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Hintergrund der Erfindung
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1. Gebiet der Erfindung
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Diese Erfindung betrifft Verbindungen,
die sich von Adenosin und Analoga davon ableiten, pharmazeutischen
Zusammensetzungen, die solche Verbindungen enthalten, ihre Verwendung
zur Behandlung von Hypertonie und Herzmuskel-Ischämie, ihre
Verwendung als kardioprotektive Mittel, die eine ischämische Verletzung
oder das Ausmaß eines
Herzmuskelinfarkts infolge von Herzmuskel-Ischämie verbessern, und ihre Verwendung
als antilipolytische Mittel, die die Plasmalipidspiegel, die Serumtriglyceridspiegel
und die Plasmacholeresterinspiegel verringern, und Methoden und
Zwischenverbindungen, die in der Herstellung von solchen Verbindungen
verwendet werden.
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Hypertonie
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Hypertonie, ein Zustand von erhöhtem Blutdruck,
betrifft einen beträchtlichen
Teil der menschlichen Bevölkerung.
Konsequenzen von andauernder Hypertonie beinhalten vaskulären Schaden
an den Okularen, renalen, kardialen und zerebralen Systemen und
die Gefahr von diesen Komplikationen nimmt mit steigendem Blutdruck
zu. Die den Blutdruck kontrollierenden Grundfaktoren sind das Herzzeitvolumen
und der periphere vaskuläre
Widerstand, Letztgenannter ist der vorherrschende gemeinsame Mechanismus,
der von zahheichen Einflüssen
kontrolliert wird. Das symphatische Nervensystem reguliert den peripheren
vaskulären
Widerstand durch direkte Wirkungen auf α- und βadrenergen Rezeptoren sowie
durch indirekte Wirkungen auf die Renin-Freisetzung. Die Arzneimitteltherapie
zielt ab auf spezifische Komponenten dieser Blutdruckregulations-Systemen mit unterschiedlichen
Wirkungsmechanismen, die mehrere Arzneimittelklassen definieren,
einschließlich
Diuretika, βadrenerge
Rezeptorantagonisten (β-Blocker),
Angiotensin-konvertierendes Enzym(ACE)-Inhibitoren und Kalziumkanalantagonisten.
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Diuretika des Thiazid-Typs werden
bei Hypertonie verwendet, um den peripheren vaskulären Widerstand
durch ihre Wirkungen auf die Natrium- und die Wasserausscheidung
zu verringern. In diese Arzneimittelklasse sind Hydrochlorthiazid,
Chlorthiazid, Methyclothiazid und Cyclothiazid sowie die verwandten
Wirkstoffe Indapamid, Metolazon und Chlorthalidon mit einbezogen.
Obwohl man früher
davon ausgegangen ist, dass der β-Blocker-Wirkmechanismus
eine Blockade des β1-adrenergen Rezeptor-Subtyps im Herzen bewirkt, um
die Herzfrequenz und das Herzzeitvolumen zu verringern, sind jüngere β-Blocker
mit intrinsischer sympathomimetischer Aktivität (ISA), einschließlich Pindolol,
Acebutolol, Penbutolol und Karteolol, genauso wirksam wie nicht-ISA-β-Blocker,
die eine geringere Reduktion der Herzfrequenz und des Herzzeitvolumens
verursachen. Weitere vorgeschlagene Mechanismen für diese
Arzneimittel schließen
die Inhibition der Renin-Freisetzung, einen zentralen Effekt, und
einen Effekt bei präsynaptischen β-adrenergen
Rezeptoren, wodurch eine Unterdrückung
der Noradrenalin-Freisetzung bewirkt wird, mit ein. Die kardioselektiven β-Blocker
Methoprolol (Lopressor-Geigy), Acebutolol (Sectral-Wyeth) und Atenolol
(Tenormin-ICl, bei
niedrigen Dosen, haben eine größere Wirkung
auf die β1-adrenergen Rezeptoren als auf die β2-adrenergen
Rezeptor-Subtypen, die in den Bronchien und den Blutgefäßen lokalisiert
sind. Nicht selektive β-Blocker
wirken auf beide β-adrenergen
Rezeptor-Subtypen
und schließen
Propranolol (Inderal-Ayerst), Timolol (Blocadren-Merck), Nadolol
(Corgard-Squibb), Pindolol (Visken-Sandoz), Penputolol (Levatol-Hoechst-Roussel) und Carteolol
(Cartrol-Abbott) mit ein. Nachteilige Effekte der β-Blocker
beziehen asymptomatische Bradykardie, Exazerbation der kongestiven
Herzinsuffizienz, gastrointestinale Störungen, zunehmender Atemwegswiderstand,
verdeckte Symptome von Hypoglykämie
und Depressionen mit ein. Sie können
ein Ansteigen der Serumtriglyceride bewirken und können das
hochdichte Lipoprotein (high-density lipoprotein) Cholesterin verringern.
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ACE-Inhibitoren verhindern die Bildung
von Angiotensin II und unterbinden den Abbau von Bradykinin. Angiotensin
II ist ein starker Vasokonstriktor und stimuliert auch die Sekretion
von Aldosteron. Indem das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System blockiert
wird, vermindern diese Wirkstoffe den peripheren vaskulären Widerstand
sowie die Natrium- und Wasserretention. Zusätzlich erhöhen die ACE-Inhibitoren den
Anteil an Bradykinin und Prostaglandinen, endogenen Vasodilatatoren.
Captopril (Capoten-Squibb) und Enalapril (Vasotec-Merck) sind die
führenden
ACE-Inhibitoren. Nachteilige Effekte der ACE-Inhibitoren schließen Ausschlag, Geschmacksstörungen,
Proteinurie und Neutropenie mit ein.
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Die Kalziumkanal-Antagonisten verringern
den Zufluss von Kalzium in die vaskulären glatten Muskelzellen und
erzeugen systemische Vasodilatation, wodurch ihre antihypertensive
Wirkung erzielt wird. Weitere Effekte der Kalziumkanal-Antagonisten
schließen
die Störung
der Wirkung von Angiotensin II und die α2-adrenerge
Rezeptorblockade mit ein, die zu ihren antihypertensiven Wirkungen
hinzukommen können.
Kalziumkanal-Antagonisten haben nicht die nachteiligen metabolischen
und pharmakologischen Wirkungen der Thiazide oder β-Blocker
und können
folglich bei Patienten mit Diabetes, peripherer vaskulärer Erkrankung
oder chronisch obstruktiver Lungenerkrankung verwendet werden. Zwei
Kalziumkanal-Antagonisten, Verapamil und Diltiazem haben ernsthafte
nachteilige kardiovaskuläre
Wirkungen auf die atrioventrikuläre
kardiale Reizleitung bei Patienten mit bereits vorhandenen Reizleitungsabnormalitäten und
sie können
Bradykardie, Herzblockade und kongestive Herzinsuffizienz verschlechtern.
Weitere geringfügig
nachteilige Effekte der Kalziumkanal-Antagonisten schließen peripheres Ödem, Schwindel,
leichte Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Hitzewallungen,
insbesondere mit Nifedipin und Nicardipin, mit ein.
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Viele andere Mittel sind zur Behandlung
von essentieller Hypertonie erhältlich.
Diese Mittel beziehen Prazosin und Terazocin, α1-adrenerge
Rezeptorantagonisten, deren antihypertensive Wirkungen aufgrund
der resultierenden arteriellen Vasodilatation erfolgen; Clonidin,
ein α2-adrenerger Agonist, der sowohl zentral
als auch peripher auf inhibitorische α2-adrenergen
Rezeptoren wirkt, um die sympathische Antwort zu verringern, mit
ein. Weitere zentral wirkende Mittel schließen Methyldopa, Guanabenz und
Guanfacin; Reserpin, das die Verringerung des Vorrats an Katecholaminen
bewirkt; Guanadrel, ein peripher adrenerger Antagonist ähnlich zu
Guanethidin mit einer kürzeren
Wirkungsdauer; und direkt-wirkende Vasodilatatoren wie Hydralazin
und Minoxidil, mit ein. Diese Mittel, obwohl wirksam, bewirken nennenswerte
symptomatische Nebenwirkungen einschließlich die reflektorisch sympathische
Stimulation und Flüssigkeitsretention,
orthostatische Hypotonie und Impotenz.
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Viele antihypertensive Mittel aktivieren
die kompensatorischen Druckmechanismen, wie zunehmende Renin-Freisetzung,
erhöhte
Aldosteron-Sekretion und zunehmenden sympathischen Vasokonstriktor-Tonus, die
dafür bestimmt
sind, den arteriellen Druck auf ein Niveau von vor der Behandlung
zurückzuführen und
die zu Salz und Wasser-Retention, Ödemen und
unweigerlich zur Toleranz der antihypertensiven Wirkung der Mittel
führen
können.
Aufgrund der großen
Breite von Nebenwirkungen, die für
die vorliegende Ansammlung von antihypertensiven Wirkstoffen festgestellt
wurde, und der Probleme, die damit bei speziellen Gruppen von Hypertonie-Patienten
festgestellt wurden, einschließlich
den Älteren,
Schwarzen und Patienten mit chronischer obstruktiver Lungenkrankheit,
Diabetes oder peripheren vaskulären
Erkrankungen, gibt es darüber
hinaus einen Bedarf an zusätzlichen
Klassen von Arzneimitteln zur Behandlung von Hypertonie.
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Ischämie
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Herzmuskel-Ischämie ist das Ergebnis eines
Ungleichgewichts der Herzmuskelsauerstoff-Zufuhr und des Bedarfs und schließt Belastungs-
und vasospastische Herzmuskel-Dysfunktion
mit ein. Belastungs-Ischämie
wird generell der Gegenwart von kritischer arterosklerotischer Stenose
zugeschrieben, worin große
Koronararterien verwickelt sind, die eine Verringerung im subendokardialen
Fluss ergeben. Vasospastische Ischämie wird mit einem Spasmus
der fokalen Varietät
in Verbindung gebracht, dessen Beginn nicht mit Belastung oder Stress
assoziiert ist. Der Spasmus wird besser definiert als ein abruptes
Ansteigen im vaskulären
Tonus. Die Mechanismen für
vasospastische Ischämie
schließen
mit ein: (i) zunehmender vaskulärer
Tonus im Bereich der Stenose aufgrund von zunehmender Katecholamin-Freisetzung:
(ii) vorübergehende
intraluminale Verstopfung und (iii) Freisetzung von vasoaktiven
Substanzen, die durch Blättchen
im Bereich der endothelialen Schädigungen
gebildet werden.
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Der koronare Kreislauf ist einzigartig,
weil er das Organ durchblutet, welches den Perfussionsdruck für den gesamten
Kreislauf generiert. Somit werden Eingriffe, die den Zustand des
peripheren Kreislaufs und der Kontraktilität verändern, einen einschneidenden
Effekt auf den koronaren Kreislauf haben. Die Regulator-Komponente
der Koronargefäße sind
die kleinen koronaren Arteriolen, die beträchtlich ihren internen Durchmesser verändern können. Die
Veränderung
des internen Radius ist das Ergebnis von entweder intrinsischer
Kontraktion des vaskulären
Glattmuskels (Autoregulation) oder extravaskulärer Kompression aufgrund von
ventrikulärer
Kontraktion. Die Gesamtwirkung von Therapien hinsichtlich des Ischämie-Problems
bezieht eine komplexe Wechselwirkung von gegensätzlichen Faktoren mit ein,
die den Sauerstoffangebot und -bedarf bestimmen.
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Kardioprotektion
und Prävention
von ischämischer
Verletzung
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Die Entwicklung von neuen therapeutischen
Mitteln, die zu einer Begrenzung des Ausmaßes der Herzmuskelverletzung,
d. h., des Ausmaßes
eines Herzmuskelinfarkts, nachfolgend zu akuter Herzmuskel-Ischämie, in
der Lage sind, ist ein Hauptanliegen der modernen Kardiologie.
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Der Beginn von thrombolytischer (Gerinsel
auflösender)
Therapie während
des letzten Jahrzehnts zeigt, dass frühes Eingreifen während einer
Herzattacke eine beträchtliche
Verringerung des Schadens am Herzmuskelgewebe ergeben kann. Große klinische
Studien haben seitdem gezeigt, dass thrombolytische Therapie die
Gefahr der Entwicklung von Störungen
im Herzschlag verringert und auch die Fähigkeit des Herzens aufrechterhält, als
Pumpe zu fungieren. Dieser Erhalt der normalen Herzfunktion hat
eine Verringerung der Langzeitsterblichkeit infolge eines Infarktes
gezeigt.
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Auch auf Interesse gestoßen ist
die Entwicklung von Therapien, die in der Lage sind, zusätzlichen Herzmuskelschutz
bereitzustellen, die im Zusammenhang mit thrombolytischer Therapie
verabreicht werden können
oder alleine, weil retrospektiv epidemiologische Studien gezeigt
haben, dass die Sterblichkeit während der
ersten fünf
Jahre infolge eines Infarktes einen Bezug zum ursprünglichen
Infarktausmaß zu
haben scheint. In präklinischen
Infarktstudien, die an einer Vielzahl von Tiermodellen durchgeführt wurden,
haben viele Arten von pharmakologischen Mitteln wie Kalziumkanal-Blocker,
Prostacyclin-Analoga und Mittel, die zur Unterbindung von gewissen
Stoffwechselwegen in der Lage sind, gezeigt, dass sie zu einer Verringerung
der ischämischen
Verletzung bei zahlreichen Tierarten in der Lage sind.
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Jüngste
Untersuchungen haben gezeigt, dass die Aussetzung des Herzmuskels
für kurze
Ischämie-Perioden
(Unterbrechung des Blutflusses zum Herzen) mit nachfolgender Reperfusion
(Wiederherstellung des Blutflusses) das Herz vor nachfolgender ischämischer
Verletzung schützen
kann, die ansonsten aus einer nachfolgenden Aussetzung für einen
längeren
Ischämie-Zeitraum
resultieren würde.
Dieses Phänomen
wurde als Herzmuskel-Präkonditionierung
bezeichnet und es wird davon ausgegangen, dass es teilweise der
Freisetzung von Adenosin während
der Präkonditionierungsperiode
zuzuschreiben ist.
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Andere Studien haben gezeigt, dass
Adenosin und Adenosin-Analoga das Ausmaß von Gewebeschäden verringern
können,
das infolge der Unterbrechung des Blutflusses zum Herzen in einer
Vielzahl von Modellen von ischämischer
Verletzung in zahlreichen Arten beobachtet wurde, siehe beispielsweise
Toombs, C. et al., „Myocardial
protective effects of adenosine. Infarct size reduction with pretreatment
and continued receptor stimulation during ischemia", Circulation 86,
986–994
(1992); Thornton, J. et al., "Intravenous
pretreatment with Al-selective adenosine analogues protects the
heart against infarction".,
Circulation 85, 659–665/1992)
und Downey, J., "Ischemic
preconditioning-nature's
own cardioprotective intervention"., Trends Cardiovasc. Med. 2(5), 170–176 (1992)).
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Verbindungen der vorliegenden Erfindung
ahmen die Herzmuskel-Präkonditiönierung
nach, wodurch sie die ischämische
Verletzung verbessern oder eine Verringerung des Ausmaßes des
Herzmuskel-Infarktes infolge von Herzmuskel-Ischämie bewirken und sind somit
nützlich
als kardioprotektive Mittel.
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Antilipolyse
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Hyperlipidämie und Hypercholesterinämie gelten
als zwei der Hauptfaktoren für
Artherosklerose und koronarer Herzkrankheit, dem vorherrschenden
Grund für
Tod und Behinderung in den westlichen Ländern. Obwohl die Ethiologie
von Artherosklerose von vielen Faktoren abhängig ist, werden die Entwicklung
von Artherosklerose und Zuständen
einschließlich
koronarer Arterienkrankheit, peripher-vaskulärer Krankheit und cerebrovaskulärer Krankheit,
resultierend aus einem begrenzten Blutfluss, mit Abnormalitäten im Serum-Cholesterin
und den Lipidspiegeln in Verbindung gebracht. Die Ethiologie von
Hypercholesterinämie
und Hyperlipidämie
ist hauptsächlich
genetisch, obwohl Faktoren wie die diätetische Aufnahme von gesättigten
Fetten und Cholesterin dazu beitragen können.
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Die antilypolitische Aktivität von Adenosin
und Adenosin-Analoga entsteht aus der Aktivierung des A1-Rezeptor-Subtyps.
(Lohse, M. J., et al., Recent Advances in Receptor Chemistrz, Melchiorre,
C. and Gianella, Eds, Elsevier Science Publishers B. V., Amsterdam,
1988, 107–121).
Die Stimulation dieses Rezeptor-Subtyps verringert die intrazelluläre cyclische
AMP-Konzentration in Adipozyten. Cyclisches AMP ist ein notwendiger
Co-Faktor für
das Enzym Lipoprotein Lipase, das hydrolytisch Triglyceride zu freien
Fettsäuren und
Glycerol in Adipozyten spaltet (Egan, J. J., et al., Proc. Natl.
Acad. Sci. 1992 (89), 8357–8541).
Entsprechend verrigert die Reduktion von intrazellularer cyclischer
AMP-Konzentration in den Adipozyten die Lipoprotein Lipase-Aktivität und somit
die Hydrolyse der Triglyceride.
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Erhöhter Blutdruck und Plasmalipide
einschließlich
Triglyceride sind zwei wohlbekannte Risikofaktoren, die mit der
Sterblichkeit infolge von kardiovaskulärer Krankheit in Verbindung
gebracht werden.
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Für
den Diabetes-Patienten, wo die Wahrscheinlichkeit der Sterblichkeit
durch kardiovaskuläre
Krankheiten beträchtlich
größer ist,
ist die Gefahr, die mit diesen Faktoren in Verbindung gebracht wird,
weiter vergrößert (Biermann,
E. L., Arteriosclerosis and Thrombois 1992 (12), 647–656). Die
Daten deuten zusätzlich darauf
hin, dass übermäßige Lipolyse
charakteristisch ist für
nicht insulinabhängige
Diabetes und möglicherweise
zur Insulinresistenz und Hyperglykämie beiträgt (Swislocki, A. L., Horm.
Metab. Res. 1993 (25), 90–95).
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Verbindungen der vorliegenden Erfindung
als antihypertensive und antilipolytische Mittel sind nützlich in
der Behandlung und Verbesserung von sowohl vaskulären als
auch metabolischen Risikofaktoren und sind von besonderem Wert und
Nützlichkeit.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Klasse von Adenosin-Analoga und deren Nutzen in der Behandlung
von Hypertonie, Herzmuskel-Ischämie,
als kardioprotektive Mittel, die eine ischämische Verletzung oder das
Ausmaß eines
Herzmuskelinfarkts infolge von Herzmuskel-Ischämie verbessern und als antilipolytische Mittel,
die die Plasmalipidspiegel, die Serumtriglycerid-Spiegel und die
Plasmacholesterin-Spiegel verringern und Methoden und Zwischenverbindungen,
die bei der Herstellung von solchen Verbindungen verwendet werden.
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2. Bekannte Entwicklungen
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Adenosin hat eine große Bandbreite
von physiologischen und pharmakologischen Wirkungen einschließlich einer
merkbaren Veränderung
der kardiovaskulären
und renalen Funktion. In Tieren und im Menschen verursacht die intravenöse Injektion
von Adenosinnukleotiden Hypotension. Die physiologischen und pharmakologischen
Wirkungen von Adenosin werden durch spezielle Rezeptoren, die auf
der Oberfläche
der Zellen lokalisiert sind, vermittelt. Vier Adenosin-Rezeptor-Subtypen,
die als A1, A2A,
A2B und A3-Rezeptoren
bezeichnet werden, sind identifiziert worden. Der A1-Rezeptor
verhindert die Bildung von cAMP durch Unterdrückung der Aktivität von Adenylatcyclase,
während
die Stimulation von A2-Rezeptoren die Adenylatcyclase-Aktivität und intrazelluläres cAMP
erhöht.
Jeder Rezeptor scheint spezifische Wirkungen von Adenosin in unterschiedlichen
Geweben herbeizuführen:
Beispielsweise scheinen die vaskulären Wirkungen von Adenosin durch
die Stimulation von A2-Rezeptoren herbeigeführt zu werden,
die durch die positive Korrelation zwischen cAMP-Bildung und Vasorelaxation
in mit Adenosin behandelten isoliertem vaskulärem glatten Muskel unterstützt wird;
während
die Stimulierung von kardialen A1-Rezeptoren
die cAMP-Bildung
im Herzen verringert, was zu den negativen dromotropen, inotropen
und chronotropen kardialen Wirkungen beiträgt. In Gegensatz zu den meisten
Vasodilatatoren erzeugt folglich die Verabreichung von Adenosin
keine reflektorische Tachykardie.
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Adenosin übt auch einen spürbaren Einfluss
auf die renale Funktion aus. Intrarenale Infusion von Adenosin verursacht
einen vorübergehenden
Abfall im renalen Blutfluss und eine Zunahme im renalen vaskulären Widerstand.
Bei fortgesetzter Infusion von Adenosin kehrt der renale Blutfluss
auf die Kontroll-Spiegel zurück und
der renale vaskuläre
Widerstand wird verringert. Die anfänglichen renalen Vasokonstriktor-Antworten auf Adenosin
erfolgen nicht aufgrund direkter Vaskokonstriktor-Wirkungen des
Nukleotids, sondern beziehen eine Wechselwirkung zwischen Adenosin
und dem Renin-Angiotensin-System mit ein.
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Adenosin wird weithin als der vorherrschende
physiologische Vermittler von reaktiver Hyperämie und Autoregulation des
koronaren Betts als Antwort auf Herzmuskel-Ischämie betrachtet. Es wurde berichtet,
dass das koronare Endothelium Adenosin-A2-Rezeptoren besitzt,
die mit Adenylatcyclase verknüpft
sind, die parallel mit der Zunahme im koronaren Fluss aktiviert
werden und das Kardiomyozyt-Rezeptoren vorherrschend vom Adenosin-A1-Subtyp sind und mit Bradykardie in Verbindung
gebracht werden. Demzufolge bietet Adenosin einen einzigartigen
Mechanismus der ischämischen
Therapie an.
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Kardiovaskuläre Reaktionen auf Adenosin
sind kurzlebig aufgrund der schnellen Aufnahme und Metabolisierung
des endogenen Nukleotids. Im Gegensatz dazu sind Adenosin-Analoga
widerstandsfähiger
gegenüber
dem metabolischen Abbau und es wird berichtet, dass sie anhaltende
Veränderungen
im arteriellen Druck und der Herzfrequenz bewirken.
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Mehrere wirksame metabolisch stabile
Analoga von Adenosin sind synthetisiert worden, was die unterschiedlichen
Grade der Selektivität
für die
zwei Rezeptor-Subtypen darlegt. Adenosin-Agonisten haben im Allgemeinen
eine größere Selektivität für A1-Rezeptoren im Vergleich zu A2-Rezeptoren
gezeigt. Cyclopentyl-Adenosin (CPA) und R-Phenylisopropyl-Adenosin (R-PIA) sind
Standard-Adenosin-Agonisten, die eine spürbare Selektivität für den A1-Rezeptor (A2/A1-Verhältnis
= 780 beziehungsweise 106) zeigen. Im Gegensatz dazu ist N-5'-Ethyl-carboxamido-enosin
(NECA) ein wirksamer A2-Rezeptor-Agonist (Ki-12 nM), hat aber
gleiche Affinität
für den
A1-Rezeptor (Ki-6,3 nM; A2/A1-Verhältnis
= 1,87). Bis vor kurzem war CV-1808 der selektivste A2-Agonist,
der verfügbar
war (A2/A1 = 0,19),
obwohl die Verbindung 10-fach weniger wirksam war als NECA in seiner
Affinität
für den
A2-Rezeptor. In neueren Entwicklungen sind
neuere Verbindungen offenbart worden, die sehr wirksame und selektive
A2-Agonisten sind (Ki = 3–8 nM für A1; A2/A1 Verhältnis =
0,027–0,042) (C.
E. Müller
und T. Scior, Pharmaceutica Acta Hevetiae 68 (1993) 77–111).
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In der Literatur wurde von zahlreichen
N6-aryl- und N6-heteroatylalkyl-substituierten Adenosinen und substituierten-(2-amino-
und 2-hydroxy)adenosinen berichtet, die unterschiedliche pharmakologische
Aktivität besitzen,
einschließlich
kardialer und zirkulatorischer Aktivität (siehe beispielsweise Britische
Patentbeschreibung 1,123,245, Deutsche Offenlegung 2,136,624, Deutsche
Offenlegung 2,059,922, Deutsche Offenlegung 2,514,284, Südafrikanisches
Patent Nr. 67/7630, US-Patent Nr. 4,501,735, EP-Veröffentlichung
0 139 358 (Offenbarung von N6-[geminal-diaryl-substituierten Alkyl]adenosinen),
EP-A 0 305 643 (Offenbarung, dass N6-heterocyclisch-substituierte
Adenosin-Derivate kardiale vasodilatatorische Aktivität zeigen),
Deutsche Offenlegung 2,131,938 (Offenbarung von Aryl und Heteroaryl-alkyl-hydrazinyl-adenosin
Derivaten), Deutsche Offenlegung 2,151,013 (Offenbarung von N6-Aryl
und Heteroarylsubstituierten Adenosinen), Deutsche Offenlegung 2,205,002
(Offenbarung von Adenosinen mit N6-Substituenten, umfassend überbrückte Ringstrukturen,
die den N6-Stickstoff
mit Substituenten einschließlich
Thienyl verknüpfen)
und Südafrikanisches
Patent Nr. 68/5477 (Offenbarung von N6-indolyl-substituierten 2-Hydroxy-adenosinen).
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Das US-Patent Nr. 4,954,504 und die
EP-Veröffentlichung
Nr. 0 267 878 offenbaren gattungsmäßig, dass carbocyclische Ribose-Derivate
von Adenosin und pharmazeutisch annehmbare Ester hiervon, die in
den 2- und/oder N6-Stellungen durch Aryl-Niederalkylgruppen einschließlich Thienyl,
Tetrahydropyranyl, Tetrahydrothiopyranyl und bicyclische, benzo-kondensierte
5- oder 6-gliedrige gesättigte
heterocyclische Niederalkyl-Derivate substituiert sind, Adenosin-Rezeptor-Agonist-Eigenschaften
zeigen. Adenosin-Analoga, die Substituenten von Thienyltyp haben,
sind beschrieben in: der EP-Veröffentlichung
Nr. 0 277 917 (Offenbarung: N6-substituierte-2-heteroarylalkylaminosubstituierte
Adenosine einschließlich
2-[(2-[thien-2-yl]ethyl)amino]-substituiertes Adenosin), Deutsche
Offenlegung 2,139,107 (Offenbarung von N6-[Benzothienylmethyl]-aenosin),
PCT WO 85/04882 (Offenbarung, dass N6-heterocyclisch alkyl-substituierte
Adenosin-Derivate einschließlich
N6-[2-(2-Thienyl)ethyl]amino-9-(Dribofuranosyl)-9H-purin kardiovaskulär vasodilatatorische
Aktivität
zeigen und dass N6-Chirale-Substituenten
eine verbesserte Aktivität
zeigen), EP veröffentlichte
Anmeldungsnummer 0 232 813 (Offenbarung, dass N6-(1-substituierte
Thienyl)cyclopropylmethyl-substituierte Adenosine kardiovaskuläre Aktivität zeigen),
US-Patent Nr. 4,683,223 (Offenbarung, dass in N6-benzothiopyranyl-substituierte
Adenosine antihypertensive Eigenschaften zeigen), PCT WO 88/03147
und WO 88/03148 (Offenbarung, dass N6-[2-aryl-2-(thien-2-yl)]ethyl-substituierte
Adenosine antihypertensive Eigenschaften zeigen), US-Patent Nr.
4,636,493 und Nr. 4,600,707 i (Offenbarung, dass N6-benzothienylethyl-substituierte
Adenosine antihypertensive Eigenschaften zeigen).
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Adenosin-5'-carbonsäureamide sind in dem US-Patent
Nr. 3,914,415 offenbart als nützliche
antihypertensive und antianginale Mittel, während US-Patent Nr. 4,738,954 offenbart,
dass N6-substituierte Arzl- und Arylalkyl-Adenosin-5'-ethyl-carboxamide
zahlreiche kardiale und antihypertensive Eigenschaften zeigen.
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N6-alkyl-2'-O-alkyl-Adenosine
sind in der EP-Veröffentlichung
Nr. 0 378 518 und der UK-Patentanmeldung Nr. 2,226,027 mit einer
antihypertensiven Aktivität
offenbart. N6-alkyl-2',3'-di-O-alkyl-Adenosine
werden auch als nützliche
antihypertensive Mittel beschrieben, US-Patent 4,843,066.
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Von Adenosin-5'-(N-substituierten)carboxamiden und
Carboxylat-Estern und N1-Oxiden hiervon wird berichtet, dass sie
koronare Vasodilatatoren sind (Stein, et al., J. Med. Chem. 1980,
23, 313–319
und J. Med. Chem. 19 (10), 1180 (1976)). Adenosin-5'carboxamide und N1-oxide
hiervon sind im US-Patent Nr. 4,167,565 auch als Gift für Kleintiere
beschrieben.
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Die antilipolytische Aktivität von Adenosin
wird beschrieben von: Dole, V. P., J. Biol. Chem. 236 (12), 3125–3130 (1961).
Die Inhibition der Lipolyse durch (R)-N
6-phenylisopropyl-Adenosin
wird offenbart von: Westermann, E., et al., Adipose Tissue, Regulation
and Metabolic Functions, Jeamenaud, B. und Hepp, D. Eds., George
Thieme, Stuttgart, 47–54
(1970). N
6-mono- und disubstituierte Adenosin-Analoga
werden offenbart mit einer antilipolytischen, antihypercholesterinämischen_
und antihyperlipemischen Aktivität
in den US-Patenten Nr. 3,787,391;
US
3,817,981 , US 3,838,147, US 3,840,521; US 3,835,035; US
3,851,056; US 3,880,829; US 3,929,763; US 3,929,764; US 3,988,317
und US 5,032,583.
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N6-substituierte Adenosine und Analoga,
nützlich
in der Behandlung von gastrointestinalen Motilitätserkrankungen, sind in den
EP-Anmeldungen Nr. 0 423 776 und 0 423 777 beschrieben.
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N6-Heterocyclyl-alkyl-Verbindungen,
die sich von Adenosin und Derivaten hiervon ableiten, und ihre Verwendung
zur Behandlung von Hypertension und Herzmuskel-Ischämie,
ihre Verwendung als kardioprotektive Mittel, die eine ischämische Verletzung
oder das Ausmaß eines
Herzmuskelinfarkts infolge von Herzmuskel-Ischämie verbessern, ihre Verwendung
als antilipolytische Mittel, die die Plasmalipid-Spiegel, die Serumtriglycerid-Spiegel
und die Plasmacholesterin-Spiegel verringern, sind in US-A 5,561,134
und WO 95/28160 offenbart. N6-Heterocyclyl-Verbindungen, die von
Adenosin und Derivaten hiervon abgeleitet sind, und ihre Verwendung
in der Behandlung von Herzmuskel-Ischämie und Hypertonie sind auch
in dem US-Patent Nr. 5,364,862, eingereicht am 2. Oktober 1992,
offenbart und ist für
den gleichen Anmelder angemeldet wie die vorliegende Anmeldung.
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Man glaubt, dass die berichtete Toxizität, die CNS-Eigenschaften
und die Herzfrequenz-Erhöhungen, die
mit Adenosin-Analoga in Verbindung gebracht werden, zu den Schwierigkeiten
beigetragen haben, die die Entwicklung eines kommerziellen Adenosin-Analogons als antihypertensives
und anti-ischämisches
Mittel verhindert haben. Die vorliegende Erfindung betrifft eine
Klasse von metabolisch stabilen Adenosinanaloga und Derivaten hiervon,
die über
nicht erwartete wünschenswerte
pharmakologische Eigenschaften verfügen, d. h. sie sind antihypertensive,
kardioprotektive, anti-ischämische
und antilipolytische Mittel, die ein einzigartiges therapeutisches
Profil aufweisen.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung werden durch Formel I beschrieben.
wobei:
K ist N, N → O oder
CH;
Q ist CH
2 oder O;
R
6 ist Wasserstoff, Alkyl, Allyl, 2-Methylallyl,
2-Butenyl oder Cycloalkyl;
wobei der Ringstickstoff
von X mit Y substituiert ist;
E ist O oder S;
Y ist Wasserstoff,
Alkyl, Aralkyl, substituiertes Aralkyl, Aryl, substituiertes Aryl,
Heterocyclyl, substituiertes Heterocyclyl, Heterocyclylalkyl oder
substituiertes Heterocyclylalkyl;
n und p sind unabhängig voneinander
0, 1, 2 oder 3, unter der Voraussetzung, dass n + mindestens 1 ist:
T
ist Wasserstoff, Alkyl, Acyl, Thioacyl, Halo, Carboxyl,
oder R
3O-CH
2;
R
1, R
2 und R
3 sind unabhängig voneinander
H, Alkyl oder Cycloalkyl;
A ist Wasserstoff, Alkyl, Hydroxyalkyl,
Alkoxyalkyl oder OR';
B
ist Wasserstoff, Alkyl, Hydroxyalkyl, Alkoxyalkyl oder OR'';
R' und R'' sind
unabhängig
voneinander Wasserstoff, Alkyl, Aralkyl, Carbamoyl, Alkyl-carbamoyl,
Dialkylcarbamoyl, Acyl, Alkoxycarbonyl, Aralkoxycarbonyl, Aryloxycarbonyl
oder, wenn A und B OR' bzw.
OR'' sind, können R' und R'' zusammen bilden:
wobei Rc Wasserstoff oder
Alkyl ist,
wobei
R
d und R
e unabhängig voneinander
Wasserstoff oder Alkyl sind oder sie können zusammen mit dem Kohlenstoff-Atom,
an das sie geknüpft
sind, eine 1,1-Cycloalkyl-Gruppe
bilden;
oder ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon.
-
Diese Erfindung bezieht sich auch
auf Methoden zur Behandlung von einer kardiovaskulären Krankheit,
die durch Hypertonie oder Herzmuskel-Ischämie gekennzeichnet ist unter
Verwendung von pharmazeutischen Zusammensetzungen einschließlich einer
antihypertensiven wirksamen Menge oder einer anti-ischämisch wirksamen
Menge einer Verbindung gemäß vorstehender
Formel I, einer Methode zur Verbesserung einer ischämischen
Verletzung oder des Herzmuskelinfarktausmaßes unter Verwendung von pharmazeutischen Zusammensetzungen
einschließlich
einer kardioprotektiven Menge einer Verbindung gemäß vorstehender Formel
I, einer Methode zur Behandlung von Hyperlipidämie oder Hypercholesterinämie unter
Verwendung von pharmazeutischen Zusammensetzungen einschließlich einer
antilipolytischen Menge von Formel I und Methoden und Zwischenverbindungen,
die zur Herstellung von solchen Verbindungen verwendet werden.
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Detaillierte
Beschreibung
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Wie vorstehend und über die
gesamte Beschreibung der Erfindung verwendet, sollen die nachfolgenden
Begriffe, sofern nicht anderweitig bezeichnet, mit den nachfolgenden
Bedeutungen verstanden werden:
-
„Acyl" bedeutet eine geradkettige oder verzweigte
Alkyl-C=O-Gruppe. „Thioacyl" bedeutet eine geradkettige
oder verzweigte Alkyl-C=S-Gruppe. Bevorzugte Acyl und Thioacyl-Gruppen
sind nieder-alkanoyl und nieder-thioalkanoyl, die von 1 bis ungefähr 6 Kohlenstoffatome
in der Alkylgruppe aufweisen.
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„Alkyl" bedeutet eine gesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe,
die geradkettig oder verzweigt sein kann und von 1 bis ungefähr 20 Kohlenstoffatome
in der Kette haben kann. Bevorzugte Alkylgruppen können geradkettig
oder verzweigt sein und von 1 bis zu 10 Kohlenstoffatome in der
Kette aufweisen. Verzweigt bedeutet, dass eine Nieder-Alkylgruppe, wie
Methyl, Ethyl oder Propyl, an eine lineare Alkylkette angebracht ist.
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„Nieder-Alkyl" bedeutet eine Alkylgruppe,
die 1 bis ungefähr
6 Kohlenstoffatome aufweist.
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„Cycloalkyl" bedeutet einen aliphatischen
Ring, der von 3 bis ungefähr
10 Kohlenstoffatome in den Ring hat. Bevorzugte Cycloalkylgruppen
haben von 4 bis ungefähr
7 Kohlenstoffatome in dem Ring.
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„Carbamoyl" bedeutet eine
-Gruppe. Alkylcarbamoyl
und Dialkylcarbamoyl bedeutet, dass der Stickstoff des Carbamoyls
durch eine beziehungsweise zwei Alkylgruppen substituiert ist.
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„Carboxyl" bedeutet eine COOH-Gruppe.
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„Alkoxy" bedeutet eine Alkyl-O-Gruppe, in der „Alkyl" die vorstehend beschriebene
Bedeutung hat. Nieder-Alkoxy-Gruppen sind bevorzugt. Als beispielhafte
Gruppen sind Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, i-Propoxy und n-Butoxy
einbezogen.
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„Alkoxyalkyl" bedeutet eine Alkylgruppe
wie vorstehend beschrieben, die mit einer Alkoxygruppe, wie vorstehend
beschrieben, substituiert ist.
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„Alkoxycarbonyl" bedeutet eine Alkoxy-C=O-Gruppe.
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„Aralkyl" bedeutet eine Alkylgruppe, die mit
einem Arylrest substituiert ist, wobei „Aryl" Phenyl oder Naphthyl bedeutet. „Substituiertes
Aralkyl" und „substituiertes
Aryl" bedeutet,
dass die Arylgruppe oder die Arylgruppe der Aralkylgruppe mit einem
oder mehreren Substituenten einschließlich Alkyl, Alkoxy, Amino,
Nitro, Carboxy, Carboalkoxy, Cyano, Alkylamino, Halo, Hydroxy, Hydroxyalkyl,
Mercaptyl, Alkylmercaptyl, Trihaloalkyl, Carboxyalkyl oder Carbamoyl
substituiert ist.
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„Aralkoxycarbonyl" bedeutet eine Aralkyl-O-C=O-Gruppe.
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„Aryloxycarbonyl" bedeutet eine Aryl-O-C=O-Gruppe.
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„Carbalkoxy" bedeutet einen Carboxyl-Substituenten,
der mit einem Alkohol der Formel CnH2n+1OH verestert ist, wobei n von 1 bis ungefähr 6 ist.
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„Halogen" (oder „halo") bedeutet Chlor (chloro), Fluor (fluoro),
Brom (bromo) oder Iod (iodo).
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„Heterocyclyl" bedeutet eine ungefähr 4 bis
ungefähr
10-gliedrige Ringstruktur, in der eines oder mehrere der Ringatome
ein anderes Element als Kohlenstoff ist, beispielsweise N, O oder
S. Heterocyclyl kann aromatisch oder nicht-aromatisch sein, d. h.
es kann gesättigt,
teilweise oder ganz ungesättigt
sein.
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Als bevorzugte Heterocyclyl-Gruppen
sind einbezogen: Pyridyl, Pyridazinyl, Pyrimidinyl, Isochinolinyl, Chinolinyl,
Chinazolinyl Imidazolyl, Pyrrolyl, Furanyl, Thienyl, Thiazolyl,
Benzothiazolyl, Piperidinyl, Pyrrolidinyl, Tetrahydrofuranyl, Tetrahydropyranyl
und Morphonlinyl-Gruppen.
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„Substituiertes Heterocyclyl" bedeutet, dass die
Heterocyclyl-Gruppe mit einem oder mehreren Substituenten substituiert
ist, wobei als Substituenten einbezogen sind: Alkoxy, Alkylamino,
Aryl, Carbalkoxy, Carbamoyl, Cyano, Halo, Heterocyclyl, Trihalomethyl,
Hydroxy, Mercaptyl, Alkylmercaptyl oder Nitro.
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„Hydroxyalkyl" bedeutet eine Alkylgruppe,
die mit einer Hydroxygruppe substituiert ist. Hydroxy-Niederalkyl-Gruppen
sind bevorzugt. Als beispielhaft bevorzugte Gruppen sind einbezogen:
Hydroxymethyl, 2-Hydroxyethyl, 2-Hydroxypropyl und 3-Hydroxypropyl.
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„Prodrug" bedeutet eine Verbindung, die selbst
biologisch aktiv sein kann, aber nicht muss, aber die in eine biologisch
aktive chemische Einheit durch metabolische, solvolytische oder
andere physiologische Mittel umgewandelt werden kann.
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„Kardioprotektion" bezieht sich auf
einen Effekt, worin die Herzmuskulatur für eine ischämische Verletzung und einen
Herzmuskelinfarkt infolge von Herzmuskel-Ischämie weniger anfällig gemacht
wird.
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„Verbesserung einer ischämischen
Verletzung" bedeutet
die Verhinderung oder die Verringerung einer ischämischen
Verletzung am Herzmuskel infolge von Herzmuskel-Ischämie.
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„Verbesserung des Herzmuskelinfarktausmaßes" bedeutet die Verminderung
des Herzmuskelinfarktausmaßes
oder die Verhinderung eines Herzmuskelinfarkts infolge von Herzmuskel-Ischämie.
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Die Verbindungen gemäß Formel
I enthalten chirale (asymmetrische) Zentren. Die Erfindung bezieht die
jeweiligen Stereoisomere und Mischungen davon mit ein. Die jeweiligen
Isomere werden durch im Stand der Technik bekannte Methoden oder
durch hier beschriebene Methoden hergestellt oder isoliert.
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Die Verbindungen der Erfindung können in
Form ihrer freien Base, in Form ihres sauren Zusatzsalzes oder als
Hydrat verwendet werden. All diese Formen werden von der Erfindung
mit umfasst. Die sauren Zusatzsalze sind einfach eine praktischere
Verwendungsform. In der Praxis kommt die Verwendung der Salzform der
Verwendung der Basenform gleich. Als Säuren, die zur Herstellung des
sauren Zusatzsalzes verwendet werden können, sind vorzugsweise diese
einbezogen, die, wenn sie mit der freien Base vereinigt werden,
pharmazeutisch annehmbare Salze ergeben, d. h. Salze, deren Anionen
für den
Empfänger
in pharmazeutischen Dosen der Salze nicht toxisch sind, so dass
die vorteilhaften antihypertensiven, kardioprotektiven, anti-ischämischen
und antilipolytische Effekte, die von der freien Base bewirkt werden,
nicht verunreinigt werden durch Nebeneffekte, die den Anionen zugeschrieben
werden. Obwohl pharmazeutisch annehmbare Salze von den Verbindungen
der Erfindung bevorzugt sind, können
alle sauren Zusatzsalze als Quelle für die freie Basenform verwendet
werden, auch wenn das spezielle Salz per se nur als Zwischenprodukt
gewünscht
ist, zum Beispiel wenn das Salz nur zu Zwecken der Reinigung oder
der Identifizierung gebildet wird, oder wenn es als Zwischenverbindung
zur Herstellung eines pharmazeutisch annehmbaren Salzes bei Ionenaustauschverfahren verwendet
wird. Pharmazeutisch annehmbare Salze im Rahmen dieser Erfindung
sind diejenigen, die von den nachfolgenden Säuren abgeleitet werden: Mineralsäuren wie
Salzsäure,
Schwefelsäure,
Phosphorsäure
und Sulfaminsäure;
und organische Säuren
wie Essigsäure,
Zitronensäure,
Milchsäure,
Weinsäure,
Malonsäure, Methansulfonsäure, Fumarsäure, Ethansulfonsäure, Benzolsulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Cyclohexylsulfamidsäure, Chinasäure und
dergleichen. Die entsprechenden Säurezusatzsalze umfassen jeweils
die Nachfolgenden: Hydrochlorid, Sulfat, Phosphat, Sulfamat, Acetat,
Citrat, Lactat, Tartrat, Methansulfonat, Fumarat, Ethansulfonat,
Benzolsulfonat, p-Toluolsulfonat, Cyclohexylsulfonat und Chinat.
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Die sauren Zusatzsalze der Verbindungen
der Erfindung werden günstigsterweise
hergestellt entweder durch Auflösen
der freien Base in wässriger
oder wässrigeralkoholischer
Lösung
oder anderen passenden Lösungsmitteln,
die die geeignete Säure
enthalten und Isolierung des Salzes durch Verdampfung der Lösung oder
durch Umsetzung der freien Base und der Säure in einem organischen Lösungsmittel,
wobei das Salz direkt ausfällt
oder durch Einkonzentrierung der Lösung erhalten werden kann.
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Mit einbezogen in den Umfang der
Formel I sind Verbindungsklassen, die generell als N6-substituierte Adenosine
charakterisiert werden können;
N6-substituierte carbocyclische Adenosine (oder alternativ Dihydroxy[N6-substituierte-9adenyl]cyclopentane)
und N-Oxide davon; und N6-substituierte-N'-1-deazaaristeromycine
(oder alternativ Dihydroxy[N7-substituierte[4,5-b]imidazopyridil]cyclopentane).
Von Formel I sind auch umfasst die 5'-Alkylcarboxamid-Derivate der Adenosine,
die carbocyclischen Adenosine und die 1-Deazaaristomycine, die Derivate
von Verbindungen der vorgenannten Klassen, in denen eine oder beide
der 2- oder 3-Hydroxylgruppen
des Cyclopentan-Ringes oder in den Fällen, in denen die Verbindungsklassen
den Ribose-Bestandteil enthalten, sind die 2'- oder 3'-Hydroxylgruppen
des Ribose-Ringes substituiert. Solche Derivate können selbst
die biologisch aktive chemische Einheit umfassen, verwendbar in
der Behandlung von Hypertonie und Herzmuskel-Ischämie und
als kardioprotektive und antilipolytische Mittel, oder sie können als
Prodrugs zu solchen biologisch aktiven Verbindungen fungieren, die
daraus unter physiologischen Bedingungen gebildet werden.
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Als repräsentative Verbindungen dieser
Erfindung sind einbezogen: (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl- 2-[6-[1-(5-chlorpyridin-2-yl)-pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(R)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-brompyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]-tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-(6-(1-(4-nitrophenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino)-purin-9-yl)tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-(5'-trifluormethyl-3,4,5,6-tetrahydro-2H-[1,2']bipyridinyl-3-ylamino)-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-(phenylpyrrolidin-3(S)-ylamino)-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-(1-pyridin-2-ylpyrrolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(4-chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-
tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-methylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-thiophen-2-ylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-methylmercaptopyridin-2-yl) pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(6-methoxypyrimidin-4-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(6-chlorpyrimidin-4-yl)pyttolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl
-2-[6-[1-(6-chlorpyridazin-3-yl)pyrrolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Methoxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyttolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyttolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-carbonsäureethylamid,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)piperidin-4-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-l,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-((3S)-pyttolidin-3-ylamino)-purin-9-yl]
cyclopentan-1,2-diol-dihydrochlorid, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)pyttolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyttolidin-3(R)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-S-Hydroxymethyl-3-[6-((3R)-pyrrlidin-3-ylamino)-purin-9-yl]
cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyttolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
4(R)-1-Benzyl-4-[9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9H-purin-6-ylamino]pyttolidin-2-on-hydrochlorid,
(1R,2S,3R,5S)-5-Methyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Brompyridin-2-yl)pyttolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Chlorpyridin-2-yl)pyttolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-S-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)pyttolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(pyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, 4(S)-1-Benzyl-4-[9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9H-purin-6-ylamino]pyttolidin-2-on-hydrochlorid,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(chinolin-3-yl)pyttolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4,5-Bistrifluorpyridin-2-yl)pyttolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(phenyl)-pyttolidin- 3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, 4-[3(S)-[9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-Dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9H-purin-6-ylamino]pyrrolidin-lyl]benzonitril,
(1R,2S,3R,5R)-S-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(isochinolin-l-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Bromchinolin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Chlorphenyl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlor-5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Isopropoxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Isopropoxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin2-yl)pynolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyridazin-3-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(6-methoxypyrtmidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyridazin-3-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-(-[6-[1-(4-Trifluormethylphenyl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]
-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Brompyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-(6-[1-(5-Chlorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-S-Methoxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylphenyl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Chlorphenyl)pyrrolidin-3(S)-ylamino] -purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-phenylpyrrolidin-3-(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-Benzyl-pyrrolidin-3(S)-ylamino)purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-Benzyl-pyrrolidin-3(S)ylamino)purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-{6-[1-(5-trifluormethyl-pyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl} cyclopentancarbonsäure-1(S)-methylpropylamid
und (1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-{6-[1-(5-trifluormethyl-pyridin-2-yl)-pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl}cyclopentancarbonsäure-1(R)-methylpropylamid.
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Eine bevorzugte Klasse von Verbindungen
dieser Erfindung ist durch Formel I beschrieben, wobei:
K ist
N, T ist Hydroxymethyl ode Methoxymethyl, A und B sind Hydroxy,
X ist

und n + p ist 3 oder 4 oder
ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon. Als repräsentative
Verbindungen dieser bevorzugten Klasse von Verbindungen sind einbezogen:
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-chlorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-
tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(R)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-brompyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl-2-(6-(1-(4-nitrophenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino) – purin-9-yl)
tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl-2-[6-(5'trifluormethyl-3,4,5,6-tetrahydro-2H-[1,2']-bipyridinyl-3-ylamino)-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-(phenylpyrrolidin-3(S)-ylamino)-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-(1-pyridin-2-ylpyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl -2-[6-[1-(4-chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]-
tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-methylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-thiophen-2-ylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-methylmercaptopyridin-2-yl)-pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(6-methoxypyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
(2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl -2-[6-[1-(6-chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-
tetrahydrofuran-3,4- diol,
(2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(6-chlorpyridazin-3-yl)pyrrolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]-
tetrahydrofuran-3,4-diol, (2R,3R,4S,5R)-5-Methoxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)piperidin-4-ylamino]purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-((3S)-pyrrolidin-3-ylamino)-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol-dihydrochlorid,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)pyrrolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-l,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(R)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-((3R)-pyrrolidin-3-ylamino)-purin-9-yl]
cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Brompyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Chlorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-l,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(pyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(chinolin-3-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4,5-Bistrifluorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin2-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-S-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(phenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, 4-[3(S)-[9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-Dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9H-purin-6-ylamino]pyrrolidin-l-yl]benzonitril,
(1R,2S,3R,5R)-S-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(isochinolin-l-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Bromchinolin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Chlorphenyl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlor-5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyridazin-3-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(6-methoxypyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyridazin-3-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Trifluormethylphenyl)– pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Brompyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Chlorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-S-Methoxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylphenyl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Chlorphenyl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-phenylpyrrolidin-3-(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-Benzyl-pynolidin-3(S)-ylamino)purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol
und (1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-Benzyl-pyrrolidin-3(S)ylamino)purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol.
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Eine weitere bevorzugte Klasse von
Verbindungen dieser Erfindung ist durch Formel I beschrieben, wobei
Q
ist CH
2,
K ist N, T ist
wobei R
1 Teich
H und R
2 Nieder-Alkyl ist
A und B sind
Hydroxy,
und n + p ist 3 oder 4, oder
pharmazeutisch annehmbare Salze hiervon.
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Als repräsentative Verbindungen von
dieser weiteren bevorzugten Klasse von Verbindungen sind einbezogen: (1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-carbonsäureethylamid, (1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-{6-[1-(5-trifluormethyl-pyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl}-cyclopentan-carbonsäure-1(S)-methylpropylamid
und (1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-{6-[1-(5-trifluormethyl-pyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl}-cyclopentan-carbonsäure-1(R)-methylpropylamid.
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Eine bevorzugtere Klasse von Verbindungen
dieser Erfindung ist durch Formel I beschrieben, wobei:
Q ist
CH
2,
K ist N,
T ist Hydroxymethyl
oder Methoxymethyl,
A und B sind Hydroxy,
und n + p ist 3 oder 4,
oder
ein pharmazeutisch annehmbares Salz hiervon.
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Als repräsentative Verbindungen von
dieser bevorzugteren Klasse von Verbindungen sind einbezogen: (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)piperidin-4-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-S-Hydroxymethyl-3-[6-((3S)pyrrolidin-3-ylamino)-purin-9-yl]
cyclopentan-1,2-diol-dihydrochlorid, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)pyrrolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(R)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-((3R)-pyrrolidin-3-ylamino)-purin-9-yl]
cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R) -3-[6-[1-(5-Brompyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]
-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5- Chlorpyridin-2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(pyridin-2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(chinolin-3-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)-pynolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4,5-Bistrifluorpyridin-2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluonnethylpyridin2-yl)pynolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(phenyl)-pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
4-[3(S)-[9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-Dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9H-purin-6-ylamino]pynolidin-l-yl]benzonitril,
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(isochinolin-1-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Bromchinolin-2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Chlorphenyl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlor-5-trifluormethylpyridin-2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyridazin-3-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(6-methoxypyrimidin-4-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyridazin-3-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Trifluonnethylphenyl)– pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Brompyridin-2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Chlorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1A,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluonnethylphenyl)pynolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Chlorphenyl)pynolidin-3(S)-ylamino] -purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3- [6-[1-(3-Chlorphenyl)-pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5- methoxymethylcyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-phenylpynolidin-3-(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-Benzyl-pynolidin-3(S)-ylamino)purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol
und (1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-Benzyl-pyrrolidin-3(S)ylamino)purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol.
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Als bevorzugteste Verbindungen der
vorliegenden Erfindung sind einbezogen: (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pynolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol, (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
(1R,2S,3R,5R)-S-Methoxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol
und (1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol.
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Verbindungen gemäß dieser Erfindung können durch
bekannte Methoden oder in Übereinstimmung mit
den unten beschriebenen Reaktionssequenzen hergestellt werden. Die
Ausgangsmaterialien, die für
die Herstellung der Verbindungen dieser Erfindung verwendet werden,
sind bekannt oder kommerziell erhältlich oder können mit
bekannten Methoden oder durch die hier beschriebenen spezifischen
Reaktionsschemata hergestellt werden.
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Verbindungen der Formel I, wobei
K = N ist, Q = O ist und T=R3O-CH2 ist, können
hergestellt werden durch Reaktion von kommerziell erhältlichem
6-Chlorpurin Ribosid mit verschiedenen unsubstituierten Alkyl, Aralkyl,
Aryl, substituiertes Aryl, Heterocyclyl oder substituiertes Heterocyclyl-Azacycloalkylaminen
oder geschützten
Derivaten davon (nachfolgend „geeignete
Startamine"), wie
nachfolgend beispielhaft aufgeführt.
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Verbindungen der Formel I, wobei
K = N ist, Q = O ist und T=R1R2N-C=O
ist werden ähnlich
hergestellt, beginnend mit dem Produkt des Reaktionsschemas A. In
dieser Reaktion wird 6-Chlorpurin-Ribosid, wobei die 2'- und 3'-Hydroxylgruppen
des Riboserings geschützt
sind, mit einem Oxidant behandelt, zum Beispiel einer Jones-Reagenz, und das
Produkt wird entweder mit Dicyclohexylcarbodümid (DCC) oder BOP-Cl in Gegenwart eines
ausgewählten
Amins säurebehandelt,
wobei das 5'-Alkylcarboxamid-Derviat
entsteht.
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(P = Schutzgruppe)
-
Geeignete Ausgangsmaterialien für Verbindungen
gemäß Formel
I, wobei K = N ist, Q = CH2 ist und T =
R1R2N-C=O ist, können hergestellt
werden wie bei Chen et al., Tetrahedron Letters 30: 5543–46 (1989) beschrieben.
Alternativ kann Reaktionsschema B verwendet werden, um solche Ausgangsmaterialien
herzustellen. Bei der Durchführung
von Reaktionsschemata B wird das 4-Ethylcarboxamid-Derviat von 2,3-Dihydroxycyclopentylamin,
das hergestellt wird wie bei Chen et al., beschrieben, mit 3-Amino-2,4-dichlorpyrimidin
umgesetzt. Das Produkt dieser Anfangsreaktion wird anschließend mit
einem Aldehydylamidin-Acetat, zum Beispiel Formamidin-Acetat, in
Dioxan und Methoxyethanol während
einer Zeit, die ausreichend ist, um den Ringschluß zu bewirken
(von ca. 30 min. bis ca. 4 Stunden), erhitzt, wobei ein Produkt
entsteht, das günstigsterweise
mit geeigneten Startaminen, wie nachfolgend beschrieben, umgesetzt
wird, um die Verbindungen dieser Erfindung zu ergeben. Die Reaktionsreihenfolge
ist nicht kritisch. Zum Beispiel könnte das Zwischenprodukt, das
im Reaktionsschema B gebildet wird, mit einem geeigneten Startamin
umgesetzt werden, gefolgt vom Ringschluß, um das gewünschte Endprodukt
zu ergeben.
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Zahlreiche Amine, die bei der Bildung
der Verbindungen dieser Erfindung verwendbar sind, können mit Methoden
gemäß dem Stand
der Technik oder mit den hier beschriebenen Methoden hergestellt
werden.
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Diastereomere Mischungen von Verbindungen
oder Zwischenverbindungen, die zur Herstellung von Verbindungen
der vorliegenden Erfindung verwendbar sind, können in einzelne racemische
oder optisch aktive Enantiomere durch bekannte Methoden aufgetrennt
werden, beispielsweise durch Chromatographie, fraktionelle Destillation
oder fraktionelle Kristallisation von d- oder 1-(Tartrat, Dibenzoyltartrat,
Mandelat oder Kampfersulfonat)salzen.
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Die N6-substituierten Adenosine und
carbocyclischen Adenosine der Erfindung können durch Reaktion von 6-Chlorpurin-Ribosid
oder den Produkten der Reaktionsschemata A oder B mit zahlreichen
Startaminen gebildet werden, wie in Reaktionsschema C beispielhaft
aufgeführt. REAKTIONSSCHEMA
C
worin X' und
Y' = X und Y wie
vorstehend definiert oder geschützte
Derivate davon sind.
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Die N6-substituierten N-Alkyl-deazaaristermycine
der Erfindung können
wie in Reaktionsschema D gezeigt, hergestellt werden.
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Als Verbindungen gemäß der vorliegenden
Erfindung, die als Prodrugs fungieren können, werden auch diejenigen
Verbindungen mit einbezogen, worin die Hydroxylgruppe am Ribose-
oder Cyclopentan-Ring mit den Gruppen R' und R" wie vorstehend für Formel I definiert, substituiert
sind. Diese können
durch bekannte Methoden hergestellt werden und sind beispielhaft
im nachfolgenden Reaktionsschema E aufgeführt.
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Die Behandlung von Dihydroxy-Verbindungen
mit einem Chlorformat-Ester in Gegenwart einer organischen Base,
beispielsweise Triethylamin, wird das korrespondierende bis-Carbonat
ergeben. Das Alkoxymethylenacetal kann durch Behandlung mit dem
korrespondierenden Orthoester in Gegenwart einer katalytischen Menge
von p-Toluolsulfonsäure
hergestellt werden. Das Carbonat ist erhältlich durch die Behandlung mit
1,1'Carbonyldümidazol
und das Thiocarbonat durch die Behandlung mit Thiocarbonyldümidazol.
Die Alkyl- und Dialkylcarbamoyl-Derivate können jeweils durch Behandlung
mit dem korrespondierenden Alkylisocyanat oder Dialkylcarbamoylchlorid
in Gegenwart einer organischen Base hergestellt werden.
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Verbindungen gemäß der vorliegenden Erfindung,
worin K = N → O,
d. h. die N-Oxide können
durch Oxidation des entsprechenden Adenosin- oder carbocyclischen
Adenosins mit bekannten Methoden hergestellt werden, beispielsweise
durch Behandlung mit Waserstoffperoxid in Essigsäure.
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Die 2'-O-Alkyl-Derivate können mit bekannten Methoden
hergestellt werden, beispielsweise durch Reaktion eines geeigneten
Startamins mit 6-Chlor-9-(2'-O-methylb-D-ribofuranosyl)-9H-purin.
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Funktionelle Gruppen der Ausgangsverbindungen
und Zwischenverbindungen, die zur Herstellung der Verbindungen der
Erfindung verwendet werden, können
durch gewöhnliche
Schutzgruppen gemäß dem Stand der
Technik geschützt
werden. Konventionelle Schutzgruppen für funktionelle Amino- und Hydroxylgruppen sind
beispielsweise in T. W. Greene, „Protective Groups in Organic
Synthesis", Wiley,
New York (1984) beschrieben.
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Hydroxylgruppen können als Ester, zum Beispiel
als Acylderivate, oder in der Form eines Ethers geschützt werden.
Hydroxylgruppen an benachbarten Kohlenstoffatomen können vorteilhafterweise
in der Form von Ketalen oder Acetalen geschützt werden. In der Praxis werden
die benachbarten 2'-
und 3'-Hydroxylgruppen
der Ausgangsverbindungen in den Reaktionsschemata A und B günstigsterweise
durch die Bildung von 2'-,
3'-Isopropyliden-Derivaten
geschützt.
Die freien Hydroxyle können
beispielsweise durch saure Hydrolyse wieder hergestellt werden oder
durch andere Solvolyse oder Hydrogenolyse-Reaktionen, wie sie in
der organischen Chemie gewöhnlich
verwendet werden.
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Im Anschluss an die Synthese werden
die Verbindungen der Erfindung typischerweise durch Mitteldruck-Flüssigchromatographie
(MPLC), auf einem Chromatotron, radial beschleunigter Dünnschichtchromatographie,
Flash-Chromatographie oder Säulenchromatogaphie über Kieselgel
oder einer Florisil-Matrix gereinigt, mit anschließender Kristallisation.
Für Verbindungen
gemäß Formel
I, wobei K = N ist, Q = 0 ist und T=R3O-CH2 ist, beziehen typische Lösungsmittelsysteme
Chloroform : Methanol, Ethylacetat : Hexan und Methylenchlorid :
Methanol mit ein. Die Eluate können
aus Methanol, Ethanol, Ethylacetat, Hexan, Chloroform und dergleichen
kristallisiert werden.
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Für
Verbindungen gemäß Formel
I, wobei K = N ist, Q = O ist und T = R1R2N-C=O ist, beziehen typische Lösungsmittelsysteme
Chloroform : Methanol mit ein. Beispielsweise können die Eluate aus 50 bis
100% Ethanol (wässrig)
kristallisiert werden.
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Für
Verbindungen gemäß Formel
I, wobei Q = CH2 ist, K = N oder CH ist
und T = R1R2N-C=O
ist, beziehen typische Lösungsmittelsysteme
Methylenchlorid : Methanol mit ein. Beispielsweise können die
Eluate aus Ethylacetat mit oder ohne Methanol, Ethanol oder Hexan
auskristallisiert werden.
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Verbindungen, die eine Neutralisation
erfordern, können
mit einer milden Base wie Natriumbicarbonat neutralisiert werden
mit nachfolgendem Waschen mit Methylenchlorid und Lauge. Produkte,
die als Öl
gereinigt sind, werden manchmal mit Hexan/Ethanol vor der Endkristallisation
trituriert (triturated).
-
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung
ist weiter dargestellt und erklärt
durch die nachfolgenden Beispiele.
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Beispiel 1
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Herstellung von 5'N-ethyl-2',3'isopropyliden-N6-chloradenosin-5'-uronamid
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Schritt 1: N6-Chlor-2',3'-isopropylidenadenosin
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6-Chlorpurtn-ribosid (31,5 g), Triethylorthoformat
(73 mL) und TsOH (19,8 g) werden in 600 mL Aceton für 2 Stunden
bei Raumtemperatur gerührt.
Das Reaktionsgemisch wird im Vakuum eingeengt, mit Ethylacetat vereinigt
und mit gesättigter
NaHCO3-Lösung
und Lauge gewaschen, getrocknet (Na2SO4) und eingeengt, wobei N6-Chlor-2',3'isopropylidenadenosin
als weißer
Feststoff entsteht.
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Schritt 2: N6-Chlor-2',3'-isopropylidenadenosin-5'-carbonsäure:
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N6-Chlor-2',3'isopropylidenadenosin
(4,5 g, 13, 8 mmol) und 4-Hydroxy-2,2,6,6-tetramethylpiperidinyloxy-benzoat (4-Hydroxy-TEMP0-benzoat)
(0,0381 g, 0,14 mmol) werden in Acetonitril vereinigt, 5% NaHCO3 (87%) werden der Reaktionsmischung zugegeben
und Natriumbromithydrat (10,41 g, 55,1 mmol) werden portionsweise
bei 0 bis 5°C
zugeführt.
Anschließend
lässt man
die Reaktionsmischung auf Zimmertemperatur erwärmen und die Lösung wurde
kräftig
für ungefähr 3 Stunden
gerührt.
10% Weinsäurelösung werden
hinzugefügt
und die wässrige
Schicht abgetrennt und mit Ethylacetat (3x) ausgeschüttelt. Die
vereinigten organischen Phasen werden mit 5% Natriumbicarbonatlösung (3x)
gewaschen. Die basischen Phasen werden vereinigt und mit konzentrierter
Salzsäure
auf pH 3 rückversäuert. Die
wässrigen
Phasen werden mit Ethylacetat (3x) ausgeschüttelt. Die vereinigten organischen
Phasen werden anschließend
mit Lauge gewaschen und über
Magnesiumsulfat getrocknet. Das Filtrat wird zu einem amorphen weißen Feststoff
eingeengt, mit 3 Teilen Toluol co-verdampft und im Vakuum getrocknet,
woraus sich N6-Chlor-2',3'-isopropylidenadenosin-5'-carbonsäure ergibt.
-
Schritt 3: 5'-N-Ethyl-2',3'-isopropyliden-N6-chloradenosin-5'-uronamid
-
N6-Chlor-2',3'-isopropylidenadenosin-5'-carbonsäure (4,4
g, 12,9 mmol), Triethylamin (1,64 mL, 11,7 mmol), Isopropenylchlorformat
(1,28 mL, 11,7 mmol) und Methylenchlorid (50 mL) werden unter Argon
bei –10°C vereinigt
und für
ungefähr
2 Minuten gerührt.
Ethylamin (0,77 mL, 11,7 mmol) wird der Reaktionsmischung hinzugefügt und das
Rühren
wird für
eine zusätzliche
Minute fortgesetzt. Die Reaktionsmischung wird zwischen Methylchlorid
und gesättigtem
Natriumbicarbonat aufgeteilt. Die wässrigen Phasen werden mit Methylenchlorid
(3x) gewaschen. Die vereinigten organischen Phasen werden mit Lauge
gewaschen und über Natriumsulfat
getrocknet, gefiltert, im Vakuum eingedampft und der Rückstand
mit Flash-Chromatographie
auf Kieselgel gereinigt, Elution mit 3% McOH/CHCl3 ergibt
5'-N-Ethyl-2',3'-isopropyliden-NT6-chloradenosin-5'-uronamid, 1H NMR (300 MHz, (CDCl3)
d 8,75 (s, 1H), 8,23 (s, 1H), 6,20 (d, 1H), 5,50 (dd, 2H), 4,73
(d, 1H), 3,01 (m, 2H), 1,63 (s,1H), 1,41 (s, 3H), 0,77 (t, 3H).
-
Beispiel 2
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Herstellung von (1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]cyclopentan-carbonsäure-isopropylamid
-
-
15,5 g (54,6 mmol) N-BOC-5,6-Dimethylendioxy-2-azabicyclol[2.2.1]heptan-3-on
(i) (hergestellt wie in Schritt (6) des nachfolgenden Beispiels
3) werden in 16 ml Isopropylamin aufgelöst und die Mischung bei Raumtemperatur
für ungefähr 2 Stunden
gerührt.
Die Mischung wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand
mit Chloroform azeotropiert, woraus sich ein weißer Feststoff ergibt. Dieser
Feststoff wird in 52 ml Ethylacetat aufgelöst, die Lösung auf 0°C gekühlt und Hydrogenchlorid-Gas
in die Lösung
unter Kühlung
für ungefähr 15 Minuten
eingeblasen. Die Lösung
wird anschließend
bei Raumtemperatur für
ungefähr
4 Stunden gerührt.
Die Lösung
wird im Vakuum eingedampft und mit Methanol, anschließend mit
Chloroform azeotropiert, woraus sich das Aminprodukt als Hydrochloridsalz
ergibt. Das Hydrochloridsalz wird zwischen Chloroform unter Natriumbicarbonatlösung aufgeteilt
und die organische Phase mit Lauge gewaschen, getrocknet, filtriert und
ein Äquivalent
von Benzoesäure
hinzugegeben. Das Lösungsmittel
wird im Vakuum entfernt und der Rückstand in Ether trituriert,
woraus sich das gewünschte
Amin (ii), wie obenstehend abgebildet, als Benzoatsalz ergibt, Smp.
183–184°C.
-
Schritt
(2): Herstellung von
-
54 mmol des Produkts (ii) aus Beispiel
2, Schritt (1) werden in 110 ml n-Butanol und 9,7 g 5-Amino-4,6-dichlorpyrimidin
aufgelöst,
anschließend
wurden 23 ml Triethylamin hinzugegeben und die Mischung und der
Rückfluss
für ungefähr 18 Stunden
erhitzt. Die Mischung wird gekühlt,
verdünnt
mit Chloroform und gesättigter
Ammoniumchloridlösung.
Die wässrige
Phase wird mit 3-facher Menge an Chloroform ausgeschüttelt, dann
2 mal mit 10% Isopropylalkohol/Chloroform. Die organischen Phasen
werden vereinigt, über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und zu einem Öl (iii)
eingeengt, das ohne weitere Behandlung für den nächsten Schritt verwendet wird.
-
Schritt
(3): Herstellung von
-
Das Produkt (iii) aus Beispiel 2,
Schritt (2) wird in 150 ml n-Butylacetat aufgenommen und 11,2 g Formamidinacetat
werden hinzugeführt.
Die Mischung wird bei Rückfluss
unter Argon für
ungefähr
9 Stunden erhitzt, wobei drei 5,56 g-Portionen von Formamidinacetat
nach 2, 4 und 6 Stunden hinzugefügt
werden. Die Mischung wird gekühlt,
verdünnt
mit Ethylacetat, gewaschen mit Lauge, Wasser, Lauge, getrocknet über Natriumsulfat,
filtriert, eingeengt im Vakuum und der Rückstand mit Flash-Chromatographie gereinigt,
Elution mit 40–80%
Ethylacetat in Hexan, wobei sich das gewünschte Chlorpurin-Produkt (iv)
wie oben abgebildet ergibt.
-
Schritt
(4): Herstellung von
-
400 mg (1,05 mmol) des Produkts (iv)
aus Beispiel 2, Schritt (3), 0,22 mL (1,57 mmol) Triethylamin und 270
mg (1,16 mmol) 2-[(3S)-3-Aminopyrrolidin-1-yl]-4-trifluormethylpyridin (hergestellt gemäß Beispiel
3, Schritte 1 bis 5) wurden zusammen in 3 ml Ethanol aufgelöst und die
Lösung
bei Rückfluss
unter Argon für ungefähr 20 Stunden
erhitzt. Die Mischung wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand
zwischen Chloroform und gesättigter
Natriumbicarbonatlösung
aufgeteilt. Die wässrige
Phase wird mit 4 Teilen Chloroform ausgeschüttelt und die vereinigten organischen
Phasen über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der
Rückstand
wird mit Flash-Chromatographie gereinigt, wobei die Probe in Methylenchlorid/Ethylacetat
(1 : 1) aufgetragen wird und die Elution erfolgt mit 0 bis 3% Methanol
in Ethylacetat, woraus sich das oben abgebildete Produkt (v) ergibt.
-
Schritt (5):
-
Das Produkt aus Beispiel 2, Schritt
(4) wird in 2 ml Methanol/Tetrahydrofuran (1 : 1) aufgelöst und 3,3 ml
1,5 N wässrige
Salzsäure
wird hinzugegeben und die Lösung
bei Raumtemperatur für
ungefähr
20 Stunden gerührt.
Die Mischung wird im Vakuum eingedampft. Dieser dabei erhaltene
Rückstand
wird in 10 ml 15% Isopropylalkohol/Chloroform, 1 ml 1 N Natriumhydroxidlösung und
9 ml gesättigte
Natriumbicarbonatlösung
aufgenommen. Die Phasen werden getrennt und die wässrige Phase
mit 4 × 5
ml-Portionen von 15% Isopropylalkohol/Chloroform ausgeschüttelt. Die
vereinigte organische Phase wird über Natriumsulfat getrocknet,
filtriert und im Vakuum eingedampft, woraus sich (1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]cyclopentan-carbonsäure-isopropylamid
ergibt, Smp. 227–228°C.
-
Beispiel 3
-
Herstellung von (1R,2S,3R,5R)-S-Methoxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol
-
Schritt (1):
-
20 g (232 mmol) von (3S)-(-)-3-Aminopyrrolidin
und 26 ml (255 mmol, 1,1 eq) Benzaldehyd werden in 250 ml Toluol
vereinigt und für
ungefähr
4,5 Stunden unter Rückfluss
gehalten, wobei Wasser mit einer Dean-Stark-Falle entfernt wird.
Die Mischung wird auf 0°C
gekühlt
und 55,7 g (255,2 mmol, 1,1 eq) Di-tert-butyldicarbonat werden hinzugefügt, anschließend wird
bei Raumtemperatur gerührt.
Die Mischung wird im Vakuum eingeengt, mit KHSO4-Lösung gerührt und
3 × mit
Ether ausgeschüttelt.
Die wässrige
Phase wird alkalisch gemacht und mit Methylenchlorid ausgeschüttelt. Die
organische Phase wird mit Lauge gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und im Vakuum eingedampft, wobei sich N1-BOC-(3S)-(–)-3-Aminopyrrolidin
ergibt.
-
Schritt (2):
-
34,25 g (183,9 mmol) des Produktes
aus Beispiel 3, Schritt (1) werden in 200 ml CH2Cl2 aufgelöst
und 25 ml (183,9 mmol, 1 eq) Triethylamin werden hinzugefügt. Unter
Stickstoffatmosphäre
werden 34,7 ml (367,8 mmol, 2 eq) Essigsäureanhydrid tropfenweise hinzugegeben,
die Mischung bei Raumtemperatur gerührt und mit NaHCO-3 Lösung/CH2Cl2 getrennt. Die
organische Phase wird mit Lauge gewaschen, über MgSO4 getrocknet,
gefiltert, im Vakuum verdampft und das Produkt wird mit Flash-Chromatographie gereinigt,
Elution mit 2 bis 8% Methanol in Methylen, woraus sich N1-BOC-(3S)-(–)-3-Acetylaminpyrrolidin
ergibt.
-
Schritt (3):
-
39,2 g (171,7 mmol) des Produktes
aus Beispiel 3, Schritt (2) werden in 400 ml CH2Cl2 aufgelöst
und 26,46 mmol (343,4 mmol, 2 eq) Trifluoressigsäure (nachfolgend „TFA) werden
tropfenweise bei 0°C
unter Stickstoffatmosphäre
hinzugegeben. Die Mischung wird auf Rückfluss erhitzt, weitere 26
ml, dann nochmals 10 ml TFA hinzugegeben, für ungefähr weitere 3 Stunden unter
Rückfluss
gehalten, anschließend
unter Hochvakuum eingedampft, um TFA zu entfernen. Der Rückstand
wurde mit Amberlite IRA-400 basisches Harz (nachfolgend „basisches
Harz") gerührt, filtriert,
das Filtrat in Methanol aufgelöst,
langsam durch das basische Harz filtriert und das Filtrat wurde
eingedampft; woraus sich (3S)-(–)-3-Acetylaminopyrrolidin
ergibt.
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Schritt (4):
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4 g (31,2 mmol) des Produktes aus
Beispiel 3, Schritt (3) und 5,19 (40,6 mmol) 2-Chlor-5-trifluormethylpyridin
werden im 50 ml Ethanol vereinigt und 13 ml (93,6 mmol, 3 eq) Triethylamin
werden hinzugefügt. Die
Mischung wird für
ungefähr
18 Stunden unter Rückfluss
gehalten, im Vakuum eingeengt und der Rückstand mit Methylenchlorid
und Natriumbicarbonatlösung
aufgetrennt. Die organische Phase wird mit Lauge gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert, im Vakuum eingedampft und der Rückstand
mit Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit 2 bis 5% Methanol
in Methylenchlorid, woraus sich als Feststoff 2-[(3S)-3-Acetylaminopyrrolidin-l-yl]-5-trifluormethylpyridin
ergibt.
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Schritt (5):
-
7,52 g (27,5 mmol) des Produkts aus
Beispiel 3, Schritt (4) werden mit 75 ml 6Nwässriger Salzsäure vereinigt
und die Mischung für
ungefähr
18 Stunden auf Rückfluss
gehalten. Die Mischung wird auf Raumtemperatur gekühlt, mit
festem Natriumbicarbonat neutralisiert, mit verdünnter Natriumhydroxidlösung und
Methylenchlorid aufgeteilt. Die organische Phase wird mit Lauge
gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingedampft,
woraus sich 2-[(3S)-3-Aminopyrrolidin-l-yl]-5-trifluormethylpyridin ergibt.
-
-
22,5 g (0,123 mol)(–)-5,6-Dimethylendioxy-2-azabicyclol[2.2.1]heptan-3-on
(vi), 1,5 g 4-Dimethylaminopyridin,
nachfolgend "DMAP", 12,4 g Triethylamin
und 37,5 g Di-tertbutyldicarbonat werden in Methylenchlorid vereinigt
und bei Raumtemperatur für
ungefähr
18 Stunden geführt.
Die Mischung wird mit 1 N Salzsäure, 5%
Natriumbicarbonatlösung
und Lauge gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert, im Vakuum eingeengt und der
Rückstand
aus Isopropylalkohol rückkristallisiert,
woraus sich N-BOC-5,6-Dimethylendioxy-2-azabicyclol[2.2.1]heptan-3-on
(i) ergibt.
-
-
35,6 g (0,125 mol) des Produktes
(i) aus Beispiel 3, Schritt (6) werden mit 400 ml Methanol vereinigt. Unter
schnellem Rühren
und Kühlen
mit einer Argonspülung
werden insgesamt 23,8 g (0,63 mol) Natriumborhydrid in drei gleichen
Teilen in einem Zeitraum von ungefähr 2 Stunden hinzugegeben.
Die Mischung wird im Vakuum eingeengt und mit 200 ml Wasser und
300 ml Ethylacetat aufgetrennt. Die wässrige Phase wird 2 weitere
Male mit Ethylacetat ausgeschüttelt
und die vereinigte organische Lösung
mit Wasser und Lauge gewaschen, über
Natriumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt, woraus
sich N-BOC-1-Amino-2,3-dimethylendioxy-4-hydroxymethylcyclopentan
(vii) ergibt.
-
-
50 g des Produkts (vii) aus Beispiel
3, Schritt (7) werden in 150 ml Benzol vorgelegt. 8,8 ml Methyliodid und
33 g Silberoxid werden hinzugegeben und die Mischung für ungefähr 18 Stunden
unter Rückfluss
gehalten. Weitere 25 g Silberoxid und weitere 50 ml Methyliodid
werden portionsweise über
ungefähr
6 Stunden hinzugegeben und die Mischung für ungefähr 18 Stunden unter Rückfluss
gehalten. Die Mischung wird durch Celite filtriert und der Filterkuchen
mit Ethylacetat gewaschen. Das vereinigte Filtrat wird im Vakuum
eingeengt und der Rückstand
aus Hexan auskristallisiert, woraus sich die gewünschte Methoxymethylverbindung
(viii), wie oben abgebildet, ergibt.
-
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31,6 g des Produkts (viii) aus Beispiel
3, Schritt (8) werden unter Argon in 250 ml warmem wasserfreiem
Ethylacetat aufgelöst.
Die Lösung
wird in einem Eisbad gekühlt
und Chlorwasserstoffgas wird durch die Lösung für ungefähr 6 Minuten geleitet. Die Mischung
lässt man
auf Raumtemperatur erwärmen
und rührt
sie für
ungefähr
3 Stunden, anschließend
wird im Vakuum eingeengt, woraus sich das gewünschte Aminhydrochlorid (ix),
wie oben abgebildet, ergibt.
-
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24,2 g des Produkts aus (ix), Beispiel
3, Schritt (9) und 42,8 g Natriumbicarbonat werden in 100 ml n-Butanol
unter Argon vereinigt und 20,1 g 5-Amino-4,6-dichlorpyrimidin werden
hinzugegeben. Die Mischung wird unter Rückfluss für ungefähr 20 Stunden erhitzt, anschließend im
Vakuum eingeengt. Der Rückstand
wird mit Ethylacetat und Wasser aufgetrennt und die Ethylacetatphase
mit Lauge gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der
Rückstand
wird in 30% Ethylacetat in Hexan gelöst, über eine große Flash-Kieselgel-Waschsäule geleitet
und die Säule
wird mit 50% Ethylacetat/Hexan gewaschen und die vereinigten Filtrate
werden im Vakuum eingeengt, woraus sich das gewünschte Pyrimidinylaminocyclopentan-Produkt
(xi), wie oben abgebildet, ergibt.
-
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26,7 g des Produkts (xi) aus Beispiel
3, Schritt (10) werden unter Argon mit 125 ml n-Butylacetat vereinigt. 33,5 g Formamidinacetat
werden hinzugegeben und die Mischung unter Rückfluss für ungefähr 3 Stunden erhitzt, bis die
Dünnschichtchromatographie
zeigt, dass die Reaktion vollständig
ist. Die Mischung wird gekühlt,
zwischen Ethylacetat und Lauge aufgeteilt und die Ethylacetatphase über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der Rückstand
wurde mit Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit 30 bis 50%
Ethylacetat in Hexan, woraus sich das Chlorpurin-Produkt (xii),
wie oben abgebildet, ergibt.
-
Schritt
(12): Herstellung von
-
7,75 g (22,9 mmol) des Produkts (xii)
aus Beispiel 3, Schritt (11) und 6,35 g (27,4 mmol) 2-[(3S)-3-Aminopyrrolidin-1-yl]-5-trifluormethylpyridin
werden in 20 ml Ethanol vereinigt und 6,33 ml Triethylamin hinzugefügt. Die
Mischung wird in einem geschlossenen Gefäß bei 105°C für ungefähr 4 Stunden erhitzt. Die Mischung wird
gekühlt,
im Vakuum eingedampft und mit Methylchlorid und Natriumbicarbonatlösung aufgetrennt.
Die organische Phase wird über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert, im Vakuum eingeengt und der
Rückstand
mit Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit 4% Methanol in
Methylenchlorid, woraus sich das angezeigte Produkt (xiii) ergibt.
-
Schritt (13):
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10,81 g (20,3 mmol) des Produkts
(xiii) aus Beispiel 3, Schritt (12) werden mit 90 ml Trifluoracetat
und 10 ml Wasser vereinigt, die Mischung wird bei Raumtemperatur
für ungefähr 30 Minuten
gerührt.
Das TFA wird unter Hochvakuum abgedampft und der Rückstand
mit Methylenchlorid und Natriumbicarbonatlösung aufgetrennt. Die Methylenchloridlösung wird
mit Natriumbicarbonatlösung
und Lauge gewaschen, Isopropylalkohol wird hinzugefügt und die
Lösung über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert, im Vakuum eingeengt und der Rückstand
einer Flash-Chromatographie unterzogen, Elution mit 5 bis 10% Methanol
in Methylenchlorid. Die geeigneten Fraktionen werden gesammelt,
eingeengt und der Rückstand
aus Acetonitril kristallisiert, woraus sich (1R,2S,3R,5R)-S-Methoxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol
ergibt, Smp. 166–168°C.
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Beispiel 4
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Herstellung von (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(R)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol
-
267 mg 2-[(3R)-3-Aminopyrrolidin-1-yl]-5-trifluormethylpyridin,
331 mg 6-Chlorpurinribosid,
233 mg Triethylamin und 0,5 mL Ethanol werden vereinigt und in einem
geschlossenen Gefäß bei 100°C für ungefähr 5 Stunden
erhitzt. Die Mischung wird gekühlt
und zwischen Methylenchlorid (mit etwas hinzugefügtem Isopropylalkohol) und Natriumbicarbonat
aufgeteilt. Die organische Phase wird mit Lauge gewaschen, über Magnesiumsulfat
getrocknet, eingedampft und der Rückstand mit Flash-Chromatogaphie
gereinigt, Elution mit 5% Methanol in Methylenchlorid, woraus sich (2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(R)-ylamino]purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol
als das Semihydrat ergibt, Smp.166–170°C.
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Beispiel 5
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Herstellung von (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Trifluormethylphenyl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol
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Schritt (1):
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1,00 g (11,6 mmol) 3(S)-(-)-3-Aminopyrrolidin,
1,35 ml (9,66 mmol) 4-Brombenzotrifluorid,
2,69 g (29 mmol) Natrium-tert-butoxid und 1,01 g (1,16 mmol) PdCl2(P[o-tolyl]3)2, hergestellt gemäß US-Patent Nr. 4,196,135 werden
in 30 ml Toluol vereinigt und die Mischung wird in einem geschlossenen
Gefäß bei 100°C für ungefähr 40 Stunden
erhitzt. Die Mischung wurde gekühlt,
filtriert, im Vakuum eingedampft und der Rückstand mit Flash-Chromatographie
gereinigt, Elution mit 10 : 1 bis 7 : 1 Methylenchlorid/Ethanol,
woraus sich 1-(4-Trifluormethyl)phenyl-(3S)-pyrrolidin-3-ylamin ergibt.
-
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Eine Lösung von 24,7 ml (0,61 mol)
Methanol und 50 ml Ethylacetat werden unter Argon auf 0°C gekühlt. 43,3
ml (0,61 mol) Acetylchlorid werden portionsweise hinzugegeben und
die Lösung
lässt man über 45 Minuten
sich auf Raumtemperatur erwärmen.
Diese Lösung
wird wiederum in Eis gekühlt
und eine Lösung
von 50,0 g N-BOC-1-Amino-2,3-dimethylendioxy-4-hydroxymethylcyclopentan
(vii) in 100 ml Ethylacetat wird über einen Zeitraum von ungefähr 45 Minuten
hinzugegeben. Die Lösung
lässt man
auf Raumtemperatur erwärmen,
anschließend
im Vakuum abdampfen, woraus sich das gewünschte Aminhydrochlorid (xiv),
wie oben abgebildet, ergibt.
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Schritt
(3): Herstellung von
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38,9 g des Produkts (xiv) aus Beispiel
5, Schritt (2) und 73 g Natriumbicarbonat werden in 150 mL l unter
Argon vereinigt und die Mischung wird bei Raumtemperatur für ungefähr 30 Minuten
gerührt.
34,2 g 5-Amino-4,6-dichlorpyrimidin werden hinzugegeben und die
Mischung unter Rückfluss
für ungefähr 19 Stunden
gerührt.
Die Mischung wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand in Ethylacetat und
Wasser aufgenommen. Die wässrige
Phase wird mit Ethylacetat ausgeschüttelt und die vereinigten organischen
Phasen mit Lauge gewaschen, filtriert und im Vakuum eingeengt. Der
Rückstand
wir mit Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit einem Gradienten
von 30% bis 100% Ethylacetat in Hexan, woraus sich das gewünschte substituierte
Chlorpyrimidin (xv), wie oben abgebildet, ergibt.
-
Schritt
(4): Herstellung von
-
37,9 g des Produkts (xv) aus Beispiel
s, Schritt (3) und 25,1 g Formamidinacetat werden in 250 mL n-Butylacetat
vereinigt und die Mischung unter Argon für ungefähr 2 Stunden unter Rückfluss
erhitzt, nach ungefähr
1 Stunde werden zusätzlich
12,5 g Formamidinacetat hinzugegeben und weitere 10 g nach ungefähr 1,5 Stunden.
Die Mischung wird gekühlt,
zwischen Ethylacetat und Lauge aufgetrennt, die Lauge mit 3 Teilen Ethylacetat
ausgeschüttelt
und die vereinigten organischen Phasen über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wird durch Kristallisation
aus Ethylacetat/Hexan gereinigt, woraus sich das oben abgebildete
Chlorpurin (xvi) ergibt. Der Rückstand
der konzentrierten Mutterlauge kann mit Flash-Chromatographie gereinigt werden, Elution
mit 80 bis 100% Ethylacetat in Hexan, um die Rückgewinnung zu verbessern.
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Schritt
(5): Herstellung von
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0,225 g (0,693 mmol) des Produkts
(xvi) aus Beispiel 5, Schritt (4), 0,239 g (1,04 mmol) 1-(4-Trifluormethyl)phenyl-(3S)-pyrrolidin-3-ylamin,
aus dem vorstehenden Schritt (1), und 0,582 g (6,93 mmol) Natriumbicarbonat
werden in 20 ml Ethanol vereinigt und unter Rückfluss für ungefähr 60 Stunden erhitzt. Die
Mischung wird filtriert, im Vakuum eingeengt und der Rückstand
mit Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit einem Gradienten
aus Methylenchlorid/Ethanol, 30 : 1 bis 10 : 1, woraus sich das
Pyrrolidinylamin (xvii), wie oben abgebildet, ergibt.
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Schritt (6):
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0,234 g des Produkts aus Beispiel
5, Schritt (5) werden in 10 ml Trifluoressigsäure aufgelöst und die Lösung wird über Nacht
bei Raumtemperatur gerührt.
Die Lösung
wird im Vakuum eingedampft und der Rückstand mit Flash-Chromatographie
gereinigt, Elution mit Methylenchlorid/Ethylacetat (10 : 1), woraus
sich (1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Trifluormethylphenyl)-pyyrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol
ergibt, Smp. 111–114°C.
-
-
Beispiel
6
Herstellung von 4(S)-1-Benzyl-4-[9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9H-purin-6-ylamino]pyrrolidin-2-on
-
Schritt
(1): Herstellung von
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7,1 g (24,5 mmol) N-t-BOC-L-Asparaginsäure-β-t-butylester
wird in 120 ml Tetrahydrofuran aufgelöst. Die Lösung wird bei 0°C gekühlt und
2,73 g (27 mmol) Triethylamin und anschließend 2,66 g (24,5 mmol) Ethylchlorformat
werden hinzugegeben. Die Lösung
wird für
ungefähr
30 Minuten gerührt
und eine Lösung
aus 3,71 g (98,2 mmol) Natriumborhydrid in Wasser wird hinzugegeben.
Die Mischung wird bei Raumtemperatur für ungefähr 17 Stunden gerührt, im
Vakuum eingeengt und der Rückstand
mit Ethylacetat verdünnt
und die organische Phase mit 1N Salzäure, 10% Natriumcarbonat und
Lauge gewaschen, anschließend über Magnesiumsulfat
getrocknet, filtriert, im Vakuum eingeengt und der Rückstand
durch Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit 30% bis 50% Ethylacetat
in Hexan, woraus sich 3(S)-t-Butyl-3-BOC-amino-4-hydroxy-n-butanoat (xix)
ergibt.
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Schritt
(2): Herstellung von
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Eine Lösung von 0,73 g Dimethylsulfoxid
in 9 ml Methylenchlorid wird auf –70°C gekühlt und 31 ml einer 2M-Lösung von
Oxalylchlorid in Methylenchlorid wird tropfenweise hinzugegeben.
Die Lösung
wird für ungefähr 15 Minuten
gerührt
und eine Lösung
von 0,85 g 3(S)-t-Butyl-3-BOC-amino-4-hydroxy-n-butanoat (xix) in
5 mL Methylenchlorid wird hinzugefügt. Nach ungefähr 45-minütigem Rühren werden
1,88 g Triethylamin hinzugegeben. Die Lösung lässt man auf Raumtemperatur
erwärmen,
rührt für ungefähr 30 Minuten
und verdünnt
anschließend
mit Ethylacetat. Die Lösung
wird mit 1N Salzsäure,
10% Natriumcarbonat und Lauge gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und im Vakuum eingeengt, woraus sich 3(S)-t-Butyl-3-BOC-amino-4-oxo-n-butanoat (xx)
ergibt.
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Das Produkt (xx) aus Beispiel 6,
Schritt (2) wird in 9 ml Methanol aufgelöst und 1,34 g Benzylaminhydrochlorid,
anschließend
0,94 g Triethylamin und anschließend 200 mg 3 Å Molekularsiebe
werden hinzugegeben. Die Lösung
wird für
ungefähr
45 Minuten gerührt
und eine Lösung
von 0,23 g Zinkchlorid und 0,22 g Natriumcyanoborhydrid in 5 ml
Methanol wird hinzugegeben. Die Lösung wird für ungefähr 4 Stunden gerührt, 2 ml
1N Natriumhydroxid und anschließend
10 ml Wasser werden hinzugegeben, die Mischung wird zu ungefähr dem halben
Volumen eingeengt und mit Ethylacetat ausgeschüttelt. Die Ethylacetat-Lösung wird
mit 10% Natriumcarbonatlösung
und Lauge gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert, im Vakuum eingeengt und der
Rückstand
mit Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit 30% bis 40% Ethylacetat
in Hexan, woraus sich das Benzylamin (xxi), wie oben abgebildet,
ergibt.
-
Schritt (4):
-
0,90 g des Produkts aus Beispiel
6, Schritt (3) wird in 12 ml Toluol/Essigsäure (10 : 1) aufgelöst und die
Lösung
für ungefähr 1,5 Stunden
unter Rückfluss
gehalten. Die Mischung wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand
mit Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit 25% bis 35% Ethylacetat
in Methylenchlorid, woraus sich 1-Benzyl-4(S)-BOC-amino-2-pyrrolidinon
ergibt.
-
Schritt (5):
-
0,64 g des Produkts aus Beispiel
6, Schritt (4) wird in 20 ml Ethylacetat aufgelöst und die Lösung auf 0°C abgekühlt. Chlorwasserstoffgas
wird in die Lösung
für ungefähr 5 Minuten
eingeleitet und die Mischung wird für ungefähr 18 Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Der
Mischung wird Ether hinzugegeben und der Feststoff wird durch Filtration
gesammelt, woraus sich 1-Benzyl-4(S)-amino-2-pyrrolidinon-hydrochlorid
ergibt.
-
Schritt (6):
-
0,33 g des geschützten Chlorpurins aus Beispiel
5, Schritt (4), 0,26 g 1-Benzyl-4(S)amino-2-pyrrolidinonhydrochlorid
und 0,29 g Triethylamin werden in 10 ml Ethanol vereinigt und die
Mischung für
ungefähr
50 Stunden unter Rückfluss
erhitzt. Die Mischung wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand
in 20 ml 1 N Salzsäure
aufgelöst
und bei Raumtemperatur für
ungefähr
1 Stunde gerührt.
Die Mischung wird im Vakuum eingeengt und der Rückstand durch präparative
HPLC gereinigt, Elution mit einem Gradienten aus 10% Acetonitril bis
60% Acetonitril in Wasser enthaltend 0,1% Trifluoressigsäure. Die
geeigneten Fraktionen wurden vereinigt, eingeengt und der Rückstand
in 20 ml 1N Salzsäure
aufgelöst,
das Lösungsmittel
im Vakuum abgedampft und das Ganze 2 × wiederholt. Dieser Rückstand
wurde in Methanol aufgelöst,
das Lösungsmittel
im Vakuum abgedampft und der Rückstand
in Ether trituriert, woraus sich 4(S)-1-Benzyl-4-]9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9H-
purin-6-ylamino]pyyrolidin-2-on in Form des Hydrochloridtrihydrats
ergibt, Smp. 100°C
(dec.).
-
Beispiel 7
-
Herstellung von (1R,2S,3R,5R)-S-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)pyrrolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol
-
Schritt (1):
-
4-Nitrophenol (1,0 g, 7,19 mmol)
und Triethylamin (3 ml, 21,6 mmol) wurden zusammen in wasserfreiem
Methylenchlorid (10 ml) aufgelöst
und die Lösung
wurde auf –15°C gekühlt. Trifluormethansulfonanhydrid (1,81
ml, 10,8 mmol) werden hinzugegeben und die Mischung bei –15°C für ungefähr 30 Minuten
gerührt.
Die Mischung wird mit Methylenchlorid verdünnt, mit Natriumbicarbonatlösung und
Lauge gewaschen, die organische Phase über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und im Vakuum eingeengt.
-
Der Rückstand wird mit Flash-Chromatographie
gereinigt, Elution mit Methylenchlorid, woraus sich 4-Nitrophenyltrifluormethansulfonat
als heller gelber Feststoff ergibt.
-
Schritt (2):
-
3(S)-Amino-l-benzylpyrrolidin (3,0
g, 17,0 mmol) und Triethylamin (2,50 ml, 17,9 mmol) werden zusammen
in wasserfreiem Methanol (17 ml) unter Stickstoff gelöst und Ethyltrifluoracetat
(2,53 ml, 21,3 mmol) wird tropfenweise hinzugegeben. Die Lösung wird
für ungefähr 18 Stunden
gerührt,
im Vakuum eingedampft und der Rückstand
in Methylenchlorid aufgenommen. Die Lösung wird mit Natriumbicarbonatlösung und
Lauge gewaschen, über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert und im Vakuum eingeengt, woraus
sich 1-Benzyl-3(S)-trifluoracetylaminopyrrolidin ergibt.
-
Schritt (3):
-
Unter Stickstoff wird 1-Benzyl-3(S)-trifluoracetylaminopyrrolidin
(4,59 g, 16,7 mmol) in wasserfreiem Methanol (50 ml) aufgelöst und di-tert-Butyldicarbonat
(3,68 g, 16,7 mmol) und 10% Palladium auf Kohlenstoff (0,90 g) werden
hinzugegeben. Die Mischung wird anschließend unter Wasserstoff unter
Normaldruck für
ungefähr
5 Stunden gerührt.
Die Mischung wird durch Celite® filtriert, mit Methanol
gespült
und das Filtrat im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde mit Flash-Chromatographie
gereinigt, Elution mit 5% Methanol in Methylenchlorid, woraus sich
1-BOC-3(S)-trifluoracetylaminopyrrolidin ergibt.
-
Schritt (4):
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1-BOC-3(S)-trifluoracetylaminopyrrolidin
(4 g) werden in Methylenchlorid (130 ml) aufgelöst und Trifluoressigsäure (19
ml) werden hinzugegeben. Die Lösung
wird bei Raumtemperatur für
ungefähr
1 Stunde gerührt,
anschließend
im Vakuum eingeengt. Der Rückstand
wird zwischen Methylenchlorid und gesättigter Bicarbonatlösung aufgetrennt.
Die Phasen werden getrennt und die wässrige Phase mit Ethylacetat
ausgeschüttelt.
Die vereinigte organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet,
filtriert und im Vakuum eingedampft, woraus sich 3(S)-Trifluoracetylaminopyrrolidin
ergibt.
-
Schritt (5):
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4-Nitrophenyltrifluormethansulfonat
(0,423 g, 1,56 mmol) und Triethylamin (0,217 ml, 1,56 mmol) werden
zusammen mit wasserfreiem Acetonitril (15 ml) gelöst und 3(S)-Trifluoracetylaminopyrrolidin
(0,852 g, 4,68 mmol) wird hinzugegeben und die Mischung unter Rückfluss
für ungefähr 18 Stunden
erhitzt. Die Mischung wird gekühlt,
im Vakuum eingeengt und der Rückstand
mit Flash-Chromatographie gereinigt, Elution mit einem Gradienten
aus 25% bis 50% Ethylacetat in Hexan, woraus sich 1-(4-Nitro)phenyl-3(S)trifluoracetylaminopynolidin
ergibt.
-
Schritt (6):
-
1-(4-Nitro)phenyl-3(S)-trifluoracetylaminopynolidin
(0,334 g, 1,10 mmol) wird mit einer gesättigten Lösung aus Kaliumcarbonat in
Methanol/Wasser (2 : 3) (20 ml) vereinigt und die Mischung für ungefähr 2 Stunden bei
55°C erhitzt,
anschließend
für ungefähr 18 Stunden
auf Raumtemperatur gehalten. Die Mischung wird im Vakuum eingeengt
und der Rückstand
in Wasser (10 ml) aufgenommen. Die wässrige Phase wird mit Ethylacetat
ausgeschüttelt
und die organische Phase über
Magnesiumsulfat getrocknet, filtriert, im Vakuum eingedampft, woraus
sich 3(S)-Amino-1-(4-nitro)phenylpynolidin ergibt.
-
Schritt (7):
-
Im Wesentlichen unter Verwendung
der Verfahren aus Beispiel 3, Schritte 12 und 13 und Beispiel 5, Schritte
5 und 6 wird (1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)pyrrolidin-3-ylamino]-purin-9-yl)cyclopental-1,2-diol,
Smp. 119m20°C,
aus 3(S)-Amino-1(4-nitro)phenylpyrrolidin hergestellt.
-
Unter prinzipieller Verwendung der
vorstehend beschriebenen Reaktionsschemata und Beispiele wurden
die nachfolgenden Verbindungen mit geeigneten Ausgangsmaterialien
hergestellt:
-
Beispiel 8
-
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-chlorpyridin-2-yl)-pynolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]-tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp.154–156°C;
-
Beispiel 9
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp. 153–156°C;
-
Beispiel 10
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(2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp. 187–190°C;
-
Beispiel 11
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(2R,3R,4S,5R) 5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-brompyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]pwin-9-yl]-tetrahydrofuran-3,4-diol,
153–154°C;
-
Beispiel 12
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(2R,3R,4S,5R)-S-Hydroxymethyl-2-(6-(1-(4-nitrophenyl)-pynolidin-3(S)-ylamino) – purin-9-yl)tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp. 230–232°C;
-
Beispiel 13
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-(5'-trifluormethyl-3,4,5,6-tetrahydro-2H-[1,2']bipyridinyl-3-ylamino)-purin-9-yl]tetrahydrofwan-3,4-diol;
Smp. 113–116°C;
-
Beispiel 14
-
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-(phenylpynolidin-3(S)-ylamino)-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol;
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Beispiel 15
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-(1-pyridin-2-ylpyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp. 193–195°C;
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Beispiel 16
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(4-chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]-
tetrahydrofuran-3,4-diol, Smp. 121–124°C;
-
Beispiel 17
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-methylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp. 164–166°C;
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Beispiel 18
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-thiophen-2-ylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
190–192°C;
-
Beispiel 19
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(5-methylmercaptopyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp. 231–233°C;
-
Beispiel 20
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(6-methoxypyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp. 251–253°C;
-
Beispiel 21
-
(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(6-chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]-
tetrahydrofuran-3,4-diol, 154–156°C;
-
Beispiel 22
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(2R,3R,4S,5R)-5-Hydroxymethyl-2-[6-[1-(6-chlorpyridazin-3-yl)pyrrolidin-3-ylamino]purin-9-yl]-
tetrahydrofuran-3,4-diol, Smp. 130°C (dec.);
-
Beispiel 23
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(2R,3R,4S,5R)-5-Methoxymethyl-2-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]tetrahydrofuran-3,4-diol,
Smp. 198–200°C;
-
Beispiel 24
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(1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pynolidin-3-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentancarbonsäureethylamid,
Smp. 135–138°C;
-
Beispiel 25
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)piperidin-4-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 126–128°C;
-
Beispiel 26
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-((3S)-pyrrolidin-3-ylamino)-purin-9-yl]
cyclopentan-1,2-diol-dihydrochlorid, Smp. 160°C (dec);
-
Beispiel 27
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluoromethylpyridin-2-yl)pynolidin-3(R)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
175–177°C;
-
Beispiel 28
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-((3R)-pynolidin-3-ylamino)-purin-9-yl]
cyclopentan-1,2-diol, Smp. 166°C
(dec);
-
Beispiel 29
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 110–111°C;
-
Beispiel 30
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4(R)-1-Benzyl-4-[9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9Hpurin-6-ylamino]-pyrrolidin-2-on-hydrochlorid,
Smp. 110°C
(dec);
-
Beispiel 31
-
(1R,2S,3R,5S)-5-Methyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin-2-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 114–116°C;
-
Beispiel 32
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Brompyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]
-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 169–171°C;
-
Beispiel 33
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Chlorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 118–121°C;
-
Beispiel 34
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 135–137°C;
-
Beispiel 35
-
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(pyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl)cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 110–112°C;
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Beispiel 36
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(chinolin-3-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 135–138°C;
-
Beispiel 37
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(4-nitrophenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol;
-
Beispiel 38
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4,5-Bistrifluorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 123–126°C;
-
Beispiel 39
-
(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(phenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 97–99°C;
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Beispiel 40
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4-[3(S)-[9-((1R,2S,3R,5R)-1,2-Dihydroxy-5-hydroxymethylcyclopent-3-yl)-9H-purin-6-ylamino]pynolidin-l-yl]benzonitril,
Smp.140°C;
-
Beispiel 41
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(1R,2S,3R,5R)-5-Hydroxymethyl-3-[6-[1-(isochinolin-l-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 119–122°C;
-
Beispiel 42
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(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Bromchinolin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ytamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol;
-
Beispiel 43
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Chlorphenyl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol;
-
Beispiel 44
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(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlor-5-trifluormethylpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 140–143°C;
-
Beispiel 45
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 180–182°C;
-
Beispiel 46
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol;
-
Beispiel 47
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyridazin-3-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol;
-
Beispiel 48
-
(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(6-methoxypyrimidin-4-yl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 118–120°C;
-
Beispiel 49
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(1R,2S,3R,5R)-5-Isopropoxymethyl-3-[6-[1-(5-trifluormethylpyridin2-yl)pynolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 157–158°C;
-
Beispiel 50
-
(1R,2S,3R,5R)-5-Isopropoxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylpyridin2-yl)pynolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
160–161°C;
-
Beispiel 51
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(6-Chlorpyridazin-3-yl)pynolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 122–124°C;
-
Beispiel 52
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Brompyridin-2-yl)pyrtolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 110–111°C;
-
Beispiel 53
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(5-Chlorpyridin-2-yl)pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 110–112°C;
-
Beispiel 54
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(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-(4-trifluormethylphenyl)pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 128°C;
-
Beispiel 55
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(4-Chlorphenyl)-pynolidin-3(S)-ylamino]
-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 122–125°C;
-
Beispiel 56
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(1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-(3-Chlorphenyl)-pynolidin-3(S)-ylamino]
-purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 127–130°C;
-
Beispiel 57
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(1R,2S,3R,5R)-3-[6-[1-(3-Chlorphenyl)-pyrrolidin-3(S)-ylamino]-purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 131–133°C; und
-
Beispiel 58
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(1R,2S,3R,5R)-5-Methoxymethyl-3-[6-[1-phenylpyrrolidin-3-(S)-ylamino]-purin-9-yl]cyclopentan-1,2-diol,
Smp. 106°C.
-
Beispiel 59
-
(1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-Benzyl-pynolidin-3(S)-ylamino)purin-9-yl]-5-hydroxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 100–102°C;
-
Beispiel 60
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(1R,2S,3R,5R)-3-[6-(1-Benzyl-pyrrolidin-3(S)-ylamino)purin-9-yl]-5-methoxymethylcyclopentan-1,2-diol,
Smp. 95–96°C.
-
Beispiel 61
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(1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-{6-[1-(5-trifluormethyl-pyridin-2-yl)-pynolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl}-
cyclopentancarbonsäure-1(S)-methylpropylamid,
Smp. 215°C
(dec.); und
-
Beispiel 62
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(1S,2R,3S,4R)-2,3-Dihydroxy-4-{6-[1-(5-trifluormethyl-pyridin-2-yl)-pyrrolidin-3(S)ylamino]-purin-9-yl}-cyclopentancarbonsäure-1(R)-methylpropylamid,
Smp. 206–212°C (dec.).
-
Verbindungen der vorliegenden Erfindung
sind nützlich
als antihypertensive Mittel zur Behandlung von hohem Blutdruck;
sie fördern
auch den koronaren Blutfluss und sind folglich nützlich in der Behandlung von Herzmuskel-Ischämie; sie
fungieren auch als kardioprotektive Mittel, die für die Verhinderung
oder Verminderung von Verletzungen am Herzmuskel infolge von Herzmuskel-Ischämie nützlich sind;
und sie fungieren auch als antilipolytische Mittel, die für die Behandlung
von Hyperlipidämie
und Hypercholsterinämie
nützlich
sind.
-
Verbindungen im Rahmen dieser Erfindung
zeigen Aktivität
in Standard A1/A2-Rezeptor-Bindungs-Assays zur
Bestimmung der Adenosin-Rezeptor-Agonist-Aktivität in Säugern. Beispielhafte Testverfahren,
die für die
Bestimmung der Rezeptor-Bindungs-Aktivität von Verbindungen der vorliegenden
Erfindung nützlich
sind, werden nachfolgend beschrieben.
-
A. Bestimmung der in vitro Adenosin-Rezeptor-Bindungsaffinität A1-Rezeptor-Bindungsaffinität wurde bestimmt über Kompetitionsassays,
die auf Ligandenverdrängung
von 3H-CHA (Cyclohexyladenosin)[Research
Biochemicals Inc., Natick, Mass.] aus einem Rezeptor basieren, unter
Verwendung einer Membranpräparation
eines ganzen Rattenhirnes gemäß dem Verfahren
von R. F. Bruns et al., Mol. Pharmacol., 29 : 331 (1986). Nicht
spezifische Bindung wurde in der Gegenwart von 1 mM Theophyllin
geschätzt.
-
A2-Rezeptor-Bindungsaffinität wurde
mit einer ähnlichen
Assay-Technik bestimmt, die auf Ligandenverdrängung von 3H-CGS
21680, einem bekannten A2-Rezeptorspezifischen
Adenosinagonist aus einem Rezeptor basiert, unter Verwendung von
Membranen aus Rattenhirnstriatum. Nicht spezifische Bindung wurde
in Gegenwart von 20 μM
2-Chloradenosin geschätzt.
-
Die Assays wurden in zweifacher Ausführung bei
25°C in
Glastestgefäßen durchgeführt. Sobald
die Membranen hinzugefügt
worden sind, wurden die Gefäße auf einem
Vortex-Gerät vermischt
und auf einer Rotations-Schüttelmaschine
bei 25°C
für 60
Minuten (A1-Assay) oder 90 Minuten (A2-Assay)
inkubiert. Die Assay-Gefäße wurden
zur Hälfte
der Inkubationszeit und wiederum nahe dem Ende auf einem Vortex-Gerät vermischt.
Die Assays wurden durch schnelle Filtration über 2,4 cm GFB-Filter unter
Verwendung eines Brandel Cell Harvestors beendet. Die Testgefäße wurden
3 × mit
kalter 50 mM tris-HCl (pH 7,7 oder 7.4) gewaschen, wobei die Filtration
innerhalb von 15 Sekunden abgeschlossen wurde. Die feuchten Filter
wurden in Szintillations-Glasgefäße überführt, die
mit 10 ml Aquasol 1 (New England Nuclear) gefüllt waren. Die Gefäße wurden über Nacht
auf einer Rotations-Schüttelmaschine
geschüttelt
und wurden in einen Flüssigszintillationsanalysator
für 2-Minuten-Messungen
gebracht. IC50-Werte für Rezeptorbindung, d. h. die
Konzentration, bei welcher eine Verbindung gemäß der Erfindung einen radio-gelabelten
Standard verdrängt,
wurden unter Verwendung eines Kurven-Fitting-Computerprogramms (RS/1,
Bolt, Beranek and Newmann, Boston, MA) erhalten.
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A1-Rezeptorbindungsaffinität wurde
auch unter Verwendung einer Zubereitung von epididymalen Fettpolstermembranen
von Ratten bestimmt.
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Membranherstellung: epididymale Fettpolster
von Ratten werden in einem Puffer homogenisiert, der 0,25 M Saccharose,
10 mM Tris, 2 mM EDTA, 0,1 M Phenylmethylsulfonylfluorid und 1 μg/ml Leupeptin
(200 mg Naß-Gewebegewicht
pro ml Puffer) enthält.
Dieses Homogenisat wird in 50 ml-Zentrifugengefäße überführt und bei 1000 g (3000 RPM)
für 1 Minute
zentrifugiert, das überstehende
Zwischenprodukt wird entfernt und bei 38000 g für 15 Minuten zentrifugiert.
Die Pellets sind resuspendierte Pellets im Assay-Puffer (50 mM Tris
und 1 mM EDTA) (300 mg Originalgewebegewicht/mL Assay-Puffer) und
2 μl/ml
einer Lösung
von Adenosindeaminase (10 mg/ml) wird der Suspension zugefügt und die
Suspension wird für
30 Minuten bei 37°C
inkubiert. Die Suspension wird bei 38000 g für 10 Minuten zentrifugiert,
das Pellet einmal mit 20 ml Assay-Puffer gewaschen und im Assay-Puffer
(1,2 g des ursprünglichen
Naß-Gewebegewichts/ml
Puffer) resuspendiert.
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Assay und Zählung: Die Gefäße werden
wie folgt präpariert:
Gesamtgefäße (Gesamtzählungen
(total counts) gebunden), 100 μl
Membransuspension (hergestellt wie oben beschrieben), 50 μl 3H-Cyclohexyladenosin-Lösung (hergestellt durch Verdünnung einer
Lösung
von ungefähr
1 mCi/ml, mit einer spezifischen Aktivität von ungefähr 29,9 Ci/mmol, mit einem
Assay-Puffer bis zu 100 nM, nachfolgend „CHA-Lösung"), 350 μl Assay-Puffer; nicht spezifische
Bindungsgefäße, 100 μl Membransuspension,
50 μl CHA-Lösung, 50 μl 100 μM 2-Chloradenosin
im Assay-Puffer, 300 μl
Assay-Puffer; Probengefäße, 100 μl Membransuspension,
50 μl CHA-Lösung, 50 μl einer Lösung der
Testverbindung (die hergestellt werden kann durch serienmäßige Verdünnung in
Assay-Puffer einer
DMSO-Lösung),
300 μl Assay-Puffer;
leere Gefäße, 50 μl CHA-Lösung, 450 μl Assay-Puffer.
Jedes Gefäß wird für 10 Sekunden
auf einem Vortex-Gerät
vermischt, bei 23°C
für zwei
Stunden inkubiert und filtriert unter Verwendung einer Brandel-Filtrations-Einheit
und Whatman GFB Filterpapier, es wird 2 × mit 5 ml 50 mM Tris gewaschen.
Die Filterscheiben werden in 7 ml-Szintillationsgefäße gebracht,
die anschließend
mit ungefähr
5 ml „Ready
Safe Scintillation Cocktail" gefüllt werden
und es wird gezählt.
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B. In vitro-Bestimmung
der Vasorelaxation in isolierten Koronararterien von Schweinen
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Koronararterien von Schweinen wurden
von einem örtlichen
Schlachthof erhalten, vorsichtig entnommen und von Fett, Blut und
anhaftendem Gewebe gereinigt. Ungefähr 2 bis 3 mm breite Ringe
wurden geschnitten und in Wasser-umhüllte Gewebebäder (10
ml) überführt, die
mit warmem (37°C)
oxygeniertem (O2/CO2 :
95%/5%) Krebs-Hanseleit-Puffer
gefüllt
und auf L-förmigen
Haken zwischen rostfreien Stangen und einem Kraftübertrager
befestigt waren. Die Zusammensetzung des Krebs-Puffers ist wie folgt
(mM): NaCl, 118; KCl, 4,7; CaCl2, 2,5; MgSO4, 1,2; KH2PO4, 1,2; NaHCO3, 25,0
und Glukose, 10,0. Die Ringe wurden für 90 Minuten bei zahlreichen
Pufferwechseln mit einer Ruhespannung von 5 g equilibriert. Um eine
optimale Spannungsentwicklung zu gewährleisten, wurden die arteriellen
Ringe 2 × mit
36 mM KCl und 1 × mit
10 μM PGF2a vorbehandelt
(primed), bevor sie 3 μM
PGF2a ausgesetzt wurden. Als die isometrische Spannung einen konstanten
Wert erreicht hatte, wurden die angesammelten Dosen der Adenosin-Analoga
der Erfindung (gewöhnlich
1 mM bis 100 μM,
in halben logs) in die Bäder
hinzugegeben. Die Spannung, die mit 3 μM PGF2a erhalten wurde, wurde
als 100% entsprechend betrachtet; alle anderen Werte wurden in %
von diesem Maximum ausgedrückt.
IC50-Werte für die Relaxation, d. h. die
Konzentration, bei welcher eine Verbindung der Erfindung eine 50%ige
Verminderung der Spannung verursachte, wurden bestimmt unter Verwendung
des oben erwähnten linearen
Kurven-Fitting-Computerprogramms.
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C. In vivo-Bestimmungen
des durchschnittlichen arteriellen Blutdruckes (MAP) und der Herzfrequenz
(HR) in normotensiven anästhesierten
und spontan hypertensiven Ratten
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1. Anästhesierte
Ratte
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Normotensive Ratten wurden anästhesiert
mit Natriumpentobarbital (50 mg/Kg, i. p.) und auf einem beheizten
Operationstisch platziert. Kanülen
wurden in die femorale Arterie eingeführt und geädert, um die Messung des arteriellen
Druckes zu ermöglichen
und die intravenöse
Verabreichung der Testverbindungen zu vereinfachen. Nach der Operation
wurde den Tieren 10 Minuten Zeit gegeben, sich zu equilibrieren.
Der arterielle Durchschnittsdruck wurde kontinuierlich gemessen
und aufgenommen und die Herzfrequenz wurde unter Verwendung eines
arteriellen Druckpulses zur Auslösung
eines Kardiotachometers überwacht.
Nachdem die Basislinien-Parameter festgelegt und aufgenommen wurden,
wurden zunehmende Dosen (1, 3, 10, 30, 100, 300 und 1000 μg/kg) der
zu testenden Verbindung gemäß der Erfindung
intravenös
verabreicht. Maximale Veränderungen
in den kardiovaskulären
Parametern wurden nach jeder Dosis des Adenosin-Analogs beobachtet. Pro
Ratte wurde nur eine Verbindung verabreicht. Die Fähigkeit
der Verbindungen, die Herzfrequerz und den arteriellen Durchschnittsdruck
zu vermindern, wurde geschätzt,
indem die Dosis des Mittels bestimmt wurde, die notwendig ist, die
Herzfrequenz oder den arteriellen Druck um 25% (ED25)
zu erniedrigen.
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2. Spontan hypertensive
Ratte (SHR)
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Die orale antihypertensive Aktivität der erfindungsgemäßen Verbindungen
wurde bei spontan hypertensiven Ratten bei Bewusstsein untersucht.
Die Ratten wurden mit Natriumpentabarbatol (50 mg/kg i. p.) anästhesiert.
Ein telemetrischer Umwandler (Transducer) wurde in den Unterleib
der Ratten mittels eines Mittellinienschnitts implantiert. Die Kanülen des
Transducers wurden in die Bauchaorta eingeführt, um eine direkte Messung
des arteriellen Druckes in der SHR bei Bewusstsein zu ermöglichen.
Der Transducer wurde an der Bauchwand gesichert. Nachdem sie sich
von der Operation erholt haben (Minimum von 7 Tagen), wurden die SHR
auf einer Empfängerplatte
platziert und der Transducer/Transmitter wurde eingeschaltet. Systolischer,
diastolischer und arterieller Durchschnittsdruck und die Herzfrequenz
wurden für
1,5 Stunden bei der Ratte mit uneingeschränktem Bewusstsein aufgenommen,
um eine stabile Basislinie zu erzeugen. Anschließend erhielt jede Ratte eine
Einzeldosis der zu testenden erfindungsgemäßen Verbindung oder eine Trägersubstanz
und Änderungen
im arteriellen Druck und der Herzfrequenz wurden für 20 Stunden überwacht
und aufgenommen.
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Wenn der Blutfluss zum Herzen für kurze
Zeitspannen (2 bis 5 Minuten) unterbrochen wurde mit nachfolgender
Wiederherstellung des Blutflusses (Reperfusion), wird das Herz gegen
die Entwicklung von Verletzungen geschützt, wenn der Blutfluss für längere Zeiträume (zum
Beispiel 30 Minuten) unterbrochen ist.
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D. In vitro-Bestimmung
der Herzfrequenz
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Isolierte Herzvorhöfe der Ratte
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Männliche
Sprague-Dawley-Ratten werden anästhesiert
unter Verwendung von Ketamin/Rompun und die Herzen werden schnell
herausgeschnitten und in warmen, oxygenierten (95 O2/5%
CO2) Krebs-Henseleit-Puffer der nachfolgenden
Zusammensetzung überführt [mM]
: NaCl 118; KCl 4,7; CaCl2 2,5; MgSO4 1,2; KHP2O4 1,2; NaHCO3 25,0
und Glukose 10,0 (pH 7,4). Die rechten, spontan schlagenden Vorhöfe werden
herausgeschnitten und in Wasser-umspülten Gewebebädern unter
Verwendung von rostfreien Stahldrähten suspendiert. Die Vorhöfe werden
für 60
Minuten bei einer Ruhespannung von 2 g mit einem Pufferwechsel alle
5 Minuten für
die ersten 15 Minuten, anschließend
in 15-Minuten-Intervallen equilibriert. Die zu testenden Verbindungen
der vorliegenden Erfindung werden gehäuft in die Bäder hinzugegeben
und die Herzfrequenz unter Verwendung eines Grass® Model
7D-Polygraph bestimmt.
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Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen Aktivitäten in den
Tests, die verwendet werden, um die Fähigkeit von Verbindungen, die
kardioprotektive Aktivität
der Herzmuskel-Präkonditionierung
nachzuahmen, zu bestimmen. Beispielhafte Testverfahren, die zur
Bestimmung der kardioprotektiven Aktivität der erfindungsgemäßen Verbindungen
nützlich
sind, sind nachstehend beschrieben.
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E. Bestimmung der kardioprotektiven
Aktivität
in Ratten
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1. Generelle Operationsvorbereitung
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Erwachsene Sprague-Dawley-Ratten
werden mit Inactin (100 mg/kg i. p.) anästhesiert. Die Luftröhre wird
intubiert und positive Druckbeatmung wird durch ein Kleintier-Beatmungsgerät gewährleistet.
Katheder werden in die femorale Vene und Arterie zur Verabreichung
der zu testenden erfindungsgemäßen Verbindungen
beziehungsweise zur Messung des Blutdruckes platziert. Ein Schnitt
wird auf der linken Seite des Brustkorbes über den pektoralen Muskeln
durchgeführt
und die Muskeln werden zurückgezogen,
um den vierten interkostalen Raum freizulegen. Der Brustraum wird
geöffnet
und das Herz freigelegt. Eine Länge
von 4–0
Prolin-Naht wird durch die ventrikulare Wand nahe der linken koronaren
Hauptarterie platziert und wird verwendet, um den Blutfluss durch
die Koronararterie durch Zuziehen eines Zugknotens zu unterbrechen.
Ein gepulster Doppler-Flussmesser
(ein Gerät,
das den Blutfluss misst) wird auf der Oberfläche des Herzens platziert,
um zu bestätigen,
dass die Koronararterie korrekt identifiziert wurde. Ein Katheder
wird auch im linken Ventrikel platziert, um die linke ventrikulare
Funktion während
des Experiments zu überwachen.
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2. Präkonditionierung und Testverfahren
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Zur Präkonditionierung des Herzens
wird die Koronararterie für
einen Zeitraum von 2 Minuten verschlossen (der Fluss wird unterbrochen).
Der Zugknoten wird anschließend
gelockert, um den Fluss (Reperfusion) für einen Zeitraum von 3 Minuten
wieder herzustellen. Dieses Verfahren von Verschluss/Reperfusion wird
2 × wiederholt.
5 Minuten nach Beendigung des letzten Präkonditionierungsvorgangs wird
die Arterie für 30
Minuten wieder verschlossen mit nachfolgender Reperfusion für 3 Stunden.
Wenn eine Verbindung der vorliegenden Erfindung ausgetestet wird,
wird anstelle der Durchführung
des Verschluss/Reperfusionsverfahrens die Verbindung für 30 Minuten
vor der 30-minütigen
Verstopfungsphase infundiert. Am Schluss der 3-stündigen Reperfusionsperiode
wird die Arterie wieder verschlossen und 1 ml Patentblau-Farbstoff
wird in den linken ventrikularen Katheder verabreicht und das Herz
wird durch intravenöse
Verabreichung von Kaliumchlorid gestoppt. Dieses Verfahren ermöglicht dem
Farbstoff, in die normalen Bereiche des Herzens zu fließen, während der
Bereich des Herzens, der ischämisch
gemacht wurde, den Farbstoff nicht aufnimmt (dies ist der Risikobereich).
Das Herz wird schnell zur Analyse des Infarktausmaßes entfernt.
Das Infarktausmaß wird
bestimmt, indem das Herz von der Spitze zur Basis in 4 bis 5 Scheiben
von 1 bis 2 mm Dicke geschnitten wird. Die Scheiben werden in einer
Lösung
von 1% Triphenyltetrazolium für
15 Minuten inkubiert. Dieses Färbemittel
reagiert mit lebensfähigem
Gewebe und verursacht dort die Entwicklung einer backsteinroten
Farbe. Das vom Infarkt betroffene Gewebe reagiert nicht mit dem
Färbemittel
und erscheint blassweiß.
Die Gewebescheiben werden in ein Videobild-Analyse-System überführt und
das Infarktausmaß wird
durch Planimetrie bestimmt. Die Wirkung der Verbindung der vorliegenden
Erfindung, die auf das Ausmaß des
Herzmuskelinfarktes getestet wurde, wird geschätzt und zur Quantifizierung
des Ausmaßes
der kardioprotektiven Aktivität
verwendet. Die Ergebnisse werden als Prozentzahlen des Risikobereichs,
der vom Infarkt betroffen ist, ausgedrückt.
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Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung zeigen Aktivitäten
in Tests, die zur Bestimmung der Fähigkeit von Verbindungen zur
Verhinderung von Lipolyse verwendet werden. Beispielhafte Testverfahren,
die in der Bestimmung der antilipolytischen Aktivität der Verbindungen
der vorliegenden Erfindung nützlich
sind, werden nachfolgend beschrieben.
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F. Bestimmung der antilipolytischen
Aktivität
in Adipozyten von Ratten
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1. Isolation von Adipozyten
aus epididymalen Fettpolstern
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Fettgewebe wird aus anästhesierten
Ratten entfernt und 2 × mit
Inkubationsmedium (2,09 g Natriumbicarbonat und 0,04 g EDTA, Dinatriumsalz
in 1 l Krebs-Puffer) gespült.
Jede Ratte (300 bis 350 g) liefert ungefähr 4 ml Fettgewebe. Das Fettgewebe
(35 ml) wird mit einer Schere in kleine Stücke geschnitten und mit Inkubationsmedium
(50 ml) gewaschen. Die Mischung wird in das Vorratsgefäß einer
50 ml-Spritze geschüttet, an
die ein kleines Stück
eines abgeklemmten Schlauches anstelle einer Nadel befestigt ist.
Die wässrige
Phase lässt
man ablaufen. Ein zweiter Waschvorgang mit Inkubationsmedium wird
durch die Spritze durchgeleitet. Das Gewebe wird zu 50 ml Kollagenase-Lösung (Kollagenase
(90 mg), Rinderserum Albumin (BSA) (500 mg) und 0,1 M Kalziumchloridlösung (1
ml) im Inkubationsmedium (50 ml)) in einer 11-Flasche hinzugegeben.
Die Mischung wird in einer Umgebung von 37°C für ungefähr 60 Minuten bei einer Atmosphäre von 95%
Sauerstoff/5% Kohlendioxid geschüttelt,
um den Abbau des Gewebes zu bewirken. Die dispergierten Zellen werden durch
zwei Schichten Käseleinen
in einen 100 ml-Plastikbecher geschüttet. Die nicht abgebauten
Klumpen in dem Leinen werden 1 × mit
Inkubationsmedium (20 ml) gespült.
Die Zellen im Becher werden in 2 Plastikgefäßen für 30 Sekunden bei Raumtemperatur
und 300 rpm zentrifugiert. Die wässrige
Phase wird von unter der locker gepackten Phase von umherschwimmenden
Fettzellen angesaugt und verworfen. Die Adipozyten werden vorsichtig
in einen 250 ml-Plastikbecher geschüttet, der 100 ml der Spüllösung (1
g BSA pro 100 ml Inkubationsmedium) enthält. Nach vorsichtigem Rühren wird
der Zentrifugationsschritt wiederholt. Ein weiterer Waschvorgang
mit der Spüllösung folgt.
Die Zellen werden vereinigtt und ihr Volumen mit einem Messzylinder geschätzt. Die
Adipozyten werden in ihrem zweifachen Volumen an Assay-Puffer (Inkubationsmedium
(120 ml), BSA (1,2 g) und Brenztraubensäure (13 mg)) verdünnt.
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2. In Vitro
Lipolyse-Assay
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Das Assay wird in 20 ml Plastik-Szintillationsgefäßen durchgeführt und
das Gesamt-Assay-Volumen beträgt 4,2 ml.
Assay-Puffer (2,5 ml), verdünnte
Adipozyten (1,5 ml) und eine Lösung
der zu testenden Verbindung (12,3 μl) Adenosin-Agonist (12,3 μl; unterschiedliche
Konzentration) wird in einem umgebenden Schüttler für 15 Minuten inkubiert, anschließend wird
die Reaktion mit Noradrenalin-Lösung
(41,2 μl)
(10 nM, in einer Trägerlösung enthaltend
Wasser (100 ml), BSA (4 mg) und 0,1 M EDTA (20 μl)) und Adenosin-Deaminase (1 μg/ml, 41,2 μl) gestartet.
Nach 60 Minuten in der Schüttelmaschine
wird die Reaktion durch Platzieren der Gefäße auf Eis beendet. Der Inhalt
eines jeden Gefäßes wird
in ein 12 × 5
mm Glasgefäß überführt und
bei 8 bis 10°C
und 3600 rpm für
20 Minuten zentrifugiert. Die harte Lipidschicht wird durch Ansaugen
entfernt und die wässrige
Phase wird auf Glycerin geprüft
(400 μl
der Probe). Die positive Kontrolle wird in der Abwesenheit von Adenosin-Agonist
durchgeführt,
um die Substitution von Wasser anstelle der Lösung zu testen.
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Die antilipolytische Aktivität von Adenosin
wird durch Aktivieren des A1-Rezeptor-Subtyps herbeigeführt. Selektive
Agonisten des A2-Rezeptor-Subtyps, wie CGS
21680, zeigen keine antilipolytische Aktivität. Während gewisse A1-selektive
Agonisten nicht die gewünschte
antihypertensive Aktivität
haben könnten
und A2-Agonisten keine wirksamen antilipolytischen
Mittel sein könnten,
sind folglich Verbindungen der vorliegenden Erfindung, die gemischte
Agonisten sind, einzigartig geeignet, um effektiv beide Risikofaktoren,
die vorstehend hier diskutiert wurden, d. h. Hypertonie und Hyperlipidämie, zu
behandeln.
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Bei der Behandlung von Patienten,
die unter Hypertonie oder Herzmuskel-Ischämie leiden oder bei Patienten,
die eine kardioprotektive Therapie oder eine antilipolytische Therapie
benötigen,
können
die Verbindungen dieser Erfindung normalerweise oral oder parenteral
verabreicht werden. So wie hier verwendet, bezieht der Begriff „Patienten" Menschen und andere
Säugetiere
mit ein.
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Die Verbindungen dieser Erfindung,
vorzugsweise in Form eines Salzes, können zur Verabreichung in jedem
geeigneten Weg formuliert werden und die Erfindung schließt pharmazeutische
Zusammensetzungen, die wenigstens eine Verbindung gemäß der Erfindung
enthalten, mit ein, die der Verwendung in der Human- oder Veterinär-Medizin
angepasst sind. Solche Zusammensetzungen können in konventioneller Art
formuliert unter Verwendung eines oder mehrerer pharmazeutisch annehmbarer
Träger
oder Exzipienten sein. Geeignete Träger schließen Verdünner oder Füller, sterile wässrige Medien
und zahlreiche nicht-toxische organische Lösungsmittel mit ein. Die Zusammensetzungen
können
in Form von Tabletten, Kapseln, Pastillen, Zäpfchen, harten Süßigkeiten,
Puder, wässrigen
Suspensionen oder Lösungen,
injizierbaren Lösungen,
Elixieren, Sirup und dergleichen formuliert sein und können eines
oder mehrere Mittel enthalten, die aus der Gruppe einschließlich Süßstoffe,
Geschmacksverstärker,
Farbstoffe und Konservierungsstoffe ausgewählt wird, um eine pharmazeutisch
annehmbare Formulierung bereitzustellen.
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Die besonderen Träger und das Verhältnis der
Adenosin-Analoga zum Träger
werden durch die Löslichkeit
und die chemischen Eigenschaften der Verbindungen, die besondere
Art der Darreichung und der pharmazeutischen Standardpraxis bestimmt.
Zum Beispiel können
Exzipienten wie Laktose, Natriumcitrat, Kalziumcarbonat und Dikalziumphosphat
und zahlreiche Zerfallsprodukte wie Stärke, Alginsäure und gewisse Silikatkomplexe
zusammen mit Schmiermitteln wie Magnesiumstearat, Natriumlaurylsulfat
und Talk bei der Herstellung von Tabletten verwendet werden. Für eine Kapselform
sind Laktose und Polyethylenglykole mit hohem Molekulargewicht unter
den bevorzugten pharmazeutisch annehmbaren Trägern. Wo wässrige Suspensionen zur oralen
Verwendung formuliert werden, können
die Träger
emulgierende oder suspendierende Mittel sein. Verdünner wie
Ethanol, Propylenglykol, Glycerin und Chloroform und ihre Kombinationen
können
genauso wie andere Materialien verwendet werden.
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Zur parenteralen Darreichung können Lösungen oder
Suspensionen von diesen Verbindungen in Sesam oder Erdnussöl oder wässrigen
Propylenglykollösungen
sowie steriler wässriger
Lösungen
der löslichen pharmazeutisch
annehmbaren Salze, die hier beschrieben worden sind, verwendet werden.
Die Lösungen
der Salze von diesen Verbindungen sind besonders zur Darreichung
durch intramuskuläre
und subkutane Injektion geeignet. Die wässrigen Lösungen, einschließlich derjenigen
der Salze, die in reinem destillierten Wasser gelöst sind,
sind zur Darreichung durch intravenöse Injektion geeignet, vorausgesetzt,
dass ihr pH-Wert korrekt angepasst ist, und dass sie geeignet gepuffert,
mit genügend
Saline oder Glukose isotonisch gemacht und durch Erhitzung oder
Mikrofiltration sterilisiert sind.
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Die Dosierung, die zur Durchführung der
Verfahren dieser Erfindung verwendet wurde, ist diejenige, die das
Maximum an therapeutischer Antwort gewährt, bis Verbesserung erzielt
ist und danach der geringst wirksame Anteil, der Erleichterung bereitet.
Im Allgemeinen sind somit die Dosen diejenigen, die therapeutisch wirksam
in der Erniedrigung des Blutdrucks bei der Behandlung von Hypertonie,
in der Erhöhung
des koronaren Blutflusses bei der Behandlung von Herzmuskel-Ischämie, im
Erzeugen eines kardioprotektiven Effektes, d. h. die Verbesserung
einer ischämischen
Verletzung oder des Herzmuskelinfarkt-Ausmaßes infolge von Herzmuskel-Ischämie, oder
im Erzeugen eines antilipolytischen Effektes sind. Generell kann
die orale Dosis zwischen ungefähr
0,1 und ungefähr
100 (bevorzugt im Bereich von 1 bis 10 mg/kg) und die intravenöse Dosis ungefähr 0,01
bis ungefähr
10 mg/kg (bevorzugt im Bereich von 0,1 bis 5 mg/kg) sein, wobei
natürlich
zu bedenken ist, dass bei der Auswahl der geeigneten Dosis im jeweils
speziellen Fall das Gewicht des Patienten, der generelle Gesundheitszustand,
Alter und andere Faktoren, die die Antwort auf das Arzneimittel
beeinflussen können,
in Betracht gezogen werden müssen.
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Die Verbindungen der Erfindung können so
oft dargereicht werden, wie es nötig
ist, die gewünschte therapeutische
Antwort zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Manche Patienten können schneller
auf eine relativ große
oder kleine Dosis antworten und benötigen eine geringe oder keine
Aufrechterhaltung der Dosis. Andererseits können andere Patienten eine
fortgesetzte Dosierung von ungefähr
1x bis 4x am Tag erfordern in Abhängigkeit von den physiologischen
Bedürfnissen
des speziellen Patienten. Gewöhnlich
kann das Arzneimittel oral ungefähr
1 bis 4x am Tag verabreicht werden. Es wird angenommen, dass viele
Patienten nicht mehr als ungefähr
1 bis 2 Dosen täglich
benötigen
werden.
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Es wird auch angenommen, dass die
vorliegende Erfindung als eine injizierbare Form der Dosierung nützlich sein
würde,
die in einem Notfall einem Patienten verabreicht werden kann, der
an akuter Hypertonie oder Herzmuskel-Ischämie leidet oder ein Patient,
der Kardioprotektion oder antilipolytische Therapie benötigt. Solch
einer Behandlung kann eine intravenöse Infusion der aktiven Verbindung
nachfolgen und die Menge der in einen solchen Patienten infundierten
Verbindung sollte wirksam sein, um die gewünschte therapeutische Antwort
zu erreichen und aufrechtzuerhalten.