DE704407C - Arbeiterschutzkleidung - Google Patents

Arbeiterschutzkleidung

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DE704407C
DE704407C DEP78599D DEP0078599D DE704407C DE 704407 C DE704407 C DE 704407C DE P78599 D DEP78599 D DE P78599D DE P0078599 D DEP0078599 D DE P0078599D DE 704407 C DE704407 C DE 704407C
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Germany
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DEP78599D
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Inventor
Gerold Pfister
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41DOUTERWEAR; PROTECTIVE GARMENTS; ACCESSORIES
    • A41D13/00Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches
    • A41D13/002Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches with controlled internal environment
    • A41D13/0025Professional, industrial or sporting protective garments, e.g. surgeons' gowns or garments protecting against blows or punches with controlled internal environment by means of forced air circulation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Physical Education & Sports Medicine (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Professional, Industrial, Or Sporting Protective Garments (AREA)

Description

  • Arbeiterschutzkleidung Gegenstand der Erfindung ist eine Arbeiterschutzkleidung für Räume mit hoher Wärmestrahlung, z. B. Ziegeleiöfen.
  • In Ziegeleiöfen stellt das Ausräumen der gebrannten Ziegel sehr hohe Anforderungen an die Arbeiter, da Boden, Wände und die gebrannten Ziegel selbst, insbesondere-bei Anwendung von Schnellbrennverfahren in Ringöfen, sehr heiß sind, so daß in dem Arbeitsraum neben sehr viel Staub erhebliche Temperaturen vorhanden sind.
  • Da die Arbeiter beim Abnehmen der Ziegel sehr nahe an die gebrannten und hocherhitzten Stapel herangehen und beim Abnehmen. sich ständig mit dem Körper bücken und drehen müssen, macht sich die Strahlungswärme besonders unangenehm fühlbar. Die Anwendung von Asbestanzügen ist praktisch nicht möglich, weil sie die Bewegungsfähigkeit der Arbeiter sehr stark beeinträchtigt und die Dauer des Aufenthaltes der Arbeiter im Ofen sehr verkürzt. Es wurde auch schon versucht, den Arbeitsraum im Brennofen durch Absaugen der Warmluft und Einpressen von Frischluft abzukühlen bzw. kühler zu halten. Abgesehen von der hierbei hervorgerufenen Abkühlung des Ofens, die durch Neuaufheizung wieder ausgeglichen werden muß, hat sich gezeigt, daß die Strahlung der Wärme in Verbindung mit der Kammerbelüftung eine sehr rasche Verdunstung der Hautfeuchtigkeit bewirkt, aber eine Kühlhaltung `des Arbeiters nur ungenügend herbeiführte. Die außerordentlich schnelle Verdunsteng der Hautfeuchtigkeit führt außerdem zu einer schnelleren Ermattung des Arbeiters.
  • Bei allen Versuchen, das Arbeiten in den Ringöfen erträglicher zu machen, wurde übersehen, daß in erster Linie danach gestrebt werden muß, die Strahlungswärme des Ofeninneren von dem Körper des Arbeiters fernzuhalten.
  • Es sind zwar schon Schutzanzüge für verschiedene Zwecke vorgesehen worden, bei denen zwischen Körper und Innenseite der Kleidung Luft zugeführt wurde. Aber alle diese bekannten Einrichtungen gingen von dem Grundsatz aus, durch die zugeführte Luft den Schutzanzug aufzublasen und den Luft-Z> durch Ventile oder andere Regelorgane langsam entweichen zu lassen. Damit erhält die Luft innerhalb des Anzuges nur eine geringe Bewegung und erwärmt sich sehr schnell, so daß sie eine nennenswerte Kühlung des Körpers nicht herbeiführenkann. Hinzu kommt noch, daß durch das Aufblasen des Anzuges der Anzug sehr versteift und damit die Bewegungsfähigkeit des Arbeiters stark behindert wird.
  • Es sind auch schon Arbeiterschutzbekleidungen vorgeschlagen worden, die doppelwandig ausgeführt sind, wobei in den Hohlraum zum Aufblasen Luft eingeführt wurde, die aber dann gegen jeden Austritt gesichert war. Dieses Aufblasen geschah, um die Innenseite des Bekleidungsstückes mit Längsrippen zu versehen, welche auf dem Körper des Trägers senkrechte Kanäle bilden sollten, in denen die Außenluft infolge Eigenauftriebes hochsteigen konnte. Bei einer derartigen Schutzbekleidung diente die Luft bis zu einem gewissen Grade als Isoliermittel, während die eigentliche Kühlung und Abführung der Hautausdünstungen durch die in den Kanälen hochsteigende Luft erfolgen sollte. Das würde bei Anwendung in einem Ringofen dazu führen, daß die heiße Raumtemperatur zwischen Körper und Schutzkleidung hochsteigt und anstatt eine Kühlung eine Überhitzung des Körpers herbeiführt, so daß eine solche Schutzkleidung für den genannten Zweck unbrauchbar sein würde.
  • Um diese Mängel zu beseitigen und eine intensive Kühlung des Arbeiters herbeizuführen, ohne seine Bewegungsfähigkeit zu beeinträchtigen, wird die Arbeiterschutzkleidung an der Innenseite mit Abstandhaltern versehen, so daß ein zusammenhängender Luftraum freigehalten ist, dem durch Leitungen die Frischluft derart zugeführt wird, daß diese den Körper gleichmäßig umspült und ungedrosselt abströmen kann.
  • Infolge dieser Anordnung kann die Schutzkleidung aus einem dünnen, leichten Stoff hergestellt werden, der zweckmäßig, wie an sich ' bekannt, mit einer Metallfolie zum Abstrahlen der Strahlungswärme versehen ist und die Bewegungsfähigkeit des Arbeiters nicht beeinträchtigt.
  • Durch Verzweigung der Frischluftzuleitungen in den freien Raum zwischen Schutzkleidung und Körper ist es möglich, die besonders unter Hautausdünstungen leidenden Körperteile kräftiger zu kühlen, und da die Schutzkleidung an ihren Enden den Luftaustritt nicht drosselt, kann die frische Luft sowohl unten und oben als auch an den Händen ungehindert ausströmen, so daß insbesondere der Kopf und die Hände durch die austretende Luft gekühlt- werden, ohne daß diese Teile von der Schutzumhüllung bedeckt zu werden brauchen.
  • Auf der Zeichnung ist in Abb. i und 2 eine Vorder- und eine innere Rückenansicht einer solchen Arbeiterschutzkleidung dargestellt.
  • Die Kleidung wird in an sich bekannter Weise aus einem doppellagigen Stoff mit einer Zwischenlage aus Metallfolie hergestellt und besitzt zweckmäßig die Form eines Kittels mit einer Schürze a, die durch einen Gummizug b gegen die übliche Bekleidung gezogen wird.
  • Um ein enges Anliegen an dem Körper zu vermeiden, sind an der Schulter und anderen Stellen Abstandhalter d z. B. aus aufgenähten Korkplatten eingesetzt, so daß die innere Fläche des Kittels mindestens i bis 2 cm Abstand vom Körper hält und eine Frischluftzirkulation zwischen dem dichten Kittel und der Körperoberfläche gewährleistet ist.
  • Damit auch der Kopf gegen Strahlungswärme und Staub geschützt ist und der Arbeiter frische Luft einatmen kann, wird der Kittel durch eine Haube aus Acetyleellulose g, welche durch Metallfolie ausgekleidet ist, abgeschlossen. Die Haube erhält an Mund und Augen öffnungen h und kann durch Reißverschluß am Bund so weit geöffnet werden, äaß sie mit einem Handgriff zurückgeschlagen werden kann.
  • Um Körper und Kopf mit Frischkühlluft zu umspülen, wird in die Rückseite des Kittels eine Luftverteilungsleitung z. B. aus aufgenähten Lederstreifen eingefügt. In Abb.2 ist ein derartiges Verteilungssystem gezeigt. Durch einen abnehmbaren Schlauch e wird mittels Anschlußstücks die Luft durch den Kittel in den Luftraum f unter geringem überdruck eingeführt und von hier durch Verteilungsleitungen i gegen Kopf, Arme, Brust und Beine verteilt. Die Pfeile in der Zeichnung geben als Beispiel die Austrittsstelle für die Luft wieder. Die eingeführte Frischluft kann nach unten, aber auch durch die Öffnungen h der Kopfhaube entweichen, so daß kein nennenswerter Überdruck zwischen Kleidung und Körper entsteht.

Claims (1)

  1. .PATRNTANSPRUCH: Arbeiterschützkleidung für 'Räume mit hoher Wärmestrahlung, z. $. Ziegeleiöfen, bei der zwischen Körper und Innenseite der Kleidung Luft zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenseite der Kleidung durch Abstandhalter (d) ein zusammenhängender Luftraum freigehalten ist, dem durch Leitungen (i) die Frischluft derart zugeführt wird, daßa diese den Körper gleichmäßig umspült und ungedrosselt abströmen kann.
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