DE69839136T2 - Verfahren zum Polieren unterschiedlicher leitender Schichten in einer halbleitende Anordnung - Google Patents

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Description

  • Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf Polierprozesse und spezieller auf Prozesse zum Polieren von Halbleitervorrichtungssubstraten.
  • Hintergrund der Erfindung
  • Chemisch-Mechanisches Polieren (CMP) wird derzeit zum Polieren einer Vielzahl von in Halbleitervorrichtungen zu findenden Materialien verwendet. Zu diesen Materialien gehören Metalle, wie zum Beispiel Wolfram, Aluminium und Kupfer. Unabhängig vom Typ des zu polierenden Materials werden ähnliche Verfahren verwendet. Beispielsweise beinhaltet ein Poliersystem typischerweise eine Polierplatte, auf der ein Polierbelag befestigt ist. Während die Platte gedreht wird, wird ein Polierschlamm ausgegeben während ein Halbleiter- Wafer gegen den Belag gepresst wird. Eine Kombination aus der chemischen Reaktion zwischen dem Polierschlamm und der zu polierenden Schicht und der mechanischen Wechselwirkung zwischen Schleifmitteln im Polierschlamm und der zu polierenden Schicht bewirken die Planarisierung der Schicht.
  • In einigen Fällen sind zwei Schichten aus unterschiedlichen Materialien übereinander in einem Halbleitersubstrat abgelagert und müssen beide poliert werden, vorzugsweise in einem kontinuierlichen Poliervorgang, um die Durchlaufzeit zu minimieren. Kommerziell verfügbare Polierschlämme bieten keine idealen Eigenschaften zum Polieren von zwei ungleichen Materialen während desselben Poliervorgangs. Beispielsweise unterscheiden sich beim Polieren von Wolfram, das auf einer Titan/Titannitrid-Schicht abgelagert ist, die Poliereigenschaften von Wolfram und der Titanschicht sehr stark. Titan ist ein Material, das relativ schwierig mit einer Polierschlamm-Zusammensetzung zu polieren ist, die für Wolfram-Polierung optimiert ist. Polierschlammrezepturen, die erfolgreich Titan polieren, polieren typischerweise Wolfram nicht genauso schnell wie andere Polierschlämme. In den meisten Fällen führt das Optimieren der Polierbedingungen für ein Material, zum Beispiel Wolfram, zu einer Verschlechterung der Poliereigenschaften der anderen Materialien, zum Beispiel Titan.
  • Ein bekanntes Verfahren zum Polieren einer Kombination von Wolfram und Titan ist, einen relativ harten oder abrasiven Polierbelag, wie zum Beispiel einen Suba 500, hergestellt von Rodel, Inc., Delaware, mit einem Polierschlamm zu verwenden, der entworfen ist zur Wolframpolierung (zum Beispiel ein Eisen(III)-Nitrat-Polierschlamm). Der Polierschlamm reagiert nicht signifikant chemisch mit dem Titan, weswegen die Verwendung eines härteren Polierbelags effektiv ist, um mechanisch Titan zu entfernen. Dennoch gehören zu den Problemen mit diesen Verfahren 1) eine geringere Wolfram-Polierrate als wenn ein weicherer Belag benutzt wird und 2) eine große Oxidentfernung oder Erosion während des Polierens. Oxidentfernung oder Erosion ist unerwünscht, denn sie ist im Allgemeinen ungleichförmig auf dem Wafer, wobei sie schneller geschieht in dichten Funktionsfeldern und langsamer in peripheren Bereichen. Eine Verwendung eines weicheren Belags, wie zum Beispiel eines Politex-Belags, ebenfalls von Rodel, Inc., Wilmington, Delaware, führt zu weniger Oxidentfernung, aber entfernt Titan unzureichend.
  • Ein anderes Verfahren, um das Problem des Polierens von Wolfram und Titan zu bewältigen, besteht darin, das Wolfram wegzupolieren, aber die Titanschicht auf ihrem Platz zu lassen. (Eine) Verbindungsmetallschicht(en), wie zum Beispiel Aluminium, wird dann auf der verbleibenden Titanschicht abgelagert, und die Aluminium- und Titanschichten werden gleichzeitig gemustert und geätzt. Durch das Ätzen der Titanschicht mit dem Aluminium wird die Notwendigkeit beseitigt, das Titan wegzupolieren. Allerdings ist die Titanschicht trotzdem dem Polierprozess während des Polierens von Wolfram ausgesetzt. In Folge dessen ist die Qualität des Titans unter dem Aluminium mangelhaft und die Zuverlässigkeit der resultierenden Aluminiumverbindungen ist herabgesetzt.
  • Ein anderer Ansatz, ungleiche Schichten zu polieren, ist in US 5,516,346 offenbart. US 5,516,346 offenbart einen Polierprozess mit drei Polierschlämmen, bei dem ein erster Kaliumhexacyanidoferrat(III) enthaltender Polierschlamm, der einen pH-Wert von weniger als 4 und mehr als 2 hat, verwendet wird, um Wolfram-, Wolfram-Silizid-, Kupfer- oder Titannitrid-Belag zu polieren, ein zweiter Polierschlamm, der durch Verdünnen des ersten Polierschlamms mit entionisiertem Wasser in einem Verhältnis von ungefähr 9:1 erzeugt wird, um Titannitrid zu polieren, und ein dritter, Kaliumfluorid enthaltender Polierschlamm, der einen pH-Wert von ungefähr 5,2 hat, um Titan zu polieren.
  • EP-A-0 295 754 offenbart die Verwendung von Oxalsäure in Polierfluiden zum Polieren von Metallen.
  • Folglich gibt es in der Industrie einen Bedarf, einen Polierprozess einzuführen, mit dem zwei ungleiche leitfähige Materialen auf eine kostengünstige Weise poliert werden können, die zuträglich ist für ein Fertigungsumfeld.
  • Zusammenfassung der Erfindung
  • Gemäß einem ersten Aspekt stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer Halbleitervorrichtung zur Verfügung, wie es in Anspruch 1 beansprucht wird.
  • Weitere Aspekte ergeben sich wie in den abhängigen Ansprüchen beansprucht.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ist eine schematische Ansicht einer chemisch-mechanischen Poliervorrichtung zum Polieren einer Halbleitervorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • 2–5 veranschaulichen in Schnittzeichnungen einen Abschnitt eines Halbleitervorrichtungssubstrats, der entsprechend einer Ausführungsform der vorliegenden poliert wird.
  • 6 veranschaulicht in einer Schnittzeichnung einen Abschnitt eines Halbleitervorrichtungssubstrats, hergestellt entsprechend einer anderen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
  • Detaillierte Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
  • Allgemein stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Polieren von zwei ungleichen leitfähigen Materialien vor, die auf einem Halbleitervorrichtungssubstrat abgelagert sind. Während dem Stand der Technik entsprechende Techniken zum Polieren von sequentiell abgelagerten ungleichen Materialien einen gemeinsamen Polierschlamm und Satz von Polierparametern verwenden, optimiert die vorliegende Erfindung das Polieren von jedem der leitfähigen Materialien unabhängig, obwohl dieselbe Polieranlage für eine effiziente Herstellung verwendet wird. In einer Ausführungsform wird eine Wolframschicht auf einer Titanschicht abge lagert, und die zwei Schichten werden mit einer Poliervorrichtung, aber zwei unterschiedlichen Polierschlammrezepturen poliert. Eine erste Polierschlammzusammensetzung ist für das Polieren von Wolfram optimiert, und eine zweite Polierschlammzusammensetzung ist für das Polieren von Titan optimiert. Die beiden Polierschlämme können sequentiell auf dieselbe Polierplatte und Belag aus zwei unterschiedlichen Quellen ausgegeben werden, wobei der erste Polierschlamm ausgegeben wird, bis das Wolfram entfernt ist und die Polierschlammausgabe umgeschaltet wird auf den zweiten Polierschlamm, um das Titan zu entfernen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die erste Polierschlammzusammensetzung ein auf Eisen(III)-Nitrat basierender Polierschlamm, während die zweite Polierschlammzusammensetzung ein auf Oxalsäure basierender Polierschlamm ist. In dieser Ausführungsform haben beide Polierschlämme einen ähnlichen pH-Wert (sowohl Eisen(III)-Nitrat als auch Oxalsäure sind sauer). Eine Verwendung eines Oxalsäure-Polierschlamms als die zweite Polierschlammzusammensetzung poliert nicht nur Titan effizienter als herkömmliche Wolfram-Polierschlammrezepturen, sondern bindet auch Eisenatome, um eine ungewollten Eintragung von Eisen in dielektrische Schichten des Halbleitervorrichtungssubstrats zu verhindern. Vorzugsweise wird ein Polieren der zwei leitfähigen Schichten erreicht, indem derselbe Polierbelag verwendet wird und während das Halbleitersubstrat kontinuierlich in Kontakt mit dem rotierenden Belag ist, wobei aber die zwei unterschiedlichen Polierschlämme sequentiell auf denselben Belag aufgebracht werden, um die zwei unterschiedlichen leitfähigen Materialien zu polieren. Dadurch, dass die zwei unterschiedlichen Polierschlämme bloß auf dieselbe Polier platte und Belag ausgegeben werden, wird die Herstellungszeit nicht nachteilig beeinflusst, da ein Transport der Wafer zwischen Poliervorgängen unnötig ist.
  • Diese und andere Merkmale und Vorteile werden besser verständlich durch die folgende detaillierte Beschreibung in Verbindung mit den 1–5. Es ist wichtig, herauszustellen, dass die Abbildungen nicht notwendigerweise maßstabgerecht sind und dass voraussichtlich andere Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung gibt, die nicht speziell veranschaulicht sind.
  • 1 beinhaltet eine schematische Ansicht eines Abschnittes einer chemisch-mechanischen Poliervorrichtung 10, geeignet zur Verwendung bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung. Die chemisch-mechanische Poliervorrichtung 10 hat zwei Bereiche, die einen Zufuhrbereich 11 und einen Polierbereich 13 beinhalten. Innerhalb des Zufuhrbereiches gibt es zwei Behälter 111 und 112. Die zwei Behälter 111 und 112 enthalten zwei verschiedene Polierfluide zum Polieren von zwei verschiedenen leitfähigen Schichten eines Halbleitervorrichtungssubstrats gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Behälter 111 enthält beispielsweise einen Wolfram polierenden Schlamm, wie zum Beispiel Eisen(III)-Nitrat, und Behälter 112 enthält einen Polierschlamm, ausgewählt, um Titan zu polieren, wie zum Beispiel einen Oxalsäure-Polierschlamm. Während in der in 1 veranschaulichten Ausführungsform die zwei verschiedenen Polierschlämme als bereits gemischt dargestellt sind (d. h. die drei Hauptkomponenten des Polierschlamms – oxidierendes Mittel, abrasive Partikel, und Wasser – sind zusammenge mischt in dem Behälter), ist es wichtig, zu verstehen, dass die oxidierenden Komponenten und die verdünnten abrasiven Komponenten der Polierschlämme separat gespeichert und abgegeben und dann nahe des Punktes der Ausgabe auf den Polierbelag gemischt werden können.
  • Die Polierschlämme innerhalb der Behälter 111 und 112 schließen durch die Zufuhrleitungen 113 und 114 zu einer Sammelleitung 121. Pumpen 115 und 116 regulieren den Fluss durch die Zufuhrleitungen 113 und 114. Sammelleitung 121 reguliert den Fluss der Polierschlämme zu dem polierenden Belag. Ventile (nicht abgebildet) werden von der Poliervorrichtung geöffnet und geschlossen in Abhängigkeit davon, welcher der zwei Polierschlämme an den Polierbelag abgegeben werden soll.
  • Nach dem Durchlaufen der Sammelleitung fließt der gewünschte Polierschlamm durch ein Stück eines Ausgaberohres 122 und wird an den Polierbereich 13 abgegeben. Der Polierbereich 13 beinhaltet eine Wanne 131, eine Platte 132 und einen Polierbelag. Der Einfachheit halber wird die Kombination aus der Platte und dem Polierbelag nur als die Platte 132 bezeichnet. Über der Platte 132 befindet sich eine Substrat-Haltevorrichtung 133 und ein Halbleitervorrichtungssubstrat 134. Während des Polierens wird der Polierschlamm vom Rohr 122 auf die Platte 132 ausgegeben, und überschüssiger Polierschlamm wird letztendlich von der Wanne 131 aufgenommen, wobei zu diesem Zeitpunkt der Polierschlamm recycelt oder verworfen werden kann. Substrat 134 wird gegen den Belag gehalten, während der Polierschlamm ausgege ben wird und während die Platte rotiert, um freiliegende Schichten den Substrats zu polieren.
  • 2–5 veranschaulichen in Schnittzeichnungen ein Beispiel, wie ein Halbleitervorrichtungssubstrat 250 unter Verwendung von beispielsweise der Poliervorrichtung aus 1 in Ausführung der vorliegenden Erfindung bearbeitet wird.
  • Halbleitervorrichtungssubstrat 250 in 2 beinhaltet eine Metallverbindung 252 mit einer darüberliegenden Antireflexionsbeschichtung 254 (ARC: anti-reflective coating). Metallverbindung 252 kann gebildet sein aus Aluminium, Aluminium vermischt mit Kupfer oder Silicium, Kupfer, einer Kupferlegierung oder ähnlichem. Die ARC 254 ist typischerweise ein Metallnitrid, wie zum Beispiel Titannitrid, Tantalnitrid, Aluminiumnitrid oder ähnliches. Eine interlevel dielektrische (ILD) Schicht 255 ist abgelagert über einer Metallverbindung 252 und ARC 254 und wird geätzt, um eine Durchgangsaussparung zu bilden (auch bekannt als eine Kontaktöffnung), die einen obersten Abschnitt der Metallverbindung 252 freilegt. Eine ILD-Schicht 255 ist normalerweise ein Oxidmaterial, das chemisch aufgedampft ist und dotiert oder undotiert sein kann. Die Durchgangsaussparung wird mit herkömmlichen anisotropen Trockenoxidätzverfahren geätzt. So weit beschrieben, kann ein Halbleitervorrichtungssubstrat 250 unter Verwendung von herkömmlichen Halbleiter-Herstellungsverfahren erstellt werden.
  • Nachdem eine Durchgangsaussparung erstellt ist, wird eine Anschlussschicht durch sequentielles Ablagern einer Titanschicht 256 über der oberen Oberfläche der ILD-Schicht und innerhalb der Durchgangsaussparung erstellt, wie in 2 gezeigt. Nach dem Ablagern einer Titanschicht 256 wird das Anschlussfüllmaterial abgelagert. In einer Ausführungsform ist dieses Material eine Wolframschicht 258, wie in 2 gezeigt. Zusätzlich zur Titanschicht 256 kann eine Titannitridschicht (nicht abgebildet) zwischen der Titanschicht 256 und Wolframschicht 258 verwendet werden. Titan- und/oder Titannitridschichten fungieren als Adhäsions- und Grenzschichten in der Verbindungsmetallbeschichtung. Die Titanschicht ist typischerweise viel dünner als das Anschluss-Füllmaterial. Beispielsweise ist die Titanschicht 256 weniger als 1000 Å dick, während die Wolframschicht wenigstens die Hälfte der Weite der Durchgangsaussparung beträgt und gewöhnlich zwischen 2000 und 10 000 Å ist.
  • Sowohl die Wolframschicht 258 als auch die Titanschicht 256 außerhalb der Aussparung müssen entfernt werden, um einen Anschluss innerhalb der Durchgangsaussparung herzustellen. Dies wird durch Polieren gemäß der vorliegenden Erfindung erreicht. Die Wolframschicht wird zuerst unter Verwendung der zuvor beschriebenen Poliervorrichtung 10 entfernt. Vorzugsweise ist der verwendete Polierbelag ein relativ weicher (wobei seine Shore-D-Härte weniger als 45 beträgt, wie zum Beispiel bei dem zuvor erwähnten Politex Polierbelag), aber härtere Belag-Materialien (mit Härten höher als Shore-D 45, wie zum Beispiel Suba 500 Beläge) sind auch geeignet. Ein erster Polierschlamm wird von einem Behälter 111 durch eine Zufuhrleitung 113 und eine Sammelleitung 121 gepumpt und wird durch das Ausgaberohr 122 auf die Platte 132 ausgegeben. Im Fall des Polierens einer Wolframschicht ist ein bevorzugter Polierschlamm eine saure Eisen(III)-Nitrat-Chemie (Fe(NO3)3 in Kombination mit Wasser und Aluminiumoxid-Schleifmittel-Partikeln. Das Polieren wird durchgeführt, bis die Wolframschicht von überall außerhalb der Durchgangsaussparung entfernt ist, wie in 3 gezeigt, um so einen Wolframanschluss 260 innerhalb der Durchgangsaussparung herzustellen. Um zu bestimmen, wann das Wolfram angemessen entfernt wurde, kann ein zeitgesteuertes Polieren oder jede Art von Endpunkterkennung für das Polieren verwendet werden. Ausgaberaten, Rotationsgeschwindigkeiten und Polierzeiten und Drücke zum Entfernen des Wolframs sind innerhalb üblicher Bereiche optimiert. Als ein Beispiel wird eine 6000 Å Wolframschicht für ungefähr zwei Minuten unter der Verwendung eines Druckes von 5 Pfund pro Quadratzoll (PSI: pounds per square inch) und einer Rotationsgeschwindigkeit von 30 Umdrehungen pro Minute (RPM: revolutions per minute) und einem Polierschlamm mit einem zehnprozentigen Massenanteil Eisen(III)-Nitrat-Lösung in einem 1:1-Verhältnis mit einem sechsprozentigen Massenanteil Aluminium-Schleifmittel in entionisiertem Wasser poliert. Ein solcher Polierschlamm hat einen pH-Wert von weniger als 2 und im Allgemeinen im Bereich von 1,2–1,5. Unter solchen Bedingungen wird Wolfram mit einer Rate von ungefähr 6000 Å pro Minute poliert, während Titan mit einer Rate von nur 300–400 Å pro Minute poliert wird.
  • Nach dem Entfernen der Wolframschicht 258 außerhalb der Durchgangsaussparung, wie in 3 gezeigt, wird die Polierschlamm-Chemie umgeschaltet, um den Polierschlamm von einem Behälter 112 an die Polierplatte zum Entfernen der Titanschicht 256 abzugeben. Ein Umschalten der Polier schlämme wird erreicht, indem das Ventil der dem ersten Polierschlamm zugeordneten Sammelleitung geschlossen und das dem zweiten Polierschlamm zugeordnete Ventil geöffnet wird. Der zweite Polierschlamm wird dann vom Behälter 112 durch eine Zufuhrleitung 114 und Sammelleitung 121 abgegeben und wird durch das Ausgaberohr 122 auf die Platte 132 ausgegeben. Während des Umschaltens von dem ersten Polierschlamm zu dem zweiten Polierschlamm wird die Platte weiterhin gedreht, und das Substrat wird weiterhin mit einigem Druck gegen den Polierbelag gehalten. Wenn der Polierschlamm-Chemiewechsel durchgeführt ist, wird die Titanschicht mit einer viel schnelleren Rate poliert als jedes Titan, das während des Polierens des Substrats mit dem ersten Polierschlamm freigelegen hatte.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform, in der Titan poliert wird, ist der zweite Polierschlamm ein Oxalsäure-Polierschlamm mit Oxalsäure (HCOOH)2 oder HO2CCO2H] in Kombination mit Wasser und Aluminiumoxid-Schleifmittelpartikeln. Ein Polieren wird durchgeführt, bis die Titanschicht 256 überall außerhalb der Durchgangsaussparung entfernt ist, wie in 4 gezeigt. Zur Bestimmung, wann das Titan angemessen entfernt ist, kann wieder ein zeitgesteuertes Polieren oder jede Art von Endpunkterkennung für das Polieren verwendet werden. Ausgaberaten, Rotationsgeschwindigkeiten und Polierzeiten und Drücke, um das Wolfram zu entfernen, werden innerhalb üblicher Bereiche optimiert. Als ein Beispiel wird eine 400 Å Titanschicht für ungefähr 30 Sekunden unter Verwendung eines Druckes von 5 PSI und einer Rotationsgeschwindigkeit von 30 RPM und einem Polierschlamm aus 0,5 Prozent Massenanteil Oxalsäurelösung in einem 1:1 Verhältnis mit 6 Prozent Massenanteil Aluminium-Schleifmittel in entionisiertem Wasser poliert. Ein solcher Polierschlamm hat einen pH-Wert von weniger als 2 und im Allgemeinen im Bereich von 1,2–1,5. Da der Oxalsäure-Polierschlamm nicht hoch-selektiv zur ILD-Schicht 255 ist, ist es bevorzugt, dass ein weicher Belag (wie oben beschrieben) zum Polieren der Titanschicht 256 verwendet wird, um ein übermäßiges und möglicherweise nicht gleichförmiges Oxidentfernen zu vermeiden. Unter diesen Bedingungen wird Wolfram mit einer Rate von weniger als 200 pro Minute poliert, während Titan mit einer Rate von ungefähr 1500 Å pro Minute poliert wird.
  • Nach dem Entfernen der ungleichen leitfähigen Schichten, wird das Substrat 256 vorzugsweise zu einer Endbehandlungsplatte der Poliervorrichtung (nicht abgebildet) bewegt, um verbliebene Partikel von der Oberfläche des Substrats 250 zu entfernen. In einer Ausführungsform kann eine kurze dielektrische Politur unter Verwendung eines basischen Polierschlamms auf der Endbehandlungsplatte durchgeführt werden, um eine ebene Oberfläche für die ILD-Schicht 255 zur Verfügung zu stellen. Es folgt eine Wasserspülung, um jeden verbliebenen basischen Polierschlamm zu entfernen. In einer weiteren Ausführungsform wird nur Wasser (ohne den basischen Polierschlamm) über der Endbehandlungsplatte zugeführt. Die Endbehandlungsplatte hat typischerweise einen weichen Belag, der mit dem Polierbelag identisch sein kann (vergleiche zum Beispiel die üblicherweise zugeordnete gleichzeitig anhängige Anmeldung von Kim et al. mit dem Titel "Process for Polishing a Semiconductor Device Substrate", Seriennummer 08/780,113, eingereicht am 26. Dezember 1996). Da die meisten kommerziell verfügbaren Poliervorrichtungen nur zwei Platten haben (typischerweise eine zum Polieren und eine zum Glanzschleifen oder zur Endbehandlung) und da eine Endbehandlung oder ein Glanzschleifpolieren der ILD-Schicht 255 bevorzugt ist, nachdem eine Metallschicht entfernt wurde, ist es bevorzugt, dass das Polieren der ungleichen leitfähigen Materialien gemäß der Erfindung auf derselben Platte erfolgt, um so Nutzfläche und Kapitalaufwendungen bestmöglich auszunutzen. So kann die zweite Platte der Poliervorrichtung zur Endbehandlung verwendet werden. Alternativ könnte ein Endbehandlungsschritt auf einer separaten Maschine durchgeführt werden, und jede der beiden Platten der Poliervorrichtung 10 könnte dazu verwendet werden, eine andere der leitfähigen Schichten zu entfernen, oder der Endbehandlungsschritt könnte insgesamt ausgelassen werden.
  • Nachdem die Anschlussherstellung durch das Entfernen der Wolframschicht 258 und der Titanschicht 256 abgeschlossen ist, wird das im Wesentlichen vollständige Halbleitervorrichtungssubstrat 250 erstellt, wie in 5 gezeigt. Eine weitere Titanschicht 262 oder eine Kombination von Titan und Titannitrid wird abgelagert, gefolgt von einer zweiten Ebene einer Metallbeschichtung 264. Die Metallbeschichtung 264 ist ähnlich wie die Metallbeschichtung 252 zum Beispiel aus Aluminium, eine Aluminiumlegierung, Kupfer, einer Kupferlegierung oder ähnlichem hergestellt. Wenn die zweite Ebene der Metallbeschichtung die oberste Ebene von Metallbeschichtungen für Verbindungen innerhalb einer Halbleitervorrichtung ist, wird eine Passivierungsschicht 266 abgelagert, um die Vorrichtung zu vervollständigen. Die Passivierungsschicht 266 besteht wahrscheinlich aus einem dotierten Oxid, Nitrid, Siliciumoxinitrid, Polyimid oder einem ähnlichen bekannten Passivierungsmaterial.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung beschrieben wurde bezüglich eine speziellen Ausführungsform, wobei Wolfram und Titan poliert werden, ist es wichtig festzustellen, dass die vorliegende Erfindung nützlich ist zum Polieren von allen jeweils zwei ungleichen übereinander liegenden leitfähigen Materialien. Zum Beispiel kann die Erfindung im Zusammenhang mit einem Polieren einer Metallbeschichtungsschicht 264 aus Aluminium und einer darunter liegenden Titanschicht 256 in einer eingelegten Verbindungsauftragung verwendet werden, wie in einem Halbleitervorrichtungssubstrat 350 in 6 gezeigt. In eingelegten Auftragungen wird ein Anschluss zur Verbindung zu der darunter liegenden Metallverbindung 252 nicht aus einem Material hergestellt, das unterschiedlich ist zu der Verbindungsmetallbeschichtung. Stattdessen füllt die nächste Verbindungsmetallbeschichtung, zum Beispiel Aluminium oder Kupfer, sowohl eine Durchgangsaussparung 266 als auch einen Verbindungsschlitz oder Kanal 268, der innerhalb der ILD 255 gebildet ist. Ein einziger Poliervorgang wird zum Entfernen des Aluminiums und des Titans von oberhalb der ILD verwendet, wobei dasselbe Material in der Durchgangsaussparung und, wie gezeigt, den Verbindungskanälen gelassen wird. Des Weiteren muss die darunter liegende Metallschicht nicht Titan sein, um von der Verwendung einer Oxalsäure-Polierschlamm-Zusammensetzung zu profitieren. Andere Refraktärmetall enthaltende Materialien können als eines der ungleichen Materialen verwendet werden.
  • Die vorangegangene hier enthaltene Beschreibung und Darstellungen demonstrieren viele der Vorteile, die mit der vorliegenden Erfindung verbunden sind. Insbesondere wurde offenbart, dass zwei ungleiche leitfähige Materialien poliert werden können, wobei jedes beständige Polierschlamm-Rezepturen verwendet, die entworfen sind, um die Polierraten und Bedingungen für jedes Material zu optimieren. Darüber hinaus ist der Polierprozess einfach in existierende Polierprozesse zu integrieren. Poliervorrichtungen sind heutzutage bereits zum Aufnehmen von mehr als einer Komponente durch ihre Verteilsysteme ausgerüstet, und die meisten haben mehr als eine Polierplatte (auch wenn dies keine Voraussetzung zum Anwenden der Erfindung ist). Noch ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Verwendung von Oxalsäure zum Polieren einige der nachteiligen Beeinflussungen der Verwendung von Polierschlämmen aufhebt, die Schwermetalle enthalten (wie Alkalimetalle, Erdalkalimetalle und Übergangselemente). Beispielsweise resultiert die Verwendung von Eisen(III)-Nitrat zum Polieren von Wolfram in Eisen-Verunreinigung der ILD-Oxidschichten. Die Verwendung einer Oxalsäure in Folge der Verwendung eines Eisen(III)-Nitrat-Polierschlamms ist vorteilhaft, da die Oxalsäure das Eisen bindet, das in dem Polierbelag oder auf dem Substrat verblieben sein könnte, wodurch verhindert wird, dass das Eisen eine Oxid-ILD verunreinigt. Bei der Ausführung der Erfindung wurde herausgefunden, dass die Eisenkonzentration innerhalb der ILD geringer als 1E12 Atome/cm2 in den oberen 200 Å der freiliegenden ILD-Oberfläche war, im Vergleich zu 1E14 Atomen/cm2, wenn allein ein Eisen(III)-Nitrat-Polierschlamm verwendet wird.
  • Somit ist es ersichtlich, dass gemäß der Erfindung ein Prozess zum Polieren ungleicher leitfähiger Materialien in einem Halbleitervorrichtungssubstrat zur Verfügung gestellt wurde, der vollkommen den Anforderungen und Vorteilen entspricht, die zuvor dargelegt wurden. Auch wenn die Erfindung beschrieben und dargestellt wurde in Bezug auf spezifische Ausführungsformen davon, ist es nicht beabsichtigt, dass die Erfindung auf diese der Veranschaulichung dienenden Ausführungsformen beschränkt ist.

Claims (6)

  1. Verfahren zum Herstellen einer Halbleiter-Vorrichtung, das folgende Schritte umfasst: a) Bereitstellen eines Halbleiter-Substrates (250) umfassend – eine gemusterte Isolierschicht (255) aus Halbleiter-Material des Halbleiter-Substrats, wobei die gemusterte Isolierschicht eine Aussparung enthält; – eine Titanschicht (256), die über der gemusterten Isolierschicht und innerhalb der Aussparung liegt; – eine leitfähige Schicht (258) aus einem leitfähigen Material, das sich vom Material der Titanschicht unterscheidet, wobei die leitfähige Schicht über der Titanschicht liegt; b) Polieren der leitfähigen Schicht mit einem ersten Polierschlamm, der eine erste oxidierende Komponente zum Freilegen von Abschnitten der Titanschicht außerhalb der Aussparung umfasst; und anschließend c) Polieren der Titanschicht mit einem zweiten Polierschlamm, der eine sich von der ersten oxidierenden Komponente unterscheidende zweite oxidierende Kompo nente zum Freilegen eines Abschnitts der gemusterten Isolationsschicht außerhalb der Aussparung umfasst; dadurch gekennzeichnet, dass das zweite oxidierende Mittel Oxalsäure ist.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das leitfähige Material aus einer Gruppe bestehend aus Aluminium, Kupfer und Wolfram ausgewählt wird.
  3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei das leitfähige Material Wolfram und die erste oxidierende Komponente Eisen(III)-Nitrat ist, wobei der erste Polierschlamm und der zweite Polierschlamm einen pH-Wert von höchstens 2 aufweisen.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die gemusterte Isolierschicht über einer leitfähigen Region des Halbleiter-Substrats liegt und die Aussparung einen Verbindungskanal-Abschnitt und einen Kontakt-Abschnitt aufweist, wobei sich der Kontakt-Abschnitt zu der leitfähigen Region erstreckt und der Verbindungskanal-Abschnitt über dem Kontakt-Abschnitt liegt, ohne sich zu der leitfähigen Region zu erstrecken, wobei die Titanschicht innerhalb des Kontakt-Abschnitts und des Verbindungskanal-Abschnitts abgelagert ist und die Schicht über der Titanschicht und innerhalb des Kontakt-Abschnitts und des Verbindungskanal-Abschnitts abgelagert ist.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, das weiterhin einen Schritt des Anordnens des Substrats in einer Poliervorrichtung umfasst, wobei die Schritte b) und c) des Polierens in der Poliervorrichtung ausgeführt werden.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei nach dem Polier-Schritt c) die gemusterte Isolierschicht eine Eisenkonzentration von weniger als 1E12 Atomen innerhalb von 20 nm (200 Angström) der freigelegten Oberfläche des Abschnitts der gemusterten Isolierschicht aufweist.
DE69839136T 1997-03-24 1998-03-18 Verfahren zum Polieren unterschiedlicher leitender Schichten in einer halbleitende Anordnung Expired - Lifetime DE69839136T2 (de)

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Application Number Priority Date Filing Date Title
US822025 1997-03-24
US08/822,025 US6204169B1 (en) 1997-03-24 1997-03-24 Processing for polishing dissimilar conductive layers in a semiconductor device

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE69839136D1 DE69839136D1 (de) 2008-04-03
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US (1) US6204169B1 (de)
EP (1) EP0871214B1 (de)
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KR (1) KR100476484B1 (de)
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DE (1) DE69839136T2 (de)
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