem um den Krümmungsmittelpunkt 26 der Arbeitsplatte -drehbaren Arm 27 sind
das Hobelmesser 28 und das Abschneidemesser 29 angeordnet. Vor der Schneide des
Messers 28 ist die Gleitbahn 3o angeordnet, die sich gleichzeitig mit dem Messer
über die Filmbahn bewegt und dazu dient, denFilmniederzuhalten und dadurch zu verhindern,
daß das Filmband durch den Schub des Hobelmessers 28 zerknittert oder zerschnitten
werden könnte. Um die Stärke des durch die Schneide des Hobelmessers abzuhebenden
Spanes einzustellen und um die Abnutzung und den Abschliff des Messers auszugleichen,
ist das Hobelmesser 28 um eine Achse 31 drehbar und wird durch eine Feder o. dgl.
gegen einen verstellbaren Anschlag 32 gedrückt, als welcher vorteilhaft eine drehbare
Exzenterscheibe dient. Der Abstand zwischen der Gleitbahn 30 und dem Arbeitstisch
25 entspricht vorteilhaft möglichst genau der Filmstärke, und der Krümmungsmittelpunkt
der Gleitbahn fällt mit dem Krümmungsmittelpunkt 26' des , gebogenen Arbeitstisches
zusammen.
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Die Verstellbarkeit und Nachstellbarkeit des Hobelmessers kann gemäß
Abb.3 auch dadurch gewährleistet sein, daß das etwa halbkreisförmige Messer 33 auf
dem Umfang oder an der Stirnseite eines zylindrischen Körpers 3-. angeordnet ist,
der seinerseits drehbar an dem betreffenden Schwenkarm oder an dem Ständer i gelagert
wird. Man kann dann durch Drehen des Körpers 34 den Abstand der Schneide des Messers
33 von der Unterlage für den Film regeln. Das Messer 33 besteht mit dem Körper 3-.
vorzugsweise aus einem Stück, so daß das komplette Hobelmesser 33, 34 durch Dreh-
und Fräsarbeit aus einem Stück Rundmaterial hergestellt werden kann. Diese Ausführungsform
nach Abb.3 ist also einfach und billig und hat den b°sonderen Vorteil, daß sie auf
einem sehr kleinen Raum untergebracht werden kann. wodurch der Maschine keine zu
großen -Abmessungen gegeben zu werden brauchen.
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Zur Benutzung der Vorrichtung nach Abb. i werden die zu verbindenden
Filrnenderiä und b so auf die Tische bzw. über die Einstellstifte gelegt, daß gerade
ein Bildstrich, d. h. ein Trennungsstrich zwischen zwei Filmbildern, über die einander
zugekehrten Kanten der Tische zu liegen kommt. Befinden sich die beiden Tische vor
dem Aufspännen der Filmenden in gleicher Höhe, so ist erst das Filmende: b auf dem
beweglichen Tischs am Schwenkarm 3 anzubringen und nach --Hochschwenken dieses Armes
das andere Filmende ta auf dem feststehenden Tisch 2 am Ständer i. Die genaue Lage
der Filmenden wird durch die Stifte io gewährleistet, und die Filmenden werden durch
Herunterklappen und Verriegeln der Niederhalter 6, 7 befestigt. Sodann wird die
Vorrichtung in Bewegung gesetzt, worauf sich zunächst der Schwenkarm 4 an dem festen
Tisch 2 vorbeibewegt. Dadurch wird nacheinander das betreffende Filmende a von dein
Messer 13 auf Länge geschnitten, durch den Hobel 1q. in einem Arbeitsgang von der
Schicht befreit und durch den Pinsel 17 mit Filmleim bestrichen. Danach senkt sich
der Schwenkarm 3 nieder und führt das auf ihm befestigte Filmende b an der Schneidkante
i2 des Niederhalters 6 vorbei, so daß es ebenfalls glatt geschnitten wird, und drückt
es fest auf das vorher mit Leim bestrichene Filmende a, wodurch beide Filmenden
in bekannter Weise miteinander v°rklebt werden.
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Kurz vor der in der Zeichnung dargestellten Ruhestellung des Schwenkarmes
4. werden zwangsläufig die beiden Niederhalter 6, 7 entriegelt und geöffnet und
die Einstellstifte aus den Lochungen des Films zurückgezogen, so daß der zusammengeklebte
Film frei auf den Arbeitstischen liegt und leicht abgehoben werden kann.
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Um ein schnelles Kleben zu ermöglichen. kann auch noch der Auflagetisch
2 elektrisch erwärmt werden.