DE69685C - Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Riemenscheiben und anderen Rotationskörpern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Riemenscheiben und anderen Rotationskörpern

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DE69685C
DE69685C DENDAT69685D DE69685DA DE69685C DE 69685 C DE69685 C DE 69685C DE NDAT69685 D DENDAT69685 D DE NDAT69685D DE 69685D A DE69685D A DE 69685DA DE 69685 C DE69685 C DE 69685C
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DE
Germany
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plates
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT69685D
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English (en)
Original Assignee
H. KRAMER in Potsdam, Feldstrafse 41
Publication of DE69685C publication Critical patent/DE69685C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/22Moulds for peculiarly-shaped castings
    • B22C9/28Moulds for peculiarly-shaped castings for wheels, rolls, or rollers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei der bisherigen Methode, Riemenscheiben u. s. w. zu formen, wird entweder ein vollständiges Modell eingeformt oder es wird der Kranz nach der Schablone hergestellt, während das Speichenkreuz als Modell eingeformt wird, oder man stellt die Form für die Arme durch getrocknete Kernstücke her.
Das vorliegende Verfahren nebst den dazu gehörigen Vorrichtungen besteht darin, dafs für eine bestimmte Reihe von Scheibengröfsen nur zwei Mantelkastenhälften erforderlich sind, während besondere Kernkasten überhaupt nicht nothwendig sind, da der Kernkasten durch ein Stück Modell, welches nach der Arm zahl 4, 5, 6 u. s. w. Y4, Y6, Y6 u. s. w. der ganzen Scheibe beträgt und aus zwei unter dem betreffenden Centriwinkel ein für allemal zusammengepafster eiserner Wände gebildet wird und so ein Aufformen der Kernstücke und Verwendung derselben im grünen Zustande gestatten. Ein Heben der Kernstücke, sowie der fertig geformten Manteltheile ist nicht mehr nöthig. Es lassen sich auf diese Weise sowohl getheilte als auch Riemenscheiben mit Doppelarmsystem vom kleinsten bis zum gröfsten Durchmesser und in jeder Breite mit Leichtigkeit und mit grofser Genauigkeit herstellen.
Die zu diesem Verfahren nöthigen Vorrichtungen sind in den beiliegenden Zeichnungen in den Fig. 1 bis 14 dargestellt. Es stellen dabei Fig. ι bis 3 einen Apparat dar, welcher dazu dient, den Mantel für die Riemenscheiben herzustellen. Er besteht aus einer ebenen Platte A und einer dazu senkrechten Wand B. Letztere trägt einen cylindrischen Ansatz, in welchen die Spindel b mit Handrad b1 und der Spitze s senkrecht gelagert ist. Dieser Spitze gegenüber befindet sich in der Grundplatte A eine zweite Spitze s1, welche beiden Spitzen den Drehpunkt für den beweglichen Arm D abgeben, an welchem das Mantelmodellstück d befestigt wird. Zu einer bestimmten Reihe von Scheibengröfsen gehören nun zwei Mantelformkastenhälften, welche entweder die Höhe der Platte B haben oder auch niedriger sein können und dann bei breiten Scheiben in mehrfacher Anzahl über einander angewendet werden. Die Platten α dienen beim Aufformen des Mantels lediglich dazu, die Kastenhälften für den Mantel genau zu centriren, da sie am äufseren Rande abgedreht sind und an eine entsprechende Arbeitsleiste des Mantelkastens passen, andererseits aber wieder gegen die untere Spitze r1 angepafst sind. Aufserdem sind sie auch unter einander als Y4, Y5, Y6 einer Kreisfläche passend zusammengearbeitet. Die Eisenstäbe c sind in ihrer Längsrichtung verschiebbar und werden mittelst der Stellschrauben c1 so eingestellt, dafs sie das an dem Arm D sitzende Modellstück beinahe berühren. Dieselben dienen dazu, dem Sand in dem Mantelkasten den nöthigen Halt zu geben, so dafs er gleichsam wie auf einem Rost ruht.
Der Arm D kann nun nicht allein für den seiner gröfsten Länge entsprechenden Scheibendurchmesser verwendet werden, sondern es können mit demselben beliebig viele Scheibendurchmesser entsprechend den auf ihm angebrachten Körnerlöchern e e für die Spitzen s und s1 hergestellt werden, wobei das hintere unbenutzte Ende durch eine Aussparung in der Wand hindurchtritt und ein dem Durchmesser
entsprechendes Modell d angewendet werden mufs. Die Höhe dieses Modellstückes wird am besten gleich von vornherein für sämmtliche Scheibenbreiten passend gemacht.
In den Fig. 8, 9 und 10 ist die Vorrichtung dargestellt, welche dazu dient, die Kernstücke für das Armkreuz anzufertigen. Dieselbe besteht wiederum aus einer Grundplatte F und zwei aufrecht stehenden, unter einem der Armzahl der Scheibe entsprechenden Winkel zusammenstofsenden Wänden E. Dieselben schliefsen also für Scheiben mit vier Armen einen Winkel von 90 °, für Scheiben mit sechs Armen einen Winkel von 6o° u. s. w. ein. lieber diese senkrechten Wände EE auf der Grundplatte F frei verschiebbar steht eine Brücke G, welche an ihrem consolartig senkrecht nach unten gerichteten Fortsatz g das Modell M trägt. Das Kernstück wird nun auf dem zwischen die Wände E gebrachten und darin passenden Tellersectorstück α aufgestampft, wobei die bestimmte Lage des Modells zu den Wänden dadurch hergestellt wird, dafs die Brücke mittelst der Schrauben 1, 1 einstellbare Anschlagwinkel h und ebenfalls in dem Schlitz q verschiebbar die Drehbolzen für die Haken i trägt, welche letzteren um Stifte 3, 3 fassen, welche mittelst der Schlitze / in den Flantschen der Kastenwände E einstellbar sind. Diese Einrichtung ermöglicht es, in ganz kurzer Zeit, nachdem die Anschläge /2 einmal eingestellt sind, die Brücke aus ihrer Verbindung mit den Winkelwänden durch Fortziehen zu entfernen, den auf dem Sectorstück α stehenden fertigen Kern k, Fig. 4, herauszuziehen, eine neue Sectorplatte α einzuschieben und durch Zurückversetzen der Brücke in ihre alte Lage die Form für den Kern herzustellen.
In den Fig. 5 und 6 sind die Winkelwände E mit dem zwischen sie eingelegten Modell für eine doppelarmige Riemenscheibe zusammengestellt, während in den Fig. 8 bis 10 das Modell für eine schmale Riemenscheibe mit einem Armsystem dargestellt ist. Fig. 11 ist ein Verticalschnitt durch eine fertig zusammengesetzte Form für eine Riemenscheibe mit einfachem Armsystem und Fig. 12 der Grundrifs eines theilweisen Schnittes durch dieselbe Form mit vom Kern etwas abgezogener Mantelform. Es ist daraus zu ersehen, wie bei dieser vierarmigen Scheibe die vier Kernwinkel auf ihren Sectorstücken α sich zum Ganzen zusammenfügen und vom Mantel umschlossen und zusammengehalten werden.
In den Fig. 13 und 14 endlich ist die Form für eine vierarmige, getheilte Riemenscheibe zur Anschauung gebracht, und zwar ist erstere wieder ein Verticalschnitt, letztere ein Grundrifs. Es wird hierbei die Scheibe gleich aus zwei Hälften, welche später durch Hobeln auf einander zu passen sind, hergestellt. Zu diesem Zwecke werden die beiden Kernformhälften durch Kernstücke ο aus einander gehalten, während Zwischenstücke ρ von derselben Dicke wie diese Kernstücke zwischen die Mantelkästen C gebracht werden.
Das Verfahren beim Herstellen einer Scheibe ist dabei folgendes:
Es wird zunächst der Arm D auf den genauen Scheibendurchmesser eingestellt, nachdem auf ihm das Mantelmodellstück d befestigt worden ist, darauf werden die Sectorstücke a auf der Grundplatte A zusammengeschoben, so dafs sie sich gegen die untere Körnerspitze anlegen. Hierauf wird der Mantelkasten C dagegen geschoben und mit der verticalen Wand B durch Schrauben verbunden. Nachdem nun die Stäbe c eingestellt sind, wird die eine Hälfte des Mantels stückweise zwischen C und d aufgestampft. Die andere Hälfte des Mantels wird in gleicher Weise hergestellt. Der Kern wird nun in so viel Stücken, als die Scheibe Arme haben soll, mittelst der in Fig. 7 bis ι ο dargestellten Vorrichtung auf den Sectorstücken a hergestellt, und nachdem die Kernstücke zusammengefügt sind, wird der Mantel um dieselben herumgeschoben und durch Schrauben

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche-:
    ι. Verfahren zum Formen von Riemenscheiben und anderen Rotationskörpern, gekennzeichnet dadurch, dafs der Armzahl entsprechende sectorförmige Platten (a) auf eine horizontale Grundplatte (A) gelegt werden, wonach:
    a) der halbcylinderförmige Mantelformkasten (C) um die Platten (a) gesetzt wird, um (C) um die Drehachse des Modellträgers herum beim Aufstampfen zu centriren,
    b) die sectorförmigen Kernstücke sowohl auf den Platten (a) geformt als auch während des Gusses von denselben unterstützt werden und
    c) die beiden Mantelkastenhälften mit der Mantelform um die zum Ganzen zusammengeschobenen Kernsectorstücke herum auf die gemeinsame Grundplatte (A) gestellt werden, wobei durch die Platten (a) eine Centrirung derselben erfolgt.
  2. 2. Bei dem Formverfahren nach Anspruch 1. die Herstellung der Mantelform aus zwei Hälften zwischen der Wand des halbcylindrischen Formkastens und einem drehbaren Modellstück in der Weise, dafs der Sand im Formkasten von einem aus einstellbaren Stäben hergestellten Rost getragen wird.
  3. 3. Eine Vorrichtung zur Herstellung der Mantelform nach dem unter 1. beanspruchten Verfahren, bestehend aus: -
    a) einer mit einer mittleren Durchbrechung versehenen senkrechten Wand (B), welche auf einer horizontalen Grundplatte (A) steht und Muttergewinde für eine durch Handrad (b'J einstellbare, eine Körnerspitze (s) tragende Spindel (b) enthält;
    b) einem armartigen, auf beliebigen Radius einstellbaren Modellträ'ger (D), welcher zwischen der beweglichen, von der Spindel getragenen und einer senkrecht unter ihr in der Grundplatte gelagerten Körnerspitze gehalten wird und um die durch die Spitzen fixirte, in die Ebene der senkrechten Wand fallende Achse drehbar ist, und
    c) beliebig vielen sectorförmigen Platten (a), welche zur Centrirung des Mantelkastens als Bodentheile der Kernstücke und zur Centrirung der fertigen Mantelfor.m um die zusammengeschobenen Kernstücke dienen.
    Eine Vorrichtung zur Herstellung der sectorförmigen Kernstücke, bestehend aus einem auf einer ebenen Grundplatte verschiebbaren, brückenartigen Modellträ'ger von so grofser lichter Breite und Höhe, dafs unter ihm die gröfste Ausdehnung des Kernformkastens Platz findet und welcher, mittelst einstellbarer Anschläge und Verbindungstheile mit dem Kasten vereinigt werden kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69685D Verfahren und Vorrichtung zum Formen von Riemenscheiben und anderen Rotationskörpern Expired - Lifetime DE69685C (de)

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