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Schnellspann-Maschinenschmubstock Die Erfindung bezieht sich auf einen
Schnellspann - Maschinenschraubstock, bei welchem eine verschieblich geführte Backe
durch einen in verschiedene in der Sohlplattenmitte vorgesehene Ausnehmungen einsteckbaren
Zapfen einstellbar ist. Bei einem bekannten Schraubstock dieser Art hat man vorgeschlagen,
den zur Schnellverspannung benötigten Zapfen in der an sich normalerweise feststehenden
Backe lose anzuordnen. Beim Schnellverspannen dieser Backe wurde dann der Zapfen
aus dieser Backe von Hand herausgezogen, die Backe in die neue Stellung geschoben
und dann der Zapfen wieder eingesteckt. Diese Ausführungsart, welche in ihrer Bedienung
umständlich ist, hat den weiteren Nachteil, daß die oft wochenlang in derselben
Stellung verbleibende Backe sowie der Zapfen leicht anrosten oder sich infolge Verschmutzung
festsetzen.
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Bei einer anderen Ausführung hat man den zur Schnellverspannung dienenden
Zapfen in dem Widerlager der zum Verschieben der beweglichen Backe erforderlichen
Spindel derart lose angeordnet, daß der Zapfen beim Schnellverspannen hochgehalten
werden muß.
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Es sind weiter Schnellspann-Maschinenschraubstöcke bekannt, bei welchen
die Spindelmutter ein Schwenkstück trägt, welches mit einem Ende sperrklinkenartig
in eine Verzahnung der Grundplatte greift. Dieses Schwenkstück ist mitsamt der Spindel-:
mutter in einem an der beweglichen Schraubstockbacke befestigten besonderen Gehäuse
geführt und kann nur durch Zurückdrehen der Spindel bis zum Endanschlag aus der
Sperrverzahnung der Grundplatte ausgeklinkt werden. Diese Bauart ist in der Bedienung
umständlich und in der Herstellung verwickelt und teuer. Außerdem eignet sich d'_eselbe
nicht zur Aufnahme hoher Drücke, wenn man nicht eine sehr breite und tiefe Verzahnung
wählt, was aber entsprechende Vergrößerung der Baubreite bedingt.
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Durch die Erfindung werden Schnellspann-Maschinenschraubstöcke der
erstgenannten Art dadurch verbessert, daß der Zapfen an der Unterseite eines an
der Spindelmutter pendelnd aufgehängten Schwenkstückes fest angebracht ist, wobei
die Spindel in an sich bekannter Weise an der beweglichen Backe schwenkbar gelagert
ist. Hierdurch ergibt sich eine sehr einfache, billig herzustellende Bauart, die
besonders auch für gesenkgeschmiedete Schraubstöcke oder solche aus Stahlguß geeignet
ist. Die Bedienung dieser
Schraubstöcke während des Schnellverspannens
ist sehr einfach, da der an dem an der Spindelmutter pendelnd aufgehängten Schwenkstück
befestigte Zapfen infolge der Gewichtswirkung stets abwärts gerichtet bleibt und
so mit Leichtigkeit ohne besondere Hilfsmittel durch Absenken der Spindel, welche
ja in der beweglichen Backe schwenkbar gelagert ist, in die gewünschte Ausnehmung
der Sohlplatte hineingleitet.
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Eine weitere Verbesserung dieses Schraubstockes wird dadurch erreicht,
daß das Schwenkstück mit sehr groß bemessener Unterfläche auf der Sohlplatte aufliegt.
Hierdurch wird der Zapfen von den sich beim Festspannen und während des Arbeitens
ergebenden Drücken zu einem großen Teil entlastet, da diese auch über die groß bemessene
Unterfläche des Schwenkstückes auf die Sohlplatte übertragen werden.
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Die Löcher in der Sohlplatte können senkrecht gerichtet sein, wobei
die Druckfläche, das Schwenkstück und die entsprechenden Anlageflächen der Sohlplatte
in waagerechter Ebene liegen. Günstiger ist es aber, wenn die Löcher der Sohlplatte
und der senkrecht zur Druckfläche des Schwenkstückes gerichtete Zapfen eine geringe
Neigung schräg aufwärts zur festen Backe hin besitzen und wenn die Auflageflächen
der Sohlplatte und des Schwenkstückes senkrecht zur Achse des Zapfens stehen. Auf
diese Weise ergibt sich eine treppenartige Absetzung der Auflageflächen der Sohlplatte,
und es wird ein Herausspringen des Zapfens nach oben infolge der beim Festspannen
von Werkstücken eintretenden Drücke unter allen Umständen vermieden. Die Neigung
der Löcher und der Flächen darf selbstverständlich hierbei nur gering gewählt werden,
da im andern Falle das Herausziehen des Zapfens erschwert bzw. verhindert würde.
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Um die Entlastung des Zapfens von den auftretenden Drücken noch weiter
zu verbessern, soll dieser Zapfen nahe dem der beweglichen Schraubstockbacke zugekehrten
Ende der Druckfläche angeordnet werden, so daß sich die letztere im wesentlichen
nach hinten erstreckt und die auftretenden Drücke auf die entsprechende Anlagefläche
der Sohlplatte überträgt.
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Selbstverständlich können der Feststellzapfen und die entsprechenden
Löcher der Sohlplatte auch einen anderen als einen runden Querschnitt erhalten.
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In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel
dargestellt.
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Fig. i ist ein Aufriß; Fig.2 ist ein Teil eines Grundrisses zu Fig.
i ; Fig. 3 zeigt die Mutter mit dem Schwenkstück in einer Ansicht von hinten; Fig.
q. ist ein Längsschnitt durch die Mitte des Schraubstockes.
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Der Schraubstock besteht im wesentlichen aus der Sohlplatte i, einer
beweglichen Backe 2 und der hinteren festen Backe 3, die in bekannter Weise um einen
senkrechten Zapfen q. schwenkbar ist. Die Spindel 5 besitzt einen kugeligen Kopf
6, der in einer kugelpfannenartigen Ausnehmung 7 der Backe 2 befestigt und durch
einen Ring 8 gehalten ist.
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Die Spindel trägt die als zylindrischer Querbolzen ausgebildete Mutter
9, auf welcher das gabelartige Schwenkstück io angeordnet ist.
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Dieses Schwenkstück ist in der aus Fig..I ersichtlichen Weise auf
der Mutter drehbar, während die Mutter selbst in einer senkrecht hierzu gerichteten
Ebene um die Spindel gedreht werden kann.
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Das Schwenkstück besitzt auf der Unterseite eine ebene Auflagefläche
i i, aus welcher nahe dem der Backe :2 zugekehrten Ende ein zylindrischer Zapfen
12 herausragt. Dieser Zapfen ist senkrecht zu der Auflagefläche i i angeordnet (vgl.
Winkel a in Fig. i).
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In der Mitte der Sohlplatte sind eine Reihe dem Zapfen 12 entsprechende
zylindrische Bohrungen 13 vorgesehen, die eine geringe Neigung schräg aufwärts in
Richtung auf die feste Backe besitzen (vgl. Winkel ß in Fig. 4.). Dementsprechend
besitzen die Druckflächen i i und die entsprechenden Auflageflächen 1.4 der Sohlplatte
eine geringe Neigung schräg aufwärts in Richtung auf die bewegliche Backe. Um die
bewegliche Backe 2 aus der Stellung nach Fig. i in eine andere Stellung zu bringen,
wird die Spindel angehoben (Fig. ¢) und dann der Ansatz des Schwenkstückes in die
gewünschte Öffnung 13 eingeführt. .
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Der Erfindungsgedanke ist selbstverständlich bei beliebiger Ausbildung
der Schraubstockbacke und der Führung derselben anwendbar.