DE69313C - Sicherheitsverschlufs an Grubenlampen - Google Patents

Sicherheitsverschlufs an Grubenlampen

Info

Publication number
DE69313C
DE69313C DENDAT69313D DE69313DA DE69313C DE 69313 C DE69313 C DE 69313C DE NDAT69313 D DENDAT69313 D DE NDAT69313D DE 69313D A DE69313D A DE 69313DA DE 69313 C DE69313 C DE 69313C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lamp
spiral
extinguished
locking plate
bolt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT69313D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. HÖING, Kgl. Bahnmeister, und F. SCHMITZ in Altendorf, Rheinland
Publication of DE69313C publication Critical patent/DE69313C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21LLIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF, BEING PORTABLE OR SPECIALLY ADAPTED FOR TRANSPORTATION
    • F21L23/00Non-electric hand-lamps for miners

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Für Grubenlampen giebt es bekanntlich schon Sicherheitsverschlüsse, damit die Lampen während ihrer Benutzung in den Bergwerken nicht geöffnet werden können. Es gelangt hier ein solcher Verschlufs zur Darstellung, dem der Gedanke zu Grunde liegt, die Lampe gleich nach dem Anzünden nicht mehr öffnen zu können und nach dem Auslöschen derselben mindestens eine halbe Stunde warten zu müssen, bis sie geöffnet werden kann. Die Verschlufseinrichtung selbst liegt versteckt, so dafs die selbstthätig in die Schliefslage gebrachte Einrichtung ohne sichtbare Beschädigung der Lampe nicht wieder geöffnet werden kann, so lange die Lampe brennt.
An Stelle des gewöhnlichen oberen Blechringes, welcher mit dem unteren Oelbehälter durch eingenietete Stangen α verbunden ist, tritt der aus Messing getriebene ringförmige Hohlkörper b. In diesem liegt ein gebogenes Messingrohr c, welches etwa zu 2/3 seines Inhaltes mit Quecksilber gefüllt ist. In dem vom Quecksilber freigelassenen Theil. liegt eine Kolbenstange d, deren Kolben durch eine Feder e gegen das Quecksilber gedrückt wird. Das aus dem Rohr herausragende Ende der Kolbenstange ist mit einem Riegel f verbunden, welcher innerhalb des Hohlringes b verschiebbar gelagert ist.
Eine der Stangen a, welche den oberen Hohlring mit dem über den Rand des Oelgefäfses aufgeschraubten Ring g verbindet, ist ausgebohrt und durch sie eine Stange h gesteckt, deren unteres Ende in ein im oberen Rand des Oelbehälters eingebohrtes Loch hineinragt, So lange die Stange nicht aus diesem Loch hervorgezogen ist, kann eine Abschraubung des Ringes g vom Oelbehälter und Abhebung des Glases i vom Brenner nicht erfolgen. Das Hervorziehen ist aber nur dann möglich, wenn die Stange vom Riegel f nicht festgehalten wird, kann also im brennenden Zustande der Lampe nicht erfolgen, weil durch die entwickelte Wärme das Quecksilber sich ausgedehnt und mittelst der Kolbenstange d den Riegel f in eine Auskerbung der Stange h geschoben hat (Fig. 2). Es ist also ein Oeffhen der Lampe erst möglich nach Auslöschen der Flamme und vollständigem Erkalten der Quecksilberröhre. Um das letztere zu verzögern, ist die Röhre mit Chamottemasse umgeben, welche die Wärme lange festhält.
Anstatt der vorbeschriebenen Einrichtung kann auch die in Fig. 5 und 6 dargestellte benutzt werden. An Stelle des ringförmigen Hohlkörpers b mit eingebettetem Messingrohr c und Kolbenstange d befindet sich in der Decke der Lampe ein Hohlraum b1, welcher in die hohle Stange α hinabführt. Diese ist zwischen Oelbehälterring g und Lampendecke eingesetzt und enthält die Stange h, welche im nicht brennenden Zustande der Lampe so weit von einer Feder ^> angehoben wird, dafs ihr unteres, im Ring g sitzendes Ende aus der Bohrung der Oelbehälterwand herausgetreten ist. Man kann in diesem Zustande den oberen Lampentheil mittelst des Ringes g vom Oelbehälter abschrauben, den Lampendocht anzünden und die Lampentheile wieder zusammenschrauben. Durch die aufsteigende Hitze dehnt sich dann das Quecksilber im Raum b1 sehr schnell aus und schiebt die Stange h dem Federdruck ent-

Claims (1)

  1. gegen in die Oelbehälterbohrung hinein. Hiermit ist der Verschlufs der Lampe hergestellt, welcher erst wieder nach erfolgter Löschung der Lampe und nachdem das Quecksilber auf sein normales Volumen zurückgegangen ist, selbstthätig durch die Feder ρ geöffnet wird.
    Eine weitere Ausführungsform der gekennzeichneten Einrichtung stellen Fig. 7 und 8 dar.
    Unterhalb der oberen Gestellplatte der Lampe ist ein rundes Blechgehäuse befestigt, in welchem eine aus zwei zusammengelötheten Metallstreifen (Zink und Eisen) hergestellte Spirale c1 liegt, welche die Eigenschaft besitzt, sich bei Einwirkung von Wärme etwas aufzurollen, indem das an der Innenseite der Umwindungen liegende Zink sich stärker ausdehnt als das an der Aufsenseite liegende Eisen. Das innere Spiralende ist fest mit einem in den Boden des Blechgehäuses eingenieteten Zapfen verbunden, auf \velchem oberhalb der Spirale eine Riegelplatte/1 drehbar angebracht ist. Das andere Ende der Riegelplatte ist mit dem äufseren Spiralende verbunden, so dafs die Riegelplatte sowohl durch eine Aufrollung als auch durch eine Zusammenziehung der Spirale um den Mittelzapfen gedreht wird.
    Die vorhin in ihrer Wirkungsweise mit Lampenring g und -Untersatz bereits erklärte Riegelstange h hat auch hier, wie in Fig. 1 und 2, einen· Einschnitt, in welchen die Riegelplatte fl durch die erwärmte und sich aufrollende Spirale hineingeführt wird, wenn die Stange h den Schraubenring g mit dem Lampenuntertheil verbindet. Erst längere Zeit nach dem Auslöschen der Lampe hat sich die Spirale wieder um so viel zusammengezogen, dafs der Riegel fl aus dem Einschnitt der Stange h geführt ist und diese aus dem Loch des Lampenuntertheiles herausgezogen werden kann.
    Um das Erkalten der Spirale nach dem Auslöschen zu verzögern, ist in dem oberen Theil des Gehäuses Chamottemasse angebracht, welche von der Spirale durch eine Blechplatte getrennt ist. Der Sicherheitsverschlufs tritt bereits einige Minuten nach dem Anzünden der Lampe ein, wogegen das Lösen desselben sich bis zu drei Viertelstunden verzögert.
    Patenτ-Anspruch:
    Ein Sicherheitsverschlufs für Grubenlampen, dadurch gekennzeichnet, dafs infolge der Wärme der brennenden Lampe ein sich ausdehnender Körper einen Riegel verschiebt, welcher den Brennerraum verschliefst, und dafs infolge Abkühlung der ausgelöschten Lampe der Körper sich wieder zusammenzieht und der Riegelverschlufs wieder gelöst werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69313D Sicherheitsverschlufs an Grubenlampen Expired - Lifetime DE69313C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE69313C true DE69313C (de)

Family

ID=342786

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT69313D Expired - Lifetime DE69313C (de) Sicherheitsverschlufs an Grubenlampen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE69313C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1453908C3 (de) Verschlußführung für eine Feuerwaffe
DE2535723A1 (de) Schusswaffenschloss
DE69313C (de) Sicherheitsverschlufs an Grubenlampen
DE2250650A1 (de) Sicherheitsvorrichtung fuer schusswaffen
DE2031940A1 (de) Sicherheitsvorrichtung fur Handgranaten
DE22527C (de)
DE635214C (de) Am Stossboden der Kammer anliegendes, zusaetzliches Verschlussstueck fuer Mehrlader mit Zylinderverschluss
DE703942C (de) Selbsttaetige Feuerwaffe mit festem Lauf und schwingendem Verschluss
DE48096C (de) Mehrladegewehr mit Cylinderverschlufs und unter demselben liegenden auswechselbaren Kastenmagazin
AT51301B (de) Zereisen-Feuerzeug.
DE275265C (de)
DE74162C (de) Patronenheber für Kastenmagazine mit zwei Reihen Patronen
DE196316C (de)
DE155771C (de)
DE128333C (de)
AT61552B (de) Selbstladehandfeuerwaffe.
DE32741C (de) Cylinderverschlufs für Hinterladegewehre
DE210638C (de)
DE216005C (de)
DE49376C (de) Vorrichtung zum Anzünden von Bergwerkslampen
DE49079C (de) Hebevorrichtung für die Brennergallerie von Lampen
DE183353C (de)
DE224813C (de)
DE13481C (de) Vorrichtung zur Verhütung des unbefugten Oeffnens der Wetterlampen sowie zur Erstickung des Lampenbrandes und des Nachbrandes beim Auftreten schlagender Wetter
AT157493B (de) Vorrichtung zum Anzünden und gegebenenfalls auch zum Löschen von Wachskerzen, Öllampen u. dgl. aus der Entfernung.