DE71130C - Differential-Bremscylinder für Luftdruckbremsen - Google Patents
Differential-Bremscylinder für LuftdruckbremsenInfo
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- DE71130C DE71130C DENDAT71130D DE71130DA DE71130C DE 71130 C DE71130 C DE 71130C DE NDAT71130 D DENDAT71130 D DE NDAT71130D DE 71130D A DE71130D A DE 71130DA DE 71130 C DE71130 C DE 71130C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T13/00—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems
- B60T13/10—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release
- B60T13/24—Transmitting braking action from initiating means to ultimate brake actuator with power assistance or drive; Brake systems incorporating such transmitting means, e.g. air-pressure brake systems with fluid assistance, drive, or release the fluid being gaseous
- B60T13/26—Compressed-air systems
- B60T13/40—Compressed-air systems indirect, i.e. compressed air booster units indirect systems
- B60T13/403—Compressed-air systems indirect, i.e. compressed air booster units indirect systems specially adapted for coupling with dependent systems, e.g. tractor-trailer systems
- B60T13/406—Compressed-air systems indirect, i.e. compressed air booster units indirect systems specially adapted for coupling with dependent systems, e.g. tractor-trailer systems specially adapted for transfer of two or more command signals, e.g. railway systems
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- Valves And Accessory Devices For Braking Systems (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Patentlrt im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1893 ab.
Der auf beiden Enden durch aufgeschraubte Deckel geschlossene Gufskörper besteht aus den
drei Abtheilungen E, G und F, von denen die
beiden ersten ausgedreht sind behufs Aufnahme der auf derselben Kolbenstange R montirten
Kolben K und L, deren Abdichtung durch Ledermanschetten in üblicher Weise erfolgt.
Der Doppelkolben L besitzt einen gröfseren Durchmesser als der einfache Kolben K. Die
Räume auf beiden Seiten des Kolbens L können vermittelst der Kanäle J und H und
eines an dem Stutzen S angesetzten Bremsventils mit einander in Verbindung gebracht
bezw. gegen einander abgeschlossen werden. Mist ein Auslöseventil der gebräuchlichen Construction,
welches vermöge einer entsprechenden Abänderung zugleich dazu dient, ein unbeabsichtigtes
Bremsen durch Eintreten von Druckluft zwischen den Kolben L und den Verschlufsdeckel infolge von Undichtigkeiten
zu verhindern. Geringen Mengen Druckluft gestattet dieses Ventil freien Austritt, während
es bei Eintritt gröfserer Mengen Druckluft in den bezeichneten Raum, also bei beabsichtigten
Bremsungen, sich selbstthätig schliefst und in diesem Zustande nur mit Hülfe des
Hebels ρ geöffnet werden kann. Die Verbindung mit der freien Luft ist durch einen
Staubfänger geschützt. Der Stutzen JV enthält ebenfalls einen Staubfänger und vermittelt den
Luft-Aus- und Einlafs für den Raum E. -
In der Ruhe- oder Ladestellung des Bremsventils tritt die diesem zugeführte Druckluft
durch den Kanal J in den Raum zwischen den Kolben K und L, welcher als Hülfsluftbehälter
dient. Die Kolben befinden sich dann in der in der Zeichnung dargestellten äufsersten
Stellung nach rechts und der Kanal H steht mit der freien Luft in Verbindung. Bei einer
beabsichtigten Bremsung wird vermittelst des Bremsventils diese Verbindung aufgehoben, dagegen
eine solche zwischen den Kanälen J und H hergestellt und damit der Druckluft
zwischen den Kolben der Zutritt zu dem Raum zwischen dem Kolben L und dem Verschlufsdeckel
gestattet, wobei sich sofort das Auslöseventil schliefst. Sobald der Druck auf dieser
Seite des Kolbens L gröfser geworden ist, als die Differenz der von der Druckluft im Hülfsluftbehälterraum
auf die beiden Kolben ausgeübten Drucke, bewegen sich die Kolben nach links und die an die Kolbenstange R angeschlossene
Bremse wird in Thätigkeit gesetzt. Wird dann wieder Druckluft in die Hauptleitung
zugelassen, so ändert das Bremsventil dementsprechend seine Wirksamkeit und bringt
wieder den Kanal H mit der freien Luft, den Kanal J mit der zugelassenen Druckluft in
Verbindung. Vermöge des alsdann zur Wirkung kommenden gröfseren Druckes auf den Kolben L, infolge seines gröfseren Querschnittes,
bewegen sich die Kolben nach rechts in die Anfangsstellung, wodurch die Bremse gelöst wird.
Die nutzbare Bremskraft ist, abgesehen von Reibungswiderständen, gleich der Differenz
zwischen dem Resultat aus dem Querschnitt des Kolbens L mal dem Ueberdruck in dem
Raum zwischen diesem Kolben und dem Verschlufsdeckel und dem Resultat aus dem Unter-
schied beider Kolbenquerschnitte mal dem in dem Hülfsluftbehälterraum vorhandenen Ueberdruck.
Die Abmessungen und auch die Formgebung bestimmen sich nach der erforderlichen Leistung
und dem verfügbaren Raum. Namentlich ist auch der Stutzen S, sowie die Form und
Lage der Mündungen der Kanäle H und / dem zur Verwendung gelangenden Bremsventil
anzupassen. Die Zeichnung erläutert daher an dem gewählten Beispiel nur das Constructionsprincip.
Gegenüber den bisher verwendeten Einkammer-Luftdruck-Bremsapparaten
ist bei der vorliegenden Construction infolge Fortfalls der Rückziehfeder die Baulänge und damit das
Raumerfordernifs und todte Gewicht wesentlich vermindert. Ueberdies sind die Luftwege zwischen
Bremsventil und Bremsapparat auf das denkbar geringste Mafs gebracht und Abdichtungen
für dieselben bis auf eine beseitigt.
Der Raum r des Auslöseventils M steht durch die Bohrung g mit dem Raum G des Bremscylinders
in Verbindung.
Der Ventilteller α wird durch eine leichte
Feder b von seinem Sitz abgehoben, und zwar so weit dies der durch eine stärkere Feder c
in seiner tiefsten Lage gehaltene Stift d gestattet, d. i. ungefähr 0,5 mm. Diese Ventilöffnung
genügt, um etwa hinter den Kolben L infolge von Undichtigkeiten gelangenden geringen
Mengen Druckluft den Austritt in das Freie durch die Bohrung e zu gestatten und
damit ein unbeabsichtigtes Bremsen zu verhüten. Das Sieb f verhindert das Eindringen
gröfserer Staubtheile durch die Bohrung e zum Ventil, durch welche dessen dichter Schlufs
beeinträchtigt werden könnte. Bei beabsichtigten Bremsungen, also bei Zuführung gröfserer
Mengen Druckluft hinter den Kolben L mittels des Bremsventils, genügt die geringe Ventilöffnung
nicht mehr zum entsprechend schnellen Durchlafs der Druckluft und wird daher das
Ventil durch den in dem Raum r entstehenden Ueberdruck geschlossen. Das Ventil wird so
lange durch die über demselben befindliche Druckluft geschlossen gehalten, bis dieser behufs
Lösens der Bremsen mittels des Bremsventils der Austritt in das Freie gestattet wird. Sobald
dann ein auf das Ventil wirkender Ueberdruck nicht mehr vorhanden ist, öffnet sich
dasselbe selbstthätig durch die Spannung der Feder b. Das geschlossene Ventil kann aber
auch, falls ein Entbremsen oder das vollständige Entleeren des Bremscylinders von Druckluft
beabsichtigt wird, geöffnet werden durch Abheben des Ventiltellers α von seinem Sitz
— bis zu ungefähr 4 mm — mit Hülfe des Hebels p, wobei unter Zusammendrücken der
Feder, c der Stift d mitgehoben wird. Sobald nach erreichtem Zweck der Hebel ρ freigegeben
wird, wird durch die Spannung der Feder c der Stift d niedergedrückt und damit der Ventilteller
α in seine Ruhestellung gebracht, in welcher das Ventil, wie anfänglich, ungefähr 0,5 mm
geöffnet bleibt.
Claims (2)
1. Ein Differential-Bremscylinder für Druckluftbremsen,
dadurch gekennzeichnet, dafs derselbe aus drei Abtheilungen (E F G) besteht,
von denen die erste (E) und letzte (G) Abtheilung je einen der beiden auf
derselben Stange sitzenden Kolben (K und L) von verschiedenem Durchmesser aufnehmen,
während die mittlere Abtheilung (F). bezw. der zwischen beiden Kolben befindliche
Raum als Hülfsluftbehälter dient, zu dem Zwecke, um nach Verbindung zweier an deren beiden Enden in die letzte Abtheilung
(G) mündenden Kanäle (J und H) mittels eines an einem Stutzen (S) angebrachten
Bremsventils die Druckluft aus dem Hülfsluftbehälter in die letzte Abtheilung (G) hinter den gröfseren Kolben (L)
zu führen, hierdurch die Differentialkolben zu bewegen und die Bremse anzuziehen,
sowie um nach Aufhebung der Verbindung der Kanäle (J und H) durch einen derselben
(H) die Druckluft aus äer letzten Abtheilung (G) abzulassen, durch den
anderen (J) dem Hülfsluftbehälter (F)-wiederum Druckluft zuzuführen, dadurch
die Differentialkolben nach entgegengesetzter Richtung zu bewegen und die Bremse zu
lösen.
2. An dem durch Anspruch 1. gekennzeichneten Bremscylinder ein Auslöseventil (M),
welches zur Verhütung unbeabsichtigten Bremsens den infolge von Undichtigkeiten etwa hinter den gröfseren Kolben (L) gelangenden
geringen Mengen Druckluft 'den Austritt in das Freie gestattet, bei beabsichtigtem
Bremsen, also bei Zuführung gröfserer Mengen Druckluft in die letzte Abtheilung
(G) hinter den grofsen Kolben (L), sich dagegen selbstthätig schliefst, jedoch
zum Zwecke des Entbremsens oder .des vollständigen Entleerens des Bremscylinders
von Druckluft mittels eines Handhebels (p) geöffnet werden kann und nach Freigabe
des letzteren in die Anfangsstellung für Verhütung unbeabsichtigten Bremsens selbstthätig
zurückkehrt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71130C true DE71130C (de) |
Family
ID=344458
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71130D Expired - Lifetime DE71130C (de) | Differential-Bremscylinder für Luftdruckbremsen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71130C (de) |
-
0
- DE DENDAT71130D patent/DE71130C/de not_active Expired - Lifetime
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