DE69239C - Vorrichtung zur augenblicklichen Lösung scheu gewordener Zugthiere vom Gefährt - Google Patents

Vorrichtung zur augenblicklichen Lösung scheu gewordener Zugthiere vom Gefährt

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DE69239C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT69239D
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English (en)
Original Assignee
W. STEUSLOFF in Laage, Mecklenburg
Publication of DE69239C publication Critical patent/DE69239C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C11/00Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals
    • B62C11/02Providing for disengaging thills

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAM
Der Gegenstand vorliegender Erfindung besteht in einer Vorrichtung, vermittelst deren es möglich wird, scheu gewordene Pferde mit einem Handgriff vollkommen von dem Wagen frei zu machen, vor welchen sie gespannt sind.
Die Einrichtung der vorliegenden Erfindung ist in beiliegender Zeichnung wiedergegeben, in welcher Fig. 1 ein Grundrifs, Fig. 2 die Seitenansicht , Fig. 3 die Unteransicht darstellen, während in den Fig. 4a, 4b und 4c Einzelansichten verschiedener Theile dargestellt sind.
Wie aus beiliegender Zeichnung ersichtlich ist, zerfällt der Erfindungsgegenstand in. zwei Theile, von denen der eine am hinteren, der andere aber am vorderen Ende der Deichsel gelegen ist. Dicht vor dem Kutschersitz ist am hinteren Theil der Deichsel eine Vorrichtung vorgesehen, bestehend aus einer senkrecht durch die Deichsel A hindurchragenden und in derselben drehbaren Metallstange B, Fig. 2, welche an ihrem oberen Ende eine mit einem Metallknopf versehene Kurbel C trägt, vermittelst deren sie vom Kutschersitz aus gedreht werden kann. Am unteren Ende, dicht unter der Deichsel A, steht die Stange B in starrer Verbindung mit einer Metallscheibe D, die also mit der Stange gleichzeitig gedreht wird. Diese Scheibe D besitzt einen Ausschnitt E und greift, wie aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich ist, in eine ebenfalls mit einem Ausschnitt F, Fig. 2, versehene und der ,,Längsrichtung nach innerhalb der Deichsel A schwingend angeordnete unrunde Metallscheibe G ein, welche nach oben hin einen hakenartigen Vorsprung H besitzt, an dem der die Ortscheite tragende Waagebalken J angehängt wird, der aufserdem durch eine verschiebbare und mit Führungsschlitz für die Metallstange B versehene Metallblattfeder K gegen die Deichselt, angedrückt wird.
Durch einen Handgriff L wird .die unrunde Scheibe G so weit nach vorn (in der Zeichnung nach rechts) gezogen, dafs der Ausschnitt F derselben genau dem Ausschnitt E der Scheibe D gegenübersteht, und die letztere dann um etwa i8o° gedreht, so dafs der Knopf der Kurbel C dem Kutschersitz zugewendet ist. Es ist dies das Zeichen dafür, dafs die Vorrichtung zur event. Verwendung fertiggestellt ist.
Durch das Vorwärtsdrücken der unrunden Scheibe G vermittelst des Handgriffes L legt sich die erstere gegen die mit der Metallstange N in fester Verbindung stehende Metallplatte M und schiebt beide nach vorwärts. Die Metallstange N ist durch Oesen O an der Unterseite der Deichsel A geführt und trägt auf einem Theil ihrer Länge eine Schraubendruckfeder , welche sich mit dem einen Ende gegen eine der Oesen O, mit dem anderen aber gegen einen an der Stange N vorgesehenen Wulst Q legt.
Am vorderen Ende der Deichsel A ist nun eine mit der am hinteren Ende befindlichen Vorrichtung gleichzeitig lösbare Vorrichtung vorgesehen, durch welche es nicht allein möglich ist, das zur Befestigung der Halsriemen der Zugthiere dienende Ringstück R augenblicklich zu lösen, sondern auch die Verbindung zwischen Deichsel und Vorspannthieren aufzuheben.
Zu diesem Zwecke ist das vordere Ende der Deichsel A an der Oberfläche mit einer gabelförmig endenden Blattfeder 5 versehen, deren gabelförmiges Ende, wie Fig. ι zeigt, zwischen der Deichel A und dem mit einem Bolzen T versehenen Ringstück R eingreift.
Der Bolzen T, Fig. 4b, ragt durch eine Aussparung U der Deichsel A, wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, so weit hervor, dafs die Metallstange M beim Vorwärtsschieben derselben in ein am unteren Ende des Bolzens befindliches rundes Loch eintreten kann, wodurch das Ringstück jR in seiner Lage festgehalten wird. Aulserdem ist am vorderen Ende der Deichsel eine zweite horizontale Aussparung vorgesehen, in welche, wenn erforderlich, ein Bolzen V eingeschoben wird, der nach vorn mit einem Ring zur Befestigung der Vorspannvorrichtung versehen ist. Der Bolzen V geht durch einen Ausschnitt des Bolzens T hindurch und legt sich mittelst eines Wulstes W gegen die Wandung des Bolzens T an, wodurch ihm genügende Sicherung gegen das Herausspringen beim Anziehen der Vorspannthiere verliehen wird. Die Vorderansicht dieses zweiten Theiles der Erfindung ist in Fig. 4a wiedergegeben.
Der Vorgang zum gleichzeitigen Lösen aller dieser Theile ist nun folgender.
Nachdem vor dem Bespannen des Gefährtes alle einzelnen Theile in der beschriebenen Weise zusammengestellt und durch Vorwärtsschieben der Stange N und Umdrehen der Kurbel C befestigt sind, hat der Kutscher im Augenblick der Gefahr nur die Kurbel C um i8o°, d. h. so weit zu drehen, dafs der Knopf derselben ihm gerade gegenübersteht. Es ist dies die Stellung, in welcher der Ausschnitt E der Scheibe D gerade dem Ausschnitt F der unrunden Scheibe G gegenübertritt, so dafs demnach die Verbindung zwischen beiden Scheiben gelöst wird. . Durch den Druck der gespannten Schraubendruckfeder P wird die Metallstange N zurückgezogen, wodurch einerseits die unrunde Scheibe G zurückgedrückt wird, so dafs der an ihr sitzende Haken H in den die unrunde Scheibe enthaltenden Ausschnitt der Deichsel A zurücktritt und der die Ortscheite tragende Waagebalken frei wird, während andererseits auch die am vorderen Ende der Deichsel A befindlichen Theile der Vorrichtung frei und äufserdem durch die Kraft der Blattfeder S aus ihrer gegenseitigen Lagerung gelöst werden, indem die Blattfeder S das Ringstück R fortschleudert, nachdem auch der Bolzen V durch die Zugkraft der Vorspannthiere aus seiner Lage herausgezogen ist.
Wie aus Vorstehendem ersichtlich, ist also mit dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung die augenblickliche und allseitige Befreiung scheu gewordener Zugthiere von dem Gefährt ermöglicht, und es wird somit nicht allein dieses selbst, sondern auch die in demselben befindlichen Personen werden vor weitgehenden Beschädigungen bewahrt.

Claims (1)

  1. Patent-AnSPRUCH:
    Eine Vorrichtung zur augenblicklichen Lösung scheu gewordener Zugthiere vom Gefährt, dadurch gekennzeichnet, dafs vermittelst einer am hinteren Theil der Deichsel (A) gelegenen und vom Kutschersitz aus drehbaren Kurbel (C) eine an der Unterseite der Deichsel gelagerte und nach vorn geschobene Metallstange (N) unter Mitwirkung einer Schraubendruckfeder (P) zurückgeschnellt wird, sobald durch Drehung der mit der Kurbel (C) starr verbundenen Scheibe (D) der Schlitz (E) derselben auf den Schlitz (F) einer unrunden und nach oben mit einem Haken (H) versehenen Scheibe (G) trifft, wodurch einerseits infolge der Umdrehung der Scheibe um ihre Achse der Haken (H) sinkt und der die Ortscheite tragende Waagebalken frei wird, während andererseits das am Vorderende der Deichsel gelagerte Ringstück -(R) durch den Druck einer Blattfeder (S) emporgeschleudert, sowie schliefslich der die Verbindung des Vorgespanns mit der Deichsel vermittelnde Bolzen (V) ausgelöst wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT69239D Vorrichtung zur augenblicklichen Lösung scheu gewordener Zugthiere vom Gefährt Expired - Lifetime DE69239C (de)

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