DE697730C - Verfahren zur Herstellung von urethanartigen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von urethanartigen Verbindungen

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DE697730C
DE697730C DE1936I0056004 DEI0056004D DE697730C DE 697730 C DE697730 C DE 697730C DE 1936I0056004 DE1936I0056004 DE 1936I0056004 DE I0056004 D DEI0056004 D DE I0056004D DE 697730 C DE697730 C DE 697730C
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DE
Germany
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weight
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water
compounds
solution
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DE1936I0056004
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English (en)
Inventor
Dr Gerhard Balle
Dr Karl Horst
Dr Johann Roscnbach
Dr Adolf Steindorff
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C271/00Derivatives of carbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C271/06Esters of carbamic acids

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von urethanartigen Verbindungen f; s wurde gefunden, daß man aus Chlorkohlensäureestern von Oxyalkyl- oder Polyoxyalkyläthern aromatischer oder hydroaromatischer OH-Verbindungen, we!,---he durch einen Kohlenwasserstoff- oder Acvirest substituiert sind, z. B. von Alkylphenolmono- oder -polyoxyalkyläthern und den entsprechenden kernhydrierten Produkten durch Umsetzung mit basischen Verbindungen, welche primären oder sekundären Stickstoff enthalten, urethanartige Verbindungen erhält. Wenn in den basischen Verbindungen, z. B. in einem vorhandenen Alkyl-, Aryl- oder Aralkylrest, nicht schon wasserlöslichmachende Gruppen enthalten sind, so können diese noch nachträglich evtl. in den Kern eingeführt werden. Die Umsetzung zum Urethan kann in wäßrigem Medium in Gegenwart von Soda, Alkalilauge oder auch in inerten organischen Lösungsmitteln bei Gegenwart von säurebindenden Stoffen vorgenommen werden. Sie verläuft glatt bei gewöhnlichen bzw. mäßig erhöhten Temperaturen.
  • Bei Verwendung von beispielsweise Isooktylphenyltriglykolchlorkohlensäureest-er und Sarkosin verläuft die Umsetzung nach folgendem Schema: Soweit die nach dem Verfahren herstellbaren Verbindungen in ihrem Molekül wasserlöslichmachende Gruppen, beispielsweise eine Carboxyl-, Sulfo- oder mehrere Hydroxyl-oder andere hydrophile Gruppen enthalten, sind sie an sich oder in Form ihrer Salze stark schäumende, dispergierend wirkende Produkte von großer Netz- und Waschkraft.
  • Soweit die eingeführten basischen Verbindungen keime wasserlöslich machenden Gruppen enthalten, können bei genügend langer Polyoxyalkylkette ebenfalls wertvolle, in Wasser emulgierfähige bis wasserlösliche Produkte erhalten werden. .
  • In Wasser unlösliche Produkte können z. B. als Weichmachungsmittel für Gewebe, ferner als Bestandteile von Emulgier- und Dispergiermitteln verwandt werden. Auch. diese können durch nachträgliche Einführung von wasserlöslichmachenden Gruppen, wie z. B. der Sulfogruppe in den aromatischen Kern, wasserlöslich gemacht werden.
  • Zum Teil sind die Urethane in Ermangelung wasserlöslichmachender Gruppen oder infolge ihres hohen Molekulargewichtes nur in organischen Lösungsmitteln oder überhaupt nicht löslich, oder sie sind zwar in Wässer löslich, werden aber durch geeignete B.eband= lung zu mehr oder weniger disperser Abscheidung gebracht.
  • Beispiele . i. 4oo Gewichtsteile Chlorkohlensäureester des i-Oktylphenyltriglykoläthers, der durch Einwirkung von Phosgen auf letzteren in benzolischer Lösung in Gegenwart von Dimethylanilin gewonnen wurde, wird in Soo Gewichtsteile igo"oiger Sarkosinlösung bei ständig triazenalkalischer Reaktion, welche durch allmähliche Zugabe von 125 Gewichtsteilen 35@'oiger Natronlauge aufrechterhalten wird, bei 2o bis 3o' eingebracht. Man rührt etwa 2 Stunden bei 4o bis 5o' nach, bis eine Probe in Wasser klar löslich ist. Die erhaltene Paste, welche das Natriumsalz des Sarkosids enthält, wird zum Trockensalz eingedampft, welches in Wasser klare, schäumende Lösungen von großer Waschkraft ergibt.
  • 2. 356 Gewichtsteile des Chlorkolilensäureesters des i-Oktylphenyldiglykolätliers werden, wie in Beispiel i beschrieben, nach und nach in 66o Gewichtsteile einer 22o'oigen Methyltaurinlösung eingetragen, wobei durch Zugabe von 35oloiger Natronlauge alkalische Reaktion gewährleistet wird.- Die Temperatur wird zwischen 30 und 5o' gehalten und bei dem nachfolgenden Nachröhren auf 7o bis So' erhöht, bis eine Probe in Wasser klar löslich ist und auch beim Ansäuern nicht mehr ausfällt. Die Aufarbeitung der pastigen Reaktionsmasse kann wie 111 Beispiel i erfolgen. Das Methyltaurid des i-Oktylphenyldiglykoläthermonokohlensäur eesters ist ein Produkt, das in wäßriger Lösung außerordentliche Schaumkraft und vorzügliche Reinigungswirkung entfaltet.
  • 3. 25:1 Ge«ichtsteile des Chlorkohlensäureesters des i-Hexylphenylglykoläthers werden gleichzeitig mit 125 Gewichtsteilen Natronlauge 35 o!oig in die Lösung von 2=o Gewichtsteilen Methylglukamin in 44o Gewichtsteile Wasser bei 6o' eingetragen und .4 Srunden 'bei So' nachgerührt. Die erhaltene Paste des Methylglukamids wird auf die gewünschte Stärke eingestellt und ist in Verdünnung mit viel Wasser ein hervorragendes Schaum- und Dispergiermittel.
  • 4..312 Ge-,vichtsteile des Chlorkohlensäureesters des i-Oktylphenylmonoglykoläthers werden unter gleichzeitiger Zugabe von Natronlauge zur Aufrechterhaltung alkalischer Reaktion bei Raumtemperatur zu i oo Gewichtsteilen Äthylendiamin gegeben, wobei die Temperatur steigt und zunächst bei .4o' gehalten wird. Man rührt noch etwa 2 Stunden bei 7o bis So' nach zur Vervollständigung der Reaktion. Das Reaktionsprodukt, welches in Wasser nicht löslich ist, kann durch Herauslösen mit Alkohol oder Benzol salzfrei erhalten werden. Durch Sulfieren des aus dem Lösungsmittel abgeschiedenen Produktes nach einem der bekannten Verfahren wird es in wasserlöslicher Form erhalten und kann als solches, ähnlich den Produkten der vorangegangenen Beispiele, Verwendung finden.
  • 5. 85o Gewichtsteile des Chlorkohlensäureesters des i-Dodecylphenyldodecylglykoläthers wird unter den in Beispiel i angegebenen Bedingungen mit 5oo Gewichtsteilen Sarkosinlösung umgesetzt. Das in analoger Weise aufgearbeitete Reaktionsprodukt weist vorzügliche Waschwirkung .auf und ist gegen Kalksalze und in saurer und alkalischer Lösung gleicherweise gut beständig.
  • 6. 312 Ge~vichtsteile Chlorkohlensäureester des i-Oktylphenylmonoglykolätherswerden wie in Beispiel 3 mit So Gewichtsteilen Aminoäthanol in Gegenwart äquivalenter Mengen konzentrierter Natronlauge bei 2o bis 3o' umgesetzt und bei 6o' noch etwa i Stunde nachbehandelt. Man kann durch Behandlung des salzfrei isolierten Äthanolamids in trockenen, inerten Lösungsmitteln mit der berechneten Menge Chlorsulfonsäure zu wasserlöslichen Produkten kommen, die in der Textilindustrie sich als brauchbare Hilfsmittel erweisen.
  • 7. 4o6 Gewichtsteile Chlorkohleiisäureester des i-Oktylcycloliexyltriglykoliitliers werden in 5oo Gewichtsteile i9o'oige Sarkosinlösung bei triazenalkalischer Reaktion unter allmählicher Zugabe von 125 Gewichtsteilen 350 biger Natronlauge eingetropft. Die Temperatur betrügt 20 bis 30°. Man rührt noch etwa 2 Stunden bei 5o° nach und erhält eine weiße Paste, welche sich unter Schäumen klar in Wasser löst.
  • B. 470 Gewichtsteile Chlorkohlensäureester des p-Lauroylphenyltizglykolätherswerden bei 5leichzeitiger, allmählicher Zugabe von I25 Gewichtsteilen 35o/oiger Natronlaugc -und ständig triazenalkalischer Reaktion im Laufe von 2 bis 3 Stunden in 5oo Gewichtsteile I9o/oige SarkosinlOsunng (igo/o freie Säure) bei 2o bis 3o° eingetragen, wobei kräftig gerührt wird. Man erhitzt schließlich noch einige Stunden bei etn-a 50°, stellt die Paste, welche das Natriumsalz des Sarkosids enthält, neutral auf die gewünschte Konzentration ein oder trocknet zum Pulver. Dieses löst sich in Wasser klar mit kräftiger Schaumbildung auf. Die Lösungen haben hervorragend reinigende und netzende Eigenschaften.
  • p. .1.12 Gewichtsteile Chlorkohlensäureester des i-Oktylphenyltripropylenglykoläthers, der aus letzterem durch Reaktion mit Phosgen in benzolischer Lösung getvonnen werden kann, läßt man in 53o Gewichtsteile I8o/oige Sarkosinlösung unter Beachtur,-- alkalischer Re= aktion der Lösung bei 2o bis 3o° einfließen und setzt etwa 13o Gewichtsteile 32 o/oige Natronlauge gleichmäßig zu. Nach etwa 3stündigem Nachrühren bei 4o bis 6o° ist eine Probe klar in Wasser löslich. Die Paste des Sarkosidnatronsalzes kann zum Trockenpulver eingedampft werden und stellt ein vorzüglich waschendes und schäumendes Produkt dar.
  • t o. 62.1 Gewichtsteile des Chlorkohlensäureesters, den man durch Umsetzung von Tetradccvlnaphthylpentaglykolätlier in Xylollösung mit Phosgen erhalten kann, werden allmählich in 65o Gewichtsteile einer 25o/oigen Methyltaurinlösung gleichzeitig mit etwa I 5o Teilen 32t;%iger Natronlauge bei 30° eingetragen und mehrere Stunden bei 5o bis 8o° gerührt, bis eine Probe genügend in Wasser löslich ist und beim Ansäuern klar bleibt. Die Paste des Methyltaurids kann als solche als Wasch- und Reinigungsmittel Verwendung finden oder in Salzform übergeführt werden.
  • i I. 3I2 Gewichtsteile des Chlorkohlensäureesters aus i-Oktylphenylmonoglykoläther werden bei 4o bis 5o° zu der Mischung aus I85 Gewichtsteilen Dodecylamin und ioo Gewichtsteilen Pyridin nach und nach zugegeben und 3 Stunden bei 6o bis 7o° nachgerührt. Hierauf gießt man die Reaktionsmasse in viel Wasser und rührt einige Zeit kräftig durch, welchen Vorgang man nötigenfalls wiederholt, bis das Dodecylamid der i-Oktylplienylmonoglykolameisensäure frei von Pyridin ist. Durch Trocknen im Vakuum entfernt man aus dem geschmolzenen Amid schließlich die letzten Spuren Wasser.
  • 12. 4oo Gewichtsteile des Chlorkohlensäureesters aus dem i-Oktylphenyltriglykoläther werden wie im vorigen Beispiel mit 145 Gewichtsteilen Cyclohexyläthanolamin in Gegenwart von 9o Gewichtsteilen Pyridin bei 30 bis 5o° nach und nach durch Zusammengeben gemischt und bei 5o bis 7o° kurze Zeit nachbehandelt. Man erhält nach Ab- trennung von Pyridinchlorhydrat durch Auswaschen in Wasser mit guter Ausbeute das Cyclohexyläthanolamid der i-Oktylphenyltriglykolätherameisensäure als sirupös,e Masse.
  • 13- 284 Gewichtsteile des Chlorkohlensäurcesters des Cyclohexylphenylmonoglykoläthers werden in eine Lösung von I 7o Gewichtsteilen Methyltaurinnatronsalz in 2ooo Gewichtsteilen Wasser bei 4o bis 45° unter gutem Rühren eingetragen, wobei man durch gleichzeitige Zugabe von Natronlauge dafür sorgt, daß die Reaktionsmasse dauernd alkalisch reagiert. Man läßt 2 bis 3 Stunden nachrühren und neutralisiert dann mit verdünnter Schwefelsäure. -Nach dem Eindampfen im Vakuum erhält man das Natronsalz als sirupöse blasse.

Claims (1)

  1. PATLNTANSPRUCII: Verfahren zur I-Ierstelltuig von* urethanartigen Verbindungeil, dadurch gekennzeiclinct, daß man Clilorkolilensäurcest-er von Oxyalkyl- oder Polyoxyalkyläthern von aroniatisclienoder hydroaromatischen OI-I-Verbindwigen, welche durch Kohlenwasserstoff- oder Acylrcste substituiert sind, mit basischen primären oder sekundären Stickstoff enthaltenden Verbindungen umsetzt und gegebenenfalls @vasserlöslichniachende Gruppen einführt.
DE1936I0056004 1936-09-25 1936-09-25 Verfahren zur Herstellung von urethanartigen Verbindungen Expired DE697730C (de)

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