DE222829C - - Google Patents

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DE222829C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezieht sich auf Luftschiffe, deren Tragkörper von einem die Antriebsund Steuervorrichtungen aufnehmenden Kanal durchzogen ist, und hat den Zweck, diesen Kanal möglichst dicht und explosionssicher gegen das tragende Gas abzuschließen. Zur Erreichung dieses Zweckes ist nach der Erfindung der Kanal doppelwandig ausgeführt. Sofern vor dem Kanal in bekannter
ίο Weise eine Luftschraube angebracht ist, wird diese etwa noch durchtretende Gasmengen durch Entlüftung fortschaffen.
Ein Luftschiff der neuen Art ist auf beiliegenden Zeichnungen dargestellt.
Fig. ι ist ein Längsschnitt und
Fig. 2 ein Querschnitt in Richtung der Linie y-z nach Fig. i.
Die Ballonhülle besitzt zylindrische Form. Die Enden des Zylinders sind verjüngt und erhalten die Gestalt von abgestumpften Kegeln. Die Hülle ι besteht vorteilhaft aus dünnem Metallblech, wie Aluminium oder Stahl. Jedoch soll die Anwendbarkeit der Erfindung keineswegs auf solche Hüllen beschränkt sein.
Innerhalb dieser Umhüllung liegt eine zylindrische Röhre 2, die von dem einen Ende des Ballons nach dem anderen sich erstreckt, während die Hülle bei 3 mit dem Ende der Röhre verbunden ist. Die Metall- oder sonstige Hülle ist auf ein Rahmenwerk gespannt, welches aus kreisrunden Reifen 4 für die innere und äußere Hülle und aus Längsstreben oder Balken 5 besteht.
Die innere Röhre 2 ist doppelwandig ausgebildet, d. h. sie besteht aus zwei ineinander gesteckten Röhren, so daß in der Röhre 2 sich noch eine innere Röhre 6 und zwischen diesen ein ringförmiger Raum 7 befindet. Sowohl die innere als auch die äußere Röhre 40; sind durch kreisrunde Reifen 8 versteift, die durch Spanndrähte 9 gehalten werden. Die Röhren sind mit ihren Enden mit dem die Hülle tragenden Rahmen derart verbunden, daß die Röhre zwischen den Rahmenenden 3 wie die Sehne eines Bogens gehalten wird.
Auf der Plattform 11 ist ein Motor 10 gelagert, welcher beliebiger Konstruktion sein kann, jedoch vorteilhaft als Kohlenwasserstoffmotor ausgebildet ist. Der Motor befindet sich innerhalb der inneren Röhre 6. Der Motor kann in beliebiger Stellung angeordnet sein; er ist jedoch vorteilhaft so plaziert, daß er gleichzeitig zur richtigen Ausbalancierung dient.
Von dem Motor führt die Welle 12 nach vorn. Diese Welle ist mit einem Universalgelenk 13 ausgestattet und in passender Weise, eventuell unter Benutzung von Zwischenlagern, gelagert. An dem Ende der Welle ist eine Luftschraube 14 gelagert. Die Welle mit der Luftschraube 14 wird durch Stangen 15 gehalten, welche ein geeignetes Lager 16 tragen. Zwischen dem Lager 16 und dem Ende der Welle liegt ein Universalgelenk 17, so daß unter Vermittlung von Tauen 18 die Neigung der Luftschraube geändert werden kann; die Taue 18 sind über einen Ring 19
zu der Navigationskammer 21 innerhalb der Röhre in der Nähe der Maschine geleitet. Ferner sind noch der Brennstoffbehälter, der Kondensator und andere Zubehörteile, die mit der Maschine in Verbindung stehen, in der Röhre angeordnet; zu der Kammer sind die Hebel zum Ingangsetzen und Anhalten der Maschine und zur Lenkung des Ballons geführt.
An dem hinteren Teil des Ballons befindet sich ein Steuer 20 in der Bahn der von der Luftschraube durch das Innere der Röhre getriebenen und am hinteren Ende austretenden Luft. Dieses Steuer ist bei 22 drehbar gelagert, während die einzelnen Ruderflügel durch eine mit diesen verbundene Stange mit der Kammer in Verbindung stehen, so daß von hier aus die Steuerung des Ballons möglich ist.
Der Ballon kann noch einen Beobachtungswagen 23 besitzen, welcher von der Maschinenkammer oder einem anderen passenden Teil herabragt und mit den notwendigen Böcken und Laufrädern (nicht dargestellt) zur Benutzung beim Abfahren und Landen versehen ist.
Die Wirkungsweise der neuen Erfindung ist die folgende:
Wenn der Ballon mit Gas gefüllt ist und die Maschine in Gang gesetzt wird, so wird der Propeller 14 rotieren. Ändert man die horizontale Neigung des Flügelrades, so wird die aufsteigende Fähigkeit des Ballons vergrößert, während er gleichzeitig in der Längsrichtung bewegt wird. Ein großer Teil der durch die Luftschraube ergriffenen Luft wird durch die innere Röhre gepreßt und an der hinteren Seite auf beiden Seiten zum Steuer herausgetrieben. Aus diesem Grunde braucht das Steuer keine besonders großen Abmessungen zu besitzen, da jede Schiefstellung unmittelbar die Luft zwingt, gegen den Flügel zu entweichen, wobei eine starke Drehbewegung hervorgebracht wird.
Die Erfindung besteht nun darin, daß der durch das Luftschiff gehende Kanal doppelwandig ist, wodurch das Luftschiff explosionssicher ist. Dies wird um so mehr eintreten, wenn die Antriebsvorrichtung in bekannter Weise vor dem Kanal angebracht ist, so daß die Schraube gleichzeitig als Ventilator wirkt, indem sie frische Luft durch den Kanal treibt. Um die Sicherheit gegen Explosion zu erhöhen, wird der Kanal aus doppelten Wänden hergestellt, die zwischen sich einen Raum frei lassen, so daß, selbst wenn in diese Räume Gas aus dem äußeren Tragkörper eindringen würde, die dünne Mischung dieses Raumes wiederum nur in äußerst geringen Mengen in den inneren Kanal gelangen könnte; diese Mengen sind aber nicht mehr explosionsfähig. Wenn überhaupt etwas von der Mischung durchdringen sollte, so wird die nun entstandene Mischung mit der Luft des Kanals durch den von der Schraube erzeugten starken Luftzug vollständig beseitigt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Luftschiff mit die Hülle horizontal durchdringendem Kanal, in dem die Antriebs- und Steuervorrichtungen angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal doppelwandig ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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