DE687329C - Verfahren zur Verhuettung feiner sulfidischer Bleierze nach dem Roestreaktionsverfahren - Google Patents

Verfahren zur Verhuettung feiner sulfidischer Bleierze nach dem Roestreaktionsverfahren

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DE687329C
DE687329C DE1938M0142521 DEM0142521D DE687329C DE 687329 C DE687329 C DE 687329C DE 1938M0142521 DE1938M0142521 DE 1938M0142521 DE M0142521 D DEM0142521 D DE M0142521D DE 687329 C DE687329 C DE 687329C
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roestreaktionsverfahren
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DE1938M0142521
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Dipl-Ing Kurt Rudolf Goehre
Dipl-Ing Paul Jordan
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GEA Group AG
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Metallgesellschaft AG
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    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description

  • Verfahren zur Verhüttung feiner sulfidischer Bleierze nach dem Röstreaktionsverfahren Die Durchführung des Röstreaktionsverfahrens auf dem Bleiherd erfordert ein stückiges sulfidisches Gut von hohem Blei-und geringem Gangart-, insbesondere Kieselsäuregehalt, das vorteilhaft eine Korngröfle von über 4 bis etwa 15 mm aufweisen soll.
  • Flotationserze oder sog. Setzschlieche besitzen meist die für das Herdverfahren verlangte Reinheit, sind aber wegen ihrer Feinkörnigkeit ungeeignet, da feine Erzteilchen auf dem Herd durch die scharfen Luftstrahlen der Düsen -weggeblasen werden.
  • Man hat schon versucht, feine Bleierze durch besondere Brikettierung mit oder ohne Bindemittel und eine nachfolgende Wärmebehandlung für die Verhüttung auf dem Bleilierd geeignet zu machen. Auch wurden zum ,gleichen Zweck feine Bleierze auf Sinterrosten angeröstet. Hiermit ist jedoch eine zu starke Verminderung ihres Schwefelgehalts verbunden, so daß für das Bleiherdverfahren wertvolle Schwefeleinheiten verlorengehen, Die bekannten Verfahren zur Vorbereitung feiner. Bleierze o.,dgl. für die Verhüttung auf dem Bleiherd durch Stückiginachen haben alle den Nachteil, daß sie die Wirtschaftlichkeit dieses Bleigewinnungsverfahrens wesentlich vermindern oder sogar in Frage stellen. Denn die Kosten, die die einzelnen Vorbehandlungsmaßnahmen, wie Trocknung, Brikettierung, Absieben, Wärmebehandlung u. dgl., verursachen, sind erheblich. Auch erfordern sie Vorrichtungen, die meistens viel teurer sind als die Bleiherdanlage an sich, selbst wenn diese mit modernen Herdöfen, z. B. Schlippenbachherden, ausgestattet ist. Demgemäß ist es auch nicht möglich, hier diejenigen Verfahren zum Brikettieren und Stückigmachen feiner Bleierze zu verwenden, die man bisher im Metallhüttenwesen zum Vorbereiten von Erzen der verschiedensten Art für andere Zwecke benutzt hat. So ist z. B. das bekannte Verfahren unbrauchbar, gemäß dem zum Brikettieren Sulfitablange benutzt wurde. Nach diesem Verfahren wurde das Erz mit dcin Bindemittel' zunächst zu einer plastischeii Masse verarbeitet. Dann wurde diese Massj zu Briketts# gepreßt, - und es wurden die Briketts unter Anwendung von Hitze oder in sonst geeigneter Weise getrocknet. Ebenso wenig geeignet ist ein anderes bekanntes Verfahren, nach dem Melasse als Bindemittel beim Stückigmachen von metallhaltigem Gut diente. Bindemittel und Gut wurden in einen Drehrohrofen eingeführt, in dessen oberstem Teil die Mischung des Gutes mit dem Bindemittel unter Bildung eiförmiger Stücke erfolgte, die dann in den weiteren Zonen des Drehrohrofens erhitzt w-ü-rden. Die, hohen ,3#nlagek,asten--fii-47__ die Brikettierung und Trocknung bzw. für de7h-!Yieli#rohrö-fen-würden die Vorbereitung feiner sulfi-discher Bleierze für die Verhüttung auf dem Bleiherd unwirtschaftlich machen. Auch ist das nach diesem Verfahren hergestellte stückige Gut für die Verhüttung auf dem Bleiherd ungeeignet. Gepreßte.und getrocknete Briketts zerfallen nämlich auf dem Bleilierd vorzeitig, so daß sich unzulässig große Mengen Flugstaub bilden. Das Stückigmachen im Drehrohrofen führt züi einer wesentlichen Abröstung des Erzes, so daß sein Schwefelgehalt für die Bleiherdarbeit zu gering sein würde.
  • Durch die Erfindung gelingt es, die Nachteile der bekannten Verfahren zu vermeiden. Sie besteht darin, daß feine sulfidische Bleierze mit bituinenhaltigen Stoffen, wie Sulfitablauge, Melasse o. dgl., derart behandelt, z. B. gemischt werden, daß die bitumenhaltigen Stoffe die einzelnen Erzteilchen in Form eines #dünnen Films überziehen. Die so behandelten feinen Bleierze werden dann auf die heiße Beschickung des Bleiherdes gebracht, so daß sie von dem in die Beschickung eingeblasenen Wind durchdrungen werden. überraschenderweise zeigt sich, daß nach dem Verfahren gemäß der Erfindung verhüttete feine Bleierze sich ebensogut verhalten wie stückiges oder in StÜckforrn übergeführtes Erz.
  • Dieses eigenartige Verhalten der feinen Bleierze bei dem Verfahren gemäß der Erfindung findet seine Erklärung darin, daß die einzelnen Erzteilchen von den sie umgebenden Filmen der bituminösen Zusatzstoffe zunächst lose miteinander verklebt werden, insbesondere auch dadurch, daß das Gut während des Aufbringens auf die Beschickung des Bleiherdes schon etwas erwärmt wird. Der die -Beschickung durchdringende Wind kann dann die feinen Erzteilchen nicht mehr aufwirbeln und fortblasen, wie dies bei einem nicht erfindungsgemäß behandelten feinen Erz mit den feinen Kornklassen unter i nim geschehen würde. Der beim.Durchgang durch die Beschickung auf etwa 8oo' C erhitzte Wind gibt einen Teil seiner Wärme sehr schnell an das frisch aufgegebene Gut ab. Infolge dieser plötzlichen Erhitzung geben Sulfitablauge, Melasse und andere bitumenhaltige, erfindungsgemäß als Zusatz benutzte Stoffe zunächst sehr schnell das als Lösungsmittel vorhandene Wasser ab. Darauf entweicht auch das gebundene oder adsorbierte Wasser, und es erfolgt eine Zersetzung der Feststoffe, auch tritt eine Kohlenstoffausscheidung nach Art eines Verkokungsvorganges ein. Durch diese -Vorgänge wird die anfänglich geringe Klebewirkungde# -.7-büsatzstoffe--starl#-erhöht, -und es werden die einzelnen Erzteilchen näher aneinander gebracht, bis sie bei Beginn der Verkokung vollkommen fest miteinander zu S tücken verbunden sind, dieauch bei den hohen Beanspruchungen, die der chemische Angriff der Röstreaktion hervorruft, nicht wieder zerfallen und nur wenig Flugstaub bilden.
  • Der Zusatz an Stoffen, wie Sulfitablauge o. dgl., richtet sich-nach der Korngröße des Erzes. Er beträgt etwa i bis 4 0/,.
  • Die Erfindung, die nur eine innige Mischung der feinen Erze mit dem bitumenhaltigen Bindemittel, z. B. der Sulfitablange, erfordert, hat denigemäß mindestens den gleichen Erfolg, der bisher nur durch umständliche und teure Brikettierungsverfahren erreicht werden konnte. Da das Herdverfahren gegenüber anderen Bleigewinnungsverfahren sehr billig arbeitet, ist es durch die Erfindung auch möglich, die bisher nicht für den Herd verwendbaren Flotationserze u.dgl. feines Gut nach diesem inetallurgischen Verfahren mit wirtschaftlichem Erfolg nutzbar zu machen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verhüttung feiner sulfidischer Bleierze nach dem Röstreaktionsverfahren auf dem Bleiherd unter Anwendung von Zusätzen, dadurch gekennzeichnet, daß den feinen Erzen bitumenhaltige Stoffe, wie Sulfitablauge, Melasse, in solcher Menge zugesetzt werden, daß die Erzteilchen in Form eines dünnen Films überzogen werden, worauf das Gemisch auf die heiße Beschickung des Bleiherdes in der Weise aufgebracht wird, daß der heiße Wind das frisch aufgegebene Gut möglichst gleichmäßig durchdringt.
DE1938M0142521 1938-08-12 1938-08-12 Verfahren zur Verhuettung feiner sulfidischer Bleierze nach dem Roestreaktionsverfahren Expired DE687329C (de)

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