DE2833944C2 - Visiergerät - Google Patents

Visiergerät

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DE2833944C2 DE19782833944 DE2833944A DE2833944C2 DE 2833944 C2 DE2833944 C2 DE 2833944C2 DE 19782833944 DE19782833944 DE 19782833944 DE 2833944 A DE2833944 A DE 2833944A DE 2833944 C2 DE2833944 C2 DE 2833944C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Visiergerät mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Unter »Stabilisieren« ist in der folgenden Beschreibung ein Festhalten eines auf einer bewegten Basis abgestützten Gegenstandes bezüglich des inertialen Raumes verstanden, wozu der Gegenstand also bei Bewegung der Basis eine entsprechende Gegenbewegung rclativ zur Basis machen muß.
Es ist ein Visiergerät dieser Art bekannt, bei dem das mit einem Teil gehäusefest und mit einem anderen Teil um die Azimutachse drehbare Objektiv zwischen dem Okular und einem um eine Elevationsachse sowie um die Azimutachse schwenkbaren Spiegel angeordnet ist. Der Spiegel führt dem Objektiv ein Bild der Umgebung zu. Sowohl der Spiegel als auch der um die Azimutachse schwenkbare Teil des Objektivs werden über kreiselstabilisierte Antriebe so gestellt, daß sie dem Beobachter auch bei Bewegung der Unterlage ein Bild des anvisierten Objektes übermitteln. Damit dies möglich ist, muß der Spiegel um die Elevationsachse jeweils um den halben Winkel der Elevationsbewegung zwischen Basis und Visierlinie hochgenau geschwenkt werden. Jedwede Schwenkbewegung der Basis um die Elevationsachse erfordert also ein Betätigen des Antriebes.
Ferner ist bei dem bekannten Visiergerät der Schwenkwinkel des Spiegels um die Elevationsachse konstruktionsbedingt bis zu maximalen Elevationswinkein von etwa ±70° beschränkt, was insbesondere den Einsatz bei Luftbeobachtung bzw. in Flugzeugen beschränkt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Visier-
gerät der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, das ein hochgenaues und selbsttätiges Ausrichten auf ein ruhendes Objekt im inertialen Raum ermöglicht, wobei die Eigenträgheit von Teilen des Visiergerätes ausgenützt wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe dienen die Merkmale des Anspruchs 1.
Wenn mit dem Visiergerät nach der Erfindung ein im inertialen Raum ruhender Gegenstand einmal anvisiert ist, müssen die Antriebe bei Bewegungen der Basis nur noch geringt Störmomente, wie sie durch Lagerreibung oder Restunwuchten erzeugt werden, ausgeregelt werden. Im wesentlichen bleibt das Objektiv aufgrund seiner Eigenträgheit auf den Gegenstand ausgerichtet, ohne daß ein ständiges Nachstellen um den halben Schwenkwinkel erforderlich ist, wie beim Stand der Technik. Hierdurch werden höhere Genauigkeiten, d. h. höhere Stabilisierungsgüte und größere Einstellgeschwindigkeiten erreicht
Das Visiergerät nach der Erfindung ermöglicht ohne weiteres, Elevationswinkel von +90° bzw. —90° gegenüber der Horizontalen zu erreichen. Bei einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist das Objektiv sowohl um die Elevationsachse als auch um die Azimutachse unbegrenzt durchdrehbar angeordnet. Aufgrund dieser Merkmale ist das Visiergerät nach der Erfindung erheblich besser zum Betrieb in Flugzeugen bzw. zur Luftbeobachtung geeignet als die bekannten Geräte, bei denen der Übergang von positiven zu negativen Elevationswinkeln nur nach Richtungsumkehr der Spiegelschwenkung und Zurückdrehen durch den Winkelwert 0° u.id ein Erfassen von Elevationswinkeln zwischen ±70° und ±90" überhaupt nicht möglich ist.
Bildaufrichtprismen zum Beseitigen einer Bilddrehung, die sich aufgrund der Elevationsschwenkung bzw. A/.imutschwenkung der Basis ergibt, sind an sich bekannt. Der Antrieb für das Bildaufrichtprisma gemäß der Erfindung braucht nicht so genau wie die oben erwähnten Antriebe für das Objektiv zu sein, weil er keinen Einfluß auf die Stabilisierung der Visierlinie, d. h. des Objektivs, hat und geringe Bildverkantungen bzw. -Verdrehungen insbesondere das Auge eines menschlichen Beobachters nicht stören.
Bei einer Ausführung eines Visiergerätes gemäß der Erfindung ist vorgesehen, daß in der Elevationsachse und in der Azimutachse je ein Bildaufrichtprisma mit eigenem Antrieb vorgesehen ist, deren Betätigung von der Elevationsschwenkung bzw. der Azimutschwenkung des Objektivs abgeleitet ist. Hierbei ist vorteilhaft jeder Antrieb von einem Getriebe gebildet, das die Objektivschwenkung um die Elevationsachse bzw. die Azimutachse im Verhältnis 2 :1 untersetzt.
Es genügt gemäß einer anderen Ausführung der Erfindung auch ein einziges, in der Azimutachse angeordnetes Bildaufrichtprisma, dessen Antrieb von der Summe der Elevations- und Azimutschwenkungen des Objektivs abgeleitet ist. Die Ausführung mit einem einzigen Bildaufrichtprisma ist zu bevorzugen, weil in der Regel zur Unterbringung eines weiteren F.ildaufrichtprismas in der Elevationsachse nicht genügend Platz vorhanden ist, während gewöhnlich ausreichend Raum für die Unterbringung eines Bildaufrichtprismas in der Azimutachse vorhanden ist.
Der Antrieb für das einzige Bildaufrichtprisma ist zweckmäßig von einem Differentialgetriebe gebildet, welches das einzige Bildaufrichtprisma die halbe Summe aus den beiden Objektivschwenkwinkeln um die Elevationsachse und die Azimutachse dreht.
Der Antrieb kann auch von einem Getriebemotor mit einer Steuereinheit gebildet sein, welche Betätigungssignale von Winkelgebern für die Elevationsschwenkwinkel und die Azimutschwenkwinke! erhält und diese so verarbeitet, daß der Getriebemofor das Bildaufrichtprisma um die halbe Summe des Elevations.- und Azimutschwenkwinkels des Objektivs verdreht Bei dieser Ausführung bietet sich die Möglichkeit, zusätzliche Signale, wie Wankwinkelsignale für eine Wankbewegung der Basis, das ist eine Schwenkbewegung um eine in Längsrichtung des Fahrzeugs verlaufende Achse, in die Steuereinheit einzuspeisen.
Eine konkrete Ausführung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß das Objektiv mit Richtungssensoren und einem Umlenkprisma fest in einem Elevationsrahmen angeordnet und mit gemeinsamem Schwerpunkt dieser Teile in der Elevationsachse in einem Rahmen drehbar gelagert ist, in dem außer den genannten Teilen ein Elevationsantrieb und ggf. ein Bildaufrichtprisma mit Antrieb untergebracht ist und der seinerseits mit gemeinsamem Schwerpunkt aller dieser Teile in der A.zimutachse im Gehäuse drehbar gelagert ist. Das Visiergerät nach der Erfindung eröffnet die Möglichkeit, weitere optische Ausgänge zu versorgen, indem mehrere Strahlteile im Strahlengang hinter dem Visierobjektiv angeordnet sind, welche den weiteren Ausgängen sämtlich stabilisierte Visierlinien übermitteln. Hierbei ist die Kennzeichnung der Visierlinie durch ein im Objektiv angedeutetes Fadenkreuz besonders vorteilhaft, weil die so gekennzeichnete Visierlinie ohne Zusa.tzaufwand auch allen weiteren optischen Ausgängen zugeleitet wird.
Ein Beispiel für einen derartigen weiteren optischen Ausgang ist ein Laser-Entfernungsmesser, dem im Gegensatz zu bekannten derartigen Entfernungsmessern eine in Elevation und Azimut stabilisierte Visierlinie als Eingang zugeführt wird.
Der Laser-Entfernungsmesser wie auch andere optronische Komponenten können fest mit dem Objektiv verbunden sein, wobei sie vorzugsweise mit diesem einen gemeinsamen Schwerpunkt bilden, indem die Anordnung im Schnittpunkt von Elevationsachse und Azimutachse aufgehängt ist.
Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen mit weiteren Einzelheiten näher erläutert. Es zeigen
F i g. 1 bis 3 in perspektivischen schematischen Darstellungen drei abgewandelte Ausführungen von Visiergeräten gemäß der Erfindung.
Ein Objektiv 3 ist zusammen mit einem ersten Umlenkprisma 4 in einem Elevationsrahmen 115 befestigt, der um eine zur optischen Achse oA 1 des Objektivs senkrechte Elevationsachse 1 teilschwenkbar oder durchdrehbar in einem Rahmen 13 drehbar gelagert ist. Dieser Rahmen 13 ist seinerseits um eine zur optischen Achse oA 1 und zur Elevationsachse 1 senkrechte Azimutachse 2 teilschwenkbar oder durchdrehbar in einem mit einer Basis 40, wie einem Fahrzeugaufbau, festen Gehäuse 10 angeordnet.
Die optische Achse oA 1 wird durch das erste Umlenkprisma 4 in eine mit der Elevationsachse 1 zusammenfallende optische Achse oA 2 umgelenkt Die optische Achse oA 2 wird durch ein zweites Umlenkprisma 7 in eine mit der Azimutachse 2 zusammenfallende optische Achse oA 3 umgelenkt. Die optische Achse oA 3 wird durch ein drittes Umlenkprisma 11 in die optische Achse oA 4 eines im Gehäuse 10 fest eingebauten Okulars umgelenkt, das dem Auge 17 eines auf der Basis 40
befindlichen Beobachters Einblick gewährt.
Da das Umlenkprisma 4 fest mit dem Objektiv 3 verbunden ist, macht es sowohl eine Elevationsbewegung als auch eine Azimutbewegung des Objektivs 3 mit. Das Umlenkprisma 7 macht nur eine Azimutbewegung des Objektivs 3 bzw. der optischen Achse oA 2 mit. Das Umlenkprisma 11 ist fest mit dem gehäusefesten Okular
12 verbunden, kann also weder eine Elevationsbewegung noch eine Azimutbewegung des Objektivs 3 mitmachen.
Am Gehäuse 10 ist ein Azimutantrieb 15 angebracht, der ein Teilschwenken oder Durchdrehen des Rahmens
13 um die Azimutachse 2 bewirken kann. Am Rahmen 13 ist ein Elevationsantrieb 14 angebracht, der das Teilschwenken oder Durchdrehen des Elevationsrahmens 18 mit darin festem Objektiv 3 und Umlenkprisma 4 in Elevation bewirkt.
Der Azimutantrieb 15 kann anstatt am Gehäuse 10 auch am Rahmen 13 angeordnet sein. Der Elevationsantrieb 14 kann anstatt am Rahmen 13 auch am Elevationsrahmen 18 angebracht sein.
Der Schwerpunkt der um die Elevationsachse 1 beweglichen Teile (Elevationsrahmen 18 mit Umlenkprisma 4, Objektiv 3 und Sensoren 16) ist in die Elevationsachse 1 gelegt, so daß die Eigenträgheit dieser Teile die Raumstabilisierung der optischen Achse oA 1 und damit der Visierlinie unterstützt. Der Elevationsantrieb 14 braucht aufgrund dieser Anordnung abgesehen von Richtvorgängen nur geringe Störmomente z. B. aufgrund von Reibung oder Restunwuchten, auszuregeln; denn aufgrund der Eigenträgheit bleibt der Elevationsrahmen mit den darin befestigten Teilen nach einer einmal vorgenommenen Ausrichtung auch bei großen Schwenkbewegungen der Basis im wesentlichen in raumfester Lage.
Vorzugsweise wird auch der Schwerpunkt der um die Azimutachse 2 beweglichen Teile (Rahmen 13 mit Umlenkprisma 7. Bildaufrichtprisma 5, Antrieb 6, Elevationsantrieb 14 und Elevationsrahmen 18 mit den darin befestigten Teilen) in die Azimutachse gelegt, so daß die Eigenträgheit dieser Teile die azimutale Stabilisierung unterstützt und der Azimutantrieb 15 (abgsehen von den Richtvorgängen) nur noch geringe Störungen auszugleichen hat.
Am Elevationsrahmen 18 sind Richtungssensoren 15, z. B. Kreisel, befestigt, welche die Antriebe 14 und 15 so ansteuern, daß die optische Achse oA 1 des Objektivs 3 auch dann raumfest bleibt, wenn sich die Basis 30 und damit das Gehäuse 10 bewegen. Dem Beobachter wird somit über das Okular 12 eine stabilisierte Visierlinie geboten.
Die Visierlinie kann dem Beobachter 17 z. B. durch ein Fadenkreuz (nicht gezeigt) dargestellt werden, welches in einer Zwischenbildebene des Objektivs 3 erzeugt wird. Die Fadenkreuzmitte bleibt infolge der Stabilisierung des Objektivs 3 dauernd in Deckung mit einem Punkt des im Okular 12 sichtbaren Bildes.
Durch die Elevationsbewegung des Objektivs 3, d. h. der optischen Achse oA 1 und durch die Azimutbewegung der optischen Achse oA 2, — beide bezüglich des Gehäuses 10 —, wird das Bild mitsamt dem Fadenkreuz um die optische Achse oA 3 und damit auch um die optische Achse οA 4 des Okulars 12, — beide bezüglich des Gehäuses 10 bzw. des Okulars 12 —, gedreht Um diese störende Erscheinung zu vermeiden, genügt es, an irgendeiner Stelle des Strahlenganges mindestens ein Bildaufrichtprisma, z. B. ein Dove-Prisma, vorzusehen, das in Abhängigkeit von den Azimut- und Elevationsdrehwinkeln so um die optische Achse gedreht wird, daß die Bilddrehung bezüglich des Gehäuses rückgängig gemacht wird.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel 1 werden zwei Bildaufrichtprismen verwendet. Das erste Bildaufrichtprisma 5 befindet sich in der Elevationsachse 1, d. h. in der optischen Achse oA 2, und das zweite Aufrichtprisma 8 in der Azimuatachse 2, d. h. in der optischen Achse oA 3. Auf diese Weise können die Antriebe 6 bzw. 9 für die Drehung der Bildaufrichtprismen 5 bzw. 8 besonders einfach gestaltet werden, weil jedes der Bildaufrichtprismen 5 und 8 nur diejenige Bilddrehung aufzuheben hat, die durch die Drehung um jeweils diejenige Achse (Elevationsachse bzw. Azimutachse) entsteht, in der es sich befindet. In beiden Fällen beträgt der hierzu erforderliche Drehwinkel des Bildaufrichtprismas 5 bzw. 8 gerade die Hälfte des Elevations- bzw. Azimutdrehwinkels. Entsprechend ist das Untersetzungsverhältnis jedes Getriebes 6 bzw. 9 zu 2 :1 gewählt.
In den meisten Anwendungsfällen, insbesondere wenn Bildbeobachtung und Visieren durch das menschliche Auge erfolgt, braucht die Achsendrehung der Bildaufrichtprismen 5 und 8 nicht hochgenau zu erfolgen, da einerseits die Drehung der Bildaufrichtprismen 5 und 8 keinen Einfluß auf die Visierlinienstabilisierung hat und andererseits geringe Bildverkantungen nicht stören.
Bei der Ausführung nach F i g. 2 sind gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet und nicht nochmals beschrieben.
Ein Unterschied gegenüber der Ausführung nach F i g. 1 besteht darin, daß ein einziges Bildaufrichtprisma 19 um die Azimutachse 2 bzw. in der optischen Achse oA 3 angeordnet ist.
Die Ausführung gemäß F i g. 2 ist bevorzugt, wenn der Abstand zwischen dem Umlenkprisma 4 und dem Umlenkprisma 7 aus baulichen Gründen nicht groß genug gewählt werden kann, um dazwischen ein weiteres Bildaufrichtprisma unterzubringen, während die periskopische Höhe, d. h. der Abstand zwischen dem Umlenkprisma 11 und dem Umlenkprisma 7 weniger beschränkt ist.
Das Bildaufrichtprisma 19 muß in diesem Fall zur Bildaufrichtung um die halbe Summe des Azimutdrehwinkels und des Elevationsdrehwinkels um die Azimutachse gedreht werden. Dies geschieht durch den Antrieb 20. Dieser kann wie die Antriebe 6 und 9 nach F i g. 1 ein einfaches Untersetzungsgetriebe mit einem Untersetzungsverhältnis 2 :1 umfassen, wenn die Eintriebswelle 21 um einen Winkel gedreht wird, welcher der Summe von Azimut- und Elevationsdrehwinkel entspricht.
Die Summe der beiden Winkel wird an der Achse 22 eines Kegelrades 23 gebildet, das im Gehäuse 10 gelagert ist und von einem im Elevationsrahmen 13 gelagerten Kegelrad 24 mitgenommen wird. Das Kegelrad 24 wird seinerseits von einem Zahnradpaar 25,26 angetrieben, welches durch Elevationsbewegungen des Rahmens 18 in Drehung versetzt wird. Gleichzeitig und/ oder alternativ wird das Kegelrad 13 vom Kegelrad 24 aufgrund von azimutalen Bewegungen des Rahmens 13 mitgenommen. Die Zahnradpaare 25 und 26 sowie 23 und 24 haben entgegen der Darstellung in F i g. 2 dasselbe Übersetzungsverhältnis.
Bei der Ausführung nach F i g. 3 sind gleiche Bezugszeichen für gleiche Teile wie bei den Ausführungen nach F i g. 1 und 2 verwendet. Diese übereinstimmenden Teile sind nicht nochmals beschrieben.
Wie bei der Ausführung nach Fi g. 2 ist auch bei derjenigen nach Fig.3 nur ein Bildaufrichtprisma 19 verwendet. Dieses muß zur Bildaufrichtung um die halbe Summe des Azimutdrehwinkels und des Elevationsdrehwinkels gedreht werden. Dies geschieht durch eincn Antrieb 29, der als elektrisch ansteuerbarer Getriebemotor ausgebildet ist. Die Elevationswinkel zwischen Objektiv 3 mit Umlenkspiegel 4 und Rahmen 3 werden über einen Winkelgeber 27 erfaßt. Ebenso wird der Azimutwinkel zwischen Gehäuse 10 und Rahmen 13 durch einen Winkelgeber 28 erfaßt. Beide Winkelsignale werden in der elektronischen Steuereinheit 30 so verarbeitet, daß der Antrieb 29 das Bildaufrichtprisma 19 um die halbe Winkelsumme verdreht.
Zusätzlich können weitere Signaleingänge 31 in die Steuereinheit 30 eingespeist werden, die von anderen, nicht gezeigten Sensoren bedient werden, um z. B. Bilddrehungen durch Verkanten (Drehung um eine zur Azimutachse 2 senkrechte, zur Elevationsachse 1 nicht parallele Achse) zu vermeiden.
Allen drei Ausführungen des Visiergerätes ist gemeinsam, daß nach einem Richten auf ein im inertialen Raum festes Objekt dieses selbsttätig im Visier behalten wird. Nur das Richten auf dieses Objekt bzw. das optische Verfolgen eines im inertialen Raum bewegten Objckts muß durch äußeren Eingriff des Beobachters erfolgen, der hierzu die Antriebe 14, 15 über die Kreisel 16 von außen entsprechend ansteuert, z. B. mittels eines nicht gezeigten Richtgriffes.
Im Rahmen der Erfindung liegt auch, wenn Bildstörungen, die durch Bewegungen um eine zu den Achsen 1 und 2 senkrechte Achse erzeugt werden, dadurch kompensiert werden, daß das Bildaufrichtprisma 19 (F i g. 2, 3) oder eines der bzw. beide Bildaufrichtprismen 5, 8 (Fig. 1) zu einer entsprechenden Bildrückdrehung ergänzend von außen angesteuert werden.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
40
45 50
60 65

Claims (13)

Patentansprüche:
1. Visiergerät, das auf einer gegenüber dem inertiaien Raum bewegten Basis, wie einem Landfahrzeug, Flugzeug oder Schiff angeordnet ist, mit einem Objektiv, einem basisfesten Okular einer optischen Strahlenumlenkanordnung mit Bildaufricht- und Umlenkprismen zwischen Objektiv und Okular zur Übermittlung eines Bildes der Umgebung sowie einer Vorrichtung mit stabilisierten Antrieben zum Schwenken des Bildes um eine Azimutachse und eine Elevationsachse zur Kompensation von Bewegungen der Basis derart, daß dem Okular unabhängig von der momentanen Lage der bewegten Basis stets ein Bild des anvisierten Gegenstandes übermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Objektiv (3) und eventuelle Zusatzeinrichtungen um die Elevationsachse (1) und um die Azimutachse (2) schwenkbar reibungsarm gelagert sind, wobei die Lagerabstützung mindestens bezüglich der Elevationsachse und mindestens angenähert im Schwerpunkt vorgenommen ist, daß die Antriebe (14, 15) durch Richtungssensoren (16) gesteuert das Objektiv um die genannten beiden Achsen (1, 2) hochgenau stabilisieren, und daß mindestens ein Bildaufrichtprisma (5,8; 19) mit einem Antrieb (6,9; 20; 29) vorgesehen ist, dessen Betätigung von der Objektivschwenkung abgeleitet ist.
2. Visiergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Objektiv (3) um die Elevationsachse (1) und/oder die Azimutachse (2) unbegrenzt durchdrehbar angeordnet ist.
3. Visiergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Elevationsachse (1) und in der Azimutachse (2) je ein Bildaufrichtprisma (5, 8) mit eigenem Antrieb (6,9) vorgesehen sind, wobei die Betätigung des Antriebes (6) für das Bildaufrichtprisma (5) in der Elevationsachse von der Elevationsschwenkung und die Betätigung des anderen Antriebes (9) von der Azimutschwenkung des Objektivs abgeleitet ist.
4. Visiergerät nach Anspruch 3, daduch gekennzeichnet, daß jeder Antrieb von einem Getriebe (6 bzw. 9) gebildet ist, das die Objektivschwenkung um die Elevationsachse (1) bzw. die Azimutachse (2) im Verhältnis 2 :1 untersetzt.
5. Visiergerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziges Bildaufrichtprisma (19) in der Azimutachse (2) angeordnet ist, dessen Antrieb (20; 29) von der Summe der Elevations- und Azimutschwenkungen des Objektivs betätigt ist.
6. Visiergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb von einem Differentialgetriebe (20, 22 bis 26) gebildet ist, welches die halbe Summe aus den beiden Objektivschwenkwinkeln um die Elevationsachse (1) und die Azimutachse (2) bildet.
7. Visiergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb von einem Getriebemotor (29) mit einer Steuereinheit (30) gebildet ist, welche Betätigungssignale von Winkelgebern (27, 28) für die Elevationsschwenkwinkel und die Azimutschwenkwinkel erhält und diese so verarbeitet, daß der Getriebemotor (29) das Bildaufrichtprisma (19) um die halbe Summe aus Elevations- und Azimutschwenkwinkel des Objektivs (3) verdreht.
8. Visiergerät nach Anspruch 7, dadurch gekenn-
zeichnet, daß zusätzliche Signale, wie die Wankwinkelsignale für eine Wankbewegung der Basis in die Steuereinheit (30) eingespeist werden.
9. Visiergerät nach einem der Anspruchs 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Objektiv (3) mit Richtungssensoren (16) und einem Umlenkprisma (4) fest in einem Elevationsrahmen (18) angeordnet und mit gemeinsamem Schwerpunkt dieser Teile in der Elevationsachse (1) in einem Rahmen (13) drehbar gelagert ist, in dem außer den genannten Teilen ein Elevationsantrieb (14) und ggf. ein Bildaufrichtprisma (5) mit Antrieb (6) untergebracht ist und der seinerseits mit gemeinsamem Schwerpunkt aller dieser Teile in der Azimutachse (2) im Gehäuse (10) drehbar gelagert ist.
10. Visiergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß ein Fadenkreuz im Objektiv vorgesehen ist
11. Visiergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere Strahlteiler im Strahlengang hinter dem Objektiv (3) angeordnet sind, welche weitere optische Ausgänge versorgen.
12. Visiergerät nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein optischer Ausgang des Objektivs (3) einen Laser-Entfernungsmesser versorgt.
13. Visiergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Objektiv (3) weitere optronische Komponenten fest verbunden sind und mit diesen und den gegebenenfalls anderen Zusatzeinrichtungen mit gemeinsamem Schwerpunkt im Schnittpunkt von Elevationsachse (1) und Azimutachse (2) gelagert sind.
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