DE68909C - Darstellung von Aluminium durch elektrolyte Reduction von Aluminiumsulfid - Google Patents

Darstellung von Aluminium durch elektrolyte Reduction von Aluminiumsulfid

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DE68909C
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aluminum
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electrolyte reduction
aluminum sulfide
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Aluminium-Industrie-Aktiengesellschaft in Neuhausen, Schweiz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25CPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25C3/00Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts
    • C25C3/06Electrolytic production, recovery or refining of metals by electrolysis of melts of aluminium

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Darstellung von Aluminium auf elektrischem Wege; dieselbe beruht auf der Beobachtung, dafs Aluminiumsulfid an sich in geschmolzenem Zustande, sowie in einem Bade von Chloriden oder von Fluoriden der Alkalien oder alkalischen Erden ausgezeichnet zur Darstellung sehr reinen Aluminiums durch Elektrolyse geeignet ist.
Der einstweilen noch hohe Preis des ■ Aluminiumsulfides darf von dessen Anwendung nicht abschrecken, da nach den neuesten Versuchen des Erfinders gerade dieser Stoff bei der Elektrolyse ein Aluminium von aufserordentlicher Reinheit ergiebt.
Das neue Verfahren besteht nun bei Anwendung von Aluminiumsulfid ohne weitere Zusätze darin, diesen Stoff in geschmolzenem Zustande der Einwirkung eines geeigneten elektrischen Stromes auszusetzen.
Es kann dabei das Aluminiumsulfid in den flüssigen Zustand übergeführt und in demselben erhalten werden entweder durch die von dem elektrischen Strom erzeugte Wärme selbst, oder durch Ofenhitze.
Bemerkenswerth ist, dafs:
i. bei dem eben beschriebenen Verfahren die Kohlenelektrode, welche in das flüssige Aluminiumsulfid eintaucht, nicht leidet, vielmehr sich unverändert erhält, weil die Kohle stets auf einer Temperatur gehalten wird, welche niedriger ist als die, bei welcher Kohle sich mit Schwefel verbindet;
2. die Reduction bei verhältnifsmäfsig geringer Stromstärke vor sich geht;
3. Kurzschlufs vermieden wird, weil das Aluminium wegen seines höheren specifischen Gewichtes auf den Boden des Zersetzungsgefäfses sinkt.
Als Lösungsmittel für das Aluminiumsulfid empfiehlt sich die Anwendung von Chlorkalium und Chlofnatrium.
Setzt man unter Anwendung äufserer Wärme die so erhaltene Mischung der Einwirkung eines schwach gespannten elektrischen Stromes (2V2 bis 3 Volt) aus, so erhält man sehr reines Aluminium fast quantitativ ausgeschieden.
Erscheint es zweckmäfsig, das Bad durch die Stromwärme selbst flüssig zu erhalten, so ist selbstverständlich eine höhere elektrische Energie erforderlich; doch ist es selten nöthig, über etwa 5 Volt hinauszugehen.
Das Bad verhütet zwar an sich schon die Oxydation des Sulfides, doch kann man, um ganz sicher zu gehen, durch Ueberleiten von reducirend wirkenden Gasen jede Oxydation vermeiden.
Die Reduction wird am besten in einem gufs- oder schmiedeeisernen Kasten vorgenonvmen, welcher innen mit Kohle ausgefüttert ist. Als ein besonders vortheilhafter Umstand mufs es betrachtet werden, dafs weder dieses Futter, noch die in die geschmolzene Masse eintauchenden Kohlenelektroden durch den elektrolytischen Procefs schädlich beeinflufst werden;
dadurch aber wird, abgesehen von der bedeutenden Kostenersparnifs, ein wesentlich reineres Aluminium erzielt.
Das neue Verfahren ist schon aus dem Grunde bemerkenswerth, weil es nennenswerthe Verluste an den verwendeten Stoffen nicht mit sich bringt, denn die an der Anode reichlich sich entwickelnden Schwefeldämpfe können aufgefangen und in beliebiger Weise weiter nutzbar gemacht werden.
Die Reinheit des Bades, welche in dem vorliegenden Falle eine sehr grofse ist, ist ausschlaggebend für die Güte und Reinheit des erhaltenen Aluminiums.

Claims (2)

  1. Pate nt-Ansprüche:
    ι . Darstellung von Aluminium durch elektrolytische Reduction von geschmolzenem Aluminiumsulfid.
  2. 2. Zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i. das durch Patent Nr. 63995 geschützte Verfahren in der Weise abgeändert, dafs die Doppelsulfide durch Aluminiumsulfid ersetzt sind.
DENDAT68909D Darstellung von Aluminium durch elektrolyte Reduction von Aluminiumsulfid Expired - Lifetime DE68909C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4464234A (en) * 1982-04-01 1984-08-07 The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy Production of aluminum metal by electrolysis of aluminum sulfide

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4464234A (en) * 1982-04-01 1984-08-07 The United States Of America As Represented By The United States Department Of Energy Production of aluminum metal by electrolysis of aluminum sulfide

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