DE321969C - Optischer Belichtungsmesser mit vor Schauoeffnungen einstellbarer, abgetoenter Blauscheibe, die mit Belichtungsangaben versehen ist - Google Patents

Optischer Belichtungsmesser mit vor Schauoeffnungen einstellbarer, abgetoenter Blauscheibe, die mit Belichtungsangaben versehen ist

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J1/00Photometry, e.g. photographic exposure meter
    • G01J1/38Photometry, e.g. photographic exposure meter using wholly visual means
    • G01J1/40Photometry, e.g. photographic exposure meter using wholly visual means using limit or visibility or extinction effect

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Control Of Exposure In Printing And Copying (AREA)

Description

  • Optischer Belichtungsmesser mit vor Schauöffnungen- einstellbarer, abgetönter Blauscheibe, die mit Belichtungsangaben versehen ist. Die gebräuchlichen - optischen Belichtungsmesser für photographische Zwecke dienen unmittelbar nur zur Bestimmung des Lichtwertes, d. h. der aktinischen Wirksamkeit der Lichtstrahlen. Sie enthalten zu diesem Zweck eine vor einer Schauöffnung verschiebbare abgetönte Blauscheibe, durch welche man im freien Licht den aufzunehmenden Gegenstand betrachtet. An der Blauscheibe, deren Abtönung durch Veränderung der Stärke oder Färbung erhalten werden kann, befindet sich eine Skala, mittels deren man an derjenigen Stelle, bei deren Einstellung das durchscheinende Bild gerade verschwindet, eine den jeweiligen Lichtwert bezeichnende Zahl abliest. Mit Hilfe dieser Zahl entnimmt man dann einer Tabelle die zu einer gewählten Blendenöffnung gehörige Belichtungszeit oder umgekehrt.
  • Die Benutzung einer solchen Tabelle ist lästig und zeitraubend, um, so mehr als man in der Regel zu einer gewählten Blendenöffnung, die an der Blendenskala angeschrieben ist, nicht eine ohne weiteres durch Ablesung einstellbare Belichtungszeit findet und umgekehrt. Man ist also trotz umständlicher Ermittlungen doch noch auf eine gewisse Schätzung angewiesen. Diese Mängel sind nun bei denn gemäß der Erfindung ausgebildeten Belichtungsmesser nicht vorhanden. Bei diesem kommt jegliche Tabellenablesung in Fortfall; eine «eitere Vereinfachung liegt darin, daß die zur photographischen Aufnahme erforderliche Blendenöffnung im Zusammenhang mit der Lichtmessung ohne weiteres eingestellt wird, derart, daß der photographische Apparat nach Benutzung des Delichtungsmessers und Einstellung des Zeitverschlusses zur Aufnahme fertig ist. Erreicht wird dies durch ummittelbare Angliederung des Belichtungsmessers an den photographischen Apparat in der Weise, daß die Kamera des letzteren und insbesondere das Objektiv mit verstellbarer Blende zu mitwirkenden Bestandteilen des Belichtungsmessers werden. Die Schauöffnung mit der verschiebbaren Blauscheibe befindet sich nämlich in der Rückwand eines an die Mattscheibe lichtdicht angesetzten Gehäuses und dient zur Beobachtung des auf dieser Scheibe erscheinenden Bildes. Die Färbung der Blauscheibe bzw. ihrer einzelnen abgestuften Felder ist der geringeren Helligkeit des betrachteten Bildes im Vergleich zu derjenigen des aufzunehmenden Gegenstandes angepaßt; die an der Scheibe vorgesehene Skala zeigt ferner im vorliegenden Fall unmittelbar die Belichtungszeiten an. Man braucht bei dieser- Anordnung nur die der gewählten Belichtungszeit entsprechende Stelle der Blauscheibe vor die Schauöffnung zu schieben und unter Beträchtung der Mattscheibe die Irisblende allmählich zu verkleinern, bis das beobachtete Bild nicht mehr wahrnehmbar ist. Die in diesem Augenblick eingestellte Blendenöffnung ist dann die zur richtigen Belichtung erforderliche.
  • Die Richtigkeit ergibt sich aus folgender Überlegung: Die chemische Einwirkung auf die photographische Platte ist, wenn man von der Verschiedenheit der Plattenempfindlichkeit absieht, abhängig von drei Faktoren, nämlich dem Lichtwerte, der auffallenden Lichtstrahlenmenge und der Belichtungszeit. Die Lichtmenge hängt von der Blendenöff nung ab. Mißt man wie bisher nur den ersteren Faktor, so erhält man zunächst nur eine Beziehung zwischen den beiden anderen, die in den bekannten Tabellen ihren Ausdruck findet. Bei der Einrichtung gemäß der Erfindung geht dagegen das Produkt aus Lichtwert und Lichtmenge in die Messung ein; es ist also von vornherein nur eine eindeutige Beziehung zwischen Lichtwert und Lichtmenge einerseits und Belichtungszeit anderseits vorhanden. Da nun praktisch das erstere Produkt allein durch die Blende und der letztere Faktor lediglich durch die Farbabstufung der Blauscheibe variiert wird, so erhellt, daß einer bestimmten Färbung (Belichtungszeit) stets eine bestimmteBlendenö -ffnung (Lichtwert und Lichtmenge) oder umgekehrt entspricht. Infolgedessen kann man zu jeder gewählten Belichtungszeit wegen der kontinuierlichen Veränderlichkeit der Blende stets die -genau passende Blendenöffnung erhalten und dies ohne Ablesung, Abschätzung usw.
  • Wenn man an der Blauscheibe eine ungefärbte Stelle, z. B. ein Fenster, anbringt, kann man die Einrichtung zugleich für die Scharfeinstellung des Bildes benutzen, wobei das Gehäuse des Belichtungsmessers die bekannte Lichtschutzkappe vertritt. Dies hat noch den Vorteil, daß die Lichtmessung bzw. Einstellung der Objektivblende sich unmittelbar an die Scharfeinstellung anschließen kann, ohne daß man genötigt ist, das Auge in der Zwischenzeit dem freien Licht auszusetzen. Hierdurch wird die eigentliche Lichtmessung wesentlich erleichter _ und verbessert, da sich das Auge mittlerweile der geringeren Helligkeit der Mattscheibe angepaßt hat.
  • Die Zeichnung zeigt als Beispiel eine besonders praktische Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes, bei welcher außerdem eine besondere Einrichtung vorgesehen ist, die die Verschiedenheit der Plattenempfindlichkeit zu berücksichtigen gestattet.
  • Fig, i ist eine Ansicht des Belichtungsmessers, Fig.z eine Ansicht des herausgezogenen Schiebers mit der abgetönten-Blauscheibe. Fig. 3 und 4 sind Querschnitte nach I-I und II-II in Fig. i.
  • Fig. 5 veranschaulicht einen Hilfsschieber zur Berücksichtigung der Plattenempfindlichkeit.
  • Fig. 6 ist eine schaubildliche Gesamtansicht. In einem Rahmen a, der etwa der Größe der Mattscheibe entspricht, ist ein Schieber b in senkrechter Richtung einstellbar angeordnet. Der Schieber enthält innerhalb der äußeren Einfassung zwei Doppelreihen von abgestuften Blauscheiben c' und c", je eine für jedes Auge. Zweckmäßig steigt die Farbenskala in der einen der beiden zusammengehörigen Felderreihen c' und c" von oben nach unten und bei der anderen umgekehrt. Zwischen den eine Stufenfolge bildenden beiden Felderreihen befindet sich je ein Fenster d' und d" von mindestens gleicher Breite wie eine Farbfelderreihe. Der mittlere Teil des Schiebers b ist undurchsichtig und weist entsprechend der Stufenfolge der Farbfelder eine zweireihige Skala e auf, welche die Belichtungen in Sekunden oder Bruchteilen davon angibt. Die Skala beginnt beispielsweise auf der einen Seite bei dem dunkelsten Feld mit Sekunden (vgl. die weißen Hälften der Skalenfelder) und endigt dort mit % Sekunden; sie setzt sich dann in der Nachbarreihe entgegengesetzt von i Sekunde steigend bis auf beispielsweise 35 Sekunden, letzteres entsprechend dem hellsten gegebenenfalls ganz farblosen Felde, fort.
  • Die Vorderwand des Rahmens a ist, wie aus Fig. i und ¢ ersichtlich, im mittleren Teil derart unterbrochen, daß die zweireihige Skala von außen sichtbar ist, während alles übrige verdeckt ist. In der Mitte der so in der Längsrichtung durchbrochenen Vorderwand befindet sich jedoch auch eine in der Querrichtung verlaufende Aussparung, in welcher ein Querschieber untergebracht ist. Dieser Querschieber besteht aus zwei symmetrischen Teilen f, die beispielsweise mittels zweier Metallbänder g verbunden sind, derart, daß zwischen den beiden Teilen fein freier Raum; die Ableseöffnung h (Fig. i), von mindestens der Skalenbreite verbleibt. Jeder Teil des Querschiebers enthält eine Schauöffnung i mit Sehtrichter k. Beide Schauöffnungen stehen in ihrer Grundstellung vor den Fenstern des Schiebers b, so daß man die Mattscheibe zum Scharfeinstellen unmittelbar beobachten kann. In den beiden Seitenstellungen des Querschiebers, von denen die eine in Fig. i veranschaulicht ist, befinden sich die Schauöffnungen je nachdem vor der linken oder der rechten Reihe der Blaufelder. Die Abmessungen der Teile müssen so gewählt sein, daß bei seitlicher Einstellung des Querschiebers kein Außenlicht durch die _ eine oder andere Blaufelderreihe hindurchtreten kann. Anderseits stellt -sich bei Seitenverschiebung die -Ableseöffnung h auf diejenige Zahl der Zeitskala ein, welche den jeweils vor den Schauöffnungen liegenden Blaufeldern entspricht.
  • Wie-bereits erwähnt, ist eine Einrichtung zur Berücksichtigung der Plattenempfindlichkeit vorgesehen. In der Vorderwand des Rahmens a ist auf jeder der beiden Seiten ein kleiner Hilfsschieber l (Fig. 5) senkrecht in inneren Aussparungen der Wand verschiebbar angebracht. Diese Hilfsschieber sind ähnlich eingerichtet wie die Seitenteile des Hauptschiebers b, nämlich sie enthalten innerhalb einer Einfassung zwei parallele Blaufelderreihen und dazwischen ein Fenster. Es sind aber nur einige wenige z. B. fünf Abstufungen vorhanden, und die Färbungen sind auf beiden parallelen Reihen gleich. Farbfelder und Fenster von Haupt- und Hilfsschieber überdecken sich; die Verstellbarkeit des letzteren ist außerdem derartig, daß jedes seiner Farbfelder in gleiche Höhe mit den Schauöffnungen i gebracht werden kann, während in der Grundstellung der Hilfsschieber (siehe die punktierten Linien in Fig. i) die Schauöffnungen gerade freigelegt sind. Die Verstellung erfolgt mittels eines durch einen Schlitz m hindurchnagenden Knopfes la. Die Blaufelder der Hilfsschieber wirken zusätzlich zu denjenigen des Hauptschiebers, wobei ein um so dunkleres Hilfsfeld vor die Schauöffnung geschoben wird, je geringer die Empfindlichkeit der benutzten Plattensorte ist, was auf entsprechende Vergrößerung der Blendenöffnung hinwirkt. Zu beiden Seiten des Knopfes ?a befindet sich je eine Plattenempfindlichkeitsskala, die z. B. nach W a r -n e r k e und S c h e i n e r eingerichtet sind.
  • Um mit einer geringen Stufenzahl bei den Hilfsschiebern auszukommen, und um gleichzeitig bei den meistbenutzten Plattenempfindlichkeiten (27° und 30° Warnerke) ohfe oder mit nur geringer zusätzlicher Verdunkelung arbeiten zu können, ist folgende Einrichtung getroffen: jedem Feld der Reihen c' und c" entsprechen zwei Zahlenangaben, die am besten im Verhältnis i : 2 stehen. Um diese beiden Zahlenreihen der Skala e besser unterscheiden zu können, sind die Felder dieser Skala zweckmäßig halbiert und beispielsweise durch verschiedene Färbung sowie Umkehrung der Zahlenschrift kenntlich gemacht. Auch jede Empfindlichkeitsskala der Hilfsschieber enthält zwei in gleicher Weise voneinander unterscheidbar gehaltene Zahlenreihen, von denen die eine beispielsweise von 22° bis 27° Warnerke und die andere von 26° bis 30° Warnerke anzeigt. Zu den aufrechten und auf hellen Feldern befindlichen Zahlen der Empfindlichkeitsskala gehören die aufrechten und auf hellen Feldern angebrachten Zahlen der Belichtungszeitskala und umgekehrt. In Fig. i sind beispielsweise der Haupt- und die Hilfsschieber so eingestellt, daß die Ableseöffnung h auf 12 bzw. 6 Sekunden zeigt. Die Zeit 12 Sekunden gilt-., dann entsprechend der im Zeichnungsbeispiel vorhandenen Lage der Knöpfe n für 27° Warnerke - 1q.° Scheinen, die Zeit von 6 Sekunden dagegen für r7° Scheinen.
  • Die beschriebene Einrichtung der umgekehrten Skalen setzt voraus, daß der Rahmen a des Belichtungsmessers drehbar angeordnet ist. Eine solche Anordnung bietet zugleich die Möglichkeit, die Einrichtung in bequemer Weise für Queraufnahmen zu benutzen. Zu diesem Zweck kann der Rahmen a an einer hierzu vorgesehenen Rück-,vand o des an die Mattscheibe angesetzten Gehäuses welches in der aus Fig. 6 ersichtlichen Weise zusammenklappbar ausgebildet sein kann, mittels eines Drehzapfens q oder ähnlich befestigt sein. Die Rückwand o muß dann an denjenigen Stellen, an welchen sich in der Hoch- und Querlage des Rahmens a die Schauöffnungen i befinden, mit Durchbrechungen versehen sein.
  • Bei Benutzung der Vorrichtung verschiebt man zunächst, richtige Lage der Hilfsschieber vorausgestzt, den Hauptschieber b so weit auf- bzw. abwärts, daß die in Betracht kommende Belichtungszeit bei der öffnung h abgelesen wird, beobachtet dann durch die Sehtrichter h das Bild zum Zwecke der Scharfeinstellung und bewegt hierauf den Querschieber nach der der Zeitangabe entsprechenden Seite. Während man nun das Bild durch die zur Belichtungszeit gehörigen Blauscheibenfelder erblickt, verändert man die Blendenöffnung derart, daß das Bild bzw. eine ausgewählte Stelle desselben gerade verschwindet. Es ist dann die zur Belichtungszeit gehörige richtige Blendenöffnung bereits vorhanden und die Aufnahme kann sogleich erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRÜcHE i. Optischer Belichtungsmesser mit vor Schauöffnungen einstellbarer abgetönter Blauscheibe, die mit Belichtungsangaben versehen ist, gekennzeichnet durch ein mit einer veränderlichen Objektivöffnung versehenes, durch eine Mattscheibe in zwei Räume geteiltes Gehäuse, an dessen Rückwand (o) die Blauscheibe verschiebbar angeordnet ist, während der vordere Gehäuseraum durch die photographische Kainera selbst, und die veränderliche Objektivöffnung durch die einstellbare Blende derselben gebildet wird. z. Belichtungsmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Blauscheibe oder der diese enthaltende Schieber (b) Fenster (d) besitzt, die sich mit der oder den Schauöffnungen (i) in Übereinstimmung bringen lassen. 3. Belichtungsmesser nach Anspruch z und z mit zwei im Augenabstand angebrachten Schauöffnungen, dadurch gekennzeichnet, daß sich je ein Fenster (d', d") längs jeder vor einer Schauöffnung (i) verschiebbaren Blaufelderreihe (c', c") erstreckt, während die Schauöffnungen in einem besonderen senkrecht zur Blaufelderreihe verstellbaren Querschieber (f) angeordnet sind. 4. Belichtungsmesser nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß vor jeder Schauöffnung ein Hilfsschieber (l) mit abgetönten Blaufeldern verschiebbar angeordnet ist, die zwecks Berücksichtigung der Plattenempfindlichkeit die Lichtdurchlässigkeit der Hauptschieberfelder um verschiedene konstante Werte zu ändern gestatten. 5. Belichtungsmesser nach Anspruch I bis ¢, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Hilfsschieber (0 neben seiner Blaufelderreihe ein mit dem Fenster des Hauptschiebers in Deckung liegendes Fenster enthält. 6. Belichtungsmesser nach Anspruch z und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeitskala des Hauptschiebers und die Empfindlichkeitsskala j edes Hilfsschiebers zwei zueinander versetzte Zahlenreihen enthält, deren Abweichung so bemessen ist, daß bei den beiden meist benutzten Plattenempfindlichkeiten die Zuschaltung der Blaufelder der Hilfsschieber nicht erforderlich ist. 7. Belichtungsmesser nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß der die Schauöffnung oder -öffnungen und die verstellbare Blauscheibe -enthaltende Rahmen (a) an einer festen Rückwand (o) des sich an die Mattscheibe anschließenden Gehäuses (p) drehbar befestigt ist, wobei die Rückwand an den bei Hoch- und Querlage des Rahmens sich mit den Schauöffnungen deckenden Stellen Durchbrechung en aufweist.
DE1915321969D 1915-03-11 1915-03-11 Optischer Belichtungsmesser mit vor Schauoeffnungen einstellbarer, abgetoenter Blauscheibe, die mit Belichtungsangaben versehen ist Expired DE321969C (de)

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