DE70784C - Eine Masse zum Anstrich bezw. zur Bekleidung von Oberflächen oder zur Formerei und Aehnlichem - Google Patents

Eine Masse zum Anstrich bezw. zur Bekleidung von Oberflächen oder zur Formerei und Aehnlichem

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DE70784C
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mass
glue
moisture
water
heat
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DENDAT70784D
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R. NORWOOD in Demnark Hill, County of Surrey, England
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B11/00Calcium sulfate cements
    • C04B11/02Methods and apparatus for dehydrating gypsum
    • C04B11/024Ingredients added before, or during, the calcining process, e.g. calcination modifiers
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/14Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing calcium sulfate cements
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
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    • C04B2111/00482Coating or impregnation materials

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Aehiilichem.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von neuen anhaftenden Massen für Wandbekleidungen , oder für Bekleidungen von Oberflächen bezw. für die Formerei oder ähnliche Zwecke.
So gehört zur vorliegenden Erfindung die Herstellung einer anhaftenden Masse, welche mit der unter dem Namen Alabastine im Handel bekannten Masse Aehnlichkeit hat, jedoch schon mit kaltem Wasser gemischt viel wirksamer als diese ist. Eine solche Masse wird nach vorliegender Erfindung hergestellt, indem man Thierleim und ein geeignetes Grundmaterial, wie Gyps, welcher ganz oder theilweise gebrannt sein kann, zusammenmischt, und die Mischung erhitzt.. Hierdurch wird der Leim zerreiblich und man erhält bei genügend inniger Durchmischung des Leimes mit dem Gyps eine Masse, welche so fein zerkleinert werden kann, dafs man im Stande ist, dieselbe mit Leichtigkeit durch Anrühren mit kaltem Wasser gebrauchsfertig, zu machen. Eine solche anhaftende Masse kann für erhabene Arbeit, zur Formerei und Aehnlichem, zum Bekleiden und Ueberziehen von Wänden, Oberflächen, mit Vortheil Verwendung finden.
Bisher war es nöthig, Alabastine mittelst heifsen Wassers zum Gebrauch fertig zu machen, denn durch Anwendung von kaltem Wasser würde diese Masse derart ihre anhaftende Eigenschaft verlieren, dafs dieselbe, als Ueberzug oder Verkleidung auf Wänden angewendet, sich leicht davon wieder ablöst; so haben sich denn auch bei fehlerhafter oder nachlässiger Anwendung von Alabastine, z. B. wenn das benutzte Wasser nicht heifs genug war, entsprechende Unzuträglichkeiten infolge unvoll-, kommener Anhaftbarkeit ergeben, was bei vorliegender Erfindung nicht eintreten kann.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, eine geringe Menge von Zinksulfat oder gleichwirkender Substanz dem Leim und Gyps bezw. dessen Ersatz zuzumischen.
Entsprechend vorliegender Erfindung kann man auch eine anhaftende Masse, welche man, mit kaltem Wasser gemischt, an Stelle der ge-■ wohnlichen Ueberzugs- bezw. Anstrichmassen mit Vortheil verwenden kann, etwa auf folgende Weise herstellen.
Man mischt Thierleim und ein geeignetes inertes oder indifferentes Grundmaterial, wie Schlämmkreide, erforderlichenfalls in feuchtem Zustande, zusammen und erhitzt dann das Ganze. Auf diese Weise wird der Leim eben·^ falls zerreiblich und bei inniger Durchmischung des Leimes mit der Schlämmkreide erhalt man ein Material, welches derartig fein zerkleinert werden kann, dafs dasselbe nach Zusatz von kaltem Wasser vortheilhaft als Anstrichmasse benutzt werden kann.
Auch hier kann es vortheilhaft sein, eine geringe Menge Zinksulfat oder gleichwirkenden Metallsalzes dem Leim und dem Grundmaterial zuzusetzen.
Auf solche Weise kann man eine trockene Masse erhalten, welche in Blech- oder anderer gegen Feuchtigkeit sicherer Verpackung lange Zeit aufbewahrt, bei jedem Wetter und Klima verschickt und überall' nur mit Hülfe von kaltem Wasser, ohne jede Benutzung von heifsem Wasser, gebrauchsfertig gemacht werden kann.
Um eine Alabastine ähnliche Masse, nach vorliegender Erfindung herzustellen, verfährt man beispielsweise zweckmäfsig folgendermafsen: Gyps wird in einem geeigneten Gefäfs durch Erhitzen entwässert oder entwässerter Gyps in einem Gefäfs erhitzt und hierzu langsam in Wasser gelöster Leim gegossen.
Hierbei wird das Wasser der Leimlösung und des Gypses (wenn solches noch vorhanden ist) ausgetrieben, und der Leim wird zerreiblich; dessen kleinste Theilchen vermischen sich mit denjenigen des Gypses auf das Innigste, so dafs die Masse aus Leim und entwässertem Gyps erheblich leichter zu einem äufserst feinen Pulver zerkleinert werden kann, als wenn Leim und Gyps einfach zusammen vermählen werden.
Man kann aber auch trockenen Thierleim —- gemahlen oder in Stücken — in den Behälter mit erhitztem Gyps bringen. In diesem Fall wird durch die dem Behälter zugeführte Hitze die Feuchtigkeit des Gypses in Freiheit gesetzt und durch Einwirkung dieser Feuchtigkeit in der Wärme wird der Leim zerreiblich. Wenn man die hierbei erhaltene Masse, welche eine innige Mischung von Gyps und Leim darstellt, in gemahlenem Zustand mit kaltem Wasser mischt und diese Mischung auf Flächen aufträgt, so bleibt dieselbe an letzteren thatsächlich gut haften.
Bei Anwendung von 'Zinksulfat kann man dasselbe direct in dem Erhitzungsbehälter der Masse zugeben, oder aber in fein vertheilter Form mit der bereits aus diesem Behälter entfernten Masse mischen. Folgende Mischungsverhältnisse, welche allerdings auch geändert werden können, haben sich als zweckmäfsig und empfehlenswerth erwiesen, nämlich auf ioo Gewichtstheile Gyps etwa 4 bis 8 Gewichtstheile Thierleim und etwa 0,4 bis 1,5 Zinksulfat oder dessen Ersatz.
Um der Masse gewünschtenfalls eine andere als weifse Farbe zu geben, können zu der aus dem Erhitzungs- bezw.' Mischgefäfs kommenden Mischung' Farben zugesetzt werden, welche mit der Masse in geeigneter Weise vermählen werden können. Auch kann man die Farben der Masse schon in dem Erhitzungsb.ezw. Mischgefäfs zugeben. Anstatt Zinksulfat kann man jedes andere Mineralsalz verwenden, welches die Eigenschaft besitzt, der die Abbindezeit des Gypses verlangsamenden Fähigkeit des Leimes entgegenwirken zu können und die Härte des abgebundenen, fest gewordenen Materials zu erhöhen.
. Selbstverständlich kann man gewünschtenfalls in vorliegendem Verfahren auch vorher kalcinirten Gyps anwenden, in welchem Fall der Leim in feuchtem Zustand zugesetzt werden wird; es kann auch Dampf bezw. Wasser zur Erzeugung der erforderlichen Feuchtigkeit zugeleitet bezw. zugeführt werden.
Bei der Herstellung einer Masse mit Hülfe eines inerten indifferenten Grundmaterials kann man nach vorliegender Erfindung zweckmäfsig in der Weise verfahren, dafs man etwa 100 Gewichtstheile Schlämmkreide oder deren Ersatz und Leim — vortheilhaft etwa 4 bis 8 Gewichtstheile —■ mit oder ohne Zusatz von Wasser in einem Gefäfs zur Entfernung der Feuchtigkeit aus dem festen Grundmaterial erhitzt, wobei der Leim durch die gleichzeitige Einwirkung der Feuchtigkeit und der Wärme zerreiblich wird. Gewünschtenfalls kann man diese Mischung nun zu einem feinen Pulver zerkleinern und erhält alsdann eine Masse, welche durch Zusatz von kaltem Wasser gebrauchsfertig gemacht werden kann und, auf Wände oder sonstige Oberflächen aufgetragen, daselbst gut haften bleibt.
Sollte das feste Grundmaterial, wie etwa die Schlämmkreide, für die Einwirkung auf den Leim nicht genügend Feuchtigkeit besitzen, so kann man dem Grundmaterial Wasser zusetzen. Letzteres kann auch geschehen, indem man Wasser vor oder nach der Zusammenmischung des Grundmaterials mit dem Leim in das Erhitzungs- bezw. Mischgefäfs einlaufen läfst. Man kann aber auch das Grundmaterial mittelst Dampfes anfeuchten. Der Leim kann in trockenem Zustande oder als Wasserlösung angewendet werden. Bei Benutzung von Zinksulfat oder dessen gekennzeichnetem Ersatz, welches man in gleichem Mengenverhältnifs wie für Gyps - Leimmasse anwenden kann, empfiehlt es sich, dasselbe entweder direct in das Erhitzungs- bezw. Mischgefäfs, oder aber in fein zertheiltem Zustande der bereits aus diesem Gefäfs entfernten Masse zuzugeben. Diese Masse kann man ebenso, wie für die Gypsmasse angegeben, mit Farben versetzen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Masse zum Anstrich bezw. zur Bekleidung von Wänden oder anderen Oberflächen bezw. zur Formerei oder ähnlichen Zwecken, bestehend aus einem festen Grundmaterial, wie ganz oder völlig kalcinirtem Gyps, Schlämmkreide oder deren Ersatz, innig gemischt mit Thierleim, welcher durch Einwirkung von Feuchtigkeit und Wärme in zerreiblichen Zustand übergeführt ist, eventuell mit einem Gehalt
    von Mineralsalz, wie Zinksulfat, welche Masse in fein zertheiltem Zustand, einfach gemischt mit kaltem anstatt heifsem Wasser, gebrauchsfertig ist.
    Verfahren zur Herstellung der in Anspruch i. gekennzeichneten Massen, im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, dafs man Thierleim —· trocken oder in Wasser gelöst — mit Gyps, Schlämmkreide oder deren. Ersatz (erforderlichenfalls mittelst Wasser oder Dampf angefeuchtet) — eventuell auch mit einem Mineralsalz, wie Zinksulfat — unter derartiger Anwendung von Wärme, in Gegenwart von Feuchtigkeit, mit einander mischt, dafs nicht allein die innige Mischung der Materialien mit einander erzielt wird, sondern auch der Leim durch die gleichzeitige Einwirkung von Wärme und gegenwärtiger Feuchtigkeit, und damit auch die ganze Mischung leicht zerreiblich wird, wobei, bei. Anwendung von Gyps, letzterer kalcinirt wird.
DENDAT70784D Eine Masse zum Anstrich bezw. zur Bekleidung von Oberflächen oder zur Formerei und Aehnlichem Expired - Lifetime DE70784C (de)

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