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Stahlrohrmöbelgestell, insbesondere für drei- und vierbeinige Hocker
oder Stühle Die Erfindung bezieht sich auf Stahlrohrmöbelgestelle, insbesondere
auf solche für drei- und vierbeinige Hocker oder Stühle, wobei zur Erzielung der
notwendigen Festigkeit der Gestelle die Beine in ihrem unteren Teil durch eine Stahlrohrverstrebung
miteinander verbunden sind, die gebildet wird durch strahlenförmig von einem gemeinsamen
Vereinigungspunkt ausgehende, zu den einzelnen Beinen führende Stahlrohre. Außer
der !erwähnten unteren Stahlrohrverstrebung wurde bisher häufig auch eine die Beine
an ihrem oberen Ende verbindende Verstrebung aus Flacheisen angeordnet.
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Bei einer derartigen festen, unlösbaren Vereinigung aller Teile des
Untergestelles zu einem geschlossenen Ganzen wirken die Möbel bei ihrem Versand
trotz ihres geringen Gewichtes in hohem Grade sperrig; insbesondere ist ihre Ausfuhr
nach Übersee infolge der durch den großen Raumbedarf bedingten hohen Frachtkosten
so gut wie unmöglich.
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Bei den bisher weiterhin bekanntgewordenem Stahlrohrgestellen für
Sitzmöbel, die aus mehreren Teilen so zusammengesetzt sind, daß sie auseinandergenommen
werden können, geschieht die Vereinigung der einzelnen Teile miteinander häufig
auf eine Weise, die die Festigkeit des zusammengesetzten Möbels stark beeinträchtigt.
In anderen Fällen ist eine Trennung in eine so große Anzahl von Einzelteilen und
Verbindungsmitteln, wie Laschen, Schrauben u. dgl., vorgenommen worden, daß sich
das Zusammensetzen sehr verwickelt gestaltet und daher auf einwandfreie Weise von
ungeübten Personen nicht vorgenommen werden kann.
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Gemäß der Erfindung ist das Stählrohrgestell aus einer geringen Anzahl
von Teilen zusammengesetzt, die mit wenigen Handgriffen
auseinandergenommen
und von der Sitzplatte gelöst werden können. Ebenso einfach gestaltet sich auch
das Zusammensetzen des Gestelles und seine Vereinigung mit der Sitzplatte. Der Versand
der Möbel kann daher iit auseinandergenommenem Zustand bei gering, stein Raumbedarf
erfolgen. Das Zusammensetzen am Bestimmungsort kann auch von ungeübten Personen
in wenigen Minuten ohne Schwierigkeit vorgenommen werden. Vor allem ist aber gleichzeitig
durch die Art der Verbindung der lösbaren Teile volle Gewähr gegeben, dar die Festigkeit
des zusammengesetzten gebrauchsfertigen Möbels keine Beeinträchtigung erfährt.
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Erfindungsgemäß ist die die Beine des Stahlrohrmöbels in deren unterem
Teil verbindende, von einem Vereinigungspunkt ausgehende und nach allen Beinen sich
erstreckende Stahlrohrverstrebung derart ausgebildet, daß zwei dieser Verstrebungsarme
aus
einem Stück bestehen oder in ihrem Vereinigungspunkt unlösbar miteinander
verbunden sind; während bei dreibeinigem Möbel der dritte Verstrebungsarm und bei
vierbeinigem Möbel zwei diagonal gegenüberliegende Verstrebungsarme im Vereinigungspunkt,
beispielsweise durch Ineinanderstecken, lösbar sind. Gleichzeitig sind die ebenfalls
c-on einem gemeinsamen Vereinigungspunkt ausgehenden, das obere Ende aller Beine
miteinander verbindenden Flacheisenverstrebungen an ihrem Vereinigungspunkt in Übereinstimmung
mit den Armen der unteren Stahlrohrverstrebungen teils unlösbar, etwa durch Verschweihen,
teils lösbar, z. B. durch Verschrauben, miteinander verbunden.
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In der Zeichnung- sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfi ndungsl;egenstandes
dargestellt. Es zeigen Abb. i einen dreiheini-en Hocker in Seitenansieht, Abb.2
die Draufsicht auf den Hocker der Abb. i hei abgenommener Sitzplatte, Abb.3 einen
waagerechten Schnitt durch den Hocker der Abb. i nach der Linie a-b dieser Abbildung
mit Draufsicht auf die untere Stahlrohrverstrebung, Abb. .4 einen dreibeinigen Stuhl
mit Rückenlehne in Seitenansicht, Abb. 5 die Draufsicht auf die Vereinigungsstelle
der oberen Flacheisenverstrebung bei einem vierbeinigen Stahlrohrmöbel und Abb.
6 einen an gleicher Stelle wie nach der Linie a-b der Abb. i geführten waagerechten
Schnitt durch ein vierbeiniges Stahlrohrmöhel mit Draufsicht auf die untere Stählrohrverstrebung.
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Der in den Abb. i bis 3 dargestellte Hocker hat drei in der üblichen
Weise nach innen gebogene Beine r, 2 und 3. Im Bereich des unteren. senkrechten
Teils der drei Beine ist eine aus Stahlrohr bestehende Verstrebung angeordnet (Abb.3).
Sie wird gebildet aus *drei Armen 4, 5 und 6, die von dem gemeinsamen Vereinigungspunkt
7 ausgehen und sich nach den drei Beinen i. 2 und 3 hin erstrecken, mit denen sie
durch Verschweißen o. dgl. unlösbar verbunden sind. Im Vereinigungspunkt 7 dagegen
sind erfindungsgemäß nur die beiden zu den Beinen 2 arid 3 führenden Verstrebungsarme
urilösbar miteinander verbunden, was am vorteilhaftesten durch Herstellung beider
Arme aus eurem durchgehenden, entsprechend gebogenen Stahlrohr erreicht wird. Der
zum Bein i führende dritte Verstrebungsarm 4 ist beim Vereinigungspunkt 7 mit den
beiden anderen Armen 5 und 6 lösbar verbunden, z. B. dadurch, daß beim Vereinigungspunkt
7 der beiden Verstrebungsarme 5 und 6 durch Anschweißen o. dgl. ein Rohrstutzen
8 befestigt ist, dessen lichter Durchmesser dem äußeren Durchmesser des Verstrebungsarmes
.4 entspricht, so daß das freie Ende des Armes 4 passend in den Rohrstutzen 8 eingesteckt
werden kann.
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Bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist weiterhin eine die drei
Beine i; 2 und 3 unmittelbar an ihrem oberen Ende verbindende Flacheisenverstrebung
vorgesehen. Sie besteht ebenfalls aus drei von einem gemeinsamen Vereinigungspunkt
9 ausgehenden und nach den oberen Enden der drei Beine sich erstreckenden Armen
i o, i i und 12 (Abb. 2). Mit den oberen Beinenden sind die drei Arme dieser Flacheisenverstrebung
durch Verschweißen oder auf andere Weise fest verbunden. Beim Vereinigungspunkt
9 dagegen sind in übereinstimmung mit der unteren Stahlrohrverstrebung nur die zu
den Beinen 2 und 3 führenden Arme i i und 12 der Flacheisenverstrebung durch Verschweißen
oder sonstwie unlösbar miteinander verbunden, während die Verbindung des dritten,
zum Bein i führenden Verstrebungsarmes i o mit den beiden anderbn Armen beim Vereinigungspunkt
g eine lösbare ist. Im Beispiel der Zeichnung ist zu diesem Zweck beim Vereinigungspunkt
der beiden Arme i i und 12 eine kurze Lasche 13 vorgesehen, mit der das freie Ende
des Armes io durch eine Schraube 14 verbunden ist. Auf den Armen i o, i i und 12
der Flacheisenverstrebung ist die Sitzplatte 15 mittels der Schrauben 16 befestigt.
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Es ist ersichtlich, daß nach Lösen der Schrauben 14. und 16 und Herausziehen
des Rohruerstrebungsarmes .4 aus dem Rohrstutzen 8 der Hocker in drei Teile zerlegt
ist, die bestehen i. aus der Sitzplatte 15, 2. aus den beiden Beinen 2 und 3 und
den fest damit verbundenen Rohr- bmv. Flacheisenverstrebungsarmen
5,
6 und 11, 12, 3. aus dem Bein i und je einem fest damit verbundenen Rohr- und Flächeisenverstrebungsarm
q. bzw. i o. Gleichermaßen ist auch der Zusammenbau des Hockers auf einfachste Weise
durch Einstecken des Rohrverstrebungsarmes .l in den Rohrstutzen 8 und Befestigen
der Schrauben 1¢ und 16 zu bewerkstelligen.
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Die Abb. q. bss 6 sollen dartun, daß sich der grundlegende Erfindungsgedanke
bei Stahlrohrmöbeln der verschiedensten Art verwirklichen läßt.
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In Abb. q. ist ein ebenfalls- dreibeiniger Stahlrohrstuhl mit Rückenlehne
in Seitenansicht dargestellt. Die Ausführung sowohl der unteren Stahlrohrverstrebung
wie auch der oberen Flacheisenverstrebung ist dabei dieselbe wie bei dem Hocker
der Abb. i bis 3. Ein Unterschied zwischen beiden besteht lediglich darin, daß bei
dem Stuhl der Abb. q. der Arm q. der unteren Stahlrohrverstrebung und der Arm io
der oberen Flacheisenverstrebung etwas länger bemessen sind, um mit Rücksicht auf
die beim Anlehnen an die Rückenlehne 1 7 unter Umständen auftretende @einseitige
Belastung eine bessere Standfestigkeit gegen Kippen zu erzielen.
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Die Abb.5 und 6 beziehen sich auf einen vierbeinigen Stahlrohrstuhl
oder bei @entspre.-chender Bemessung auch auf einen Tisch. Die Abb.6 zeigt einen
dicht oberhalb der unteren Verstrebung geführten waagerechten Schnitt durch das
Stahlrohrgestell dieses vierbeinigen Möbels. Zu dessen vier Beinen 18, i9, 20 und
21 führen von dein Vereinigungs.-punlz:t 22 aus die mit den Beinen fest verbundenen
Arme 23, 2q., 25 und 26 der Stahlrohrverstrebung. Vorteilhaft werden zwei diagonal
einander gegenüberliegende Beine 18 und 2o durch ein gerade durchgeführtes, die
beiden Arme 23 und 25 bildendes Stahlrohr verstrebt, während mit dessen Mitte, d.
h. mit dem Vereinigungspunkt 22, die beiden anderen Arme 24. und 26 der Stahlrohrverstrebung
lösbar verbunden sind. Zu diesem Zweck sind im Mittelpunkt der Arme 23, 25 an diesen
zwei einander gegenüberliegende Rohrstutzen 27 und 28 vorgesehen, in welche die
Enden der beiden anderen Verstrebungsarme 2:1 und i6, die zu den Beinen 19 und 21
führen, eingesteckt werden können.
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Abb. 5 zeigt den Vereinigungspunkt 29 der bei diesem Ausführungsbeispiel
ebenfalls vorgesehenen, durch vier Arme 30, 31, 32 und 33 gebildeten Flacheisenverstrebung
am oberen Ende der Beine. Auch hier bestehen in übereinstimmung mit der unteren
Stahlrohrverstrebung die beiden Arme 30 und 32 als Verbindung der beiden
Beine 18 und 2o aus deinem durchgehenden Flacheisenstück, und mit dessen Mitte sind
die beiden anderen Arme 31 und 33 durch Schrauben lösbar verbunden.