DE710164C - Temperaturregler fuer Ofenanlagen - Google Patents

Temperaturregler fuer Ofenanlagen

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Publication number
DE710164C
DE710164C DEJ53317D DEJ0053317D DE710164C DE 710164 C DE710164 C DE 710164C DE J53317 D DEJ53317 D DE J53317D DE J0053317 D DEJ0053317 D DE J0053317D DE 710164 C DE710164 C DE 710164C
Authority
DE
Germany
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furnace
temperature
pointer
measuring
heat supply
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Expired
Application number
DEJ53317D
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Branditz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Joens & Co W H
Original Assignee
Joens & Co W H
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Filing date
Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B1/00Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values
    • G05B1/01Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values electric
    • G05B1/04Comparing elements, i.e. elements for effecting comparison directly or indirectly between a desired value and existing or anticipated values electric with sensing of the position of the pointer of a measuring instrument

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Temperature (AREA)

Description

  • Temperaturregler für Ofenanlagen Zur Regelung moderner Ofenanlagen werden vielfach Fallbügelreglerverwendet, welche die Wärmezufuhr zum Ofen beim überschreiten einer bestimmten Stellung des Zeigers abstellen und beim Unterschreiten dieser Stellung wieder anstellen. Die Regelgenauigkeit dieser Geräte ist sehr groß. Da die Regelung stets erfolgt, wenn der Zeiger des Meßgerätes den Regelpunkt unter- oder überschreitet, muß jedoch mit einer beträchtlichen Schalthäufigkeit der Schütze gerechnet werden. In vielen Fällen kommt es lediglich darauf an, daß die Ofentemperatur mit einer Toleranz von einigen Prozenten nach oben und. unten konstant gehalten wird. In diesen Fällen kann es unzweckmäßig sein, die Steuerung- mit einer größeren Regelgenauigkeit arbeiten zu lassen, als dies unbedingt notwendig ist, da in- diesem Fall eine unnötige Beanspruchung der Steueranlage auftreten würde. Bekannte Einrichtungen verwenden auch Relais, welche die Steueranlage nur vorübergehend einschalten und dann für einige Zeit wieder außer Betrieb setzen, 'so daß die Zahl der möglichen Regelfälle in. der Zeiteinheit beschränkt wird. Es wird dann jedoch die Temperatur, solange die Steueranlage abgeschaltet ist, nicht kontrolliert. Andere Regler arbeiten mit zwei unabhängig voneinander einstellbaren Kontakten derart, daß bei Überschreiten einer bestimmten. Temperatur der seine Kontakt anspricht, bei Unterschreiten einer anderenTernp:eratui- der zweite Kontakt betätigt wird. Durch Verschieben der beiden Kontaktarme zueinander läßt sich jede Temperaturspanne einstellen.
  • Diese Regler sind jedoch nicht geeignet zur Steuerung von Elektroöfen, bei denen stets mit einem feststehenden Reg@elpünkt gearbeitet werden muß.
  • De Erfindung betrifft einen Temperaturregler für Ofenanlagen mit einem Meßgerät, dessen Meßstrom sich mit der Ofentemperatur ändert, und einem Fallbügelgerät, das die Wärmezufuhr zum Ofen beim Überschreiten einer bestimmten Stellung des Zeigers des Meßgeräbes abstellt und beim Unterschreiten dieser Stellung wieder anstellt. Gemäß der Erfindung ist eine Steuereinrichtung vorgesehen, die beim Abstellen der Wärmezufuhr zum Ofen. infolge eines überschreitens der Solltemperatur eine plötzliche Vergrößerung der Stärke des Meßstromes, bewirkt, so daß ,dem Meßgerät eine höhete Ofentemperatur vorgetäuscht wird, und beim Einschalten der Wärmezufuhr diese zusätzliche Vergrößerung der Meßstromstärke wieder aufhebt. Gegenüber Punktreglern arbeitet der Erfindungs-: gegenstand mit einem breiteren Regelband:' das nach :einer Richtung hin verbreitert ist. wobei-gegenüber anderen Fallbügelreglern die Schaltzahl in der Zeiteinheit verringert ist.
  • Beim Überschreiten der Solltemperatur wird dem Meßsystem durch plötzliche Vergrößerung des Meßstro.mes eine Erhöhung der Temperatur vorgetäuscht. so daß die Wärmezufuhr zum Ofen erst beim Absinken der Isttemperatur auf einen bestimmten Punkt unterhalb der Solltemperatur wieder einsetzt. Denn es wird nach dem Erreichen der Solltemperatur die Steueranlage so lange außer Betrieb gesetzt, bis die Ofentemperatur auf einen bestimmten Wert unter die Solltemperatur gesunken ist.
  • Eine Einrichtung entsprechend der Erfindung ist in der Abbildung dargestellt.
  • Die Temperatur eines Ofens wird durch ein Thermoelem:ent i gemessen, dessen Strom die Drehspule 2 durchfließt, wodurch der Zeiger 3 gegen .die Wirkung einer nicht dargestellten Spiralfeder eine bestimmte Stellung einnimmt. Der Ofen wird durch die Heizwicklung 4 geheizt, welche unmittelbar von dem Quecksilberumschaltrohr 5 zu- und abgeschaltet werden kann. Bei größeren Anlagen ist es notwendig, z-,vischen ° Quecksilberschaltrohr und Heizwicklung des Ofens: entsprechende Schützen einzuschalten.
  • Die Heizwicklung des Ofens wird von der Stromquelle 6 gespeist; an :dem zweiten Kontakt des Umschaltrohres ist die RelaiswickluDg 7 angeschlossen, welche den Schließkontakt 8 zu betätigen vermag. Der Markierzeiger9 trägt die Schaltrohrwippe i o, welche mit Hilfe der Berührungsplatte i i verstellt werden kann. Die Betätigung der ganzen Einrichtung erfolgt durch den Druckbügel 12 und den Fallbügel 13, die in regelmäßig wiederkehrenden Zeitabständen gleichzeitig, jedoch in entgegengesetztem Sinne bewegt werden. Dabei nimmt der Druckbügel 12 in seiner angehobenen Lage stets dieselbe Stellung ein. Außer den genannten Teilen sind noch ein Vorwiderstand 14 und ein Regelwiderstand 15 vorgesehen. Letzterer kann von Hand verstellt werden, um die Temperaturspanne, in welcher die Regeleinrichtung nicht anspricht, verändern zu können. Die ganze Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Es sei angenommen, .daß der Ofen bereits die gewünschte Temperaturgrenve überschritten hat. Das Quecksilberschaltrohr 5 nimmt dann die gezeichnete Stellung ein. solange sich der Zeiger 3 unterhalb der Berührungsplatte i i befindet. Die beiden Bügel 12 und 13 führen periodische Bewegungen aus. Da dabei der Zeiger 3 unter der Berührungsplatte i i steht, wird der Klotz 16 am Zeiger ,_vom -Druckbügel 12 von unten gegen die Be-"#rührungsplatte i i gedrückt, so daß die Heiz-;- ekIung d:es Ofens 4 durch das Schaltrohr 5 "' =Ageschaltet ist. Der von Hand einstellbare Widerstand 15 ist jedoch kurzgeschlossen. Da die Eichung der Skala des Reglers bei geöffnetem Kontakt 8 erfolgt, fließt durch die Drehspule 2 ,ein größerer Strom, als dem geeichten Meßstrom bei !der tatsächlich vorhandenen Temperatur entsprechen würde. Der Zeiger 3 besitzt also einen stärkeren Ausschlag, d. h. er steht weiter rechts, als es eigentlich der Ofentemperatur entsprechen würde. Der auf eine Solltemperatur gebrachte Ofen erkaltet .allmählich, da ihm durch die Wicklung 4 keine Wärmeenergie mehr zugeführt wird. - Der Zeiger 3 wandert allmählich nach links, bis er schließlich die Berührungs platte i i verläßt. Bis zu diesem Zeitpunkt hat das Niederdrücken des Druckbügels 13 das Schaltrohr 5 nicht zu kippen vermocht. da dieses der stets dieselbe Endstellung einnehmende Druckbügel 12 über den Klotz 16 verhinderte. Steht jedoch der Zeigerklotz 16 seitlich der Berührungsplatte i i, so verbleibt zwischen .der Berührungsplatte und dem nach oben bewegten Druckbügel 12 ein freier Raum. Der sich senkende Fallbügel 13 drückt dann die Berührungsplatte i i auf den Druckbügel 12 herunter und verändert damit die Stellung des Schaltrohres 5. Dadurch wird die Heizwicklung des Ofens 4 an Spannung gelegt, der Strom in der Relaisspule 7 wird jedoch unterbrochen. Durch das Abfallen des Schaltkontaktes 8 wird der Widerstand 15 wieder in den Meßstromkreis eingeschlossen, und der Zeiger 3 geht plötzlich um einen Betrag zurück, welcher von der Größe des Widerstandes 15 abhängt. Der Ofen wird jetzt langsam aufgeheizt, und zwar so lange, bis durch die ansteigende Temperatur eine Thermo-EMK ,erzeugt wird, welche den Zeiger 3 unter die Berührungsplatte i i bringt. Beim nächsten Schließen der beiden Bügel wird die Berührungsplatte i i vom Druckbügel 12 gehoben und das Quecksilberschaltrohr in die in der Abbildung eingezeichnete Stellung gebracht. Der Kontakt 8 schließt sich wieder und verstellt dadurch den Zeiger 3 um einen gewissen Betrag nach rechts, so daß ein längerer Zeit-, raumerforderlich ist, bis nach Abkühlung des Ofens das Spiel von neuem beginnt.

Claims (1)

  1. PATLNTANSPRÜCH: Temperaturregler für Ofenanlagen mit einem M:eßgerät, dessen Meßstrom sich mit der Ofentemperatur ändert, und einem Fallbügelgerät, das die Wärmezufuhr zum Ofen beim Überschreiben ,einer bestimmten Stellung des Zeigers des Meßgerätes abstellt und beim Unterschreiben dieser Stel-. lung wieder anstellt, gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung, die beim Abstellen der Wärmezufuhr zum Ofen infolge eines Überschreitens der Solltemperatur eine plötzliche Vergrößerung der Stärke des Meßstromes bewirkt, so daß dem Meßgerät eine höhere Ofentemperatur vorgetäuscht wird, und beim Einschalten der Wärmezufuhr-,diese zusätzliche Vergrößerung der Meßstromstärke wieder aufhebt.
DEJ53317D 1935-10-02 1935-10-02 Temperaturregler fuer Ofenanlagen Expired DE710164C (de)

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