DE705148C - Messvorrichtung fuer Schleif- und Werkzeugmaschinen - Google Patents
Messvorrichtung fuer Schleif- und WerkzeugmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Meßvorrichtung für Schleif- und Werkzeugmaschinen,
bei der ein Druckmittel, wie beispielsweise Druckluft, aus einem in seiner Größe
durch das bearbeitete Werkstück beeinflußten . Spalt austritt und eine an dieser Stelle eintretende
Änderung der Druckmittelströmung eine Höhenänderung des Flüssigkeitsspiegels in einem Manometerrohr zwecks Beeinflussung
elektrischer Kontaktvorrichtungen herbeiführt. Es ist bereits bekanntgeworden, die Ausflußmenge
eines durch eine Öffnung strömenden Druckmittels festzustellen und diese Feststellung
zur Ermittlung der Abmessungen von Körpern nutzbar zu machen.
Es ist auch eine Meßvorrichtung bekanntgeworden, bei der ein Druckmittel, beispielsweise
das von einer Druckschmierung kommende Öl, aus einem in seiner Größe veränderbaren
Spalt austritt und eine an dieser Stelle eintretende Änderung der Druckmittelströmung
einen Manometerausschlag herbeiführt, wobei das zu dem Auslaßspalt strömende Druckmittel durch einen verengten Kanal
hindurchfließt. Hierbei mündet aber die Manometerleitung in einem gewissen Abstand
von dem Auslaßende des verengten Kanals, so daß diese Vorrichtung immer mit positivem
Druck arbeitet.
Gemäß der Erfindung ist demgegenüber die 3"
Einrichtung so getroffen, daß das zu dem Auslaßspalt unter der Düse strömende Druckmittel
vorher durch einen verengten Kanal geleitet wird, dicht neben dessen Auslaßende
das eine Ende des Manometerrohres mündet, derart, daß bei weit geöffnetem Auslaßspalt in
dem Manometerrohr zunächst ein negativer Druck entsteht, der bei kleiner werdendem
Auslaßspalt allmählich abnimmt und schließlich ein positiver Druck wird, wenn der Auslaßspalt
bei Beendigung der Werkstückbearbeitung eine vorbestimmte Größe erreicht hat. Man erreicht hierdurch den Vorteil, daß bei
Benutzung eines Druckmittels von verhältnismäßig niedrigem Druck bereits bei sehr
kleinen Änderungen im Durchmesser des zu bearbeitenden Werkstückes die elektrische
Kontaktvorrichtung zum Ansprechen gebracht wird und die an der Maschine vorgesehenen
Einrichtungen in Wirkung gesetzt werden.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel erläutert.
Fig. ι ist eine Endansicht von demjenigen 'Feil der Vorrichtung, welcher die Glieder enthält,
die mit dem Werkstück zur Anlage kommen.
Fig. 2 zeigt in vergrößertem Maßstab die mit dem Werkstück zur Anlage gelangenden
Glieder der Vorrichtung.
ίο Fig. 3 ist eine Schnittansicht der Druckmitteldüse
und der Verbindungen mit der Meßvorrichtung.
Fig. 4 ist eine Ansicht eines Teiles der Rohrleitungen
und zeigt den Durchmesser im Schnitt. 10 bezeichnet einen Klotz, in dem zwei mit
dem zu bearbeitenden Werkstück 11 zur Anlage kommende verstellbare Teile, die aus
einer Schraube 12 und einem gebogenen Finger 13 bestehen, angebracht sind, deren Endteile
14 bzw. 15 mit dem Werkstück in Berührung gelangen. Die Schraube 12 kann in
eine mit Gewinde versehene Öffnung 17 eingesetzt werden, die in einem Winkel zu der
Stellung liegt, in der die Schraube in Fig. 2 dargestellt ist, und benutzt wird, wenn ein
Werkstück von kleinerem Durchmesser bearbeitet und gemessen wird, das beispielsweise
mit gestrichelten Linien durch den Kreis A in Fig. ι angedeutet ist. Eine Blattfeder 23
ist mittels einer Schraube 24 an dem Klotz 10 befestigt und trägt an ihrem freien Ende ein
Glied 25, das mit der Oberfläche des Werkstückes 11 zur Anlage kommen kann. Unmittelbar
unter der flachen Rückseite 26 des Gliedes 25 befindet sich eine Düse 27, welche fest
in den Klotz 10 eingesetzt ist. Ein Loch in der Düse 27 schließt an eine Bohrung 28 des
Klotzes an. Der Klotz 10 ist auf einem Zapfen 29 mittels einer Scheibe 30 und einer
Schraube 31 befestigt. Der Zapfen 29 hat eine
axiale Bohrung 32, die in eine radiale Bohrung 33 endigt, die ihrerseits an die Bohrung
28 des Klotzes 10 anschließt. Ein Schlauch
35 ist zur Zuleitung des Druckmittels an dem Ende des Zapfens angebracht. Der Zapfen 29
sitzt an dem Ende eines Schwenkarmes 36 und ist in letzterem frei drehbar. Der .Schwenkarm 36 ist verstellbar an dem Träger
38 befestigt, der seinerseits an dem Werkstücktisch der Bearbeitungsmaschine mittels
einer Schraube 47 befestigt ist. Der Schwenkarm 3(3 ist gegenüber dem Werkstück 11 einstellbar
und wird in der eingestellten Lage durch die Stiftschraube 37 gesichert. Die Oberseite des Schwenkarmes 36 trägt
einen Lappen 39, an dem eine Feder 40 angeschlossen ist, deren anderes Ende an einem
Ansatz 41 des Trägers 38 befestigt ist. Die Feder 40 hat den Zweck, die Anlagestellung
der Teile 14, 15 und 25 am Werkstück 11
stets aufrechtzuerhalten.
Wenn das Werkstück 11 bei seiner Bearbeitung
in seiner Stärke kleiner wird, so wird auch der Zwischenraum zwischen der Düse 27
und der Fläche 26 des Gliedes 25 in seiner Größe verringert. Dies verringert den aus der
Bohrung 28 austretenden Strahl des Druckmittels, wodurch eine Rückwirkung auf die Manometereinrichtung
erfolgt, die im folgenden beschrieben wird.
In der Leitung 48 für ein unter hohem Druck stehendes Druckmittel, wie beispielsweise
Druckluft, sind Druckverminderungsventile 49 und 50 eingesetzt, so daß das Druckmittel sich in der Leitung 51 unter
einem verhältnismäßig niedrigen Druck befindet.
Die Leitung 51 ist mit einem Klotz 52 verbunden, der die Bohrungen 53 und 54 aufweist.
Der Schlauch 35 ist an die Bohrung 54 angeschlossen, während das Rohrstück 55 Anschluß
an die Bohrung 53 hat. Das Druckmittel strömt aus der Leitung 51 durch einen
verengten Kanal 56 hindurch, der in einem Nippel 57 vorgesehen ist. Dieser Nippel liegt
mit seinem offenen Ende dicht neben der Kreuzung der Bohrungen 53 und 54. Ein Manometerrohr 58 ist teilweise mit einer geeigneten
Flüssigkeit 59, beispielsweise Quecksilber, gefüllt. Das Manometerrohr 58 ist vorzugsweise
U-förmig ausgebildet; der eine Schenkel desselben setzt sich in Gestalt eines umgekehrten JJ fort, dessen freier Schenkel
an das Rohrstück 55 mittels einer Verbindungsmuffe 60 angeschlossen ist. Um Schwankungen
der Flüssigkeit in dem U-Rohr zu begrenzen,
ist eine Verengung 61 in dem einen Schenkel des Rohres vorgesehen. Kontakte 62
und 63 befinden sich in dem oberen Ende des einen Schenkels des U-Rohres und sind an
einem Arm 64 angebracht, der an einem herabhängenden Rohrteil 65 sitzt. Letzterer
ist in einem Tragarm 66 befestigt, der auf einem Klotz 67 angebracht und senkrecht zu
diesem mittels einer Schraube 68 verstellbar ist. Eine Drehung der Schraube 68 verursacht
eine senkrechte Verstellung der Kontakte 62 und 63 zu oder von der Oberfläche des Quecksilbers in dem Manometerrohr. Ein
dritter Kontakt 69 sitzt zwischen den Kon- no takten 62 und 63 und wird von einem Stab 70
getragen, der fest an einem Halter 71 sitzt. Dieser Halter ist auf dem Tragarm 66 angebracht
und an diesem mittels einer Schraube senkrecht verstellbar. Eine Drehung der i>5
Schraube 72 dient dazu, den Kontakt 69 gegenüber dem Kontakt 63 zu verstellen. Der
Klotz 67 ist an irgendeinem feststehenden Teil der Maschine ortsfest angebracht. Die
Kontakte 62, 63 und 69 sind an geeignete 1*0
Drähte eines Stromkreises angeschlossen, welcher durch diese Kontakte gesteuert wird.
Wenn die Schleif- oder Werkzeugmaschine zu arbeiten anfängt, so befindet sich die Austrittsdüse
für das Druckmittel zunächst in einem verhältnismäßig großen Abstand von
der Fläche des zu schleifenden oder zu bearbeitenden Werkstückes. Das durch den verengten
Kanal 56 zu dieser Düse mit erhöhter Geschwindigkeit strömende Druckmittel verursacht
in dem Anschlußkanal 53, 55 eine
' ο Saugwirkung, so daß das in dem damit verbundenen
Schenkel des Manometerrohres befindliche Quecksilber angesaugt wird und demzufolge
die in demjenigen Schenkel des Manometerrohres, in welchem die Kontakte untergebracht
sind, vorhandene Quecksilbersäule sich in ihrer tiefsten Stellung befindet. Durch
das durch den verengten Kanal 56 hindurchströmende Druckmittel wird also auf das Manometerrohr
zunächst ein negativer Druck (Saugwirkung) ausgeübt.
Wenn der Arbeitsgang weiter fortschreitet und das abzuschleifende Arbeitsstück kleiner
wird, so nähert sich die Düse immer mehr der Oberfläche des Arbeitsstückes mit der Wir-
2S kung, daß das Volumen der aus dieser Düse
austretenden Druckluft allmählich kleiner wird. Das Quecksilber nimmt alsdann in beiden
Schenkeln des Manometerrohres annähernd dieselbe Höhenlage (Fig. 4) ein, da die Geschwindigkeit der an dem Anschlußkanal
53, 55 vorbeiströmenden Druckluft alsdann ebenfalls kleiner wird.
Ist das Arbeitsstück annähernd auf seine fertige Größe abgeschliffen, so befindet sich
die Austrittsdüse sehr nahe an der Oberfläche des Arbeitsstückes. Der auf den Manometerrohrschenkel
ausgeübte negative Druck wird nunmehr in einen positiven Druck umgewandelt mit der Wirkung, daß das Quecksilber in
dem mit den Kontakten versehenen Schenkel emporsteigt und die Kontakte in der erforderlichen
Weise schließt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Meßvorrichtung für Schleif- und Werkzeugmaschinen, bei der ein Druckmittel (Druckluft o. dgl.) aus einem in seiner Größe durch das bearbeitete Werkstück beeinflußten Spalt austritt und eine an dieser Stelle eintretende Änderung der Druckmittelströmung eine Höhenänderung des Flüssigkeitsspiegels in einem Manometerrohr zwecks Beeinflussung elektrischer Kontaktvorrichtungen herbeiführt, dadurch gekennzeichnet, daß das zu dem Auslaßspalt über der Düse (27) strömende Druckmittel vorher durch einen verengten Kanal (56) geleitet ist, dicht neben dessen Auslaßende das eine Ende (55) des Manometerrohres mündet, derart, daß bei weit geöffnetem Auslaßspalt in dem Manometerrohr ein negativer Druck entsteht, der bei kleiner werdendem Auslaßspalt allmählich abnimmt und schließlich ein positiver Druck wird, wenn der Auslaßspalt bei Beendigung der Werkstücksbearbeitung eine vorbestimmte Größe erreicht hat.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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