DE68754C - Koppelvorrichtung zum Hervorrufen einer Sforzandowirkung bei elektrisch betriebenen Orgeln - Google Patents
Koppelvorrichtung zum Hervorrufen einer Sforzandowirkung bei elektrisch betriebenen OrgelnInfo
- Publication number
- DE68754C DE68754C DENDAT68754D DE68754DA DE68754C DE 68754 C DE68754 C DE 68754C DE NDAT68754 D DENDAT68754 D DE NDAT68754D DE 68754D A DE68754D A DE 68754DA DE 68754 C DE68754 C DE 68754C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- contact
- keys
- closed
- lever
- organ
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10B—ORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
- G10B1/00—General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus
- G10B1/02—General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus of organs, i.e. pipe organs
- G10B1/04—General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus of organs, i.e. pipe organs with electric action
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Electrophonic Musical Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die im Nachstehenden beschriebene Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen an Orgeln
u. dergl., um diese Instrumente in der Weise zu spielen, dafs die Stärke, Höhe und Klangfarbe
des hervorgebrachten Tones leichter geregelt, verändert oder je nach den Wünschen
des Spielenden unterbrochen werden kann. In erster Linie ist diese Erfindung anwendbar auf
Orgeln, welche mit pneumatischen oder elektropneumatischen Betätigungsvorrichtungen versehen
sind.
In den beiliegenden Zeichnungen ist der Gegenstand der vorliegenden Erfindung in den
Fig. ι bis 8 dargestellt.
Die Fig. 1 veranschaulicht in theilweise schematischer Ansicht eine Anordnung, durch
welche die Beschaffenheit sowie auch die Stärke des Tones sehr schnell verändert und
mit der ganzen Orgel oder irgend einem bestimmten Theil derselben eine Sforzandowirkung
erreicht werden kann.
Die Fig. 2 ist ein Querschnitt durch einen Theil des Apparates nach der Linie x-x der
Fig. ι und die Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch eine Anordnung, mittelst deren eine
Sforzandowirkung erhalten werden kann.
Die Fig. 3 zeigt eine Anordnung für Sforzandowirkung.
Die Fig. 4 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der ersterwähnten Anordnung in
ihrer besonderen Anwendung auf die Pedale.
Die Fig. 5 stellt eine besondere Form eines Uebertragungsapparates dar.
Die Fig. 6 ist ein Querschnitt im vergröfserten Mafsstabe nach der Linie y -y der
Fig. 5·
Die Fig. 7 zeigt eine andere Ausführungsform des Uebertragungsapparates und die Fig. 8
zeigt eine Anordnung, wodurch die Töne beliebig verlängert werden können.
Um die Beschaffenheit und Stärke des Tones zu ändern, können ein oder mehrere einstellbare
Tasten, Druckknöpfe oder Pedale vorgesehen und so angeordnet und verbunden werden,
dafs der Ton der Pfeifen der verschiedenen Orgelfelder durch einen leichten Druck
von Seiten des Spielenden geregelt werden kann, und zwar, wenn erforderlich, ohne dafs
die Register- oder Koppeltasten bewegt oder die Register gezogen, werden.
Eine derartige Einrichtung ist in den Fig. 1 und 2 dargestellt. .
Die Rolle L kann von dem Spielenden durch irgend eine geeignete Vorrichtung, wie
beispielsweise durch ein Pedal Z, ein Zugorgan Z1 und einen Arm Z2 bethätigt werden,
während Feder Z3 die Rolle beim Freigeben des Pedals in ihre Ruhestellung zurückführt.
Die Rolle ist von beiden gegenüberliegenden Seiten mit zwei Reihen von isolirten
Metallstiften L1 L2 versehen. L3 ist eine der
Register- oder Koppeltasten, welche in ihrer vorgeschobenen Stellung gezeichnet sind. Die
Batterie F versorgt durch die Leitung Z* die Registertaste mit Strom. Z,4 stellt den Vorschubcontact
vor und I5I6 bezeichnen die
Leitungsdrähte, welche ν,οη demselben zu dem Schaltbrett £B des Spieltisches führen. Le ist
der Rückzugscontact und I1 Is bezeichnen die
Leitungsdrähte, welche von demselben zu dem Schaltbrett L5 zurückführen. Das Kabel P
verbindet das Schaltbrett L5 mit der Batterie F,
und in den Stromkreis desselben sind (wie bei /10 gezeichnet) die verschiedenen elektropneumatischen
Hebel oder sonstigen innerhalb der Orgel liegenden elektrischen Bethätigungsvorrichtungen
eingeschaltet.
Jeder der vorerwähnten Stifte L1 bewegt sich zwischen und in Berührung mit einem
Paar von biegsam isolirten Metallstiften L7 L8, welche mit Vorschubleitungen Is l& in Hintereinanderschaltung
liegen, während die Stifte L2 in ähnlicher Weise zwischen den isolirten
Stiften L9 sich bewegen, die in demselben Stromkreis mit den Rückzugleitungen P Z8 eingeschaltet
sind. Auf diese Weise werden durch das Drehen der Rolle in der einen oder anderen
Richtung sämmtliche Vorschub- und Rückzugstromkreise bei den Stiften L1 Ls V
unterbrochen.
Das isolirte Contactstück L10 läuft längs der Rolle in unmittelbarer Nähe der Stifte L1 L8
und ist derart angebracht, dafs dasselbe, wenn das Pedal / niedergedrückt und die Rolle behufs
Unterbrechung des Vorschub- und Rückzugstromkreises in der erwähnten Weise gedreht
wird, sich gegen sämmtliche Stifte L2 anlegt. Wird die Rolle gedreht, so wird der
Contactstreifen Z.10 gleichfalls in Contact mit
einem isolirten Stift L11 gebracht, der mit einem von der Batterie kommenden Speisedraht Z11 verbunden ist, so dafs der Strom
durch die Leitung Zu, den Stift L11, den Streifen L10, die Stifte L8, die Vorschubdrähte
Z6 u. s. w. durch sämmtliche damit verbundenen elektropneumatischen Hebel geleitet
und zur Batterie zurückgeführt wird.
Sämmtliche dazu gehörigen Register werden demnach augenblicklich in Thätigkeit gesetzt,
und zwar ganz unabhängig von den Stellungen der verschiedenen Register- oder Koppeltasten
L3. Beim Freigeben des Pedals Z nimmt die Rolle ihre Ruhestellung wieder ein und
sämmtliche Register werden mit aufser Thätigkeit gesetzt, mit Ausnahme derjenigen, deren
Registertasten zufällig in der Arbeitsstellung sich befinden.
Eine besondere Rolle nebst Pedal oder eine gleichwerthige Einrichtung kann für ein jedes
Manual und für jedes Pedal vorgesehen werden, oder aber eine Rolle und ein Pedal kann
die Register der gesammten Orgel bethätigen oder aber einen bestimmten Theil derselben.
Durch die Benutzung der beschriebenen Anordnung kann je nach Wunsch augenblicklich
eine Sforzandowirkung erreicht werden.
• Wünscht man eine Verlängerung des Tones, welcher sich durch das Niederdrücken einer oder mehrerer Tasten oder Pedale ergiebt, zu erhalten, so können elektrische Contacte innerhalb der Orgel oder des Spieltisches angeordnet und zwei oder mehrere derselben in Berührung mit einander gebracht werden, sobald eine Note gespielt wird. Die gesammte oder eine gegebene Anzahl derselben wird auf elektrischem Wege durch die Bewegung einer Taste, eines Pedals, eines Hebels oder dergleichen wirksam oder unwirksam gemacht, welche Taste etc. innerhalb des Bereiches des Spielenden liegt.
• Wünscht man eine Verlängerung des Tones, welcher sich durch das Niederdrücken einer oder mehrerer Tasten oder Pedale ergiebt, zu erhalten, so können elektrische Contacte innerhalb der Orgel oder des Spieltisches angeordnet und zwei oder mehrere derselben in Berührung mit einander gebracht werden, sobald eine Note gespielt wird. Die gesammte oder eine gegebene Anzahl derselben wird auf elektrischem Wege durch die Bewegung einer Taste, eines Pedals, eines Hebels oder dergleichen wirksam oder unwirksam gemacht, welche Taste etc. innerhalb des Bereiches des Spielenden liegt.
Wenn man eine augenblickliche Verstärkung des Tones bezw. eine Sforzandowirkung hervorrufen
will, können weitere Stromschlufsvorrichtungen für die Pedale oder Tasten vorgesehen
werden, welche die Octaven der jeweilig benutzten Orgelpfeifen spielen oder aber
irgend welche zu anderen Orgelfeldern gehörige Pfeifen oder aber eine oder mehrere
Trommeln erschallen lassen. Die Stromschlüsse .werden hierbei dadurch hergestellt, dafs man
die Tasten und Pedale mit einer gröfseren als der für gewöhnlich angewendeten Kraft niederdrückt.
Eine derartige Anordnung ist in der Fig. 3 der beiliegenden Zeichnung dargestellt,
in welcher A eine Manualtaste bezeichnet, welche (beispielsweise bei einer elektrischen
Orgel) mit geeigneten Contactvorrichtungen für das Spielen ihrer eigenen Note sowie auch der
mit derselben gekoppelten Noten versehen ist. A1 ist die die Contactstifte tragende Schiene
und B eine starke isolirte Metallfeder, welche auf dieser Contactstiftschiene unterhalb der
Taste angebracht ist und erforderlichenfalls durch einen isolirten Schliefshaken oder eine
mit einem Kopf versehene Schraube, welche durch diese Feder hindurchgeht, daran gehindert
werden kann, sich bis über einen bestimmten Punkt hinaus auszudehnen. Die einstellbare
isolirte Contactschraube B1 ist mit
ihrer Spitze in unmittelbarer Nähe der Unterseite der Feder B auf der Schiene A1 angebracht.
Sämmtliche Federn B eines jeden Manuals sind durch einen Draht b1 mit der
von der Batterie kommenden Leitung b'2 verbunden,
während die Stifte 51 durch einen besonderen Draht Z?3 an den bezw. die elektropneumatischen
Hebel angeschlossen sind, welche zur Bethätigung einer oder mehrerer Octaven oder einer anderen Pfeife bezw. Instrumentes
der betreffenden Octave in der vorstehend beschriebenen Weise verbunden sind. An jeder
Taste oberhalb der Feder B ist eine Filzscheibe α angebracht. Der Stromkreis, in welchen
der Leitungsdraht b J eingeschaltet ist,
kann durch eine in der Nähe des Spielenden angeordnete geeignete Stromschlufsvorrichtung
geöffnet oder geschlossen werden.
Wenn man die Tasten unter gewöhnlichem Druck bethätigt, werden dieselben nicht weiter
nach unten gedrückt, als dazu erforderlich ist, um die Filzplatte α mit der Feder B in Berührung
zu bringen. Wenn indessen in Verbindung mit irgend einer besonderen Taste oder mehreren derselben eine Sforzandowirkung
gewünscht wird, so wird diese Taste bezw. Tasten mit grofser Kraft herabgedrückt, so
dafs die entsprechende Feder bezw. Federn B in Berührung mit dem in unmittelbarer Nähe
befindlichen Stift bezw. mit mehreren Stiften B1
kommen, so dafs die betreffenden Stromkreise geschlossen und die andere Orgelpfeife oder
das sonstige Instrument in der beschriebenen Weise in Thätigkeit tritt.
Wenn indessen die Taste oder sämmtliche Tasten losgelassen werden, werden sämmtliche
niedergedrückten Federn in ihre gehobene Stellung zurückkehren und sich gegen die Filzplatte unter dem Kopf der Schraube b anlegen.
In Fig. 4 ist eine abgeänderte Ausführungsform der vorstehend beschriebenen Einrichtung
dargestellt, und zwar in ihrer besonderen Anwendung auf die Pedale. A ist das vordere
Ende einer Pedaltaste, A1 die Schiene zur Aufnahme der Stromschlufsstifte und al eine gewöhnliche
Tastenfeder. A2 ist eine kurze Taste oder ein Hebel, der bei α2 unterhalb
der Taste A drehbar gelagert ist und zwei oder mehrere Stromschlufsstücke B* B'2 B2 B'2
trägt, von denen jedes, sobald der Hebel A2 hinreichend wirkt, herabgedrückt wird und mit
einer darunter liegenden, in geeigneter Weise befestigten Contactvorrichtung, wie beispielsweise
zwei isolirten biegsamen Metallfedern B1* oder B3 in Berührung kommt, welche an je
eine Leitung des betreffenden Stromkreises angeschlossen sind. Die Stromschlufsvorrichtungen
B'2 B3 sind dazu bestimmt, den Stromkreis der zu einer Taste gehörigen Note oder
der beiden anderen damit eingekoppelten Noten zu bethätigen. Die Stromschlufsstücke B* B1
bilden die Pole des vorerwähnten Sforzandostromkreises b2 b3. a3 ist eine Feder, welche
das Bestreben hat, den Hebel A'2 nach unten zu drücken und mit a4 ist ein Haken bezeichnet,
welcher diesen Hebel mit der Pedaltaste A verbindet, welch letztere den Hebel A'2
sowie die Stromschlufsvorrichtung desselben für gewöhnlich der Wirkung der Feder a3
entgegen in ihrer gehobenen Stellung erhält. Der Haken a4 kann in der Längsrichtung durch
sein Langloch a5 an der Pedaltaste verschoben werden. .B4 ist eine starke, unterhalb des
Hebels A2 angebrachte Feder, und mit ae a7
a8 a9 sind Filzdä'mpfer bezeichnet. Wie ersichtlich,
sind die Sforzandocontactstifte JB1* erheblich kürzer als die Stifte B3.
Beim Niederdrücken der Pedaltaste unter gewöhnlichem Druck verliert der Hebel A2
seine Stütze und die Feder a3 zieht denselben so weit nach unten, bis die Filzscheibe a7 die
Feder B4 berührt, während die Taste A bis
zur Auflage auf der Filzscheibe α8 herabgedrückt wird. Hierdurch werden die Tastcontacte
B2B3 geschlossen, während die
Sforzandostromschlufsvorrichtungen I^
geöffnet bleiben. Ein weiterer auf die Taste A ausgeübter Druck preist die Feder -B4 zusammen und schliefst die Sforzandocontacte. Das obere Ende der Schraube a10 ist durch den anliegenden Schenkel der Feder B4 hindurchgesteckt und wird mit ihrem Kopf in die in der Taste A"2 angebrachte Oeffnung a4 hineinbewegt, sobald diese Taste über das gewöhnliche Mafs hinaus nach unten gedrückt wird. Durch die Oeffnung α" hindurch kann die Schraube a10 mit Leichtigkeit eingestellt werden.
geöffnet bleiben. Ein weiterer auf die Taste A ausgeübter Druck preist die Feder -B4 zusammen und schliefst die Sforzandocontacte. Das obere Ende der Schraube a10 ist durch den anliegenden Schenkel der Feder B4 hindurchgesteckt und wird mit ihrem Kopf in die in der Taste A"2 angebrachte Oeffnung a4 hineinbewegt, sobald diese Taste über das gewöhnliche Mafs hinaus nach unten gedrückt wird. Durch die Oeffnung α" hindurch kann die Schraube a10 mit Leichtigkeit eingestellt werden.
Die Stromkreise einer jeden Gruppe des Sforzandocontactes werden durch eine oder
mehrere Hauptstromschlufsvorrichtungen, welche innerhalb des Bereiches .des Spielenden sich
befinden, geöffnet und geschlossen.
In den Fig. 5, 6 und 7 sind als Beispiel zeichnerisch zwei Wege angegeben, durch
welche dieser Zweck erreicht werden kann.
Das fest angebrachte Schaltbrett K, Fig. 5 und 6, ist mit einer Anzahl von Klemmen k kl
yersehen, und zwar sind ebensoviel Klemmen k vorhanden, als Tasten in der Orgel plus einer
kleinen Anzahl weiterer Klemmen k1 an jedem Ende der Reihe. Jedes Ende des Schaltbrettes
ist gleichfalls mit einigen zusätzlichen Pfeifen versehen. Die Drähte k2 verbinden die verschiedenen
Klemmen k kl mit ihren bezw. elektromagnetischen oder elektropneumatischen
Bethätigungsvorrichtungen innerhalb der Orgel. K1 ist ein zweites, aber beweglich angebrachtes
Schaltbrett, welches in geeigneter Weise in Schlittenführung k3 angebracht ist und durch
den Spielenden durch irgend einen geeigneten Mechanismus bethätigt werden kann.
Dasselbe besitzt eine Anzahl von Klemmen &4,
welche in ihrer Zahl den Orgeltasten entsprechen und mit den Gontacttasten durch
Drähte kb verbunden sind. Die Klemmen k*
besitzen in der Regel die Form von federnden Armen (s, Fig. 6), welche auf den Enden der
Klemmen k kl ruhen. Indem man das Brett K1
in der einen oder anderen Richtung um die Entfernung einer oder mehrerer Klemmen verschiebt,
kann die Tonhöhe der Orgel um einen oder mehrere halbe Töne erhöht oder erniedrigt werden.
In denjenigen Fällen, in welchen die zusätzlichen Pfeifen nicht an den oberen und
unteren Enden der Orgel angebracht werden, ist es rathsam, das vorerwähnte Schaltbrett
bezw. die Contactvorrichtung so anzuordnen, dafs beim Stimmen der Orgel die nicht mit
Pfeifen versehenen Tasten eine ihrer Octaven spielen. Dies kann dadurch erreicht werden,
dafs man die zusätzliche Klemme kl mit den Klemmen k verbindet, welche ihre obere oder
untere Octave vorstellt, wie dies in punktirten Linien bei k6 angegeben ist.
In der Fig. 7 sind mit K2 eine- Anzahl von
Rollencontacten bezeichnet, welche auf einem Brett K3 angeordnet und derart eingerichtet
sind, dafs dieselben einzeln und unabhängig von einander durch irgend eine geeignete, von
dem Spielenden zu handhabende Vorrichtung bethätigt werden können. Eine jede Rolle ist
mit einer Anzahl von isolirten Contactstücken ΚΑ
versehen, von denen ein jedes sich in unmittelbarer Nähe eines Paares von isolirten
Stiften K5 K6 befindet, mit welchen dieselben
in Contact gebracht werden können, sobald die Rolle gedreht wird. Die entsprechenden
Stifte K5 sämmtlicher Rollen sind unter einander
durch Drähte k7 mit den dazu gehörigen Tastencontacten verbunden. Ein jeder Stift K6
irgend einer beliebigen Rolle K'2 ist durch einen Leitungsdraht, wie beispielsweise ' k8 k9
kw k11, mit demjenigen Stift Ke auf der
nächsten darüber oder darunter liegenden Rolle verbunden, welche je nachdem eine um
einen halben Ton höher oder tiefer liegende Note vorstellt. Die von den Stiften Κ% der
letzten Rolle kommenden Leitungsdrähte wer7 den zu den dazu gehörigen elektromagnetischen
oder elektropneumatischen Bethätigungsvorrichtungen innerhalb der Orgel geführt.
Es möge angenommen werden, dafs die Rolle Nr. 3 das C oder die Normalrolle vorstellt.
Wenn alsdann diese Rolle, wie in der Fig. 7 dargestellt ist, gedreht wird, hat die
Orgel ihre Normaltonlage. Soll indessen die Tonlage der Orgel um einen halben Ton erhöht
werden, so wird die Rolle Nr. 3 durch Drehung aufser Thätigkeit gesetzt und die Rolle Nr. 4 so gedreht, dafs das dazugehörige
Contactstück K* in Berührung mit den benachbarten
Stiften IC* Kü kommt. Die verschiedenen
Tastencontacte werden alsdann in demselben Stromkreis mit den elektropreumatischen
Hebeln derjenigen Pfeifen eingeschaltet, welche in ihrer Tonlage etwa einen halben
Ton höher liegen als diejenigen Pfeifen,. mit welchen dieselben früher bezw. verbunden
wa'ren. Der Draht k1 von der Taste D D war früher beispielsweise durch die Rolle Nr. 3
mit dem Draht A:10 verbunden, welcher zu dem
elektropneumatischen Hebel der Pfeife D D führte. Beim Verändern der Tonlage in der
vorbeschriebenen Weise wird indessen der Draht k 7 der Taste D D durch die Rolle
Nr. 4 mit dem Draht ku verbunden, welcher einen Theil des Stromkreises des elektropneumatischen
Hebels des Rohres D D bildet.
Ebenso wie bei der vorstehend beschriebenen Construction können zusätzliche Pfeifen an
jedem Ende des Schaltbrettes angeordnet werden, oder im anderen Falle können die Tasten,
welche beim Aendern der Tonlage der Orgel keine Pfeifen erhalten, so verbunden werden,
dafs dieselben in der vorstehend beschriebenen Weise die höheren Octaven spielen. Es können
auch andere Formen und Anordnungen von zusammengesetzten Contacten als diejenigen,
welche mit Bezug auf die Fig. 5, 6 und 7 beschrieben sind, verwendet werden, zu dem
Zweck, die bezw. Verbindungen zwischen den Tasten und der Orgel zu ändern.
In der Fig. 8 ist ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Anordnungsweise dargestellt.
Die Windlade H'2 enthält eine Anzahl von elektropneumatischen Hebeln zur Bethätigung
der Windklappen einer entsprechenden Anzahl von Orgelpfeifen mittelst Balges H3 und Zugstangen
H*. Der Leitungsdraht h führt von
der Batterie F durch die Contacte der einen Taste " (welche beispielsweise bei hJ liegen
möge) zu dem dazugehörigen elektropneumatischen Hebel innerhalb der Lade H2.
h2 ist der zur Batterie führende. Rückleitungsdraht. h3 ist ein zweiter Zuleitungsdraht, welcher
von der Batterie zu dem elektropneumatischen Hebel führt. Der Stromkreis, in welchem dieser letztere Leitungsdraht liegt,
wird bei /j4 und h 5 unterbrochen. Bei hi ist
ein Contact H5 angeordnet, mittelst dessen
der Stromkreis nach Belieben von dem Spielenden geöffnet oder geschlossen werden
kann, und zwar mittelst eines Pedals oder eines anderen an dem Spieltisch angebrachten
Mechanismus. Die Enden des Drahtes h3
laufen bei h 5 in biegsam isolirte Metallstifte
Ha H6* aus. Der isolirte Contact H1 ist auf
dem Schwanzstück des Balgens Hs angebracht und vermittelt die elektrische Verbindung zwischen
den Stiften ΗΆ Ηβχ bei einer jeden Bethätigung
des erwähnten Balges. Es kann anstatt der oben erwähnten Contactvorrichtung irgend eine beliebige Construction gewählt
werden. Wenn der Stromkreis bei h1 durch Niederdrücken der dazugehörigen Taste von
der Hand des Spielenden geschlossen wird, wird der entsprechende elektropneumatische
Hebel bethätigt, der Balgen Hs ausgedehnt
und die betreffende Note gespielt. Wenn der Contact Hb geöffnet wird, bleibt der Stromkreis
hs h H'2 h2 F unterbrochen, auch wenn
der Contact h2 geschlossen wird und beim
Freilassen der Taste und der daraus sich ergebenden Unterbrechung des Stromkreises
h H'2 h2 F, welche bei h1 stattfindet, wird der
elektropneumatische Hebel aufser Thätigkeit gesetzt, der Contact h} unterbrochen und die
Orgelpfeife hört auf zu tönen. Wenn indessen der Contact H 6 durch- den Spielenden geschlossen
und die Taste gleichfalls niedergedrückt wird, werden beide oben erwähnten
Stromkreise geschlossen und die Note gespielt. Beim Freilassen der Taste wird der Stromkreis
h H2 Yi2 F unterbrochen, während der
Stromkreis h3 h H"2 h? F geschlossen bleibt, da
der in den letzteren Strumkreis eingeschaltete
elektropneumatisch^ Hebel die Contacte H^
H6* H1 geschlossen hält. Der betreffende
Ton hält demnach so lange an, als der Contact bei /z4 geschlossen bleibt. r
Zu bemerken ist, dafs nur ein Contact Hh für jedes Orgelfeld oder für je eine bestimmte
Reihe von Contacten Ίίβ angeordnet ist und
dafs jeder Contact Ηβ der Reihe mit einem
mit dem Leitungsdraht ha zusammenhängenden gemeinsamen Draht /ie verbunden wird.
Claims (2)
1. Eine Koppelvorrichtung zum Hervorrufen einer Sforzandowirkung bei elektrisch betriebenen
Orgeln, bestehend aus einer mittelst eines Pedals oder dergleichen zu bewegenden Walze, welche für je ein Register
zwei in die Ein- und Ausschaltleitungen desselben eingreifende Stifte L1 L2,
Fig. ι und 2, trägt, die so angeordnet sind, dafs durch Drehung der Walze, ohne
dafs die Register oder sonstigen Koppeltasten beeinflufst werden, mit Hülfe einer
festliegenden, mit den Stiften sämmtlicher Einschaltleitungen in Berührung tretenden
Schiene L10 die Einschaltstromkreise (L11, Le, L9J der elektropneumatischen Hebel der
entsprechenden Gruppe oder Gruppen von Orgelpfeifen geschlossen werden.
2. In Verbindung mit dem unter 1. gekennzeichneten
Koppelwerk eine Einrichtung zum Verstärken des Tones, gekennzeichnet dadurch, dafs jede der gewöhnlichen Manual-
oder Pedaltasten (A, Fig. 3 und 4) mit einer Contactvorrichtung (B B1J versehen
ist, welche in Hintereinanderschaltung mit einer oder mehreren elektrischen Leitungen
für zusätzliche Orgelpfeifen oder ein sonstiges Instrument in Verbindung steht und durch eine den gewöhnlichen Druck
übersteigende Druckwirkung auf die Tastet geschlossen wird, wobei jede Gruppe dieser
Contacte durch einen im Bereiche des Spielenden liegenden Hauptcontact gehandhabt
werden kann.
In Verbindung mit dem unter 1. genannten Koppelwerk eine Einrichtung zum Erhöhen
und Erniedrigen der Tonlage der gesammten Orgel, gekennzeichnet dadurch,
dafs eine Gruppe von Leitungsdrähten (&5 k1, Fig. 5 bis 7) mit den Contacten der
Tasten verbunden ist,, während eine zweite Gruppe von Leitungsdrähten (k2 ka k9) an
die elektromagnetischen oder elektropneumatischen Bethätigungsvorrichtungen der Pfeifen angeschlossen ist und mit Hülfe
verschiebbarer oder drehbarer Contacte (KK1 bezw. K2K*) mit der ersten
Gruppe in verschiedener Weise verbunden werden kann.
In Verbindung mit dem unter 1. genannten Koppelwerk eine elektrische Vorrichtung
zum Nachklingenlassen einzelner angeschlagener Töne nach dem Freilassen der Tasten oder Pedale, gekennzeichnet dadurch,
dafs jeder elektropneumatische Hebel mit einer zweiten Zuleitung (hs) versehen
ist, deren Zusammenhang an zwei Punkten (h* hb) unterbrochen ist, wobei die Lücke
an dem einen Punkt (hhj bei jeder Bethätigung
des Hebelbalges (H3J geschlossen wird, während die Lücke an dem anderen
Punkt (W) nach Wunsch von dem Spielenden
durch einen Contact (Hh) geschlossen
werden kann, in welchem Falle der elektropneumatische Hebel auch nach der
Unterbrechung seines Hauptstromkreises durch die Tastencontacte in seiner Arbeitsstellung
festgehalten wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE68754C true DE68754C (de) |
Family
ID=342273
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT68754D Expired - Lifetime DE68754C (de) | Koppelvorrichtung zum Hervorrufen einer Sforzandowirkung bei elektrisch betriebenen Orgeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE68754C (de) |
-
0
- DE DENDAT68754D patent/DE68754C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2134600B2 (de) | Tastenwerk | |
| DE68754C (de) | Koppelvorrichtung zum Hervorrufen einer Sforzandowirkung bei elektrisch betriebenen Orgeln | |
| DE2010017A1 (de) | Kombinierte elektronische Akkordeon Orgel | |
| DE2603067A1 (de) | Akkordauswahlsystem fuer ein musikinstrument | |
| DE69206C (de) | Schleifkontakt und Koppel vorrichtung für elektrisch bethätigte Orgeln | |
| DE2401352A1 (de) | Orgeleinrichtung zum selbsttaetigen spielen von verschiedenartigen laeufen | |
| DE604495C (de) | Tastatur fuer Zwecke der Klangausloesung, der Klangaufzeichnung und fuer Registrierzwecke, insbesondere bei orgelartigen Instrumenten | |
| DE69207C (de) | Vorrichtung zur Einstellung von Begleitungsregistern für elektrisch bethätigte Orgeln | |
| DE13928C (de) | Apparat zur Notirung der auf Tasten-Musikinstrumenten gespielten Töne mit Anwendung des Elektromagnetismus | |
| DE1804445A1 (de) | Mit einem Manual ausgestattetes,einstimmiges,elektronisches Musikinstrument | |
| EP0459129B1 (de) | Bausatz einer mechanischen Rückstellhilfe für die Tastatur von mechanischen Tasteninstrumenten, insbesondere Orgeln mit einer Anordnung zum Ein- und Ausschalten dieser Rückstellhilfe | |
| DE192949C (de) | ||
| DE68751C (de) | Registertasten für elektrische Orgelwerke | |
| DE152643C (de) | ||
| DE691951C (de) | ||
| DE297485C (de) | ||
| DE3226679A1 (de) | Automatische betaetigung eines tasteninstruments | |
| DE2454571C3 (de) | Umschalteinrichtung für Register in Zungenmusikinstrumenten | |
| DE675499C (de) | Waehlersystem fuer elektrische Musikinstrumente | |
| DE1013149B (de) | Elektrische Spiel- und Registrier-Traktur fuer Orgeln und aehnliche Musikinstrumente mit rein elektrisch, elektromechanisch oder elektropneumatisch betriebenen Pfeifenventilen | |
| DE473544C (de) | Anordnung fuer Orgelregisterzuege | |
| DE703033C (de) | Zusatzeinrichtung fuer Orgeln zur selbsttaetigen Steuerung der Register o. dgl. | |
| DE223475C (de) | ||
| DE19730744C2 (de) | Tragbare Orgel | |
| EP0073983A2 (de) | Koppelsystem für eine Orgel |