DE70746C - Luftschiff mit Lenkvorrichtung - Google Patents

Luftschiff mit Lenkvorrichtung

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DE70746C
DE70746C DENDAT70746D DE70746DA DE70746C DE 70746 C DE70746 C DE 70746C DE NDAT70746 D DENDAT70746 D DE NDAT70746D DE 70746D A DE70746D A DE 70746DA DE 70746 C DE70746 C DE 70746C
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DE
Germany
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cone
airship
shaped
steering device
ring
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT70746D
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English (en)
Original Assignee
C. F. BILL WILLER in Hottingen - Zürich, Freie Strafse 19
Publication of DE70746C publication Critical patent/DE70746C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C23/00Influencing air flow over aircraft surfaces, not otherwise provided for
    • B64C23/005Influencing air flow over aircraft surfaces, not otherwise provided for by other means not covered by groups B64C23/02 - B64C23/08, e.g. by electric charges, magnetic panels, piezoelectric elements, static charges or ultrasounds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description

KAISERLICHES.
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 77: Sport.
Patentlrt im Deutschen Reiche vom 15. Januar 1893 ab.
Der Grundkörper des nachstehend beschriebenen Luftschiffes besitzt die Form eines mit der Spitze nach abwärts weisenden Trichters ABC, und um den nach oben gerichteten Basiskranz dieses Kegels ist ein zweiter ringförmiger Hohlraum D angeordnet, dessen untere Bodenfläche ν n> beim Herabsinken des Schiffes als Fallschirm dient und daher rings um den Grundkörper herum etwas geneigt (14°) zur Horizontalebene liegt. Im Centrum des trichterförmigen Raumes ist ein cylinderförmiger Raum EFGH abgetrennt, welcher wiederum durch Querwände in drei Abtheilungen J K und L «erlegt ist, die etagenförmig über einander liegen. Unter diesen befindet sich ein vierter Raum M. Die Räume J und L dienen zur Aufnahme einer Betriebsmaschine bezw. maschineller Theile, M soll als Gepäckraum und K als Passagierraum benutzt werden. Ueber die oberste Abtheilung ist ein Glasaufbau N gesetzt worden, welcher eine Steuereinrichtung enthält. Die einzelnen Räume JKL und M werden entweder durch Oberlicht beleuchtet oder es führen von ihnen nach Bedarf den trichterförmigen Raum durchsetzende Rohre a nach aufsen, durch welche Licht in die Räume gelangt. Zugänglich sind die Räume durch Luken b, welche in den Trennungsböden angebracht sind. Die für den Aufenthalt von Personen, zu einem Deck ausgebildete Basisfläche A B des Trichterkörpers wird zweckmäfsig mit einem Geländer umgeben.
Der noch freibleibende Hohlraum O des Trichters A B C, sowie der Ringraum D dienen zur Aufnahme des den Auftrieb bewirkenden Gases und werden durch geeignete, zeichnerisch nicht besonders dargestellte und hermetisch verschliefsbare Oeffnungen mit dem Gas gefüllt.
Als Bewegungsmechanismen besitzt das Luftschiff drei Gruppen von Flügeln, nämlich zwei Flügel P zum Fortbewegen in horizonlalei Richtung, fünf Flügel P1 zum Bewegen in verticaler Richtung und zwei Steuerflügel P2. Jeder Flügel der ersten beiden Gruppen sitzt an dem einen Ende einer in der Längsrichtung durchbohrten Welle, deren anderes Ende ein Kegelrad trägt. Die Wellen durchdringen die Kammern und werden in entsprechend angebrachten Lagern festgehalten. Die beiden Wellen c c der Horizontalbewegungsflügel fassen mit ihren Kegelrädern d d in ein Kegelrad e und die vier Kegelräder / der Wellen g für die Verticalbewegungsflügel stehen mit einem Kegelrad /; der Hauptwelle i im Eingriff, welch letztere von einer Maschine im Maschinenraum J Drehbewegung erhält. Die Flügel P und P1 haben folgende gleichartige Construction.
Sie besitzen mehrere schraubenförmig gestaltete Schaufeln k, Fig. 2, welche bis auf die Flügelschaufeln der Hauptwelle i gelenkig an je einem Gestänge / befestigt sind. Jedes Gestänge / ist auf der zugehörigen Welle c bezw. g festgemacht. .
I11: der Hauptfigur 1 sind die Schäufelflächen nur schematisch angedeutet, um die sonstige Einrichtung deutlicher erkennen zu lassen. Zu den gelenkigen Schaufelflächen führen von den Tragegestängen / aus Stützstangen m m\. deren Enden mittelst Rollen in Schienenbahnen η ;t' der Flächen gleiten können. Ferner ist jede
Schaufer mittelst eines Seiles ο, welches über eine Rolle o1 gelegt ist, mit dem Kolben ρ verbunden, der in einem Lager pl im Innern der betreffenden Hohlwelle liegt (Fig. 3). Das Lager la'fst sich zwischen Längsschienen im Innern der Welle axial verschieben und dreht sich mit der Welle; dagegen macht der Kolben ρ die Drehbewegung nicht mit, sondern erhält nur eine Verschiebungsbewegung, indem das andere Ende seiner längs durch die Hohlwelle. gehenden Stange p3 durch ein Seil mit einem Handrad q bezw. q* verbunden ist.
Rechtwinklig zu den beiden Wellen c c liegen auf der Plattform A B gelagert die beiden Wellen rr für die Steuerflügel P2 P2, Fig. 7. Letztere bilden grofse Platten, für deren Unterbringung je ein besonderer Raum in dem ringförmigen Gasraum D abgetrennt ist. Die Steuerwellen können mittelst Seilübertragungen 5 s von Handrädern f ί aus gedreht werden (Fig. 1 und 7). Je nachdem durch eine solche Drehung eine der Platten P2 mehr oder weniger mit ihrer Breitfläche der Fahrrichtung des Luftschiffes entgegengestellt wird, findet durch den Luftdruck auf diese Breitfläche eine entsprechende Ablenkung des Schiffes statt.
Für den Aufstieg des Schiffes liegt dasselbe zweckmäfsig auf einem geeignet construirten, die freie Bewegung der Flügel nicht hindernden Bockgerüst Q, Fig. 6, von welchem aus es infolge der Steigkraft des Gases und der sich drehenden Flügel P' angehoben wird. Infolge der Centrifugalkraft stellen sich die gelenkigen Flügelschaufeln k selbsttätig rechtwinklig zu den Wellen ein, so dafs sie als je eine Flügelschraube wirken, und zwar je nach dem Drehsinne ihr.er Wellen in dereinen oder anderen Fortbewegungsrichtung, d.h. die Flügelschrauben P in einer horizontalen und die Flügelschrauben P1 in einer verticalen Richtung. Will man nun eine Bewegungswirkung ausschalten, um dem Schiff diese oder jene bestimmte Fahrrichtung zu geben, so werden die betreffenden Flügelschaufeln k mittelst der Handräder q bezw. ql und der Zugvorrichtungen ρ* ρ2 ρ 1J? 0 gegen die Wellen herangezogen, wie in Fig. 1 punktirt angedeutet ist, so dafs sie keine FlUgelschrauben mehr bilden und daher unwirksam geworden sind. Hierbei gleiten die mit Rollen versehenen Enden der Druckstangen m m1 in den Führungsschienen η n\ entlang. Giebt man die Handrüder wieder frei, so nehmen auch die Flügelschaufeln infolge ihrer Centrifugalkraft die wirksame Lage wieder ein. '

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Luftschiff mit Lenkvorrichtung, bestehend aus einem mit der Spitze nach abwärts, weisenden Hohlkegel (A B C) als Grundkörper, welcher im wesentlichen in Passagier-, Gepäck-, Maschinen- und Gasaufnahmeräume abgetheilt ist, aus einem zweiten, um den Basiskranz des Kegels liegenden ringförmigen, mit Gas zu füllenden Hohlraum (D), dessen rings um den Kegel herum etwas geneigt liegende Bode'nfläche (v w) als Fallschirm dient, aus von einer Hauptwelle (i) her umzutreibenden FlUgelschrauben (PP1), welche in horizontalen und verticalen Fortbewegungsrichtungen wirken und theilweise durch Verdrehung ihrer Schaufeln (k). aus der Normallage heraus unwirksam gemacht werden können, und aus zwei seitlichen Steuerplatten fP2,), welche je nach ihren Breitflächen-. einstellungen zur Fahrrichtung eine seitliche Schiffsablenkung bewirken.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT70746D Luftschiff mit Lenkvorrichtung Expired - Lifetime DE70746C (de)

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