DE699258C - Gleichzeitige Herstellung von Faellungszinkweiss, Zinksulfid und Blanc fixe - Google Patents

Gleichzeitige Herstellung von Faellungszinkweiss, Zinksulfid und Blanc fixe

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DE699258C
DE699258C DE1938S0130401 DES0130401D DE699258C DE 699258 C DE699258 C DE 699258C DE 1938S0130401 DE1938S0130401 DE 1938S0130401 DE S0130401 D DES0130401 D DE S0130401D DE 699258 C DE699258 C DE 699258C
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DE
Germany
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zinc
precipitated
blanc fixe
simultaneous production
zinc white
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Expired
Application number
DE1938S0130401
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English (en)
Inventor
Dr Wolfgang Grassmann
Dr Karl Lins
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Venator Germany GmbH
Original Assignee
Sachtleben AG fuer Bergbau und Chemische Industrie
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/04Compounds of zinc
    • C09C1/06Lithopone

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Compounds Of Heavy Metals (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

  • Gleichzeitige Herstellung von Fällungszinkweiß, Zinksulfid und Blanc fixe Es ist bekannt, Zinkweiß durch Ausfällen von Zinklaugen mit- Soda entsprechend der Gleichung Zn S04 + Na, C 03 - Zn 0 -f- CO" -E- Nag S04 herzustellen. Dieses Verfahren ist jedoch infolge ider für die Soda aufzubringenden hohen Kosten derart unwirtschaftlich, daß das so gewonnene Fällungszinkweiß sowohl als Ersatz von Metällzinkweiß für Farbzwecke als auch für die -Gumniivulkanisation kaum in Betracht kommen kann. Es wurde nun gefunden, !daß dieser Nachteil durch eine bestimmte Art der Vereinigung dieses Verfahrens mit der Herstellung von Zinksulfid völlig behoben wird.
  • Erfindungsgemäß wind Fällungs@zinkweiß unter gleichzeitiger Gewinnung von Zinksulfid und Blanc fixe in der Weise hergestellt, daß ohne Verbrauch von Alkalicarbonat die Gesamtumsetzung -
    Ba S + 2 Zn S04 -i- H20 ->-
    -K- Zn 0 + Zn S -+- Ba S 04 + H2 S 04
    durch Kombination der an sich bekannten Einzelreaktionen -
    Ba S + CO2 -;- H20 -@ Ba C03 -f- H2 S
    Zn S04 + H2 S -Y Zn S -E- H2 SO4
    BaC03 -E- Naz S04 ->- BaS04 -f- Na2C03
    Zn S04 -i- Nag C 03 -->- Zn C 03 -E- Nag S 04
    Zn C 03 -> Zn O -I- C O:,
    durchgeführt wird.
  • Bei Durchführung des Verfahrens wird Bariumsulfidl-auge mit der beim Glühen des gefällten basischen Zinkcarbonats frei werdenden Kohlensäure (wobei zur Ergänzung von Verlusten Kohlensäure aus der- bekannten Reduktion von Schwerspat zu Bariumsulfid mittels Kohle herangezogen werden kann) zu Bariumcarbonat und Schwefelwasserstoff umgesetzt. Die Erzeugnisse dieser Umsetzung werden dann getrennt mit Natriumsulfat bzw. Zinklauge in Bariumsulfat, Natriumcarbonat und Zinksulfid übergeführt. Mit dem so gewonnenenNatriumcarbonatwird aus einem weiteren Teil der Zinklauge Zinkweiß hergestellt. Man hat schon vorgeschlagen, Bariumcarbonat durch Behandeln von Schwefelbariumlaugen mit den kohlensäurehaltigen Abgasen der Schwerspatreduktion herzustellen. Auch ist es bekannt, durch Umsetztihg;,. von Bariumcarbonat mit Kaliumsulfat `in' wäßriger Suspension in Gegenwart von Kohlensäure Kaliumcarbonate herzustellen und das ,bei .der Umsetzung erhaltene Bariumsulfat durch Reduktion in Schwefelbarium und dieses durch Behandeln mit Kohlensäure in Bariumcarbonat zurückzuverwandeln. Eine Ausnutzung dieser Verfahren zur Gewinnung von Schwefelzink und Zinkweiß wurde jedoch bisher nicht versucht. Ij.urch die Kombination der an sich bekannten Einzelreaktionen im vorstehend beschriebenen Sinne ist nun die Möglichkeit gegeben, Zinkweiß aus Zinklaugen ohne Verbrauch von .neu in den Prozeß einzuführendem Natriumcarbonat neben Zinksulfid und Blanc fixe zu gewinnen.
  • Durch das Verfahren der Erfindung wird erstmalig ein Fällungszinkweiß von vorzüglichen Eigenschaften erhalten, das infolge der außerordentlichen Rohstoffersparnis mit Metallzi.nkweiß für alle in Betracht kommenden Verwendungszwecke in Wettbewerb treten kann.
  • Die bei der Herstellung von Fällungszinkweiß gemäß der Erfindung anfallenden Mengen an Natriumsulfat und Kohlendioxyd kehren in den Verfahrensgang zurück, so daß auch in dieser Beziehung Verluste weitgehend vermieden . sind.
  • Das gefällte basische Zinkcarbonat wird abfiltriert und, wie üblich, durch Glühen auf Zinkweiß verarbeitet.
  • Ausführungsbeispiel a) Schwefelbarium wird in bekannter -Weise .durch Glühen von Ba S 04 mit Kohle im Drehrohrofen gewonnen. 1,5 cbm der .gereinigten und filtrierten Bariumsulfidlauge, zoo kg Ba.S enthaltend, werden in mehreren hintereinandergeschalteten Gefäßen mit CO2, das beim Glühen des gefällten .basischen Zinkcarbonats anfällt, bis zur Sättigung behandelt. Der entweichende H2 S wird in Gasbehältern aufgefangen, um später zur Fällung des Zn S Verwendung zu finden.
  • b) In den. erhaltenen Bariumcarbonatschlamm werden 200 kg Nag S 04 # i o H2 0 eingetragen, und die Suspension wird einige Stunden unter Rühren zum Sieden erhitzt * Nach beendeter Umsetzung wird das entstandene Ba S 04 durch Dekantieren und Auswaschen von .der Sodalösung getrennt. Das erste Waschwasser wird mit der dekantierten Sodalösu.ng vereinigt, während das Ba S 04 schließlich mit verdünnter Schwefelsäure und ebenfalls mit Wasser gewaschen wind. Endlich wird es filtriert und getrocknet.
  • c) z cbm einer gereinigten Zinksulfatlösung finit 3o g Zn im Liter wird bei 5o° mit dem bei a) anfallenden Schwefelwasserstoff gesättigt. Das ausfallende Zn S läßt man absitzen, dekantiert die gebildete verdünnte Schwefelsäure, die, wenn man ohne Anwendung von Druck arbeitet, noch etwa 5 °% des eingesetzten Zinks enthält, ab, filtriert, trocknet und glüht in üblicher Weise.
  • d) 0,33 cbm einer gut gereinigten Zinksulfatlösung mit go g Zink im Liter läßt man 8o° heiß unter Rühren zu der bei b) erhaltenen heißen- Sodalösung laufen, erhitzt die die Soda im überschuß enthaltende Fällung eine Stunde auf 8o bis roo°, läßt absitzen :und wäscht nach dem Dekantieren einige Male mit Wasser aus. Nach dem Filtrieren und Trocknen wird in üblicher Weise bei goo° geglüht.
  • Die einzelnen Verfahrensschritte der Erfindung können auch nach anderen, als den beispielsweise angegebenen Vorschriften durch-. geführt werden, sofern diese grundsätzlich zu den gleichen Einzelergebnissen führen, wie sie vorstehend als maßgebend für das Eintreten der neuen Wirkungen bezeichnet worden sind. So kann z. B. der Verfahrensschritt c) unter Anwendung von Druck und der Verfahrensschritt !d) in der Weise .durchgeführt werden, daB man Zinklauge und Alkalicarbonatlösung, beispielsweise bei Temperaturen zwischen 70 und zoo°, kontinuierlich unter Rühren so in einen Fällbottich einlaufen läßt, daß während der Fällung ein pH-Wert zwischen 6,5 und 8,o aufrechterhalten wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: -Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von Fällungszinkweiß, Zinksulfid und Blanc fixe, dadurch gekennzeichnet, d:aß ohne Verbrauch von Alkalicarbonat die Gesamtumsetzung Ba S +z Zn S 04 + H20 -> @- Zn O -[- Zn S + Ba S04 -{- H2 S 04
    durch Kombination der an sich bekannten Einzelreaktionen Ba S + C02 + H.=0 -> B&C 03 + H2 S Zn SO4 + H2 S -> Zn S -f- Hz S O4 BaC03+NazS04 ->BaS04+NazC03 Zn- S 04 + Na. CO, -> Zn C 03 + Na. SO, Zn C03 -> Zn 0 1- C OZ
    durchgeführt wird.
DE1938S0130401 1938-01-16 1938-01-16 Gleichzeitige Herstellung von Faellungszinkweiss, Zinksulfid und Blanc fixe Expired DE699258C (de)

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