DE707229C - Austauschstoffe fuer Glycerin und Glykol - Google Patents

Austauschstoffe fuer Glycerin und Glykol

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DE707229C
DE707229C DEC55738D DEC0055738D DE707229C DE 707229 C DE707229 C DE 707229C DE C55738 D DEC55738 D DE C55738D DE C0055738 D DEC0055738 D DE C0055738D DE 707229 C DE707229 C DE 707229C
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DE
Germany
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substitutes
glycol
glycerol
radical
glycerine
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Expired
Application number
DEC55738D
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English (en)
Inventor
Dr-Ing August Chwala
Dr Edmund Waldmann
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Dr-Ing August Chwala
Original Assignee
Dr-Ing August Chwala
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D19/00Recovery of glycerol from a saponification liquor
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K5/00Heat-transfer, heat-exchange or heat-storage materials, e.g. refrigerants; Materials for the production of heat or cold by chemical reactions other than by combustion
    • C09K5/02Materials undergoing a change of physical state when used
    • C09K5/04Materials undergoing a change of physical state when used the change of state being from liquid to vapour or vice versa

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Medicinal Preparation (AREA)

Description

  • Austauschstoffe für Glycerin und Glykol An Stelle von Glycerin oder Glykol, die als Pharmazeutika, als Kosmetika, als Zusatzstoff--e zu Seiten Moder zu Zahnpasten, als Konservierungsmittel, in der Textilindustrie als Zusatzmittel zu Druckpasten, Avivagemitteln und Appreturen, als Schmier- und Weichmachungsmittel, zur Füllung von Gasuhren und Automobilkühlern, in der Papier-und Lederindustrie usw. breite Anwendunfinden, wurden zahlreiche Mittel vorgeschlageg. So ist beispielsweise.Traubenzuck-ersirup allein,oder in Verbindung mit den später genannten Ersatzmitteln bereits versucht worden, um Glycerin oder Glykol zu ersetzen. Weitere Ersatzmittel sind u. a. Laktate, Magnesiumchlorid u. dgl., die allein oder in Mischungen untereinander Moder mit Traubenzuckersirup an Stelle von Glycerin oder Glykol Anwendung finden sollen. Alle diese Ersatzstüffe besitzen aber schwere Nachteile, die ihre Verwendung für die genannten Anwendungsgeblete teils ierschweren oder gar unmöglich machen. So neigt der Traubenzuckersirup bei längerem Lagern an trockener Luft zur Kristallisation und Bildung fester Massen. Die damit behandelte Ware, z.B. T.extiUen, fühlt sich hart -und trocken an. Ebenso werden Lösungen, die Zuck-ersirup enthalten, bei Temperaturen unter - i J C fest und dadurch die Anwendung derartiger Lösung-en zur Füllung von Gasuhren und Automobilkühlern bei tiefen Temperaturen illusorisch. Verwendet man den Traubenzuckersirup als Zusatzmittel zu Druckpasten in der Textilindustrie, sG können infolge der Aldehydgruppe Reduktionsvorgänge !eintreten, wodurch es zu Farbnuanceänderungen oder gar zum Verblassen der Ausfärbung kommen kann. Auch die Laktate, insbesondere in Ver#-M bindung mit Traubenzuckersirup, neigen bJ längerem Lagern an trockener Luft zur Kti-# stallisation. Die Verwendung von Magnesii#ü,.'# chlorid oder Magnesiumchlorid enthaltenden Glycerinersatzstoffen hat den Nachteil, daß Metalle, beispielsweise bei Autokühlern, mit der Zeit angegriffen werden, wodurch es zu unerwünschten Korrosionserscheinungen kommt. Als Zusatzmittel zu Seife an Stelle von Glycerin verbietet sich Magnesiumchlorid wegen der Umsetzung unter Bildung unlöslicher Magnesiumsalze. Die neueren Zahnpastenrezepturen enthalten vielfach seifen-und türl,-ischrotölartige Zusatzstoffe, die ebenfalls mit Magnesiumsalzen in unerwünschter Weise reagieren. Das gleiche gilt für Appreturen und Avivagemittel, die Seife oder seifenähnliche Körper, wie Türkischrotöl usw., enthalten.
  • Es wurde gefunden, daß man konzentrierte, wäßrige Lösungen von an sich bekannten Kondensationsprodukten der aUgemeinen Formel R-0-X mit Vorteil als Austauschstoffe für Glycerin und Glykol in den eingangs erwähnten Anwendungsgebieten benutzen kann. In obiger Formel*bedeuten R einen niedermolekularen Alkyl-, Aryl- oder Aralk-ylrest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen, substituiert oder nicht, der auch durch Heteroatonie (0-, N- oder S-Atome) unterbrochen sein kann, und X einen -,vasseraffmen Rest, der sich von Zuckern, von Zuckerumwandlungsprodukten durch Anhydrisierung gewonnen, oder von Polyoxyaldocarbonsäur-en ableitet und mit R acetalartig verknüpft ist.
  • Hierbei können Wasserstoffatorne in den Hydroxylgruppen des Restes R und/oder in X durch niedermolekulare Alkyl- oder Acylreste teilweise ersetzt oder mit Carbonylverbindungen bzw. diese abspaltenden Stoffe oder mit Alkylenoxyden in an sich bekannter Weise in Reaktion getreten sein.
  • Die Lösungen derartiger nicht kristallisierbarer Kondensationsprodukte sind dickflüssig, klar, kältebeständig und lassen sich mit Glycerin, Glyko,1 oder anderen Glyceriaaustauschstoffen leicht mischen, besitzen ein großes Lösungsvermögen und ein hohes spezilisches Gewicht. An Stelle der reinen Kondensationsprodukte können auch deren Rohprodukte, wie sie bei der praktischen Herstellung anfallen, verwendet werden.
  • Die Darstellung derartiger Verbindungen ,erfolgt in an sich bekannter Weise beispielsweise durch Erhitzen von Alkoholen mit einer Zuckerkomponente in Gegenwart eines sauren Katalysators bz-w. durch Umsetzung von Acetohalogenzuckern mit Pheaolaten. Als Verbindungen mit alkoholischen oder phenolischen Hydroxylgruppen kommen bei-
    .p2 JS 1 c 1 sw#ise . ein- oder mehrwertige Alko-
    ##Ne mit einer Kohlenstoffkette VOn, 2 bis
    -S#. eAtomen in Betracht, z. B. seien genannt:
    Propyl-, Butyl-, Amylalkohol, Glycerin,
    kt ykol, Polyglycerin, Diglykol, Polyglykol,
    Benzylalkohol u. dgl.; Verbindungen mit phenolischen Hydroxylgruppen sind unter anderen Phenol, Kresol, der-en Hydrierungsprodukte (Hexalin, Methylhexalin) usw.
  • Als Zuckerkomponente kommen in Betracht: Glukose, Fruktose, Galaktose, Mannose, Arabinose, Xylose, Polysaccharide, wie Stärke, Dextrin u. dgl. Ferner kommen in Betracht Umwandlungsprodukte von Zucker, durch Anhydrisierung gewonnen, und Polyoxyaldocarbonsäuren, z. B. Galakturonsäuren, Mannuronsäure usw.
  • Wasserstoffatome in freien Hydroxylgruppen im RestR und#'oder in der Zuckerkomponente, im Zuckerumwandlungsprodukt oder in den P#olyoxyaldocarbonsäureresten könn-en durch niedermolekulare Alkyl- oder Acylreste, beispielsweise Methyl-, Äthyl- oder Propyl-bzw. Aoetylrest, nach an sich bekannten Reaktionen ersetzt sein. Ebenso können solche Hydroxylgruppen in an sich bekannter Weise durch Einwirkung von Carbonylverbindungen oder solche abspaltende Stoffe, wie Formaldehyd, Paraformaldehyd, Aoetaldchyd, Parald,ehyd, Aceton usw. verschlossen, aoetalisiert, sein. Schließlich kommenalsKondensationsprodukte erfindungsgemäß auch solche in Betracht, deren Hydroxylgruppen durch Einwirkung von Alkylenoxyden, z. B. Äthylenoxyd, Propylenoxyd u. dgl., in Polyalkylenoxydrestee mit endständiger Hydroxylgruppe umgeformt wurden.
  • Ein Kondensationsprodukt, das erfindungsgemäß als Austauschstoff für Glycerin oder Glykol Anwendung findet, bereitet man z. B. folgendermaßen: ioo Teile Stärkezucker erhitzt man mit 4oo Teilen Äthylalkohol unter Rühren in Gegenwart von 3 Teilen konzentrischer Schwefelsäure so lange, bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist, die nach dem Neutralisieren und Abdestillieren des Alkohols eine zähflüssige Masse hinterläßt. Man nimmt diese mit einer solchen Wassermenge zu einer klaren Lösung auf, daß letztere beim Spindeln 3o' B6 bei 15' C zeigt. Das rohe Kondensationsprodukt kann durch Behandeln mit Aktivkohle, Wasserstoff superoxyd u. dgl. wasserhell gemacht werden.
  • An Stelle des Äthylalkohols kann die gleiche Gewichtsmenge Propyl-, Butyl-, Isobutyl-, Amyl- und dergleichen Alkohol verwendet werden. Geht man bei der Erzeugung des Kondensationsprüduktes von Stärke aus, so -ernpfiehlt es sich, konzentrierte wäßrige Salzsäure als Katalysator zu verwenden, # damit der Ab- bau des Stärkemakromoleküls in technisch befriedigendem Ausmaß vor - sich geht.
  • Ein anderes, erfindungsgemäß als A14stauschstoff für Glycerin oder Glykol zu verwendendes Kondensationsprodukt erhält man durch anteilweises Eintragen von Soo Teüen Stärkezucker in 2 5 o Teile Glycerin, die 5 Teile konzentrierte Schwefelsäure enthalten, bei go bis ioo' C. Man verrührt, bis eine homogene, gelbliche Flüssigkeit entstanden ist, die nach Beendigung der Reaktion mit 5o%iger Pottaschelösung neutralisiert und mit Wasser zu einer Lösung aufgefüllt wird, die etwa 3o' B6 ZD zeigt,

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung wäßriger Lösungen von Kondensationsprodukten der allgemeinen Formel R - 0 -,X, worin R einen niedermolekularen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest mit 2 bis 8 C-Atomen, substituiert .oder nicht, der auch durch Heteroatome (0-, N- oder S-Atome) unterbrochen s-ein kann, und X einen wasseraffinenRest, der sich von Zuckern, Zuckerumwandlungsprodukten, die durch Anhydrisierung gewonnen wurden oder von Polyoxyaldocarbonsäuren ableitet und mit R aoetalartig verknüpft ist, bedeuten, wobei reaktive Wasserstoffatome in Hydroxylgruppen des Restes R und/oder in X durch niedermolekulare Alkyl- oder Acylreste ersetzt oder mit Carbonylverbindungen bzw. diese abspaltenden Stoffe oder mit Alkylenoxyden in an sich bekannter Weise in Reaktion getreten sein künnen, als Austauschstoffe für Glycerin oder Glykol allein, im Gemisch mit Glycerin oder Glykol oder mit sonstig-en Austauschstoffen für diese.
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