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Wendespielfahrzeug Es sind bereits Wendespielfahrzeuge bekannt, welche
beim Absinken eines auf der Lauffläche gleitenden Stützfingers und bei einem ,dann
eintretenden Aufsitzen eines Bremskörpers auf der Lauffläche infolge der Weiterbewegung
eines getriebenen Laufrades auf einem zweiten leer laufenden Rade selbsttätig seitlich
wenden.. Der mit der Lauffläche zusammenwirkende Bremskörper besteht dabei aus metallischem
Stoff, der- nicht die genügende Haftfähigkeit besitzt, um ein schnell fahrendes
Spielzeug auf der Lauffläche in der Bewegung abzufangen und zum Wenden .zu Uringen.
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Nach der Erfindung besteht nun der Bremskörper aus Gummi, Leder oder
einem anderen Stoff, dessen Reibungskoeffizient größer ist als der Reibungskoeffizient
von metallischen Stoffen. Daraus ergibt sich der Vorteil, daß ,der Bremskörper das-
Spielzeug auch auf sehr glatten Laufflächen und bei schneller Lauf- bzw. Fahrbewegung
rasch abfängt, so, daß dieses mit Sicherheit die seitliche Wendebewegung ausführt.
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Der Bremskörper nach der Erfindung bietet noch den weiteren Vorteil,
daß er auch bei plötzlichem scharfem Angreifen auf der Lauffläche keine Beschädigung
durch. Schleif-oder Kratzspuren herbeiführt. -Ist der Bremskörper radartig durchgebildet,
so hat er gemäß ,der Erfindung entweüer einen Kranz aus Gummi, Leder oder einem
anderen in der Wirkung gleichwertigen Stoff, oder er kann auch .ganz aus solchem
Werkstoff, bestehen. Ein solches Brernsrad kann durch das Triebwerk des Fahrspielzeuges
angetrieben sein, wodurch sich der Wendevorgang weiter günstig beeinflussen läßt.
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Die mit dem- neuartigen. Bremskörper ausgestattete Spielzeugdurchbildumg
kann eine beliebige sein und beispielsweise die Form eines Automobils, einer Maus
o.:dgl. haben.
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Dabei kann, wie in - den Unteransprüchen festgelegt, die Anordnung
und Lagerung ,des Bremskörpers im Spielzeugkörper in verschiedener Weise vorgesehen
sein.
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In der Zeichnung ist die neue Durchbildung des Wendespielzeuges in
verschiedenen Ausführungsbeispielen an Automobil- und Maüsspielzeugen veranschaulicht,
doch kann auch jede andere Spielzeuggrundform @nwendung finden.
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Fig. i und :2 zeigen das Spielzeug in Form eines Automobils im Längsschnitt
und von unten gesehen.
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Fig. 3 läßt in Längsschnittdarstellung ein Automobilspielzeug mit
abweichend eingebautem Federtriebwerk erkennen, während
Fig. 4 und
5 - im. Längsschnitt und von unten gesehen ein Automobilspielzeug in ab--weichender
Ausführungsform wiedergeben und Fig.6 in Seitenansicht das gleiche Spielzeug erkennen
läßt.
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Fig.7 und 8 zeigen eine Spielzeugdurchbildung im Längsschnitt und
von unten gesehen in Form einer Maus, während Fig.9 im Längsschnitt eine hinsichtlich
der Bremskörperanordnung abweichende Durchbildung veranschaulicht und Fig. io in
der. gleichen Darstellungsweise eine hinsichtlich der Laufwerkdurchbildung und Bremskörperanordnung
abweichende` Ausführung zeigt.
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Fig. i i und 13 lassen in Seitenansicht, teilweise im Schnitt und
in Vorderansicht ein Automobilspielzeug besonderer Durchbildung erkennen, von dem
Fig. 12 eine Grundplattenansicht von oben gesehen !bei abgenommenem Spielzeuggehäuse
wiedergibt.
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Allen Ausführungsbeispielen gemeinsam ist das in -dem beliebig geformten
Spielzeuggehäuse 12, 12" eingebaute Federtriebwerk i, dessen Triebachse ein festes
Laufrad 2 und auf der gegenüberliegenden Spielzeugseite ein leer laufendes Rad 3
trägt.
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An der Vorderseite des Spielzeuges ist ein auf der Lauffläche gleitender
Stützfinger angeordnet. Ain Unterteil des Spielzeugkörpers ist ein als Rad ausgebildeter
Bremskörper 4. vorgesehen, der nach der Erfindung aus. Gummi, Leder oder einem anderen
Stoff besteht, dessen Reibungskoeffizient größer ist als der. Reibungskoeffizient
von metallischen Stoffen. Das getriebene Laufrad 2 ist vorteilhaft mit einem Gummilaufkranz
ausgestattet, der zur sicheren Wendung .des Spielzeuges mit beiträgt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. i und 2 ist das Gehäuse des Federtriebwerks
i als ".Träger für den als Rad ausgebildeten Bremskörper 4 benutzt, -der von der
vorderen Stirnseite des Gehäuses getragen ist. Die Triebfeder liegt.dabei hinter
den Laufrädern 2, 3 am rückwärtigen Ende des ausgebauten Autokörpers, so daß die
schwere Masse der Feder das Ausgleichs- und Gegengewicht für den vorderen Spielzeugteil
abgibt: Die Spielzeugvorderräder 8, 9 können durch Attrappen gebildet oder in nachgebenden
Lagern 14 gehalten sein.
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Wenn das Fahrzeug im spitzen Winkel ,den Räri-d seiner Lauffläche
überschneidet, kann es vorkommen, daß auch das getriebene Laufrad 2 von der Lauffläche
abgleitet. Damit auch in diesem Falle -die Weiterfahrt und ein Wiedereinschwenken
des Fahrzeuges auf die Lauffläche erfolgen, ist ein Rad i i in das Laufwerk so eingebaut,
daß es nach unten vorragt und als Auffangstütze auf die Lauffläche zu stehen kommt
und antreibend wirkt, wenn das Laufrad 2 diese Unterlage verfiert.
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Der Stützfinger ist bei dem Ausführungsbeispiel an der Stoßstange
des Autokörpers befestigt, kann aber auch an ,einer anderen geeigneten Stelle am
Fahrzeug angeordnet sein.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.3 ist eine möglichst weite Rückverlegung
der Laufräder 2, 3 am Spielzeugkörper dadurch erreicht, daß das Federtriebwerk i
schräg nach aufwärts gerichtet eingebaut ist, wobei die Triebwerkfeder nach vorwärts
liegt und an der Hinterseite des Spielzeugkörpers ein als Koffer wirkender Anbau
13 als Gegen-und Ausgleichsgewicht angeordnet ist.
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Die vorderen Räder 8, 9 können beweglich in Lagerschlitzen 14 hängen,
sofern nicht vorgezogen wird, diese Vorderräder, die für die Wirksamkeit des Spielzeugs
nicht erforderlich sind, lediglich durch Attrappen zu ersetzen, die am Spielzeugkörper
sitzen und ,die Lauffläche nicht berühren.
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Bei dem Durchbildungsbeispiel des Spielzeuges nach Fig.4, 5 und 6
ist das Triebwerk i in das; Spielzeuggehäuse so eingebaut, daß die Laufräder 2,
3 mehr in der Mitte des Spielzeugkörpers liegen und - gewissermaßen eine Pendelstütze
für diesen bilden. Die Triebwerkfeder liegt als Entlastungsgewicht hinten, und das
nach unten vorragende Triebwerksrad io wird, wenn das Antriebsrad 2 von der Lauffläche
abgleiten sollte, die Stütze und das Triebrad.
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Bei dem in Fig. 7 und 8 veranschaulichten Mausspielzeug ist der als
Rad ausgebildete Bremskörper ¢ an einem im Gelenk 16 beweglichen Hebel 17 gelagert,
der nach Abgleiten des Stützfingers 5 und beim Eintreten der Bremswirkung gegen
das leer laufende Rad 3 gepreßt wird, wodurch die Bremswirkung erhöht wird. Der
Bremskörper 4 liegt hier seitlich der Längsmittelebene ,des Spielzeuges. Durch das
Abbremsen des leer laufenden Rades 3 vollzieht sich die von dem weiter unter Antrieb
bleibenden Laufrad 2 hervorgerufene Spielzeugschwenkung verhältnis-. mäßig rasch
in kurzem Bogen, weil das abgebremste leer laufende Rad 3 gewissermaßen als Standachse
wirkt, um die sich die Schwenkung vollzieht.
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Eine .ähnlich günstige Wirkung läßt sich auch mit der Spielzeugdurchbildung
gemäß Fig. 9 erreichen. In dem Mauskörper 12" ist wiederum das Federtriebwerk i
mit :den Laufrädern 2, 3 eingebaut. Jedoch. ist hier der als Rad ausgebildete Bremskörper
4 an einer zur Lauffläche geneigten Achse 18 angeordnet
und steht
über die 'Räder ig, 2o in zwangsläufigem Antrieb mit dem Federwerk. -Das angetriebene
Bremsrad unterstützt somit die von .dem festen Laufrade eingeleitete Schwenkwirkung
und beschleunigt diese.
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In Fig. io ist eine weitere Ausführungsform eines Mausspielzeuges
veranschaulicht. Bei diesem Ausführungsbeispiel sind zwei zusammenwirkende Bremskörper
vorgesehen, die beide wirksam werden, wenn der Stützfinger 5 von der ,Lauffläche
abgleitet. Das unter Antrieb stehende Bremsrad 4" ist seitlich vom Triebwerk und
` in der gleichen Ebene mit dem leer laufenden Rade 3, angeordnet und läuft
entgegengesetzt zu dem getriebenen Lau-fra.de 2" um. Durch die Gegenläufigkeit dieser
beiden. getriebenen Räder 2Q und 4" wird eine rasche Schwenkdrehung des Spielzeuges
ermöglicht, sobald das Bremsrad 4d mit der Lauffläche in Eingriff kommt, d. h. wenn
der Stützfinger 5 von der Lauffläche abgleitet.
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Ein zweiter Bremskörper 2i aus Gummi o. dgl. ist auf der Unterseite
.des Spielzeuges so angeordnet, daß er ebenfalls mit der Lauffläche in Eingriff
kommt, wenn der Stützfinger 5 abgleitet. Dieser Bremskörper 2i bremst im Zusammenwirken
mit dem Bremsrad 4" das Spielzeug so stark ab, daß es beim Abgleiten des Stützfingers
5 von der. Lauffläche nicht weiter abgleiten kann.
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Durch entsprechende Anordnung und Einstellung des leer laufenden Rades
3" kann dem Spielzeug trotz des seitlichen Antriebes und des auf der Lauffläche
gleitenden Stützfingers eine bestimmte Richtung erteilt werden.
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Zur Erreichung eines ausgeglichenen Laufes ist das Triebwerk mit einem
Schwunggewichtsfederregler 2o, 22 versehen, der bei langsamem Laufe nur als Schwungmäss.e
wirkt und erst mit wachsender Geschwindigkeit als Gangausgleich und Fliehkraftregler
in Erscheinung tritt.
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Bei dem in Autoforen dargestellten Spielzeug gemäß Fig. ii bis
13 ist das Triebiverk i in dem Figurenkörper 12 wieder so eingebaut, daß
die Triebwerkfeder hinten liegt und als Entlastungsgewicht für das Spielzeugvorderteil
wirkt, so daß ein zu starkes Aufsitzen des Abstützfingers 5 auf .der Lauffläche
vermieden ist.
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Das Federtriebwerk i ist mit dem Bremsrad 4, dessen Achse etwas geneigt
zur Lauffläche ist, und dem nach unten vorgreifenden Triebrad i i . auf seiner Grundplatte
24 angeordnet, die von dem Gehäusekörper 12 überdeckt ist und an der Vorderseite
einen, unteren Stützfinger 5 hat, der als- Durchdrückmulde aus der Grundplatte -gebildet
ist.
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Diese Grundplatte trägt noch, wie aus Fig, 12 hervorgeht, am Vorderteil
Vorderräder 15" die nur Attrappen sind. Das Bremsrad 4 erhält vom Triebwerk
aus zwangsläufigen Antrieb über das Räderpaar ig, 2o, wobei die Last der Triebwerkfeder
bewirkt, .daß der vordere Stützfinger 5 sich nur mit schwacher Gleitfühlung über
die Lauffläche hinschiebt.
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Die geneigte Lage der Achse .des -Bremsrades 4 ist, zweckmäßig, jedoch
nicht Be-.dingung.
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Die Durchbildung des Bremskörpers als Rad ist vorteilhaft, aber nicht
zwingend; vielmehr kann der Bremskörper auch anders gestaltet sein, wie beispielsweise
nach Fig. io. Wesentlich im Sinne der Erfindung ist -nur, daß er aus Gummi, Leder
oder einem ,anderen Stoff besteht, dessen Reibungskoeffizient größer ist als der
Reibungskoeffizient von metallischen Stoffen.