DE701124C - Einrichtung zum Messen der Geschwindigkeit sich in einer Ebene bewegender Koerper, z. B. der Anfangsgeschwindigkeit von Geschossen - Google Patents

Einrichtung zum Messen der Geschwindigkeit sich in einer Ebene bewegender Koerper, z. B. der Anfangsgeschwindigkeit von Geschossen

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DE701124C
DE701124C DE1932G0084292 DEG0084292D DE701124C DE 701124 C DE701124 C DE 701124C DE 1932G0084292 DE1932G0084292 DE 1932G0084292 DE G0084292 D DEG0084292 D DE G0084292D DE 701124 C DE701124 C DE 701124C
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projectile
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DE1932G0084292
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Bruno Glueer
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Siemens APP und Maschinen GmbH
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Siemens APP und Maschinen GmbH
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/36Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light
    • G01P3/38Devices characterised by the use of optical means, e.g. using infrared, visible, or ultraviolet light using photographic means
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01PMEASURING LINEAR OR ANGULAR SPEED, ACCELERATION, DECELERATION, OR SHOCK; INDICATING PRESENCE, ABSENCE, OR DIRECTION, OF MOVEMENT
    • G01P3/00Measuring linear or angular speed; Measuring differences of linear or angular speeds
    • G01P3/64Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance
    • G01P3/68Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance using optical means, i.e. using infrared, visible, or ultraviolet light
    • G01P3/685Devices characterised by the determination of the time taken to traverse a fixed distance using optical means, i.e. using infrared, visible, or ultraviolet light for projectile velocity measurements

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Description

  • Einrichtung zum Messen der Geschwindigkeit sich in einer Ebene bewegender Körper, z. B. der Anfangsgeschwindigkeit von Geschossen Bewegt sich der Körper, dessen Bahn bestimmt werden soll, in einer Ebene, deren Lage zum Aufnahmestandort sich ermitteln läßt, so genügen bekanntlich Aufnahmen, die von einem einzigen Standort aus aufgenommen werden. Es ist daher bekannt, zum Ermitteln der Anfangsgeschwindigkeit von Geschossen eine einzige Bildkammer so aufzustellen, daß ihre Aufnahmeachse senkrecht zur Geschoßflugebene verläuft. Bei den in bestimmten Zeitabständen erfolgenden Belichtungen derselben Platte wird das Geschoß an verschiedenen Stellen der Platte abgebildet, so daß aus den Abständen dieser Abbildungen, dem den Belichtungen entsprechenden Zeitunterschied und dem Verkleinerungsmaßstab der Abbildungen die Geschwindigkeiten abgeleitet werden können.
  • Für die Ermittlung von Geschoßgeschwindigkeiten ist bereits ein photographischer Geschwindigkeitsmesser bekanntgeworden, bei dem die Aufnahme des Geschoßbildes auf einen Film erfolgt, der um eine rotierende Trommel gelegt ist. Der Antrieb der die photographische Schicht tragenden Trommel erfolgt mit gleidhbleibender Winkelgeschwindigkeit, während die Optik in Ruhe bleibt.
  • Die Geschwindigkeitsermitilung eines Geschosses geschieht entweder dadurch, daß zwei Aufnahmen von ihm gemacht werden und dann an einer mitaufgenommenen Zeitkurve der Abstand der beiden Körper ausgemessen wird, oder aber es wird ein regelbares Getriebe für den Antrieb des Schichtträgers vorgesehen und dessen Geschwindigkeit so lange eingestellt, bis sich die beiden Bilder decken. Mit Rücksicht auf die Optik der Bildkammer kann der der Messung zugrunde liegende Bahnteil nur verhältnismäßig klein sein, und geringe Unschärfen in der Aufnahme bedingen schon große Fehler in der Zeitablesung.
  • Diesen Nachteil kann man durch Schwenken der Kamera als Ganzes um eine zur Ebene der Bewegungsbahn parallele und auf der Bahn senkrechte Achse beseitigen. Erfindungsgemäß wird zum Schwenken der Kamera in zwei dem Anfangs- und Endpunkt der Meßstrecke zugeordnete Stellungen ein Getriebe verwendet, das aus einem mit der Kamera verbundenen Schwenkarm besteht, der von einem an ihn anliegenden, sich geradlinig mit bekannter, regelbarer Geschvsrindigkeit bewegenden Teil mitgenommen wird.
  • Getriebe, bei denen eine gleichförmig umlaufende Spindel über eine Kulissenführu1lg eine ungleichförmige Schwenkbewegung eines Beobachtungsgerätes bewirkt, sind für Geschwindigkeitsmesser anderer Art, z. B. zum Messen der Fluggeschwindigkeit eines Luftfahrzeugs über Grund, bekannt.
  • Diese Einrichtung ermöglidit es, an Hand der Aufnahmen zu überprüfen, ob die Anfangsgeschwindigkeit des Geschosses den vorausgesetzten Sollwerten entspricht. Da die Ablesung an den Einstellmarken des Antriebs einfach ist, ist diese neue Einrichtutig verhältnismäßig einfall zu handhaben.
  • Des weiteren betrifft die Erfindung zxveck mäßige Ausbildungen einer solchen Einrichtung.
  • In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens dargestellt.
  • Es zeigt Fig. 1 den Schwenkantrieb für die Bildkammer und Fig. 2 und 3 Aufnahmen von Geschoßbildern.
  • Es ist angenommen, daß ein aus dem Geschützrohr a austretendes Geschoß sich längs der Geraden b bewegt. Zur Messung der Geschoßgeschwindigkeit ist eine Bildkammer c auf einer Welle d montiert. Auf der NVelle d ist eine Schlitzführung e befestigt, in welche ein Zapfen f eingreift. Den Zapfen f trägt eine Schraubenmutter g, die auf einer Schraubenspindel h axial verschiebbar angeordnet ist. Zur Drehung der Schraubenspindel 11 dient ein stufenloses Obersetzungsgetriebe, das in dem Beispiel als von einem Motor i angetriebenes Reibradgetriebek dargestellt ist. Die Reibrolle I des Reibradgetriebes vird mittels einer Handkurbel 1)1 so eingestellt, daß an der Teilung ii die voraussichtliche Geschoßgeschwindigkeit oder der Ouotient aus dieser und dem Ahstand des Geschützes a von der Spindel ii angezeigt wird.
  • Die Teilung wird von der Handkurbel m über ein Schneckengetriebe o gegenüber einer festen WIarl;e p verstellt.
  • Auf der ÄN'elle d ist außerdem noch ein Kontaktarm q befestigt, der mit Kontalit stücken r, r' zusammenarbeitet. Die Kontaktstücke r. r' sind auf einer Scheibe s befestigt, die mittels einer Handhurbel t über eine Schnecke 1 entsprechend dem an der Teilung v angezeigten Abfeuerverzug verstellbar ist. Das Kontaktstück r ist in den durch eine Leitung w angedeutetc-n Abfeuerstromkreis des Geschützesa eingeschaltet, während das Kontaktstück r' zur Steuerung der Auslösevorrichtung für den Verschluß der Bildkammer c dient. Sänifliche Teilec bis v sind znveckmäßig auf einer drehbar gelagerten Platte montiert.
  • Die Bedienung der neuen Einrichtung geschieht wie folgt: Zunächst wird zweckmäßig durch Drehen der gemeinsamen Montageplatte die Spindel ii so eingestellt, daß sie parallel zur Geschoßball b zu liegen kommt. breiter wird mittels Handkurbel m an der Teilung n, p die voraussichtliche Geschoßgeschwindigkei t einge stellt und außerdem mittels Handkurbel t an der Skala v der Abfeuerverzug; darauf wird der Motor 1 eingeschaltet. Er benegt über das Reibradgetriebe k und über die Schraubenspindel ii die Mutter g mit dem Zapfen f mit einer Geschwindigkeit, die der voraussichtlichen Geschoßgeschwindigkeit proportional ist. Mit der gleichen Geschwindigkeit wird über die Führung c und die Welle d die Kammer c geschwenkt, so daß die Bildkammer c die Geschoßbahn b überstreicht. Nach einer vom Abfeuerverzug abhängigen Zeit wird durch den Kontaktarm q und das Kontaktstück r der Abfeuerstromkreis des Geschützes a geschlossen und etwas später durch den Kontaktarm q und das Kontal<tstück r' der Verschluß der Bildkammer c ausgelöst.
  • Die Einrichtung kann so getroffen sein, daß die Auslösung des Verschlusses der Bildkammer gerade in dem Augenblick erfolgt, in welchem das Geschoß aus dem Rohr a austritt und die Kammer c in diesem Augenblick gerade auf die Rohrmündung gerichtet ist.
  • Für die verschiedenen Geschützarten liegen bekanntl ichWerte für dieAnfangsgeschwindigkeit der Geschosse und deren Änderung nach Abgabe einer Anzahl von Schüssen fest. Dieser Geschwindigkeitswert wird bei der erfindungsgemäßen Einrichtung zunächst eingestellt, und der regelbare Schwenkantrieb für die Bildkammer wird dazu verwendet, die Bildkammer während der Aufnahme auf die Punkte der annähernd geradlinigen Anfangsbahn einer Geschoßflugbahn zu richten, die z. B. nach schußtafelmäßigen Angaben das Geschoß im jeweiligen Aufnahmezeitpunkt erreichen würde. Erhält man auf der photographischen Platte trotz einer Mehrzahl von Aufnahmen nur ein einziges scharfes Bild des Geschosses, so stimmt die gesuchte Geschoßgeschwindigkeit vollkommen mit der an der Teilung t, p eingestellten Geschwindigkeit überein.
  • Erhält man dagegen ein langgezogenes Bild, d. h. sind die Aufnahmen des Geschosses gegeneinander verschoben, so ist dies ein Beweis dafür, daß die eingestellte Geschwindigkeit und die wirkliche Geschoßgeschwindigkeit nicht miteinander übereinstimmen. In den Fig. 2 und 3 sind derartige langgezogene Geschoßbilder dargestellt. Auf der Platte x (Fig. 2) zeigt die erste Aufnahme eines Geschosses y ein scharfes Bild, während die weiteren Aufnahmen in der Zeichenebene nach links auswandern. Diese Art der Auswanderung ist der Beweis dafür, daß die Schwenkgeschwindigkeit der Bildkammer gegenüber der wirklichen Geschoßgeschwindigkeit zu groß ist. Eine Darstellung der Fig. 3 zeigt den Fall, daß die Schwenkgeschwindigkeit der Bildkammer gegenüber der wirklichen Geschoßgeschwindigkeit zu klein gewählt ist. Es erfolgt demzufolge eine Auswanderung der Geschoßbilder. in der Zeichenebene nach rechts. Die Platte ist auch hierbei mit x und das Geschoß mit y bezeichnet worden.
  • Aus der Länge des Bildes läßt sich hierbei erkennen, ob der Unterschied zwischen der wahren Geschoßgeschwindigkeit und der mit einem konstanten Faktor multiplizierten Verstellgeschwindigkeit der Bildkammer c groß oder klein ist. Der konstante Faktor, mit dem die Verstellgeschwindigkeit der Bildkammer c zu multiplizieren ist, hängt von dem senkrechten Abstand der Bildkammer c und von der Geschoßbahn b ab. Man wird ihn möglichst so wählen, daß er einen leicht einprägbaren Wert, z. B. 1000, hat. Es dürfte sich dann empfehlen, unter Berücksichtigung der vorstehend angegebenen Erwägungen eine nochmalige Messung durchzuführen, nachdem vorher mittels der Handkurbelm die Teilungn gegenüber der festen Markep auf einen -anderen Wert eingestellt worden ist..
  • Man kann die neue Einrichtung auch dann benutzen, wenn in bekannter Weise auf einen Film getrennte Aufnahmen des Geschosses gemacht werden. In diesem Falle wird der Verschluß der Bildkammer c absatzweise geöffnet und geschlossen, was z. B. dadurch geschehen kann, daß eine aus einzelnen gegeneinander isolierten Kontaktstücken bestehende Kontakteinrichtung verwandt wird, über welche der Stromkreis eines Auslösemagneten geführt ist. Die Handhabung und das Arbeiten der Einrichtung ist im übrigen genau entsprechend wie zuvor, lediglich mit dem Unterschied, daß in diesem Falle aus den einzelnen mit der Kammer c erzeugten Bildern festgestellt werden muß, ob das Bild in dem z. B. in bekannter Weise nach Meßmarken zu bestimmenden Bildhauptpunkt liegt oder einen gewissen Abstand davon hat. Im ersteren Falle ist wiederum die an der Handkurbel nu eingestellte Geschwindigkeit proportional der Geschwindigkeit des Geschosses, während im zweiten Fall ein Unterschied vorliegt, der z. B. durch eine erneute mit anderer Einstellung der Teilung p arbeitende Messung beseitigt werden kann.
  • Die erfindungsgemäße Einrichtung ist nicht nur für Geschosse, die mittels Pulverkraft aus Feuerwaffen abgeschossen werden, sondern auch für ähnliche, sich während der Aufnahmezeit in einer bestimmten Ebene bewegende Körper, wie z. B. Torpedos, Raketen u. dgl., anwendbar.
  • PATENTANSPRÜCIIE: 1. Einrichtung zum Messen der Geschwindigkeit sich in einer Ebene bewegender Körper, z. B. der Anfangsgeschwindigkeit von Geschossen, mit einer photographischen Kamera, deren optische Achse auf die Bewegungsbahn gerichtet ist und die zur Messung um eine zur Ebene der Bewegungsbahn parallele und auf der Bewegungsbahn senkrechte Achse mit bekannter, regelbarer Winkelgeschwindigkeit als Ganzes durch Schwenken in zwei dem Anfangs- und Endpunkt der Meßstrecke zugeordnete Stellungen gebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kamera (c) mit einem Schwenkarm (e) verbunden ist, der von einem sich geradlinig mit bekannter, regelbarer Geschwindigkeit bewegenden Teil mitgenommen wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der sich geradlinig bewegende Teil aus einem in einem Schlitz des Schwenkarmes (e) geführten Bolzen (f) besteht, der durch eine mit bekannter, regelbarer Winkelgeschwindigkeit umlaufende Gewindespindel verschoben wird.
    3. Einrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schwenkarm (e) der Bildkammer (c) eine gemäß dem Abfeuerverzug (v) einstellbare Kontaktanordnung (q, r) verbunden ist.
    4. Einrichtung nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Schwenkarm (e) der Bildkammer (c) eine Kontaktvorrichtung (q, r) für die elektrische Auslösevorrichtung des Verschlusses der Bildkammer (c) verbunden ist.
DE1932G0084292 1932-12-14 1932-12-14 Einrichtung zum Messen der Geschwindigkeit sich in einer Ebene bewegender Koerper, z. B. der Anfangsgeschwindigkeit von Geschossen Expired DE701124C (de)

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