HINTERGRUND DER ERFINDUNG
1. Gebiet der Erfindung
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Diese Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für die
Herstellung eines aus Kunstharz geformten Artikels,
hauptsächlich von der Form eines Behälters, an dessen
äußerer Umfangsfläche ein Etikett befestigt ist, und auf
eine Vorrichtung für die Ausführung dieses Verfahrens.
2. Beschreibung des technischen Hintergrundes
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Bisher wurde ein etikettierter Behälter unter Verwendung
der Mittel hergestellt, wie sie zum Beispiel in FIG. 10
gezeigt sind.
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Diese Mittel des Standes der Technik sind so beschaffen,
daß ein Etikett 18c, hergestellt aus Papier oder einem
ähnlichen Material, in die Gießform 4 eingeschoben wird,
wie in FIG. 10(a) gezeigt, dann eine Harzfolie 2 mit
einem Stempel 5 in die Gießform 4 eingepreßt wird, wie in
FIG. 10(b) gezeigt, um in eine Behälterkonfiguration
geformt zu werden. Gemäß einer solchen Anordnung ist es
möglich, daß das Etikett einheitlich an der äußeren
Umfangsfläche eines Behälters befestigt wird, während
gleichzeitig der Behälter geformt wird, wobei eine Reihe
der verwendeten Herstellungsprozesse vereinfacht werden
können.
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Falls in einem solchen Prozeß das Etikett 18e in leichtem
Kontakt mit der Behälterseite gehalten werden muß, ist es
notwendig, daß die Form des Etiketts 18e präzise an den
Innenraum der Gießform 4 angepaßt ist. Zum Schneiden und
Gestalten des Etiketts 18e war es deswegen bisher übliche
Praxis, dann, wenn das Innere der Gießform 4
beispielsweise eine Kegelstumpfform hatte, ein Folienmaterial 22e,
das in gewünschte Kreissektorform ausgestanzt ist, wie in
FIG. 11 gezeigt, in Form zu rollen und an beiden Enden
24, 24 zu einem Ganzen zu verbinden.
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Mit den obenbeschriebenen, früher verwendeten Mitteln der
Herstellung ist es jedoch sehr schwierig, das ebene
Folienmaterial 22e (durch Rollen oder eine andere
Handhabung) in ein dreidimensionales Etikett gewünschter Größe
oder Konfiguration zu formen; solch ein Verfahren ist
sehr kompliziert, uneffizient und aufwendig.
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Ferner macht es ein solches Herstellungverfahren
unvermeidbar, daß die Produktion einige Abmessungsschwankungen
und -fehler mit sich bringt, die ihrerseits oft zu
Faltenbildung oder Spielbildung des an der äußeren
Umfangsfläche des Behälters befestigten Etiketts führen,
oder aber zu einem unansehnlichen Aussehen des Behälters
selbst.
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Gemäß dem herkömmlichen Verfahren ist die Vielfalt der
Etikettformen, die aus einem Stück Folienmaterial
hergestellt werden können, begrenzt: das Folienmaterial kann
bestenfalls zu einem Etikett mit Kegelstumpfform geformt
werden. Es ist extrem schwierig, eine komplexere
Etikettform zu erstellen. Wenn zum Beispiel gefordert ist, daß
das Etikett 18e in seinem Bodenbereich Winkelstücke 18a
hat, wie in FIG. 12 gezeigt, kann das Verfahren des
Standes der Technik nicht angewandt werden. Ein ähnliches
Problem tritt auf, wenn zum Beispiel ein elliptisches
Etikett 18f, ein winkliges Etikett 18g mit abgerundeten
Ecken oder ein Etikett 18h mit einer dreidimensional
gekrümmten Oberfläche, wie in den FIG. 13(a), (b) bzw.
(c) gezeigt, produziert werden sollen.
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Deswegen ist es eine Hauptaufgabe der Erfindung, den
Formungsprozeß von Kunstharz in einen Harzartikel wie
etwa einen etikettierten Behälter, bei dem ein Etikett
zuvor in die Gießform geschoben wird, zu vereinfachen,
indem einfache Verfahrensmittel verwendet werden, die es
ermöglichen, das Etikett genau in die gewünschte Größe
und die Form zu bringen, die mit der inneren
Konfiguration der Gießform übereinstimmen, um eine saubere und
effiziente Produktion von etikettierten Artikeln zu
ermöglichen, bei der das Etikett frei von Faltenbildung
oder ähnlichem ist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Diese Erfindung beabsichtigt die obigen Probleme des
Standes der Technik zu lösen, indem ein Etikett, das in
eine Gießform eingeschoben ist, durch ein
Wärmeschrumpfmittel und nicht durch mechanisches Verbiegen des
Etiketts oder ähnliches in die gewünschte Größe und Form
vorgeformt wird, um in die Größe und Konfiguration, die
mit dem Innenraum der Gießform übereinstimmen, geformt zu
werden.
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Gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung wird ein
Verfahren zur Herstellung eines etikettierten Artikels
geschaffen, wobei zunächst ein vorgeformtes Etikett 18
längs der inneren Oberfläche einer Gießform 4 in dieselbe
eingeschoben wird, woraufhin heißgeschmolzenes oder
erwärmtes und erweichtes Kunstharz 2 in die innere Form
der Gießform 4 gegossen wird, so daß das Etikett 18
einteilig mit dem Kunstharz 2 ausgebildet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß das vorgeformte Etikett 18 ein
wärmeschrumpfbares Material 2 ist und vor dem Einschieben in
die Gießform 4 über einer Vorformungs-Form 7 angebracht
wird, deren äußere Umfangsfläche 4a hinsichtlich der
Größe und der Form der Gießform 4 entspricht, und
wärmegeschrumpft wird, um in die Größe und Form vorgeformt zu
werden, die mit der äußeren Umfangsfläche 7a der
Verformungs-Form 7 übereinstimmt.
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Gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung wird
ein Verfahren zur Herstellung eines etikettierten
Artikels geschaffen, das das obige Verfahren verwendet,
dadurch gekennzeichnet, daß während des Prozesses der
Wärmeschrumpfung das vorgeformte Etikett über der
Vorformungs-Form 7 angebracht wird, wobei ein Ende des Etiketts
längs eines Endbereiches 7b der Vorformungs-Form 7
geschrumpft wird, der eine Größe und eine Form besitzt,
die mit der Größe und der Form eines inneren
Bodenbereiches 4b der Gießform 4 übereinstimmt, wobei für die
Erzeugung von nach innen gerichteten Winkelstücken 18a an
einem Ende des Etiketts 18 diese Winkelstücke 18a am
Boden des als Behälter dienenden gegossenen Kunstharzes 2
angeordnet werden.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird
eine Etikettierungs-Vorformungsvorrichtung geschaffen, um
die obigen Verfahren auszuführen, mit einer Vorformungs-
Form 7, die eine äußere Umfangsfläche 7a besitzt, deren
Größe und Form wenigstens mit der inneren Umfangsfläche
4a der Gießform übereinstimmt, und einer
Etikett-Erwärmungseinrichtung 17 zum Erwärmen und Schrumpfen eines
über der Vorformungs-Form 7 angebrachten, vorgeformten
Etiketts 18.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist in
der Etikettierungs-Vorformungsvorrichtung die
Vorformungs-Form 7 zyklisch beweglich an einer
Fördereinrichtung 8 angebracht, wobei die Fördereinrichtung 8 so
beschaffen ist, daß die Vorformungs-Form 7 an einer
Stelle hinter der Position einer
Etikett-Erwärmungseinrichtung 17 umgedreht werden kann, so daß das über der
Vorformungs-Form 7 angebrachte und von der
Etikett-Erwärmungseinrichtung erwärmte und geschrumpfte Etikett 18 in
die unter der Fördereinrichtung 8 angeordnete Gießform 4
fallen kann.
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Bei dem an erster Stelle genannten Verfahren wird das
Etikett 18, das über der Vorformungs-Form 7 zum Erwärmen
und Schrumpfen angebracht ist, als Etikett 18 mit der
Größe und Form, die mit der äußeren Umfangsfläche 7a der
Vorformumgs-Form 7 übereinstimmen, mit geringem oder ohne
Abmessungsfehler vorgeformt.
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Die Vorformungs-Form 7 ist auf die Größe und Form
voreingestellt, die mit der inneren Konfiguration der Gießform
4 übereinstimmen, und demgemäß wird das Etikett 18, das
auf die Größe und Form der Vorformungs-Form 7 vorgeformt
ist, anschließend genau in eine Position entlang der
inneren Oberfläche der Gießform eingebracht. Deswegen ist
das Etikett 18 frei von jeglicher Faltenbildung oder
Spielbildung aufgrund von Abmessungsfehlern, ferner wird
das Harz selbst hinsichtlich seiner Formungseigenschaften
nicht durch ein Etikett 18 nachteilig beeinflußt, das
nicht mit der Gießfarm 4 übereinstimmt, so daß es
deswegen möglich ist, einen geformten Artikel zu erhalten, der
in die mit der inneren Konfiguration der Gießform 4
übereinstimmende gewünschte Form geformt werden kann.
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Die Vorformung des Etiketts 18 erfolgt durch
Wärmeschrumpfen des röhrenförmigen Etiketts 18 auf der
Vorformungs-Form 7. Das Wärmeschrumpfverfahren kann ohne
besondere Schwierigkeiten ausgeführt werden. Besonders wenn
das Etikett 18 als Röhrenform hergestellt wird, die auf
die Vorformungs-Form 7 paßt, kann das Etikett einfach in
jede mögliche, für diesen Zweck geeignete Form
ausgeschnitten werden, ohne daß es notwendig wäre, es genau in
der erforderlichen Größe herzustellen.
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Wenn in dem zweiten erwähnten Verfahren das Etikett 18
wärmegeschrumpft wird, um mit der Vorformungs-Form 7 in
Übereinstimmung zu gelangen, wird ein Ende des Etiketts
18 nach innen gebogen, um ein Winkelstück 18a zu bilden.
Deswegen ist es möglich, durch Einbringen eines solchen
Etiketts 18 in die Gießform 4 in Verbindung mit der
Formung des Behälters einen etikettierten Behälter der
Art, bei dem sich ein Winkelstück 18a des Etiketts 18 am
Boden des Behälters befindet, zu produzieren, wobei es
bisher als extrem schwierig angesehen wurde, solch einen
Behälter herzustellen.
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Wenn die Etikettierungs-Vorformungsvorrichtung verwendet
wird, wird, nachdem ein röhrenförmiges Etikett 18 über
der Vorformungs-Form 7 angebracht wurde, das Etikett 18
von der Etikettierungs-Vorformungsvorrichtung 17 erwärmt,
um in die gewünschte Größe und Form vorgeformt zu werden.
Deswegen kann diese Vorrichtung vorteilhaft eingesetzt
werden, um die Herstellung eines etikettierten Behälters
gemäß der Erfindung durchzuführen.
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Ferner kann gemäß der Anordnung, bei der die Vorformungs-
Form 7 durch eine Fördereinrichtung 8 zyklisch bewegt
wird, so daß die Vorformungs-Form 7 an oder nach einer
Stelle hinter der Position der
Etikett-Erwärmungseinrichtung 17 umgedreht werden kann, das Etikett 18, das diesen
Wärmeschrumpfungsprozeß und die Vorformung durchlaufen
hat, direkt in die Gießform 4, die unter der
Fördereinrichtung 8 angebracht ist, in ihre Position fallen.
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Wie oben beschrieben, wird gemäß der Erfindung ein
Etikett aus wärmschrumpfbarem Material verwendet, wobei das
Etikett, bevor es in die Gießform eingebracht wird, damit
es in Größe und Form mit der inneren Umgangsfläche der
Gießform übereinstimmt, durch Wärmeschrumpfen vorgeformt
wird. Deswegen hat das so vorgeformte Etikett die
gewünschte Größe und Form, die genau mit der inneren
Umfangsfläche der Behälter-Gießform übereinstimmt, so daß
bei dem darauf folgenden Behälter-Formungsverfahren keine
Etikettfaltenbildung oder Spielbildung aufgrund von
Abmessungsfehlern des Etiketts, die in der Vergangenheit
oft aufgetreten sind, auftreten und es nicht möglich ist,
daß der geformte Behälter durch solch einen Fehler des
Etiketts nachteilig beeinflußt wird, so daß es ein
unansehliches Aussehen bekommen würde. Demgemäß ist es
möglich, einen schön etikettierten Behälter zu erhalten,
außerdem ist bei der Etikett-Vorformung keine spezielle
Vorsicht notwendig, um sicherzugehen, daß das Etikett
genau in die innere Konfiguration der Form geformt wird,
wobei es nur nötig ist, das Etikett röhrenförmig so zu
gestalten, daß es über die Vorformungs-Form paßt.
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Der Etikett-Formungsvorgang selbst, der vor der
Einbringung in die Gießform ausgeführt wird, kann merklich
vereinfacht werden, damit die Etiketten einfacher
hergestellt werden können; gleichzeitig können etikettierte
Produkte mit geringerem Kostenaufwand hergestellt werden.
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Insbesondere macht es die Erfindung möglich, ein Etikett
in Verbindung mit der Herstellung eines
Kunstharzproduktes, das eine dreidimensionale Oberfläche wie etwa eine
sphärische Oberfläche oder dergleichen besitzt, ohne
Faltenbildung und mit ansehlichem Effekt anzuordnen, was
bisher als extrem schwierig angesehen wurde. So kann die
Erfindung vorteilhaft für verschiedene Arten von
etikettierten Artikeln verwendet werden.
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Gemäß der Anordnung der Erfindung zum Schrumpfen eines
Endes des Etiketts, um mit einem spezifiziertem Ende der
Vorformungs-Form übereinzustimmen, wird, wenn das Etikett
durch Wärneschrumpfen vorgeformt wird, ein Ende des
Etiketts nach innen gebogen, um ein Winkelstück zu
formen. Deswegen ist es möglich, durch Ausführen der
Behälterformung während des Einschiebens des so vorgeformten
Etiketts in die Behälterformungs-Form einen etikettierten
Behälter herzustellen, der hohe Festigkeitseigenschaften
hat und bei dem sich ein Winkelstück am Boden des
Behälters befindet, wobei bisher die Herstellung eines solchen
Behälters als extrem schwierig angesehen wurde.
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Ferner wird gemäß der Vorformungs-Vorrichtung der
Erfindung, die eine Vorformungs-Form und eine
Etikett-Erwärmungseinrichtung beinhaltet, das Etikett, nachdem ein
röhrenförmiges Etikett über der Vorformungs-Form
aufgebracht wurde, mit der Etikett-Erwärmungseinrichtung
erwärmt, wobei es in die gewünschte Größe und Form
vorgeformt wird. Dies stellt eine geeignete und praktische
Vorrichtung zur Herstellung eines etikettierten Behälters
gemäß der Erfindung dar.
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Gemäß der Anordnung der Erfindung, derart, daß die
Vorformungs-Form auf der Fördereinrichtung zyklisch
beweglich angebracht ist, so daß die Vorformungs-Form,
wenn sie die Stelle der Etikett-Erwärmungseinrichtung
passiert hat, umgedreht werden kann, kann das Etikett,
das wärmegeschrumpft und vorgeformt wurde, direkt in die
unter der Fördereinrichtung angeordnete Gießform fallen,
was zu einem glatten und schnellen Ablauf von der Stufe
des Vorformens des Etiketts zur Stufe des Formens des
Behälters führt und so eine verbesserte Arbeitseffizienz
in bezug auf eine Reihe von darin enthaltenen Vorgängen
gewährleistet.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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FIG. 1 ist eine erläuternde Ansicht, die beispielhaft
eine Vorrichtung zur Herstellung eines etikettierten
Behälters gemäß der Erfindung zeigt;
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FIG. (2)a ist eine Teilschnittansicht, die beispielhaft
eine Vorformungs-Form zeigt; FIG. 2(b) ist eine
Schnittansicht, die beispielhaft eine Gießform zeigt;
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FIG. 3 ist ein Etikett in einem Zustand vor der
Vorformung; FIG. 3(a) ist eine Schnittansicht davon; FIG. 3(b)
ist eine perspektivische Ansicht, die die
Herstellungsstufe desselben zeigt;
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FIG. 4 ist eine Schnittansicht, die das
Etikett-Vorformungsverfahren zeigt;
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FIG. 5 ist eine Teilschnittansicht, die den Vorgang des
Einbringens des Etiketts in die Gießform zeigt;
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FIG. 6(a), (b), (c), und (d) sind Schnittansichten, die
die Stufen der Herstellung eines etikettierten Behälters
zeigen;
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FIG. 7 ist eine Schnittansicht, die einen hergestellten
etikettierten Behälter zeigt;
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FIG. 8(a), (b), (c), (d) sind erläuternde Ansichten, die
eine weitere Ausführung der Erfindung zeigen;
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FIG. 9 erläutert eine weitere Ausführung der Erfindung,
bei der die Einpritzformungstechnik angewendet wird; FIG.
9(a) ist eine Schnittansicht der Stufe des Vorformens;
FIG. 9(b) ist eine Schnittansicht der Stufe des
Einspritzformens; und FIG. 9(c) ist eine perspektivische,
teilweise aufgeschnittene Ansicht des hergestellten
Produkts;
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FIG. 10 und 11 erläutern Anordnungen des Standes der
Technik; FIG. 10(a) und 10(b) sind Teilschnittansichten;
und FIG. 11 ist eine perspektivische Ansicht, die die
Stufe der Etikett-Formung zeigt; und
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FIG. 12 und 13 veranschaulichen andere Etikettformen;
wobei FIG. 12 eine Schnittansicht ist; und FIG. 13(a),
(b), (c) perspektivische Ansichten sind.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGFORMEN
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Einige Ausführungsformen der Erfindung werden nun
beschrieben.
(Ausführungsformen der Vorrichtung)
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Zuerst wird die Anordnung der Vorrichtung beschrieben. In
FIG. 1 bezeichnet das Bezugszeichen 1 allgemein eine
bekannte Behälterformungs-Vorrichtung, die ein Heizgerät
3 zur Erwärmung einer Kunstharzfolie 2, eine Gießform 4,
als Matrize sowie Teile wie etwa einen Druck-Formstempel
und eine Stanzklinge, die später noch beschrieben werden,
umfaßt.
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Das Bezugszeichen 6 bezeichnet eine
Etikett-Vorformungsvorrichtung, die als Arbeitsstufe vor der
Behälter-Formungsvorrichtung 1 vorgesehen ist. Bezüglich der
Vorrichtung 6 bezeichnet das Bezugszeichen 7 Vorformungs-Formen,
die in einer vorgegebenen Schrittweite auf einem zyklisch
beweglichen Förderband 9 einer Fördereinrichtung 8 an
mehreren Stellen durch Befestigungen 10 angebracht sind
Jede Vorformungs-Form 7 ist, wie in FIG. 2(a) gezeigt, so
angeordnet, daß eine äußere Umfangsfläche 7a die über
einer kranzförmigen Grundplatte 13 der Form 7 definiert
ist, und das vordere Ende 7b einer inneren Umfangsfläche
4a bzw. dem inneren Bodenteil 4b der Gießform 4
entsprechen, wie in FIG. 2(b) gezeigt. Der Außendurchmesser D
der Vorformungs-Form 7 ist um einen Betrag, der mit der
Dicke des Etiketts 18, das später noch beschrieben wird,
übereinstimmt, kleiner als die innere Abmessung Da der
Behälter-Formungsform 7. Die äußere Umfangsfläche 7a und
das vordere Ende 7b der Vorformungs-Form 7 sind getrieben
oder silikonisiert, um für ein Material mit Haftung gute
Ablöseeigenschaften zu erzielen. Das Bezugszeichen 14
bezeichnet Luftöffnungen, die in den oberen Endbereich 7b
und in die äußere Umfangsfläche der Vorformungs-Form
gebohrt sind. Das Bezugszeichen 15 bezeichnet eine
Druckluftzufuhreinheit, die der Vorformungs-Form 7
Druckluft zuführt, so daß Luft durch die in die
Vorformungs-Form 7 gebohrten Luftöffnungen entweicht, wenn die
Vorformungsform 7 die Position A an der Unterseite der
Fördereinrichtung 8 wie in FIG. 1 gezeigt erreicht hat.
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Das Bezugszeichen 17 bezeichnet
Etikett-Erwärmungseinrichtungen, die an einer Seite oder sowohl an einer Seite
als auch oberhalb eines oberen Förderpaars der
Fördereinrichtung 8 an einer stromabseitigen Stelle derselben
angeordnet sein können und für die ein im fernen Infrarot
arbeitendes Heizgerät oder ein Heißluftgebläße oder
dergleichen verwendet werden können.
(Beispiele des Herstellungsverfahrens)
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Als nächstes wird das Verfahren zur Herstellung eines
etikettierten Behälters unter Verwendung der
obenbeschriebenen Anordnung erklärt.
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Zuerst wird ein Etikett 18 des in FIG. 3 gezeigten Typs
vorbereitet. Das Etikett 18 besteht aus einem
wärmeschrumpfbaren Kunstharzfilm 19, z.B. aus gedehntem
Polypropylen, das an seiner inneren Oberfläche eine
Druckschicht 20 hat, die eine Produktbeschreibung oder
dergleichen trägt, und weiterhin an der inneren Oberfläche
eine hitzeempfindliche Haftschicht 21 besitzt, die aus
einem Polypropylen-Harzüberzug oder dergleichen geformt
ist.
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Das Etikett 18 kann einfach in eine geeignete
röhrenförmige Form gebracht werden, indem die beiden Enden 25, 25a
eines rechteckigen Stückes 22 wie in FIG. 3(b) gezeigt
zusammengefügt werden. Selbst wenn der Innenraum der
Gießform 4 die Gestalt eines umgekehrten Kegelstumpfes
besitzt, muß das Etikett nicht von ähnlicher
Konfiguration sein; das Etikett kann in eine Röhrenform mit einem
größeren Durchmesser geformt werden.
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Nachdem ein röhrenförmiges Etikett 18 über jeder
Vorformungs-Form 7 angebracht worden ist, kann, wenn diese auf
der Fördereinrichtung 8 der Vorformungsvorrichtung 6
vorwärts transportiert wird, das so angebrachte Etikett
18 zum Erwärmen an die Stelle der
Etikett-Erwärmungseinrichtung 17 transportiert werden, wobei ein Schrumpfen
des Etiketts 18, dessen Grundmaterial ein
wärmeschrumpfbarer Film 19 ist, bewirkt wird, so daß das Etikett 18,
wie FIG.4 zeigt, zu einer kegelförmigen Konfiguration,
die mit der äußeren Umfangsfläche 7a der Vorformungs-Form
7 übereinstimmt, vorgeformt wird. Durch diese
Vorformungsstufe kann das Etikett 18 genau an die Größe und die
Form der Vorformungs-Form 7 angepaßt werden. Ferner wird
durch Festlegen der Höhe des Etiketts 18 auf einen
größeren Wert als derjenige der Vorformungs-Form 7 ein
oberer Bereich des Etiketts 18 längs des vorderen Endes
7b der Vorformungs-Form 7 unter Einwirkung der
Wärmeschrumpfung
nach innen gebogen, so daß dadurch ein
Winkelstück 18a geformt wird.
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Nach Vollendung der obenbeschriebenen Vorformungsstufe
wird das Etikett 18 in die Gießform 4 eingebracht. Zu
diesem Zweck wird die Gießform 4 vorab von der Behälter-
Formungsvorrichtung 1 zu einer Stelle direkt unter der
Position A der Fördereinrichtung 8 wie in FIG. 1 gezeigt
befördert, so daß, wenn das Etikett 18 zur Position A
befördert worden ist, das Etikett 18 dazu veranlaßt wird,
direkt in die Gießform 4 zu fallen. In der Position A
wird die Vorformungs-Form 7, deren Unterseite dem
Durchmesser nach kleiner ist, umgedreht, zusätzlich besitzt
die Oberfläche der Vorformungs-Form 7 aufgrund ihrer
getriebenen oder silikonisierten Oberfläche gute
Ablöseeigenschaften; deswegen kann das Etikett 18 leicht
entnommen werden, damit es von selbst herabfällt.
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Durch Ausblasen von Luft durch die Luftöffnungen 14 der
Vorformungs-Form 7 kann der Ablösevorgang des Etiketts 18
automatisch zwangsläufig ausgeführt werden.
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Anschließend wird jede Gießform 4, in die das Etikett 18
eingebracht wurde, zum Formen des Behälters zur Behälter-
Formungsvorrichtung 1 weitergeleitet, wie in FIG. 1
gezeigt ist. Für diesen Vorgang können bereits bekannte
Behälterformungsmittel verwendet werden. Eine
thermoplastische Harzfolie 2, die von Heizgeräten 3 erwärmt und
erweicht worden ist, wird zuerst über der Gießform 4
angeordnet, dann wird, wie in FIG. 6(a) gezeigt, die
Harzfolie 2 durch einen Stempel 5 in das Etikett 18
hinuntergedrückt. Anschließend wird durch vom Stempel 5
gelieferte Druckluft (wozu erforderlichenfalls erwärmte
Luft benutzt wird) die Harzfolie 2 radial ausgedehnt, wie
in FIG. 6(b) gezeigt, wobei gleichzeitig im Innenraum der
Gießform 4 ein Vakuum erzeugt wird, damit der Guß mit der
inneren Konfiguration der Gießform 4 übereinstimmt. Das
Etikett 18 wird mittels seiner inneren, hitzeempfindliche
Haftschicht 21 mit der zu einem Behälter geformten
Harzschicht 2 genau und fest in Haftkontakt gebracht. Dann
wird, wie in den FIG. 6(c), 6(d) gezeigt, das geformte
Harz 2 aus der Gießform 4 entnommen und mit einer
Stanzklinge 16 in einzelne Behälter unterteilt.
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Das Etikett 18, das zuvor in die Gießform 4 eingebracht
wurde, ist nun ein mit der Größe und der Form des
Innenraums der Gießform 4 übereinstimmendes vorgeformtes
Etikett. Deswegen bedingt das Etikett 18 keinen
unzulässigen Spalt zur Harzschicht 2, die entlang der inneren
Konfiguration der Gießform 4 geformt ist, so daß die
äußere Oberfläche des Etiketts 18 in gutem Kontakt mit
allen Bereichen der Harzfolie 2 ist. Das Etikett 18 zeigt
keine merklichen Falten und keine Spielbildung, ferner
wird die Ausdehnung der Harzfolie 2 durch das Etikett 18
in keinem Fall übermäßig eingeschränkt.
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Der etikettierte Behälter, der auf die obenerwähnte Art
hergestellt worden ist, ist selbstverständlich von der
Art, daß das Etikett 18 in engem Kontakt mit der äußeren
Umfangsfläche des Behälter-Körpers 23 ist, wie in FIG. 7
gezeigt, wobei zusätzlich auch ein Winkelstück 18a des
Etiketts 18 am Boden 23a des Behälter-Körpers 23 in engem
Kontakt mit diesem ist. Bei einem solchen Behälter ist
der Behälter-Körper 23 mit einem monolithischen Etikett
18 verstärkt, das sich vom Boden 23a über die äußere,
Umfangsfläche erstreckt und somit die Festigkeit des
Behälters erheblich steigert. Somit kann, obwohl der
Behälter-Körper 23 aus einem Harzmaterial ohne besonderen
Festigkeitsvorteil hergestellt ist, dessen Dicke
verringert werden, was auch zu einer Rohstoffeinsparung
beitragen kann. Da das Winkelstück 18a des Etiketts 18 in engem
Kontakt mit dem Boden 23a des Behälter-Körpers 23 ist,
ist es unwahrscheinlich, daß das Winkelstück 18a
Unregelmäßigkeiten auf einem Tisch zeigt oder eine
Beschädigung verursacht, wenn es über den Tisch gezogen
wird.
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Gemäß der Erfindung ist jedoch ein solches Winkelstück
18a nicht notwendigerweise wie in der obenbeschriebenen
Ausführung am Etikett 18 vorgesehen. Das Etikett 18 kann
einfach als röhrenförmiges Etikett 18, das über der
äußeren Umfangsfläche des Behälter-Körpers angeordnet
wird, geformt werden, wie in FIG.10 gezeigt.
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In der vorangegangenen Ausführung ist das Etikett 18 aus
gedehntem Polypropylen-Material geformt; andere
Materialien wie etwa Polystyrol, Polyethylen, Polyvinylchlorid,
Polyester, gedehntes Polystyrol und gedehntes
Polypropylen können jedoch auf ähnliche Weise verwendet werden. Um
dem Etikett und somit auch dem Behälter noch
wärmeisolierende Eigenschaften zu verleihen, kann das Etikett 18
einen anschwellenden Überzug aus anschwellendem
Farbstoff, der eine Mikrokapsel enthält, die sich bei
Erwärmung ausdehnt, enthalten, der zum Beispiel zwischen der
Druckschicht 20 und der Haftschicht 21 vorgesehen sein
kann, wie in FIG.3, ganz zu schweigen von der Verwendung
von aufgeschäumten, dünnen Schichten wie etwa gedehntem
Polystyrol und gedehntem Polypropylen. In diesem Fall ist
die Position, an der sich diese anschwellende Schicht
befindet, nicht auf die obengenannte beschränkt, sondern
sie kann wie erforderlich verändert werden. Die Mittel,
um solche wärmeisolierenden Eigenschaften zu erhalten,
sind nicht auf die obengenannten beschränkt, vielmehr
können selbstverständlich alle dafür geeigneten Mittel
verwendet werden.
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Es kann eine Anordnung wie in FIG. 8 gezeigt geschaffen
werden. D.h., daß nach der Ausbildung eines Winkelstücks
18a am oberen Ende des Etiketts 18, wie in FIG.8(a)
gezeigt, ein Hilfsetikett 18k, das aus einem getrennten
Material geformt ist, an der Oberseite des Etiketts 18
befestigt werden kann, wie in FIG. 8(b) gezeigt,
woraufhin das Etikett 18 als Ganzes mit der Harzfolie 2
vereinigt wird, wie in den FIG. 8(c) und (d) gezeigt. Dieses
Mittel hat den Vorteil, daß das Etikett 18 über der
gesamten Bodenoberfläche der in dem Behälter geformten
Harzfolie angeordnet ist, so daß die Wärmeisolation und
die Festigkeit des Behälters weiter verbessert werden
können. Das Hilfsetikett 18k kann mit Perforationen 30
versehen sein, damit in Vakuumerzeugungsvorgang keine
Schwierigkeiten in der Behälter-Gießform 4 auftreten. Für
eine solche Anordnung werden bis zu einem gewissen Grad
auch andere Mittel als die Vorformung verwendet, und in
diesem Zusammenhag versteht es sich, daß die Erfindung in
ihrem technischen Umfang auch solche Mittel umfaßt.
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Bei der gegenwärtigen Erfindung ist die Konfiguration der
Gießform 4 und/oder der Vorformungs-Form weder auf die
bereits beschriebene Konfiguration beschränkt noch ist
die Art der Harzformung beschränkt auf diejenige, bei der
eine mit Bezug auf die Ausführungsform beschriebene
Harzfolie verwendet wird.
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Es kann zum Beispiel eine Druckgußtechnik verwendet
werden, wie sie in FIG. 9 gezeigt ist. In diesem Fall
werden, wie in FIG. 9(b) gezeigt, ein Paar von
Druckgußformen 4, 4a, bestehend aus Matrize und Stempel,
verwendet, wobei in den Hohlraum der Formen 4, 4A geschmolzenes
Harz zur Formung eingespritzt wird, wobei das Etikett 18
längs der inneren Umfangsfläche der Matrize eingebracht
ist. Gemäß der Erfindung ist es sogar im Fall des
Druckgusses möglich, durch vorhergehendes Wärmeschrumpfen
eines röhrenförmigen Etiketts 18, das über der
Vorformungs-Form 7 angebracht ist, die eine äußere
Umfangsfläche
7a von gleicher Größe und Form wie die innere
Umfangsfläche 4a der Matrize 4 besitzt, wie in FIG.9(a)
gezeigt, das Etikett 18 dazu zu veranlassen, genau mit
der inneren Umfangsfläche 4a der Matrize 4 in
Übereinstimmung zu gelangen.
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Deswegen kann das Etikett 18, selbst wenn die äußere
Oberfläche des Harzes, das in dem Behälter durch Druckguß
geformt wird, eine dreidimensional gekrümmte, z.B.
sphärische Oberfläche besitzt, so fertiggestellt werden,
daß es in seiner Erscheinung keine Falten aufweist, wie
in FIG.9(c) gezeigt ist.
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Es ist ersichtlich, daß gemäß der Erfindung das
Harzformungsmittel, das nach der Vorformung des Etiketts
verwendet wird, nicht besonders spezifiziert ist. Jedes
Verfahren des Harzformens, das die Gießform 4 verwendet,
nachdem das röhrenförmige Etikett 18 längs der inneren
Oberfläche der Gießform 4 eingebracht wurde, kann
verwendet werden.
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Bei dem Verfahren gemäß Anspruch 1 ist der geformte
Gegenstand nicht auf einen Behälter beschränkt. Die
Erfindung kann ebenso auf von Behältern verschiedene, aus
Harz hergestellte Gegenstände angewendet werden. Daher
sind selbstverständlich die Konfigurationen und andere
Besonderheiten der verwendeten Gießform 4 nicht
eingeschränkt.
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Die Vorformungs-Form 7, die bei dieser Erfindung
verwendet wird, sollte eine äußere Umfangsfläche 7a mit einer
Größe und einer Form haben, daß sie wenigstens mit der
inneren Umfangsfläche 4a der Gießform 4 übereinstimmt,
die Größe und die Form weiterer Ausführungsformen müssen
jedoch nicht mit der Innenseite der Gießform 4
übereinstimmen. Der Ausdruck "Übereinstimmung" oder
"übereinstimmen", der hier verwendet wurde, ist
insbesondere nicht auf hochgenaue Übereinstimmung von Größe und
Form eingeschränkt. Jeder Fehler innerhalb praktikabler
zulässiger Grenzen ist erlaubt. Die Größe der
Vorformungs-Form 7 ist so beschaffen, daß sie um einen Wert
kleiner als die der Gießform 4 ist, der der Dicke des
Etiketts 18 entspricht, wobei sie selbstverständlich um
einen Wert kleiner sein kann, der größer als es die Dicke
des Etiketts 18 ist, wo immer dies praktisch zulässig
ist.
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Bei der Etikettvorformungsvorrichtung gemäß der Erfindung
ist es nicht stets nötig, daß mehrere Vorformungs-Formen
7 zyklisch von der Fördereinrichtung 8 bewegt werden. Die
Vorrichtung kann auch nur eine Vorformungs-Form 7 und nur
eine Etikett-Erwärmungseinrichtung 17 enthalten. Die
Vorformungs-Form 7 kann stationär angebracht sein.
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Spezielle Anordnungen von einzelnen Einheiten der
Vorrichtung können je nach Anforderung variiert werden.
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Zum Zweck des Umdrehens der Vorformungs-Form 7, um dem
Etikett 18 ein Herabfallen in die Gießform zu
ermöglichen, ist es selbstverständlich möglich, eine Einrichtung
zu verwenden, die mechanisch nach der äußeren Oberfläche
des Etiketts 18 greift und es in die Gießform 4 zieht,
anstatt an der äußeren Oberfläche der Gießform 4
Luftöffnungen vorzusehen, wie es in der obenbeschriebenen
Ausführung der Fall ist.