DE691323C - Drucke - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41M—PRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
- B41M7/00—After-treatment of prints, e.g. heating, irradiating, setting of the ink, protection of the printed stock
Landscapes
- Inks, Pencil-Leads, Or Crayons (AREA)
Description
- Verfahren zum Verhindern des Abschmutzens frischer Drucke Um ein Abschmutzen der Druckfarbe bei frisch bedruckten Bogen zu vermeiden., ist es notwendig, .daß das Pigment der Druckfarbe auf dem Bogen möglichst schnell gebunden wird. Dies wird in der Regel durch Überführen des flüssigen Teiles der Druckfarbe in eine feste Form durch Oxydation oder durch Eindringen in das Papier oder durch Verdampfen bewirkt. In dem Falle, wo die Druckfarben Wasser oder ein gleichwertiges Lösungsmittel und ein darin gelöstes wasserlösliches Kolloid enthalten, wird das Festwerden der Farbe durch Veränderung der physikalischen Natur des Kolloids entweder durch chemische Mittel oder durch Hitze bewirkt, um es unlöslich zu machen und auf dem @ Druckbogen mit dem Pigment auszufällen. Dieses Binden der Druckfarbe durch Unlöslichmachen eines wasserlöslichen Kolloids verläuft langsam, weil das chemisch oder durch Hitze behandelte Kolloid nicht rasch genug hart und fest wird.
- Bei dem neuen Verfahren wird die Druckfarbe auf der Druckpresse flüssig erhalten und kann trotzdem mit großer Schnelligkeit auf den Druckbogen aufgetragen werden. Erfindungsgemäß wird eine Druckfarbe, deren wasserunlösliches Bindemittel aus der Lösung eines Filmbildners in einem- bei gewöhnlicher Temperatur nicht flüchtigen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel besteht; in einem dünnen Film auf die Farbwalze der Druckpresse aufgestrichen und in der gewöhnlichen Weise auf den Druckbogen bei einer Temperatur übertragen, bei der das Lösungsmittel in der Druckfarbe nicht flüchtig ist. Der frische Druck wird dann dem Strahl eines gesättigten oder schwach überhitzten Wasserdampfes ausgesetzt, wodurch das Kolloid unverzüglich in einer harten, festen Form ausfällt und das Pigment auf dem *Druckbogen_ gebunden wird. Auf diese Weise wird ein Abschmutzen der frischen Druckfarbe vermieden, ohne daß die Druckunterlage durchtränkt oder nachteilig angefeuchtet wird.
- Zur Durchführung der Erfindung wird in der Praxis am besten eine Druckfarbe verwendet, die aus einemPigment, einemKolloid und einem Lösungsmittel besteht, .das, mit Wasser mischbar und nicht flüchtig ist und das zu einem Nichtlösungsmittel für das Kolloid wird, wenn es eine kleine Menge Wasser aufgenommen hat. Jeder bedruckte Bogen erhält auf diese Weise einen kleinen Wassergehalt, doch durchtränkt das Wasser den Bogen selbst nicht noch verschafft es ihm eine nachteilige Eigenschaft. Das Aufbringen des Wassers auf die frischen Drucke erfolgt in der oben angegebenen Weise mittels eines Strahles gesättigten oder schwachüberhitzten Wasserdampfes. Dadurch wird das Lösungsmittel dez.Druckfarbe verdünnt und zu einem Nichtlösungsmittel für das Kolloid, so daß dieses unverzüglich in fester Form ausfällt und das Pigment auf dem Druckbogen bindet.
- Als Beispiele von Druckfarben, welche bei, Anwendung des neuen Verfahrens zufrieden stellend arbeiten, seien die folgenden ange-_" geben:
Beispiel I 38 Gewichtsteile Diäthylenglykol, 38 - Kolophonium, - Triäthanolamin, 16 - Lampenruß, 4 - Miloriblau. Im folgenden ist ein Beispiel zur Durchführung des neuen Verfahrens mit derartigen Druckfarben angegeben: Die Druckfarbe wird auf die Walzen einer gewöhnlichen Druckpresse aufgetragen, wo sie infolge des nicht flüchtigen Charakters des Lösungsmittels flüssig zurückbleibt. Sie wird auf die Druckbogen durch die Druckform in der gewöhnlichen Weise übertragen. Jeder bedruckte Bogen wird unmittelbar darauf etwa 2 Sekunden lang einem Strahl gesättigten oder schwach überhitzten Dampfes ausgesetzt. Der Wasserdampf dient dazu, den Glykolbestandteil ausreichend zu verdünnen, um dadurch seine Fähigkeit, das Kolloid in Lösung zu halten, aufzuheben. Das Kolloid wird zusammen mit dem in ihm enthaltenen Pigment als ein harter Film auf dem Druckbogen ausgefällt. Die Druckfarbe wird dadurch gebunden, so daß die bedruckten Bogen, unmittelbar nachdem sie die ruckpresse verlassen haben, ohne Gefahr ,es. Abschmutzens gehandhabt oder gestapelt :werden können.Beispiel II 25 Gewichtsteile Diäthylenglykol- monoäthylätheracetat CH2-0- C.>H5 C H2 C H._, 0 I Il CH2-0-C---CH3 5o Gewichtsteile Chromgelb, - Nitrocellulose, 3/20 Sekundenviscosität. - Die in den obigen Beispielen angegebenen Glykolverbindungen sind schwer flüchtige organische Lösungsmittel für Kolloide, wie Kolophonium und Nitrocellulose. Ihre Dampfdrucke bei 2o0 C betragen annähernd o,oo5 und o,og mm.
- Die in den Beispielen als Lösungsmittel verwendeten Glykolverbindungen sind mit Wasser mischbar. Die Aufnahme einer geringen Menge Wasser aus dem Wasserdampf macht sie für die angegebenen Kolloide zu einem Nichtlösungsmittel. Wenn z. B. Diäthylenglykol mit 2o °/° Wasser gemischt wird, ist es für Kolophonium ein Nichtlösungsmittel, ebenso ist Diäthylenglykolmonoäthyiätheracetat mit 16% Wasser gemischt ein Nichtlösungsmittel für iTitrocellulose.
- An Stelle des in denBeispielen angegebenen Kolophoniums und der Nitrocellulose können andere filmbildende Kolloide verwendet werden, ebenso können andere nicht flüchtige, mit Wasser mischbare organische Lösungsmittelbei der Durchführung des neuen Verfahrens verwendet werden.
- Unter dem Ausdruck Druckbogen werden hier bedruckte Unterlagen ohne irgendeine Einschränkung in bezug auf die Form oder den Werkstoff verstanden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Verhindern des Abschmutzens frischer Drucke unter Verwendung einer Druckfarbe, deren wasserunlösliches Bindemittel aus der Lösung eines Filmbildners in einem bei gewöhnlicher Temperatur nicht flüchtigen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel besteht, dadurch gekennzeichnet, -daß die frischen Drucke dem Strahl eines gesättigten oder schwach überhitzten Wasserdampfes ausgesetzt werden, ohne dabei die bedruckte Unterlage nachteilig anzufeuchten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1936I0054072 DE691323C (de) | 1936-01-13 | 1936-01-14 | Drucke |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI0054072 | 1936-01-13 | ||
| DE1936I0054072 DE691323C (de) | 1936-01-13 | 1936-01-14 | Drucke |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE691323C true DE691323C (de) | 1940-05-23 |
Family
ID=25981923
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1936I0054072 Expired DE691323C (de) | 1936-01-13 | 1936-01-14 | Drucke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE691323C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1997001449A1 (en) * | 1995-06-27 | 1997-01-16 | Ilford A.G. | Post-printing treatment of ink-jet generated images |
-
1936
- 1936-01-14 DE DE1936I0054072 patent/DE691323C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1997001449A1 (en) * | 1995-06-27 | 1997-01-16 | Ilford A.G. | Post-printing treatment of ink-jet generated images |
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