DE701775C - Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben - Google Patents

Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben

Info

Publication number
DE701775C
DE701775C DE1938O0023855 DEO0023855D DE701775C DE 701775 C DE701775 C DE 701775C DE 1938O0023855 DE1938O0023855 DE 1938O0023855 DE O0023855 D DEO0023855 D DE O0023855D DE 701775 C DE701775 C DE 701775C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sieve
paint
sifting
color
impurities
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1938O0023855
Other languages
English (en)
Inventor
Erich Schefe
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
DRUCKEREI H OSTERWALD
Original Assignee
DRUCKEREI H OSTERWALD
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by DRUCKEREI H OSTERWALD filed Critical DRUCKEREI H OSTERWALD
Priority to DE1938O0023855 priority Critical patent/DE701775C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE701775C publication Critical patent/DE701775C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F31/00Inking arrangements or devices
    • B41F31/02Ducts, containers, supply or metering devices

Landscapes

  • Rotary Presses (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben in ununterbrochenem Arbeitsgang während des Auflagedruckes.
  • Es ist bekannt, daß beim Tiefdruck bei längerem Verweilen der Tiefdruckfarbe im Farbbecken der Maschine die Farbe für den Druck ungeeignet wird. Durch Staub aus den Arbeitsräumen, insbesondere aber durch vom Papier in die Farbe gelangende Verunreinigungen wird die Farbe in ihrer Druckfähigkeit bei längerem Lauf der Auflage immer mehr beeinträchtigt, so daß der Druck mit der Zeit, wenn sich die erwähnten Verunreinigungen immer mehr anreichern, unsauber wird.
  • Um diesem Übelstand zu begegnen, hat es sich in der Praxis als notwendig herausgestellt, besonders wenn es sich um hochwertige Qualitätsarbeiten handelt, von Zeit zu Zeit die Farbe aus dem Farbbecken herauszunehmen und in bekannter Weise durch ein feines. Sieb durchzutreiben, um die erwähnten Verunreinigungen zu entfernen. Abgesehen davon, daß durch den Wechsel der Farbe im Farbtrog während der Arbeit Störungen im Fortgang der Druckarbeit auftreten, wird bei der Vornahme der Durchsiebung die Farbe auch bis zu einem gewissen Grade verändert, weil die Lösemittel zum Teil abdunsten und dadurch die Farbe in ihrer Konsistenz verändert wird. Wird die Farbe nach der Durchsiebung wieder in das Farbbecken eingefüllt, so muß zuerst durch genaue Wiederherstellung des ursprünglichen Flüssigkeitszustandes durch Zugabe von Verdünnungsmitteln die Farbe wieder in den Zustand versetzt werden, in dem sie sich bei der Entleerung aus dem Farbbecken befand.
  • Damit sind nicht nur Aufenthalte bei der Arbeit, sondern vor allen Dingen auch Fehldrucke.verbunden, weil insbesondere bei Qualitätsarbeiten und darunter insbesondere «#icder bei Arbeiten in Mehrfarbendruck Gr undbedingung für gutes Gelingen der Arbeit eine stets gleichmäßige Beschaffenheit der Farbe im Farbbecken ist.
  • Um diese Bedingung zu erfüllen, hat man, wie auch schon bekannt, Vorrichtungen angeordnet, durch welche die Farbe während des Druckes fortwährend umgepumpt wird und gleichzeitig automatisch die erforderliche Menge Verdünnungsmittel zugeführt wird, um die Konsistenz der Farbe auf regelmäßiger und gleichmäßiger Stufe zut erhalten.
  • Um nun die beschriebenen Störungen durch Herausnehmen der Farbe aus dem Farbbecken und zwischenzeitliche Reinigung durch Durchsieben zu vermeiden, hat man auch in den umlaufenden Farbstrom Siebe eingeschaltet, welche den Zweck haben, die vorbeschriebenen Verunreinigungen in der Druckfarbe während des Auflagedruckes autotnatisch zu entfernen.
  • Dabei aber hat sich ein netter Übelstand herausgestellt, der wiederum zu Störungen führt. Wenn nämlich. insbesondere durch die Beschaffenheit der verwendeten, zum Druck bestimmten Papiere, sich Verunreinigungen in der Farbe ansammeln, so tritt bei der notwendigen Wahl genügend feiner Siebe sehr bald ein Zustand ein, daß die Verunreinigungen einen feinen Schlamm auf der Siebfläche bilden, der bald zur Verstopfung der Siebe führt, so daß ein störungsfreier Fortgang der Arbeit nicht mehr möglich ist.
  • Die verwendeten Siebe sind so eingerichtet, daß auf der horizontal liegenden Siebfläche «eiche Bürsten bewegt «-erden, die die Verunreinigungen und den damit gebildeten Schlamm beseitigen sollen. Wie aber schon erwähnt, tritt leicht ein Zustand ein, daß die Schlammteile sich so angereichert haben, daf; die Farbe nicht mehr oder nicht mehr in genügendem :Maße durch die Siebfläche hindurchgehen kann, so daß ein genügender Zustrotit der umgepumpten Farbe nicht mehr gesichert ist.
  • Weiterhin ist bei einer der bekannten Ausführungen in den Farbstrom ein Sieb eingeschaltet, das in einer ganz geringen Neigung gegen die Horizontale angeordnet ist. Aber selbst diese geringe Neigung des Siebes ist nicht in der Lage, die geschilderten Übelstände zu beseitigen; denn nach kurzer Zeit wird sich in keilförmiger Lage und horizontaler Oberfläche ein Filz von Papierfasern und sonstigen Verunreinigungen auf dem Sieb bilden, so daß ein weiteres Durchlaufen der Tiefdruckfarbe wie in allen anderen bisher bekannten Konstruktionen unmöglich ist.
  • Schließlich sind auch Einrichtungen bekannt, die dazu dienen, große Massen von i Abwässern mittels baggerartiger Einrichtungen @'Olt ihren groben Verunreinigungen zu befreien.
  • Es finden hierbei zwar verhältnismäßig steil stehende Siebe Verwendung; die bekannten Einrichtungen sind jedoch zum Durchsieben von Tiefdruckfarben bzw. zur Reinigung der hierzu dienenden Siebe weder beabsichtigt noch geeignet.
  • Die vorher erwähnten Störungen für den regelmäßigen Fortgang der Tiefdruckarbeit werden durch die Erfindung behoben.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die Siebfläche in an sich bekannter Weise in einem möglichst steilen Winkel zur Horizontalen, im Grenzfalle also in einem Winkel von 9o° gegen die Horizontale angeordnet ist und durch ebenfalls an sich bekannte Abstreichvorrichtungen, z. B. selbsttätig hin und her bewegte Bürsten, unter gleichzeitiger Bespü-Iung der Siebfläche durch das die verdunstete Farbe ersetzende Verdünnungsmittel von in die Farbe hineingelangten Verunreinigungen rein gehalten wird.
  • Der Arbeitsvorgang ist dabei folgender: Die aus dem Farbbecken in die Siebvorrichtung eingepumpte Farbe wird durch das zweckmäßig vertikal gestellte Sieb durch weiche Bürstvorrichtungen oder ähnlich wirkende Einrichtungen hindurchgetrieben. Zweckmäßig wird das in ununterbrochen feinem Strom zugeleitete Verdünnungsmittel auf die vertikal stehende Siebfläche geleitet, wodurch eine dauernde Abspülung der Siebfläche stattfindet.
  • Die Bewegung der Abstreichvorrichtung (weiche Bürste oder ähnlich wirkende Einrichtung) kann in verschiedenartiger Weise gestaltet werden, z. B. durch Hinundherbewegung der vertikal oder schräg gestellten Bürsten oder durch Rotation der auf einer Horizontalachse angeordneten, mit leichtem Druck an die vertikale Siebfläche angepreßten Abstreichvorrichtung oder durch pendelnde Bewegung der Abstreichvorrichtung, die etwa in der bekannten Art von Scheibenwischern an Kraftfahrzeugen bewirkt wird, oder durch jede andere zweckentsprechend eingerichtete Bewegungstätigkeit der Abstreichvorrichtung.
  • Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, dem vertikalen Sieb eine geschlossene HohlzylindeTform zu geben, innerhalb deren sich eine langsam rotierende Weichbürste an die innere Siebzylinderwand gleichmäßig anlegt und auf diese Weise eine ununterbrochene gleichmäßige Reinigung des Siebes von hineingelangten feinen Verunreinigungen aus der Tiefdruckfarbe bewirkt wird.
  • In der geschilderten Art wird es vermieden, daß das zur Reinigung der Farbe bestimmte Sieb sich durch Anreicherung von abgelagertem Schlamm 'verstopft und dadurch umwirksam wird. Bei der Arbeit in der Praxis hat es sich wiederholt herausgestellt, daß insbesondere bei Verw .endurig von Papieren minderer Beschaffenheit, die besonders stark mit Füllmitteln beladen sind; nach verhältnismäßig kurzer Zeit die Siebe mit einem regelrechten Filz von Verunreinigungen verstopft waren, der sich selbst durch die Bürstvorrichtung nicht mehr entfernen ließ.
  • Durch die vertikale Richtung des Siebes und die gleichzeitig durch das Verdünnungsmittel bewirkte Abspülung des Siebes wird dieses fortwährend rein gehalten, so daß es für die Farbe in genügendem Maße durchlässig bleibt.
  • Auf diese Weise wird es ermöglicht, während einer ganzen Arbeitsschicht die Farbe ununterbrochen im Druckwerk umlaufen zu lassen, ohne daß es erforderlich ist, einen Wechsel vorzunehmen und dadurch Störungen im Fortgang der Arbeit und insbesondere Veränderungen in der erforderlichen gleichmäßigen Konsistenz der Farbe herbeizuführen.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Hierbei ist der Behälter zur Aufnahme der Farbe mit a, die Bürste, welche das Sieb reinigt, mit b und das Sieb mit d bezeichnet. Mit c ist das feine Haarsieb bezeichnet, während das dahinterliegende grobe Maschensieb im Schnitt mit d angedeutet ist. Der Antrieb der Bürste b erfolgt durch das Gestänge e, während das Rückpumpwerk unter f ,erkenntlich ist. Der Zufluß des Lösemittels, welches gleichzeitig das Sieb abspült, wird im Schnitt unter g angedeutet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben in ununterbrochenem Arbeitsgang während des Auflagedruckes, dadurch gekennzeichnet, daß die Siebfläche (c) in an sich bekannter Weise in einem möglichst steilen Winkel zur Horizontalen, also im Grenzfalle in einem Winkel von 9o° gegen die Horizontale angeordnet ist und durch ebenfalls an sich bekannte Abstreichvorrichtungen, z. B. selbsttätig hin und her bewegte Bürsten (b), unter gleichzeitiger Bespülung der Siebfläche (c) durch das die verdunstete Farbe !ersetzende Verdünnungsmittel von in die Farbe hineingelangten Verunreinigungen rein gehalten wird.
DE1938O0023855 1938-10-21 1938-10-21 Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben Expired DE701775C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938O0023855 DE701775C (de) 1938-10-21 1938-10-21 Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE1938O0023855 DE701775C (de) 1938-10-21 1938-10-21 Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE701775C true DE701775C (de) 1941-01-23

Family

ID=7356063

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1938O0023855 Expired DE701775C (de) 1938-10-21 1938-10-21 Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE701775C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69835963T2 (de) Drehscheibenfilter
DE1239584B (de) Vibrationsnassschleifmaschine
DE2611262C3 (de) Vorrichtung zur Zu- und Ableitung von Druckfarbe und einer Waschflüssigkeit zum bzw. vom Farbwerk einer Flexodruckmaschine
DE2435848A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur sauberhaltung eines honsteins beim betrieb einer honmaschine
DE1229547B (de) Einrichtung zum Reinigen des in einem Loesungsmittel umlaufenden Wischzylinders einer Stahlstichdruckmaschine
DE701775C (de) Vorrichtung zum Durchsieben von Tiefdruckfarben
DE1610244B1 (de) Vorrichtung zur inneren und aeusseren Reinigung eines rohrfoermigen Gegenstandes
DE3025270A1 (de) Vorrichtung zur reinigung und wiederaufbereitung von papierpulpe oder papierbrei
DE1761854A1 (de) Vorrichtung zum Herstellen von Flaechengebilden
AT51975B (de) Rakelvorrichtung für Tiefdruckrotationsmaschinen.
DE233430C (de)
DE606828C (de) Schuettelsortierer mit mehreren uebereinander angeordneten Sieben fuer Papierstoff o. dgl.
DE1303735C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen klassierung, filtrierung oder fraktionierung von suspensionen oder feststoffbeladenen gasen unter druck und hierzu dienende vorrichtung
DE144033C (de)
WO2014079987A1 (de) Fallschachtanordnung, vorrichtung und verfahren zum reinigen eines fallschachts, insbesondere in einer vorrichtung zur beleimung von partikeln
DE1141619B (de) Schneckenpresse zum Sieben von schweren Fluessigkeiten, insbesondere angeruehrten Farben
DE322935C (de) Vorrichtung zur mechanischen Abwaesserreinigung, bestehend aus einer Trommel und in diese einschiebbaren Schaufeln
AT339340B (de) Vorrichtung zum abscheiden von feststoffen aus flussigkeit
DE560773C (de) Siebvorrichtung
DE738313C (de) Sichter fuer Faserstoffaufschwemmungen, insbesondere Zellstoff
DE1249060C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum kontinuierlichen Naßsieben von in Suspension befindlinchen Pigmenten
DE519396C (de) Reibvorrichtung fuer Farben, Emaillen, Tinten und aehnliche Stoffe
DE9200060U1 (de) Vorrichtung zum Ausfiltern von Trüb- und/oder sonstigen Feststoffen aus Flüssigkeiten
DE324242C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Waschen von Ganzzeug, insbesondere zum Entfernen der geloesten Druckerschwaerze aus demselben
DE709090C (de) Spaltfilter zum Filtrieren von viscosen oder hochviscosen Fluessigkeiten