-
Farbfilteranordnung zum Angleichen der spektralen und: Allgemeinempfindlichkeit
von photoelektrischen Belichtungsmessern an das Aufnahmematerial Die Erfindung betrifft
eine Einrichtung an photoelektrischen Belichtungsmessern, die eine rasche und sichere
Anpassung sowohl der Allgemein- als auch der Spektralempfindlichkeit des Belichtungsmessers
an das Aufnahmematerial jeder Art gestattet, so daß der nchtige Belichtungs- oder
Blendenwert unmittelbar für jedes Material auf ein und derselben Skala abgelesen
werden kann.
-
Es ist bekannt, zum Angleichen der spektral'en Emp flndlichkeitskurve
photoelektrischer Belichtungsmesser an die spektrale Emplindlichkeitsktirve des
Aufnahmematerials Farbfilter vor die Photozelle des Belichtungsmessers zu schalten.
Die iüblicherweise dafür verwendeten Filter zeigen eine über die Filterfläche gleichmäßige
Färbung, wobei das Filter als solches auch aus mehreren hintereinandergeschalteten
Einzelschichten oder aus einer Schicht mit mehreren Farbstoffen aufgebaut sein kann.
Die Anpassung der spektralen Empfindlichkeit des Belichtungsmessers an die verschiedenen
Aufnahmematerialien kann nur durch Auswechseln entsprechender Filter geschehen.
Da die Transparenz der verschiedenen verwendeten Filterfarbstoffe außerordentlich
verschieden ist, muß der Belichtungsmesser für jedes Filter neu geeicht werden.
Da aber nicht nur die spektrale, sondem auch die Allgemeinempfindlichkeit der Aufnahmematerialien
verschieden sind, muß letztere entweder bei der Ablesung des Belichtungsmessers
oder
durch eine veränderliche Blende vor der Photozelle berücksichtigt m erden. Die hgleichung
von Belichtungsmessern mittels homogener Farbfilter und veränderlicher Blenden ist
also recht umständlich und nicht eindeutig.
-
Erfindung-sgemäß wird nun zur Angleichung sowohl der spektralen als
auch der Allgemein empfindlichkeit des Belichtungsmessers an die des Aufnahmematerials
vor die Photozelle ein Farbfilter geschaltet. das aus einer Mehrzahl verschiedenfarbiger
Films.reiien besteht, die verschieden stark durch einzelne veränderliche Schieberblendell
entsprechend dem verwendeten Aufnahmematerial abgedeckt werden.
-
Es ist an und für sich bekannt, zur Veränderung der spektralen Empfindlichlieitskurve
von Photozellen, zwei verschiedenfarbige Filter in der Weise vor die PhotozelLe
zu schalten, daß sie sich teilsweise über decken. Durch ein Verschieben der beiden
Filter gegeneinander und durch die dabei eintretende Änderung der Fläche. auf der
sich die Filter üherdecken, können die drei Zonen dieses Isombinationsfilters und
damit die spektrale Empiindlichkeitskurve der Photozelle variiert werden. Diese
Einrichtung würde jedoch für einen handlichen Belichtungsmesser viel zu umständlich
sein und nimmt außerdem keine Rücksicht auf die Allgemeinempfindlichkeit des Aufnahmematerials,
so daß man sich noch einer zusätzlichen veränderlichen Blende bedienen miüG:e, wenn
eine Ableseskala des Belichtungsmessers für alle Aufuahmematerialien gültig sein
soll.
-
Demgegenüber gestattet die Einrichtung gemäß der Erfindung einen
raschen Übergang von einer spektralen EmPfindlichkeitskurve zu einer anderen unter
gleichzeitiger Berücksichtigung der Allgemeinempfindlichkeit der Aufuahmematerialien,
so daß man auf dem Belichtungsmesser unmittelbar die richtigen Belichtungs- bz-v.
Blendensverte für das eingestellte Aufnahmematerial ablesen kann. Die Einrichtung
besteht aus einem Filter, das mehrere ierschiedenfarbige Streifen aufweist.
-
Jeder dieser Streifen kann durch je eine verschiebbare Streifenblende
in beliebiger Lange abgedeckt werden. so datv die einzelnen Farbkomponenten des
durch das Filter hindurchtretenden Lichtes in ihrer Intensität beLiebig variiert
werden können. Abb. i zeigt diese Einrichtung in schematischer Darstellung.
-
1, 2 und 3 sind die verschiedenfarhigen Streifen des Filters. das
in dem gezeigten Beispiel drei Streifen aufweist. 5, 6 und 7 stellen die einzelnen
Schieberblenden dar. Die Blenden j, 6 und 7 werden nun so eingestellt, daß die Spektralverteilung
des durchgelassenen Lichtes in Verbindung mit der spektralen Empfindlichkeitskurve
der eigentlichen Photozelle eine Spektralempfindlichkeit der Meßeinrichtung ergibt,
die gleich der des verwendeten Aufnahmematerials ist. Es sei angenommen, daß der
Belichtungsmesser die Belichtungs- und Blendenwerte unmittelbar für dieses Material
angibt. Geht man nun etwa zu einem Aufnahmematerial über, das eine andere Allgemeinempfindlichkeit,
aber die gleiche spektrale Empfindlichkeitskurve wie das bisher verwendete Material
aufweist, so werden die Blenden 5, 6 und 7 derart verschoben, daß eine im Verhältnis
gleiche Veränderung der nicht abgedeckten Teile der Streifen 2, 3 und 4 erfolgt.
Der Belichtungsmesser gibt nunmehr wieder unrnittelbar die richtigen Einstelks erte
an. Geht man dagegen z. B. von einem panchromatischen Material mittlerer Empfindlichkeit
und gedrücktcr Rotempfindlichkeit zu einem höchstem lindlichen Material mit hoher
Rotempfindlichkeit über, so wird man die dem roten Filterstreifen zugeordnete Blende
im Verhältnis zu den anderen Blenden weniger stark zuschieben müssen, als man dies
bei gleicher spektralen Ernpfindlichkeitskurve hätte tun müssen, während die dem
grünen Streifen zugeordnete Blende verhältnismäl3ig mehr zugeschoben werden muß.
Jedem einzelnen Aufnahmematerial wird also eine ganz bestimmte Stellung der Blenden
5, 6 und 7 zukommen, bei der sowohl die spektralen Empfindlichkeitskurven von Belichtungsmesser
und Aufnahmematerial übereinstimmen, als auch die Allgemeinempflndlichkeü des Belichtungsmessers
entsprechend dem Aufnahmematerial so eingestellt ist, daß das Meßinstrument unmittel
bar die richtigen Belichtungs- und Blendenwerte anzeigt. Zweckmäßigerweise wird
man die einzelnen Blenden mit Marken versehen, die die Einstellung für die verschiedenen
Materialien angeben, so daß man bei Verwendung eines bestimmten Aufnahmematerials
die einzelnen Blendenschieber nur auf die diesem Material zugeordneten Einstellmarken
einzustellen braucht, um eine genaue und unmittelbare Anzeige des Belichtungsmessers
zu erhalten.
-
Eine noch weitergehende Vereinfachung zur Angleichung des Belichtungsmessers
an das Aufnahmematerial wird gemäß weiterer Ausgestaltung der Erfindung durch fertig
ausgeschnitten Blenden, die auf das Filter aufgelegt werden, erreicht. Abb. 2 zeigt
das Aussehen einer derartigen Blende. Statt die einzelnen Blendenschieber auf die
entsprechenden Einstelimarken einzustellen, wird einfach die zu dem betreflenden
Aufnahmematerial gehörende Blende aufgelegt, die die einzelnen Filterstreifen in
der erforderlichen Länge abdeckt.