DE657291C - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd

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DE657291C
DE657291C DEC47128D DEC0047128D DE657291C DE 657291 C DE657291 C DE 657291C DE C47128 D DEC47128 D DE C47128D DE C0047128 D DEC0047128 D DE C0047128D DE 657291 C DE657291 C DE 657291C
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DE
Germany
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barium
carbon
phosphoric acid
acid
processed
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Expired
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DEC47128D
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English (en)
Inventor
Dr Eduard Von Drahten
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CHEM FAB COSWIG ANHALT GmbH
Original Assignee
CHEM FAB COSWIG ANHALT GmbH
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/03Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates
    • C01B15/032Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates from metal peroxides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur
    Herstellung vor: Wasserstoffsupteroxyd aus
    Bariiunsuperoxyd und Phosphorsäure.
    Nach einem bekannten Verfahren, das die
    Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd aus
    Bariumsuperoxyd und Phosphorsäure zum Ge-
    genstand hat, wird das Bariumphosphat in
    der Weise wieder aufgearbeitet, daß man die-
    ses, welches v"erulir,eini:gt aus der Wasserstoff-
    superoxydlösung anfällt, mit Phosphorsäure
    behandelt, die so gebildete Löstni;y abfiltrert,
    um eine Trennung von den in d,er Säure nicht
    löslichen Verunreinigungen herbeizuführen,
    und zu der Lösung des Bariumphosphats in
    Phosphorsäure Schwefelsäure zwecks Fällens
    des Bariums als Baxiumsulfats und Wieder-
    freimachens der Phosphorsäure zusetzt. Nach
    Abtrennung des gefällten Baritunsulfats ver-
    bleibt die Phosphorsäure in Lösung und
    kommt mit der als Lösungsmittel verwendeten
    in den Kreislauf. Es ist also bei dieseln V@er-
    (ahren bereits ein Kreislauf vorgeschlagen
    worden, soweit die @Vteder@,ewninun,@ der
    1'liosphorsäure in Frage kommt.
    Iss ist ferner bekannt, daLi bei der Um-
    ,c,ttlng von Bariumperoxyd mit Phosphor-
    säure entstehende Bariumphosphat mit Phos-
    pliorsäure zu behandeln, die so gebildete Lö-
    stni tilizufiltr'iereti, um eitre Tretiiiuiig von
    den in der Säure nicht löslichen @'.erunreini-
    gungen herbeizuführen und die Lösung so-
    dann mit Schwefelsäure zwecks Fällung von
    Bariumsulfat und Freisetzung der Phosphor-
    säure zu versetzen, worauf die erhaltene Phos-
    phorsäurelösung zur Behandlung von weite-
    rem Bariumperoxyd und zur Lösung des Ba-
    riumphosphats wieder benutzt werden kann.
    Ein derartiges Verfahren hat aber noch,
    trotzdem es selbst schon eine Verbessertuig
    in dieser Hinsicht darstellt, eine zu stark zu-
    nehmende Vcrunreinil-ung der Phosphorsäure
    zur Folge.
    Man. erhält kein einwandfreies Blanc fite.
    Dies ist einmal darauf zurückzuführen, daß es
    nicht rein genug zu erhalten ist. Außerdem
    wirkt aber mit, . daß infolge des Verunreini-
    gungen das Blanc fixe mit ganz anderem
    Korn ausfällt. Bei dem vorliegenden Ver-
    fahren fällt es finit einem Korn und einher
    Reinheit aus, in der es ohne weiteres als
    ürste Qualität verkäuflich ist.
    Scliliclilich ist bekannt, I'liosplioi- und
    (lainit I'liosphorsiittre :itis Bsit'itnnphospli@t als
    .illsgaligs stnlt herzustellen, und zwir ttus »;t-
    türlich vorkommendem Bariumphosphat. Die-
    ses Bariumphosphat enthält aber derart viel
    Verunreinigungen, da(,; die- Herstellung eines
    95t!,'oigen hariumsuperoxyds und eines trut-
    sprcchcnd hoch konzentrierten @Vris@c#rstolf-
    superoxyds aus ihm nicht möglich ist.
    (l(,getiübcr den bekannten Verfahren wird
    die I@l'.I@@@CILtr1;7 darin gesellen, daß Glas get;illw
    Bariumphosphat mit Kohlenstoff oder kohlenstoffhaltigen Mateiiafen erhitzt, der abggeschiedene elementare Phosphor auf Phosphorsäure in an sich bekänn'tez Weise weiterverarbeitet, das .erhaltene Bariumcarbid mit Wasser zu Acetylen und Baariumhydroxyd umgesetzt, aus der Bariumhydroxydlösung Bariumca.rbonat mit Alkalicarbonat ausgefällt und dann das Bariumcarbonat in an sich bekannter Weise auf Bariumsupieroxyd. verarbeitet wird, worauf dieses mit der zurückgewonnenen Phosphorsäure zu Bariumphosphat und Wasserstoffsuperoxyd zersetzt wird.
  • Zweckmäßig wird das erhaltene Bariumhydroxyd zunächst durch teilweise oder vollständige Umsetzung mit einem löslichen Sulfat in Bariumsulfat, mit Kohlenstoff in Bariumsulfid und anschließend durch Kohlensäure in Barium.carbonat übergeführt.
  • So gewinnt man auf einfache Weise das Bariumsuperoxyd stets rein zurück. V erunreinigungen scheiden sich von selbst aus, während bei den bekannten Verfahren die Phosphorsäure sich nohvendigeiineiae trotz der vorgcschenen Vorbeugungsmaßnahmen im Laufe des Kreisprozessies verunreinigen muß. Bei der Erfindung wird die Phosphorsälrne stets in außerordentlich reiner form den Z-ersetzungsbehältern für das hariumsup-erosyd zurückgeleitet. Man kann das Verfahren jedoch auch in der B.ariumhydroxydstufe abzweigen und das Bariumhydrosyd mit einem löslichen Sulfat zu Bariumsulfat umsetzen. Man gewinnt auf diese Weise .ein absolut reines Blanc fixe: ' M- # an kann an dieser Stelle den Kreisprozeß ülfnen und das Blanc fixe als solches verkaufen. Man kann aber auch den Krcisprozeß dadurch wieder schließen, daß man das erhaltene Bariumsulfat mit Kohlenstoff unter Erhitzen in Bariumsulfid überführt und dieses durch Einwirken von Kohlendioxyd zu B.ariumcarbonat umsetzt, das seinerseits weiter zu dein Aus, gangsprodukt ßariumsuperowd verarbeitet werden kann. Die technische' Bedeutung des Verfahrens nach dem gieÖfneten hreisprozef,', beruht im wcsentlich.cn darin, daß neben Wasserstoffsuperoxyd eine ganze Reihe außerordentlich reiner und wirtsehaftlich gut verwertbarer Nebenprodukte -:.:.arl@allen.
  • . = Aus 'einer Versuchsmenge von i oo kg Bariu,mcasbon,at, das im Zuge des Verfahrens nach Anspruch i hergestallt worden ist, wurden 9o kg Bariumsuperoxyd mit 940/0 Ba0-gewonnen.- Die Verunreinigungen, die demnach hier wirksam ausgeschaltet worden sind. konnten <daher die Bariumsup,eroxydausb!eute auch nicht mehr herabdrücken. Es wurde eine um io % höhere Ausheube als nach den bisher üblichen Verfahren erzielt, die gerade auf dem Gebiet, um das es sich liier handelt, ganz erheblich ist. Diese Ausbeutesteigerung wird nur durch den Kreisprozeß und durch die selbsttätige Ausscheidung der Verunneinigungeü im Verlaufe dieses Proz,esscs möglich.

Claims (2)

  1. PATENT-\\S1'Itl`CIII_: i. Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd aus Bariumsuperoxyd und Phosphorsäure, dadurch gekennzeichnet, daß das gefällte Bariumphosphat mit Kohlenstoff oder kohlenstoffhaltigen Materialien erhitzt, der abgeschiedene elementare Phosphor auf Phosphorsäure in an sich . lsekannter Weise weiterverarbeitet, das erhaltene Bariumcarbid mit Wasser zil Acetylen und Bariumhydroxyd umgesetzt, aus der Barhimhydroxydlösung Bariumcarbonat mit Alkalicarbonat ausgefällt und dann das Bariumcarbonat in an sich bekanuter Weise auf ßariumsupcroxyd verarbeitet wird, worauf dieses mit der ziirückge\vonnenen Phosphorsäure zii Bariumphosphat und Wasserstoffsuperoxyd zersetzt wird. .
  2. 2. Verfahren nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß das erhaltene Bariumli~-droxyd zunächst durch teilweise oder vollst@indige Umsetzung mit einem löslichen Sulfat in Bariumsulfat, mit Kohlenstol=c in Bariumsulfid und anschließend durch Kohlensäure: in ß@riumcarbon@il übergeführt wird. .
DEC47128D 1932-11-09 1932-11-09 Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd Expired DE657291C (de)

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