DE473544C - Anordnung fuer Orgelregisterzuege - Google Patents

Anordnung fuer Orgelregisterzuege

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DE473544C
DE473544C DEV22906D DEV0022906D DE473544C DE 473544 C DE473544 C DE 473544C DE V22906 D DEV22906 D DE V22906D DE V0022906 D DEV0022906 D DE V0022906D DE 473544 C DE473544 C DE 473544C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/10Actions, e.g. key actions, couplers or stops

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
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Description

  • Anordnung für Orgelregisterzüge Die bekannten Anordnungen für Registerzüge haben den Mangel, daß man, um sie mit den Händen erreichen zu können, es im allgemeinen nötig hat, die Finger von den Tasten abzuheben- Dieser Nachteil wird behoben, wenn die Registerzüge in sich wiederholenden Gruppen am hinteren Teile der Klaviatur angebracht werden. Wenn im Umfange jeder Oktave z. B. zwei von je etwa zwanzig Zügen bestehende Gruppen angeordnet werden, die sich jeweils in der gleichen Weise oder, wenn nötig, verschiedenartig, z. B. in ungleichen Farben, über das ganze Manual hindurch wiederholen (Abb. i), so können die Finger des Spielers an jeder beliebigen Stelle der Klaviatur liegen, - immer reicht irgendein Finger an jeden der verschiedenen Registerzüge, und der Spieler kann die Registrierung allein ausführen, ohne daß er das Spiel zu unterbrechen braucht. Die entsprechenden "Züge jeder Gruppe stehen miteinander in Verbindung, indem diese Züge mit Hilfe von Stäbchen, die durch die Klaviatur gehen, mit einer unterhalb der Klaviatur befindlichen Stange gekuppelt sind, wobei die letztere mit den Öffnungs- und Schließeinrichtungen der zugehörigen Luftklappen inVerbindung steht. Anstatt der bereits bekannten Vorrichtungen, bei welchen das Öffnen und Schließen der Luftzufuhr vermittels eines einfachen, an jedem der Registerzüge angebrachten Stäbchens oder durch elektrischen, durch das Drücken eines Zuges hervorgebrachten Stromschluß geschieht, wird dies somit gemäß vorliegender Ausführung durch eine gemeinsame Stange bewirkt, die beim Betätigen eines Zuges die sämtlichen entsprechenden Züge des ganzen Manuals gleichzeitig niederzieht und beim Freilassen dieselben gleichzeitig wieder hebt. Die Anzahl solcher Stangen ist gleich der Anzahl der Züge in einer Gruppe.
  • Man kann die Einrichtung auch so treffen, daß eine gemeinsame elektrische Stromschlußeinrichtung beim Niederdrücken oder Freilassen eines jeden der entsprechenden Züge ein- oder ausgeschaltet wird, so daß die Anwendung einer gemeinsamen Stange überflüssig wird, wodurch infolge des Fehlens der letztgenannten noch mehr Raum unter der Klaviatur gewonnen würde. Die Hauptsache ist, daß die Zuggruppen über das ganze Manual hindurch sich wiederholen und jeder Registerwechsel durch Niederdrücken der betreffenden Züge an verschiedenen Stellen sich ausführen läßt und nicht wie bei den jetzigen Orgeln durch Niederdrücken nur eines oder in gewissen Fällen irgendeines Reservezuges. Der Vorteil der Einrichtung nach der Erfindung besteht demnach darin. daß alle oder zum mindesten die meisten Registerzüge des Manuals als vervielfältigt in sich wiederholenden Gruppen vorkommen und von jeder Stelle des Manuals gleich leicht ohne Abheben der Hände von der Klaviatur mit den Fingern erreichbar sind.
  • Das Öffnen und Schließen der Luftklappen der verschiedenen Register erfolgt in der Weise, daß, wenn der entsprechende Registerzug niedergedrückt wird, die dazugehörige Stange a (Abb.2 und 5) sich um so viel dreht, als es nötig ist, um die zum Registerbalge führende Luftklappe b zu öffnen oder zu schließen oder um die elektrische Berührung zu bewirken, mit deren Hilfe die gleiche Bewegung an einer weiter entfernt liegenden Stelle, z. B. am anderen Ende der Kirche, wo ein Teil des Pfeifenwerkes angebracht ist, ausgeführt wird. Da die Stangen, außer an den Enden, noch in der Mitte und an einer oder an mehreren weiteren Stellen (Abb. 5) abgestützt werden, so können dieselben dünn sein und in einer großen Anzahl unter der Klaviatur angeordnet werden. Man kann auch Raum für dieselben in der Weise gewinnen, daß die untere Seite der Tasten ausgehöhlt wird, wobei diese, wenn erforderlich, um ihnen eine genügende Festigkeit zu geben, vermittels an den Seiten angebrachter Metallschienen c (Abb. 3) verstärkt werden können. Um die vielen Bohrlöcher der von den Registerzügen ausgehenden Stäbchen in den Tasten entbehrlich zu machen, kann der zwischen den Metallschienen gelegeneTeil derTasten entfernt werden (Abb.q.). Nach Bedarf können die Stangen a in mehreren übereinanderliegenden Reihen unterhalb der Klaviatur angebracht werden (Abb. 2 und 5). Abb.2 zeigt die Hebelanordnungen von nur drei Stangen; da aber die zu jedier Stange gehörenden Stäbchen der Registerzüge d (Abb. 5) mindestens 2 cm voneinander entfernt liegen, wird für die Hebelanordnung reichlich Raum gewonnen. Die an den Stangen befestigten Hebelstäbchen e können ihrerseits -Von der Stange a entweder von derselben Stelle ausgehen, wie die Stäbchen d bei f in Abb. 5, oder von einer beliebigen anderen Stelle, beispielsweise bei g in Abb. 5. Infolgedessen können die Luftklappen an jeder beliebigen Stelle der Manualbreite angebracht werden. Ein mit dem Finger niedergedrückter Zug h (Abb.2) verbleibt wie jeder andere entsprechende Zug in der Gruppe in niedergedrückter Stellung, bis er durch Berühren eines gleichbedeutenden Zuges wieder frei gemacht worden ist. Dies wird dadurch erreicht, daß die oben genannten Hebelvorrichtungen mit einem bei den jetzigen Orgeln üblichen Federmechanismus, Feder! (Abb.2), versehen werden.
  • Ein Teil von den in oben beschriebener Weise sich wiederholenden Zuggruppen kann auch in einer oder mehreren übereinanderliegenden Reihen an der Hinterwand des Manuals angeordnet werden, wo dieselben in der gleichen Weise von der Klaviatur aus mit Fingern erreichbar sind. Die Bewegung derselben geschieht bei ihrer Bewegung in der Richtung des Pfeiles j (Abb. i und 2), sie kann jedoch auch je nach der Anordnung in anderen Richtungen erfolgen. Diese Anordnung verursacht keine Umänderung in der bereits beschriebenen sonstigen Einrichtung, da die Hebelarme sich hierbei in gleicher Weise drehen können, wie es schon aus der Abb. 2 hervorgeht.
  • Damit die Registerzüge beim Niederdrücken und Freilassen nicht aneinanderstoßen, können zwischen ihnen parallel mit den Stangen a (Abb. 2) laufende gepolsterte Stäbchen k oder andere Anschläge l angebracht werden.
  • Die Zuggruppen können, außer an der Klaviatur selbst, auch auf einem Brette oder auf einer sonstigen, auf der Klaviatur liegenden Unterlage angebracht werden. Bei elektromechanischen Orgeln kann man die elektrischen Stromschlußeinrichtungen auch auf dieser Unterlage anbringen; bei den übrigen Orgeln müssen die Tasten durchbohrt werden, wobei die an den Zügen befestigten Stäbchen durch diese Löcher nach der unterhalb der Klaviatur befindlichen Einrichtung führen. Diese Anordnung findet besonders dann Verwendung, wenn an fertigen Orgeln oder Orgelharmonien mit möglichst wenigen Abänderungen die neue Einrichtung angebracht werden soll, da man hierbei keine neuen Tasten anzufertigen braucht.
  • Es ist weder notwendig noch zweckmäßig, sämtliche Orgelregisterzüge gemäß dem oben dargestellten System anzuordnen. Es genügt, daß bei den Orgeln nur ein Manual (Färbungsmanual) vorkommt, welches die wichtigsten Farbenregister trägt. Man kann auch ohne weiteres sämtliche Registerzüge wie in früherer Weise an den Seiten und hinter dem Manual anbringen und außerdem noch einen Teil derselben aufs neue am Färbungsmanual. Diles@elben. Registerwirkungen werden in diesem Falle entweder durch Niederdrücken eines Zuges an der Seite des Manuals oder irgendeines entsprechenden Zuges im Färbungsmanualerzielt. Vorausgesetzt, daß das Manual fünf Oktaven mit je zwei Registerzuggruppen besitzt, erhält man somit dieselbe Registerwirkung durch Niederdrücken eines gleichbedeutenden Zuges an mindestens elf verschiedenen Stellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung für Registerzüge an Orgeln und anderen Tasteninstrumenten am hinteren Teil der Klaviatur, dadurch gekennzeichnet, daß die Manualregisterzüge in Reihen und Gruppen neben- und hintereinander angeordnet sind und sich über das ganze Manual hindurch wiederholen, so daß immer ein Finger der rechten oder der linken Hand jeden verschiedenartigen Registerzug erreichen kann. a. Anordnung nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß die gemeinsamen Stangen (a) der Registerzüge in mehreren übereinanderliegenden Reihen angeordnet, die unteren Seiten der Tasten oberhalb der Stangen ausgespart und die Tasten zwecks Durchtritts der von den Registerzügen ausgehenden Stäbchen (d) durchbrochen sind und die Tasten, wenn erforderlich, vermittels an den Seiten angebrachter Metallschienen (c in Abb. 3) verstärkt sind.
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