DE697217C - Wendegetriebe mit druckoelgesteuerten Kupplungen - Google Patents
Wendegetriebe mit druckoelgesteuerten KupplungenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16H—GEARING
- F16H3/00—Toothed gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio or for reversing rotary motion
- F16H3/44—Toothed gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio or for reversing rotary motion using gears having orbital motion
- F16H3/46—Gearings having only two central gears, connected by orbital gears
- F16H3/60—Gearings for reversal only
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf vorzugsweise für den Schiffsantrieb bestimmte Wendegetriebe,
bei denen die Umschaltung von Vor- auf Rückwärtsgang und umgekehrt mit Hilfe von durch Drucköl gesteuerten Reibungskupplungen
erfolgt.
Es ist bekannt, zur Änderung des Anpreßdruckes solcher Kupplungen mehrere
nacheinander wirkende Druckzylinder (Stufenkolben) anzuwenden, deren stufenweises
Einschalten von Hand erfolgt. Hierdurch wird das Drehmoment stufenweise geändert
und eine Änderung derEinrückgeschwindigkeit erzielt. Die mehrstufige Bauart der KoI-ben
und Druckzylinder ist jedoch verwickelt, und die stufenweise Regelung ist bei Schiffsantrieb
nicht vorteilhaft. Die nachstehend beschriebene Erfindung bezweckt die Regelung der Einrückgeschwindigkeit ohne Anwendung
von Stufenkolben und -bietet dabei den Vorteil einer stetigen Regelung gegenüber einer stufenweisen;
Bei Reibungskupplungen sind ferner Anordnungen bekannt, mittels deren die Einrückgeschwindigkeit
durch Regelung der Zufiußgeschwindigkeit des Öles in einen außerhalb der Kupplung liegenden Öldruckzylinder
mittels einer Einstellvorrichtung in gewünschter Weise überwacht werden kann. Dabei
bedingt jedoch jede Änderung der Einrückgeschwindigkeit eine Nachstellung an der nur
für eine bestimmte Einrückdauer einstellbaren Vorrichtung (Zeitrelais). Eine solche Nachstellungist
mit Zeitverlust verbunden und im Schiffsbetrieb nicht durchführbar, im
Ernstfalle sogar gefährlich. Bei Wendegetrieben dieser Art muß die Änderung des
Anpreßdruckes der Kupplungen schnellstens und zu jeder Zeit vorgenommen werden können. Es ist unbedingt nötig, den Umsteuervorgang
beispielsweise im Falle der Gefahr augenblicklich zu beschleunigen, d. h. die Rutschzeit der Kupplungen zu verkürzen,
ohne die für den Regelfall zur Schonung der Maschinenanlage erwünschte sanfte Um-Steuerung
bei entsprechend längerer Gleitzeit der Kupplungen auszuschließen. Es muß auch möglich sein, den Öldruck beispielsweise
beim Anfahren mit einem Schleppzug stetig so zu ändern, bis das gewünschte
Drehmoment sich einstellt. ' ,
Zur Lösung dieser Aufgabe geht die Erfindung von einem für -Schienenfahrzeuge bereits
in Vorschlag gebrachten Wendegetriebe mit druckölgesteuerten Reibungskupplungen aus, deren Anpreßdruck durch ein mit dem
Umsteuerorgan zwangsläufig- verbundenes Drosselorgan geregelt wird, das einen im Nebenschluß
zu der zu den Kupplungen führenden Öldruckleitung liegenden Auslaß überwacht.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß das Umsteuerorgan beim Unterdrucksetzen einer der beiden Reibungskupplungen
" vor dem nur noch durch Ab-
drosseln der Nebenschlußleitung zu erreichenden Druckanstieg auf einen dem normalen
Kupplungsdruck entsprechenden federnden Anschlag trifft, dessen Widerstand beim
Weiterbewegen des Umsteuerorgans bis in seine Endlage überwunden werden muß, so daß für diese nur in Ausnahmefällen in Frage
kommende volle Ausnutzung der Umsteuergeschwindigkeit die Höchstdruckbegrenzung
to Mnaufgesetzt werden kann. Das Drosselorgan wird zweckmäßig in die zu den
Schmierstellen des Getriebes führende Ölleitung eingeschaltet, so daß das durch die
Drosselstelle entweichende Öl nicht verloren- >5 geht. Ferner empfiehlt es sich, bei Verwendung
eines Drehschiebers bekannter Art als Drosselorgan und Anordnung der zu den Kupplungen führenden Ölleitung in einer gemeinsamen
rechtwinklig zur Drehachse des Drosselorgans liegenden Ebene, die zu den
Schmierstellen führende Bohrung, die in den Endlagen des Umsteuerorgans durch das
Drosselorgan mehr oder weniger abgeschlossen wird, in einer zu der genannten Ebene
parallelen Ebene unterzubringen.
Man kann die Drosselstelle, wenn es nicht darauf ankommt, den abzudrosselnden ölstrom
für die Belieferung der Schmierstellen des Getriebes zu verwenden, unter Verzicht
auf den besseren Wirkungsgrad des Druckölumlauf es natürlich auch in eine unmittelbar
in das Getriebegehäuse führende Leitung verlegen. Wesentlich ist nur, daß das Drosselorgan
nicht die zu den Kupplungen führenden Druckleitungen selbst überwacht, sondern
einen von dieser abzweigenden Ölstrom. Im Anspruch ist dies durch die Bezeichnung,
daß die Druckstelle .im Nebenschluß zu der
Druckölleitung liegt, zum Ausdruck gebracht. Eine vorzugsweise für Schiffsantriebe geeignete
Ausführungsform ist in Abb. ι in einem Längsschnitt durch die Getriebeachse
dargestellt, während die Öldrucksteuerung in den Abb. 2 und 3 erläutert ist.
Wendegetriebe der nachgeschilderten Art können natürlich auch für Hebezeuge und Straßenfahrzeuge usw. Verwendung finden.
Das Wendegetriebe besteht im wesentlichen aus folgenden Teilen: der durch Öldruck zu
betätigenden Lamellenkupplung mit den Teilen ι bis 7, durch welche die hohle motorseitige
Welle 8 mit der propellerseitigen Welle 9 bei Vorausfahrt unmittelbar verbunden wird;
dem Umlaufgetriebe mit den Teilen 10 bis 14
für Rückwärtsfahrt; dem das Gehäuse 14 des Umlaufgetriebes umgebenden Bremsringe mit
den Teilen 15 bis 17; dem Getriebekasten 18,
der die umlaufenden Teile öldicht umschließt und die Lager 19 und 20 für den Getriebeläufer
enthält; der an der Stirnwand des Getriebekastens 1.8 angebrachten Ölpumpe 24
mit dem Steuerhahn 28, durch den die Verteilung des Drucköles nach der Kupplung, dem
Bremsring, der Schmierleitung und dem ölaustritt erfolgt.
Die Wirkungsweise ist folgende: Bei Vorwärtsfahrt preßt der auf den Kolben 1 wirkende Öldruck die Lamellen 7 der Vorwärtskupplung
zusammen; die motorseitige Welle8 wird dadurch unmittelbar mit der propellerseitigen
Welle 9 verbunden. Das Gehäuse 14 des Umkehrgetriebes dreht sich bei stillstehenden
Zahnrädern 10 bis 13 im Motordrehsinn
und mit der Motordrehzahl.
Bei" Rückwärtsfahrt sind die Lamellen 7 gelöst; der Kolben 1 ist durch die Plattenfedern
2 zurückgezogen. Der in der Nut 21 herrschende Öldruck preßt den geschlitzten
Bremsring 15 zusammen und hält das Gehäuse 14 des Umlaufgetriebes fest, wobei die
Umfangskraft vom Haltebolzen 22 aufgenommen wird. Das Zahnrad 10 auf der propellerseitigen
Welle 9 dreht sich entgegengesetzt dem Zahnrad 13 auf der motorseitigen
Welle 8.
Bei Leerlauf sind die Lamellen 7 und der Bremsring 15 gelöst. Die WeIIe^ steht still,
wobei das Gehäuse 14 des Umlaufgetriebes mit halber Motordrehzahl im Motordrehsinn
umläuft.
Die Steuereinrichtung, die in den Abb. 2 und 3 dargestellt ist, arbeitet in folgender
Weise. Das Öl wird von der Zahnradölpumpe 24, deren Antrieb durch das Räderpaar 27
und 27' von der motorseitigen Welle 8 her erfolgt, aus dem Gehäusekasten 18 angesaugt
und in den Druckkanal -29 gedrückt. Die Verteilung des Drucköles erfolgt mittels des
Steuerhahnes 28 in einzelne Bohrungen, von denen die punktiert gezeichneten in einer gemeinsamen
Ebene hinter der Schnittebene liegen. Es führen zur Vorwärtskupplung
Bohrung V, zur Rückwärtsbremse Bohrung B, nach dem Gehäuseinnern Bohrung A. . Die
Bohrungen V und B ,sind abweichend von
Abb. ι der Deutlichkeit halber waagerecht nach der linken Seite abgebogen. Der Steuerhahn28
hat in der vorderen Ebene einen halbkreisförmigen Querschnitt; in der dahinterliegenden
punktiert gezeichneten Ebene 1I(>
fließt das Drucköl durch die Mittelbohrung zum Verteilerkanal 30. Eine halbkreisförmige
Nut 31 verbindet die Austrittsbohrung A mit dem Druckraum der Kupplung oder der
Bremse oder beiden zugleich. Die einzelnen Hauptstellungen des Steuerhahnes sind in
Abb. 4a bis e dargestellt. Stellung c ist die Stoppstellung. Der Druckraum der Bremse
und der der Kupplung sind durch die Bohrungen V und B über die Nut 31 mit der
Austrittsbohrung A und dem Gehäuseinnern verbunden. Die Stellungen b und d zeigen
den Umsteuerhahn 28 während des Urnsteuerns mit normalem Druck. In der Stellung b
fließt Drucköl durch Bohrung V ' zur Vorwärtskupplung, während der Druckraum der
Bremse über Nut 31 mit der Austrittsöffnung A verbunden ist. In der Stellung d gelangt
Drucköl durch Bohrung B zur Rückwärtsbremse, während der Druckraum der Kupplung durch Nut 31 mit der Austrittsöffnung
verbunden ist. Bei allen vorgenannten Stellungen fließt das Öl gleichzeitig durch
eine in der Schnittebene liegende Bohrung >S über eine in Abb. 1 dargestellte Labyrinthdichtung
32 nach einer Wellenbohrung 34 und von dort nach den einzelnen Schmierstellen. Der Querschnitt der Bohrung 6* ist so berechnet,
daß sich ein bestimmter Öldruck im Druckkanal 29 ergibt; die Umsteuergeschwindigkeit
kann also bei den Stellungen b, c und d nicht geändert werden*.
Bei den Stellungen α und e findet eine während des Umsteuervorganges regelbare
Druckerhöhung dadurch statt, daß der Eintrittsquerschnitt in die Bohrung S für das
abfließende Schmieröl durch die Steuerkanten 35 des in dieser Ebene halbkreisförmigen
Steuerhahnes 28 beim Drehen über die Stellungen b und c hinaus bis auf einen kleinen
Schlitz zur Sicherung gegen starke Druck-Überschreitung abgedrosselt wird. Die Endstellungen
des Steuerhahnes für hohen Umsteuerdrude, also große Umsteuergeschwindigkeit,
sind in Abb. 4a für Vorausfahrt, in Abb. 4e für Rückwärtsfahrt dargestellt.
Um die einzelnen Hahnstellungen in zuverlässiger und schnellster Weise einstellen
zu können, ist folgende Einrichtung getroffen. Die Drehung des Steuerhahnes 28 erfolgt
vorzugsweise mittels doppelten Seilzuges durch den auf dem Steuerstand des betreffenden
Fahrzeuges befindlichen Hebel 36, der . bei den Steuerhahnstellungen b und d an den
federnden Anschlägen 3.7 oder 38 anliegt. Bis zur Erreichung dieser Anschläge ist die
Hebelkraft gering. Wird der Hebel 36 un-. ter Überwindung der Federkraft ' der Anschläge
37 oder 38 weiter durchgezogen, so erfolgt je nach der hierbei ι angewendeten
Kraft eine Erhöhung des-Öldruckes bis zu dem zulässigen Höchstdruck für rascheste
Umsteuerung im Gefahrfalle. Da die Hebelkraft auch in den äußersten Endlagen verhältnismäßig
gering ist, kann der Führer seine volle Aufmerksamkeit dem Gefahrpünkt
zuwenden. Die neue Einrichtung sichert auch die im starken Verkehr unbedingt nötige Unabhängigkeit der-Steuerung.
Es ist selbstverständlich, daß der Hebel mit? den federnden Anschlägen auch unmittelbar auf der Achse des Steuerhahnes 28"
befestigt werden kann, wenn die Umsteuerung vom Maschinenraum aus erfolgt.
Claims (3)
1. Wendegetriebe, vorzugsweise für
Schiffsantrieb, mit druckölgesteuerten Reibungskupplungen für die wahlweise Schaltung auf Vorwärts- und Rückwärtsgang,
deren Anpreßdruck bzw. Einrückgeschwindigkeit von Hand durch ein mit dem UmsteueixHigan zwangsläufig verbundenes
Drosselorgan geregelt wird, das einen im Nebenschluß zu der zu den Kupplungen führenden Öldruckleitung
liegenden Auslaß überwacht, dadurch gekennzeichnet, daß das Umsteuerorgan (36) beim Unterdrucksetzen einer der
Reibungskupplungen (7 oder 15) vor dem nur noch durch Abdrosseln der Neben-Schlußleitung
(S) zu erreichenden Druckanstieg auf eihen, den normalen Kupplungsdruck kennzeichnenden Anschlag
(37 oder 38) trifft, dessen Federdruck beim Weiterdrehen des Umsteuerorgans bis in die Endlage überwunden werden
muß, so daß für diese nur in Ausnahmefällen zu gebrauchende volle Aussteuerung
die Höchstdruckbegrenzung hinaufgesetzt werden kann.
2. * Wendegetriebe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselorgan (28) in die zu den" Schmierstellen des Getriebes führende Ölleitung (S) eingeschaltet
ist. -
3. Wendegetriebe nach Anspruch 2, dessen zu den Kupplungen führende Leitungen
in einer gemeinsamen Ebene rechtwinklig zur Drehachse des Drosselorgans angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß in einer parallel dazu liegenden
' Ebene sich die zu den Schmierstellen führende Bohrung (S) befindet, die in den
Endlagen des Umsteuerorgans (36) durch das Drosselorgan (28) mehr oder weniger abgeschlossen wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1934L0086903 DE697217C (de) | 1934-11-06 | 1934-11-06 | Wendegetriebe mit druckoelgesteuerten Kupplungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1934L0086903 DE697217C (de) | 1934-11-06 | 1934-11-06 | Wendegetriebe mit druckoelgesteuerten Kupplungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE697217C true DE697217C (de) | 1940-10-08 |
Family
ID=7286184
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1934L0086903 Expired DE697217C (de) | 1934-11-06 | 1934-11-06 | Wendegetriebe mit druckoelgesteuerten Kupplungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE697217C (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE844103C (de) * | 1940-05-07 | 1952-07-17 | Lorenz A G Maschf | Umkehrgetriebe mit selbsttaetiger Umsteuereinrichtung zur Umsteuerung in einem genau einzuhaltenden Takt |
| DE975277C (de) * | 1941-08-05 | 1961-10-26 | Karl Breuer | Halb- oder vollselbsttaetiges Kraftfahrzeuggetriebe mit druckoelbetaetigten Schaltkupplungen |
| DE1141542B (de) * | 1958-05-06 | 1962-12-20 | Bundesrep Deutschland | Drucktastenschaltgeraet fuer Kraftfahrzeugwechselgetriebe mit halbautomatischer Gangschaltung |
| DE1161767B (de) * | 1958-03-25 | 1964-01-23 | Klaue Hermann | Hydraulische Fremdkraftschaltvorrichtung fuer ein mittels Kupplungen schaltbares Stufenwechsel- und Reversiergetriebe, insbesondere von Traktoren |
| DE1185484B (de) * | 1958-04-03 | 1965-01-14 | Carl Kaelble G M B H Motoren U | Vorwaehlschaltvorrichtung fuer ein Wende- und Wechselgetriebe, insbesondere fuer Erdbaugeraete und Strassenbaumaschinen |
| DE1277037B (de) * | 1961-06-26 | 1968-09-05 | Twin Disc Clutch Co | Steuervorrichtung fuer ein hydrodynamisch-mechanisches Verbundgetriebe, insbesondere in Schwerlastfahrzeugen |
| EP0007235A1 (de) * | 1978-07-17 | 1980-01-23 | Westinghouse Electric Corporation | Wendegetriebe |
-
1934
- 1934-11-06 DE DE1934L0086903 patent/DE697217C/de not_active Expired
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