DE706199C - Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Kondensationsprodukten

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DE706199C
DE706199C DEG95516D DEG0095516D DE706199C DE 706199 C DE706199 C DE 706199C DE G95516 D DEG95516 D DE G95516D DE G0095516 D DEG0095516 D DE G0095516D DE 706199 C DE706199 C DE 706199C
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Germany
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water
aromatic
condensation products
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hydroaromatic
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Expired
Application number
DEG95516D
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English (en)
Inventor
Dr Fritz Becherer
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Novartis AG
Original Assignee
JR Geigy AG
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Phenolic Resins Or Amino Resins (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Kondensationsprodukten. Es wurde gefunden,* daß man zu wertvollen Kondensationsprodukten. der allgemeinen Formel worin R einen unsubstituierten-oder substituierten -aromatischen oder nbch ungesättigte Bindungen enthaltenden hydroaromatischen Kohlenwasserstoffrest, R' die gleichen -Reste wie R oder einen hydroxylhaltigen, gegebenenfalls noch weitersubstituierten aromatischen Rest bedeuten und wobei der Benzolkern, der eine oder mehrere Sulfonsäuregruppen trägt, zusätzlich noch Halogen und Nitrogruppen enthalten kann, gelängt, wenn man . aromatische Aldehydsulfonsäuren oder deren funktionelle Derivate unter den untenstehenden bestimmten Bedingungen mit unsubstituierten oder substituierten aromatischen oder kondensationsfähigen hydroaromatischen Kohlenwasserstoffen entweder im molekularen Verhältnis i .- 2 oder aber mit bis zum Verhältnis i : i herabgesetzter Kohlenwasserstoffkomponente kondensiert und die npch reaktionsfähigen Zwischenverbindungen mit Phenolen, deren Derivaten oder Substitutionsprodukten weiterkondensiert. Für die Durchführung der Kondensation ist Bedingung, daß man rieben der an sich üblichen und bekannten Abwesenheit von Wasser mit Hilfe eines Schwefelsäure-Eisessig-Gemisches in einer Menge, die die Menge der zu kondensierenden Stoffe
    übersteigt, arbeitet. Die R.eaktionstemperat
    muß als weitere Bedingung möglichst nie
    gewählt werden und soll etwa 5o° nicht ü
    steigen, damit eine Sulfpnierung, die
    Eigenschaften der Enderzeugnisse ungünstig beeinflußt, praktisch vermieden wird: Die Aldehydsulfonsäure wird entweder vollständig oder mindestens bis zum Verschwinden der Aldehydreaktion mit dem Kohlenwasserstoff kondensiert und im letzteren Fall die Zwischenkörper dann mit Phenol zum Endprodukt umgesetzt. Die Reaktionszeit selbst kann in weiten Grenzen variieren; sie ist von der Kondensationsfähigkeit der .zur Verwendung gelangenden Komponenten abhängig.
  • Es -ist zwar schon bekannt, Benzaldehydo-sulfonsäure mit Naphthalin u. a. in Abwesenheit von Wasser bei i2o bis 13o° in Gegenwart einer Schwefelsäure-Eisessig-Menge, die kleiner ist als die Menge der Reaktionskomponenten, zu Gerbstoffen zu kondensieren. Verwendet man aber gemäß den oben angegebenen Bedingungen Schwefelsäure-Eisessig-Mischungen in Mengen, die die der Menge der zu kondensierenden Stofe@übersteigen, und arbeitet man bei den angegebenen- niedrigen Temperaturen, sa daß,,eine sich schädlich auswirkende Sulfonierung praktisch vermieden wird, so erhält man überraschenderweise Verbindungen, die u. a. als Reservierungsmittel in der Halbwollfärberei hervorragend geeignet sind und in dieser und anderen Eigenschaften den obererwähnten bekannten und als Gerbstoffe benutzten Kondensationsprodukten wesentlich überlegen sind.
  • Die neuen; erfindungsgemäß dargestellten Verbindungen sind .für die verschiedensten Verwendungszwecke der Technik brauchbar. Teils sind sie ganz hervorragende Netz-, Emulgier-, Dispergier- und Waschmittel; auch sind einige der'neuen Verbindungen als Reservierungsmittel für Wolle in der Halbwollfärbereigeeignet.
  • Beispiel i Zu einer Mischung von goo g konz. Schwefelsäure, 2,50 g Eisessig und 128 g Naphthalin gibt man 266gBenzaldehyd-2,4-disulfonsäure und rührt 4 Std. bei 35 bis 40°. Die Aldehydreaktion ist nach dieser Zeit nicht mehr nachweisbar. Man kühlt auf 2o° ab und gibt in Anteilen i64gButyl-o-kresol zu. Nach mehreren Stunden ist die Endkondensation beendigt und das Erzeugnis wasserlöslich geworden. Man trennt die harzige Ausscheidung von der Säure ab, löst den Rückstand in Wasser und befreit nach Neutralisation durch Destillation mit Wasserdampf vom unveränderten Ausgangsgut._ Durch Kalken oder Aussalzen und Trocknen erhält man ein helles, pulveriges Produkt, das sich als Reserviermittel hervor-
    awend eignet.
    Beispiel
    W-kan schmilzt 130g Naphthalin mit ioo g
    Eisessig und rührt die Schmelze ein in iioo g konz. Schwefelsäure, in der 230 g 2-Chlorbenzal@dehyd-5-sulfonsäure suspendiert sind. Nach mehrstündigem Rühren bei 4o bis 5o° ist keine Aldehydsulfonsäure mehr nachweisbar und auch das Naphthalin bis auf Spuren verbraucht. Nun werden noch 2o6 g Diisobutylenphenol eingetragen und so lange bei gleicher Temperatur weiterkondensiert, bis eine Probe in Wasser klar und ohne Abscheidung löslich ist. Die Weiterverarbeitung kann nach einem der in Beispiel i angegebenen Verfahren erfolgen. Beispiel 3 In ein Gemisch von 22749 tertiäres Butylcyclohexen, 85o g konz. Schwefelsäure und 4oo g Eisessig gibt man :2319 2-Chlorbenzaldehyd-5-sulfonsäure und hält die Mischung auf 4o bis 5o°, bis die Al,dehydsulfonsäure praktisch verbraucht und das Produkt wasserlöslich geworden ist. Man verdünnt dann mit Eiswasser, fällt mit Sole das Kondensationsprodukt aus und trocknet nach dem Neutralisieren. Das Kondensat ist ein schwach braun gefärbtes Pulver mit ganz hervorragender Netzkraft.
  • Als Aldehydsulfonsäuren können mit gleichem Erfolg 2-, 3- oder 4-Benzaldehydsulfonsäure, 2, 5-oder2, 6=Benzaldehyddisulfonsäure, an Stelle von Naphthalin, Amylnaphthalin, Chlornaphthalin, Phenanthren, Anthracen, Tetrahydronaphthalin usw. Verwendung finden.
  • Als Phenole sind ferner brauchbar: Chloramylphenol, Diisobutylphenol, p-tertiäres Butylphenol, Butylkresol (aus einem Gemisch der drei Kresole); Amylphenol, Cyclohexylphenol, Benzylphenol usw.
  • Von den kondensationsfähigen hydroaromatischen Verbindungen seien noch -genannt: Cyclohexen, Amylcyclohexen, Methyl-tert.-öutylcyclohexen, Diisobutylcyclohexen, Fenchen, Abieten und andere. Als Kondensationsmittel kommen außer den Mineralsäuren noch andere für solche Reaktionen übliche Stoffe in Frage, z. B. Zn C12 usw.

Claims (2)

  1. PATE NTANSI'IiCTCiII':: i. Verfahren zurHerstellungvonwasserlöslichen Kondensationsprodukten aus aromatischen Aldehydsulfonsäuren und aromatischen Kohlenwasserstoffen oder deren Derivaten und Substitutionsprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man grornatische Aldehydsulfonsäuren, die gegebenenfalls als weitere Substituenten. noch, Halogen oder Nitrogruppen enthalten, mit aromatischen Kohlenwasserstoffen oder ungesättigten hydroaromatischen Kohleri @:@, Wasserstoffen, deren Derivaten. oder SuU'= stitutionsproduktew bzw. .mit verschiede-..: nen Stoffen dieser Grüppen bei Temperaturen bis etwa 50° in Abwesenheit von Wasser und unter Verwendung solcher Schwefelsäure-'Eisessig-Mengen kondensiert, die die Menge der zu kondensierenden Stoffe übersteigen.
  2. 2. Abänderung ' des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß man die unsubstituierten oder substituierten aromatischen oder ungesättigte Bindungen enthaltenden hydroaromatischen Kohlenwässerstoffe bis zu etwa molekular gleichen Teilen :durch ein-Phenol, das eine freie o- oder p-Stellung besitzt, daneben aber beliebig substituiert seinkann, ersetzt.
DEG95516D 1937-05-24 1937-05-28 Verfahren zur Herstellung von wasserloeslichen Kondensationsprodukten Expired DE706199C (de)

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