DE686293C - Zahnscheibenmuehle - Google Patents

Zahnscheibenmuehle

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DE686293C
DE686293C DE1938G0098790 DEG0098790D DE686293C DE 686293 C DE686293 C DE 686293C DE 1938G0098790 DE1938G0098790 DE 1938G0098790 DE G0098790 D DEG0098790 D DE G0098790D DE 686293 C DE686293 C DE 686293C
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E H HUGO GREFFENIUS DIPL ING D
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  • Crushing And Pulverization Processes (AREA)

Description

  • Zahnscheibenmühle Die Erfindung des Hauptpatents 683 672 bezieht sich auf Zahnscheibenmühlen, deren feste und sich drehende Mahlscheiben mit mehreren in Ringreihen angeordneten, von der Mitte nach außen in Abmessungen abnehmenden Zähnen besetzt sind, welche fast schließend ineinandergreifen und auf welchen nicht bloß an der Stirnfläche beidseitig eine Schneidkante vorgesehen ist, sondern bei welchen auch,die Seitenflächen der Zähne beider Scheiben mehrere Schneidkanten zum Zwecke der Steigerung der Leistung der Mühle aufweisen.
  • Weitere Versuche haben nun ergeben, daß es zur Erzielung einer Leistungssteigerung nicht unbedingt notwendig ist, die beiden Seitenflächen der Lauf- und der Festzähne in der Ausführung des Hauptpatents auszubilden, und ferner, daß eine unrichtige Vorstellung der Wirkungsweise zu einer bekannten Ausführung geführt hat, welches die Zähne verjüngen will, um einer erhöhten Wärmebildung durch die sonst nachfolgende Zerreibung und Vermahlung an den Seitenflächen der Zähne vorzubeugen. Der bekannten Ausführung fehlt die erfindungsgemäße Erkenntnis über die Kräftewirkungen, .die durch den Umlauf der Laufzähne auf das Zerkleinerungsgut ausgeübt wird.
  • Die Abb. i und 2 stellen schematisch das Zusammenarbeiten von Lauf- und Festzähnen dar; der Laufzahn ist von oben gesehen, und die beiden anschließenden Festzähne sind kurz über der Zahnbodenfläche geschnitten angedeutet.
  • In beiden Abbildungen befindet sich der Laufzahn gerade im Begriff, sich durch die festen Zähne hindurch in Pfeilrichtung zu bewegen.
  • Wenn ein Laufzahn i (Abb. i) einer Zahnring-reihe sich mit größerer Geschwindigkeit zwischen den anschließenden Ringreschen der Festzähne 2 und 3 hindurchbewegen will, so wirkt vorher eine radiale Kraft r auf das Zerkleinerungsgut und drückt dasselbe an die innere, nach der Scheibenmitte zu liegende Seitenfläche q. des Laufzahnes i, während bei der nach dem Umfang zu gerichteten äußeren Fläche 5 des Laufzahnes i die Gutteilchen . von :den Zähnen abfliegen. Bei dem @intr: -des Laufzahnes i zwischen die beidseitig -äil=.° schließenden Festzähne 2 und 3 wirkt aix,e noch fast unvermindert die radiale Kraft r; durch die das Zerkleinerungsgut bestrebt war, vor,dem eindringenden Laufzahn nach außen zu fliehen; es wirkt aber ferner auf -das die Stirnflächenschneidkanten passierte Zerkleinerungsgut eine tangentiale Kraft 1, ausgehend von dem umlaufenden Laufzahn i. Die beiden Kräfte r und t setzen sich zu einer resultierenden Kraft R zusammen, deren Richtung bestimmend ist auch für das Zerkleinerungsgut, welches sich nunmehr zwischen den Laufzähnen 2 und 3 befindet.
  • Unter dem Einfluß der Kraft R bewegt sich mehr oder minder rasch j e nach den Eigenschaften des Zerkleinerungsgutes das letztere nach .außen, bis es einen Halt findet an der nach der Scheibenmitte zu gelegenen Seitenfläche des äußeren festen Zahnes 2, so daß weitere Zerkleinerungen stattfinden an den in dieser Fläche vorgesehenen Schneidkanten infolge der Fortbewegung des Laufzahnes i.
  • Hierdurch und zu gleicher Zeit entfernt sich das Zerkleinerungsgut von der nach dem Umfang zu liegenden Fläche des inneren Festzahnes 3, so daß ein größerer mit Luft gefüllter Raum 6 entsteht, der eine Wärmebildung nicht eintreten läßt, weil ein Zerreiben und Vermahlen in dieser äußeren Fläche des Festzahnes 3 nicht eintreten kann.
  • Es bedarf also keiner Verjüngung desLaufzahnes i auf der Seite nach der Scheibenmitte hin, sondern höchstens des inneren Festzahnes 3 auf der Seite nach dem Umfang zu = zum Zwecke der Verminderung von Erwärmung. Die bekannte Verjüngung ist sogar nachteilig, weil vor dem Eintritt des Laufzahnes i zwischen die beiden Festzähne 2 und 3 das Zerkleinerungsgut längs der verjüngten Fläche durch die radiale Kraft p und ohne die Verjüngung des Festzahnes einer R.eibewirkung ausgesetzt gewesen wäre. Die Gutmengen, die durch die radiale Kraft vorn der Mitte her an den Laufzahn anfliegen und bei Passieren der Schneidkanten zwischen die Festzähne kommen, müssen also so klein wie möglich gehalten werden; zweckmäßiger ist es noch, sie ganz zu beseitigen.
  • Erfindungsgemäß wird daher gemäß Abb. 2 bei den laufenden Zähnen i lediglich die nach dem Umfang zu liegende Seitenfläche mit mehreren Schneidkanten 7 versehen, während die nach der Scheibenmitte zu liegende Fläche 8 ohne Schneidkanten glattflächig ausgeführt wird. Bei den Festzähnen ist es umgekehrt. Hier ist es nur erforderlich, bei den äußeren Zähnen 2 die nach der Scheibenmitte zu Regenden Seitenflächen mit Schneidkanten 9 Wz,versehen, um eine stufenweise Abscherung ü4d Abtrennung durchzuführen, während bei dem inneren Zahn 3 die nach außen befindliche Fläche ohne Schneidkanten eine glattflächige Ausführung i o erhält. Also allgemein ausgedrückt, erhalten die Festzähne nur bei der nach Scheibenmitte zu liegenden Fläche Schneidkanten g.
  • Es kann allerdings bei sperrigem und splitterigem Zerkleinerungsgut zweckmäßig sein, die Außenflächen der Festzähne mehrfach aufzuteilen, wie durch die punktierten Linien i i in Abb. 2 angedeutet ist, urn den Durchlauf von sperrigen und Splitterteilen besser zu gewährleisten. Die Schneidkanten müssen aber entgegengesetzt gerichtet sein wie in Abb. i. .
  • Folgende Kümbinationen gegenüber dem Hauptpatent bieten besondere Vorteile: Laufscheibenzähne nach dem Scheibenumfang hin aufgeteilt, Festscheibenzähne bederseits mit entgegengerichteten Zähnen, Laufscheibenzähne nach dem Scheibenumfang hin aufgeteilt, Festscheibenzähne nur nach der Mitte zu mit entgegengerichteten Zähnen, Laufscheibenzähne nach dem Scheibenumfang hin aufgeteilt, Festscheibenzähne nach dem Scheibenumfang hin mit gleichgerichteten, nach der Mitte hin mit entgegengerichteten Zähnen.
  • Der Vorteil gegenüber den bekannten Ausführungen liegt in der Leistungssteigerung durch stufenweise Zerkleinerung nicht bloß in Ringreihen, sondern längs jeder Zahnlänge, wobei durch die Erkenntnis der Kräftewirkungen eine Rücksicht- auf Wärmebildung nicht erforderlich ist, die auch durch eine Verjüngung nicht ausgeschaltet wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zahnscheibenmühle mit in Ringreihen angeordneten, nach dem Umfang zu in ihren Abmessungen sich verringernden, fasst schließend ineinandergreifenden Zähnen nach Patent 683 672, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufzähne nur auf der der Scheibenmitte abgekehrten Seitenfläche entgegen der Schneiderichtung hintereinander mehrere Schneidkanten aufweisen, während die andere Seite eine glatte Fläche ist.
  2. 2. Zahnscheibenmühle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne der Festscheibe nur auf der der Scheibenmitte zugekehrten Seite in Schneiderichtung hintereinander mehrere Schneidkanten aufweisen, während die andere Seite eine glatte Fläche ist.
  3. 3. Zahnscheibenmühle nach Anspruch i, . dadurch gekennzeichnet, daß für sperriges, und splitterndes Gut die der Scheibenmitte abgekehrte Seite der Festzähne eine stufenweise Aufteilung mit den Schneid-'kanten der Laufzähne gleichgerichteten Abstufungen aufweist.
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