DE705994C - Einrichtung zur Stroboskopischen Geschwindigkeits- und Schlupfmessung umlaufender Koerper - Google Patents

Einrichtung zur Stroboskopischen Geschwindigkeits- und Schlupfmessung umlaufender Koerper

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Publication number
DE705994C
DE705994C DES124933D DES0124933D DE705994C DE 705994 C DE705994 C DE 705994C DE S124933 D DES124933 D DE S124933D DE S0124933 D DES0124933 D DE S0124933D DE 705994 C DE705994 C DE 705994C
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DE
Germany
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slip
stroboscopic
speed
frequency
light
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Expired
Application number
DES124933D
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English (en)
Inventor
Fritz Reinhardt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Publication date
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Priority to DES124933D priority Critical patent/DE705994C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE705994C publication Critical patent/DE705994C/de
Expired legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/36Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light
    • G01P3/40Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light using stroboscopic means

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

  • Einrichtung zur stroboskopischen Geschwindigkeits- und Schlupfmessung umlaufender Körper Die Messung des Schlupfes bzw. der Drehzahl von umlaufenden Körpern, insbesondere der Läufer von Asynchronmotoren. erfolgt häufig nach der stroboskopischen Methode, weil diese mit einfachen Mitteln sehr genaue Ergebnisse ermöglicht. Es ist bekannt, zur Erzielung des stroboskopischen Effektes Glimmlampen als Lichtquellen zu benutzen, da diese bei Wechselstromspeisung wegen des nahezu völligen Fehlens von Wärmeträgheit ein stark pulsierendes Licht liefern. Ein Nachteil der stroboskopischen Methode besteht darin, daß sie bei größeren Schlupfwerten unbrauchbar ist, da das menschliche Auge dann nicht mehr imstande ist, der schnellen Drehung des scheinbar umlaufenden Lichtscheins zu folgen. Ein weiterer Nachteil der bekannten stroboskLop,ischen Meßmetho den besteht darin, daß eine Fernmessung nicht möglich ist.
  • Durch die Erfindung werden diese Nachteile dadurch beseitigt, daß der stroboskopische Effekt mittels lichtempfindlicher elektrischer Zellen in Stromimpulse umgewandelt wird, die einer Impulszähleinrichtung unter Zwischenschaltung von Siebmitteln, z. B.
  • Drosselspulen, zur Aussiebung der Netzfrequenz zugeführt werden, derart, daß auf die Impulszähleinrichtung nur die Schwebnngsfrequenz einwirkt. Die Siebmittel sind dabei von wesentlicher Bedeutung, und zwar deshalb, weil die lichtempfindliche Zelle nicht das Speichervermögen des menschlichen Auges für Lichteindrücke besitzt. Auf dieser Speicherfähigkeit beruht aber bei den bekannten stroboskopischen Meßeinrichtungen überhaupt das Zustandekommen des stroboskipischen Effektes, so daß man nicht schlechthin das Auge durch eine lichtempfindliche Zelle ersetzen kann. Erst die genannten Siebmittel gestatten es, die Schlupffrequenz als solche zu bestimmen.
  • Es ist zwar an sich bekannt, durch eine Lichtquelle über zwei bewegbare Lochscheiben lichtelektrische Zellen dann beleuchten zu lassen, wenn Abweichungen vom den gewollten Bewegungszuständen der Lochscheiben auftreten. Hierbei nehmen aber die Zellen im v;egensatz zum Erfindungsgegenstand nicht jedesmal eine größere, einen gemeinsamen Meßimpuls bildende Anzahl von Lichtimpulsen. sondern immer nur einzelne Lichtimpulse auf, die je für sich Stromstöße für ein Regelzwecken dienendes Schrittschalwerk erzeugen.
  • Durch dieses Bekannte wird somit das Wesen der Erfindung nicht berührt; denn das Wesen der Erfindung liegt darin, daß das bisher nur subjektiv aufnehmbare stroboskopische Spiel von schwenkbaren Licht- und Schattenbereichen der objektiven Ermittlung zugänglich gemacht ist.
  • Im folgenden soll die Erfindung näher an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert werden, dessen Schema in der Zeichnung dargestellt ist.
  • 1 bedeutet einen Asynchronmotor, dessen Schlupf bzw. Drehzahl auf stroboskipischem NVege gemessen werden soll. 2 bedeutet das Speisenetz, aus dem die Antriebsenergie für den Motor entnommen wird. An dem gleichen Netz liegt über einen Zwischentransformator 3 eine Glimmlampe 4: diese wird also mit Strom der gleichen Frequenz gespeist wie der .As-nchronmotor. Die Glimmlampe ist so bemessen, daß ihre Leuchtzeit nur einen Bruchteil jeder Periode dauert.
  • Gegenüber der Glimmlampe ist eine Photozelle 5 angeordnet welche von den Lichtstrahlen der Glimmlampe beeinflußt werden kann. In den Strahlenweg ist eine Blenden scheibe 6 eingeschaltet, welche unmittelbar mit der Drehzahl oder wenigstens proportional der Drehzahl des Motors I angetrieben wird. Die Scheibe 6 ist mit über den Umfang verteilten Öffnungen versehen, deren Anzahl der Polpaarzahl p des Asynchronmotors entspricht.
  • Nut wenn diese Öffnungen der Glimmlampe während ihres Aufleuchtens gegenüberstehen, ist eine Beeinflussung der Photozelle möglich. während dann. wenn die nichtullterbrochenen Teile der Blendenscheibe der Glimmlampe während des Aufleuchtens gegen. überstehen. kein Lichtstrahl an die Photozelle gelangt. Wird nuI1 der Asynchronmotor mit Schlupf betrieben, so werden Lichtimpulse auf die Photozelle übertragen. Die Zahl der unmittelbar aufeinanderfolgenden Impulse ist dabei umgekehrt proportional der Größe des Schlupfes des Motors 1. Durch die Photo zelle wird nun die Lichtwirkung der Einrichtung in elektrische Impulse umgewandelt.
  • Diese elektrischen Impulse werden sodann in einem Verstärker 11 verstärkt und durch ein weiteres Verstärkerrelais 7 zu Bündeln zusammengefaßt und einer Impulsmeßeinrichtung 8 zugleitet, welche die direkte Messung des Schlupfes gestattet. Diese Meßeinrichtung kann dabei aus einem Impulsgeber 9 sowie einem Schlupmeßgerät 10 bestehen. Zur niihercn Erläuterung der Virkungsweise sind iti Fig. 2 für verschiedelle Werte des Schlupfes die Impulse wiedergegeben, welche in der Photozelle durch den stroboskopischen Effekt hervorgerufen werden.
  • Die gehauft auftretenden Stromimpulse. die durch senkrechte Striche angedeutet sind, sind durch geeignete Mittel, wie Drosselspulen oder ein Verstärkerrelais 7, in einfache, gestrichelt angedeutete Wechselströme umgewandelt, deren Frequenz sodann gemessen wird.
  • In Einzelheiten kann die beschriebene An-Ordnung selbstverständlich abgeändert werden.
  • Bei kleinen Schlupfxverten besitzen die Ströme nur eine sehr geringe Frequenz. Gemäß der weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann die Schlupffrequenz da durch vergrößert werden, daß man jede einzelne Halbwelle der Netzfrequenz ansputzt, indem man die Glimmlampe über einen Zweiweggleichrichter speist. oder daß man eine zweite Glimmlampe und Photozelle anwendet) die an eine um 180' in der Spannung verschobene Spaltung angeschlossen ist. Diese zweite Glimmlampe leuchtet dann, wenn die zweite Halbwelle des Wechselstromes auftritt. Bei einer derartigen Anordnung ergibt sich die doppelte Impulszahl und damit doppelte Frequenz. Sinnge. mäß kann man bei Drehstrom mit drei um 120 versetzten phasenspannungen sechs Glimmlampen und Photozellen anwenden.
  • Hierdurch wird es ermöglicht, die kleinsten Schlupfwerte noch äußerst genau zu erfassen.
  • Unter Umständen ist sogar hei Zuhilfenahme eines natürlichen oder künstlichen Nullpunktes eine Verzwöl ffachung der Schlupffrequenz möglich.
  • Die Anordnung nach der Erfindung weist große Vorteile auf; sie ermöglicht es, sofortige Anzeigen des Augenblickswertes des Schlupfes oder der Geschwindigkeit zu machen, ohne daß dahei eine Zeitmessung erforderlich ist.
  • Weiter besteht ein Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten Einrichtung darin, daß sie eine Fernmessung des Schlupfes ermöglicht, denn nur die Photozelle und die Blendenscheibe müssen an der zu untersuchenden Maschine aufgestellt werden, während das Anzeigegerät an beliebiger Stelle verwendet werden kann. Weiter zeichnet sich die neue Einrichtung dadurch aus. clalj sie auch bei großen Schlupfwerten brauchbar ist, praktisch bis etwa 25%.
  • Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäß ausgebiLdeten Einrichtung besteht darin, daß sie für die verschiedensten Polpaarzahlen benutzt werden kann und bei großer Polpaarzahl p die gleiche Meßgenauigkeit ergibt.
  • Lediglich die Blendenscheibe muß in diesem Falle ausgewechselt werden.
  • Schließlich sei noch erwähnt, daß an Stelle einer Blendenscheibe selbstperständlich auch Spiegelkörper an der umlaufenden Welle vorgesehen werden können, welche die Lichtstrahlen reflektieren.
  • Mit dem gleichen Verfahren ist auch auf stroboskopischem Wege eine sehr genaue Drehzahlmessung an beliebigen umlaufenden Körpern möglich, wenn ein Drehstrom netz von genau gleichbleibender Frequenz zur Verfügung steht. (Alle großen Netze für Uhrenanschluß halten heute genau 50 Hi.) Dieses Netz speist die Glimmlampe so, daß sie ein oder zweimal in~jeder Netzperiode aufleuchtet.
  • Bringt man nun an einen beliebigen umlaufenden Körper, dessen Drehzahl zu messen ist, eine Blenden- oder Spiegelscheibe von p Blenden an, so wird von der A:lord;nung der Schlupf gegenüber der synchronen Dreh-
    zahl 500 bzw. 6ooo bei Ausnutzung von zwei
    zahl bzw. p
    Halbwellen) gemessen. Man kann praktisch
    Abweichungen bis zu etwa 25% von der synchronen Drehzahl nach oben und unten sehr genau messen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Einrichtung zur stroboskopischen Messung der Geschwindigkeit und des Schlupfes beliebiger umlaufender Körper unter Verwendung einer Glimmlampe zur Erzielung des strohoskopischen Effektes, dadurch gekennzeichnet, daß der stroho skopische Effekt mittels lichtempfindlicher elektrischer Zellen in Stromimpulse um gewandelt wird, die einer Impulszähleinrichtung unter Zwischenschaltung von Sieb mitteln, z. B. Drosselspulen, zur Aussiebung der Netzfrequenz zugeführt werden, derart, daß auf die Impulszähleinrichtung nur die Schwebungsfrequenz einwirkt.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß durch Speisung der Glimmlampe über in Zweiwegschaltung angeordnete Ventilzelien oder bzw. und Anwendung mehrerer gegebenenfalls an verschiedene Phasen angeschlossener Glimmlampen eine Erhöhung der Impulszahl und damit Steigerung der gegebenen Frequenz erzielt wird.
DES124933D 1936-11-14 1936-11-14 Einrichtung zur Stroboskopischen Geschwindigkeits- und Schlupfmessung umlaufender Koerper Expired DE705994C (de)

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DE (1) DE705994C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764187C (de) * 1941-10-28 1954-06-08 Hartmann & Braun Ag Drehzahlmesser, besonders fuer niedrige Drehzahlen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE764187C (de) * 1941-10-28 1954-06-08 Hartmann & Braun Ag Drehzahlmesser, besonders fuer niedrige Drehzahlen

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