DE69556C - Hahnsteuerung für direct wirkende Pumpen - Google Patents
Hahnsteuerung für direct wirkende PumpenInfo
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- F01L21/04—Valves arranged in or on piston or piston-rod
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft Abänderungen der durch das Patent Nr. 53094 gekennzeichneten
Hahnsteuerung.
Bei dieser sind auf der von zwei Lagern getragenen Welle W aufser den festen Hebeln H
und E auch noch die Steuerscheibe B, sowie der gegabelte Hebel U beide frei drehbar angeordnet.
Diese Construction hat jedoch nach Angabe des Erfinders mehrere sehr grofse Nachtheile.
Abgesehen davon, dafs durch dieselbe die Welle W sehr verschieden und ungünstig
beansprucht wird, verursachen die sich bewegenden Theile grofse Reibung und haben
bei ihrer Bewegung eine entsprechend grofse Reibung zu überwinden.
Dieser Uebelstand macht sich besonders bei der Bewegung des Hebels H mit dem Gewicht
Q sehr fühlbar. Dieser Hebel dient bekanntlich dazu, mittelst des kleinen Hebels E
die Umsteuerung zu bewirken.
Um diese Arbeit aber in der richtigen Weise, also möglichst schnell und unbedingt sicher
ausführen zu können, ist es erforderlich, dafs derselbe in keiner Weise weder durch die Bewegung
der übrigen Maschinentheile, noch durch grofse Reibung in seiner Lagerung an der leichten Bewegung beim freien Fall behindert
wird. Dies ist jedoch bei der im Haupt-Patent beschriebenen Construction nicht der
Fall, so dafs es bei den nach dieser Construction ausgeführten Pumpen, nicht selten vorkommt,
dafs der Hebel H mit dem Gewicht Q diese Reibung zugleich mit der bei der Umsteuerung
zu leistenden Arbeit nicht überwinden kann, so dafs die Pumpen gelegentlich versagen,
was besonders bei schlechter, ungenügender Schmierung und Reinigung sehr bald eintritt.
Diesen Uebelstand gänzlich zu beseisigen ist der Zweck vorliegender Construction. Bei derselben
ist die Welle W fast völlig entlastet, so dafs dieselbe nur geringe Reibung bei ihrer
Drehung zu überwinden hat. Ferner ist dafür gesorgt, dafs der Hebel H, welcher mit dem
Gewicht Q schon einen bestimmten Weg zurückgelegt hat, also eine gewisse Strecke
völlig 'frei gefallen ist, und damit schon eine bedeutende lebendige Kraft besitzt, ehe er auf
die Umsteuerung wirkt, bei diesem freien Fall weder durch grofse Reibung, noch durch die
Mitnahme einzelner Maschinentheile auch nur. im geringsten behindert wird.
Durch die Entlastung der Welle W, besonders aber dadurch, dafs nur der Gewichtshebel H und die Steuerscheibe B an der
Welle W festsitzen und diese letztere sonst nicht im geringsten belastet oder beansprucht
wird, erreicht man, dafs der Hebel H die Umsteuerung bedeutend schneller wie früher und
dabei sicher ausführt, so dafs ein unbeabsichtigtes Stehenbleiben der Maschine ausgeschlossen
ist.
In der beiliegenden Zeichnung ist der neue Umsteuerungsmechanismus dargestellt, und zwar
veranschaulicht:
Fig. ι einen Querschnitt durch denselben.
Fig. 2 zeigt denselben in einer Seitenansicht, und zwar in dem Augenblick, wo der Hebel H
durch den gegabelten Hebel U in die Höhe gehoben wird.
Fig. 3 zeigt den Mechanismus in dem Augenblick, wo der Hebel H auf der anderen Seite
wieder niederfällt, und
Fig. 4 stellt endlich den Steuerungsmechanismus in dem Augenblick dar, wo der Hebel H
niedergefallen, also die Umsteuerung erfolgt ist und die Maschine den Rückgang beginnt.
Wie bei dem Haupt-Patent ist die Welle W in zwei Lagern gelagert, von denen das eine
gleichzeitig als Träger für eine später zu beschreibende Bremsvorrichtung dient. Die
Welle W trägt bei der neuen Construction aber nichts weiter als den Hebel H mit dem
Gewicht Q und die Umsteuerungsscheibe B. Der gegabelte Hebel U, an dem die Kolbenstange
mittelst der Zapfen Z des Steines S angreift, ist auf einer besonderen hohlen Welle W1
angeordnet, welche von den Lagern N getragen wird. Es ist hierbei gleichgültig, ob die Welle W1
an den Lagern N festsitzt und sich der.Hebel U
auf ihr bewegt, oder ob sie an dem Hebel U festsitzt und sich in den Lagern N dreht. Der
hauptsächlichste Unterschied gegenüber dem Haupt-Patent besteht nur darin, dafs sich jetzt
der Hebel U frei bewegt und dafs er auf einer besonderen Welle VF1 sitzt, während er früher
an der Welle W befestigt war.
Durch die Höhlung der Welle W1 geht die Welle W frei hindurch, so dafs sie durch die
Bewegung des gegabelten Hebels U nicht beeinflufst wird.
Eine weitere Abweichung der neuen Construction gegenüber derjenigen des Haupt-Patentes
liegt darin, dafs die Steuerstange G nicht mehr fest mit der Umsteuerungsscheibe B
verbunden ist und letztere auch nicht' mehr lose, sondern fest auf der Welle W sitzt.
Durch diese Einrichtung wird erreicht, dafs der Angriff des Hebels H mit dem Gewicht G
an dem Umsteuerungsmechanismus erst auf dem letzten Theil seiner Bewegung erfolgt,
während er die übrige Zeit völlig frei, und ohne sonstige Maschinentheile mitschleppen zu
müssen, fallen kann. Die Scheibe B trägt die beiden Haken B1, welche in bestimmtem Abstande
einander gegenüber und neben den Haken E des Gabelhebels U angeordnet sind,
um mit diesen gemeinsam die Umsteuerung der Pumpe durch die an der Steuerstange G
angeordneten Zapfen G zu bewirken, an welchen die Haken E nach einander angreifen.
. Die Wirkungsweise der einzelnen Mechanismen der neuen Construction der Steuerung ist
nun folgende:
Beim Vorgang der mit dem Kolben verbundenen gemeinsamen Kolbenstange K wird
durch den Stein S mittelst Zapfen Z der gegabelte Hebel U vorwärts bewegt.
Bei dieser Bewegung nimmt einer der Ansätze vv1, wie bei dem Haupt-Patent, den
Hebel H mit dem Gewicht Q mit und bringt ihn dabei bis in die senkrechte Lage. Zugleich
wird aber auch, nachdem der Kolben bereits ein bestimmtes Stück des Weges zurückgelegt
hat, durch einen der auf der anderen Seite des Gabelhebels U angebrachten Haken E die
Steuerstange G eine Strecke weit mitgenommen und somit die Umsteuerung bereits durch die
Maschine selbst eingeleitet.
Diese Vorbewegung des Steuerhebels wird bei solchen Pumpen, welche durch Dampf oder
sonstige Gase betrieben werden, vortheilhaft bis zum Abschlufs der Einströmungskanäle getrieben,
so dafs die Maschine alsdann mit Expansion arbeitet.
Hat sich nun der Gabelhebel U so weit gedreht, dafs der Gewichtshebel H Q. durch die
Nase ν oder v1 über die senkrechte Lage gebracht
ist, so fällt er unbehindert nach der anderen Seite um. Bei diesem Fall nimmt der
Gewichtshebel H Q, da er mit der Welle W fest verbunden ist, mittelst der ebenfalls auf
Welle W befestigten Umsteuerungsscheibe jB durch die Haken B1 die Steuerstange G mit
und vollendet somit die Umsteuerung, welche durch einen der Haken E eingeleitet wurde.
Da der Hebel H mit dem Gewicht Q. zuerst
vollständig frei fällt, weil der Angriff der Haken -B1 an den Zapfen G1 der Steuerung G
wegen des durch die Haken E erfolgten Vorschubes der Steuerstange erst nach einer bestimmten
Drehung erfolgt und die zu überwindende Reibung durch die vollständige Entlastung
der Welle W von den übrigen Steuerungsmechanismen sehr gering ist, so vollzieht
auch nach Angabe des Erfinders der Hebel H wegen der Geschwindigkeit und lebendigen
Kraft, welche er besitzt, ehe er mit der Umsteuerung in Verbindung tritt, die Umsteuerung
auch dann, wenn die Schmierung der Pumpen vernachlässigt wird oder letztere lange Zeit
stillgestanden hat. Es ist also durch die Anordnung und Verbindung des Umsteuerungshebels mit den Umsteuerungsmechanismen, sowie
dadurch, dafs die letzteren durch Anordnung auf verschiedenen Wellen von einander
unabhängig gemacht sind, erreicht, dafs die Umsteuerung erfolgt und daher ein unbeabsichtigtes
Stehenbleiben der Pumpen völlig ausgeschlossen ist.
Um die oben beschriebene, sowie die durch das Haupt-Patent gekennzeichnete Maschine
selbsttätig auszuschalten, sobald in der Druck-. leitung der Pumpe der gewünschte Druck vorhanden
ist, und um dieselbe auch wieder selbstthätig einzuschalten, sobald dieser auf ein bestimmtes
Minimum gesunken ist, dient eine schon früher erwähnte Bremsvorrichtung für den Hebel H. Die in dem Haupt-Patent demselben
Zweck dienende Vorrichtung hat sich in der Praxis als unvortheilhaft erwiesen, indem
es vorkam, dafs der daselbst angewendete Hebel- und Klinkenmechanismus von der Maschine
zerstört wurde, da er oft erst einklinkte, wenn die Maschine schon zum Theil umgesteuert
war.
Diesem Uebelstande soll durch die neue Bremsvorrichtung abgeholfen werden. Dieselbe
besteht (Fig. i) aus einer in dem Gehäuse fl
sitzenden Membran f. Auf derselben sitzt ein Stift t, welcher aus dem Gehäuse f1 herausragt und gegen den Hebel w stöfst. Der Stift t
kann gleichzeitig auch als Führung für die Membran f dienen, zu welchem Zweck er sich
alsdann mit seinem unteren Ende in einer entsprechenden Bohrung des Gehäuses/1 bewegt.
Der Hebel n>, welcher durch das Gewicht w'1
in jpl drehbar und besitzt ferner
3 beweglich angebrachten Bremsbelastet ist, ist
noch den in jj'
schuh n>\
noch den in jj'
schuh n>\
Mit diesem Bremsschuh η>λ legt sich der
Hebel w gegen'einen der seitlichen Ansätze H1
des Hebels H und hält diesen fest, sobald in der Druckleitung der Pumpe, welche durch
eine Abzweigung J mit dem Raum f1 unter
der Membran f in Verbindung steht, der gewünschte höchste Druck erreicht ist. Sobald
jedoch dieser Druck wieder sinkt, wird der Hebel H durch den Rückgang des Bremsschuhes
n>1 wieder frei, er fällt nieder und die
Maschine setzt sich wieder in Bewegung.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Hahnsteuerung für direct wirkende Pumpen der durch Anspruch ι a. des Patentes Nr. 53094 geschützten Art, gekennzeichnet durch die Anordnung des gegabelten Hebels (U) auf einer besonderen hohlen Welle (W1), durch deren Höhlung die nur den Gewichtshebel (H Q), sowie die Steuerscheibe (B) tragende Welle (W) frei beweglich hindurchgeht, und ferner durch den Ersatz der losen Steuerscheibe (B) des Haupt-Patentes durch eine auf der Welle (W) sitzende Scheibe (B), welche jedoch mit der Umsteuerungsstange (G) nicht fest verbunden ist, sondern an derselben erst angreift, wenn die Umsteuerung bereits durch den gegabelten Hebel (U) mittelst der beiden in gleicher Weise wie die Haken (B) angeordneten Haken (E) einen Theil des Weges zurückgelegt hat.
- 2. Hahnsteuerung für direct wirkende Pumpen der durch Anspruch 1 a.. des Patentes Nr. 53094 geschützten Art mit einer Abänderung der in Anspruch 2. des Haupt-Patentes Nr. 53094 geschützten Bremsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs die Membran (f) (welche zur Vergröfserung ihres Hubes vortheilhaft die in der Zeichnung dargestellte Form hat) mittelst des Stiftes (t) einen mit einem beweglich angelenkten Bremsschuh (η>λ) versehenen Hebel (w) bewegt, der sich bei Erreichung des Druckmaximums in der Pumpleitung gegen seitliche Ansätze (H1) des Hebels (H) legt und diesen hierdurch festhält.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE69556C true DE69556C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=343013
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT69556D Expired DE69556C (de) | Hahnsteuerung für direct wirkende Pumpen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE69556C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1021871B (de) * | 1954-05-31 | 1958-01-02 | Fred Ninnelt Dr Ing | Kippgewichtseinrichtung zur Ausuebung des Verfahrens zur automatischen Fuellungsbegrenzung bei der Ab- oder Umfuellung von verdichteten, verfluessigten oder unter Druckgeloesten Gasen |
-
0
- DE DENDAT69556D patent/DE69556C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1021871B (de) * | 1954-05-31 | 1958-01-02 | Fred Ninnelt Dr Ing | Kippgewichtseinrichtung zur Ausuebung des Verfahrens zur automatischen Fuellungsbegrenzung bei der Ab- oder Umfuellung von verdichteten, verfluessigten oder unter Druckgeloesten Gasen |
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