DE708641C - Lichtelektrische Abfuehleinrichtung an Maschinen zum Sortieren von Registrierkarten - Google Patents

Lichtelektrische Abfuehleinrichtung an Maschinen zum Sortieren von Registrierkarten

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DE708641C
DE708641C DED78618D DED0078618D DE708641C DE 708641 C DE708641 C DE 708641C DE D78618 D DED78618 D DE D78618D DE D0078618 D DED0078618 D DE D0078618D DE 708641 C DE708641 C DE 708641C
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DE
Germany
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card
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light
machines
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DED78618D
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Michael Maul
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Deutsche Hollerith Maschinen GmbH DEOMAG
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Deutsche Hollerith Maschinen GmbH DEOMAG
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Description

  • Lichtelektrische Abfühleinrichtung an Maschinen zum Sortieren von Registrierkarten Die vorliegende Erfindung betrifft eine lichtelektrischeAbfühleinrichtung fürSortiermaschinen, in denen Registrierkarten nach Maßgabe darauf befindlicher Zeichen selbsttätig in verschiedene Fächer sortiert werden. Wenn die Registrierkarten die Zeichen in Gestalt graphischer Schriftzeichen tragen, wie es bereits vorgeschlagen worden ist, muß notwentdigerweise eine lichtelektrische Abfühlung erfolgen, bei welcher die von einer Lichtquelle ausgehenden Strahlen die Schriftzeichen abtasten und dann zu der lichtempfind= lichen Einrichtung geleitet werden. Aber auch wenn die Zeichen in Gestalt von Löchern vorgesehen sind, die bei den gegenwärtig üblichen Maschinen durch Abfühlbürsten oder mechanische Abfühlstifte abgefühlt werden, ist die lichtelektrische Abfühlung vorteilhaft, weil sie ini Gegensatz zu Abfühlbürsten und Abfühlstiften träglieitslos arbeitet. Zur Erzielung derselben Steuergeschwindigkeiten können daher die Löcher in den Karten kleiner gehalten und damit . eine entsprechende Papierersparnis erzielt werden.
  • Die Sortierung der Karten erfolgt jeweils nach bestimmten Spaltenoder Stellen - im Dezimalzahlensystem nach Dezimalstellen des zu sortierenden Kartenfeldes -, und zu diesein Zweck ist bei allen jetzt gebräuchlichen Maschinen für alle Spalten eine einzige Abfühleinrichtung vorgesehen, die wahlweise auf eine beliebige Spalte, nämlich auf diejenige, nach der sortiert werden soll, eingestellt werden kann. Das Wesen der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, daß bei einer lichtelektrischen Abfühleinrichtung an Maschinen zum Sortieren von Registrierkarten nach Maßgabe der abgefühlten, auf den Karten in Zeichenspalten vorgesehenen Zeichen an der einen der beiden Seitenwände der Maschine, zwischen denen die Karte hindurchgeführt wird, eine einzige Lichtquelle fest angeordnet ist, von der ein Strahlenbündel zu einer an der gegenüberliegenden Seitenwand ebenfalls fest angeordneten lichtelektrischen Zelle gerichtet ist, in dessen Stra.hlerigang ein das Strahlenbündel zum Zweck der Zeichenabfiihlung auf die Karte unilenkendes optisches System eingeschaltet ist, das zwischen Lichtquelle und lichtelektrischer Zelle zum Zweck der Spaltenauswahl der Registrierkarte voii Hand in Ouerrichtwig der Kartenförderbalin entsprechend den verschiedenen Zeichenspälten der harte verstellbar ist. .
  • Die erfindungsgemäße Anordnung gewährt den großen Vorteil, daß die gegen 1?rschütterungen empfindliche Lichtquelle und Lichtzelle keinerlei Erschütterungen infolge des häufig vorkommenden Spaltenwechsels ausgesetzt sind und daß ferner clas bewegliche optische System überhaupt keine Teile aufweist, die erschütterungsgefährdet sind. Trotz dieser festen Anordntui,- vcni Lichtquelle und Lichtzelle finit veränderlicher Spaltenauswahl ist bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Stärke des die Lichtzelle treffenden Lichtstrahles unabhängig von der Spalteneinstellung, was für die Abfühlung von graphischen Schriftzeichen nach Maßabe ihres Flächeninhalts überhaupt Bedingung für einwandfreie Ablesulig ist. Ferner ernc°ben sich natürlich auch in baulicher Beziehung b:achtliche Vorteile, wenn Lichtquelle und Lichtzelle fest angeordnet sind und mir eine verhältnismäßig kleine optische Einrichtung verstellt zu werden braucht. Die Erfindung kann natürlich in gleicher Weise wie für die Abfühlung graphischer Schriftzeichen auch zur lichtelektrischen Abfühlung von Lochzeichen Anwendung finden; das nachfolgend beschriebene Ausführungsbeispiel betrifft jedoch die lichtelektrische Abfühlung graphischer Schriftzeichen.
  • Fig. i zeigt in vergrößertem Maßstabe die Gestalt von graphischen Ziffernzeichen, wie sie auf Registrierkarten aufgedruckt werden können, wobei jedoch in Fig. i auch die Lage der Indexpunkte angegeben ist, die von der Abfiilileinriclrtung abgefühlt werden müssen.
  • Fig. :: -zeigt eineRegistrierkartemit Schriftzeichen der in Fig. i veranschaulichten Art. Fig. 3 zeigt im Schnitt die lichtelektrische Abfühleinrichtung an einer Kartensortiermaschine, wob; i die Lichtduelle und die Lichtzelle an gegenüberliegenden Seitenwänden der Maschine angeordnet sind und dazwischen das optische System verstellbar ist.
  • Die Gestalt und Abfühlung graphischer Schriftzeichen kann verschieden gewählt werden. Nach einem der bis jetzt bekanntgewordenen Vorschläge können die Schriftzeichen derart gewählt werden, daß sie sich durch ihren Schwarzgehalt voneinander unterscheiden, und die Maschine wird nach Maßgabe des unterschiedlichen Schwarzgehaltes der Zeichen gesteuert. Nach einem anderen Vorschlag werden die Schriftzeichen, wie z. B. Ziffern, in ihrer Gestalt so gewählt, daß nach einem in bestimmter Weise anzunehmenden Indexpunktsystem sich für jedes Zeichen eine andcre Kombination von schwarzen und hellen Abfühlpunkten ergibt, wodurch wiederum eine unterschiedliche Maschinensteuerung ermöglicht wird. Die erfindungsgemäße Anordnung kann in gleicher Weise für beide Arten graphischer Schriftzeichen Anwendung finden, genau so gut wie für die Abfühlung von Lochkarten.
  • In Fig. i sind in vergrößertem Maßstabe die Schriftzeichen nach dein Indexpunktsystem dargestellt. Die abzufühlenden Indexpunkte sind durch weile bzw. schwarze Kreise angedeutet, und es ist folgendes ersichtlich. Wenn die Maschine bei jedem Zeichen die auf das Zeichen treffenden vier Indexpunkte abfühlt, so ergeben sich je nach der Bedeutung des Zeichens unterschiedliche Kombinationen von schwarzen und hellen Punkten, die in bkannter Weise (vgl. die amerikanische Patentschrift 2 000a03)- zur Maschinensteuerung verwendet werden können. Die Fig. :2 zeigt eine zur Steuerun.-dienende Registrierkarte io mit in vier Zeilen a, h, c, d angeordneten Ziffernaufdrucken der in Fig. i veranschaulichten Zifferngestalt.
  • In Fig. 3 sind die Lichtquelle 30 und die Lichtzelle 4o an gegenüberliegenden Seitenwänden 35, 36 der Sortiermaschine angeordnet. Das optische System sitzt an einem Träger 21, der durch die Spindel 29 auf verschiedene Spalten eingestellt «erden ka:iii und durch die Führungsstange 28 in senkrechter Lage gehalten wird., Die Spaltenverstellung des Trägers 21 erfolgt durch Drehung der Kurbel 38. An dem Träger 21 sitZen zwei Spiegel 22, 23 und zwei Linsensysteme 26, 27, von denen das System 26 die Lichtstrahlen auf die Karte wirft, die gerade im Brennpunkt liegt; die reflektierten Strahlen werden vom Linsensystem 27 gesammelt und zur Lichtzelle geleitet. Es ist ersichtlich, daß die Lichtstrahlen von der annähernd punktförmigen Lichtquelle 30 über das Linsensystem 31 innerhalb des Balges 2.4 zum Spiegel 22 ge- leitet werden, von dort zum Linsensystem 26 und dann im Brennpunkt auf die Karte fallen. Von der harte werden sie je nach dein Vorhandensein einer hellen oder dunklen Stelle mehr oder weniger reflektiert, durch das Linsensystem 27 auf den Spiegel 23 geleitet und dort innerhalb des Balges 25 über das. LinsensYstem 39 zur Lichtzelle d0.
  • Bei der Abfühlung der in Fig. i dargestellten Ziffern müssen jeweils in vier aufeinanderfolgenden ganz bestimmten Auhenblicken, d.li. wenn die vier Indexpunkte im Breilnpunkt der Linsensysteme 26, -27-vorbeigehen, Abfühlimpulse erfolgen, wie es an sich auch bei' der üblichen elektrischen Abfühlung von Lochkombinationen bekannt ist. Da aber nun, wie Fig. i zeigt, der äußerste und unterste Indexpunkt seitlich versetzt sind, so wird diesem Umstand dadurch Rechnung getragen, daß die Spindel 29 und damit auch das optische System am Träger-2i durch den Nocken 34. seitlich verschoben werden können. Die Spindel 29 wird nämlich unter Druck der Feder 32 mit ihrem Ende 33 gegen den Nocken 34 gehalten. Dieser dreht sich aber synchron mit dem Vorbeigang der vier Zeilen a, b, c, d der Karte io unter der Abfühlctell;:. Es wird also durch jede der ,aus der Zeichnung ersichtlichen vier Erhebungen des 1\TOclzens 34. die Spindel 29 und .damit die Abfü hlcinrichtung beim Vorbeigang einer Ziffernzeile aus der dargestellten Lage nach rechts verschoben. Es sei angenommen, daß die Karten so durch die Maschine laufen, daß erst der oberste und zuletzt der unterste Indexpunkt (Fig, i) unter die Abfühleinrichtung kommt. Wenn der oberste Irndex.punkt abgefiihlt wird, ist der Träger 21 noch nicht durch den Nocken 34 verschoben. Wenn aber die mittleren beiden Indexpunkte abgefühlt n enden, hat der Träger e i eine kleine Verschiebung nach rechtserfahren, undgleichdarauferfolgt noch eine kleine Verschiebung nach rechts, so daß der in Fig. i ersichtliche linke untere Indexpunkt abgefühlt wird, woraufhin die Einrichtung infolge der Nockengestaltung wieder in ihre Ausgangslage zurückkehrt. Beim Vorbeigang der nächsten Zeilen unter der Abfühleinrichturig spielt sich jeweils derselbe Vorgang ab. In den elektrischen-nicht veranschaulichten - Stromkreisen liegt ein Zeilenauswahlschalter, der auf die Zeile eingestellt wird, in der die auszüso.rtierende Spalte liegt, so daß also jeweils nur die Spalte dieser Zeile wirksam werden kann.
  • Wenn die graphischen Schriftzeichen nach dem eingangs erwähnten anderen System dargestellt sind, sich also durch verschiedenen Schwarzgehalt voneinander unterscheiden, ist es unbedingt nötig, daß der auf die Lichtzelle treffende Lichtstrom unabhängig von der Spalteneinstellung ist, da ja die Stärke dieses Lichtstromes gerade ein Kennzeichen für die Bedeutung des abgefühlten Schriftzeichens ist. Diese Unabhängigkeit von der Spaltenauswahl wird bei der erfindungsgemäßen Einrichtung erreicht, wenn Lichtquelle undLichtzelle an gegenüberliegenden Seitenwänden der Maschine angeordnet sind und dazwischen die optische Einrichtung verstellbar ist, wie es Fig. 3 zeigt. Bei dieser Anordnung ist nämlich die Schwächung des Strahlenganges durch Dämpfung und Absorption im optischen System und der Karte unabhängig von der Stellung des optischen Systems zwischen Lichtquelle undLichtzelle, wie auch dieRechnung zeigt.
  • Es bezeichnen L1 = den von der Lichtquelle ausgehenden Lichtströin, I__ = den auf die Lichtquelle auftreffenden Lichtstrom, a = den Abstand zwischen Lichtquelle _. und Lichtzelle, x = den Abstand des optischen Systems 'von der Lichtquelle, k.= den Anteil des durch das optische System und die Ab,fühlung der Karte absorbierten Lichtes, f = einen Faktor für die Dämpfung und Absorption des Lichtes pro Wegeinheit, _ e = 2,7182ä - die Basis der natürlichen Logarithmen.
  • Der von der Lichtquelle ausgebende Lichtstrom ist L1. Der am optischen System ankommende Lichtstrom L' ist abhängig von dem Abstand x und dem Faktor f ; L' ergibt sich daher zu Da die Absorption durch das optische System und durch die Kartenabfühlung k ist, so verbleibt von dem ankommenden Lichtstrom L' hinter dem optischen System der Lichtstrom L"=(i-k).L' oder Dieser Lichtstrom L" erfährt wieder eine Schwächung, die abhängig ist vom Differenzabstand (a-x) und f. Der an ider Lichtzelle ankommende Lichtstrom L2 ist dann Setzt man hierin den Wert für L" ein, so ergibt sich oder nach Ausrechnung Es ist ersichtlich, daß der Abstand x aus der' Formel herausfällt, d. h. der bei der Lichtzelle ankommende Lichtstrom ist völlig unabhängig von der Einstellung -des optischen Systems zwischen Lichtquelle' und Lichtzelle. Damit ist also die oben für die Auswertung von Schriftzeichen unterschiedlichen Schwarzgehaltes gestellte Bedingung erfüllt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Lichtelektrische Abfühleinrichtung an Maschinen zum Sortieren von Registrierkarten nach Maßgabe der abgefühlten, auf den Karten in Zeichenspalten vorgesehenen Zeichen, dadurch gekennzeichnet, daß an oder einen der beiden Seitenwände- der Maschine, zwischen denen die Karte hindurchgeführt wird, eine einzige Lichtquelle fest angeordnet ist, von der ein Strahlenbündel zu einer an der gegeaiüberliegenden Seitenwand ebenfalls fest angeordneten lichtelektrischen Zelle gerichtet ist, in dessen Strahlengang ein das Strahlenbündel zum Zweck der Zeichenabfühlung auf die Karte umlenkendes optisches System eingeschaltet ist, das zwischen Lichtquelle und lichtelektrischer Zelle zum Zweck der Spaltenauswahl .der Registrier-]zarte von Hand in Querrichtung der Kartenfdrderbahn entsprechend den verschiedenen Zeichenspalten der Karte verstellbar ist.
DED78618D 1938-08-07 1938-08-07 Lichtelektrische Abfuehleinrichtung an Maschinen zum Sortieren von Registrierkarten Expired DE708641C (de)

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