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Schwimmerschalter Es sind Vorrichtungen bekannt, die beim Über- bzw.
Unterschreiten eines Flüssigkeitsstandes Kontakte :betätigen, :die in üblicher Weise
Meldegeräte, wie Fallklappen, Hupen, Klingeln, Lichtsignale zum Ansprechen abringen.
Um die Stopfbuchse als Reibung erzeugenden Bauteil zu vermeiden, sind die Kontaktvorrichtungen
auch innerhalb des Flüssigkeitsraumes oder innerhalb des Schwimmers angebracht worden.
Bei keiner der bekannten Vorrichtungen ist es aber möglich, daß bei sehr großem
Gesamtweg des Schwimmers die eigentlichen Betätigungswege des Schwimmers, bei denen
derselbe auf die Kontaktvorrichtung wirkt, verhältnismäßig klein gehalten werden
können, daß aber .der Schwimmer während des eigentlichen Betätigungswegs genügend
- große Kippwinkel erzeugt. Es sind zwar Vorrichtungen bekanntgeworden, bei denen
der Schwimmer gegen an einer Stange angebrachte Stellringe anläuft. Bei den bekannten
Anordnungen ist aber stets für die untere und die obere Meldung je eine getrennte
Kontaktvorrichtung erforderlich. Zudem wirkt bei Vorrichtungen, die unter Druck
stehen, beider bekannten Anordnung mit zwei Federbälgen der Druck in derselben Richtung
wie. der anlaufende Schwimmer, so daß die Federbälge sehr starr und die Federung
der Anordnung sehr hart wird. ,Zur Erzeugung eines genügend großen Schaltweges.
ist bei der bekannten Anordnung also ein großer und schwerer Schwimmer erforderlich.
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Gemäß der Erfindung wird vorgeschlagen, für obere und untere Meldung
nur eine einzige, jedoch doppeltwirkende Kontaktvorrichtung zu verwenden, und weiter
die Schläuche oder Rohre, welche die Stromzuführungen umschließen, so zu gestalten,
daß sie eine weiche Federung besitzen und in der mittleren Ruhelage die Kontaktvorrichtung
samt dem Gestänge elastisch festhalten, in- den Endlagen des Schwimmers jedoch elastische
Rückstellkräfte erzeugen, die nach Verlassen der Endlage durch den Schwimmer die
Kontaktvorrichtung samt dem Gestänge sofort wieder in die Ruhelage zurückdrehen.
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Die Erfindung wird an einem Ausführungsbeispiel, das in der Zeichnung
mit g Abbildungen dargestellt ist, erläutert. In bekannter
Weise-wird
die Kontal:tvorrichtuiig, beispIelsweise -ine Quecksilherschaltröhre 2, in einer
dichten Kapsel i (Abo. 4.), und die Stromzuführungen 6 und 7 in einem elastischen
-Metallschlauch oder Rohr ,8 untergebracht. Üliciden Hebel io (Abo. i ) ist in bekannter
Weise die Kapsel i mit dem Rohr i i verbunden, so daß senkrechte Bewegungen des
Rohres i i Drehbewegungen der Kapsel i uni die Zapfen d. und 5 hervorrufen (Abo.
1 his 3). Gemäß der Erfindung wird nun vorgeschlagen, daß der nach Art einer
vorzugsweise ebenen Spiralfeder gestaltete Metallschlauch oder dtA Rohr 8 die Schalterkapsel
i mitsamt dein Gestänge, bestehend aus Hebel i o, Rohr i i uni den beiden darauf
angebrachten Stellringen 12 und =;, in der mittleren Ruhelage elastisch festhält.
Die Federung dieser Anordnung ist gegenüber der vorerwähnten sehr weich, so daß
ein kleinerer und leichterer an dein Rohr 1 i frei geführter Schwimmer genügt, uni
die doppelseitig wirkende Kontaktvorrichtung nach beiden Seiten 111 Tätigkeit zti
setzen.
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Da der im Gefäßherrschende Druck nur senkrecht zur Mantelfläche Ales
Rohres oder Schlauches 5 wirken kann, übt er, gerade ini Gegensatz zu der bekannten
obenerwähiten Vorrichtung, nur eine in der Ungenauigkeiten der Herstellung begründete
sehr kleine Kraft ini Sinne einer Kontaktbewegung aus. Läuft nun bei der Anordnung
gemäß der Erfindung der Schwimmer in einer der Endlagen gegen einen der Stellringe
12 orier 13 an, so hebt oder senkt er das Rohr i i, wodurch die Schalterkapsel i
verdreht und die Kontaktbetätigung hervorgerufen wii@i. In diesem Zustande den-
Anordnung wird in dem Schlauch oder Rohr 8 eine elastische Kraft geweckt. die, wenn
der Schwimmer die Endlage verlä ßt, die Schalterkapsel mit dem gesamten Gestänge
sofort wieder in die Ruhelage ztirückdrelit. Durch die Anordnung des Rohres oder
Schlauches gemäß .21 (Abo. 9) ist es möglich, die geringen durch :irideruiigeii
des Druckes in der Kapsel noch erzeugten Kräfte und @e:@egungen in bezug auf die
SehaltkapselI auszugleichen. Dadurch wird die Federung noch weicher, während bei
der belzannten Anordnung durch die Verbindungsstange, «-elche die Bewegungen der
Bälge unter dein Einliuß des Druckes ausgleichen ;oll, doppelt so hart wird.
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Zur Kontaktgabe -können auch Metallkonakte verwendet V'-erden i Abb.
5). .on denn hontaktlialter 17 ist der Kontakt 16 und das Gewicht 18 angebracht.
Der Kontakthalter 1; st drehbar uni die Achse ip gelagert. Er längt immer senkrecht,
uni der Kontakt 16 j legt sich daher, je nach der Drehung der Kapsel i. in den beiden
Grenzlagen des Schwimmers gegen die beiden in der Kapsel i fest anbcbrachten Kontakte.
Durch die Anordnung gemäß den Abln.6 und 7 kann erreicht werden, <iaß die Kontakte
erst umgelegt werden, wenn der Schwimmer seinen Gesarntweg durchlaufen hat.
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Der technische und wirtschaftliche Fortschritt einer Vorrichtung gemäß
der Erfindung besteht also darin, daß die Vorrichtung durch die Verwendung eines
kleineren Schwimmers auch in ihren anderen Teilen, wie Gestänge, Lager, Gehäuse
wesentlich kleiner und leichter wird, und daß sie für beliebig hohe Drücke gebaut
werden kann, ohne daß die Rohre oder Schläuche in der gewollten Bewegungsrichtung
zu starr und dadurch der Schwimmer zu groß werden würden, und daß sie nur eine einzige,
jedoch doppelseitig wirkende Kontaktvorrichtung besitzt.