DE699447C - Ofen zur huettenmaennischen Waermebehandlung von feinkoernigem Gut - Google Patents

Ofen zur huettenmaennischen Waermebehandlung von feinkoernigem Gut

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DE699447C
DE699447C DE1939K0153839 DEK0153839D DE699447C DE 699447 C DE699447 C DE 699447C DE 1939K0153839 DE1939K0153839 DE 1939K0153839 DE K0153839 D DEK0153839 D DE K0153839D DE 699447 C DE699447 C DE 699447C
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furnace
oven
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heat treatment
oven according
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Expired
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DE1939K0153839
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English (en)
Inventor
Dr-Ing Karl Blume
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Fried Krupp Grusonwerk AG
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Fried Krupp Grusonwerk AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B1/00Preliminary treatment of ores or scrap
    • C22B1/02Roasting processes
    • C22B1/10Roasting processes in fluidised form

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  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

  • Ofen zur hüttenmännischen Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut Die Erfindung bezieht sich auf einen Ofen zur hüttenmännisch-en Wärmebehandlung von feinkörnigem Gut wie Fe#inerz, Flotationskonzentrat, metallhaltigen Staubrückständen u. dgl.
  • Es ist bereits bekannt, für eine derartige Wärniebehandlung Ofen zu benutzen, bei denen das zu behandelnde Gut von oben her aufgegeben und während seiner Fallbeweentgung durch den Ofen der Einwirkun,' gegenströmender scliratil)eiiliiiienföriiii,#l, geführterHeizgase unterworfen wird. Auf diese Weise soll ein allniiihliches Absinken, also eine Wärrnebehandlung des Gutes im Schwebezustand erreicht werden. Wesentlich ist hierbei, die Gutteilchen so in den Ofen einzutragen oder einzublasen, daß jedes einzelneTeilchen von den Ileizgasen unispült und diesen so lan-e ausgesetzt wird, bis der gewünschte Wärmeaustausch eingetreten ist, wobei der Ofeng,ang so geführt wird, daß die Gutteilchen möglichst verlustlos wiedergewonnen werden.
  • Es hat sich gezeigt, daß, wenn die zu behandelndenGUtteilchen lediglich mitverzögerter Fallbewegung durch den Ofen hindurchgehen, entweder die Wärniebehandlung ungenü-end ist oder ein starker Gutverlust eint ritt. Da nämlich dieGutteilchen verschiedene Korngrößen hal)en, so werden sie selbstverstindlich auch verschieden stark von den entgegenströrnenden Heizgasen in ihrem Fa.11 be-Z, t' Z, hindert. Die größeren Gutteilchen fallen in-Z, folgedessen schneller durch den Ofen als die kleineren und werden somit auch nicht so stark erhitzt wie die letzteren. Wird die Ge- schwindigkeit der aufsteigenden Gase erhöht, so verringert sich.zwar die Fallbewegung der ZD z# ZZ Gutteile, jedoch werden dann die kleineren Gutteilchen von dem Gasstrom mitb-erissen und ausgetragen.
  • Diese Erkenntnis hat dazu geführt, Öfen zu benutzen, bei denen das Gut nicht lediglich seiner Fallbewegun- überlassen, sondern mit großer Geschwindigkeit eingetragen oder el eingeblasen wird. Das Gut -wird aJso gewissermaßen durch die ent-e-enströmendenHeiz-ZD iz gase hindurchgeschleudert.- Die Gutteilchen haben dann au f ihrem ganzen Wege durch den Ofen eine größere Geschwindigkeit als die Heizgase; - sie werden von diesen nicht oder nur in unbeträchtlichein Maße mitgenommen und lassen sich daher nach ihrem Durchgang verhältnismäßig verlustlos auffangen- und austragen.
  • Aber auch 'derartige Öfen haben einen Z, großen Nachteil. Die Gutteilchen werden nämlich den Heizgasen nicht lange genug aus-JZ Cresetzt, um den gewünschten Wärmeaustausch herbeizuführen. Zur VerlängerungJes Weges der Gutteilchen im Ofen wurde auch schon das Gut am Ofeninnenmantel tangential hierzu ein,geführt, um so zu erreichen, daß die Gutteilchen in Schraubenlinien durch den Ofen hindurchtreten. Aber auch diese Art der Zuführung hatte noch nicht den angestrebten Erfolg, vielmehr zeigte sich, daß die Gutteilchen bereits kurz nach ihrem Eintritt in den Ofen ihre Umlaufbewegung verlieren, was vor allem auf die Berührung der Gutteilchen mit der Ofenwandung und den dadurch entstehenden Geschwindigkeitsverlust zurückzuführen ist.
  • Erfindungsgemäß wird ein Ofen zur hüttenmännischen Wärmebeliandlun- von feinköriiigem Gut im Schwebezustand mittels schraubenlinienförmig geführter Heizgase geschaft' zi fen, bei dem die vorbeschriebenen Nachteile dadurch vermieden werden, daß in den Ofen Rippen aus feuerfest-ein oder feuerbestäridigem Stoff eingesetzt sind, die sich an dein Ofeninnenmantel oder in dessen Nähe befinden, im Drehsinn der Heizgase gewunden .verlaufen und deren Flanken nach dem Ofeninnern zu geneigt sind.
  • Auf der Zeichnung sind drei Öfen gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt. Abb. i zeigt einen senkrechten Schnitt durch einen Ofen und Abb. --y einen Schnitt nach der Linie A-B in Abb. i, Abb. 3 und 4 zeigen je einen der Abb. i entsprechenden Schii-itt durch zwei Öfen anderer Ausbildun-, Abb. 5 ist ein Schnitt nach der Linie C-D in JU)]). 4.
  • Durch die Decke i des Ofens 2 ist ein Abzugrolir 3 hindurchgesteckt, das von einem Mantel 4 umgeben ist. Der Raum zwischen b dem Abzugrohr und dem Mantel dient der Zuführung des zu behandelnden Gutes, das durch eine Rohrleitung 5 mittels Druckluft eingeführt wird. Der Austrittsspalt 6 für das Gut liegt konzentreisch zur Mittelachse des Ofens und ist mit schräg nach unten gerichteten Leitschaufeln oder Düsen 7 versehen, durch die das Gut mit großer Geschwindigkeit in den Ofen eingeblasen w-ird.
  • Durch die an sich bekannte Anordnung der tangential und schräg nach unten verlaufenden Leitschaufeln oder Düsen 7 wird erreicht, daß das Gut sich durch die Heizgase in Form von Schraubenlinien zu bewegen beginnt. Dem Gut strömen die Heiz,-ase entge en, die durch im unteren Teil des Ofens t> 9 tangentialim0fenmantelangeordneteKanäleS eintreten. Der Drehsinn der Heizgase, die ebenfalls das Bestreben haben, in Schraubenlinien durch den Ofen nach oben zu ziehen, ist der gleiche wie der des absinkenden Gutes. Nach Durchströmen des Ofens und Abgabe ihrer Wärme an die absinkenden Gutteilchen treten die Gase durch das Abzugsrohr 3 aus-An dem Ofeninnenmantel sind Rippen 9 angeordnet, die wie die Auskleidung io des t# Ofens aus feuerfestem oder feuerbeständigein Stoff - bestehen; sie können mit der Auskleidung aus einem Stück bestehen. oder auch besonders eingesetzt sein sowie erforderlichenfalls von außen her gekühlt werden. DieRippen sind im Drehsinn der Heizgase gewunden; ihre Flanken sind nach dem Ofeninnern zu geneigt. Infolge der Anordnung -Lind Ausbildung der Rippen, für deren Querschnittsbestimmung aerodynamischeGrundsätze maßgebend sind, werden die am Ofeninnenmantel entlang streichenden Heizgase immer wieder nach innen abgelenkt. Da:bei nehmen die Gase die gleichsinnig mit ihnen urnlaufenden Gutteilchen nach innen hin mit, so daß diese nicht ihre Umlaufgeschwindigkeit durch Berühren mit dem Ofetiinnenmantel nach kurzer Zeit verlieren und auf einem für den Wärineaustausch zu kurzen Weg nach unten sinken. Es werden also der Weg und die Zeit für den Durchgang, des Gutes-durch den Ofen wesentlich verlängert und somit die Gutteilchen hinreichend lange der Einwirkung der Heizgase ausgesetzt.
  • Die Anzahl, die Querschnittsforin und die Länge der Rippen 'sowie"7 die Nei-iing gegen die Senkrechte können verschieden sein und hängen von der Art des zu behandelnden Gutes al).
  • Der Ofen -eiiiiß Abb. 3 unterscheidet sich von dein vorstehend beschriebenen lediglich dadurch, daß der obere Teil ii des Ofens uni seine Mittelachse drehbar gelagert ist. Der Teil ii ist in seitlicher Richtung zwischen Rollen 12 und in senkrechter Richtun- auf b einem Stützlager 13 gelagert; er kann beliebig, beispielsweise durch ein in einen Zahnkranz 14, der den Mantel dieses Teiles umlibt, ein-reifendes Ritzei 15 angetrieben werden. Der drehbare Ofentell ist an seiner Ober-und Unterkante ge-en die an-renzenden feststehenden Ofenteile abgedichtet.
  • Bei dein Ofen nach Abb. 4 und 5 sind die Rippen 16 durch Armkreuze 17 und iS zu einem Drelikörper miteinander verbunden, der lose in den Ofen eingehängt ist und mittels einer durch das Abzuggrohr ig hindurchragenden senkrechten Welle 20 angetrieben wird. Die abziehenden Heizgase können auch statt durch das Abzugrohr ig durch tangential im oberen Teil des Ofenmantels vorgeseheneKanäle 21 abgeleitet werden. In -diesem Falle ist das Abzugrohr ig unten durch eine Platte 22 verschlossen. Die Gutzuführungsdüsen 23 ragen dabei so weit in den Ofen hinein, daß sie unterhalb der Kanäle 21 liegen. Auf diese Weise wird verhütet, daß unter Umständen das aufgegebene Gut aus den Düsen in Richtun- -e-en die Kanäle 21 ausgeblasen wird, was einen starken Gutverlust mit sich führen würde.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHIE' i. Ofen zur hüttenmännischen Wärmebehandlung von feinkörnigein Gut im Schwebezustand mittels schraubenlinienförmig geführter Heizgase, dadurch gekennzeichnet, daß in den Ofen Rippen (9, 16) aus feuerfestem oder feuerbeständigern Stoff eingesetzt sind, die sich an dem0feninnenrnantel oder in dessen Nähe befinden, ini Drelisinn der Heiz-ase gewunden verlaufen und deren Flanken nach dem Ofeninnern zu geneigt sind.
  2. 2. Ofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (9, 16) einen nach aerodvnamischen Grundsätzen ausgebildeten #2uer,schnitt haben. 3, Ofen nach'den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rippen (16) durch Armkreuze (17, 18) zu einem im Ofen drehbar gelagerten Körper miteinander verbunden sind. 4. Ofen nach den Ansprüchen i bis 3 mit im Unterteil des Ofens tangential angeordneten Heizgaseinlaßkanalen und einem zentral durch die obere Decke des Ofens geführten Heizgasabzugrohr, das ringförmig von einem mit schräg gerichteten Einlaßdüsen für das Gut versehenen Mantel umgeben ist, dadurch gekennzeichriet, daß der ob-ere Teil (i;i) des Ofens um seine Mittelachse drehbar gelagert ist. 5. Ofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß im oberen Teil des Ofenmantels tangential verlaufende Kanäle (21) Zum Abführen der Heizgase vorgesehen sind. 6. Ofen nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die das Gut zuführenden DüSen (23) so weit in den Ofen hineinragen, daß sie unterhalb der Kanäle (21) liegen.
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