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TECHNISCHES
GEBIET
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Diese
Erfindung betrifft neue wasserlösliche
Polypeptide mit Morphogenese-beschleunigender Aktivität und zellproliferierender
Aktivität
gegenüber
Epithelzellen.
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STAND DER
TECHNIK
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Es
wird vorgeschlagen, dass Faktoren, die aus Mesenchymzellen abgeleitet
sind, die um Epithelgewebe herum existieren, die normale Morphogenese
des Epithelgewebes kontrollieren. Es ist auch anerkannt, dass viele
der Ursachen von Krankheiten, die aus abnormaler Morphogenese von
Epithelgeweben resultieren, durch die krankhafte Veränderung
von Mesenchymzellen bedingt sind. Basierend auf solchen Ergebnissen gibt
es ein Interesse an der Untersuchung des Steuerungsmechanismus der
Morphogenese des Epithelgewebes durch die Mesenchymzellen. Jedoch
gibt es, da eine Gruppe von Substanzen, die an der Kontrolle der Morphogenese
von Epithelgeweben durch Mesenchymzellen teilhaben, in einem komplexen
System unter Zeit- und Raumbeschränkungen exprimiert wird, große Schwierigkeiten
bei der Isolierung dieser Substanzen und der Analyse ihrer Funktionen.
Es ist auch schwierig, ein experimentelles Modellsystem zu konstruieren, dass
die Morphogenese der Epithelgewebe vereinfacht. Aus diesen und anderen
Gründen
hat es in den Studien auf diesem Gebiet bis heute keine größeren Fortschritte
gegeben. Dementsprechend ist es wirklich wünschenswert, dass der Kontrollmechanismus
der Morphogenese von Epithelgeweben analysiert wird, um den Mechanismus
der Störung
durch Krankheiten zu untersuchen, die aus der Morphogenese der Epithelgewebe resultieren,
oder Verfahren für
die Behandlung dieser Erkrankungen zu etablieren.
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Unter
diesen Umständen
wurde Epimorphin, das an der Kontrolle der Morphogenese von Epithelgeweben
teilnimmt, abgetrennt und aufgereinigt. (Ungeprüfte japanische Patentveröffentlichung
Hei 6-25,295, korrespondiert zu
EP
0 562 123 .) Es wurde gezeigt, dass diese Substanz eine
physiologisch aktive Substanz ist, deren Kernprotein ein Protein
ist, das 277 bis 289 Aminosäuren
umfasst und das hauptsächlich
durch Mesenchymzellen biosynthetisch hergestellt wird. Es wurde
auch gezeigt, dass Epimorphin eine Aktivität zur Beschleunigung der Morphogenese
von Epithelgeweben durch die Einwirkung auf die Epithelzellen besitzt
und dass die normale Morphogenese nicht unter solchen Bedingungen
stattfindet, bei denen Epimorphin seine Funktion nicht ausübt.
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Zusätzlich wurde
in Bezug auf die strukturellen Eigenschaften von Epimorphin herausgefunden,
dass das Epimorphinmolekül
strukturell größtenteils
in vier Fragmente aufgeteilt ist. (Europäische Patentanmeldung mit der
Veröffentlichungs-Nr.
0 698 666) Genauer gesagt kann das Polypeptid, das das Epimorphin
in Gesamtlänge
darstellt, von seiner N-terminalen Seite her in eine gewickelte
Spiraldomäne
(coiled coil domain) (1), eine funktionelle Domäne (2), eine gewickelte Spiraldomäne (coiled
coil domain) (3) und eine hydrophobe Domäne an seinem C-terminalen Ende
aufgeteilt werden. Für
die funktionelle Domäne
unter diesen Fragmenten (die Domäne,
die durch die 104. bis 187. Aminosäuren von der N-terminalen Seite
her in menschlichem Epimorphin definiert wird) wurde vorgeschlagen,
dass diese Domäne
an der Zelladhäsion
partizipiert und stark in die Manifestierung der biologischen Aktivitäten von
Epimorphin involviert ist. (Europäische Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr.
0 698 666, siehe oben.)
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Da
Epimorphin eine Aktivität
für die
Beschleunigung der normalen Morphogenese besitzt, wird erwartet,
dass diese Substanz als ein Medikament für die Vorbeugung oder Behandlung
von Erkrankungen nützlich ist,
die aus der krankhaften Veränderung
der Morphogenese resultieren, oder als der aktive Inhaltsstoff von Medikamenten
wie einem das Haarwachstum unterstützenden Mittel nützlich ist.
Jedoch hat es sich als schwer heraus gestellt, native Epimorphine,
die aus Säugetieren
erhalten wurden, in eine praktische Verwendung als Medikamente zu überführen, weil
sie kaum in wässrigen
Medien wie physiologischer Salzlösung
löslich
sind. Aus diesem Grund werden Versuche unternommen, de novo Epimorphinderivate
herzustellen, die eine exzellente Wasserlöslichkeit aufweisen, während sie
im Wesentlichen die Morphogenese beschleunigende Aktivität der nativen
Epimorphine beibehalten. Zum Beispiel ist eine veränderte Form
(Fragment 123) bekannt, die durch die Deletion der hydrophoben Domäne an dem
C-terminalen Ende
erhalten wird. (Ungeprüfte
japanische Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr. Hei 6-25,295.)
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In
Bezug auf die gewickelte Spiraldomäne (coiled coil domain) (1),
die eine Teilstruktur des Epimorphins ist, wurde zuvor gezeigt,
dass diese Domäne
eine Aktivität
besitzt, Epimorphin mit seiner Löslichkeit
auszustatten. Jedoch wurde auch gezeigt, dass wenn ein Teil der
gewickelten Spiraldomäne
(coiled coil domain) (1) durch Deletion der Aminosäuren von
der N-terminalen Seite von Epimorphin entfernt wird, die Zelladhäsionsaktivität der resultierenden
veränderten
Form abgeschwächt
wird. (Europäische
Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr.
0 698 666.) Genauer gesagt wurde offenbart, dass in Bezug auf die
Aktivität
dieser Domäne
sie positiv zu dem Aspekt der Löslichkeit
durch eine solche Aktivität
wie der der Änderung
einer höheren Struktur
von Fragment 23 beiträgt,
dass sie aber negativ zu der Aktivität der Zelladhäsion durch
solch eine Aktivität
wie der Maskierung der funktionellen Domäne (2) beiträgt; und
es gab eine negative Annahme bezüglich der
Anwendbarkeit in Medikamenten. Zudem war, während es Berichte über die
Aktivität
der Zelladhäsion
von jeder Domäne
des Epimorphins (der gewickelten Spiraldomäne (1), der funktionellen Domäne (2) oder
der gewickelten Spiraldomäne
(3)) in Bezug auf seine physiologische Aktivität gab, die Morphogenese beschleunigende
Aktivität ähnlich zu
der von Epimorphin nicht bekannt.
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OFFENBARUNG
DER ERFINDUNG
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Eine
Aufgabe dieser Erfindung ist es, ein wasserläsliches Polypeptid mit Morphogenese
beschleunigender Aktivität
gegenüber
Epithelzellen bereit zu stellen. Genauer gesagt ist es die Aufgabe
der Erfindung, dass ein Polypeptid bereit gestellt wird, das auf
Epithelzellen einwirkt, um die Morphogenese von Epithelgeweben zu
beschleunigen, und das in einem wässrigen Medium wie einer physiologischen
Salzlösung
löslich ist.
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Eine
andere Aufgabe diese Erfindung ist es, ein Medikament bereit zu
stellen, das ein Polypeptid mit den oben genannten Eigenschaften
als wirksamen Inhaltsstoff enthält,
und das zur Vorbeugung und/oder Behandlung einer Erkrankung nützlich ist,
die aus morphogenetischen Faktoren wie Epimorphin resultiert oder die
die Zerstörung
eines Gewebes oder eines Organs involviert. Eine weitere Aufgabe
der Erfindung ist es, ein das Haarwachstum unterstützendes
Mittel bereit zu stellen, das das oben genannte wasserlösliche Polypeptid als
wirksamen Inhaltsstoff enthält.
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Die
vorliegenden Erfinder haben ausgiebige Versuche unternommen, die
oben genannten Aufgaben zu lösen,
und als ein Ergebnis davon haben sie herausgefunden, dass Polypeptide,
die die gewickelte Spiraldomäne
(coiled coil domain) (1) umfassen, die Epimorphin ausmacht, in wässrigen
Medien löslich
sind, auf Epithelzellen einwirken, um die Morphogenese von Epithelgewebe
zu beschleunigen, und eine deutliche die Zellvermehrung beschleunigende
Aktivität
gegenüber
Epithelzellen besitzt. Diese Erfindung wurde basierend auf den oben
genannten Entdeckungen gemacht. Wie es hierin verwendet wird, bedeutet "die Zellvermehrung beschleunigende
Aktivität", dass, wenn Zellen
in einem serumfreien Medium für
mehrere Tage kultiviert werden, sie die Anzahl der lebensfähigen Zellen
erhöhen
kann. Genauer gesagt stellt diese Erfindung ein Polypeptid mit Morphogenese
beschleunigender Aktivität
bereit, wobei das Polypeptid durch die Aminosäuresequenz (1) definiert wird,
wie sie unten beschrieben wird (SEQ ID No. 1 in der Sequenzauflistung),
die in bestimmten Fällen
als "Polypeptid
(1)" in der vorliegenden
Beschreibung bezeichnet wird:

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Außerdem stellt
die Erfindung ein Polypeptid mit Morphogenese beschleunigender Aktivität zur Verfügung, wobei
das Polypeptid durch die Aminosäuresequenz
(II) definiert wird, wie sie unten beschrieben wird (SEQ ID No.
2 in der Sequenzauflistung), die in bestimmten Fällen als "Polypeptid (II)" in der vorliegenden Beschreibung bezeichnet
wird:
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Gemäß einer
anderen Ausführungsform
dieser Erfindung wird ein Medikament bereit gestellt, das das oben
genannte Polypeptid als wirksamen Inhaltsstoff enthält. Als
bevorzugte Ausführungsform
dieses Medikaments wird ein Medikament zur Vorbeugung und/oder Behandlung
einer Krankheit bereit gestellt, die aus einer zu geringen Expression
von morphogenetischen Faktoren resultiert, oder einer Krankheit,
die die Zerstörung von
Gewebe oder einem Organ involviert, sowie ein Medikament zur Verwendung
als das Haarwachstum unterstützendes
Mittel. Zusätzlich
zu diesen wird ein Verfahren zur Förderung des Wachstums von Haaren
bereit gestellt, aber nicht beansprucht, das den Schritt der Verabreichung
des Polypeptids an ein Säugetier
einschließlich
einen Menschen umfasst.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
dieser Erfindung wird ein Antikörper
bereit gestellt, vorzugsweise ein monoklonaler Antikörper, der
spezifisch die oben genannten Polypeptide erkennt. Als bevorzugte Ausführungsformen
des Antikörpers
wird ein Antikörper
bereit gestellt, der spezifisch an die Polypeptide bindet und die
Morphogenese beschleunigende Aktivität der Polypeptide gegenüber Epithelzellen
hemmt, sowie ein Antikörper,
der spezifisch an ein Epimorphin mit einer gewickelten Spiraldomäne (1) bindet
und die Morphogenese beschleunigende Aktivität des Epimorphins gegenüber Epithelzellen
hemmt. Es wird auch ein Medikament bereit gestellt, das den Antikörper als
wirksamen Inhaltsstoff enthält,
vorzugsweise ein Medikament, das zur Vorbeugung und/oder Behandlung
einer Erkrankung nützlich
ist, die aus der übermäßigen Expression
von Epimorphin resultiert, sowie ein Medikament zur Verwendung als
ein das Haarwachstum unterstützendes
Mittel. Zusätzlich
zu diesen wird ein Verfahren zur Hemmung des Wachstums von Haaren
bereit gestellt, nicht aber beansprucht, das den Schritt der Verabreichung
des Antikörpers
an ein Säugetier
einschließlich
eines Menschen umfasst.
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KURZE BESCHREIBUNG
DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine Fotografie, die unter einem Mikroskop aufgenommen wurde, der
Morphologie der Zellen, die durch das Kultivieren von MDCKII-Zellen
(ein Zellstamm, der sich aus der Niere ableitet) in DH-Medium allein
erhalten wurden, die als die Kontrolle in dem Test von Beispiel
2 dienten.
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2 ist
eine Fotografie, die unter einem Mikroskop aufgenommen wurde, der
Morphologie der Zellen, die durch das Kultivieren von MDCKII-Zellen
(Zellstamm, der sich aus der Niere ableitet) in der Gegenwart eines
Polypeptids gemäß dieser
Erfindung (15 μg/ml)
erhalten wurden, sowie der Morphologie des Gewebes, das aus diesen
Zellen abgeleitet ist.
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3 ist
eine Fotografie, die unter einem Mikroskop aufgenommen wurde, der
Morphologie der Zellen, die durch das Kultivieren von MDCKII-Zellen
(Zellstamm, der aus Niere ableitet ist) in der Gegenwart eines Polypeptids
gemäß dieser
Erfindung (15 μg/ml)
erhalten wurden, sowie der Morphologie des Gewebes, das aus diesen
Zellen abgeleitet ist, bei einer höheren Vergrößerung als in denen der Fälle der 1 und 2.
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4 ist
eine Fotografie, die unter einem Mikroskop aufgenommen wurde, der
Morphologie der Zellen, die durch das Kultivieren von MDCKII-Zellen
(Zellstamm, der aus Niere ableitet ist) in DH-Medium allein erhalten
wurden, die als Kontrolle in dem Test von Beispiel 4 dienten.
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5 ist
eine Fotografie, die die Morphologie der Zellen und des Gewebes,
das aus diesen Zellen abgeleitet wird, in dem Fall zeigt, in dem
ein Polypeptid gemäß der Erfindung
(H1, 3 μg/ml)
zu einem Gel hinzu gegeben wurde und MDCKII-Zellen (Zellstamm, der
aus Niere ableitet ist) kultiviert wurden, die als die Kontrolle
(positive Kontrolle) in dem Test von Beispiel 4 dienten.
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6 ist
eine Fotografie, die die Morphologie der Zellen und des Gewebes
zeigt, das aus diesen Zellen abgeleitet wird, in dem Fall, in dem
das Polypeptid gemäß der Erfindung
(H1, 3 μg/ml)
und der anti-H1-Antikörper
(5,2 μg/ml)
zu einem Gel hinzu gegeben wurden und MDCKII-Zellen (Zellstamm,
der aus Niere ableitet ist) kultiviert wurden.
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7 ist
eine Fotografie, die die Morphologie der Zellen und des Gewebes,
das aus den Zellen abgeleitet wird, in dem Fall zeigt, in dem das
Polypeptid gemäß der Erfindung
(H1, 3 μg/ml)
und der anti-H1-Antikörper
(26 μg/ml)
zu einem Gel hinzu gegeben wurden und MDCKII-Zellen (Zellstamm,
der aus Niere ableitet ist) kultiviert wurden.
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8 ist
eine Fotografie, die die Morphologie der Zellen und des Gewebes,
das aus diesen Zellen abgeleitet wird, in dem Fall zeigt, in dem
das Polypeptid gemäß der Erfindung
(H1, 3 μg/ml)
und der anti-H1-Antikörper
(130 μg/ml)
zu einem Gel hinzu gegeben wurden und MDCKII-Zellen (Zellstamm,
der aus Niere ableitet ist) kultiviert wurden.
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9 ist
eine Fotografie, die die Morphologie der Zellen und des Gewebes,
das aus den Zellen abgeleitet wird, in dem Fall zeigt, in dem das
Polypeptid gemäß der Erfindung
(H1, 3 μg/ml)
und der anti-H3-Antikörper
(5,2 μg/ml)
zu einem Gel hinzu gegeben wurden und MDCKII-Zellen (Zellstamm,
der aus Niere ableitet ist) kultiviert wurden.
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10 ist
eine Fotografie, die die Morphologie der Zellen und des Gewebes,
das aus den Zellen abgeleitet wird, in dem Fall zeigt, in dem das
Polypeptid gemäß der Erfindung
(H1, 3 μg/ml)
und der anti-H3-Antikörper
(26 μg/ml)
zu einem Gel hinzu gegeben wurden und MDCKII-Zellen (Zellstamm,
der aus Niere ableitet ist) kultiviert wurden.
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11 ist
eine Fotografie, die die Morphologie der Zellen und des Gewebes,
das aus den Zellen abgeleitet wird, in dem Fall zeigt, in dem das
Polypeptid gemäß der Erfindung
(H1, 3 μg/ml)
und der anti-H3-Antikörper
(130 μg/ml)
zu einem Gel hinzu gegeben wurden und MDCKII-Zellen (Zellstamm,
der aus Niere ableitet ist) kultiviert wurden.
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BESTER WEG ZUR DURCHFÜHRUNG DER
ERFINDUNG
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Das
oben genannten Polypeptid (1), das durch diese Erfindung bereit
gestellt wird, korrespondiert mit einer gewickelten Spiraldomäne (coiled
coil domain) (1), die durch die 1. bis zu 103. Aminosäure des
menschlichen Epimorphins definiert ist (europäische Patentanmeldung mit der
Veröffentlichungs-Nr.
0 698 666). Das oben genannte Polypeptid (II) korrespondiert mit
einer gewickelten Spiraldomäne
(coiled coil domain) (1), die durch die 1. bis 104. Aminosäure des
Epimorphins aus Maus definiert ist (europäische Patentanmeldung mit der
Veröffentlichungs-Nr.
0 698 666, siehe oben). Diese Polypeptide sind dadurch gekennzeichnet,
dass sie im Vergleich zu den nativen Epimorphinen exzellent wasserlöslich sind
und in wässrigen
Medien wie destilliertem Wasser, physiologischer Salzlösung oder
mit Phosphorsäure
gepufferter physiologischer Salzlösung löslich sind. Zum Beispiel wird,
wenn diese Polypeptide in wässrigen
Medien aufgelöst
und bei 100000 × g
für 1 – 2 h zentrifugiert
werden, keine wesentliche Bildung von Präzipitaten beobachtet, wenn
deren Konzentrationen 0,2 mg/ml oder weniger betragen. Nichtsdestotrotz
sollte der Begriff "wasserlöslich", wie er in der vorliegenden
Beschreibung verwendet wird, nicht dahingehend ausgelegt werden,
dass er auf die oben genannte spezifische Löslichkeit beschränkt ist.
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Die
Polypeptide (I) und (II) sind dadurch gekennzeichnet, dass sie im
Wesentlichen die gleiche Aktivität
wie die Morphogenese beschleunigende Aktivität des nativen Epimorphins gegenüber Epithelzellen
aufweisen. Unter "das
native Epimorpin" ist
z. B. ein Epimorphin gemeint, das durch die Mesenchymzellen eines
Säugetiers
biologisch synthetisiert wird. Beispiele des nativen Epimorphins
sind Epimorphine, die sich aus Menschen, Affen, Rindern, Pferden,
Schafen, Hunden, Katzen, Kaninchen, Ratten und Mäusen ableiten, vorzugsweise
solche, die aus dem Menschen abgeleitet sind.
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Manchmal
kann eine Vielzahl von Isoformen für das native Epimorphin bedingt
durch dessen Genspleissen existieren. Zum Beispiel existiert in
Bezug auf das menschliche Epimorphin ein menschliches Epimorphin,
das 288 Aminosäuren
umfasst, sowie die Isoformen A und B des menschlichen Epimorphins,
die jeweils 287 Aminosäuren
und 277 Aminosäuren
umfassen; in Bezug auf das murine Epimorphin existiert ein murines
Epimorphin, das 289 Aminosäuren
umfasst, sowie die Isoformen A und B des murinen Epimorphins, die
jeweils 288 Aminosäuren
und 279 Aminosäuren
umfassen. Dort, wo in der vorliegenden Beschreibung auf das native
Epimorphin Bezug genommen wird, wird es als ein Konzept verwendet,
das all diese Isoformen umfasst.
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Die
Polypeptide der Erfindung umfassen Polypeptide, die das Polypeptid
(I) oder (II) umfassen, die im Wesentlichen eine Morphogenese beschleunigende
Aktivität
oder zellproliferierende Aktivität
aufweisen. Ein oder mehrere Aminosäuren können an die N- oder C-endständigen Enden
des Polypeptids (I) oder (II) gebunden sein, und vorzugsweise jegliches
Oligopeptid, das zwei oder mehr beliebige Aminosäuren umfasst. Die Art einer
solchen Aminosäure
ist nicht sonderlich beschränkt,
aber diese ist bevorzugt aus L-Aminosäuren ausgewählt. Zum Beispiel ist ein Polypeptid,
das durch die Bindung von ein bis zehn, vorzugsweise fünf bis sieben, mehr
bevorzugt sechs L-Histidinen (die als eine tag-Sequenz dienen) an
das N-tenninale Ende des Polypeptids (I) oder (II) erhalten wird,
vom Standpunkt der Herstellungseffizienz her bevorzugt, weil es
leicht durch die Verwendung eines Antikörpers, der spezifisch an die
daran gebundene tag-Sequenz oder eine Substanz wie Nickel bindet,
aufgereinigt und nachgewiesen werden kann. Es ist auch möglich, dass
spezifische tag-Sequenzen an die Polypeptide für den Zweck der Verbesserung
von deren Funktionen wie einer verstärkten Hydrophilie oder einer
in vivo Stabilität
oder zur Verstärkung
von deren Morphogenese beschleunigender Aktivität gebunden werden. Zudem können Fusionsproteine
oder Ähnliche
mit verbesserter Medikamentenverabreichungseffizienz in bestimmten
Geweben oder Organen durch das Binden von tag-Sequenzen hergestellt
werden, die in der Lage sind, spezifische Moleküle zu binden.
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Die
oben genannten Polypeptide können
in ihren freien Formen vorliegen, können aber auch als Salze von
Säuren
wie Hydrochloride, Acetate oder p-Toluolsulfonate oder als deren
Baseadditionssalze wie Ammoniumsalze oder organische Aminsalze bereit
gestellt werden. Daher sollte, wenn auf "Polypeptid(e)" in der vorliegenden Beschreibung Bezug
genommen wird, es in dem Sinne ausgelegt werden, dass es das oben
genannte Polypeptid in seiner Salzform mit umfasst. Auch mit umfasst
in dem Umfang der Polypeptide dieser Erfindung sind solche, die
durch das Binden des jeweiligen Polypeptids an ein beliebig gewähltes Kohlenhydrat
(Monosaccharid, Disaccharid, Oligosaccharid und Polysaccharid) erhalten
werden, solche, die an Lipide gebunden sind, und weiterhin solche,
die phosphoryliert sind.
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In
den Beispielen der vorliegenden Beschreibung werden Testverfahren
für die
Morphogenese beschleunigende Aktivität gegenüber MDCKII-Zellen, die aus
der Niere abgeleitet sind, konkret in Bezug auf das Polypeptid (I)
erklärt
werden, das eine bevorzugte Ausführungsform
des oben genannten wasserlöslichen
Polypeptids ist. Somit können
die Fachleute auf dem Gebiet leicht sicherstellen, dass jedes oben
definierte Peptid die gewünschte
Morphogenese beschleunigende Aktivität aufweist, während auf
diese Beispiele oder geeignete Änderungen
oder Modifikationen zusätzlich
zu diesen Verfahren Bezug genommen wird. Zudem macht, da die Beispiele
der japanischen nicht-geprüften Patentanmeldung
mit der Veröffentlichungs-Nr.
Hei 6-25, 295, die mit der
EP
0 562 123 korrespondiert, auch die Morphogenese beschleunigende
Aktivität
von Epimorphin gegenüber
Epithelgeweben im Detail beschreibt, die Anwendung eines solchen
Testsystems es möglich,
die Morphogenese beschleunigende Aktivität sicher zu bestimmen.
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In
dem nativen menschlichen Epimorphin ist die zelladhäsive Domäne, die
in dem mittleren Fragment (die funktionelle Domäne: ein Fragment, das durch
die 104. bis 187. Aminosäurereste
vom N-terminalen Ende her definiert ist) existiert, an die Oberflächen von
Epithelzellen durch die Bindung an Epimorphinrezeptoren, die auf
den äußeren zellulären Oberflächen der
Epithelzellen existieren, fixiert; und zur gleichen Zeit bindet oder
wechselwirkt die Domäne,
die das Polypeptid (I) enthält
(die gewickelte Spiraldomäne
des nativen menschlichen Epimorphins: ein Teil, der das N-terminale
Ende bis zu dem 103. Aminosäurerest
des Epimorphins umfasst) an oder mit den Rezeptoren, die an der
Morphogenese teilhaben, wodurch sich dessen Morphogenese beschleunigende
Aktivi tät
manifestiert. Obwohl man nicht an eine spezielle Theorie gebunden
sein möchte,
ist dies eine Möglichkeit.
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Zudem
haben die Polypeptide dieser Erfindung im Wesentlichen die gleiche
Morphogenese beschleunigende Aktivität gegenüber Epithelzellen wie das native
Epimorphin, aber die Stärke
von deren Aktivität
ist nicht sonderlich beschränkt.
Zum Beispiel ist es bevorzugt, dass sie die Morphogenese beschleunigende
Aktivität
in den gleichen Konzentrationsmengen oder weniger als das menschliche
native Epimorphin ausüben können. Obwohl
das repräsentative
Testverfahren für
die Morphogenese beschleunigende Aktivität (das Testverfahren auf eine
Aktivität
zur Bildung röhrenförmiger Strukturen
bei aus Niere abgeleiteten Zellen) konkret in den Beispielen der
vorliegenden Beschreibung beschrieben werden wird, ist die Morphogenese
beschleunigende Aktivität
der Polypeptide nicht auf diese Aktivität beschränkt. Die Polypeptide dieser
Erfindung besitzen auch starke die Zellproliferation beschleunigende
Aktivität
gegenüber
Epithelzellen. Daher ist die Morphogenese, die durch die Polypeptide
der Erfindung erreicht wird, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit
der Proliferation von Zellen einhergeht (eine Erhöhung in
der Zellzahl). Ein Testbeispiel der die Zellproliferation beschleunigenden
Aktivität
durch die Polypeptide der Erfindung wird in den Beispielen der vorliegenden
Beschreibung beschrieben werden, aber die die Zellproliferation
beschleunigende Aktivität
der Polypeptide der Erfindung ist nicht auf die spezifische Aktivität, die in
diesem Testbeispiel gezeigt wird, beschränkt.
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Obwohl
verschiedene Arten von Morphogenese beschleunigender Aktivität für natives
Epimorphin berichtet wurden, sollte man verstehen, dass sie möglicherweise
ein Teil von verschiedenen Morphogenese beschleunigenden Aktivitäten sind,
die durch das native Epimorphin ausgeübt werden. Daher ist der Begriff "Morphogenese beschleunigende
Aktivität" nicht auf die Morphogenese
beschleunigende Aktivität
beschränkt,
die in der Vergangenheit berichtet oder bestätigt wurde, und muss breiter
interpretiert werden. Zusätzlich
sind die Konzepte wie z. B. eine Morphogenese induzierende Aktivität und eine
Organmorphogenese unterstützende Aktivität, ein Konzept,
das von der Morphogenese beschleunigenden Aktivität mit umfasst
wird. Zudem sollte der Begriff "im
Wesentlichen die gleiche" nicht
als einschränkend
interpretiert werden. Dort wo die Polypeptide dieser Erfindung zusätzlich zu
der Morphogenese beschleunigenden Aktivität des nativen Epimorphins andere Morphogeneseaktivitäten besitzen,
die sich davon unterscheiden, sind diese im Umfang der Erfindung
enthalten.
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Die
oben genannten Polypeptide können
durch chemische Techniken wie das Festphasenverfahren und das Flüssigphasenverfahren
hergestellt werden, die üblicher
Weise in der Peptidsynthese verwendet werden. Zum Schützen von
Gruppen der Aminogruppen und Anderen sowie als Kondensationsmittel
für eine
Kondensationsreaktion in der Peptidsynthese können solche verwendet werden,
die z. B in Protein Engineering Basics and Application; Suzuki,
K., Ed.; Maruzen Co. LTd.: 1992, Bondansky et al. in Peptide Synthesis;
John Wiley & Sons:
New York, 1976 und Stewart et al., in Solid Phase Peptide Synthesis;
W.H. Freeman und Co.: San Franzisko, 1969 beschrieben werden. Eine
Reihe von Peptidsynthesevorrichtungen, die kommerziell verfügbar sind,
können
in dem Festphasenverfahren verwendet werden. Zudem werden rekombinante
Vektoren, die DNA-Sequenzen enthalten, die die oben genannten Polypeptide
kodieren, gemäß biologischen
Techniken wie üblichen
Manipulationen der Genexpression hergestellt; und dann werden Mikroorgenismen
(Transformanten), die mit den Vektoren transformiert sind, hergestellt,
und die oben genannten gewünschten
wasserlöslichen
Polypeptide können
von den Kulturprodukten der Transformanten abgetrennt und aufgereinigt
werden. Jedoch sind die Verfahren der Herstellung der wasserlöslichen
Polypeptide nicht auf diese chemischen und biologischen Verfahren
beschränkt.
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Die
unten beschriebene Basissequenz kann als DNA genannt werden, die
in den Produktionsverfahren durch Genexpression verwendet werden
kann:
wobei
nur die Sense-Kette unter Weglassen der komplementären Basensequenz
gezeigt wird, und der Startpunkt das 5'-Ende ist und der Endpunkt das 3'-Ende ist.
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Diese
DNA korrespondiert mit den 1. bis 309. Nukleotiden innerhalb der
DNA, die das native menschliche Epimorhin in seiner Gesamtlänge kodiert
(die Nukleinsäuresequenz wird
in Formel (6) gezeigt, wie sie in der japanischen ungeprüften Patentanmeldung
mit der Veröffentlichungs-Nr.
Hei 6-25,295 offenbart wird), und ist DNA, die das oben genannte
Polypeptid (I) kodiert. Die Herstellung des Polypeptids (II) kann
z. B. die DNA einsetzen, die durch die 1. bis 312. Nukleotide in
der DNA definiert ist, die das native murine Epimorphin in seiner
Gesamtlänge
kodiert (die Nukleinsäuresequenz,
die in der Formel (12) in der japanischen nicht-geprüften Patentanmeldung
mit der Veröffentlichungs-Nr.
Hei 6-25,295 offenbart wird).
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Zudem
ist es möglich,
die Aminosäurevarianten
leicht durch übliche
Verfahren unter Verwendung der oben genannten aus Mensch oder aus
Maus abgeleiteten DNA herzustellen. Solche Verfahren können z.
B. die rekombinante PCR-Technik verwenden, wie sie in PCR-Protocols;
HJB Publisher: 1991, S. 155-160 beschrieben wird, oder das Herstellungsverfahren
von mutierten Genen unter Verwendung einer PCR, wie es in Experimental
Medicine, Ergänzungsband
8, Nr. 9; Yodo Co. Ltd.: 1990, S. 63-67 beschrieben wird. Verfahren zur
Genexpression, die verwendet werden können, um die gewünschten
Polypeptide herzustellen, können
z. B. die Technik einsetzen, die vollständig in den Beispielen der
Beschreibung der europäischen
Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr.
0 698 666 beschrieben wird, sind aber nicht darauf eingeschränkt.
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Die
oben genannten Polypeptide dieser Erfindung besitzen eine Aktivität zur Beschleunigung
der Morphogenese von Epithelgeweben oder Organen durch Einwirkung
auf die Epithelzellen. Dementsprechend sind die Polypeptide der
Erfindung als wirksamer Inhaltsstoff eines Medikaments zur Behandlung
und/oder Vorbeugung einer Krankheit nützlich, die die krankhafte Änderung
der Morphogenese eines Gewebes oder eines Organs involviert, oder
einer Krankheit, die die Zerstörung
eines Gewebes oder eines Organs involviert, die jeweils aus endogenen
morphogenetischen Faktoren resultieren, oder sie sind als wirksame
Inhaltsstoffe eines Medikaments für die Diagnose der oben genannten
Erkrankungen nützlich.
Die Polypeptide sind auch als der wirksame Inhaltsstoff eines Medikaments
zur Verwendung für
ein das Haarwachstum unterstützendes
Mittel nützlich.
Der Begriff "Medikament(e)" in der vorliegenden
Beschreibung wird im weitesten Sinne verwendet, was solche Mittel
zur Verwendung bei der Vorbeugung, Behandlung oder Diagnose von
Erkrankungen von Säugetieren
einschließlich
Menschen zusätzlich
zu Haarwachstum unterstützenden
Mitteln und Haarwachstumshemmem, die normaler Weise als "quasi-Medikamente" klassifiziert werden,
mit umfasst.
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Eine
Reihe von morphogenetischen Faktoren einschließlich nativer Epimorphine ist
bekannt. Die Medikamente dieser Erfindung sind bei der Vorbeugung
und/oder Behandlung von Krankheiten nützlich, die die krankhafte
Veränderung
der Morphogenese eines Gewebes oder eines Organs involvieren, die
aus morphogenetischen Faktoren, insbesondere Epimorphin, resultiert.
Zudem können
die Medikamente dieser Erfindung für den Zweck der Beschleunigung
der Regeneration von Epithelgeweben und Organen bei Erkrankungen
verwendet werden (wie es hierin verwendet wird, umfasst dies auch
eine Verletzung), die die Zerstörung
von Epithelgeweben oder Organen involvieren, wie entzündliche
Erkrankungen, Karzinome, Verbrennungen, Operationen oder Wunden
sowie deren Heilungsprozesse. Genauer gesagt wird vorgeschlagen,
dass andere physiologisch aktive Substanzen mit Morphogenese beschleunigender
Aktivität
(z. B. HGF und EGF) Erkrankungen wie die Folgenden behandeln können: eine
Nierenerkrankung wie chronische Nephritis; chronische und akute pulmonare
Erkrankungen wie Lungenentzündung,
Lungenemphysem, Lungentuberkulose, chronische obstruktive pulmonare
Erkrankung, Pneumokoniose und Aspiratonspneumonie; tracheale und
bronichiale Erkrankungen wie chronische Bronchitis; Lebererkrankungen
wie akute Hepatitis, chronische Hepatitis, Zirrhose und fulminante
Hepatitis, Karzinome; gutartige Prostatahyperplasie; Magengeschwür, eine
Wunde und Hautgeschwür.
Es wird daher erwartet, dass die Medikamente dieser Erfindung gegen
diese Erkrankungen wirksam sind.
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Zudem
wird, wenn die Medikamente dieser Erfindung an Patienten verabreicht
werden, die an diesen Erkrankungen leiden, die aus einer zu geringen
Expression von Epimorphin resultieren, im Allgemeinen die Verbesserung
der Symptome dieser Krankheit festgestellt, und somit wird eine
abschließende
Diagnose dieser Erkrankung möglich
gemacht. Wie spezifisch in den Beispielen der vorliegenden Beschreibung
gezeigt wird, besitzen die Polypeptide der Erfindung eine starke
zellproliferierende und Morphogenese beschleunigende Aktivität insbesondere
gegenüber
Nierenzellen. Daher können
die Medikamente der Erfindung am meisten bevorzugt gegen Nierenerkrankungen
verwendet werden, die die Regeneration und den Schutz von Nierengewebe
benötigen,
wie die Epithelzellen der Nierentubuli zu dem Zeitpunkt von deren
Behandlung. Zum Beispiel können
die Medikamente der Erfindung auf Nierenerkrankungen wie chronische
Nephritis (z. B. akute glomeruläre
Nephritis, schnell fortschreitende Nephritis oder chronische glomeruläre Nephritis),
nephritisches Syndrom, chronische Niereninsuffizienz und Nierenkarzinom
angewendet werden.
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Die
Zustände,
auf die die Medikamente dieser Erfindung angewendet werden, sind
nicht auf die oben illustrierten Erkrankungen beschränkt, und
es sollte verstanden werden, dass sie auf Erkrankungen anwendbar
sind, für
die morphogenetische Faktoren, insbesondere Epimorphin, angenommener
Weise verantwortlich sind, und auf Erkrankungen, die die wesentliche
Zerstörung
eines Gewebes und eines Organs involvieren. Zusätzlich sollte der Nutzen eines
Haarwachstum unterstützenden
Mittels, das das Polypeptid der Erfindung als wirksamen Inhaltsstoff
enthält,
im breitesten Sinne interpretiert werden, so dass es das Wachstum
von Haar unterstützt
und fördert.
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Eine
oder mehrere Arten einer Substanz, die aus den oben genannten Polypeptiden
ausgewählt
ist, kann für
ein Medikament dieser Erfindung als solches verwendet werden; jedoch
ist es bevorzugt, eine medizinische Zusammensetzung, die eine oder
mehrere Arten der Substanz als den wirksamen Inhaltsstoff zusammen
mit einer oder mehreren Arten von pharmazeutisch verträglichen
Hilfsmitteln für
Formulierungszwecke herzustellen, und die medizinische Zusammensetzung
für die
Behandlung und/oder Vorbeugung der oben genannten Erkrankungen zu
verwenden. Von dem Standpunkt der in vivo Kinetiken wie der Löslichkeit,
der Absorption und der Ausscheidung und/oder der Produktionsverfahren
können
die oben genannten Polypeptide in der Form von physiologisch verträglichen
Salzen vorliegen. In Bezug auf die Wege der Verabreichung der medizinischen
Zusammensetzungen können
die systemische Verabreichung wie die intravenöse, rektale und orale und zusätzlich die
lokale Verabreichung wie die externe Anwendung durch Augentropfen,
Nasentropfen oder Ohrentropfen und die lokale Injektion genannt
werden.
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Die
bevorzugten Formen der medizinischen Zusammensetzungen dieser Erfindung
sind z. B. Mittel zur systemischen Verabreichung wie injizierbare
Mittel oder Tropflösungen
zur intravenösen
Verabreichung und Mittel zur lokalen Verabreichung wie Salben, Cremes,
Pflaster und lokal injizierbare Mittel. In bestimmten Fällen können medizinische
Zusammensetzungen, bei denen die wirksamen Inhaltsstoffe in einem
Liposom oder Ähnlichem
enthalten sind, und solche, die an Antikörper oder Ähnliches gebunden sind, verwendet
werden, um möglicher
Weise deren Affinität
und Selektivität
gegenüber
den gezielten Organe zu verbessem. Es ist jedoch überflüssig, zu
erwähnen,
dass die Verabreichungswege abhängig
von der Art der Erkrankung, die Gegenstand der Anwendung ist, dem
Zweck der Behandlung oder der Vorbeugung, der Art des betroffenen Teils,
der Zustände
der Patienten ausgewählt
werden können
und dass auch die Dosierungsformen, die für die jeweiligen Wege der Verabreichung
geeignet sind, geeignet ausgewählt
werden können.
Die Formen in den Fällen,
bei denen sie für
diagnostische Mittel verwendet werden, sind nicht sonderlich beschränkt. Die
Verfahren der Diagnose umfassen die Fälle, bei denen lebensfähige Proben,
die aus Patienten entnommen und gesammelt werden, verwendet werden,
zusätzlich
zu solchen, bei denen Medikamente dieser Erfindung den Patienten
verabreicht werden.
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Zudem
kann das das Haarwachstum unterstütrende Mittel, das als den
wirksamen Inhaltsstoff eine oder mehrere Arten der oben genannten
Polypeptide enthält,
vorzugsweise als die Dosierungsform bereit gestellt werden, die
für den
Zweck der Verwendung geeignet ist, die ein das Haarwachstum unterstützendes
Mittel wie eine Creme, ein Spray, eine Lösung zur Anwendung oder ein
Pflaster ist. Die oben genannten wasserlöslichen Polypeptide können in
der Form physiologisch verträglicher
Salze vorliegen; und vorzugsweise können geeignete Tenside oder
fettlösliche
Substanzen auch mit in die Cremes oder Ähnlichem verarbeitet werden,
so dass die wasserlöslichen
Polypeptide, die die wirksamen Inhaltsstoffe sind, wirksam transdermal
durch kutane Keratinschichten absorbiert werden können. Zudem
ist der Nutzen der Polypeptide dieser Erfindung nicht auf die oben
genannten Medikamente beschränkt
und sie können
als Hilfsstoffe für
Zellkulturmedien verwendet werden.
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Gemäß der zweiten
Ausführungsform
dieser Erfindung wird ein Antikörper,
vorzugsweise ein monoklonaler Antikörper, bereit gestellt, der
spezifisch das Polypeptid dieser Erfindung (vorzugsweise das oben
genannte Polypeptid (I) oder (II)) erkennt. Die Antikörper der
Erfindung können
spezifisch an die Polypeptide der Erfindung (vorzugsweise die oben
genannten Peptide (I) und (II)) oder an epimorphinartige Faktoren
mit der gewickelten Spiraldomäne
(1) (vorzugsweise das native Epimorphin, das aus Mensch oder Maus
abgeleitet ist) binden, und sie haben eine hemmende Funktion gegen
die Morphogenese beschleunigende Aktivität von solchen Substanzen gegenüber Epithelzellen.
Der Begriff "ein
epimorphinartiger Faktor",
wie er in der vorliegenden Beschreibung verwendet wird, ist ein
Konzept, das native Epimorphine, veränderte Formen davon, die im
Wesentlichen die gleichen physiologischen Aktivitäten wie
die nativen Epimorphine besitzen (modifiziertes Epimorphin), und
Mutanten davon mit einer Aminosäuremutation,
die im Wesentlichen die gleichen physiologischen Aktivitäten wie
die nativen Epimorphine aufweisen, umfasst.
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In
der vorliegenden Erfindung bedeutet "modifiziertes Epimorphin" ein Polypeptid mit
im Wesentlichen den gleichen physiologischen Aktivitäten wie
das native Epimorphin (z. B. Zelladhäsionsaktivität gegenüber Epithelzellen
und Morphogenese beschleunigende Aktivität gegenüber Epithelzellen); und es
bedeutet eines des Folgenden: ein Polypeptid, das eine Teilpolypeptidsequenz
ist, die aus einer Polypeptidsequenz des nativen Epimorphins abgeleitet
ist (normalerweise ein Polypeptid, das 277 bis 289 Aminosäuren umfasst)
sowie ein Polypeptid, das die Teilpolypeptidsequenz enthält, die
aus der Polypeptidsequenz des nativen Epimorphins abgeleitet ist.
Zum Beispiel ist das Polypeptid, das durch die Deletion der hydrophoben
Domäne
an dem C-terminalen Ende des nativen Epimorphins erhalten wird (ungeprüfte japanische
Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr.
Hei 6-25,295), eine repräsentative
Verbindung des modifizierten Epimorphins. Zudem bedeutet in der
vorliegenden Beschreibung "Mutanten
des nativen Epimorphins mit einer Aminosäuremutation (hiernach "Mutanten") oder modifiziertes
Epimorphin" ein
Polypeptid mit im Wesentlichen den gleichen wie den oben genannten
physiologischen Aktivitäten
für das
native Epimorphin; und in das native Epimorphin oder das modifizierte
Epimorphin werden eine oder mehrere Aminosäuren der Aminosäuren, die
eine Polypeptidkette davon ausmachen, mit anderen Aminosäuren substituiert
oder diese werden deletiert und/oder eine oder mehrere beliebige
Aminosäuren
werden in die Polypeptidkette eingeführt, was zu dem Polypeptid
führt.
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Es
ist zu verstehen, dass neben den modifizierten Epimorphinen, wie
solchen, die in den oben genannten Patentveröffentlichungen und Anderen
offenbart werden, modifizierte Epimorphine, die gemäß den offenbarten
Verfahren hergestellt werden können,
oder deren modifizierte (einschließlich chemisch modifizierte) Versionen,
durch das modifizierte Epimorphin, wie es in der vorliegenden Beschreibung
verwendet wird, mit umfasst werden, solange sie die oben genannten
Definitionen erfüllen.
Zudem werden Verfahren zur Herstellung der Aminosäurevarianten
eines nativen Epimorphins oder eines modifizierten Epimorphins konkret
in den Beschreibungen der japanischen Patentanmeldungen mit den
Nr. Hei 7-175,539, korrespondierend zu der
EP 0 698 666 , und Hei 8-99,684, korrespondierend
zu der
JP 065895 , erklärt. Jedoch
sollten sie nicht auf diese Verfahren eingeschränkt werden und können die
Aminosäurevarianten
sein, die durch jegliches Verfahren hergestellt werden. Zudem können Verfahren
zur Untersuchung der physiologischen Aktivitäten dieser modifizierten Epimorphine
und deren Aminosäurevarianten
mit einer Änderung
durchgeführt
werden, wenn es notwendig ist, dem Verfahren zur Untersuchung der
physiologischen Aktivitäten
von nativen Epimorphinen wie es vollständig in der japanischen Patentanmeldung
mit der Veröffentlichungs-Nr.
Hei 6-25295 oder
in der internationalen Veröffentlichung
WO 97/40158 beschrieben wird. Zum Beispiel kann die Morphogenese
beschleunigende Aktivität
gegen murine fötale
Bron chie oder die Morphogenese beschleunigende Aktivität gegen
murine fötale
maxilläre
Cutis, wie es in den Beispielen der Beschreibung der japanischen
Patentveröffentlichung
mit der Nr. Hei 8-102553 beschrieben wird, sichergestellt werden.
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In
der Vergangenheit war MC-1 für
einen Antikörper
bekannt, der Epimorphine bindet und deren Aktivitäten hemmt.
(Japanische Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr. Hei 6-25295;
Cell 69, 571-481 (1992).) Die Antikörper dieser Erfindung, die
zu MC-1 ähnlich
sind, sind bei der Untersuchung des Mechanismus der normalen Morphogenese
von Epithelgeweben durch epimorphinartige Faktoren nützlich;
sie können auch
bei der Untersuchung des kritischen Mechanismus von Erkrankungen
genutzt werden, die aus der abnormalen Expression (exzessiven Expression)
von nativen Epimorphinen resultieren, und sie können auch als wirksame Inhaltsstoffe
von Medikamenten verwendet werden, die zur Vorbeugung und/oder Behandlung
dieser Erkrankungen vorteilhaft sind. Zudem sind die Antikörper der
Erfindung als wirksame Inhaltsstoffe von Medikamenten, die als Haarwachstumshemmer
verwendet werden, nützlich.
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Als
ein Beispiel des Herstellungsverfahrens der Antikörper dieser
Erfindung wird das Verfahren zur Herstellung eines polyklonalen
Antikörpers
durch die Verwendung des oben genannten Polypeptids (II) vollständig in
den Beispielen beschrieben. Somit werden die Fachleute auf dem Gebiet
leicht das Folgende verstehen: die Polypeptide dieser Erfindung
können
als Antigene gegen Säugetiere
unter geeigneten Bedingungen dienen; sie können die Tiere gemäß üblichen
Verfahren immunisieren; und polyklonale Antikörper oder monoklonale Antikörper, die
spezifisch beliebige Polypeptide erkennen, die von den Polypeptiden
der Erfindung umfasst werden, können
leicht gemäß wohl bekannten
und konventionellen Verfahren hergestellt werden.
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Beispiele
der Erkrankungen, die aus der exzessiven Expression von einem oder
mehreren Faktoren unter den morphogenetischen Faktoren resultieren,
sind chronisches artikuläres
Rheuma, Krebsarten wie Nierenzellkarzinom und Karzinom Cutaneum,
Arteriosklerose, Kollagenerkrankung, hematopoetische Organerkrankung,
Nierenerkrankung, Muskeldystrophie, Osteoporose, Neurofibromatose,
Sturge-Weber-Syndrom, noduläre
Sklerose, Dysraphismus, abnormale Segmentierung, Vagusnerverkrankung,
Callosalgenese, Enzephaloforamenerkrankung und Hydrocephalus. Von
den Medikamenten, die die Antikörper
dieser Erfindung als wirksame Inhaltsstoffe enthalten, kann erwartet
werden, dass sie bei der Behandlung und/oder Vorbeugung dieser Erkrankungen
sowie zu deren Diagnose nützlich
sind.
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Nichtsdestotrotz
sollte man verstehen, dass der Gegenstand der Anwendung der Medikamente
der Erfindung nicht auf diese Erkrankungen eingeschränkt ist
und stattdessen alle Erkrankungen sein kann, für die angeblich die exzessive
Expression von einem oder mehreren morphogenetischen Faktoren, insbesondere nativen
Morphinen, verantwortlich ist. Zudem ist der Nutzen der Haarwachstumshemmer,
die die oben genannten Antikörper
als wirksame Inhaltsstoffe enthalten, im weitesten Sinne zu interpretieren,
einschließlich
Epilieren, Haarwachstumshemmung und trichogenöse Hemmung. Zudem werden die
Medikamente, die die Antikörper
der Erfindung als wirksame Inhaltsstoffe enthalten, normalerweise
als medizinische Zusammensetzungen durch Verwendung von einem oder
mehreren Hilfsstoffen für
Formulierungszwecke, die pharmazeutisch verträglich sind, hergestellt, und
das, was oben erklärt
wurde, kann unter anderem auch auf die Formen, die Herstellungsverfahren
und die Arten der Verabreichungen in Bezug auf die medizinischen
Zusammensetzungen anwendbar sein.
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BEISPIELE
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Obwohl
diese Erfindung in mehr Detail hiernach beschrieben werden wird,
ist der Umfang der Erfindung nicht auf die Beispiele, die folgen,
beschränkt.
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Beispiel 1: Herstellung
des Polypeptids der Erfindung
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Eine
PCR wurde durchgeführt,
um cDNA herzustellen:
ATGCATCATCATCATCATCAT, die Methionin
und sechs Histidine kodiert, wurde an die 5'-Seite einer DNA-Sequenz gebunden, die
die 1. bis 104. Aminosäure
des N-terminalen Endes des nativen Epimorphins kodiert, das aus
der Maus abgeleitet ist (DNA, die durch die 1. bis 312. Nukleotide
der Nukleinsäuresequenz
definiert ist, die in der Formel (12) dargestellt wird, die in der
japanischen Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr. Hei 6-25,295
offenbart wurde), und es wurde ein Stoppkodon an das 3'-Ende davon gebunden,
um die DNA herzustellen, die insgesamt 111 Aminosäuren kodiert.
Die cDNA wurde in Ndel- und Nhell-Positionen eines pET3C Vektors,
dessen Domäne
zwischen den zwei EcoRV-Positionen deletiert worden war, eingebaut
und es wurde ein Expressionsvektor hergestellt.
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Gemäß dem Verfahren
von Hanahan (Laboratory Manual Genetic Engineering: veröffentlicht
durch die Maruzen Co.) wurde der resultierende Vektor in einen E.
coli BL21-Stamm
eingeführt,
der in kompetente Zellen überführt worden
war. Das Einführungsver fahren
wurde wie folgt durchgeführt:
die kompetenten Zellen wurden auf Eis aufgelöst; der Vektor wurde zu 100 μl der Lösung in
der geeigneten Menge (1 μl
der DNA-Lösung,
deren Konzentration 1 mg/ml betrug) hinzu gegeben; er wurde auf
Eis für
30 Minuten stehen gelassen; anschließend wurde die Lösung in
einem Inkubator bei 42 °C
für 2 Minuten
stehen gelassen; und zuletzt wurde auf Eis für 30 Minuten stehen gelassen,
um die Einführung
durchzuführen.
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Als
nächstes
wurden die oben genannten Transformanten auf eine LB-Platte (1 %
Baktotrypton, 0,5 % Baktohefeextrakt, 1 % NaCl und 1,5 % Baktoagar),
die Ampizillin (50 μg/ml)
enthält,
inokuliert und gewachsene Kolonien wurden ausgewählt und die erste Untersuchung
der Transformanten wurde durchgeführt. Zudem wurde, um letztendlich
Transformanten mit dem Expressionsvektor zu bestätigen, die Anwesenheit oder Abwesenheit
von DNA, die das gewünschte
Polypeptid kodiert, durch PCR bestimmt, zu welchem Zeitpunkt die
DNA in neun von zehn Klonen enthalten war; somit wurden Transformanten
mit dem Expresssionsvektor erhalten. Die resultierende Transformante
wurde in einer großen
Menge durch Schüttelkultur
bei 37 °C
unter Verwendung von flüssigem
LB-Medium (1 %Baktotrypton, 0,5 % Baktohefeextrakt und 1 % NaCl),
das Ampizillin (50 μg/ml)
enthält;
wachsen gelassen und dann wurde IPTG, eine Substanz zur Induktion
der Expression, zu dem Medium hinzu gegeben, so dass dessen Endkonzentration
1 mM betrug. Anschließend
wurde die Schüttelkultur
bei 37 °C
für 2 Stunden
weitergeführt
und das gewünschte
Polypeptid wurde in E. coli exprimiert. Die Aufreinigung des exprimierten
Polypeptids wurde unter Verwendung einer Ni2+-NTA-Agarose
(hergestellt durch QIAGEN Kat.-Nr. 30,230) gemäß dem Protokoll dazu durchgeführt. Die
SDS-PAGE (CBB-Färbung)
bestätigte,
dass das aufgereinigte Polypeptid eine Reinheit von nicht weniger
als 95 % aufwies. Die Löslichkeit des
Polypeptids nach der Aufreinigung in phosphatgepufferter Salzlösung (PBS)
betrug 0,15 mg/ml.
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Beispiel 2: Morphogenese
beschleunigende Aktivität
des Polypeptids der Erfindung gegenüber MDCKII – Zellen (ein Stamm der aus
Niere abgeleitet ist)
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Die
Organmorphogenese beschleunigende Aktivität des Polypeptids, das in Beispiel
1 hergestellt wurde, wurde in der folgenden Weise untersucht.
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Ein
sterilisiertes Tref-Röhrchen
wurde in Eis gestellt. Zu dem Tref-Röhrchen wurde ein 1/10 Volumenanteil
eines 10 × DH-Mediums
(gemischtes Medium aus gleichen Mengen an Dulbeco-modifiziertem
MEM-Medium und Ham F12-Medium) und ein 1/10 Volumenanteil eines
Rekonstitutionspuffers (260 mM NaHCO3, 200 mM
HEPES und 50 mM NaOH) hinzu gegeben. Zudem wurde ein 8/10 Volumenanteil
einer Kollagenlösung I-P
(verfügbar
von Nitta Gelatin) in das Tref-Röhrchen
hinzu gegeben und durch Pipetieren vermischt. Nachdem das Polypeptid,
das in Beispiel 1 hergestellt worden war, gegen ein DH-Medium dialysiert
worden war, wurde es zu dem Tref-Röhrchen so hinzu gegeben, dass
dessen Endkonzentration 15 μg/ml
betrug. Eine gleiche Menge an DH-Medium wurde als eine Kontrolle
hinzu gegeben. Anschließend
wurden MDCKII-Zellen, ein Stamm, der aus Niere abgeleitet ist, zu
dem Tref-Röhrchen
hinzu gegeben und durch Pipetieren vermischt.
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Zu
48 Wells einer Multiwellplatte wurden 200 μl/Well der oben genannten Mischung
hinzu gegeben und die Mischung wurde durch die Aufbewahrung in einem
Inkubator bei 37 °C
für eine
Stunde geliert. Serumfreies DH-Medium wurde mit 800 μl/Well hinzu
gegeben und die Äquilibrierung
wurde bei 37 °C
für eine
Stunde durchgeführt
und dann wurde das Medium vorsichtig entfernt, um das Gel nicht
zu beschädigen.
Anschließend wurde
ein serumfreies DH-Medium mit 500 μl/Well hinzu gegeben und die
morphologische Beobachtung wurde durch das Kultivieren des Mediums
in einem Inkubator mit 5 % Kohlendioxid bei 37 °C für 1 – 2 Wochen durchgeführt.
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Die 1 – 3 sind
Fotografien, die die Ergebnisse des Fotografierens der Zellen und
des Gewebes, das aus den Zellen nach zwei Wochen der Kultivierung
generiert wurde, zeigen. 1 zeigt das Ergebnis der Kontrolle
(nur DH-Medium) und 2 zeigt das Ergebnis der Kultivierung
des Gels unter Zugabe des Polypeptids dieser Erfindung (15 μg/ml). Die
Fotografien der 1 und 2 zeigen
die Ergebnisse des Fotografierens in der gleichen Vergrößerung (40fach).
Die 3 zeigt das Ergebnis des Fotografierens der Kultur, die
durch die Zugabe des Polypeptids der Erfindung (15 μg/ml) zu
dem Gel erhalten wurde, bei einer großen Vergrößerung (100fach). Wenn das
Polypeptid der Erfindung zu einem Kollagengel hinzu gegeben wurde,
bildeten die Zellen (MDCKII) eine röhrenförmige Struktur in einer dreidimensionalen
Weise. Dieses Ergebnis zeigt an, dass das Polypeptid der Erfindung
Morphogenese beschleunigende Aktivität (Organmorphogenese unterstützende Aktivität) besitzt.
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Beispiel 3: Herstellung
des Polypeptids der Erfindung
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Ähnlich zu
Beispiel 1 wurde ein Polypeptid dieser Erfindung hergestellt: eine
DNA-Sequenz, die
die ersten 103 Aminosäuren
von dem N-terminalen Ende des nativen Epimorphins, das aus dem Menschen
abgeleitet ist, kodiert (die DNA ist durch die 1. bis 309. Nukleotide
der Nukleinsäuresequenz
definiert, die in Formel (6) dargestellt wird, die in der japanischen
Patentanmeldung mit der Veröffentlichungs-Nr.
Hei 6-25,259 offenbart wurde), wurde anstelle der DNA-Sequenz, die
die ersten 104 Aminosäuren
aus dem N-terminalen Ende des nativen Epimorphins, das aus der Maus
abgeleitet ist, kodiert, verwendet. Das gleiche Experiment wie in
Beispiel 2 wurde mit diesem Polypeptid durchgeführt. Es wurde dann bestätigt, dass
dieses Peptid Organmorphogenese beschleunigende Aktivität gegenüber den
MDCKII-Zellen, ein Zellstamm, der aus der Niere abgeleitet ist,
in ähnlicher
Weise zu der des Polypeptids von Beispiel 1 aufweist.
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Beispiel 4: Herstellung
eines Antikörpers
der spezifisch an das Polypeptid der Erfindung bindet und die Hemmung
der Morphogenese durch diesen Antikörper
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Ratten
wurden gemäß dem üblichen
Verfahren (Monoclonal Antibody Experimental Manual; Kodansha Scientific:
S. 184 – 188)
unter Verwendung des Polypeptids, das in Beispiel 1 erhalten wurde
(hiernach als "H1" bezeichnet), und
jeweils einem Polypeptid als die Kontrolle (hiernach als "H3" bezeichnet) immunisiert. Methionin
und sechs Histidine wurden an das N-terminale Ende eines Teilpolypeptids
des nativen Epimorphins gebunden, das aus der Maus abgeleitet ist,
das keine Morphogenese beschleunigende Aktivität besitzt (ein Polypeptid,
das durch die Aminosäuresequenz
der 189. bis zur 263. Aminosäure
vom N-terminalen Ende her definiert ist), um das Kontrollpeptid
zu bilden. Antiseren gegen die jeweiligen Polypeptide wurden so
erhalten. Die IgG-Fraktionen wurden von jedem Antiserum unter Verwendung
einer HiTrap-Protein G (verfügbar
von Pharmacia Inc.; Kode-Nr. 17-0404-01) aufgereinigt, um einen
polyklonalen Antikörper
herzustellen. Die Aufreinigungsschritte wurden gemäß dem beigefügten Protokoll
durchgeführt.
Nachdem die resultierenden polyklonalen Antikörper einem Western Blot ausgesetzt
worden waren, um die jeweilige Spezifität zu überprüfen, wurden deren Titer zur
Verwendung in den folgendem Experiment angepasst.
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Unter
Einsatz der experimentellen Bedingungen von Beispiel 2, bei denen
röhrenförmige Strukturen
in den MDCKII-Zellen, dem Zellstamm, der aus Niere abgeleitet ist,
durch das Polypeptid dieser Erfindung gebildet wurden, wurde jeder
polyklonale Antikörper
zu einem serumfreien DH-Medium (500 μl/Well) direkt vor der endgültigen Inkubation
hinzu gegeben. Die Untersuchung wurde dann durchgeführt, um
die Wirkung von jedem der oben genannten Antikörper bezüglich dessen Einfluss auf die
Morphogenese beschleunigende Aktivität des Polypeptids der Erfindung
herauszufinden. Die Ergebnisse werden in Tabelle 1 und den 4 – 11 gezeigt.
In der Tabelle zeigt "++" an, dass die Morphogenese
fortgeschritten ist; "+" zeigt an, dass die Morphogenese
zu 80 % ge hemmt wurde; und "–' zeigt an, dass die
Morphogenese zu 100 % gehemmt wurde. Die 4 – 11 sind
Fotografien, die die Ergebnisse des Fotografierens der Zellen und
des Gewebes, das durch die Zellen am 11. Tag der Kultivierung generiert
wurde, unter einem Mikroskop zeigt. 4 zeigt
das Ergebnis der Kontrolle (nur DH-Hedium) und 5 zeigt
das Ergebnis der Kultivierung unter Zugabe des Polypeptids der Erfindung
(H1, 3 μg/ml)
in das Gel. Die 6, 7 und 8 zeigen
die Ergebnisse der Fälle, in
denen der Anti-H1
Antikörper
in Konzentrationen von 5,2 μg/ml,
26 μg/ml
und 130 μg/ml
hinzu gegeben wurde, und die 9, 10 und 11 zeigen
die Ergebnisse der Fälle,
in denen der Anti-H3 Antikörper
jeweils in Konzentrationen von 5,2 μg/ml, 26 μg/ml und 130 μg/ml hinzu
gegeben wurde. Alle diese Fotografien wurden mit der gleichen Vergrößerung (40fach)
aufgenommen.
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Es
ist aus diesen Ergebnissen zu erkennen, dass der Anti-H1 Antikörper die
Morphogenese induzierende Aktivität des Polypeptids (H1) dieser
Erfindung gegenüber
MDCKII-Zellen in
einer konzentrationsabhängigen
Weise hemmt, wohingegen der Anti-H3 Antikörper keinerlei hemmende Aktivität auf die
Morphogenese induzierende Aktivität aufweist. Diese Tatsache
zeigte, dass die Morphogenese beschleunigende Aktivität, die im
Experiment von Beispiel 2 beobachtet wurde, nicht aus z. B. Unreinheiten
von E. coli herstammt, sondern von der Aktivität des Polypeptids (H1) der
Erfindung selbst abhängt.
Zudem wurde, weil der Anti-H1 Antikörper der Erfindung wirksam
die Morphogenese beschleunigende Aktivität des Polypeptids H1 in ähnlicher
Weise zu der von Epimorphin hemmt, etabliert, dass dieser Antikörper als
eine Medikament zur Behandlung und/oder Vorbeugung einer Erkrankung
nützlich
ist, die aus einer übermäßigen Expression
von Epimorphin resultiert.
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Beispiel 5: Aktivität des Polypeptids
der Erfindung gegen eine Zellvermehrung
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Die
Wirkung des Polypeptids der Erfindung, das in Beispiel 1 hergestellt
wurde, auf die Zellvermehrung, wurde in der folgenden Weise untersucht.
Als das Medium wurde ein serumfreies DH-Medium oder ein serumfreies
DH-Medium verwendet, in dem 0,003– 0,15 mg/ml des Polypeptids
der Erfindung aufgelöst
worden waren, und MDCKII-Zellen wurden so inokuliert, dass 12000
Zellen/ml in einer 24 Wellplatte für Gewebekultur erhalten werden
konnten. Nach der Kultivierung in einem Inkubator mit 5 % Kohlenstoffdioxidgas
bei 37 °C
für 5 Tage
wurde das Medium entfernt und ein Waschen mit PBS (-) wurde zwei
Mal durchgeführt.
Die Zellen wurden aus dem Boden der Wells mit Trypsin-EDTA abgezogen und
wurden dann mit Vulkanblau gefärbt,
um lebensfähige
Zellen zu zählen.
Wie Tabelle 2 zeigt, verringerten sich, wenn die MDCKII-Zellen als
Monoschicht in dem serumfreien Medium kultiviert worden waren, die überlebensfähigen Zellen
um ungefähr
1/10 nach Tag 5, wenn das Polypeptid der Erfindung nicht zu der
Kulturlösung
(Kontrolle) hinzu gegeben wurde. Auf der anderen Seite wurde, wenn
das Polypeptid der Erfindung zu der Kulturlösung hinzu gegeben wurde, die
Vermehrung der MDCKII-Zellen
in einer Weise trotz der serumfreien Kultivierung induziert, die
abhängig
von der Konzentration des hinzu gegebenen Polypeptids der Erfindung
ist. Wenn 0,075 mg/ml des Polypeptids der Erfindung zu der Kulturlösung hinzu
gegeben wurden, wurde bestätigt,
dass nach 5 Tagen der Kultivierung lebensfähige Zellen in mehr als der
10fachen Menge im Vergleich zu dem Beginn der Kultivierung vorhanden
waren. Dieses Ergebnis ist mit der Wirkung der Zugabe von 10 % fötalem Rinderserum
vergleichbar und es wurde gezeigt, dass das Polypeptid der Erfindung
eine sehr starke zellproliferierende Aktivität aufweist.
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Die
Zahl der Zellen zu Beginn der Kultivierung: 12000
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GEWERBLICHE ANWENDBARKEIT
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Die
Polypeptide dieser Erfindung sind in wässrigen Medien wie physiologischer
Salzlösung
löslich
und haben eine Morphogenese beschleunigende Aktivität gegenüber Epithelgeweben;
sie sind daher als wirksame Inhaltsstoffe von Medikamenten zur Vorbeugung
und/oder Behandlung von Erkrankungen nützlich, die aus einer Abweichung
der Morphogenese resultieren.
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