Hintergrund der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf die
Ver-Wendung von aus Tee extrahiertem Tee-Polyphenol gegen
Infektion durch den Influenza-Virus oder insbesondere auf
ein Arzneimittel zur Prävention und Behandlung einer
Infektion durch Influenza-Viren vom Typ A und vom Typ-B.
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Bekanntlich ist die Influenza eine häufige Erkrankung
der Menschen, die in der Vergangenheit bis auf den
heutigen Tag die Menschen periodisch auftritt und in einer
Epidemie manchmal mehr als 10 Millionen Menschen tötet.
Aufgrund einer starken Verbesserung der Ernähungs- und
Hygienebedingungen in den letzten Jahren zusammen mit dem
schnellen Fortschritt der medizinischen Technologie bei
der Überwindung anderer Infektionserkrankungen ist die
Bedrohung durch Influenza heute nicht mehr so stark wie in
der Vergangenheit. Dennoch werden viele und unspezifische
Personen durch Lufttröpfchen-Infektion durch das
Influenza-Virus infiziert, so daß jedes Jahr eine oder mehr
Epidemien auftreten. Es wurden bereits viele Arzneimittel
zur Verhinderung der Infektion durch den Influenza-Virus
vorgeschlagen, keines von ihnen weist jedoch vollständig
zufriedenstellende Vorbeugungs-Effekte auf. Das Verfahren,
das heutzutage als wirksamstes Verfahren zur Vorbeugung
gegen eine Influenza-Infektion angesehen wird, ist die
Impfung mit einem Impfstoff. Ein Problem bei der Impfung
gegen Influenza ist jedoch, daß große Schwierigkeiten
auftreten bei der Entwicklung eines neuen
Influenza-Impfstoffes, um der ständigen Mutation des Antigens des
Influenza-Virus Rechnung zu tragen, bei gleichzeitig verhältnismäßig
geringen Erfolgsaussichten.
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Man ist daher eifrig bemüht, ein neues Arzneimittel
zur Vorbeugung und Behandlung einer Infektion durch
Influenza-Virus zu entwickeln, das in der Lage ist, den
gewünschten Vorbeugungseffekt wirksam zu ergeben unabhängig
von der Antigenität des Virus und das ohne
Sicherheitsprobleme verwendet werden kann, weil irgendwelche
schädlichen Nebenwirkungen gegenüber dem menschlichen
Körper fehlen.
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In "Proc. Soc. Exp. Biol. Med." 71, 1949, 84, sind
Tee-Extrakte beschrieben, die eine nicht-identifizierte
Fraktion ergeben, welche die Vermehrung des
Influenza-Virus in einen Embryo enthaltenden Eiern verhindern. Die
wirksamen Verbindungen sind jedoch nicht angegeben und die
verwendeten Fraktionen stellen Gemische mit einer
unbekannten Zusammensetzung dar, wobei alkoholunlösliche
Fraktionen stärker inhibierend wirken als alkohollösliche
Fraktionen.
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In "Applied Microbiology" 1990, 11, 38-40, ist
angegeben, daß Extrakte von schwarzem Tee das
Infektionsvermögen des Influenza-Virus A und des Influenza-Virus B bei
Madin-Darby-Hunde-Nieren-Zellen inhibieren (hemmen).
Tee-Extrakte inhbierten zwar die Virus-Absorption durch die
Zellen, sie inhibierten jedoch nicht die Vermehrung in den
Zellen.
Zusammenfassung der Erfindung
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Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die
Verwendung von spezifischen Verbindungen gegen eine Infektion
durch das obengenannte Influenza-Virus bereitzustellen.
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Der Erfinder hat umfangreiche Untersuchungen an
Naturprodukten durchgeführt, um eine Substanz zu finden, die
in der Lage ist, den gewünschten Effekt zu ergeben, ohne
daß die Probleme auftreten, die üblicherweise mit chemisch
synthetisierten Verbindungen verbunden sind.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die
Verwendung mindestens eines aus Tee extrahierten
Tee-Polyphenols, das ausgewählt wird aus der Gruppe, die besteht aus
Epigallokatechingallat, Epikatechingallat,
Epigallokatechin, Epikatechin, freiem Theaf lavin, Theaflavinmonogallat
A, Theaflavinmonogallat B und Theaflavindigallat, zur
Herstellung eines Arzneimittels für die Behandlung oder
Verhinderung der Infektion durch Influenza-Virus.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die Fig. 1 zeigt ein Diagramm, das den
Infektions-Verhinderungseffekt in % als Funktion der Konzentration
des hergestellten Arzneimittels angibt.
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Die Fig. 2 zeigt den Effekt auf die Abnahme der
Plaques durch die Aritiviren-Aktivität, die schwarzer Tee und
mehrere handelsübliche Mundwässer als Funktion des
Verdünnungsverhältnisses aufweisen.
Detailierte Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
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Die Influenza-Viren können in die drei Typen A, B und
C eingeteilt werden, je nach Serum-Typen der
Nucleoproteine und Membranproteine. Es werden nicht nur Menschen,
sondern auch Haushühner, Schweine, Pferde und dgl. mit
jedem dieser drei Influenza-Viren-Typen infiziert, von denen
der Typ A der bösartigste ist. Während die Influenza-Viren
sich ausbreiten durch das Infizieren von tierischen
Zellen, ist das Hämagglutinin (HA) als ein Glycoprotein, das
auf der Oberfläche der Virenteilchen gefunden wird, stark
an der Initiierung der Infektion beteiligt. Das
Hämagglutinin beeinflußt die Fusion der Viren-Membran mit der
Zellmembran, wodurch das Eindringen der Virus-Nucleinsäure
in die Zellen erleichtert wird, was eine Infektion durch
Influenza zur Folge hat. Wenn rote Blutkörperchen als
Ziel-Zellen verwendet werden, tritt eine Agglutination der
roten Blutkörperchen durch die Wirkung des Häinagglutinins
ein, so daß eine Zellfusion und eine Hämolyse zu
beobachten sind. Andererseits wird die Freisetzung der Viren
durch die Zellmembran durch die Neuraminidase (NA)
gesteuert, so daß eine Hemmung ihrer Aktivität auch zu einer
Verhinderung der Virusinfektion führt.
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Der Erfinder hat nun überraschend gefunden, daß ein
Arzneimittel, dessen wirksamer Bestandteil (Wirkstoff)
eine Tee-Polyphenolverbindung ist, die Fähigkeit hat, die
Aktivität sowohl des Hämagglutinins als auch der
Neuraminidase zu desaktivieren, wodurch eine Infektion von
Zellen durch das Influenza-Virus verhindert werden kann.
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Die Hemmwirkung auf die Infektion konnte nicht nur in
bezug auf das Phänomen dar Agglutination von roten
Blutkörperchen, sondern auch durch die Plaque-Bildung als
Folge der Proliferation der Viren bestätigt werden. Der
Infektions-Hemmungseffekt kann erzielt werden durch
Behandlung entweder der Viren oder der Zellen mit einem
Arzneimittel, welches die obengenannte
Tee-Polyphenolverbindung enthält, wodurch die Möglichkeit besteht, der Inf
luenza vorzubeugen. Außerdem ist im Gegensatz zu den
Impfstoffen die Wirksamkeit des Arzneimittels nicht beschränkt
durch die Antigenität, welche die Wirksamkeit eines
Arzneimittels, das die obengenannten
Tee-Polyphenolverbindungen enthält, nicht beeinflußt.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein
neues Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung der
Infektion durch Influenza-Viren, das als medizinisch
wirksamen Bestandteil (Wirkstoff) Tee-Polyphenole enthält.
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Zu den Tee-Polyphenolverbindungen, welche die
Hauptwirkstoffe in dem Arzneimittel gegen Infektion durch
Influenza-Virus darstellen, gehören die
Tee-Katechinverbindungen der nachstehend angegebenen allgemeinen Formel (I)
und die Theaflavin-Verbindungen der nachstehend
angegebenen allgemeinen Formel (II):
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worin R&sub1; für ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxygruppe
und R&sub2; für ein Wasserstoffatom oder eine
3,4,5-Trihydroxybenzoylgruppe stehen; und
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worin R&sub3; und R&sub4; jeweils unabhängig voneinander stehen für
ein Wasserstoffatom oder eine
3,4,5-Trihydroxy-benzoylgruppe.
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Zu speziellen Beispielen für die
Tee-Katechinverbindungen der allgemeinen Formel (I) gehören:
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(-)Epikatechin, bei dem es sich um eine Verbindung der
Formel (I) handelt, in der R&sub1; = H und R² = H;
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(-)Epigallokatechin, bei dem es sich um eine Verbindung
der Formel (I) handelt, in der R&sub1; = OH und R&sub2; = H;
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(-)Epikatechingal1at, bei dem es sich um eine Verbindung
der Formel (I) handelt, in der R&sub1; = H und R&sub2; = eine
3,4,5-Trihydroxy-benzoylgruppe; und
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(-)Epigallokatechingallat, bei dem es sich um eine
Verbindung der Formel (I) handelt, in der R&sub1; = OH und R&sub2; = eine
3,4,5-Trihydroxy-benzoylgruppe.
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Zu speziellen Beispielen für die
Theaflavin-Verbindungen gehören:
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freies Theaflavin, bei dem es sich um eine Verbindung der
Formel (II) handelt, in der R&sub3; = H und R&sub4; = H;
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Theaflavin-monogallat A, bei dem es sich um eine
Verbindung der Formel (II) handelt, in der R&sub3; = eine
3,4,5-Trihydroxy-benzoylgruppe und R&sub4; = H;
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Theaflavin-monogallat B, bei dem es sich um eine
Verbindung der Formel (II) handelt, in der R&sub3; = H und R&sub4; = eine
3,4,5-Trihydroxy-benzoylgruppe; und
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Theaflavin-digallat, bei dem es sich um eine Verbindung
der Formel (II) handelt, in der R&sub3; = eine
3,4,5-Trihydroxy-benzoylgruppe und R&sub4; = eine
3,4,5-Trihydroxy-benzoylgruppe.
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Die oben angegebenen Tee-Polyphenolverbindungen
können aus Teeblättern als Ausgangsmaterial hergestellt
werden und ein Verfahren zur Herstellung derselben und ein
typisches Beispiel für die Produktzusammensetzung sind
beispielsweise in den japanischen Patenten Kokai Nr.
59-219 384, 60-13 780 und 61-130 285 und anderswo
beschrieben.
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Wenn das Medikament gegen Infektion durch
Influenza-Virus in Form eines Arzneimittels, beispielsweise als
Lebensmittel, wie Bonbons, Collutoria, Pastillen und dgl.
vorliegt, können die Tee-Polyphenolverbindungen als
Wirkstof fe aus Tee mit der Arzneimittel-Basis als solcher oder
gelöst in Wasser, einen Alkohol oder dgl., gemischt
werden. Eine wirksame Konzentration des Tees wird erhalten
durch Verdünnen eines konventionellen Trinktees mit einer
Konzentration von etwa 2 g/100 ml bis auf das 260-fache,
wobei die wirksame Konzentration der
Tee-Polyphenolverbindungen in dem Bereich von 1 bis 100 ug/ml
liegt.
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Nachstehend wird die Erfindung anhand von Beispielen,
die gegenüber dem Influenza-Virus vom Typ A des
A/Sichuan/2/87(H3N2)-Stammes und gegenüber dem
Influenza-Virus vom Typ B des B/USSA/100/83E-Stammes durchgeführt
wurden, näher beschrieben. Zu den getesteten Arzneimitteln
gehören ein 20 gew./vol.-%iger Extrakt von schwarzem Tee,
der mit einer Phosphatpufferlösung abgepuffert wurde,
sowie Epigallokatechingallat und Theaflavin-Digallat, die
aus grünem Tee und schwarem Tee isoliert und gereinigt
wurden, von denen jedes in einer Phosphatpufferlösung in
einer Konzentration von 1 mg/ml gelöst wurde. Die Tests
wurden durchgeführt durch weiteres Verdünnen der oben
erhaltenen Lösungen.
Assay zur Bestimmung der Virus-Aktivität in bezug auf die
Agglutination von roten Blutkörperchen
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Die Messungen wurden mit 0,5 % roten Blutkörperchen
von Haushühnern nach einer Zeitspanne von 1 h
durchgeführt.
Plaque-Messung
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Als Testzellen wurden Hunde-Nieren-Subkultur-Zellen
(MDCK) verwendet. Das Kulturmedium für die
Virus-Proliferation war ein 0,9 %iges Agar-Kulturmedium, das 2
ug/ml Trypsin, 0,4 % Rinderserumalbumin und das
Grundmedium Eagle's Vitamin enthielt. Nach der Infektion der
Zellen durch das Virus wurde das Kulturmedium darauf gegossen
und das Kultivieren wurde 3 bis 5 Tage lang bei 33,5ºC
durchgeführt. Nach dem Fixieren mit Formalin wurde der
Agar entfernt und die Plaques wurden ausgezählt durch
Färben mit Methylenblau.
Betrachtung unter dem Elektronenmikroskop
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Es wurde das Phosphotransacetylase
(PTA)-Färbeverfahren angewendet.
Beispiel 1
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Das Influenza-Virus vom Typ A wurde 30 min bis 1 h
lang mit einer Extrakt-Lösung von schwarzem Tee oder
Epigallokatechin-gallat (EGCg) behandelt und die
Blutkoagulation (Hämagglutinin-Aktivität) und die Infektiosität
(Anzahl der Plaques) wurden geprüft. Die Ergebnisse sind
nachstehend angegeben.
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Serum-Koagulation: die Serum-Koagulation war nach 30-
minütiger Behandlung (Hämagglutinin-Aktivität) mit einem
10-fach verdünnten schwaren Tee vollständig desaktiviert.
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Infektiosität (Auszählen der Plaques): die Anzahl der
Plaques nach 1-stündiger Behandlung betrug 0 sowohl bei
auf das 2 560-fache verdünntem schwarem Tee als auch bei
0,5 ug/ml EGCg, was eine 100 %ige Inhibierung der
Infektion anzeigt.
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Wie vorstehend angegeben, konnte die Infektion mit
dem Virus durch direkte Behandlung des Virus verhindert
werden.
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Die Fig. 1 der beiliegenden Zeichnungen zeigt die
Hämagglutinin-Aktivitäts-Hemmwirkung und die Infektions-
Hemmwirkung von schwarem Tee und von EGCg in Abhängigkeit
von ihrer Konzentration.
Beispiel 2
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Die Inhibierung der Proliferation des Influenza-Virus
vom Typ A wurde nach der Infektion von Zellen untersucht.
Tierische Zellen (MDCR) die mit dem Virus infiziert
worden waren, wurden zu einem Kulturmedium zugegeben unter
gleichzeitiger Zugabe von schwarzem Tee mit einer auf das
80-fache verdünnten Konzentration oder zu einem
Kontroll-Kulturmedium ohne Zugabe von schwarzem Tee, und das
Kultivieren (Züchten) wurde 48 bis 96 h lang durchgeführt.
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Nach dem Kultivieren wurde die überstehende
Flüssigkeit aus jedem Kulturmedium entnommen und dem Assay zur
Bestimmung der Hämagglutinin (HA) -Aktivität unterworfen.
In dem Plaque-Assay konnte kein Unterschied nachgewiesen
werden zwischen den beiden Gruppen in bezug auf die
Aktivität des Virus im Augenblick des Beginns der
Kultivierung.
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Das Ergebnis war, daß das Kontroll-Kulturmedium 48 h
nach der Infektion eine HA-Aktivität von 512 aufwies,
während keine HA-Aktivität nachgewiesen werden konnte in dem
Kulturmedium, dem schwarzer Tee in 80-facher Verdünnung
zugesetzt worden war.
Beispiel 3
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Es wurde eine Studie durchgeführt, um die Hemmwirkung
gegenüber einer Infektion durch Influenza-Virus vom Typ A
bei einer Vorbehandlung der nicht-infizierten Zellen zu
untersuchen.
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MDCK-Zellen wurden 1 Stunde vorher mit schwarzem Tee
oder EGCg behandelt und dann mit dem Virus infiziert.
Danach wurde ein Plaque-Assay durchgeführt. Die Ergebnisse
zeigten, daß der Prozentsatz der Infektionshemmung 85 %
betrug bei schwarzein Tee bei 20-facher Verdünnung und daß
er 45 % betrug bei EGCg in einer Konzentration von 100
ug/ml. Diese Ergebnisse stützen die Schlußfolgerung, daß
die Vorbehandlung der nicht-infizierten Zellen wirksam ist
in bezug auf die Verhinderung einer Infektion durch das
Influenza-Virus.
Beispiel 4
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Es wurden ähnliche Experimente wie in Beispiel 1
durchgeführt, um die Hemmung einer Infektion durch das
Influenza-Virus vom Typ B durch Behandlung mit EGCg oder
Theaflavin-digallat (TF3) jeweils für 1 Stunde bei einer
Konzentration von 1 ug/ml und für 5 min bei einer
Konzentration von 4 ug/ml zu untersuchen. Die in diesen vier
Experimenten erzielten Ergebnisse waren so, daß der
Prozentsatz der Hemmung der Infektion in jedem Falle 100 %
betrug. Diese Ergebnisse stützen die Schlußfolgerung, daß
die Vorbehandlung der Zellen auch wirksam ist in bezug auf
die Verhinderung der Infektion durch Influenza-Virus vom
Typ B.
Beispiel 5
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Es wurde eine Vergleichsstudie durchgeführt zur
Bestimmung des Prozentsatzes der Infektions-Hemmung bei
Influenza-Virus vom Typ B, ausgedrückt durch die
Neuraminidase (MA)-Aktivität, durch Bestimmung der isolierten
Sialinsäure nach dem TBA-Verfahren mit Fetuin als
Substrat. Wie in der nachstehenden Tabelle zusammengefaßt,
waren die Ergebnisse die, daß die NA-Aktivität in dem
Kontrolltest ohne Behandlung 11 betrug, während die
NA-Aktivität durch die Behandlung mit schwarem Tee,
Epigallokatechingallat (EGCg) oder Theaflavindigallat (TF3) auf 8 bis
2 verringert wurde, was die Schlußfolgerung stützt, daß
die Behandlung damit wirksam war in bezug auf die
Verhinderung einer Infektion durch das Virus.
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Probe NA-Aktivität
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Kontrolle 11,0
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schwarzer Tee, 10-fache Verdünnung 1,25
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schwarzer Tee, 20-fache Verdünnung 2,90
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schwarzer Tee, 40-fache Verdünnung 5,00
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EGCg, 50 ug/ml 8,00
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EGCg, 100 ug/ml 5,10
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TF3, 25 ug/ml 3,70
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TF3, 50 ug/ml 2,70
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TF3, 100 ug/ml 1,70
Beispiel 6
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EGCg wurde zu einer Suspension des Virus zugegeben
und das Verhalten des Virus wurde mit einem
Elektronenmikroskop beobachtet, wobei eine spontane Bildung von
agglutinierten Klumpen aus dem Virus gefunden wurde, was
anzeigt, daß EGCg eine Aktivität als Antivirus-Agens hatte.
Beispiel 7
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Das Influenza-Virus wurde 1 h lang mit schwarzem Tee
oder einem der auf dem Markt in variierenden Verdünnungen
erhältlichen Mundwässer (oder Collutoria) A, B, C und D
behandelt, um den Effekt der Verminderung der Anzahl der
Plaques bei jeder Konzentration zu untersuchen. Die
wirksamen Bestandteile in dem Mundwasser waren folgende:
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A: Decaliniumchlorid, Thymol
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B: Popidonjod
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C: wasserlösliches Azulen, Benzetoniumchlorid
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D: Cetylpyridiniumchlorid
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Die Ergebnisse des Assays sind in der Fig. 2
graphisch dargestellt, die so zu verstehen ist, daß, obgleich
die Mundwässer B und D wirksam sind in Bezug auf die
Verhinderung einer Virus-Infektion, wenn sie in einer
normalen Konzentration verwendet werden, ihre Wirksamkeit nicht
so hoch ist wie diejenige von schwarzem Tee.
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Das vorstehend beschriebene Arzneimittel zur
Prävention und Behandlung einer Infektion durch Influenza-Virus
enthält als wirksamen Bestandteil (Wirkstoff) ein
Naturprodukt, bei dem es sich um ein trinkbares Produkt
handelt, das im täglichen Leben in einer beträchtlich
großen Menge eingenommen wird, so daß es absolut frei von
unerwünschten Nebenwirkungen auf den menschlichen Körper
ist, nicht nur bei seiner Verwendung als Arzneimittel,
sondern auch bei seiner Verwendung als
Lebensmittel-Zusatz. Darüber hinaus ist die Wirksamkeit desselben so
hoch, daß eine Infektion mit Influenza-Virus wirksam
verhindert werden kann durch Zugabe desselben in einer nur
sehr niedrigen Konzentration, wodurch eine Möglichkeit
geschaffen wird, eine Infektion durch Influenza-Virus zu
verhindern (vorzubeugen).