DE692683C - Verfahren zur Herstellung von aschearmen oder aschefreien Kohle-OEl-Dispersionen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von aschearmen oder aschefreien Kohle-OEl-DispersionenInfo
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Classifications
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Description
- Verfahren zur Herstellung von aschearmen oder aschefreien Kohle-öl-Dispersionen Gegenstand des Hauptpatents 676 04.5 ist ein Verfahren zur Herstellung von aschearmen oder aschefreien Kohle-Öl-Dispersionen durch gegenseitige Einwirkung von auf nassem Wege vermahlener Kohle, 01 und Wasser unter inniger Durchmischung; wobei die äschebildenden Bestandteile der Kohle mit dem Wasser ausgeschieden und entfernt werden. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die Kohle naß zu einer Kohlenpaste vermahlen und. mit etwa der gleichen Gewichtsmenge Öl in eigentlichen Knetmaschinen unter ständiger Aufrechterhaltung des plastischen Zustandes und ständiger Bildung neuer Oberflächen zu einer zusammenhängenden zähplastischen Masse durchgeknetet wird, wobei das in der Kohlenpaste enthaltene Wasser zusammen mit den freien und den durch die Knetarbeit freigelegten aschebildenden Bestandteilen. der auf diese Weise weitgehend entaschten Kohle ausgeschieden und entfernt wird. Es wurde nun gemäß der vorliegenden Erfindung, die sich lediglich auf den Gegen-, stand des genannten Hauptpatents bezieht und nur zusammen mit diesem unter Schutz gestellt werden s611, gefunden, daß es besonders vorteilhaft ist, wenn man für die Durchführung dieses Verfahrens als Knetvorrichtung Walzenstühle verwendet. Während im allgemeinen bei der Behandlung auf Walzenstühlen Pigmente oder Füllstoffe in zähe, plastische Massen eingewälzt werden, z. B. Farbstoffe in Leinölfirnis oder Ruß in Kautschuk, wurde beobachtet, daß überraschenderweise in einzelnen Fällen auf Walzenstühlen auch Ausscheidungswirkungen erzielt werden können. Man kann z. B. in einer durch kräftiges Mischen erhaltenen Mischung von aschehaltiger Kohle mit Öl und, Wasser die Abscheidung von Wässer und Asche dadurch bewirken, daß man die Mischung auf einem Walzenstuhl behandelt. Man beobachtet bei dieser Behandlung, wie beim Durchziehen durch die Walzen unter der Einwirkung der Scherkräfte der Einzugsbewegung aus dem Öl - Wasser - Kohle - Gemisch zunächst das Wasser nach außen ausgequetscht und dann die Aschebestandteile mit dem Wasser ausgeschieden werden.
- Der Vorteil der Verwendung von Walzenstühlen für dieses Verfahren liegt einerseits darin, daß man mit wesentlich niedrigerem Kraftbedarf, als es beispielsweise im Werner-Pfleiderer der Fall ist, ununterbrochen arbeiten kann. Andererseits wird durch die Einwirkung der Scherkräfte auf die äußerst zähe Paste eine weitere Zerkleinerung der Kohleteilchen erzielt, so daß noch weitere Ascheteilchen aufgeschlossen und abgeschieden werden können. Man bewirkt infolgedessen in einer Paste, aus der mit Hilfe des Knetens und Wässerns auf dem Werner-Pfleiderer Asche nicht mehr abgetrennt werden kann, eine zusätzliche Aspheabscheidung.
- Man kann auch bei der Verwendung von Walzenstühlen die Geschwindigkeit der Abscheidung wie auch den Grad der Entaschung und Entwässerung je nach den Eigenschaften der Kohlen und der Öle durch Zusatz von Säuren oder Basen in geringen Mengen, wie im Patent 69o829 beschrieben, wesentlich erhöhen.
- Beispiele i. Eine Steinkohle mit 11,5 110 Asche wird in einer Schwingmühle mit etwa der gleichen Menge Wasser fein gemahlen. In einem geeigneten Mischgerät wird die wäßrige Kohlepaste mit etwa der gleichen Menge Steinkohlenteeröl, auf Trockenkohle berechnet, unter Zusatz von 6,5 % Natronlauge, gleichfalls auf Trockenkohle bezogen, von.etwa 4o° Be vermischt. Das Gemisch wird sechsmal nacheinander über einen Zweiwalzenstuhl gegeben, wobei sich das Wasser mit dein größten Teil der Asche abscheidet. Die entstehende 5o0/0ige Kohle-Öl-Dispersion hat einen Aschegehalt von nur 1 0/0.
- 2. 15o Gewichtsteile einer- wäßrigen Steinkohlepaste, die aus 6o Gewichtsteilen Wasser und 9o Gewichtsteilen gemahlener trockener Kohle mit einem Aschegehalt von 11,5 % besteht, werden in einem Walzenstuhl mit o,5 % Natronlauge, bezogen auf wasserfreie Kohle, und 7o Gewichtsteilen eines Steinkohlenteeröles verknetet. Nach mehrmaligem Durchgang durch die Walzen scheiden sich aus der wasserhaltigen, schwammartigen Kohle-Öl-Mischung etwa 54 Gewichtsteile Wasser mitsamt dem größten Teil der Asche ab. 'Die Aschenabscheidung wird durch anschließendes Spülen mit wenig Wasser beendet. Um eine gut förderbare Kohle-Öl-Dispersion zu erhalten, werden noch weitere 2o Gewichtsteile Steinkohlenteeröl in die Mischung eingewalzt. Man erhält eine Kohle-Öl-Dispersion mit einem Gehalt von 1 % Asche und etwa 39, Wasser.
- 3. 128 Gewichtsteile einer wäßrigen Braunkohlepaste, bestehend aus ioo Gewichtsteilen gemahlener grubenfeuchter Braunkohle mit einem Wassergehalt von 55 0/0, 28 Gewichtsteilen Wasser und 45 Gewichtsteilen trockener Kohle mit einem Aschegehalt von. 15 0/0, werden mit 2 Gewichtsteilen konzentrierter Schwefelsäure und 45 Gewichtsteilen eines Braunkohlenteeröls, bezogen auf Trockenkohle, auf einem Walzenstuhl miteinander verknetet. Nach mehrmaligem Durchgang durch die Walzen werden aus der schwammartigen Kohle-Öl-Dispersion etwa 75 Gewichtsteile Wasser mit dem größten Teil der Asche abgeschieden. Durch Spülen mit wenig Wasser wird die Abscheidung beendet. Man erhält eine Kohle-Öl-Paste mit einem Wassergehalt von 81/(, und einem Aschegehalt von etwa 1 0/0.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von aschearmen oder aschefreien Kohle-Öl-Dispersionen nach Patent 676 045 durch gegenseitiges Verkneten von auf nassem Wege vermahlener Kohle, Öl und Wasser unter inniger Durchmischung, wobei die aschebildenden Bestandteile der Kohle mit dem Wasser ausgeschieden und entfernt werden, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu einer wäßrigen Paste vermahlene Kohle mit Öl auf einem Walzenstuhle umknetet.
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