DE69491C - Verfahren zur Herstellung von Alkaliphosphäten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkaliphosphäten

Info

Publication number
DE69491C
DE69491C DENDAT69491D DE69491DA DE69491C DE 69491 C DE69491 C DE 69491C DE NDAT69491 D DENDAT69491 D DE NDAT69491D DE 69491D A DE69491D A DE 69491DA DE 69491 C DE69491 C DE 69491C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
phosphate
phosphoric acid
production
solution
alkali phosphates
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT69491D
Other languages
English (en)
Original Assignee
Firma H. & E. albert in Biebrich a. Rhein
Publication of DE69491C publication Critical patent/DE69491C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B7/00Fertilisers based essentially on alkali or ammonium orthophosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
ΡΑΤΕΝΤΑΜΤΛΓ4
Für die Darstellung von Alkaliphosphaten, namentlich von phosphorsaurem Kali sind bisher zwei Wege.eingeschlagen worden.
Nach dem einen von den Erfindern beschrittenen Wege wurde das Phosphat durch Sättigen von Potasche mit syrupförmiger Phosphorsäure dargestellt, war aber, um gröfsere Verbreitung zu finden, zu theuer.
Nach dem anderen, von der Firma Müller, Packard & Co. eingeschlagenen Wege wurde Kaliumsulfat mit Phosphorsäure behandelt, allein das gewonnene Product genügte wegen seines Schwefelsäuregehaltes von 30 pCt. den Ansprüchen der Landwirtschaft nicht.
Es ist auch schon versucht worden, Alkalisulfat mittelst einer sauren Lösung von Calciumphosphat zu zersetzen, wobei der Kalk die Schwefelsäure an sich zog. Allein dieses Verfahren war fabrikatorisch nicht durchführbar, da sich der Gyps krystallinisch in aufserordentlich voluminöser Form ausschied, derart, dafs oft die ganze Flüssigkeit, wenn man nicht sehr verdünnt arbeitet, breiförmig erstarrt, eine Erscheinung , welche wegen der schwierigen Trennung der Lösung von dem Gyps ein Arbeiten im Grofsen unmöglich bezw. unrentabel macht; denn sie bedingt ein höchst langwieriges und umständliches Auswaschen, und die gewonnenen verdünnten Laugen verursachen theils durch ihre grofse Wassermengen , theils durch die lästigen Gypsinkrustationen, welche alle Theile der Verdampfeinrichtungen überziehen und wärmeundurchlässig machen, überaus hohe Verdampfungskosten.
Dieses Verfahren ist denn auch niemals praktisch zur Ausübung gelangt.
Das Verfahren, welches den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, hat vor den obigen Methoden den .grofsen Vortheil, dafs der Gyps in einer Form niedergeschlagen wird, welcher dessen Trennung von recht concentrirter Phosphatlösung ohne Schwierigkeit bewirken läfst.
Es wurde nämlich gefunden, dafs man den Kalk, welcher die auftretende Schwefelsäure binden soll, nicht in gelöster Form zur Anwendung bringen darf, wie dies geschieht, wenn man ihn in Form von saurem Calciumphosphat verwendet; denn dann tritt später der Gyps in der lästigen krystallinischen Form auf. Ist dagegen der Kalk in unlöslicher Form, nämlich als Carbonat zugegen, so findet eine krystallinische Ausscheidung von Gyps nichtstatt, dieser bildet sich vielmehr in Form eines feinkörnigen Niederschlages, über welchem dann die klare Lösung steht und leicht abgegossen oder abfiltrirt werden kann.
Das Verfahren ist folgendes:
In einem mit Rührvorrichtung versehenen ausgebleiten Behälter wird ein abgemessenes Volumen Phosphorsäurelösung von bekanntem Gehalt eingegossen und darin das entsprechende Quantum Kalium- bezw. Ammonium- oder Natriumsulfat gelöst und dabei unter fortwährendem Rühren — Erhitzen ist nicht nothwendig —■ das Calciumcarbonat seiner berechneten Menge nach in fein gemahlenem Zustand hinzugegeben. Sobald die Umsetzung vor sich gegangen ist, wird die Phosphatlösung durch
Filterpressen, Centrifugen oder dergleichen vom Rückstand (Gyps) getrennt und bis zur Breiconsistenz eingedampft. Durch nachfolgendes Trocknen bekommt man das Salz trocken und hart. Dasselbe läfst sich leicht durch Desintegratoren oder dergleichen pulvern.
Anstatt der reinen Kreide kann man vortheilhaft. ein kreidehaltiges Phosphat verwenden, wie solches unter dem Namen craie grise in Nordfrankreich, Belgien u. a. O. massenhaft vorkommt und, da die darin enthaltene Phosphorsäure wegen des hohen Kalkgehaltes kaum verwerthet werden kann, zu sehr billigen Preisen zu haben ist. Da die Kreide dieses Phosphats durch den Procefs in Gyps umgewandelt wird und seine unlösliche Phosphorsäure nunmehr ohne gröfseren Schwefelsäureaufwand als gewöhnlich .aufgeschlossen werden kann, so wird dasselbe in einer werthvolleren Form zurückgewonnen und ergiebt, ohne dafs es von dem noch mechanisch anhaftenden Alkaliphosphat durch Auswaschen befreit zu werden braucht, ein gutes Material für die Fabrikation von Kali- bezw. Ammoniaksuperphosphaten, oder aber es dient zur Darstellung der für das vorliegende Verfahren nöthigen Phosphorsäure durch Auslaugen mit Schwefelsäure, in welchem Falle also die kleinen Mengen anhängenden Alkaliphosphats wieder in den Procefs zurückgeführt werden. Gleiches gilt von den geringen Mengen Phosphorsäure, welche sich infolge vorhandener Eisen- und Thonerdeverbindungen mit diesen unlöslich ausscheiden und deswegen mit in den Rückstand gelangen. Darin, dafs auf die angegebene Weise jedes Auswaschen und Eindampfen der Waschwasser umgangen wird, ohne dafs ein Substanzverlust stattfindet, liegt ein grofser Vortheil bei der Verwendung jenes kreidehaltigen Phosphats.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Bei der Darstellung von Alkaliphosphaten durch Einwirkung von. Phosphorsäure auf Alkalisulfat in Gegenwart von Kalk die Verwendung des letzteren in unlöslicher Form (sei es allgemein als Calciumcarbonat, sei es als kreidehaltiges Phosphat), zum Zwecke der Ausscheidung des Gypses in Form einer das Abfiltriren der Phosphatlösung leicht ermöglichenden Form.
DENDAT69491D Verfahren zur Herstellung von Alkaliphosphäten Expired - Lifetime DE69491C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE69491C true DE69491C (de)

Family

ID=342950

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT69491D Expired - Lifetime DE69491C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkaliphosphäten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE69491C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE662211C (de) Herstellung von Phosphorsaeure
DE1567516B2 (de) Kontinuierliches verfahren zur herstellung von phosphorsaeure
DE1910005A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von N.P.- bzw. N.P.K.-Duengemitteln
DE2605106A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur gewinnung von alkoholischen phosphorsaeureloesungen aus sauren phosphaten
EP0396043B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliummagnesiumphosphat
DE69491C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkaliphosphäten
DE648981C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkalilaugen oder Alkalisalzen durch Zersetzung von Alkaliamalgam
DE1902738B2 (de) Verfahren zur herstellung von kaliumsulfat und/oder syngenit
DE1567745B1 (de) Verfahren zur herstellung von natrium kalium polyphosphaten
DE2712774A1 (de) Verfahren zum einengen und trocknen
EP3577080A1 (de) Verfahren zum abtrennen von magnesium-ammonium-phosphat aus faulschlamm einer kläranlage sowie vorrichtung hierfür
DE1131193B (de) Verfahren zum Einengen und Entsalzen verduennter, salzhaltiger Schwefelsaeure
DE281012C (de)
DE2000709C2 (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinen Stoffen
DE631234C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln
DE715906C (de) Verfahren zur Herstellung von Kaliumsulfat aus Syngenit
DE2237711A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphorsaeure
DE971182C (de) Verfahren zur Herstellung von phosphorsauren Salzen
AT239762B (de) Kontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Diammoniumphosphat
DE1817104C (de) Verfahren zur Herstellung von Mehr nahrstoffdungemitteln
DE574743C (de) Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels
DE669865C (de) Verfahren zur Herstellung von magnesiumhaltigen Phosphatmischduengern
DE93944C (de)
AT281757B (de) Verfahren zur entfluorierung von phosphorgips, der bei der erzeugung von phosphorsaeure nach dem naszverfahren anfaellt
DE304400C (de)