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Abstützung aufrecht stehender Beine von Möbeln, wie Tische,
Stühle und von Gestellen aller Art
Die Erfindung betrifft eine Abstützung der aufrecht stehenden Beine von Möbeln, wie Tische, Stühle, und von Gestellen aller Art, welche Beine vorzugsweise aus Stahlrohr gebildet sind und am oberen Ende einen Flansch zu seiner Befestigung an der Unterseite einer Tischplatte, eines Sitzes oder einer Gestell- platte aufweisen. Bisher war es notwendig, zur Erhöhung der Stabilität des betreffenden Möbels die Beine i durch mehrere als Ersatz für eine Zarge dienende Verbindungsstreben miteinander rahmenartig zu verbin- den.
Abgesehen davon, dass solche Verbindungsstreben den äusseren Eindruck gerade bei Metallbeine ver- wendenden Möbeln sehr beeinträchtigen, sind diese Verstrebungen nur selten wirklich ausreichend für die
Herstellung einer genügenden Stabilität. Durch diese Verstrebungen wird auch das Möbelstück schwerer und seine Herstellung komplizierter.
Um nun diesem Übelstand abzuhelfen wird eine neuartige Beinabstützung geschaffen, die gemäss der
Erfindung aus einer mindestens zwei in einem spitzen, vorteilhaft einen Winkel von 900 unterschreitenden
Winkel einschliessende Schenkeln aufweisende Gabel besteht, welche einen von ihrem Winkelscheitel abstehenden Zapfen mit hakenförmig gekrümmtem Ende besitzt, der in eine im Abstand unter der Tisch- platte od. dgl. in der Rohrwandung vorgesehene Bohrung einführbar ist, sich in seiner Eingriffslage im
Rohrhohlraum an zwei einander gegenüberliegenden, jedoch in Richtung der Rohrachse zueinander ver- setzten Stellen an der Rohrwandung hebelartig abstützt und dadurch das Bein nach allen Richtungen mit
Hilfe der beiden an der Platte od. dgl.
unterseitig festzuschraubenden Gabelschenkelenden standfest hält, wobei jeder der beiden Gabelschenkel, die Tischplatte od. dgl. und der Teil des Profilbeines, der zwi- schen dem Beinflansch und der Bohrung im Stahlrohr liegt, ein Dreieck einschliessen, das die Versteifung der Beinabstiltzung erhöht. Ein derart abgestütztes Bein hat eine ausserordentliche Standfestigkeit und verleiht dem Möbelstück eine grosse Stabilität.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Abstützung für Profilbeine aus Stahlrohr od. dgl. in einer beispielsweisen Ausführungsform in den Fig. 1 - 3 veranschaulicht, wobei in Fig. 1 ein Teilstück eines aus einem Stahlrohr hergestellten Tischbeines mit einem Hakenende der Abstützung im teilweisen Schnitt und in den Fig. 2 und 3 ein mit einem abgestützen Bein versehenes Tischeck im Aufriss und in Drunter- sicht dargestellt sind.
Das aus einem Stück Stahlrohr in bekannter Weise hergestellte Bein 1 hat an seinem oberen Ende einen Flansch 2 mit mehreren Löchern für Befestigungsschrauben, mittels welcher das Bein in aufrechter
Lage an der Unterfläche einer Tischplatte, eines Pultes, an Fachbrettern eines Gestelles oder an Stuhl- sitzen befestigbar ist. Dieses Stahlrohr hat in einem Abstand a vom Flansch 2 eine Bohrung 3 an einer
Stelle, die in der Richtung einer in die Tischplattenecke weisenden Diagonale des viereckigen Flansches
2 liegt. Zur Abstützung wird eine zweischenkelige Gabel 4 benützt, deren Schenkel einen spitzen Win- kel von weniger als 900 einschliessen. Die Schenkelenden sind flach und breit ausgeschmiedet und be- sitzen ein oder zwei Löcher zur Aufnahme von Befestigungsschrauben 5.
Im Scheitel des Gabelwinkels besitzt die Gabel einen von ihr abstehenden Zapfen 6 mit einem hakenförmig gebogenen Ende 7. Wie die
Fig. 1 zeigt, wird dieses hakenförmige Ende durch die Bohrung 3 in das Stahlrohr 1 eingeführt und soweit verdreht, dass der Hakenteil 7 sich mit seinem Ende in einem Abstand b von der Bohrung 3 entfernt an der
Rohrinnenfläche an der mit 8 bezeichneten Stelle abstützt und mit seinem Krümmungsscheitel an einer der. Bohrung 3 gegenüberliegenden Stelle 9 der Rohrinnenfläche anliegt.
In der in Fig. 1 dargestellten
Lage der Gabel 4 stützt sich der Haken 7 an zwei einander gegenüberliegenden, jedoch in Richtung der
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Rohrachse zueinander versetzten Stellen 8, 9 im Stahlrohr 1 ab und hält dadurch die Gabel 4 mit ihren beiden Schenkelenden in schwebender Lage in einem Abstand von der Unterseite der Tischplatte 10 od. dgl. fest. Die Gabelenden werden hierauf mit Vorspannung auf die Tischplatte 10 niedergedrückt und auf dieser mittels der Schrauben 5 festgelegt. Die Fig. 2 zeigt dabei, dass die Tischplatte 10, der Gabeli schenkel 4 und der Teil a des Tischbeines, welcher zwischen der Bohrung 3 und dem Flansch 2 liegt, ein Dreieck einschliessen, das zur Versteifung der Abstützung wesentlich beiträgt.
Die Fig. 3 zeigt dagegen, dass die Gabelschenkel an vom Rand der Platte 10 abgelegenen Stellen an dieser befestigt sind, trotzdem aber das Bein nach allen Richtungen stabil halten.
Ein weiterer Vorteil der Konstruktion liegt darin, dass die Beine unabhängig von ihrer Abstützung verpackt und versandbereit gemacht werden können, so dass sie kein sperriges Gut darstellen. Ihre Verbindung mit der Platte und der Abstützung erfolgt dann an Ort und Stelle, wo das Möbel aufgestellt und gebraucht werden soll. Die erfindungsgemässe Abstützung kann für Beine aus Metallrohren aller Art und nicht nur aus Stahlrohren Verwendung finden.
Diese Abstützung kann auch für solche Beine Anwendung finden, welche zur Vertikalen leicht geneigt sind.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Abstützung aufrecht stehender Beine von Möbeln, wie Tische, Stühle und von Gestellen aller Art, welche Beine vorzugsweise aus Stahlrohr gebildet und am oberen Ende mit einem Flansch an der Unterfläche einer Platte zu befestigen sind, gekennzeichnet durch eine mindestens zwei in einem spitzen, vorteilhaft einen Winkel von 90 unterschreitenden Winkel einschliessende Schenkel aufweisende Gabel (4), welche einen von ihrem Winkelscheitel abstehenden Zapfen (6) mit hakenförmig gekrümmten Ende (7) besitzt, der in eine im Abstand (a) unter der Tischplatte (10) od. dgl.
in der Rohrwandung vorgesehene Bohrung (3) einführbar ist, sich in seiner Eingriffslage im Rohrhohlraum an zwei einander gegenüberliegenden, jedoch in Richtung der Rohrachse zueinander versetzten Stellen (8, 9) an der Rohrwandung hebel- artig abstützt und dadurch das Bein nach allen Richtungen mit Hilfe der beiden an der Platte (10) od. dgl. unterseitig festzuschraubenden Gabelschenkelenden standfest hält, wobei jeder der beiden Gabelschenkel (4), die Tischplatte od. dgl. und der Teil (a) des Beines (1), der zwischen dem Flansch (2) und der Bohrung (3) im Stahlrohr (1) liegt, ein Dreieck einschliessen, das die Versteifung der Beinabstützung erhöht.