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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines β-Hydroxyesters.
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Der β-Hydroxyester
der vorliegenden Erfindung weist eine aktive Hydroxylgruppe in β-Position
auf und stellt eine sehr wichtige Verbindung für die synthetische Chemie dar.
Zum Beispiel ist die 3-Hydroxycepham-Verbindung, die leicht in das
3-Norcephem-Gerüst umgewandelt
werden kann, ein wichtiges Zwischenprodukt von Ceftizoxim oder Ceftibuten,
die beide als Arzneimittel zur Injektion bzw. als oral verabreichte
Arzneimittel in großem
Umfang verwendet werden (Katsuji Sakai, "Handbook of Latest Antibiotics", 9. Auflage, Seiten
72 und 85, 1994), und in der Industrie in großem Umfang im Einsatz.
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TECHNISCHER HINTERGRUND
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Ein β-Ketoester
ist im allgemeinen unter Reaktionsbedingungen instabil, bei denen
in der Regel Hydrolyse auftritt, wie z.B. bei alkalischen Bedingungen.
Die Reduktion von β-Ketoester
unter derartigen Bedingungen beinhaltet verschiedene Nebenreaktionen,
was es erschwert, das ins Auge gefasste Produkt zu erhalten.
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Zum
Beispiel ist eine 3-Ketocepham-Verbindung (3-Hydroxycephem-Verbindung)
unter derartigen Reaktionsbedingungen instabil und ergibt bei Reaktion
ein Reaktionsprodukt in geringen Ausbeuten, so dass die Reaktion
bei einer außerordentlich
geringen Temperatur durchgeführt
werden sollte. Genauer gesagt beinhalten bekannte Verfahren solche,
die in JP-B-59-34714 und Pure & Appl.
Chem., 59, 1041 (1987) (hier im folgenden als "Veröffentlichung
1" bezeichnet) beschrieben
sind. JP-B-59-34714 offenbart ein Verfahren, bei dem die Reaktion
in Methanol bei 0°C
durchgeführt
wird. Das reproduzierte Verfahren zeigt, dass ein Produkt in einer
Ausbeute von nur 50 bis 60% hergestellt wird. Andererseits offenbart
die Veröffentlichung
1 ein Verfahren, bei dem eine 3-Hydroxycephem-Verbindung in einer
Lösungsmittelmischung
von Dichlormethan und Methanol gelöst wird und die Lösung bei –60°C unter Verwendung
von Natriumborhydrid reduziert wird. Da die Reaktion bei einer niedrigen
Temperatur von –60°C ausgeführt wird,
ist das Verfahren industriell nicht vorteilhaft.
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Die
Veröffentlichung
1 gibt an, dass, wenn die Reduktion bei 0°C durchgeführt wird, d.h. einer gewöhnlich eingesetzten
Temperatur, eine Reaktion stattfindet, die den Substituenten R3 entfernt, was zur Herstellung des beabsichtigten
Produkts in sehr geringer Ausbeute führt. Das Verfahren von JP-B-59-3414
liefert ein Produkt in einer geringen Ausbeute, wahrscheinlich aus
demselben Grund.
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Helvetica
Chimica Acta 57, 1919 (1974) (hier im folgenden als "Veröffentlichung
2" bezeichnet) offenbart
ein Verfahren, bei dem Exomethylencepham einer Ozonzersetzung unterworfen
wird, wie nachstehend in einem Schema erläutert, was eine 3-Hydroxycephem-Verbindung
ergibt, während
Ozonid gleichzeitig im gleichen Reaktionssystem reduziert wird,
um eine 3-Hydroxycepham-Verbindung zu ergeben. Die Ausbeute des Produkts
ist aber so gering wie 31,8%, was bedeutet, dass das Verfahren für den praktischen
Einsatz nicht geeignet ist.
worin
R eine Benzylgruppe ist.
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Wie
vorstehend beschrieben ist ein praktisches Verfahren zur Herstellung
eines β-Hydroxyesters
aus einem β-Ketoester
geringer Stabilität
nicht bereitgestellt worden. Derzeit gibt es einen dringenden Bedarf
nach der Entwicklung eines industriell praktikablen Verfahrens.
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Ein
Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens,
das zur Herstellung eines β-Hydroxyesters
in großem
Umfang anwendbar ist, wobei das Verfahren die Nachteile der herkömmlichen
Verfahren nicht aufweist und den ins Auge gefassten β-Hydroxyester
in einer hohen Ausbeute und mit einer hohen Reinheit ergeben kann.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung liefert ein Verfahren wie in Anspruch 1 beansprucht
zur Herstellung eines β-Hydroxyesters,
umfassend das Reduzieren eines β-Ketoesters
in Anwesenheit eines Salzes von Ammoniumborhydrid.
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Bei
dem Versuch der Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung eines β-Hydroxyesters
hat der Erfinder seine Aufmerksamkeit auf die Tatsache gerichtet, dass
der β-Hydroxyester
oder β-Ketoester
ein sehr instabiles Verhalten bei der Reduktion unter alkalischen
Bedingungen zeigt.
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Es
ist bekannt, dass die Reduktion bei einer relativ hohen Temperatur
(z.B. etwa 0°C)
Nebenreaktionen wie Hydrolyse mit sich bringt, wodurch die ins Auge
gefasste Verbindung in geringerer Ausbeute und mit einer geringeren
Reinheit erhalten wird. Zum Beispiel liefert die Reaktion von Veröffentlichung
1 (C6H5)2CHOH als ein Nebenprodukt. Die Veröffentlichung
1 erläutert,
dass das Nebenprodukt aufgrund des Angriffs durch Hydrid gebildet
wird, wenn die Reaktionstemperatur auf etwa 0°C erhöht wird.
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Unter
der Berücksichtigung,
dass das Nebenprodukt aufgrund einer hohen, von Natriumborhydrid stammenden
Basizität
oder aufgrund eines starken Hydridreduktionsvermögens von Natriumborhydrid gebildet
wird, versuchte der Erfinder ein Salz von Borhydrid zu finden, welches
die Basizität
im Reaktionssystem nicht erhöht
und in der Lage ist, einen β-Ketoester
oder dessen Keto-Enol-Isomer selektiv zu reduzieren.
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Es
ist bereits bekannt, ein Salz von Borhydrid, wie ein Aluminium-,
Lithium- oder Zinksalz,
im Reaktionssystem für
den Einsatz in der Reduktion zu erzeugen. Dieses Salz erreichte
das ins Auge gefasste Ziel aber nicht. Andererseits ist ein Salz
von Ammoniumborhydrid bislang für
diesen Zweck nicht verwendet worden und wurde als nützliches
Reagenz erstmals in dieser Erfindung vorgeschlagen. Es wurde festgestellt,
dass die vorstehende Reduktion in Anwesenheit eines Salzes von Ammoniumborhydrid
in vorteilhafter Weise fortschreitet, was den ins Auge gefassten β-Hydroxyester
in hoher Ausbeute und mit einer hohen Reinheit ergibt. Ferner wurde
kein Nebenprodukt gebildet, selbst wenn die Reaktionstemperatur
auf 0°C
angehoben wurde.
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In
der vorliegenden Erfindung wird ein β-Hydroxyester durch Reduktion
von β-Ketoester
in Anwesenheit eines Salzes von Ammoniumborhydrid hergestellt.
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Der β-Ketoester
zur Verwendung als Ausgangsmaterial im Verfahren der vorliegenden
Erfindung beinhaltet eine durch die Formel (1) dargestellte 3-Ketocepham-Verbindung
und eine durch die Formel (1')
dargestellte 3-Hydroxycephem-Verbindung,
welche das Keto-Enol-Isomer der 3-Ketocepham-Verbindung ist
worin R
1 ein
Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Aminogruppe, eine geschützte Aminogruppe
oder eine Gruppe -N=CH-Ar (worin Ar eine Phenylgruppe gegebenenfalls
mit einem Substituenten ist) ist, R
2 eine
niedere C
1–4-Alkylgruppe,
die gegebenenfalls eine Hydroxylgruppe oder eine geschützte Hydroxylgruppe
als Substituenten aufweist, ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom,
eine niedere C
1–4-Alkoxygruppe, eine
niedere C
1–4-Acylgruppe,
eine Hydroxylgruppe oder eine geschützte Hydroxylgruppe ist und
R
3 ein Wasserstoffatom oder eine Carbonsäure-Schutzgruppe
ist
worin R
1,
R
2 und R
3 wie vorstehend
definiert sind.
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Beispiele
für die
in der vorliegenden Beschreibung beschriebenen Gruppen sind folgende,
sofern es nicht anders angegeben wird:
Halogenatom bedeutet
Fluor, Chlor, Brom oder lod. Eine niedere Alkylgruppe bedeutet eine
geradkettige oder verzweigte Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
wie Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sek.-Butyl
und tert.-Butyl.
Beispiele für
die niederen Alkoxygruppen sind geradkettige oder verzweigte Alkoxygruppen
mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, wie Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, Isopropoxy,
n-Butoxy, Isobutoxy, sek.-Butoxy und tert.-Butoxy.
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Beispiele
für die
geschützte
Aminogruppe, die durch R1 dargestellt ist,
sind Phenoxyacetamido, p-Methylphenoxyacetamido, p-Methoxyphenoxyacetamido,
p-Chlorphenoxyacetamido, p-Bromphenoxyacetamido, Phenylacetamido,
p-Methylphenylacetamido, p-Methoxyphenylacetamido, p-Chlorphenylacetamido,
p-Bromphenylacetamido, Phenylmonochloracetamido, Phenyldichloracetamido,
Phenylhydroxyacetamido, Phenylacetoxyacetamido, α-Oxophenylacetamido, Thienylacetamido,
Benzamido, p-Methylbenzamido, p-tert.-Butylbenzamido, p-Methoxybenz amido,
p-Chlorbenzamido, p-Brombenzamido usw. Neben diesen gibt es Gruppen,
die in "Protective
Groups in Organic Synthesis, von Theodora W. Greene, 1981, von John
Wiley & Sons Inc." (hier im folgenden
als "Veröffentlichung
3" bezeichnet, Kapitel
7 (Seiten 218 – 287),
offenbart sind, und Phenylglycylamido, Phenylglycylamido, in dem
die Aminogruppe geschützt
ist, p-Hydroxyphenylglycylamido und p-Hydroxyphenylglycylamido,
in dem Amino und/oder Hydroxyl oder beide geschützt sind. Beispiele für Schutzgruppen
für das
Amino der Phenylglycylamidogruppe und der p-Hydroxyphenylglycylamidogruppe
sind jene, die in Veröffentlichung
3, Kapitel 7 (Seiten 218 bis 287), offenbart sind. Beispiele für Schutzgruppen
für das
Hydroxyl von p-Hydroxyphenylglycylamido sind jene, die in der Veröffentlichung
3, Kapitel 2 (Seiten 10 bis 72), offenbart sind.
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Beispiele
für Phenylgruppen,
die durch Ar in der Gruppe -N=CH-Ar dargestellt sind, die durch
R1 definiert ist, sind Phenyl- und substituierte
Phenylgruppen, wie p-Methoxyphenyl,
p-Nitrophenyl und m-Hydroxyphenyl, die einen Substituenten ausgewählt aus
niederem C1–4-Alkoxyl,
Nitro oder Hydroxyl aufweisen.
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Beispiele
für niederes
Acyl, das durch R2 dargestellt ist, sind
geradkettige oder verzweigte Acylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
wie Formyl, Acetyl, Propionyl, Butyryl und Isobutyryl.
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Beispiele
für geschützte Hydroxylgruppen
für durch
R2 dargestelltes niederes Alkyl und substituiert
mit einer Hydroxylgruppe oder einer geschützten Hydroxylgruppe und Beispiele
für Schutzgruppen
für das
durch R2 dargestellte geschützte Hydroxyl
sind jene, die in der Veröffentlichung
3, Kapitel 2 (Seiten 10 bis 72), offenbart sind. Die vorstehend
genannten niederen Alkylgruppen, die durch R2 dargestellt
sind, sind durch Substituenten der gleichen Art oder von unterschiedlicher
Art ausgewählt
aus Hydroxylgruppen und den geschützten Hydroxylgruppen wie vorstehend
definiert substituiert und mindestens einer dieser Substituenten
kann am gleichen oder an einem verschiedenen Kohlenstoffatom substituiert
sein.
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Beispielhaft
für Carbonsäure-Schutzgruppen,
die durch R3 dargestellt sind, sind Benzyl,
p-Methoxybenzyl, p-Nitrobenzyl, Diphenylmethyl, Trichlorethyl, tert.-Butyl oder die Gruppen,
die in der Veröffentlichung 3,
Kapitel 5 (Seite 152 bis 192), beschrieben sind.
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Die
3-Ketocepham-Verbindung (1) und deren Keto-Enol-Isomer (1') können nach
dem in Veröffentlichung
1 offenbarten Verfahren hergestellt werden, wie in nachstehendem
Reaktionsschema gezeigt. In dem Schema steht Me für Methyl,
Ph für
Phenyl, Ts for Tosyl und Py für
Pyridyl.
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Wenn
die 3-Ketocepham-Verbindung (1) oder deren Keto-Enol-Isomer (1') als Ausgangsmaterial
in der vorliegenden Erfindung verwendet wird, kann die durch die
Formel (2) dargestellte 3-Hydroxycepham-Verbindung in hoher Ausbeute
und mit hoher Reinheit hergestellt werden.
worin R
1,
R
2 und R
3 wie vorstehend
definiert sind.
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Das
Salz von Ammoniumborhydrid zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung
beinhaltet nicht nur Ammoniumborhydrid, sondern auch Tetramethylammoniumborhydrid,
Tetraethylammoniumborhydrid, Tetra-n-propylammoniumbor hydrid, Tetra-n-butylammoniumborhydrid
und entsprechende Tetraalkylammoniumborhydride. Die Menge des Salzes
von Ammoniumborhydrid, die in der Erfindung zu verwenden ist, ist
nicht besonders beschränkt
und ist so, dass der als Ausgangsmaterial verwendete β-Ketoester
vollständig
verbraucht wird. Die Menge ist gewöhnlich 1 bis 10 mol, bevorzugt
1 bis 3 mol, pro mol eingesetztem β-Ketoester.
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In
der vorliegenden Erfindung ist es möglich, ein Salz von Ammoniumborhydrid
zu verwenden, das im Reaktionssystem hergestellt wird. Das Salz
von Ammoniumborhydrid kann durch die Anwesenheit von Alkalimetallsalz
von Borhydrid und Ammoniumsalz im Reaktionssystem gebildet werden.
Beispiele für
Alkalimetallsalze von Borhydrid sind Natriumborhydrid und Kaliumborhydrid.
Die Alkalimetallsalze von Borhydrid können entweder allein oder in
Kombination verwendet werden. Die Menge von Alkalimetallsalz von
Borhydrid, das in der Erfindung zu verwenden ist, ist nicht besonders
beschränkt
und ist so, dass der β-Ketoester,
der als Ausgangsmaterial verwendet wird, aufgrund des Salzes von
Ammoniumborhydrid, das durch die Reaktion von Alkalimetallsalz von
Borhydrid mit Ammoniumsalz gebildet wird, vollständig verbraucht wird. Die Menge
beträgt gewöhnlich 1
bis 10 mol, bevorzugt 1 bis 3 mol, pro mol eingesetztem β-Ketoester.
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Geeignete
Ammoniumsalze sind z.B. Ammoniumchlorid, Ammoniumbromid, Ammoniumiodid,
Tetraethylammoniumchlorid, Tetrabutylammoniumbromid und entsprechende
halogenierte Ammoniumsalze, Ammoniumperchlorat, Tetraethylammoniumperchlorat,
Tetrabutylammoniumperchlorat und entsprechende Salze von Ammoniumperchlorat,
Tetrabutylammoniumtosylat und entsprechende Salze von Ammoniumsulfonat,
Tetraethylammoniumborfluorid, Tetrabutylammoniumborfluorid und entsprechende
Salze von Ammoniumborfluoriden. Von diesen sind halogenierte Ammoniumsalze
bevorzugt geeignet.
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Ammoniumsalze
können
entweder allein oder in Kombination verwendet werden. Die Menge
an zu verwendendem Ammoniumsalz ist nicht besonders beschränkt und
kann in geeigneter Weise aus einem breiten Bereich ausgewählt werden.
Die Menge beträgt
gewöhnlich
0,01 bis 5 kg, bevorzugt 0,1 bis 2 kg, pro kg eingesetztem β-Ketoester.
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Die
Reduktion der vorliegenden Erfindung wird gewöhnlich in einem Lösungsmittel
durchgeführt.
Geeignete Lösungsmittel
sind z.B. Methanol, Ethanol, Propanol, n-Butanol und entsprechende
geradkettige niedere Alkylalkohole, 2-Propanol, 2-Butanol, tert.-Butanol
und entsprechende verzweigtkettige niedere Alkylalkohole, Ethylenglycol,
Propylenglycol und entsprechende zweiwertige Alkohole, Diethylether,
Ethylpropylether, Ethylbutylether, Dipropylether, Diisopropylether,
Dibutylether, Methylcellosolve, Dimethoxyethan, Diglyme, Triglyme
und entsprechende Ether, Tetrahydrofuran, Dioxan, Dioxolan und entsprechende
cyclische Ether, Acetonitril, Propionitril, Butyronitril, Isobutyronitril,
Valeronitril und entsprechende Nitrile, Benzol, Toluol, Xylol, Chlorbenzol,
Anisol und entsprechend substituierte oder unsubstituierte aromatische
Kohlenwasserstoffe, Dichlormethan, Chloroform, Dichlorethan, Trichlorethan,
Dibromethan, Propylendichlorid, Tetrachlorkohlenstoff und entsprechend
halogenierte Kohlenwasserstoffe, Pentan, Hexan, Heptan, Octan und
entsprechende aliphatische Kohlenwasserstoffe, Cyclopentan, Cyclohexan,
Cyclopentan, Cyclooctan und entsprechende Cycloalkane.
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Diese
Lösungsmittel
können
entweder allein oder in Kombination verwendet werden. Von diesen
sind geradkettige, niedere Alkylalkohole und Lösungsmittelmischungen von derartigen
Alkoholen und anderen Lösungsmitteln
bevorzugte Lösungsmittel.
Diese Lösungsmittel
können
Wasser enthalten, falls erforderlich. Die Menge des zu verwendenden
Lösungsmittels
ist nicht besonders beschränkt,
beträgt
aber gewöhnlich
etwa 2 bis 200 l, bevorzugt etwa 5 bis 50 l, pro kg eingesetztem β-Ketoester.
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Die
Reaktion nach der Erfindung wird bei einer Temperatur von –78 bis
+150°C,
bevorzugt –30
bis +50°C
durchgeführt
und ist gleichzeitig mit Fertigstellung der Mischung der Ausgangsverbindungen
oder etwa 10 h oder weniger nach Mischung abgeschlossen.
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Wenn
das erhaltene Produkt eine instabile Verbindung in der vorliegenden
Erfindung ist, ist es, falls erforderlich, möglich, das Salz von Ammoniumborhydrid,
das im Reaktionssystem nach Vervollständigung der Reaktion verbleibt,
zu inaktivieren. Die Inaktivierung kann durch Zugabe einer anorganischen
Säure,
wie Salzsäure,
Salpetersäure
oder Schwefelsäure,
zum Reaktionssystem erfolgen.
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Das
gewünschte
Produkt, das durch die Reaktion der Erfindung erhalten wird, d.h.
die 3-Hydroxycepham-Verbindung, kann durch übliche Mittel ohne weiteres
aus dem Reaktionssystem gewonnen und gereinigt werden.
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Die
vorliegende Erfindung wird unter Bezugnahme auf die folgenden Beispiele
und Vergleichsbeispiele ausführlich
erläutert.
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BEISPIEL 1
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1
g der Verbindung (1a) (durch die Formel (1) dargestellte Verbindung,
worin R1 = PhCH2CONH,
R2 = H und R3 =
CH2C6H4-p-OCH3) und 0,5 g Ammoniumchlorid wurden eingewogen
und in einen 300 ml Vierhalskolben gegeben und anschließend wurden
10 ml Methanol zugegeben. Die Mischung wurde gerührt, um eine Lösung zu
erhalten. Die Lösung
wurde auf 0°C
gekühlt
und 0,11 g Natriumborhydrid wurden allmählich zugegeben. Der Fortschritt
der Reaktion wurde durch Hochleistungsflüssigchromatographie (HPLC) überwacht.
Nachdem festgestellt worden war, dass die als Ausgangsverbindung
verwendete Verbindung (1a) vollständig verbraucht war, wurden
5 ml 1 N Salzsäure
zugegeben, wodurch das verbleibende Ammoniumborhydrid inaktiviert
wurde und gleichzeitig das Reaktionsprodukt auskristallisierte.
Die erhaltenen Kristalle wurden durch Filtration unter vermindertem
Druck von der Aufschlämmung
abgetrennt, mit 33% Wasser enthaltendem Isopropanol gewaschen und
unter vermindertem Druck getrocknet, was 0,91 g (Ausbeute 91 %)
der ins Auge gefassten Verbindung (2a) ergab (Verbindung der Formel
(2), worin R1, R2 und
R3 wie vorstehend definiert sind).
1H-NMR (DMSO-d6) δ 2,70 (dd,
J = 3,6, 13,2 Hz, 1H), 3,09 (dd, J = 10,5, 13,2 Hz, 1H), 3,50 (d,
J = 13,0 Hz, 1H), 3,54 (d, J = 13,0 Hz, 1H), 3,73 (s, 3H), 3,91
(m, 1H), 4,56 (d, J = 6,0 Hz, 1H), 5,04 (d, J = 4,1Hz, 1H), 5,05 (d,
J = 12,1Hz, 1H), 5,10 (d, J = 12,1Hz, 1H), 6,33 (dd, J = 4,1, 8,2
Hz, 1H), 5,99 (d, J = 4,2 Hz, 1H), 6,88–7,37 (m, 9H), 9,06 (d, J =
8,2 Hz, 1H).
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VERGLEICHSBEISPIEL 1
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Die
Reaktion erfolgte auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1, außer dass
Ammoniumchlorid nicht verwendet wurde, was nur 0,32 g (Ausbeute
32%) der ins Auge gefassten Verbindung (2a) ergab.
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BEISPIELE 2 BIS 10
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Die
Reaktion wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer dass
die Lösungsmittel durch
die in Tabelle 1 gezeigten ersetzt wurden. Tabelle 1 gibt auch die
Ausbeuten der ins Auge gefassten Verbindung (2a) an.
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BEISPIELE 11 BIS 15
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Die
Reaktion erfolgte auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1, außer dass
die Reaktionstemperatur wie in Tabelle 2 gezeigt geändert wurde.
Tabelle 2 gibt auch die Ausbeuten der ins Auge gefassten Verbindung (2a)
an.
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BEISPIELE 16 BIS 20
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Die
Reaktion erfolgte auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1, außer dass
die Menge an eingesetztem Ammoniumchlorid auf die in Tabelle 3 gezeigte
geändert
wurde. Tabelle 3 gibt auch die Ausbeuten der ins Auge gefassten
Verbindung (2a) an.
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BEISPIELE 21 BIS 24
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Die
Reaktion erfolgte auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1, außer dass
Ammoniumchlorid durch die anderen, in Tabelle 4 gezeigten Ammoniumsalze
ersetzt wurde. Tabelle 4 gibt auch die Ausbeute der ins Auge gefassten
Verbindung (2a) an.
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BEISPIELE 25 BIS 29
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Die
Reaktion erfolgte auf die gleiche Weise wie in Beispiel 1, außer dass
die Menge an Methanol in die in Tabelle 5 gezeigte geändert wurde.
Tabelle 5 gibt auch die Ausbeuten der ins Auge gefassten Verbindung (2a)
an.
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BEISPIEL 30
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250
g der Verbindung (1b) (durch die Formel (1) dargestellte Verbindung,
worin R1 = PhCH2CONH,
R2 = H und R3 =
CHPh2) und 125 g Ammoniumchlorid wurden
eingewogen, in einen 5.000 ml Vierhalskolben gegeben und anschließend erfolgte
eine Zugabe von 2.500 ml Methanol. Die Mischung wurde gerührt, um
eine Lösung
zu erhalten. Die Lösung
wurde auf 0°C
abgekühlt
und 25 g Natriumborhydrid wurden allmählich zugegeben. Der Fortschritt
der Reaktion wurde durch HPLC überwacht.
Nach Bestätigung,
dass die als Ausgangsverbindung verwendete Verbindung (1a) vollständig verbraucht
war, wurden 1.250 ml 1N Salzsäure
zugegeben, wodurch das verbleibende Ammoniumborhydrid inaktiviert
wurde und gleichzeitig das Reaktionsprodukt kristallisierte. Die
Kristalle wurden durch Filtration unter vermindertem Druck aus der
Aufschlämmung
getrennt, mit 33% Wasser enthaltendem Isopropanol gewaschen und
unter vermindertem Druck getrocknet, was 225 g (Ausbeute 90%) der
ins Auge gefassten Verbindung (2b) ergab (Verbindung der Formel
(2), worin R1, R2 und R3 wie vorstehend definiert sind).
1H-NMR (DMSO-d6) δ 2,73 (dd,
J = 3,3, 13,2 Hz, 1H), 3,08 (dd, J = 10,5, 13,2 Hz, 1H), 3,42 (d,
J = 13,8 Hz, 1H), 3,55 (d, J = 13,8 Hz, 1H), 4,01 (m, 3H), 4,71
(d, J = 6,3 Hz, 1H), 5,08 (d, J = 3,9 Hz, 1H), 5,37 (dd, J = 3,9, 8,1Hz,
1H), 6,09 (d, J = 4,2 Hz, 1H), 6,83 (s, 1H), 7,20 – 7,42 (m,
15H), 9,07 (d, J = 8,1Hz, 1H)
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BEISPIEL 31
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10
g Methylacetoacetat (CH3COCH2COOCH3) und 25 g Ammoniumchlorid wurden eingewogen
und in einen 300 ml Vierhalskolben gegeben und anschließend wurden
100 ml Methanol zugegeben. Die Mischung wurde gerührt, um
eine Lösung
zu erhalten. Die Lösung
wurde auf 0 bis 3°C
abgekühlt
und 4,6 g Natriumborhydrid wurden allmählich zugegeben. Nach Zugabe
von Natriumborhydrid wurde bei der gleichen Temperatur 30 min gerührt. 100
ml 1 N Salzsäure
wurden zur Mischung gegeben und es erfolgte eine Extraktion mit
200 ml Ethylacetat und 200 ml Wasser. Die Ethylacetat-Schicht wurde
mit 100 ml 2% wässriger
Lösung
Natriumbicarbonat gewaschen. Dann wurde die Mischung über wasserfreiem
Natriumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck konzentriert,
was 5,6 g (Ausbeute 51 %) des gewünschten Methylesters von 3-Hydroxybutansäure [CH3CH(OH)CH2COOCH3] ergab.
1H-NMR
(CDCl3) δ 1,21
(d, J = 6,3 Hz, 1H), 2,39 (dd, J = 8,1, 16,5 Hz, 1H), 2,49 (dd,
J = 4,2, 16,5 Hz, 1H), 2,89 (d, J = 3,6 Hz, 1H), 3,70 (s, 3H), 4,19
(m, 1H)
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VERGLEICHSBEISPIEL 2
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Die
Reaktion wurde auf die gleiche Weise wie in Beispiel 31 durchgeführt, außer dass
Ammoniumchlorid nicht verwendet wurde, aber der gewünschte Methylester
von 3-Hydroxybutansäure
wurde nicht erhalten.
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GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
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Nach
der vorliegenden Erfindung kann der ins Auge gefasste β-Hydroxyester
durch ein praktisches Verfahren in hoher Ausbeute und mit hoher
Reinheit erhalten werden.