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Röhrenförmiger Formkern aus Gummi Die Erfindung betrifft einen wiederholt
verwendbaren röhrenförmigen Formkern zur Herstellung von Bauhohlkörpern, der in
der Richtung des Durchmessers starr und in der Längsrichtung dehnbar ist, so daß
durch einen in der Längsrichtung ausgeübten Zug eine Abnahme seines _ Durchmessers
eintritt, wodurch ein leichtes Ausheben des Formkernes aus dem erstarrten Bauhohlkörper
ermöglicht wird.
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Vom Erfinder ist bereits früher in Vorschlag gebracht worden, einen
solchen Formkern aus einem z. B. aus Gummi o. .dgl. bestehenden röhrenförmigen Gebilde
herzustellen, dessen Wandung durch eine oder mehrere in die Gummimasse eingebettete
Metalldrahtspiralen oder Abschnitte von Schraubenfedern bewehrt ist.
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Es hat sich jedoch erwiesen, daß ein derartiger Formkern nur -in recht
eingeschränktem Maße allen praktischen Anforderungen Genüge leistet. Zur Erzielung
eines bequemen Aushebens unter gleichzeitiger weitgehendster Schonung des Formkernes
ist es nämlich erfahrungsgemäß unerläßlich, daß die Verformungen des Gummis o. dgl.
und diejenigen der darin eingebetteten Metallspiralen) zumindest bei Beginn der
Zugbeanspruchung annähernd die gleichen sind. Die Änderungen des Durchmessers des
röhrenförmigen Gebildes aus Gummi o. dgl. an sich und diejenigen der Metallspiralen
an sich sind in. der Tat bei gleicher Längsdehnung nicht dieselben, so daß in der
die Spiralen) einbettenden Gummimasse zu Beginn des Aushebens aus der Form innere
Spannungen auftreten, die das Bestreben haben, den Gummi o. dgl. zu zerreißen. Man
war daher bisher gezwungen, bei Formkernen größerer Länge über mehrere Einzelabschnitte
derselben
verteilte Einzelspiralen vorzusehen, was zur Folge hatte, daß die Starrheit des
Formkernes in der Richtung des Durchmessers nicht mehr an allen Punkten dieselbe
war, so daß der abgeformte Hohlraum Wandungen von recht mangelhafter Beschaffenheit
aufwies.
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Nach der Erfindung kann der geschilderte Mißstand dadurch behoben
werden, daß den Metallspiralen zur Erzielung einer nahezu gleichen Verformung des
nachgiebigen Werkstoffs und der darin eingebetteten Bewehrung eine Steigung erteilt
wird, welche dem Wert D # 1 2 entspricht. Diese Ausbildung, welche das Ergebnis
langwieriger rechnerischer und praktischer Untersuchungen darstellt, bedeutet dem
Bekannten gegenüber einen beträchtlichen technischen Fortschritt, da sie zum ersten
Male die Herstellung eines allen praktischen Anforderungen wirklich Genüge leistenden
Formkernes beliebiger Länge ermöglicht, der bei zur einwandfreien Abformung des
Hohlkörpers erforderlicher Starrheit ein außerordentlich leichtes Ausheben ohne
jede Schädigung des Bauhöhlkörpers und des elastischen Werkstoffes des Formkernes
selbst gestattet und infolgedessen wiederholt benutzt werden kann.
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Es ist an sich bekannt, Druck- und Leitungsschläuche aus Gummi zur
Erhöhung ihrer Haltbarkeit sowie zur Steigerung bzw. Verminderung ihrer Biegsamkeit
mit Einlagen oder Bewehrungen zu versehen. So@"#eit hierbei 'Metallspiralen zur
Anwendung gelangen, umgeben diese zumeist den Gummischlauch äußerlich und innerlich,
so daß er eine gewellte Form erhält und infolgedessen zur Anwendung als Formkern
völlig ungeeignet ist. Es ist auch vorgeschlagen worden, zur Verringerung der Längsdehnbarkeit
von Gummischläuchen gekreuzte, aber nicht über deren Gesamtlänge ununterbrochen
verlaufende Teilmetallspiralen in den Gummi einzulagern. Weiterhin ist ein angeblich
besonders biegsamer, recht kompliziert zusammengesetzter Staubsaugerschlauch beschrieben
worden, bei dem ein aus einer Drahtspirale von ganz geringer Steigung bestehendes
Skelett verwendet wird. Auch derartige Schläuche sind unbestreitbar als Formkerne
völlig unverwendbar. Zudem ist zu bemerken, daß die von Druck- und Leitungsschläuchen
zu erfüllenden Bedingungen von denjenigen, die für Formkerne ausschlaggebend sind,
völlig verschieden sind, da einerseits der Durchmesser solcher Schläuche stets äußerst
gering, zumeist von der Größenordnung weniger Zentimeter ist, während Formkerne
recht beträchtliche Durchmesser aufweisen, und da andererseits die an solche Schläuche
hinsichtlich der Haltbarkeit, Starrheit usw. gestellten Anforderungen ganz andere
sind als diejenigen, denen ein praktisch brauchbarer Formkern genügen muß.
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Schließlich ist eine Formvorrichtung für Röhren und Leitungen aus
Zement o. dgl. vorgeschlagen worden, bei der ein aus auseinanderstehenden, schraubengangförmigen
Drahtwindungen zusammengesetzter. mit einem lose darübergeschobenen zylinderförmigen
Papierüberzug versehender Kern von weit voneinander abstehenden schraubenförmigen
Drahtwindungen umgeben ist. Zur Aushebung dieser Vorrichtung, die erfolgen muß,
ehe die Formmasse noch nicht ganz erhärtet ist, muß zunächst der innere Kernteil
entfernt werden, worauf dann mittels der äußeren Drahtwindungen der Papierzylinder
herausgezogen wird. Abgesehen von ihrer geringen Haltbarkeit und Widerstandsfähigkeit
sowie der recht schwierigen Handhabung weist diese Vorrichtung noch den recht unerwünschten
Nachteil auf, daß angesichts der äußeren Drahtwindungen die Erzielung von einwandfreien
glatten Wandungen der Bauhohlk<irhv r unmöglich ist.
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Bei einer Ausführungsform des Formkernes nach der Erfindung, die insbesondere
dann vorteilhaft ist, wenn der Formkern eine beträchtliche Länge aufweist und'oder
eine besonders große Belastung aushalten soll, verlaufen bei gleichzeitiger Bewehrung
des nachgiebigen Werkstoffs mit einer Mehrzahl von Metallspiralen von gleichem Durchmesser
und gleicher Steigung, die den Wert D- 1/-2 oder einen demselben möglichst nahekommenden
Wert besitzt, die verschiedenen Spiralen über die Gesamtlänge des Formkernes gleichgerichtet
und sind in beständigen Abständen ineinandergeschachtelt, wobei sie zur Erzielung
einer ausreichenden Querversteifung des Formkernes genügend nahe; beispielsweise
bis auf i cm, aneinandergerückt sind. So werden beispielsweise bei einem Formkern
von 3o cm Durchmesser 43 Metallspiralen mit einer jeweiligen Steigung von 43 cm
vorgesehen, die über die ganze Länge des Formkernes gleichgerichtet verlaufen und
einen gegenseitigen Abstand von i cm aufweisen.
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Auf der Zeichnung stellen dar: Fig. i die schematische Ansicht der
Metallbewehrung, wobei die Gummimasse lediglich strichpunktiert angedeutet und durchsichtig
gedacht ist, Fig. z einen Längsschnitt durch den Kern gemäß der Erfindung.
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Der Kern besteht in bekannter Weise aus einem Gummischlauch bzw. Gummirohr
A, in welchem starre, durch Metallspiralen B gebildete Bewehrungen eingebettet sind.
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Erfindungsgemäß sind mehrere Spiralen
Bi, B2 ...
Bog vorgesehen, die parallel zueinander und ineinandergeschoben sind, wobei die
Steigung dieser Spiralen jener Steigung entspricht, bei welcher die Ausdehnung dieser
Spiralen unter der Wirkung eines längs gerichteten Zuges entsprechend dem Pfeile
F und die entsprechende Abnahme des Durchmessers die gleichen sind wie für die Gummimasse
A.
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Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung auf Keine besondere
Abmessung der Steigung noch auf irgendeine bestimmte Anzahl von Spiralen oder Spiralwindungen,
vielmehr können Wert der Steigung und Zahl dieser Spiralen in Abhängigkeit von der
Nachgiebigkeit der elastischen Masse des Rohres A, vom Durchmesser dieses Rohres,
der zu erzielenden. Querversteifung usw. in einem gewissen Maße schwanken, wobei
der Wert D' -
lediglich einem besonderen Bestwert entspricht.