DE708270C - Funkpeilgeraet - Google Patents

Funkpeilgeraet

Info

Publication number
DE708270C
DE708270C DEP73128D DEP0073128D DE708270C DE 708270 C DE708270 C DE 708270C DE P73128 D DEP73128 D DE P73128D DE P0073128 D DEP0073128 D DE P0073128D DE 708270 C DE708270 C DE 708270C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
daughter
compass
radio
rose
direction finder
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEP73128D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DEP73128D priority Critical patent/DE708270C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE708270C publication Critical patent/DE708270C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S1/00Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith
    • G01S1/02Beacons or beacon systems transmitting signals having a characteristic or characteristics capable of being detected by non-directional receivers and defining directions, positions, or position lines fixed relatively to the beacon transmitters; Receivers co-operating therewith using radio waves

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Radar Systems Or Details Thereof (AREA)

Description

  • Funkpeilgerät Bei den bisher bekannten Funkpeilgeräten wird der drehbare Funkpeilrahmen mit einem über dem Peilkompaß angeordneten Peilstrich, unter welchem die Kompaßrose spielt, derart gekuppelt, daß sich der Peilstrich winkelgetren, gegebenenfalls um die Funkbeschickung verbessert, dreht, so daß an dem Peilstrich unmittelbar die mißweisende - gegebenenfalls fibeschiclste -Funkseitenpeilung abzulesen ist. Für den praktischen Gebrauch ist die Kupplung des Peilzeigers mit dem Funkpeilrahmen jedoch recht unzweckmässig, da der Peilzeiger, also diejenige Stelle, an der die Kompaßrose zur Ermittlung der Funkseitenpeilung in bezug auf den Kurs abzulesen ist, mit der Stellung des Peilrahmens um den vollen Kreis herumwandert, die Rose also je nach der Peilung an ganz verschiedenen Punkten des Kreises abzulesen ist. Hierdurch wird der praktische Gebrauch der Funkpeilgeräte beträchtlich erschwert, zumal an Bord von Luftfahrzeugen, wo der Flugzeugführer sowieso schon eine große Anzahl von - Instrumenten dauernd zu überwachen hat.
  • Dieser Nachteil wird in einfachster Weise dadurch behoben, daß bei einem Funkpeilgerät, bei dem die Peilrahmeneinstellung auf eine mit einem Tochterkompaß versehene, innerhalb eines Korrekturbereiches festliegende Ablesevorrichtung übertragen wird, erfindungsgemäß die die Einspiellage der Tochterrose bestimmenden Teile mit dem Funkpeilrah-men an Stelle des Peilzeigers derart gekuppelt sind, daß die Einspiellage der Tochterrose den Drehungen des Funkpeilrahmens folgt. Hierbei wird der Peilzeiger durch die Einstellung des Funkpeilrahmens - allenfalls bis auf Korrekturwerte - nicht beeinflußt. Dadurch wird erreicht, daß bei dem neuen Funkpeilgerät die Ablesung der Funkseitenpeilung in bezug auf den Kompaßkurs an einem fahrzeugfesten, also seine Lage in bezug auf das Instrumentenbrett praktisch nicht ändernden Peilzeiger abgelesen wird. \wenn man zwischen den Funkpeilrahmen und die die Einspiellage der Tochterrose bestimmenden Teile des Tochterikompasses ein Differentialgetriebe zur Berücksichtigung der Funkbeschickung einschaltet und noch eine kleine Korrekturverstellung für den Peilzeiger an einer besonderen fahrzeugfesten Teilung vorsieht, so gibt der Peilzeiger, und zwar praktisch stets an der gleichen Stelle in bezug auf das Instrumentenbrett, unmittelbar die mißweisende bzw. nach Einstellung der Deklination und der Deviation unmittelbar die rechtweisende Funkseitenpeilung an.
  • Zur praktischen Ausführung der Erfindung, eignet sich ganz besonders ein Tochterko paß, welcher von dem Mutterkompaß el; trisch nach einer Nullmethode, z. B. in einz Brückenschaltung, gesteuert wird, wobei deP Tochterkompaß und der Mutterkompaß beide mit einem Potentiometerring ausgerüstet sind, über dem ein oder mehrere Abgreifer gleiten, wobei die Potentiometerringe die beiden Brückenseiten bilden. Die Potentiometerringe sind in dieser Schaltung durch eine, zweckmäßiger aber noch durch mehrere Brückendiagonalen miteinander verbunden, welclle bei dem Tochterkompaß über drehbare Spulen fiihren, die mit den Abgreifern verbunden sind und sich in dem Felde eines Magneten des Tochterkompasses bewegen. Eine durch einen Ausschlag der Mutterrose hervorgerufene Verstellung der Abgreifer im Mutterkompaß bewirkt eine Störung des Brückengleichgewichtes, durch welche Diagonalströme entstehen, die auf die Spulen ein Drehmoment ausüben, welches seinerseits die Abgreifer in dem Tochterkompaß verstellt und dadurch das Brückengleicllgewicht wiederherstellt, so daß also der Tochterkompaß allen Bewegen gen der Mutterrose winkelgetreu folgt. Bei dieser Art der Fernübertragung wird die Einspiellage der Tochterrose durch die Stellung des Magneten und des Potentiometerringes der Tochterrose bestimmt. Von der Stellung dieser beiden Elemente hängt es ab, in welche Richtung die Tochterrose einspielt, d. h. welche ihrer Stellungen dem magnets schen Meridian entspricht. Bei diesem Swstem kann der Tochterkompaß in sehr bequemer und übersichtlicher Weise so in das Instrumentenbrett eingebaut werden, daß die Rosenebene nahezu senkrecht zur Blickrichtung des Beobachters in ungezwungener Stellung, also etwa parallel eur Ebene des Instrumentenbrettes, liegt.
  • Da die Einspiellage der Tochterrose bei dem zuletzt genannten System durch die Stellung des Magneten und des Potentiometerringes bestimmt ist, die zweckmäßig mit dem Gehäuse der Tochterrose fest verbunden sind, so kann man durch Drehen des Gehäuses der Tochterrose offensichtlich der Einspiellage der Tochterrose jede gewünschte beliebige Richtung geben. Wird daher gemäß der weiteren Erfindung der Funkpeilrahmen mit dem Magneten und dem Potentiometerring, zweckmäßig also einfach mit dem Gehäuse des Tochterkompasses gekuppelt, so daß sich diese Teile bzw. dieses winkelgetreu mit dem Funkpeilrahmen dreht, so liest man offen sichtlich an einem fahrzeugfesten, also in bezug auf das Instrumentenbrett unveränderlichen Peilzeiger genau so die rohe Funkseitenpeilung ab, als wenn man bei den bisr bekannten Funkpeilgeräten den Peilzeiger sprechend den Einstellungen des Funkpeilnachdreht. Durch die Erfindung wird jeder für den praktischen Gebrauch außerdeutlich bedeutungsvolle Vorteil erzielt, daß die Ablesung der Funkseitenpeilung in bezug auf den Kompaß stets an einer unverändergleichen Stelle geschehen kann.
  • Die Erfindung läßt sich in sehr einfacher Weise derart ausführen, daß an der Tochterrose ohne weiteres die mißweisende und auch die rechtweisende beschickte Funkseitenpei lung abzulesen ist. Um die Funkbeschickung einzuführen, ist nichts weiter nötig als in das Getriebe, welches den Funkpeilrahmen mit den die Einspiellage der Tochterrose bestimmenden Teilen verbindet, ein Differentialgetriebe einzuschalten, welches zu der winkelgetreuen Verstellung z. B. des Tochterlsompaßgehäuses eine von der Einstellung des Funkrahmens in bezug auf die Fahrzeuglängsachse abhängige Korrekturdrehung hinzufügt, welche gleich der Funkbeschickung ist und z. B. von einer Nierenkurvenscheibe bekannter Art abgeleitet werden kann. Der Peilzeiger selbst kann über einer besonderen fahrzeugfesten Teilung verstellbar sein, an welcher die Deklination und die Deviation einzustellen ist.
  • Die Erfindung wird durch das in den Zeichnungen dargestellte Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
  • Abb. I und 2 zeigen den Einbau des neuen Peilgerätes zusammen mit dem Funkpeilrahmen in einem Flugzeug. Abb. 3 und 4 stellen eine Vorder- und eine Seitenansicht des neuen Ablesegerätes dar. Abb. 5 zeigt das Ablesegerät in einem Längsschnitt, während Abb. 6 Einzelteile, insbesondere das Triebwerk zur Berücksichtigung der Funkbeschickung, darstellt.
  • I stellt den üblichen, in an sich bekannter Weise am Rumpf 2 des Flugzeuges drehbar angeordneten Funkpeilrahmen dar. In das Instrumentenbrett 3 (Abb. I und 4) ist die Ableseeinrichtung 4 für die Funkpeilungen eingebaut. Die an dieser angeordnete Kurbel 5 dient über ein Getriebe 6 zur Verstellung des Peilrahmens 1. Bei einer Peilung wird der Rahmen I in die Minimumstellung gedreht.
  • Diese ist die Richtung nach dem angepeilten Sender bis auf die durch die später zu besprechende Ablenkung der Funkstrahlen senkrecht zur Rahmenebene. In die Ableseeinrichtung 4 ist ein von einem nicht dargestellten Mutterkompaß ferngesteuerten Tochterkompaß 7 derart eingebaut, daß die Einspiellage der Tochterrose 8 (Abb. 3) bis auf Korrekturwerte für die Funkbeschickung winkelgetreu mit dem Peilrahmen verstellt wird.
  • Wie bereits bemerkt, wird als Tochterkompaß zweckmäßig der Empfänger einer Fernübertragungseinrichtung in Brückenschaltung ge;?) wählt, deren Geber in den Mutterkompaß eir gebaut ist und bei der Geber wie Empfänger mit je einem zweckmäßig in sich geschlossenen Potentiometerring. versehen sind, auf dem je mehrere Abgreifer gleiten. Die Xbgreifer im Geber wie im Empfänger, also im Mutterkompaß wie im Tochterkompaß, sind durch je eine Brückendiagonale miteinander verbunden. Der Tochterkompaß ist außerdem mit einem mit dem Potentiometerring fest verbundenen Magneten ausgerüstet, in dessen Feld sich die gleiche Anzahl Spulen drehen, wie Abgreifer und Brückendiagonalen vorgesehen sind. Dieses Spulensystem des Tochterkompasses ist mit den Abgreifern zusammen fest auf der gleichen Achse angeordnet, und es ist je eine Spule zwischen je eine Diagonale und den zugehörigen Abgreifer eingeschaltet. Die Spulen sind dabei so angeordnet, daß der Winkel zwischen den Spulenebenen von dem Polteilungswinkel des Magnetsystems verschieden ist. Dem Empfänger- ebenso wie dem Geberpotentiometer wird Strom zweckmäßig an je gleich weit voneinander abstehenden Punkten zugeführt.
  • Diese Fernübertragungseinrichtung arbeitet nun derart, daß bei einer durch eine Drehung der Rose im Mutterkompaß verursachten Verstellung der Abgreifer im Mutterkompaß das Brückengleichgewicht gestört wird. Die entstehenden Diagonalströme durchfließen die Spulen im Tochterempfänger und üben auf die Abgreifer im Tochterkompaß ein Drehmoment aus. Die hierdurch erzeugte Bewegung der Abgreifer auf dem Potentiometer stellt aber das Brückengleichgewicht wieder her, so daß die Abgreifer in dem Tochterkompaß winkelgetreu alle Bewegungen der Abgreifer und damit der Rose im Mutterkompaß winkelgetreu mitmachen. Eine mit den Abgreifern und dem Spulensystem im Tochterkompaß fest verbundene Rose gibt daher winkelgetreu die Bewegungen der Rose im Mutterkompaß wieder. Nun hängt aber die Einspiellage der Tochterrose, welche der Einspiellage der Rose im Mutterkompaß in den magnetischen Meridian entspricht, offensichtlich von der Stellung des Empfängerpotentiometers und des Magnetsystems im Tochterkompaß ab. Eine gleichzeitige Drehung des Magnetsystems und des Potentiometerringes hat daher eine entsprechende Verstellung der Einspiellage der Tochterrose zur Folge. Wird daher das Magnetsystem im Tochterkompaß ebenso wie das Potentiometer fest mit dem Gehäuse des Tochterkompasses verbunden, so bewirkt eine jede Drehung des Tochterkompaßgehäuses eine entsprechende Drehung um den gleichen Winkel der Ein-.iellage der Tochterrose. Mit dem betexriebenen Fernübertragungssystem zwisehen Mutterkompaß und Tochterkompaß läßt sich in außerordentlich einfacher Weise in dem fest mit dem Flugzeug, z. B. dem Instrumentenbrett 3, zu verbindenden äußeren Gehäuse g der Ableseeinrichtung drehbar eine Fassung 10 (vgl. Abb. 5), z. B. in Kugellagern 1 1, lagern, in wdche der Tochterkompaß eingesetzt wird. Diese drehbare Fassung 10 braucht nun nur noch mittels eines geeigneten Getriebes, z. B. mittels eines auf die Fassung aufgesetzten Zahnrades I2, welches mit einem auf der Achse der Kurbel 5 sitzenden Ritzel I3 kämmt, mit der Kurbel 5 verbunden zu werden, wobei durch geeignete Wahl des Ubersetzungsverhältnisses dafür zu sorgen ist, daß das Zahnrad 12 und damit die Fassung 10 bei einer Kurbeldrehung genau um den gleichen Winkel gedreht wird wie der Peilrahmen I.
  • Bei dieser Anordnung wird in der Tat bei jeder beliebigen Drehung der Kurbel 5, Magnetsystem und Potentiometerring eines in die Fassung 10 eingeklemmten Tochterkompasses um den gleichen Winkel gedreht, um den der Peilrahmen I gedreht wird. Um den gleichen Winkel wird daher auch die dem magnetischen Meridian entsprechende Einspiellage der Tochterrose 8 gedreht, so daß man in der Tat an einer flugzeugfesten, d. h. an einer mit dem äußeren Gehäuse 9 fest verbundenen Marke mittels einer am Zahnrad I2 befestigten Skala rohe Funkseitenpeilung abliest.
  • Der Gebrauch des Funkpeilgerätes wird gelegentlich ein Auswechseln des Tochterkompasses wünschenswert erscheinen lassen.
  • Aus diesem Grunde ist die Fassung I0, welche den Tochterkompaß 7 aufnimmt, als durch gehender Kanal gestaltet, und das äußere Gehäuse ist mit einer leicht abnehmbaren Kappe I4, die vorn das Fenster 15 trägt, abgeschlossen, während in der Rückwand 16 eine Offnung für den Anschlußstecker I7 vorgesehen ist. Nach Abnehmen der Kappe 1-4 kann bei dieser Ausbildung des Gehäuses der Tochter kompaß 7 nach vorn aus dem Gehäuse herausgezogen werden, nachdem der Anschlußstecker I7, in dem die zum Mutterkompaß und zu der Stromquelle führenden Kabel untergebracht sind, nach hinten herausgezogen ist.
  • Der neue Kompaß kann dann einfach von vorn in die Fassung hineingesteckt werden, worauf der Anschlußstecker von hinten befestigt wird. Alsdann wird die Kappe 14 wieder aufgesetzt und z. B. durch Schrauben befestigt.
  • Um zu erreichen, daß der mit dem äußeren Gehäusen zu verhindende flugzeugfeste l'eil-Zeiger 18 zur Erzielung einer parallaxefreien Ablesung möglichst dicht über der Teilung der Tochterrose liegt, ohne auf staubdichtem Abschluß des Tochterrosengehäuses durch ein Decliglas Iv verzichten zu müssen, ist der Zeiger I8 mit einer Nabe drehbar in einer in die Deckscheibe 19 für den Tochterkompaß eingesetzten Buchse gelagert. Auf das aus der Buchse herausragende Teil der Nabe des Zeigern in ist eine mit einem Schlitz -cersehene Gabel 20 aufgesetzt. In diese Gabel 20 greift ein Stift 21 ein, welcher an einer Metallscheibe 22 befestigt ist, die ihrerseits mittels einer Schraube 23 gehalten wird, die ihr Nluttergewinde in einer in die Deckglasscheihe Ij eingelassene Buchse 24 findet. Der Stift 21 ist durch einen Schlitz 25 in der Deckglasscheibe 15 hindurchgeführt. Xach Lösen der Schraube 23 wird auf diese Weise eine etwa erforderliche Xullpunktverbesse rung für den Peilzeiger I8 ermöglicht, nach deren Durchführung der Zeiger I8 durch Anziehen der Schraube 23 wieder festgestellt wird.
  • In der bisher beschriebenen Ausführungsform würde man an der Tochterrose mittels des Peilzeigers I8 die um die Deviation verfälschte mißweisende Funkseitenpeilung ablesen. Da es jedoch recht unbequem wäre, an die abgelesene Funkseitenpeilung die erforderlichen Verbesserungen für Deviation und Alißveisung rechnerisch hinzuzufügen, ist eine geringe Verstellmöglichkeit des Peilzeigers I8 um Älif-weisung und Deviation vor gesehen. Die beiden Einstellmöglichkeiten sind bei der beschriebenen Ausführungsform in außerordentlich einfacher Weise vorgesehen. Die Verstellung des Peilzeigers I8 ist dadurch ermöglicht, daß die Glasscheibe 15 drehbar in der Ivappe 14 gelagert ist. An der Scheibe ist ein nicht dargestelltes Zalinsegmeint angeordnet, welches über ein nicht dargestelltes Ritzel mit dem Einstellknopf 26 vgl. Abb. 4) verbunden ist. Durch Betätigen des Einstellknopfes 26 wird daher die Scheibe 15 gedreht, welche über den Stift 2I und die Gabel 20 den Peilzeiger I8 mitnimmt. An der Scheibe 15 ist nun noch ein weiterer Zeiger 27 angeordnet, welcher über der Teilung 28 spielt, die mit der Kappe 14, d. h. also mit dem festen äußeren Gehäuse und daher mit dem Flugzeug selbst, fest verbunden ist. wird daher aii der I eilung 28 mittels <-les Zeigers 27 die Scheibe 15 uni einen Winkel verstellt, welcher der algebraischen Summe aus Deviation und C)rtsmi liwei sung entspricht, so wird der Peilzeiger I8 um den gleichen \E inliel mitgenommen. Infolgedessen liest man mittels Peilzeigers t8 nach dieser Einstellung an der Rose die um die Deviation und die Mißweisung verbesserte rechtweisende Funkseitenpeilung ab. Diese verbesserte rechtweisende Funkseitenpeilung ist indessen noch um die Ablenkung des Peilstrahles, d. h. um denjenigen Betrag verfälscht, um welchen die Funkstrahlen durch die besonderen Verhältnisse an Bord des Fahrzeuges abgelenkt werden und die von Fahrzeug zu Fahrzeug verschieden sind.
  • Es ist an sich bekannt, diese Funkablenkungswerte, welche einen viertelkreisigen Verlauf haben, mit Hilfe einer entsprechend geschnittenen Kurvenscheibe selbsttätig zu berücksichtigen. Bei der dargestellten Ausführungsform des neuen Funkpeilgerätes wird die Ablenkung der Funkstrahlen, die sogenannte Funkbeschickung, mit Hilfe eines Differentialgetriebes berücksichtigt, welches zwischen den Antrieb durch die Kurbel und die Fassung für das Tochterkompaßgehäuse geschaltet wird. Eine sehr einfache Bauart zeigt Abb. 6.
  • Die Drehung des Tochterkompaßgehäuses g wird durch das große Zahnrad 12 vermittelt, welches auf die Fassung 10 für das Tochterkompaßgehäuse aufgesetzt ist. Dieses Zahnrad 12 kämmt, wie bereits bemerkt, mit dem Ritzel 13 auf der Achse der Kurbel 5.
  • Die Fassung 10 ist nun in dieses Zahnrad 12 nicht fest, sondern drehbar eingesetzt. Fest auf die Fassung 10 ist dagegen der Zahnkranz 29 aufgesetzt. Dieser kämmt mit dem exentrisch um den Drehpunkt 30 an dem Rad I2 angelenkten Zahnsegment 3I. Dieses Zahnsegment läuft in einen Fühlhebel 32 aus, welcher den Führungsstift 33 trägt. Dieser Führungsstift 33 gleitet nun seinerseits auf der Kurvenbeschickungsplatte 34 (Abb. 5), welche entsprechend der auf dem betreffenden Fahrzeug herrschenden Funkablenkung geschnitten ist. Wird nun die Fassung io gedreht, so übt der Fühlhebel 32 der Kurvenbeschickungsplatte entsprechende Schwenkungen um den Drehpunkt 30 aus, so daß sich das Zahnsegment 31 ebenfalls entsprechend dreht und daher dem Zahnrad 29 und infolgedessen der Fassung 4, dem Tochterkompaß und somit dem Tochterkompaßgehäuse entsprechende zusätzliche Drehungen erteilt.
  • Diese zusätzlichen Drehungen addieren sich zu den dem Gehäuse über das Zahnrad I2 erteilten, -den Drehungen des Zahnrades gleich chen Winkeldrehungen, so daß also das Tochterkompaßgehäuse und damit die Einspiellage der Tochterrose jeder Azimutdrehung des Funkpeilrahmens entsprechend eine Drehung erhält, welche sich zusammensetzt aus dem Winkel, um den der Funkpeilrahmen selbst gedreht ist zuzüglich eines weiteren Winkels, welcher der Gestalt der Funkbeschickungsplatte entspricht und daher gleich der Funkbeschickung ist. Der Peilzeiger I8 zeigt daher an der Tochterrose in der Tat die rechtweisende beschickte Funkseitenpeilung an.
  • Zweckmäßig ist auf dem Rad 12 noch eine weitere Teilung 35 vorgesehen, an der man in dem Fenster 36 die rohe Funkseitenpeilung in bezug auf die Flugzeuglängsachse ablesen kann. Diese Teilung wird zweckmäßigerweise vorgesehen, um mit Hilfe dieser nach den bekannten Methoden die Möglichkeit zu haben, die Funkablenkung zu bestimmen und danach die Funkbeschickungsplatte 34 zu schneiden und zu kontrollieren.
  • Um beim Auswechseln der Tochterrose, welches wie bemerkt, von Zeit zu Zeit nötig ist, die Gewähr zu haben, daß die Tochterrose die richtige Lage in bezug auf das Gehäuse und die Teilungen einnimmt, ist an der Tochterose noch ein Führungsstift 37 vorgesehen, welcher in eine entsprechende Führung an an der Fassung für die Tochterrose eingreift und die richtige Sollage sichert.
  • Zweckmäßig ist es ferner, eine genaue Zentrierung der drehbaren Deckscheibe 15 mit dem Peilzeiger I8 vorzusehen, da ohne diese genaue Zentrierung durch Exzentrizitätsfehler leicht beträchtlich falsche Einstellungen der Deviation und Miß weisung an der Teilung 28 unterlaufen könnten. Diese Zentrierung kann entweder mit Hilfe einer Kreuzkupplung geschehen, durch welche die Scheibe 15 mit einem entsprechenden, auf die Nabe des Peilzeigers I8 aufgesetzten Teil verbunden wird oder auch, wie es Abb. 5 zeigt, mit Hilfe der Schraube 23, indem die Schraube 23 in einen Bolzen ausläuft, welcher in eine entsprechende Bohrung in der Nabe des Zeigers I8 eingreift.
  • Zweckmäßig ist es ferner, an dem Schauglas I5 des äußeren Gehäuses noch einen weiteren Zeiger 39 vorzusehen, welcher über einer Teilung spielt, die auf der Fassung des Schauglases des Tochterrosengehäuses aufgebracht ist. An dieser Teilung wird mit Hilfe des Zeigers 39 der Winkelwert abgelesen, um welchen das Tochterrosengehäuse gedreht ist. Dies ist aber der Winkel, um den mittels der Kurbel 5 der Peilrahmen selbst gedreht ist, zuzüglich des Winkels, um welchen sich die Tochterrosenfassung gegenüber dem Rad 12 durch das Differentialgetriebe dreht, zuzüglich also der Funkbeschickung, so daß man mit Hilfe dieses Zeigers 39 auch die beschickte Funkpeilung in bezug auf die Flugzeuglän,,,crsachse ablesen kann.
  • In der Anwendbarkeit ist das neue Peilgerät natürlich nicht auf Luftfahrzeuge beschränkt. Es kann mit gleichem Vorteil auf Seeschiffen, Unterseebooten, Tanks und anderen Fahrzeugen Verwendung finden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Funkpeilgerät mit Übertragung der Peilrahmeneinteilung auf eine mit einem Tochterkompaß versehene, innerhalb eines Korrekturbereiches festliegende Ablesevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die die Einspiellage der Tochterrose bestimmenden Teile des Tochterkompasses mit dem Funkpeilrahmen derart gekuppelt sind, daß die Einspiellage der Tochterrose den Drehungen des Funkpeilrahmens folgt.
  2. 2. Funkpeilgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Tochterkompaß ein an sich bekannter Empfänger für winkelgetreue Fernübertragung von Drehbewegungen verwendet ist, welcher mehrere in einem Magnetfeld drehbar angeordnete Spulen enthält, die um einen zur Polteilung ungleichen Winkel gegeneinander versetzt sind und mit Abgreifern in leitender Verbindung stehen, welche auf einem in sich geschlossenen Potentiometerring gleiten.
  3. 3. Funkpeilgerät nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine selbsttätige Funkbeschickung vorgesehen ist, die aus einem von der Azimutstellung des Peilrahmens in bezug auf das Fahrzeug beeinflußten Differentialgetriebe besteht, welches in das Tochterkompaßgetriebe, das die die Einspiellage der Tochterrose bestimmenden Teile (Magnetfeld, Potentiometer) enthält, eingeschaltet ist, so daß die Einspiellage zusätzlich um die Funkbeschickung verstellt wird und die beschickte mißweisende Funkseitenpeilung abzulesen ist.
  4. 4. Funkpeilgerät nach den Ansprüchen I bis 3, da durch gekennzeichnet, daß zum Ablesen der Funkpeilung an der Tochterrose eine einstellbare Marke vorgesehen ist, die über einer fahrzeugfesten Teilung spielt, an welcher die Ortsmißweisung zuzüglich der Deviation einzustellen ist.
  5. 5. Funkpeilgerät nach den Ansprüchen I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Fassung für den Tochterkompaß als durch daß.äußere - z. B. am Instrumentenbrett zu befestigende - Gehäuse hindurchgehender, beiderseits offener Kanal ausgebildet ist, in dem z. B. von der Vorderseite der Tochterkompaß, von der Rückseite der Tochterkompaß zum Mutterkompaß (Anschlußstecker) einzuführen sind.
  6. 6. Funkpeilgerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Tochterkompaßgehäuse und die drehbare Fassung durch einen Führungsstift miteinander verbunden sind, welcher die relative Solllage zwischen Tochterkompaß und Fassung auch bei Auswechseln des Tochterkompasses sichert.
  7. 7. Funkpeilgerät nach einem der Ansprüche I bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ableseeinrichtung außer der Tochterrose noch zwei weitere Rosenteilungen angeordnet sind, deren eine mit dem Peilrahmen winkelgetreu umläuft und die rohe Funkseitenpeilung angibt, während die zweite mit den die Einspiellage der Tochterrose bestimmenden Teilen gekuppelt ist und die beschickte Funkseitenpeilung angibt.
DEP73128D 1936-05-01 1936-05-01 Funkpeilgeraet Expired DE708270C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP73128D DE708270C (de) 1936-05-01 1936-05-01 Funkpeilgeraet

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEP73128D DE708270C (de) 1936-05-01 1936-05-01 Funkpeilgeraet

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE708270C true DE708270C (de) 1941-07-16

Family

ID=7392241

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEP73128D Expired DE708270C (de) 1936-05-01 1936-05-01 Funkpeilgeraet

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE708270C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE708270C (de) Funkpeilgeraet
DE353612C (de) Einrichtung zum Pruefen der Zieleinrichtung von Geschuetzen
DE2833944C2 (de) Visiergerät
DE1069036B (de)
DE3340717A1 (de) Schalt- bzw. kontaktgabeeinrichtung, insbesondere fuer niveau- bzw. durchflussmessgeraete
DE332132C (de) Entfernungsmesser mit zwei getrennten Beobachtungsstellen
DE1548371A1 (de) Rundblickfernrohr mit Bildstabilisierung fuer Fahrzeuge
DE693699C (de)
DE247347C (de)
DE406129C (de) Fuer Schiffsgeschuetze bestimmte Feuerleitungsanlage
DE497386C (de) Einrichtung zur fortlaufenden Ermittlung der Schussdaten fuer das Schiessen auf sich bewegende Ziele
DE340836C (de) Zielfernrohr
DE349551C (de) Mit einem Zielfernrohr ausgestattete Vorrichtung fuer Luftfahrzeuge
DE768110C (de) Einrichtung zur Stabilisierung eines um mindestens zwei Achsen einzustellenden Gegenstandes
DE428283C (de) Einrichtung zum Messen von Zielentfernungen
DE357808C (de) Feuerleitungsanlage fuer Schiffsgeschuetze
DE323822C (de) Vorrichtung zum Einbauen und Kompensieren von Flugzeugkompassen
DE361017C (de) Einrichtung zum Stabilisieren einer Richtung im Raume
DE536705C (de) Einrichtung zur UEbertragung der Angaben eines auf einem Schiff Gelagerten Kreiselkompasses mit Hilfe eines groben und Feinen UEbermittlers
DE1798422B2 (de) Kreiselhorizont mit einem kardanisch gelagerten lotkreisel
DE760428C (de) Einrichtung zum Einsteuern eines Fahrzeuges, insbesondere Flugzeuges, in eine durch einen Punkt verlaufende Leitstrasse
DE1798151C3 (de) Gerät zur Anzeige der Fluglage und der Kursabweichung eines Flugzeuges
DE367384C (de) Einrichtung zum Richten von Luftfahrzeugen
DE750086C (de) Flugwegzeichner
AT145600B (de) Auswertevorrichtung zum Ermitteln der waagrechten Entfernung, der Höhe und der Schrägentfernung eines Gegenstandes, z. B. eines Flugzeuges.