DE953746C - Messgeraet zur Bestimmung der Farbtemperatur von Lichtquellen mit kontinuierlichem Spektrum - Google Patents

Messgeraet zur Bestimmung der Farbtemperatur von Lichtquellen mit kontinuierlichem Spektrum

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DE953746C
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DE
Germany
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color temperature
measuring device
photo
illuminance
aperture
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DEST3030A
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English (en)
Inventor
Bernhard Deltschaft
Dipl-Ing Alois Lennartz
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BERNHARD DELTSCHAFT FABRIK FUE
Original Assignee
BERNHARD DELTSCHAFT FABRIK FUE
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01JMEASUREMENT OF INTENSITY, VELOCITY, SPECTRAL CONTENT, POLARISATION, PHASE OR PULSE CHARACTERISTICS OF INFRARED, VISIBLE OR ULTRAVIOLET LIGHT; COLORIMETRY; RADIATION PYROMETRY
    • G01J5/00Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry
    • G01J5/60Radiation pyrometry, e.g. infrared or optical thermometry using determination of colour temperature

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)
  • Radiation Pyrometers (AREA)

Description

  • Meßgerät zur Bestimmung der Farbtemperatur von Lichtquellen mit kontinuierlichem Spektrum Bekanntlich verwendet man zur Messung von Lichtquellen mit kontinuierlichem Spektrum Brücken- und Kompensationsschaltungen mit Fotoelementen bzw. Fotozellen, mittels deren z. B. der Blau- und Rotgehalt des Spektrums gemessen und in ein Verhältnis zueinander gebracht wird. Dieses Verhältnis ist ein Maß für die Farbtemperatur der Lichtquelle.
  • Das Verhältnis kann man entweder an der Stellung eines variablen Brücken- oder Kompensationswiderstandes für den Brücken- bzw. Kompensationsstrom Nul4 ablesen.
  • Man kann aber auch, um die Brücken- bzw. Kompensationsschaltung abzugleichen, eine Blendenvorrichtung vor den Fotoelementen anbringen, die entweder mehr das blauselektive oder mehr das rotselektive Fotoelement abdeckt, wobei dann die Stellung dieser Blende ein Maß für die Farbtemperatur ist.
  • Da bei den bekannten Anordnungen in den Extremstellungen von der Blende entweder das eine oder das andere Fotoelement ganz abgedeckt wird, in der Mittelstellung beide zur Hälfte abgedeckt werden, verliert man die Hälfte der Empfind- lichkeit der Schaltung, bezogen auf die Flächen der Fotoelemente.
  • So ist es beispielsweise bekannt, die Farbtemperatur zu messen mittels zweier spektral verschiedener halbkreisförmiger Fotoelemente, die aneinanderliegend eine Kreisfläche bilden, über der eine halbkreisförmige Blende bewegt wird, die je nach Stellung beide Fotoelemente mehr oder weniger abdeckt, in den Endstellungen jedoch nur eine von beiden. Der Nachteil besteht darin, daß, abgesehen von den beiden Endstellungen, die theoretisch der Farbtemperatur o und oo entsprechen und daher uninteressant sind, stets beide Zellen partiell abgedeckt werden. Der ausnutzbare Drehwinkel der verstellbaren Blende beträgt hierbei maximal I800.
  • Neuere Verfahren vermeiden diesen Nachteil zum Teil dadurch, daß sie statt der lichtundurchlässigen Blenden lichtteildurchlässige Blenden oder Graufilter bzw. Graukeile verwenden. Daß hierbei immer noch der Teil der Empfindlichkeit eingebüßt wird, der der Lichtabsorption der Blende entspricht, ist ersichtlich.
  • Es ist z. B. ein Verfahren zur direkten Anzeige der Farbtemperatur bekannt, wobei zwei spektral verschiedene Fotoelemente durch eine bewegliche, lichtundurchlässige Blende automatisch so abgedeckt werden, daß die Stellung der Blende ein Maß für die Farbtemperatur ergibt. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß für die in der Praxis vorkommende Lichthelligkeit zur Erzielung einer hinreichenden Anzeigegenauigkeit ein Verstärker erforderlich ist, der die Meßeinrichtung räumlich umfangreich und außerdem sehr kostspielig macht.
  • Es ist weiter eine Anordnung bekannt, bei welcher die Farbtemperatur mittels zweier Fotoelemente verschiedener spektraler Empfindlichkeit, die durch eine bewegliche Blende unterschiedlich abdeckbar sind, bestimmt wird. Die Anordnung und Größe der beiden Fotoelemente und der Blende ist so gewählt, daß in der Mittelstellung der Blende kein Fotoelement, in allen anderen Stellungen -ausgenommen die Endstellungen - nur ein Fotoelement teilweise abgedeckt, das andere jedoch dem Lichteinfall völlig freigegeben ist. Hierdurch ergibt sich die Notwendigkeit zweier Einzelmessungen für eine Farbtemperaturbestimmung.
  • Stellt man bei der Messung der Farbtemperatur einer Lichtquelle eine Abweichung von der für das verwendete Aufnahmematerial fabrikseitig angegebenen Farbtemperatur fest, muß ein für die Überbrüd<ung dieses Unterschiedes geeignetes Lichttransformationsfilter unmittelbar vor dem Objektiv der Kamera angebracht werden.
  • Die Auswahl dieses Filters geschieht in der Weise, daß man das Farbtemperaturmeßgerät auf den Sollwert der Emulsion einstellt und aus dem dem Gerät beigefügten Filtersatz dasjenige Filter auswählt, welches - vor das Instrument gesetzt -den Zeiger des Instruments auf die Nullstellung bringt. Dieses Filter - nun vor der Kameraoptik befestigt - gewährleistet eine farbstichfreie Farbaufnahme.
  • Mit der Filterung des Lichts ist stets ein gewisser Lichtverlust verbunden, der durch die Expositionsdauer bzw. die Blendeneinstellung kompensiert werden muß. Beim Farbfilm mit seiner geringen Belichtungstoleranz ist die Messung der Lichtintensität daher besonders wichtig. Für die Messung der Lichtintensität nach der Filterung des Lichts wäre also außerdem ein Luxmeter erforderlich. Der Nachteil des obligatorischen Einsatzes zweier Meßinstrumente vor jeder Farbaufnahme ist offensichtlich.
  • Theoretisch wäre es denkbar, eine zeitlich zusammenfallende Farbtemperatur- und Lichtintensitätsmessung dadurch vorzunehmen, daß man ein Filter solcher Größe vorsieht, welches gleichzeitig beide Instrumente abdeckt. Dieses Filter würde jedoch außerhalb der internationalen Größennorm liegen, welche für die Filmkameras allgemein üblich ist.
  • Der Erfindung liegt deshalb der Gedanke zugrunde, ein Meßgerät für die Farbtemperatur und die Beleuchtungsstärke zu schaffen, bei dem durch eine entsprechende Anordnung der Fotoelemente für die Farbtemperaturmessung und der Blende die den Fotoelementen entsprechende Empfindlichkeit voll ausgenutzt ist und bei dem die Blende gleichzeitig als Fotoelement für die Luxmessung ausgebildet ist. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß in an sich bekannter Weise in einer parallelen Ebene zu zwei rot- bzw. blauselektiven Fotoelementen eine lichtundurchlässige Blende, deren Stellung ein Maß für die Farbtemperatur ist, und daß in an sich bekannter Weise die Anordnung und Größe dieser beiden Fotoelemente sowie der Blende so gewählt ist, daß in der Mittelstellung der Blende kein Fotoelement, in allen anderen Stellungen - ausgenommen die Endstellungen - nur ein Fotoelement teilweise abgedeckt, das andere jedoch dem Lichteinfall völlig freigegeben ist, und weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Blende auf ihrer Oberfläche gleichzeitig als Fotoelement für die Messung der Beleuchtungsstärke ausgebildet ist.
  • Hieraus ergeben sich folgende Vorteile: I. Der bei der Bestimmung des Korrekturfilters zwangläufig eintretende Lichtverlust wird automatisch und gleichzeitig auf der Lichtintensitätsskala angezeigt, da das Korrekturfilter sowohl die der Farbtemperaturmessung dienenden Fotoelemente als auch das für die Lichtintensitätsmessung bestimmte Fotoelement abdeckt.
  • 2. Beide Messungen finden zwangläufig an genau derselben Stelle statt, so daß Meßungenauigkeiten, die sich aus unterschiedlichen Entfernungen bzw.
  • Lichteinfallswinkeln von zwei getrennten Instrumenten ergeben, ausgeschaltet werden.
  • 3. Beide Messungen geschehen in einem Meßvorgang; die Zeitersparnis ist offensichtlich, besonders bei wiederholt eintretendem Szenenv;echsel und sich daraus ergebenden Beleuchtungsveränderungen.
  • Abb. I zeigt ein Beispiel für eine solche Anordnung. Auf einer Kreisfläche sind hierbei in zwei Sektoren nebeneinander das blauselektive Foto- element I und das rotselektive Fotoelement 2 untergebracht. Der Öffnungswinkel der beiden Sektoren beträgt bei jedem etwa I20°, so daß ein Sektor von etwa I20° freibleibt. Vor diesem befindet sich in seiner Mittelstellung die Blende 3, so daß weder das blauselektive noch das rotselektive Fotoelement abgedeckt wird. Weicht nun die Lichtfarbe bzw. die Farbtemperatur der Lichtquelle mit kontinuierlichem Spektrum gegenüber diesem Mittelwert nach dem langwelligen (roten) Teil des Spektrums ab, dann muß durch die Blende ein Teil des rotselektiven Fotoelementes abgedeckt werden, um die Brücken- bzw. Kompensationsschaltung abzugleichen. Für eine Abweichung nach dem kurzwelligen (blauen) Teil des Spektrums muß ein Teil des blauselektiven Fotoelementes abgedeckt werden.
  • Dabei kann man auch umgekehrt die Blende stehend und die Fotoelemente beweglich anordnen.
  • Mit der Blende 3 ist ein Zeiger 4 gekuppelt, der sich über einer Skala 5 bewegt. Diese kann unmittelbar in Kelvingrad geeicht werden. Im gezeichneten Fall beträgt der winkelmäßige Bereich der Skala 2400, wobei links die Farbtemperatur des kurzwelligen Spektrums, rechts die Farbtemperatur des langwelligen Spektrums ablesbar ist.
  • In den meisten Fällen ist es praktischer, die Skala selbst mit der Blende zu kuppeln und den Zeiger fest anzubringen. Selbstverständlich kann man auch statt der kreisförmigen Anordnung eine rechteckige Anordnung, wie sie in Abb. 2 gezeichnet ist, wählen. Die Wirkungsweise ist analog und braucht deshalb nicht näher erläutert zu werden.
  • Der mit der Blende 7 verbundene Zeiger g spielt über der Skala 10. Die Fotoelemente sind mit 6 und 8 bezeichnet.
  • Um die Auflösung des Meßgerätes zu vergrößern, d. h. die Fehler zu verkleinern, die durch Ungleichmäßigkeiten in der Ausleuchtung des Fotoelementes entstehen und das Meßergebnis fälschen können, da die wichtigste Voraussetzung dieser Methode eine gleichmäßige Ausleuchtung der Fotoelemente ist, kann man mehrere blauselektive und rotselektive Fotoelementpaare II, 12 und dementsprechend genau so viele miteinander gekuppelte Blenden I3 benutzen, die man nach Abb. 3 anordnen kann, wobei durch die Blendeneinstellungen die gleiche Abdeckwirkung bei allen Fotoelementen ausgelöst wird.
  • Der Zeiger ist mit I4, die Skala mit I5 bezeichnet.
  • Jeder entstehendeAnzeigefehler wird durch diese Anordnung um einen Faktor vermindert, der der Anzahl der Blenden entspricht.
  • Um dem Erfordernis der gleichzeitigen Messung der Beleuchtungsstärke in Lux nachzukommen, wird die bewegliche Blende 3, 7 oder I3 als Fotoelement ausgebildet und ein empfindliches Galvanometer als Anzeigegerät verwendet.
  • Es wird bei dieser Kombination der Farbtemperaturmessung mit der Luxmessung ein Instrument mit zwei Skalen und zwei Systemen verwendet, wobei man zweckmäßigerweise das Nullinstrument für die Farbtemperaturmesssung I6 gemäß Abb. 4 nach oben, also nach der der Farbtemperaturskala zugeordneten Seite legt, während sich das Instrument für die Luxmessung I7 an der unteren Seite, d. h. in der normal üblichen Lage, befindet.
  • Um eine annähernd gleichmäßige Empfindlichkeit der Farbtemperaturmessung zu erzielen und Fehler durch Intensitätsänderungen zu vermindern, kann man mit dem Bereichsumschalter der Luxmessung eine entsprechende Empfindlichkeitsumschaltung für die Farbtemperaturmessung kuppeln.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Anordnung eines Farbtemperatur- und Beleuchtungsstärkemeßgerätes, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise in einer parallelen Ebene zu zwei rot- bzw. blauselektiven Fotoelementen eine lichtundurchlässige Blende, deren Stellung ein Maß für die Farbtemperatur ist, bewegbar ist und daß in an sich bekannter Weise die Anordnung und Größe dieser beiden Fotoelemente sowie der Blende so gewählt ist, daß in der Mittelstellung der Blende kein Fotoelement, in allen anderen Stellungen - ausgenommen die Endstellungennur ein Fotoelement teilweise abgedeckt, das andere jedoch dem Lichteinfall völlig freigegeben ist, rund weiter dadurch gekennzeichnet, daß die Blende auf ihrer Oberfläche gleichzeitig als Fotoelement für die Messung der Beleuchtungsstärke ausgebildet ist.
  2. 2. Meßgerät nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Fotoelemente für die Farbtemperaturmessung oder ein ganzzahliges Vielfaches dieser Anzahl entweder Kreissektoren oderTeile eines Rechteckes bilden und eine analog ausgebildete Blendenvorrichtung (3, 7, I3) in ihrer Mittelstellung sich im Raum zwischen den Fotoelementen (I, 2 bzw. 6, 8 bzw.
    In, 12) befindet und somit keines der Fotoelemente abdeckt, während sie in allen anderen Stellungen - ausgenommen den Extremstellungen - entweder das blauselektive oder das rotselektive Fotoelement teilweise abdeckt.
  3. 3. Meßgerät nach den Ansprüchen I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Blendenvorrichtung (3, 7, I3) eine Farbtemperaturskala (5, IO, I5) gekuppelt ist, die an einem feststehenden Zeiger (4, 9, I4) vorbeiläuft.
  4. 4. Meßgerät nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Blendenvorrichtung (3, 7, 13) ein Zeiger (4, 9, 14) gekuppelt ist, der an einer feststehenden Farbtemperaturskala (5, IO, I5) vorbeiläuft.
  5. 5. Meßgerät nach den Ansprüchen I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beweglichen Blenden (13) gleichzeitig als zusätzliche Fotoelemente für die Beleuchtungsstärkemessung ausgebildet sind.
  6. 6. Meßgerät nach den Ansprüchen I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur gleichzeitigen Messung der Farbtemperatur und der Beleuchtungsstärke in einem einzigen Anzeigegerät sowohl das Galvanometersystem des Farbtemperaturmeßgerätes (I6) als auch das Galvano- metersystem zur Anzeige der Beleuchtungsstärke (I7) untergebracht ist.
  7. 7. Meßgerät nach den Ansprüchen I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß mit der Bereichsumschaltung für die Messung der Beleuchtungsstärke, z. B. in Lux, eine Empfindlichkeitsumschaltung der Farbtemperaturmessung verbunden ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 8II I66, 8I2 723; britische Patentschriften Nr. 62I678, 508 802.
DEST3030A 1951-02-02 1951-02-02 Messgeraet zur Bestimmung der Farbtemperatur von Lichtquellen mit kontinuierlichem Spektrum Expired DE953746C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB508802A (en) * 1937-01-19 1939-07-05 Ig Farbenindustrie Ag Improvements in the photoelectric determination of the colour of light
GB621678A (en) * 1945-07-16 1949-04-14 Douglas Crisp Gall Improvements in or relating to apparatus for the comparison of radiation
DE811166C (de) * 1949-03-06 1951-08-16 Gossen & Co G M B H P Vorrichtung zur unmittelbaren Anzeige der Beleuchtungsfaerbung
DE812723C (de) * 1950-06-10 1951-09-03 Gossen & Co G M B H P Messgeraet zur Bestimmung des Farbcharakters von Beleuchtungen

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