DE71017C - Maschine zum Prägen von Schachteln, Dosen, Tellern u. dergl - Google Patents
Maschine zum Prägen von Schachteln, Dosen, Tellern u. derglInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B31—MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
- B31B—MAKING CONTAINERS OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
- B31B50/00—Making rigid or semi-rigid containers, e.g. boxes or cartons
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
Bei der zur Herstellung von Schachteln, Dosen, Papptellern u. dergl. bestimmten Maschine
nach vorliegender Erfindung kommen gegenüber den bisher bekannt gewordenen Maschinen Neuerungen zur Ausführung, welche
sich ι. auf den Transport des Materials von dem Magazin zum Stempel, 2. auf eine Wiederholung
des Stempeldruckes, 3. auf eine Fortdauer des Druckes zwischen den Stempeldruckwiederholungen
, 4. auf eine besondere Abstreifvorrichtung und 5. auf eine Anordnung der Antriebsmechanismen zur Verdoppelung
der Leistungsfähigkeit der Maschine beziehen.
Der Transport der einzelnen Pappscheiben bezw. Pappausschnitte b, die zur Umformung
in Schachteln, Teller etc. bestimmt sind und welche in dem Magazin α unter Feder- oder
Gewichtsdruck aufgestapelt sind, aus diesem Magazin in die Prefsstangenstellung wird bei
vorliegender Maschine durch eine Platte c bewirkt, welche vor der das Magazin α und die
Prefsformen d und dl. tragenden Grundplatte/
durch Hebel f hin - und herbewegt wird. Hebel f ist einerseits durch Gelenke g mit der
Platte c verbunden und wird über seinen Drehpunkt gx hinaus durch die genuthete
Scheibe h bethätigt.
Die Platte c befindet sich in der einen Stellung (Fig. 2) mit einem Theil, der mehrere
Durchbrechungen hat Und von einer Kappe c1
überdeckt ist, vor dem Magazin a. In die Kappe mündet ein Dämpfrohr c2, um bei gewissen
Pappausschnitten eine Anfeuchtung der letzteren zu bewirken. Mit einer gröfseren
Durchbrechung c 3, die mit ihrem Falz der jeweiligen
Gröfse des Pappausschnittes zu dessen Aufnahme und mit ihrer Oeffnung dem Durchgang
des Prefsstempels entspricht, befindet sich in Fig. 2 die Platte c vor der Prefsform d.
Der Verschiebungsweg der Platte c ist nun so bemessen, dafs sie einmal mit der Durchbrechung
c3 vor das Magazin gelangt, woselbst ein Pappausschnitt aus dem Magazin unter
Druck in den Falz der Durchbrechung sich einlegt, worauf die Platte mit der Durchbrechung
c 3 und den in ihr ruhenden Pappausschnitt
verschoben wird, bis letzterer vor die Prefsform d gelangt und der Druckwirkung
des Prefsstempels unterliegt. Nach der Umformung des Pappausschnittes in die Schachtel,
Teller etc. geht die Platte c zurück, um vor dem Magazin eine andere Platte aufzunehmen,
welche Stellung die Platte c* in der Fig. 2 einnimmt.
Im vergröfserten Mafsstabe sind die Platten cc* in den Fig. 3 und 4 dargestellt, aus denen
ersichtlich ist, dafs die Durchbrechung c3 durch eine auswechselbare Platte gebildet ist, deren
dem Magazin zugekehrter Falz nach der Gröfse der zu transportirenden Pappscheibe sich richtet.
Die Fig. 5 und 6 zeigen die Platte c bezw. c* für kantige Pappausschnitte, in welchem Falle
der Falz der Durchbrechung c3 durch einstellbare
Schienen d* an den vier Seiten der Durchbrechung gebildet wird.
Eine Abänderung der Vorrichtung, um die Pappscheiben oder Ausschnitte aus dem Magazin
vor den Prefsstempel zu transportiren, ist in den Fig. 7, 8 und 9 dargestellt; Fig. 7 zeigt
eine mit mehreren Durchbrechungen dz ausgestattete
Scheibe da, die um db drehbar angeordnet
ist. Bei dieser Anordnung liegen die
Achse des Magazins α und die Achse der Stempelvorrichtung nicht in einer waagrechten
Ebene. Es erfolgt vielmehr nach Entnahme einer Pappscheibe aus dem Magazin durch
eine der Durchbrechungen der Scheibe d6 eine Drehung der letzteren um so viel, als zum
Transport der Pappscheibe bis vor den Druckstempel nöthig ist, welcher Transport in eine
höhere oder tiefere Lage erfolgen kann.
Fig. io zeigt eine weitere Abänderung, in
welcher die Scheibe d° in einen um d7
schwingenden Ausschnitttheil ds umgewandelt ist, dessen Schwingung die bei d% entnommene
Pappscheibe in die Lage d10 vor dem Druckstempel
überführt.
Zur Bewegung der Prefsstempel e und el
sitzen die Fest- und Losriemscheiben mm1
und Schwungrad m2 auf einer Muffe m3, auf
welche das Getriebe mi aufgekeilt ist; dasselbe
überträgt seine Umlaufsbewegung auf die Stirnräder nl und n2, von denen das Stirnrad n1
auf Welle o1 und das Stirnrad n2 auf Welle η
angeordnet ist. Stirnrad «2 greift in das Stirnrad
ο ein, welches auf der mit Kurbeln o'2 oz
ausgestatteten Welle o1 festsitzt. Welle η geht
durch die Muffe m3 hindurch und trägt die oben erwähnten Nuthenscheiben h h1.
Die an die Kurbeln o'2 o3 greifenden Zugstangen
pp1 sind mit den Zapfen q q1 der auf
Welle η aufsitzenden Arme r r1 verbunden.
An den Verbindungszapfen zwischen o2 o3
und ρ ρ 1 sitzen gleichfalls die Zugstangen s s1,
welche mit den Prefsstempeln e e1 drehbar verbunden sind. Prefsstempel e ist in Fig. 2
zur Herstellung von Schachteln dargestellt. Die Prefsform d hat zu dieser Herstellung
einen von hinten einstellbaren Kolben d*.
Die für die Bewegung des Prefsstempels beschriebenen Theile sind in ihren Längen und
Anordnungen so bemessen, dafs der Prefsstempel nach dem Eintritt in die Prefsform
zweimal vorgeht, also den Druck auf den herzustellenden Theil zweimal ausübt, wodurch
eine wesentlich bessere Formgebung erzielt wird. Es ist bei Schachteln etc. nicht nöthig,
dafs die Schachtel in der Druckstellung verharrt; sie kann vielmehr durch den etwas
zurückgehenden Prefsstempel mitgenommen und zur zweiten Druckgebung wieder zurückgeschoben
werden. Die Verschiebung der Schachtel in der Prefsform wird zu ihrer äufseren Glättung
beitragen.
Bei solchen Gegenständen dagegen, wie bei Tellern und offenen Formen, deren Herstellung
durch Prefsstempel e1 in Fig. 2 angedeutet ist, würde der Mangel eines Druckes zwischen den
beiden Druckwirkungen des Stempels, also wenn letzterer zur Wiederholung des Druckes
etwas zurückgegangen ist, nachtheilig wirken; die Form, die der erste Druck erzeugt hat,
würde sich wieder durch Federung ausdehnen und es würde viel Ausschufs infolge des
zweiten Druckes entstehen.
Es ist daher hier die Einrichtung getroffen, dafs auch zwischen den beiden Druckwirkungen
des Stempels eine Druckwirkung dauernd stattfindet. Zu diesem Zwecke ist in dem Druckstempel
eine Kammer vorgesehen, in welche das Ende des Formstempels e2 hineinragt und
gegen welches Ende eine starke Schraubenfeder e3 anliegt.-
Das andere Ende der Schraubenfeder legt sich gegen eine auf Schraubenspindel e4 verstellbare
Mutter e5 an. Die Schraubenspindel kann durch die Mutter genau eingestellt werden,
so dafs ihr vorderes Ende gegen das Ende des Formstempels e2 in dem Moment
antrifft, in welchem durch die Prefsstempelbewegung der erste Druck zur Formgebung
stattfindet.
Geht der Prefsstempel etwas zurück, so weicht der Theil e2 nicht mit zurück, sondern
wird durch die Feder e3 gegen den geprefsten Gegenstand anliegend gehalten, bis das zweite
Vorgehen des Prefsstempels wiederum unter Einwirkung der Schraubenspindel gegen das
Ende des Formstempels e2 den zweiten Druck vollendet.
Auf diese Weise werden die beim ersten Druck imTellerrand hervorgebrachten Wellungen
in den Tiefen der Form gehalten, bis der zweite Druck die Formgebung vollendet, weshalb
sich bedeutend bessere Prägungen unter Vermeidung von Ausschufs erzielen lassen.
Zum Abstreifen der auf dem Druckstempel sitzenden und mit diesem sich aus der Form
herausbewegenden Gegenstände empfiehlt sich der in Fig. 11 dargestellte Abstreifer, welcher
in der Hauptsache aus einem Gestell ν besteht, auf dem die Schienen v1 radial verstellt werden
können, so dafs die dem Centrum zugekehrten Enden der Schienen den geprefsten Gegenstand
vom Stempel abstreifen.
Der Abstreifer ist in Fig. 11 in der engsten
Stellung der Schienen dargestellt, so dafs ihre Enden einen Kreis bilden; ein Hinausrücken
der Schienen bietet immer genügende Abstreifflächen oder Linien für den beabsichtigten
Zweck dar. Diese Art, den Abstreifer anzuordnen , bietet die Möglichkeit, ihn zum Abstreifen
für runde sowohl als für ovale und eckige Gegenstände zu verwenden.
Es sei noch auf die Fig. 12 hingewiesen,
welche anzeigt, wie bei der angegebenen Anordnung der Betriebstheile die in den Fig. 1
und 2 mit doppelten Prefsorganen dargestellte Maschine mit vierfachen Prefsorganen ausgestattet
und betrieben werden kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:Eine Maschine zum Prägen von Schachteln, Dosen, Tellern u. dergl. aus Pappe, bei welcher:ι. die Pappausschnitte aus dem Magazin vor den Prefsstempel bezw. · vor die Prefsform durch eine Platte (c) befördert werden, welche je einen Pappausschnitt in einem eine Dmchbrechung (c3) umgebenden Falz aus dem Magazin selbsttätig empfängt und denselben durch Gleit-, Dreh- oder Schwing- : bewegung vor den Prefsstempel führt;
- 2. der Prefsstempel innerhalb der Prefsform einen zweimaligen Druck gegen den Pappausschnitt zur besseren Formgebung ausübt, wobei das Prefsorgan im Stempel .einem Federdruck ausgesetzt sein kann, welcher zwischen den Druckgebungen das Prefsorgan gegen das Werkstück angeprefst hält;eine aus an einem Gestell (v) radial zur Prefsmittelachse verstellbaren Schienen (vl) bestehende Abstreifvorrichtung das Abstreifen des vom Prefsstempel aus der Form herausgezogenen Werkstückes bewirkt;
die Umwandlung der Drehbewegung der Antriebsorgane der Maschine in die Gleitbewegung des Prefsstempels durch zwei Zugstangen (p bezw. p1 und s bezw. s1) erfolgt, welche je mit der Kurbel (r bezw. r1) der Antriebswelle und je mit dem Prefsstempel (e) verbunden und zur zwangläufigen Führung mit einem Schwingarm (o 2 bezw. ο 3J verbunden sind, zum Zwecke der zweimaligen Druckwirkung des Prefsstempels bei einmaliger Drehung der Kurbel.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE71017C true DE71017C (de) |
Family
ID=344356
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT71017D Expired - Lifetime DE71017C (de) | Maschine zum Prägen von Schachteln, Dosen, Tellern u. dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE71017C (de) |
-
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- DE DENDAT71017D patent/DE71017C/de not_active Expired - Lifetime
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