DE214860C - - Google Patents

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DE214860C
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airship
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tubes
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Motorcycle And Bicycle Frame (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- J& 214860 -■ KLASSE 77h. GRUPPE
GUSTAV BRAND in ROTTERDAM.
Luftschiff. Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Dezember 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Luftschiff, dessen Konstruktion die Eigenschaften eines aus eigener Kraft fliegend gedachten Pfeiles zugrunde gelegt werden; mit Rücksicht darauf, 5i daß ein Pfeil erfahrungsgemäß stabil fliegt und wenig Luftwiderstand hervorruft.
Alle hauptsächlichen Könstruktionsteile, Schrauben, Motore, Gondel, Dämpfungsflächen sind demnach in der Längsache des ganzen ίο Luftschiffsystems angeordnet. Die als Pfeilschaft zu denkende, aus offenen Rohren bestehende Längsachse des Luftschiffes wird dementsprechend von zwei getrennten, hintereinander angeordneten Ballons getragen, zwisehen welchen die Motore und der Gondelraum in der Läugsachse und mit dem mittleren Rohrteil pendelnd angeordnet sind, während die in den Rohren befindlichen Schraubenwellen an beiden Ballonspitzen je eine Schraube ao mit durchbrochener Achse und mit nach hinten zu breiter werdenden Flügeln drehen, von denen die hintere durch ein cardanisches Gelenk 'zugleich als Steuer dient.
Fig. ι stellt das Luftschiff im Durchschnitt dar.
Fig. 2 veranschaulicht den Gondelraum im Querschnitt,
Fig. 3 stellt die Scheibe mit Rädern dar, mit welcher, jeder Ballon gegen den Gondelraum abgeschlossen ist,
Fig. 4, 5, 6 veranschaulichen die Steuervorrichtung für die Schrauben.
Die von dem Lager 22 ausgehenden Schraubenwellen 2 bilden den Kern des Luftschiffes. Sie sind umgeben von den offenen Rohren 1 und werden durch die Motore 12 getrieben, welche auf dem mittleren Rohrteil sitzen, der sich bei 20 zusammen mit den Motoren und dem Gondelraum 13 und 14 auf den die Ballons 4 durchsetzenden Rohren dreht, also pendelt. Die Ballons sind auf der dem Gondelraum zugekehrten Querseite durch Scheiben 17 abgeschlossen, die mit den Rohren 1 festverbunden sind (Fig. 3). Diese Scheiben besitzen unten Träger 16 mit Rädern. Das Hauptgewicht wird also, so lange das Luftschiff auf dem Boden steht, von den beiden Scheiben getragen und pendelt infolge des beweglichen mittleren Rohrteiles zwischen diesen Scheiben. Die Ballons endigen an den Ballonspitzen in festen Kappen 7, an denen wagerechte und senkrechte Dämpfungsflächen 5 angebracht sind, von denen die unteren senk: rechten Räder 6 besitzen, so daß also das ganze Luftschiff auch im entleerten Zustande der Ballons auf sechs Rädern bewegt werden kann. Für die Regulierung der Gasmenge der Ballons sind Ballonets 18 vorgesehen, welchen die Scheiben 17 als feste Grundfläche dienen. Die Bedienung der Ballons und Ballonets erfolgt durch bewegliche Schläuche 23, um der Pendelung des Gondelraumes nicht hinderlich zu sein. Im entleerten Zustande werden die Ballonets 18, ebenso die Ballonhüllen an den Scheiben 17 zusammengerefft. Auch können die Ventile der .Ballons und Ballonets gut an den Scheiben unten und oben angebracht und mit dem Gondelraum verbunden werden. 14

Claims (4)

■ ist der Führerstand, ii der Platz für den Ventilator und die Passagiere, .11ader Stand für den Ausguck nach oben durch die Haube 13. 21, 21 sind die Benzin- und Kühlwasserbehalter. Der Gondelraum ist an dem mittleren Rohrteil befestigt und mit entsprechenden Fenstern versehen. 19 ist das Steuerrad. Die Schraubenwellen 2 tragen außerhalb der Rohre die Schrauben 8, welche eine entsprechend durchbrochene Längsachse 10 mit nach hinten zu breiter werdenden Flügeln besitzen. Zwischen den Enden 9 wird sich infolge der Schraubenwirkung, der durchbrochenen Längsachse und der offenen Rohre eine Art Luftsäule bilden, durch welche ein gerader Flug des Luftschiffes '■■ erzielt werden soll. Um die hintere Schraube in der Wagerechten zu steuern, trägt die Schraubenwelle 2 mittels eines cärdänischen Gelenkes 27, 26, 24, 25 (Fig. 4) den Ring 3, auf welchem die Flügel 8 der Schraube mittels ihrer langen durchbrochenen Achse 10 befestigt sind. Das Rohrende ι trägt die Welle 2 mittels eines Lagers 30, an welchem Arme 31 bei 35 drehbar befestigt sind, die wiederum wagerecht und senkrecht angeordnete halbrunde Arme 32 und 33 tragen, welche zusammen auf den äußeren mit einer entsprechenden Kugellagerung 28 versehenen Ring 3 des cärdänischen Gelenkes wagerecht steuernd einwirken, dadurch, daß die wagerechten halbrunden Arme 32 durch an dem Lager 30 angebrachte Zahnräder 29 bewegt werden, die wiederum vermittels Drähte durch das Rohr hindurch vom Gondelraum aus in Tätigkeit gesetzt werden. Die Vorzüge der Erfindung bestehen darin, daß es durch die Anordnung von zwei getrennten Ballons mit gemeinsamer Längsachse und festen Scheiben möglich gemacht ist, den ganzen Gondelbau aus dem Luftwiderstand herauszunehmen. Infolge der Anordnung des Gondelraumes zwischen den Ballons ist eine Orientierung des Luftschiffes nach allen Seiten, besonders oben hinaus, möglich. Die Anordnung von mehr als einem Tragballon bietet außerdem erhöhte Sicherheit; die beiden Schrauben, deren Zug mit dem Widerstände zusammenfällt, ergeben keine Drehmomente mit diesem und gewährleisten eine gute Stabilität. Infolge Anordnung der Scheiben ist es möglich, Ballonets und Ballons gleichmäßig unter Druck zu halten, indem diese festen Scheiben eine ausgezeichnete Grundlage für die Erhaltung der Form der Ballons und Ballonets bilden. Andererseits bilden die Scheiben in sich selbst eine gute Sicherung der Gasmenge gegen den Gondel- und Motorraum, indem Luftschiffer und Motore die Gasmenge nicht mehr in gefährlicher Weise über sich, sondern in weniger gefährlicher Weise zu ihrer Seite haben. Infolge der Anordnung der Motöre auf der Längsachse ist es möglich gemacht, Wellen und Schrauben ohne jede Übersetzung zu treiben, was den Betrieb vereinfacht und die Betriebssicherheit erhöht, da alle Teile geschützt liegen und Wind und Wetter, sowie anderen Angriffen nicht unmittelbar ausgesetzt sind. Durch die pendelnde Anordnung der Gondel und die An-Ordnung der Räder kommen die empfindlichen Teile des Luftschiffes mit dem Boden gar nicht mehr in Berührung. Die Hüllen können infolge Vorhandenseins der Rohre und Scheiben ausgezeichnet verstaut werden, ohne daß die eigentliche Form des Fahrzeuges verändert wird. Durch das Vorhandensein der Längsachse als des Kerns des ganzen Systems, ist es möglich gemacht, das Luftschiff stets mit Erfolg auf Land nach dem Winde zu drehen oder zu verankern. Die Form der Ballons kann auch noch dadurch bewahrt werden, daß an der Längachse radial angeordnetes Tauwerk die Hülle im Innern entsprechend in Form hält, ebenso wie die Stabilität der Rohre durch Anordnung von Sprengewerk in Verbindung mit den Scheiben gesichert werden kann. Das Luftschiff soll sich mittels der beiden Schrauben in der Wagerechten bewegen. Zwecks Steuerung des Fahrzeuges können auch Höhensteuer an der ersten Scheibe und Seitensteuer an der zweiten Scheibe zu beiden Seiten derselben angebracht werden. Patent-A ν Sprüche:
1. Luftschiff, bestehend aus hintereinander angeordneten Tragballons mit einer festen Längsachse, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern der Längsachse aus von luftdurchlässigen Rohren umgebenen Schraubenwellen besteht, und daß die die Schraubenwellen antreibenden Motore nebst Gondelraum zwischen den Tragballons an der Längsachse angeordnet sind, und daß ferner außerhalb der Rohre an beiden Tragballonspitzen je eine Schraube mit durchbrochener Achse mit nach hinten zu breiter werdenden Flügeln sich befindet, von denen die hmtere durch ein cardanisches Gelenk zugleich als Steuer dient.
2. Luftschiff nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rohre einerseits zu beiden Seiten des Motorraumes fest mit ihnen verbundene Scheiben durchsetzen, welche auf der Unterseite des Luftschiffes mit Rädern versehen sind, während die Rohre andererseits an den Ballonspitzen feste Kappen mit daran angebrachten wagerechten und senkrechten Dämpfungs-
flächen tragen, wovon die unteren senkrechten Dämpfungsflächen ebenfalls mit Rädern versehen sind.
3. Luftschiff nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Rohr aus mehreren Teilen besteht, wovon der die Motore und den an ihm befestigten, infolgedessen pendelnden .Gondelraum tragende Mittelteil sich um die anderen, die Tragballons durchsetzenden Teile' drehen kann.
4. Luftschiff nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung mittels einer an einem von der Welle (2) getragenen cardanischen Gelenk (27, 26, 25, 24) befestigten Schraube das Rohrende die Welle (2) in einem länglichen Lager (30) trägt, an welchem in Zapfen (35) drehbare Arme (31) befestigt sind, die wiederum wagerecht und senkrecht angeordnete halbrunde Arme (32 und 33) tragen, welche auf den äußeren mit einer entsprechenden Kugellagerung (28) versehenen Ring (3) des cardanischen Gelenkes wagerecht steuernd einwirken, sobald die wagerechten halbrunden Arme durch an dem Wellenlager angebrachte Zahnräder (29) bewegt werden, die wiederum vermittels Drähte durch das Rohr hindurch vom Gondelraum aus gegesteuert werden. ,
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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